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	<title>Kommentare zu: Karl-Heinz Fleischhauer ist tot</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2023/07/05/2323.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 13:13:11 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2023/07/05/2323.html#comment-2377993</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Sep 2023 14:59:57 +0000</pubDate>
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		<description>Sorgen

Dieser Tage vor einem Jahr, starben meine 16jÃ¤hrige Katze Flocke und mein 89jÃ¤hriger Vater binnen zweier Tage. Mein Vater war der letzte, der sich um mich sorgte, will sagen: sich Sorgen um mich machte in einem tiefen Sinne und sofort ins Weinerliche drehte, wenn irgendetwas bei mir â€žnicht stimmteâ€œ (wie er sorgenvoll meinte). Das fehlt mir doch sehr. Mein im Juni verstorbener Mann sorgte sich zuletzt nur noch ob Kartoffelpufferteig im KÃ¼hlschrank vorhanden war oder ob es eine ganz besondere Sorte Fisch im Kaufland gegeben hatte. Er war schwer krank und konnte nichts zu seiner Ichbezogenheit. Wie schnell aber aus Sorgen und Sorgenmachen ein â€žUm-Sich-Selbst-Sorgenâ€œ wird, erlebe ich jetzt. 

Erschreckt Ã¼ber mein Abbild, sah ich nun, wie dÃ¼nn ich wurde, wie schmal im Gesicht, wie gruselig bei falschem Make up (das ich unbedingt Ã¤ndern muss). Warum leben Alleinstehende weniger lang als Menschen in Beziehungen? Weil sie Lotterhafter leben? Vielleicht auch. HauptsÃ¤chlich aber, weil sie niemand wirklich liebt der sagt: â€žMir ist aufgefallen, dass duâ€¦â€œ â€žGeh doch mal..â€œ â€žMach doch mal..â€œ â€žBitte..â€œ 

Oder: als mein Heinzi am 7.11. 14 ins Koma kippte, weil die Polioneuropathie quasi ausbrach (inklusive des â€žZuckerschocksâ€œ), da Ã¼berlebte er nur, weil ich â€žzufÃ¤lligâ€œ neben ihm auf dem Sofa saÃŸ, da ich â€žzufÃ¤lligâ€œ mit ihm die verhassten 8-Uhr-Nachrichten sah, in denen â€žzufÃ¤lligâ€œ Wolf Biermann die Linkspartei im BT belehrte und ich â€žzufÃ¤lligâ€œ Heinz (der auf der Seite lag) ansprach: â€žWeiÃŸt du noch, als wir bei ihm zu Hause in Hamburg warenâ€œ, aber meine Frage ohne Antwort blieb. Lebte er allein, wÃ¤re er an diesem Abend wohl gestorben, so Ã¼berlebte er, weil ich aufmerksam war und mich sorgte.

Ich weiÃŸ, dass ich seinen Tod nicht verkrafte. Niemals! Doch sorgt euch nicht, ich schaffe es schon noch ein paar Jahre, biege passabel ausgerÃ¼stet auf die Zielgrade des Lebens, doch niemand weiÃŸ genau, wie weit man vom Fotofinish entfernt ist. Ich mag nicht mehr so recht und doch muss es weitergehen. 

Dieses Bohren sorgt auch, aber mehr fÃ¼r Zweifel, Ã„ngste und Unsicherheit. Ich tappe mÃ¼de, angespannt und ziemlich ziellos herum. Ohne Schuld, so spielt halt das Leben. Klar gibt es Vorteile: EigenstÃ¤ndigkeit, UnabhÃ¤ngigkeit, Freiheit. Doch es hat seinen Preis.

Wie gesagt: macht euch keine Gedanken, wenn ich mich mal eine Woche nicht melde resp. nichts Neues von mir zu lesen ist: ich habe nicht Ã¼berall Internet und lebe derzeit an verschiedenen Orten. Manchmal pausiere ich auch bewusst, abgesehen davon, dass mein Tempo nachlieÃŸ und alles so sinnlos ist. ALLES! 

Was ich weiÃŸ ist, dass ich demnÃ¤chst mit der lieben Irene in Dresden ihren 70. Geburtstag feiern werde. Das sind die â€žKleinigkeitenâ€œ an denen man sich entlanghangelt. Viele Termine stehen derzeit an: Wohnungsverkauf, Neukauf, Dieses, Das und Jenes â€“ mehrere Abschiede, Ungewisses und Ende des Jahres steht dann der vorlÃ¤ufig-endgÃ¼ltige Umzug, nach 11 Â½ Jahren Soest, an. MÃ¶ge die Unruhe mit mir sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorgen</p>
<p>Dieser Tage vor einem Jahr, starben meine 16jÃ¤hrige Katze Flocke und mein 89jÃ¤hriger Vater binnen zweier Tage. Mein Vater war der letzte, der sich um mich sorgte, will sagen: sich Sorgen um mich machte in einem tiefen Sinne und sofort ins Weinerliche drehte, wenn irgendetwas bei mir â€žnicht stimmteâ€œ (wie er sorgenvoll meinte). Das fehlt mir doch sehr. Mein im Juni verstorbener Mann sorgte sich zuletzt nur noch ob Kartoffelpufferteig im KÃ¼hlschrank vorhanden war oder ob es eine ganz besondere Sorte Fisch im Kaufland gegeben hatte. Er war schwer krank und konnte nichts zu seiner Ichbezogenheit. Wie schnell aber aus Sorgen und Sorgenmachen ein â€žUm-Sich-Selbst-Sorgenâ€œ wird, erlebe ich jetzt. </p>
<p>Erschreckt Ã¼ber mein Abbild, sah ich nun, wie dÃ¼nn ich wurde, wie schmal im Gesicht, wie gruselig bei falschem Make up (das ich unbedingt Ã¤ndern muss). Warum leben Alleinstehende weniger lang als Menschen in Beziehungen? Weil sie Lotterhafter leben? Vielleicht auch. HauptsÃ¤chlich aber, weil sie niemand wirklich liebt der sagt: â€žMir ist aufgefallen, dass duâ€¦â€œ â€žGeh doch mal..â€œ â€žMach doch mal..â€œ â€žBitte..â€œ </p>
<p>Oder: als mein Heinzi am 7.11. 14 ins Koma kippte, weil die Polioneuropathie quasi ausbrach (inklusive des â€žZuckerschocksâ€œ), da Ã¼berlebte er nur, weil ich â€žzufÃ¤lligâ€œ neben ihm auf dem Sofa saÃŸ, da ich â€žzufÃ¤lligâ€œ mit ihm die verhassten 8-Uhr-Nachrichten sah, in denen â€žzufÃ¤lligâ€œ Wolf Biermann die Linkspartei im BT belehrte und ich â€žzufÃ¤lligâ€œ Heinz (der auf der Seite lag) ansprach: â€žWeiÃŸt du noch, als wir bei ihm zu Hause in Hamburg warenâ€œ, aber meine Frage ohne Antwort blieb. Lebte er allein, wÃ¤re er an diesem Abend wohl gestorben, so Ã¼berlebte er, weil ich aufmerksam war und mich sorgte.</p>
<p>Ich weiÃŸ, dass ich seinen Tod nicht verkrafte. Niemals! Doch sorgt euch nicht, ich schaffe es schon noch ein paar Jahre, biege passabel ausgerÃ¼stet auf die Zielgrade des Lebens, doch niemand weiÃŸ genau, wie weit man vom Fotofinish entfernt ist. Ich mag nicht mehr so recht und doch muss es weitergehen. </p>
<p>Dieses Bohren sorgt auch, aber mehr fÃ¼r Zweifel, Ã„ngste und Unsicherheit. Ich tappe mÃ¼de, angespannt und ziemlich ziellos herum. Ohne Schuld, so spielt halt das Leben. Klar gibt es Vorteile: EigenstÃ¤ndigkeit, UnabhÃ¤ngigkeit, Freiheit. Doch es hat seinen Preis.</p>
<p>Wie gesagt: macht euch keine Gedanken, wenn ich mich mal eine Woche nicht melde resp. nichts Neues von mir zu lesen ist: ich habe nicht Ã¼berall Internet und lebe derzeit an verschiedenen Orten. Manchmal pausiere ich auch bewusst, abgesehen davon, dass mein Tempo nachlieÃŸ und alles so sinnlos ist. ALLES! </p>
<p>Was ich weiÃŸ ist, dass ich demnÃ¤chst mit der lieben Irene in Dresden ihren 70. Geburtstag feiern werde. Das sind die â€žKleinigkeitenâ€œ an denen man sich entlanghangelt. Viele Termine stehen derzeit an: Wohnungsverkauf, Neukauf, Dieses, Das und Jenes â€“ mehrere Abschiede, Ungewisses und Ende des Jahres steht dann der vorlÃ¤ufig-endgÃ¼ltige Umzug, nach 11 Â½ Jahren Soest, an. MÃ¶ge die Unruhe mit mir sein.</p>
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