Campo de Criptana
Rubriken: Special:
Fackeln in der Dämmerung, „Texte aus vier Jahrzehnten“.
Illustrationen: Livius Bootz, Vorwort & Nachwort: Wolfgang Luley, Felix M. Kielstein, Hagen Ernst

Der Herausgeber schreibt: Tanja Krienen – umstritten und streitbar. Das allein sind 2 Gründe ihr neues, fast 400 Seiten starkes Werk zur Hand zu nehmen. Die Politikerin, Publizistin und Aktivistin fasste vier Jahrzehnte zusammen und erlaubt Rückschlüsse auf das Weltenleben in der Zukunft. Krienen ist auch hier streitbar, hält ihre linke Gesichtshälfte – von DKP bis Linkspartei – und ihre rechte Wange – AFD – hin, während sie aufzeigt, wie sehr sich die Welt in 40 Jahren wandelte. Dabei müssen wir allerdings feststellen, dass die politische Menschheit in all diesen Jahren nichts gelernt hat. Für politische Querdenker ist das Buch ein Muss! Auch, nein gerade weil, man nicht immer mit der Krienen eins sein muss oder will. Es liefert Widersprüche und Argumente, für ein Pro und ein Contra. Für mich ist „Fackeln in der Dämmerung“ ein Grundlagenwerk, zur Findung eigener Positionen, zur Findung eigener Meinungen und zum Verstehen der politischen Fehltritte. Selbst die Aphorismen und Reimwerke bieten für diesen Prozess die Gelegenheit.
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Doch gefunden hat man mich nicht
Ein neues Buch mit meiner Beteiligung. „Danksagung des Herausgebers…Frau Krienen…Eva Menasse, Konstantin Wecker, Daniel Kehlmann und Ilja Richter…“ Und so wurden aus einer sehr umfangreichen Korrespondenz acht Briefe Georg Kreislers an mich (und ein Beitrag aus meiner Zeitschrift „Campo de Criptana“) Bestandteil des Buches „Georg Kreisler – Doch gefunden hat man mich nicht“, Atrium-Verlag Zürich, 336 Seiten, 24.99 Euro, Herausgeber Dr. Topic-Matutin. Das Leben von Georg Kreisler (1922-2011) wird noch einmal in Briefen, Schilderungen und Nachweisen erzählt. In Wien als Jude geboren, flüchtete er 1938 in die USA, wurde Friedrich Hollaenders Schwiegersohn, ab 1942 US-Soldat (Ritchie-Boys, traf dort Henry Kissinger, Stefan Heym u.a.) und nahm 1945 an Verhören von Herrmann Göring, Julius Streicher, Ernst Kaltenbrunner und Otto Skorzeny teil. 1946 ging er nach Hollywood, arbeitete dort u.a. mit Charly Chaplin und Hanns Eisler zusammen, zog nach New York wo er als Klavier-Humorist in Bars spielte und übersiedelte 1955 wieder nach Europa. Dort begann seine Karriere als Kabarettist an der Seite von Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner, ehe er mit Beginn der 60er Jahren seine Laufbahn allein oder mit Topsy Küppers, später Barbara Peters fortsetzte. Auszug, Seite 303: „7. Juli 2006 - Liebe Tanja Krienen, dass Sie von der Politik genug haben, wie Sie schreiben, kann ich gut verstehen. Aber die Politik hat von ihnen nicht genug. Gegen diese jämmerlichen Herren und gelegentlich Frauen ist kein Kraut gewachsen.“
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Schönes Grün - 2022 - Die nicht überleben wollen

Wir schreiben das Jahr 2022. In Deutschland wurden rigoros "klimaerhaltende Maßnahmen" umgesetzt, die sich inzwischen längst ins Gegenteil verkehrt haben. In einem kulturlosen, von postfeministischen Strukturen geprägten Überwachungsstaat beherrschen Hybriden eine zur Geschlechtslosigkeit verurteilte Gesellschaft. Individualismus und Sarkasmus sind in jeglicher Form strengstens verboten. Jugendliche und Freidenker bilden Widerstandsgruppen und führen einen verzweifelten Aufstand. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte, was mit der alten Kanzlerin, die im Jahr 2011 gestürzt wurde, geschah. Die aus dem Koma erwachte Erzählerin erlebt ein Grauen, das schon bald in Deutschland Realität sein könnte. Auf der Flucht durch das Schöne Grün treibt sie die Frage an, wie es dazu kommen konnte.
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Gemeinsam mit anderen Autoren:


Die Ausbürgerung . Anfang von Ende der DDR.
Herausgeber Fritz Pleitgen, Autoren Wolf Biermann, Marianne Birthler, Hans Christoph Buch, Bärbel Bohley, Ralph Giordano, Katja Havemann, Tanja Krienen, Manfred Krug, Günter Kunert, Rainar Kunze, Arno Lustiger, Günter Wallraff u.a. 3-89834-044-9, Ullstein-Verlag, 2001, ISBN: 3-89834-044-9
Klappentext: Am 13. November 1976 singt Wolf Dieter Biermann vor 7000 Menschen in der Kölner Sporthalle - sein erstes öffentliches Konzert nach 11 Jahren Auftrittsverbot. Am 16. November 1976 wird Wolf Biermann von der Regierung der DDR das Recht auf Aufenthalt und somit die Staatsbürgerschaft entzogen. Am 17. November protestieren 13 prominente Schriftsteller der DDR gegen die Ausbürgerung und bitten darum, "diese Maßnahme zu überdenken". Eine Welle der Solidarität in der Bevölkerung setzt ein, die nicht mehr zu kontrollieren ist. Mit vielem haben die Oberen des Landes gerechnet, nur nicht mit lauten Protesten im eigenen Land. 25 Jahre danach erinnern sich Zeitzeugen aus Ost und West: eindrucksvoll und bewegend erzählen sie von ihren Begenungen mit Wolf Biermann und den Folgen der Ausbürgerung, die die Lebensläufe von vielen einschneidend veränderte. Ob in Geschichten von Manfred Krug, Günter Kunert, Hans Joachim Schädlich, Bärbel Bohley und Marianne Birthler oder Hans Christoph Buch, Günter Wallraff, Arno Lustiger und Ralph Giordano - in jedem Beitrag wird die Ungeheuerlichkeit dieses Willküraktes auch für den begreifbar, für den die DDR Historie ist.

Ganz voran Wolf Biermann selbst. Zum ersten Mal überhaupt schreibt er über die Ereignisse jener Jahre und über das, was die Ausbürgerung für ihn persönlich bedeutet hat. Eines wird aus allen Geschichten, die hier erzählt werden, sichtbar - auch durch neue Dokumente und Essays, die die ganze Perfidie des DDR Staatsapparates zeigen. Wolf Biermann hätte den ganzen Abend in Köln auch nur "Hänschen klein, ging allein" singen können, die DDR hätte an ihrem Vorsatz, den damaligen Staatsfeind Nr. 1 loszuwerden, festgehalten: denn dies war schon lange vor seiner Reise nach Köln beschlossene Sache.

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