<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.3.3" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Georg Kreisler an Tanja Krienen im Buch &#8220;Doch gefunden hat man mich nicht&#8221;</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 00:16:31 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.3.3</generator>
		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-3595981</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 17:10:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-3595981</guid>
		<description>https://youtu.be/Nkg_lRvAFcU?si=54RE4CZpHEEYDeeS</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://youtu.be/Nkg_lRvAFcU?si=54RE4CZpHEEYDeeS" rel="nofollow">https://youtu.be/Nkg_lRvAFcU?si=54RE4CZpHEEYDeeS</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-3565895</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2025 05:37:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-3565895</guid>
		<description>https://www.revierpassagen.de/tag/georg-kreisler?print=pdf-search</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.revierpassagen.de/tag/georg-kreisler?print=pdf-search" rel="nofollow">https://www.revierpassagen.de/tag/georg-kreisler?print=pdf-search</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-1874241</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2023 19:15:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-1874241</guid>
		<description>https://youtu.be/woL4OLIFWfs
https://themessagemagazine.at/singende-klingende-unterwelt/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://youtu.be/woL4OLIFWfs" rel="nofollow">https://youtu.be/woL4OLIFWfs</a><br />
<a href="https://themessagemagazine.at/singende-klingende-unterwelt/" rel="nofollow">https://themessagemagazine.at/singende-klingende-unterwelt/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-921675</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2022 16:38:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-921675</guid>
		<description>https://www.swr.de/swr2/wissen/georg-kreisler-und-die-ritchie-boys-kaempfer-gegen-die-nazi-barbarei-100.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.swr.de/swr2/wissen/georg-kreisler-und-die-ritchie-boys-kaempfer-gegen-die-nazi-barbarei-100.html" rel="nofollow">https://www.swr.de/swr2/wissen/georg-kreisler-und-die-ritchie-boys-kaempfer-gegen-die-nazi-barbarei-100.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-917415</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2022 13:55:01 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-917415</guid>
		<description>Der Aufstand der Schmetterlinge
Satirische Oper in drei Akten
Wiener SofiensÃ¤le
Wien

BÃ¼hnenrechte:

Musik und BÃ¼hne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden
www.musikundbuehne.de

Inhaltbeschreibung
FÃ¼nf junge Leute werden durch verschiedene EifersÃ¼chteleien zusammengewÃ¼rfelt: Der Schriftsteller Erik von Wetter und seine Frau Camilla, der Komponist Daniel Wolke sowie zwei MÃ¤dchen, Anna und Barbara. Daniel und Erik rÃ¤sonnieren Ã¼ber die ZeitlÃ¤ufte und beschliessen, zusammen eine Oper Ã¼ber den Aufstand der kleinen Leute - eben der Â«SchmetterlingeÂ« - zu schreiben. Aus einer momentanen Laune heraus wollen sie das in Afrika tun, und die drei Frauen gehen mit. In Afrika stÃ¶sst ein schwarzer Maler, Felix, hinzu, der nur total schwarze Bilder malt und ihnen lediglich verschiedene Formate und Titel gibt. Daniel und Erik arbeiten an der Oper, ohne recht zu wissen, was sie tun, und die drei Frauen mÃ¼ssen zu ihrem Leidwesen den Lebensunterhalt fÃ¼r alle verdienen. Barbara ist Krankenschwester, Camilla SekretÃ¤rin und Anna Prostituierte. Die Sechs leben trotzdem recht vergnÃ¼gt miteinander, als die Kunde von einem Aufstand der Schwarzen kommt, bei dem alle Weissen getÃ¶tet werden sollen. Aus Angst legen sich die FÃ¼nf in SÃ¤rge, und Felix soll den schwarzen Soldaten erzÃ¤hlen, dass die fÃ¼nf Weissen bereits tot seien. Zwei schwarze Soldaten entdecken aber den Betrug, holen die weissen Frauen aus den SÃ¤rgen und lassen die MÃ¤nner liegen. Daniel und Erik arbeiten allein an der Oper weiter und wollen so bald wie mÃ¶glich nach Europa zurÃ¼ckkehren, auch wenn Europa eine Â«Bequemlichkeit der MillionÃ¤reÂ«, also nicht mehr nach ihrem Geschmack ist. Die Sechs finden sich im Altersheim wieder. Ihr Leben zerfliesst, es ist ein Bild der ZerrÃ¼ttung. Erik ist vertrottelt, Anna im Rollstuhl, die anderen humpeln ziellos herum. Die Oper ist Ã¼berall abgelehnt worden. Barbara fÃ¤llt anscheinend tot um, wird hinausgetragen, kehrt jedoch vergnÃ¼gt wieder. Man versucht, die Oper zu singen, aber man scheitert. Auch ein Versuch, die Â«Reise nach JerusalemÂ« zu spielen, geht daneben. Daniel erhÃ¤lt einen verspÃ¤teten Brief: Die Metropolitan Opera in New York wÃ¤re bereit, die Oper jetzt aufzufÃ¼hren, vorausgesetzt der Komponist ist tot. Gegen den Protest der anderen schluckt Daniel eine Zyankalikapsel. Aber sie wirkt nicht, er bleibt am Leben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufstand der Schmetterlinge<br />
Satirische Oper in drei Akten<br />
Wiener SofiensÃ¤le<br />
Wien</p>
<p>BÃ¼hnenrechte:</p>
<p>Musik und BÃ¼hne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden<br />
<a href="http://www.musikundbuehne.de" rel="nofollow">http://www.musikundbuehne.de</a></p>
<p>Inhaltbeschreibung<br />
FÃ¼nf junge Leute werden durch verschiedene EifersÃ¼chteleien zusammengewÃ¼rfelt: Der Schriftsteller Erik von Wetter und seine Frau Camilla, der Komponist Daniel Wolke sowie zwei MÃ¤dchen, Anna und Barbara. Daniel und Erik rÃ¤sonnieren Ã¼ber die ZeitlÃ¤ufte und beschliessen, zusammen eine Oper Ã¼ber den Aufstand der kleinen Leute - eben der Â«SchmetterlingeÂ« - zu schreiben. Aus einer momentanen Laune heraus wollen sie das in Afrika tun, und die drei Frauen gehen mit. In Afrika stÃ¶sst ein schwarzer Maler, Felix, hinzu, der nur total schwarze Bilder malt und ihnen lediglich verschiedene Formate und Titel gibt. Daniel und Erik arbeiten an der Oper, ohne recht zu wissen, was sie tun, und die drei Frauen mÃ¼ssen zu ihrem Leidwesen den Lebensunterhalt fÃ¼r alle verdienen. Barbara ist Krankenschwester, Camilla SekretÃ¤rin und Anna Prostituierte. Die Sechs leben trotzdem recht vergnÃ¼gt miteinander, als die Kunde von einem Aufstand der Schwarzen kommt, bei dem alle Weissen getÃ¶tet werden sollen. Aus Angst legen sich die FÃ¼nf in SÃ¤rge, und Felix soll den schwarzen Soldaten erzÃ¤hlen, dass die fÃ¼nf Weissen bereits tot seien. Zwei schwarze Soldaten entdecken aber den Betrug, holen die weissen Frauen aus den SÃ¤rgen und lassen die MÃ¤nner liegen. Daniel und Erik arbeiten allein an der Oper weiter und wollen so bald wie mÃ¶glich nach Europa zurÃ¼ckkehren, auch wenn Europa eine Â«Bequemlichkeit der MillionÃ¤reÂ«, also nicht mehr nach ihrem Geschmack ist. Die Sechs finden sich im Altersheim wieder. Ihr Leben zerfliesst, es ist ein Bild der ZerrÃ¼ttung. Erik ist vertrottelt, Anna im Rollstuhl, die anderen humpeln ziellos herum. Die Oper ist Ã¼berall abgelehnt worden. Barbara fÃ¤llt anscheinend tot um, wird hinausgetragen, kehrt jedoch vergnÃ¼gt wieder. Man versucht, die Oper zu singen, aber man scheitert. Auch ein Versuch, die Â«Reise nach JerusalemÂ« zu spielen, geht daneben. Daniel erhÃ¤lt einen verspÃ¤teten Brief: Die Metropolitan Opera in New York wÃ¤re bereit, die Oper jetzt aufzufÃ¼hren, vorausgesetzt der Komponist ist tot. Gegen den Protest der anderen schluckt Daniel eine Zyankalikapsel. Aber sie wirkt nicht, er bleibt am Leben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-883745</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2022 14:45:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-883745</guid>
		<description>Am Nebentisch in der Paris Bar haben die Schauspieler Axel Milberg und Joachim Krol Platz genommen. Schauen herÃ¼ber. Nicken grÃ¼ÃŸend mit den KÃ¶pfen. Erheben sich, begrÃ¼ÃŸen Georg Kreisler. Nach einiger Zeit verabschieden sie sich. Georg Kreisler fragt: Muss ich die kennen?  

Es gibt im deutschsprachigen Raum zwei groÃŸe, alte Kabarettisten. Sie und Dieter Hildebrandt. 

Ich habe wenig Verbindung zu ihm. Weil, ich gebe es zu, er ist ja SPD. Durchaus nur SPD. Damit kann ich nichts anfangenâ€¦. Ich kann mich nicht einspannen lassen. Das geht nicht. Er lÃ¤sst sich einspannen. Nicht, dass wir bÃ¶s` mit einander sind. Dieter Hildebrandt ist fÃ¼r mich ein linker, aber ein parteigebundener Kabarettist.  

Und was sind Sie?  

Ich bin Anarchist. Ich bin kein Sozialdemokrat. Bitte nicht verwechseln mit Gewalt-Anarchisten. https://www.vorwaerts.de/artikel/anarchist</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Am Nebentisch in der Paris Bar haben die Schauspieler Axel Milberg und Joachim Krol Platz genommen. Schauen herÃ¼ber. Nicken grÃ¼ÃŸend mit den KÃ¶pfen. Erheben sich, begrÃ¼ÃŸen Georg Kreisler. Nach einiger Zeit verabschieden sie sich. Georg Kreisler fragt: Muss ich die kennen?  </p>
<p>Es gibt im deutschsprachigen Raum zwei groÃŸe, alte Kabarettisten. Sie und Dieter Hildebrandt. </p>
<p>Ich habe wenig Verbindung zu ihm. Weil, ich gebe es zu, er ist ja SPD. Durchaus nur SPD. Damit kann ich nichts anfangenâ€¦. Ich kann mich nicht einspannen lassen. Das geht nicht. Er lÃ¤sst sich einspannen. Nicht, dass wir bÃ¶s` mit einander sind. Dieter Hildebrandt ist fÃ¼r mich ein linker, aber ein parteigebundener Kabarettist.  </p>
<p>Und was sind Sie?  </p>
<p>Ich bin Anarchist. Ich bin kein Sozialdemokrat. Bitte nicht verwechseln mit Gewalt-Anarchisten. <a href="https://www.vorwaerts.de/artikel/anarchist" rel="nofollow">https://www.vorwaerts.de/artikel/anarchist</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-789035</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Dec 2021 14:35:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-789035</guid>
		<description>https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/sichtigvorer-autorin-praesentiert-neue-fantasy-geschichte-91201330.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/sichtigvorer-autorin-praesentiert-neue-fantasy-geschichte-91201330.html" rel="nofollow">https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/sichtigvorer-autorin-praesentiert-neue-fantasy-geschichte-91201330.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-399817</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2017 14:35:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-399817</guid>
		<description>https://www.youtube.com/watch?v=4Vj7L4Wmbck

https://www.achgut.com/artikel/ein_heimatlied_fuer_horst_seehofer

â€žDie Demokratie ist in Gefahr in der westlichen Welt. Sie ist besonders in Gefahr in Ã–sterreichâ€œ, sagte der 44-JÃ¤hrige. Er erinnerte an den Ã¶sterreichischen Komponisten und Dichter Georg Kreisler (1922-2011), der 2009 vor einer sich abzeichnenden RÃ¼ckkehr des Faschismus gewarnt habe. â€žEr war klarsichtiger als wir anderen. Denn der Ernstfall ist eingetretenâ€œ, sagte Kehlmann. https://www.spiegel.de/politik/ausland/daniel-kehlmann-kritisiert-oesterreich-und-sebastian-kurz-demokratie-ist-in-gefahr-a-1267660.html

Man sucht mich
Text/Musik: Georg Kreisler

Man hat mich in den Ã„sten eines Baums gesucht,
man suchte mich im Dunkeln und im Licht,
man suchte mich mit Strenge
tief im Wald und in der Menge,
doch gefunden hat man mich nicht.

Man hat mich in den Kurven eines Traums gesucht,
wovon man sich doch sonst nie was verspricht.
Man fragte Denunzianten
und Onkeln und Tanten,
doch gefunden hat man mich nicht.

Ich habe nichts getan und nichts verbrochen.
Vielleicht ist grade das mein grÃ¶ÃŸter Fluch.
Ich hab auch nichts gesehen und nichts gesprochen.
Man sucht mich, weil ich selber etwas such.

Man hat mich einmal fast auf offener See erwischt.
Ein HÃ¤scher sah mir lachend ins Gesicht.
Sein Lachen wurde breiter,
doch dann ging er weiter,
und gefunden hat er mich nicht.

Dabei such ich doch nur nach ein paar Kindern,
sie gingen durch ein unbekanntes Tor.
Ich mÃ¶chte ein GerichtsgebÃ¤ude plÃ¼ndern.
Ich suche nur, was ich bereits verlor.
Ich suche nur die Gassen statt der Gossen.
Die Worte auf den Schildern waren aus Gold,
die TÃ¼ren waren geÃ¶ffnet statt verschlossen,
ich suche es und finde es
und halte es und binde es
und leg es euch zu FÃ¼ÃŸen, wenn ihr wollt.

Deswegen schickt man tÃ¤glich neue Leute aus,
die halten es sogar fÃ¼r ihre Pflicht
und suchen mich mit Kerzen
im eigenen Herzen,
doch gefunden haben sie mich nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=4Vj7L4Wmbck" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=4Vj7L4Wmbck</a></p>
<p><a href="https://www.achgut.com/artikel/ein_heimatlied_fuer_horst_seehofer" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/ein_heimatlied_fuer_horst_seehofer</a></p>
<p>â€žDie Demokratie ist in Gefahr in der westlichen Welt. Sie ist besonders in Gefahr in Ã–sterreichâ€œ, sagte der 44-JÃ¤hrige. Er erinnerte an den Ã¶sterreichischen Komponisten und Dichter Georg Kreisler (1922-2011), der 2009 vor einer sich abzeichnenden RÃ¼ckkehr des Faschismus gewarnt habe. â€žEr war klarsichtiger als wir anderen. Denn der Ernstfall ist eingetretenâ€œ, sagte Kehlmann. <a href="https://www.spiegel.de/politik/ausland/daniel-kehlmann-kritisiert-oesterreich-und-sebastian-kurz-demokratie-ist-in-gefahr-a-1267660.html" rel="nofollow">https://www.spiegel.de/politik/ausland/daniel-kehlmann-kritisiert-oesterreich-und-sebastian-kurz-demokratie-ist-in-gefahr-a-1267660.html</a></p>
<p>Man sucht mich<br />
Text/Musik: Georg Kreisler</p>
<p>Man hat mich in den Ã„sten eines Baums gesucht,<br />
man suchte mich im Dunkeln und im Licht,<br />
man suchte mich mit Strenge<br />
tief im Wald und in der Menge,<br />
doch gefunden hat man mich nicht.</p>
<p>Man hat mich in den Kurven eines Traums gesucht,<br />
wovon man sich doch sonst nie was verspricht.<br />
Man fragte Denunzianten<br />
und Onkeln und Tanten,<br />
doch gefunden hat man mich nicht.</p>
<p>Ich habe nichts getan und nichts verbrochen.<br />
Vielleicht ist grade das mein grÃ¶ÃŸter Fluch.<br />
Ich hab auch nichts gesehen und nichts gesprochen.<br />
Man sucht mich, weil ich selber etwas such.</p>
<p>Man hat mich einmal fast auf offener See erwischt.<br />
Ein HÃ¤scher sah mir lachend ins Gesicht.<br />
Sein Lachen wurde breiter,<br />
doch dann ging er weiter,<br />
und gefunden hat er mich nicht.</p>
<p>Dabei such ich doch nur nach ein paar Kindern,<br />
sie gingen durch ein unbekanntes Tor.<br />
Ich mÃ¶chte ein GerichtsgebÃ¤ude plÃ¼ndern.<br />
Ich suche nur, was ich bereits verlor.<br />
Ich suche nur die Gassen statt der Gossen.<br />
Die Worte auf den Schildern waren aus Gold,<br />
die TÃ¼ren waren geÃ¶ffnet statt verschlossen,<br />
ich suche es und finde es<br />
und halte es und binde es<br />
und leg es euch zu FÃ¼ÃŸen, wenn ihr wollt.</p>
<p>Deswegen schickt man tÃ¤glich neue Leute aus,<br />
die halten es sogar fÃ¼r ihre Pflicht<br />
und suchen mich mit Kerzen<br />
im eigenen Herzen,<br />
doch gefunden haben sie mich nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-305681</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2016 14:16:13 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-305681</guid>
		<description>Georg Kreisler: Gedankensplitter!
CAMPO de Criptana, Heft 2 - III Quartal 2004
Dank an Tanja Krienen fÃ¼r den Text...


Wir sind alle Wozzecks: Der hilflose Arzt, der den Tanz exekutierte, den er gelernt hat. Nun ja, die Technik ist besser geworden, jedes Jahr ein neues Modell. Der Rechtsanwalt, der schon alles gesehen hat, aber was er am besten kennt, ist die SchwÃ¤che, die er verstecken muss. Der BÃ¼hnen - und Filmstar, dessen Spielsucht seine Droge ist, der er immer wieder unterliegt, nach TrÃ¤umen haschend, die nicht in ErfÃ¼llung gehe kÃ¶nnen. Ganz weit oben die Firma, Kafkas SchloÃŸ, man kennt die Bewohner, man liebt sie nicht und wird nicht wiedergeliebt, Ã¼berhaupt Liebe!


Ja, wir sind glÃ¼cklich, weil wir unsere LÃ¤hmung anzuerkennen, unser tÃ¤glich Blutverlust gib uns heute. Es ist angenehm, die anderen hinter sich zu lassen, wÃ¤hrend man einem anderen der anderen, womÃ¶glich einem Unbekannten, hinterher fÃ¤hrt. Der Doktor macht seine Experimente mit uns, der Hauptmann fÃ¼hrt uns auf seinen Vulkan, und wer weiÃŸ schon, was die Frau denkt, die hilflose Ã„rztin, die besserwisserische RechtsanwÃ¤ltin, die kreischende Schauspielerin oder die eigene Frau in ihrer Wut? Soll man sie heiraten? Will sie Ã¼berhaupt? Warum will sie nicht? Warum will sie? Hackfleisch, wohin man schaut!


Die Politiker bleiben unter sich. Die Gemeinheit, mit der sie Konzessionen machen, kennt man. Man sollte sie dem Erdboden gleich machen, in TrÃ¼mmer legen, keine neuen nachwachsen lassen. Kies darÃ¼ber! Klar, wenn man sie persÃ¶nlich sieht, jubelt man ihnen zu, mitgerissen, mitverschissen. Denn es ist schÃ¶n zu jubeln, es macht Hoffnung. Sonntagskinder analysieren dann die Resultate. Die Amerikaner sind Patrioten geblieben, das ist uns allen lÃ¤ngst vergangen, wir wollen in Ruhe gelassen werden, hoffentlich ist die Altersrente sicher.


SchrÃ¶der, Bush, Rumsfeld, Chrirac, Goethe, Merkel, Joschka, Schumi, die Kinder, was macht man mit den Kindern? Wie bringt man es ihnen bei? Im SÃ¼den ist man klÃ¼ger, da lÃ¤ÃŸt man die Sonne scheinen. Pfingsten war ein Traumwetter, wir sind alle in den Park gegangen, sind glaubwÃ¼rdig in der Sonne gelegen, haben vom Benzinpreis geschwiegen, wenn man nur ohne Auto auskommen kÃ¶nnte, haben wir gedacht. Die WÃ¶rter zerflossen, die Ohnmacht der Sprache breitete sich aus. Gibt es nichts, was man reparieren kÃ¶nnte? Das war Pfingsten.


Aber es ist nicht alles hoffnungslos. Etwas regt sich. Es ist das PulverfaÃŸ, das auf den Funken wartet. Die Kommunisten sind allerdings gestorben, vielleicht hÃ¤tte man sie leben lassen sollen, vielleicht hÃ¤tten sie einen Ausweg gewusst. Manche reden ja noch immer von der DDR, dass es dort besser war, aber wieso ist sie dann umgekippt? Wieso konnte man dort nichts kaufen? Wieso muÃŸte man eine Mauer bauen? Alles Quatsch, es ist, wie es ist. Die DDR war Quatsch, gute Absichten vielleicht, aber miserable Auswirkungen. Anderseits, wer hat heutzutage schon gute Absichten? Wir zahlen die Miete, bis sie wieder erhÃ¶ht wird, dann weiÃŸ ich nicht. Zum Ãœbersiedeln haben wir keine Zeit.


Das ist das Einundzwanzigste Jahrhundert im Westen, im Osten ist es anders, keine Ahnung wie anders. Die Israelis, die Araber, wer kann die einschÃ¤tzen? Da kommt nichts Gutes, aber von uns kommt auch nichts Gutes. Trotzdem, eine gewisse WÃ¼rde muÃŸ uns bleiben, wir sind so erzogen worden. Ja, es gibt kluge Leute, die das anders sehen, was haben wir davon! Wir haben die Demokratie, und wir fÃ¼hren im GroÃŸen und Ganzen ein gutes Leben. Harte Arbeit, aber Urlaub in der Karibik. Ungerechtigkeiten, aber das eigene HÃ¤uschen. Hypotheken, aber wir hungern nicht. Wir kÃ¶nnen uns einiges leisten, man fragt sich nur, warum man sich immer noch mehr leisten will. Wieso ist man zufrieden, aber unzufrieden? Vielleicht nur eine Laune, eine ÃœberflÃ¼ssigkeit, oder wir sind undankbar, das ist es, undankbar. An und fÃ¼r sich, ist alles in Ordnung. Europa war eine gute Idee, andere Ideen gab es ja nicht.


Was ist die LÃ¶sung? Die LÃ¶sung ist unmÃ¶glich. Man mÃ¼sste alles umkrempeln, Profit abschaffen, Geld abschaffen, alle umerziehen, das wertvolle Leben fÃ¶rdern, Musik, Sprache, Kunst, das alte Griechenland, obwohl es dort ja Sklaven gab, siehst du? Bei uns gibt es keine - oder doch? Jedenfalls, so eine UmwÃ¤lzung schaffen wir nicht. Im Ostblock haben sie es geschafft, in ein paar Wochen war alles anders, ohne Menschenverluste, nicht wie im Irak. Aber im Westen sind die Hindernisse zu groÃŸ, Honecker war ein Zwerg, bei uns gibtÂ´s ja nur Riesen, die Industrie, das Ã–l, der Tourismus, alles abschaffen, wie macht man das? Ausgeschlossen, vergiÃŸ es, es geht dir doch gut, und sterben mÃ¼ssen wir alle.
WeiÃŸ das der KÃ¶nig von Schweden?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Georg Kreisler: Gedankensplitter!<br />
CAMPO de Criptana, Heft 2 - III Quartal 2004<br />
Dank an Tanja Krienen fÃ¼r den Text&#8230;</p>
<p>Wir sind alle Wozzecks: Der hilflose Arzt, der den Tanz exekutierte, den er gelernt hat. Nun ja, die Technik ist besser geworden, jedes Jahr ein neues Modell. Der Rechtsanwalt, der schon alles gesehen hat, aber was er am besten kennt, ist die SchwÃ¤che, die er verstecken muss. Der BÃ¼hnen - und Filmstar, dessen Spielsucht seine Droge ist, der er immer wieder unterliegt, nach TrÃ¤umen haschend, die nicht in ErfÃ¼llung gehe kÃ¶nnen. Ganz weit oben die Firma, Kafkas SchloÃŸ, man kennt die Bewohner, man liebt sie nicht und wird nicht wiedergeliebt, Ã¼berhaupt Liebe!</p>
<p>Ja, wir sind glÃ¼cklich, weil wir unsere LÃ¤hmung anzuerkennen, unser tÃ¤glich Blutverlust gib uns heute. Es ist angenehm, die anderen hinter sich zu lassen, wÃ¤hrend man einem anderen der anderen, womÃ¶glich einem Unbekannten, hinterher fÃ¤hrt. Der Doktor macht seine Experimente mit uns, der Hauptmann fÃ¼hrt uns auf seinen Vulkan, und wer weiÃŸ schon, was die Frau denkt, die hilflose Ã„rztin, die besserwisserische RechtsanwÃ¤ltin, die kreischende Schauspielerin oder die eigene Frau in ihrer Wut? Soll man sie heiraten? Will sie Ã¼berhaupt? Warum will sie nicht? Warum will sie? Hackfleisch, wohin man schaut!</p>
<p>Die Politiker bleiben unter sich. Die Gemeinheit, mit der sie Konzessionen machen, kennt man. Man sollte sie dem Erdboden gleich machen, in TrÃ¼mmer legen, keine neuen nachwachsen lassen. Kies darÃ¼ber! Klar, wenn man sie persÃ¶nlich sieht, jubelt man ihnen zu, mitgerissen, mitverschissen. Denn es ist schÃ¶n zu jubeln, es macht Hoffnung. Sonntagskinder analysieren dann die Resultate. Die Amerikaner sind Patrioten geblieben, das ist uns allen lÃ¤ngst vergangen, wir wollen in Ruhe gelassen werden, hoffentlich ist die Altersrente sicher.</p>
<p>SchrÃ¶der, Bush, Rumsfeld, Chrirac, Goethe, Merkel, Joschka, Schumi, die Kinder, was macht man mit den Kindern? Wie bringt man es ihnen bei? Im SÃ¼den ist man klÃ¼ger, da lÃ¤ÃŸt man die Sonne scheinen. Pfingsten war ein Traumwetter, wir sind alle in den Park gegangen, sind glaubwÃ¼rdig in der Sonne gelegen, haben vom Benzinpreis geschwiegen, wenn man nur ohne Auto auskommen kÃ¶nnte, haben wir gedacht. Die WÃ¶rter zerflossen, die Ohnmacht der Sprache breitete sich aus. Gibt es nichts, was man reparieren kÃ¶nnte? Das war Pfingsten.</p>
<p>Aber es ist nicht alles hoffnungslos. Etwas regt sich. Es ist das PulverfaÃŸ, das auf den Funken wartet. Die Kommunisten sind allerdings gestorben, vielleicht hÃ¤tte man sie leben lassen sollen, vielleicht hÃ¤tten sie einen Ausweg gewusst. Manche reden ja noch immer von der DDR, dass es dort besser war, aber wieso ist sie dann umgekippt? Wieso konnte man dort nichts kaufen? Wieso muÃŸte man eine Mauer bauen? Alles Quatsch, es ist, wie es ist. Die DDR war Quatsch, gute Absichten vielleicht, aber miserable Auswirkungen. Anderseits, wer hat heutzutage schon gute Absichten? Wir zahlen die Miete, bis sie wieder erhÃ¶ht wird, dann weiÃŸ ich nicht. Zum Ãœbersiedeln haben wir keine Zeit.</p>
<p>Das ist das Einundzwanzigste Jahrhundert im Westen, im Osten ist es anders, keine Ahnung wie anders. Die Israelis, die Araber, wer kann die einschÃ¤tzen? Da kommt nichts Gutes, aber von uns kommt auch nichts Gutes. Trotzdem, eine gewisse WÃ¼rde muÃŸ uns bleiben, wir sind so erzogen worden. Ja, es gibt kluge Leute, die das anders sehen, was haben wir davon! Wir haben die Demokratie, und wir fÃ¼hren im GroÃŸen und Ganzen ein gutes Leben. Harte Arbeit, aber Urlaub in der Karibik. Ungerechtigkeiten, aber das eigene HÃ¤uschen. Hypotheken, aber wir hungern nicht. Wir kÃ¶nnen uns einiges leisten, man fragt sich nur, warum man sich immer noch mehr leisten will. Wieso ist man zufrieden, aber unzufrieden? Vielleicht nur eine Laune, eine ÃœberflÃ¼ssigkeit, oder wir sind undankbar, das ist es, undankbar. An und fÃ¼r sich, ist alles in Ordnung. Europa war eine gute Idee, andere Ideen gab es ja nicht.</p>
<p>Was ist die LÃ¶sung? Die LÃ¶sung ist unmÃ¶glich. Man mÃ¼sste alles umkrempeln, Profit abschaffen, Geld abschaffen, alle umerziehen, das wertvolle Leben fÃ¶rdern, Musik, Sprache, Kunst, das alte Griechenland, obwohl es dort ja Sklaven gab, siehst du? Bei uns gibt es keine - oder doch? Jedenfalls, so eine UmwÃ¤lzung schaffen wir nicht. Im Ostblock haben sie es geschafft, in ein paar Wochen war alles anders, ohne Menschenverluste, nicht wie im Irak. Aber im Westen sind die Hindernisse zu groÃŸ, Honecker war ein Zwerg, bei uns gibtÂ´s ja nur Riesen, die Industrie, das Ã–l, der Tourismus, alles abschaffen, wie macht man das? Ausgeschlossen, vergiÃŸ es, es geht dir doch gut, und sterben mÃ¼ssen wir alle.<br />
WeiÃŸ das der KÃ¶nig von Schweden?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-305680</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2016 14:15:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2014/12/11/2054.html#comment-305680</guid>
		<description>Georg Kreisler: Macht ist das Gegenteil von Kunst
CAMPO de Criptana, Heft 5 - II Quartal 2004
Dank an Tanja Krienen fÃ¼r den Text...


Zum 200. Jahrestag der UrauffÃ¼hrung von Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ hielt Rolf Hochhuth eine glÃ¤nzende Rede. Das StÃ¼ck sei bestÃ¼rzend aktuell, sagte er, wie Tell handelten die Tschechen, als sie Hitlers Landvogt in Prag, Reinhard Heydrich, ermordeten, wie Tell handelten auch die Ostdeutschen, als sie den sogenannten Treuhand-PrÃ¤sidenten Rohwedder beseitigten, den der Kohl-Staat - federfÃ¼hrend Wolfgang SchÃ¤uble - zur totalen Ausbeutung der 17 Millionen Ostdeutschen inthronisiert hatte. Und auch heute lebten wir in einer Diktatur, erklÃ¤rt Hochhuth, nÃ¤mlich in der Diktatur der Wirtschaft. Er zitierte den Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt, der schon 1890 voraussagte: â€žEinmal werden der entsetzliche Kapitalismus von oben und das begehrliche Treiben von unten, wie zwei SchnellzÃ¼ge auf denselben Gleisen gegeneinander prallen.â€œ

Dem muÃŸ jeder vernÃ¼nftige Mensch zustimmen, wenn er die steigende Arbeitslosigkeit in Europa sieht, die immer tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, das zunehmende Elend in der Dritten Welt. Und wenn er sich dann fragt, wer daran schuld sei, kann die Antwort nur lauten: Die Wirtschaftbosse und ihre Marionetten, die Politiker. Denn sie bestimmen die Bedingungen eines sogenannten â€žVereinten Europasâ€œ, sie bestimmen, wem es gut gehen darf und wem nicht, und sie bestimmen letztlich auch, welche Politiker das Volk wÃ¤hlen darf.

In der Nazizeit war die AuffÃ¼hrung von â€žWilhelm Tellâ€œ verboten. Die heutigen Wirtschaftdiktaturen sind klÃ¼ger, sie verbieten nicht, sondern lassen verharmlosen. Das heiÃŸt, sie bestellen Theatermacher, die ihnen zu Diensten sind, subventionieren sie, geben ihnen ein bisschen Macht, und schon sind sie korrumpierbar. Noch einmal Jacob Burckhardt: â€žMacht an sich ist bÃ¶se, gleichviel, wer sie ausÃ¼bt. Sie ist kein beharren, sondern eine Gier.â€œ Und auch Theatermacher nÃ¼tzen ihre Macht, um kritisches Theater, das dass Missfallen ihrer Subventionsgeber verursachen kÃ¶nnte, zu vermeiden. Lieber sprechen sie von â€žModernisierungâ€œ, statt zu bedenken, dass ein wirklich zeitkritisches Theater keinerlei Modernisierung bedarf, denn ein Publikum, das sich angesprochen fÃ¼hlt, kÃ¼mmert sich nicht um die Profilierung des Regisseurs.

In der Basler Zeitung hat man Schweizer Theatermacher, die hauptsÃ¤chlich in Deutschland arbeiten, zu ihrer Meinung Ã¼ber Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ befragt. Ihre durchwegs arroganten und Ã¼berheblichen Antworten sind entlarvend, arrogant und Ã¼berheblich, weil man sich doch einem Klassiker wie Schiller und einem TheaterstÃ¼ck, das immerhin 200 Jahre lang Millionen von Menschen begeistert und beflÃ¼gelt hat, nur mit Demut nÃ¤her kann, vor allem, wenn man selbst versucht KÃ¼nstler zu sein. Ich zitiere auszugsweise, aber nicht sinnentstellend:

â€žKonservativer Terroristâ€œ, â€žLegendeâ€œ, â€žNationalistische Ikoneâ€œ oder â€žFreiheitsheldâ€œ

Urs Bircher, Intendant des Stadttheaters Hildesheim: â€žWilhelm Tell ist eine unangenehme nationalistische Ikone. Ein konservativer Terrorist, der sich der fortschrittlichen Entwicklung der Zeit (Habsburger) entgegenstellte, sozusagen ein frÃ¼her Europagegner.â€œ Da fÃ¤llt einem doch nur die Kinnlade herunter! Dieser Herr unterschlÃ¤gt nicht nur, dass die Schweiz, laut Schiller, erst durch Wilhelm Tell zu einer Art von Demokratie gefunden hat, er behauptet auch, dass die Habsburger, die viele Jahre lang die unmenschlichsten Gesetze erlieÃŸen, die ihre LÃ¤nder immer wieder mit Kriegen Ã¼berzogen, die jeden Widerstand durch Hinrichtungen im Keime erstickten, dass diese blutigen Herrscher eigentlich fortschrittliche Entwicklungshelfer waren. Und gleichzeitig betont er rasch seine Treue zur EU. All das in zwei SÃ¤tzen, nicht schlecht fÃ¼r einen braven MitlÃ¤ufer!

Tobias Richter, Generalintendant der deutschen Oper am Rhein: â€žMich interessiert Wilhelm Tell eher als Oper, die hat einen wunderschÃ¶n romantischen Stoff.â€œ Aha! Dieser Herr ist vorsichtiger, er hÃ¤lt sich an Rossinis schÃ¶ne Musik und hat lieber keine eigene Meinung. So wird man Generalintendant.

Jossie Wieler, Regisseur: â€žWie Schiller die Figuren idealisiert, auch die Jungfrau von OrlÃ©ans, damit habe ich meine Schwierigkeiten. WÃ¼rde mich jemand fragen, ob ich den â€žTellâ€œ inszenieren mÃ¶chte, dem wÃ¼rde ich ganz glatt sagen: Nein.â€œ Also da Herr Wieler offensichtlich nicht zu Schiller hinaufsteigen kann oder will. Da wÃ¼rde ich Herrn Wieler eher einen Berufswechsel vorschlagen, Politiker zum Beispiel. Da darf er Schwierigkeiten mit Schiller, Goethe, Shakespeare und Lessing haben und kann trotzdem Karriere machen.

CathÃ©rine Miville, Intendantin des Stadttheaters GieÃŸen: â€žAls Volksheld ist Tell fÃ¼r mich nicht wichtig. Die jungen Leute von heute interessieren sich fÃ¼r parodistische Tell-Inszenierungen, nicht fÃ¼r die Auseinandersetzung mit der Tyrannei.. FÃ¼r den notwendigen Bewusstseinswandel hin zu einem offenem Europa ist einer wie Wilhelm Tell nicht hilfreich.â€œ DaÃŸ RevolutionÃ¤re oder gar TyrannenattentÃ¤ter bei einem Glaubensbekenntnis zur EU â€žnicht hilfreichâ€œ sind, damit hat die Dame recht. Es ist auch im Sinn ihrer Subventionsgeber, dass junge Leute im Theater lachen sollen, um wenigstens vorÃ¼bergehend ihre Arbeitslosigkeit zu vergessen. Es ist nur schade um das schÃ¶ne Stadttheater in GieÃŸen.

Res Bosshart, Intendant des Meiniger Theaters: â€žTell ist ein Feigling, ein MenschenverÃ¤chter. Er schieÃŸt, weil ihm befohlen wird. Und weil Tell dem Gessler gehorcht, lockt er ihn danach in einen Hinterhalt, um ihn von hinten zu erschieÃŸen.â€œ Jawohl, Diktatoren soll man womÃ¶glich von vorn erschieÃŸen, dann ist man kein MenschenverÃ¤chter. Hat der Mann das StÃ¼ck Ã¼berhaupt gelesen? WeiÃŸ er nicht, dass Gessler den â€žFeiglingâ€œ Tell verhaften lÃ¤sst, ohne daÃŸ der das Geringste getan hat? Und dass Tell den Gessler in einen Hinterhalt lockt - wo steht das? Na ja, Hauptsache, man lehnt solche RevolutionsstÃ¼cke ab, dann kann einem nichts passieren.

Barbara Frey, Regisseuse: â€žDaÃŸ eine Figur, die es nie gegeben hat, eine solche Bedeutung fÃ¼r uns besitzen, ist fÃ¼r mich schwer nachvollziehbar. Das ist schon unfreiwillig komisch. Eigentlich ist der Tell eine mythomanische Muppet-Show, eine Art Kasperle-Theater, das man nicht ernst nehmen kann.â€œ Also wenn es fÃ¼r die Dame â€žschwer nachvollziehbarâ€œ ist, dass auf dem Theater jemand Bedeutung hat, den es nie geben hat - auch das ist strittig - dann muÃŸ man sie fragen: Was ist mit Hamlet? Othello? Mephisto? Und so weiter. Aber es hÃ¤tte auch keinen Sinn, sie zu fragen, warum jemand, der sein Leben aufs Spiel setzt, um sein Land von einem Diktator zu befreien, fÃ¼r sie ein Kasperle ist - nein, da gibt man lieber auf. AbschlieÃŸend Ruedi HÃ¤usermann, Regisseur: Wilhelm Tell ist jemand, der mich wenig angeht.â€œ Nun, ich glaube, hier irrt Herr HÃ¤usermann. Eines Tages wird er schon draufkommen, dass ihn Menschen wie Wilhelm Tell sehr viel angehen.

Im zweiten Weltkrieg war ich amerikanischer Soldat und als solcher auch als Dolmetscher in Deutschland tÃ¤tig. Dabei hatte ich Gelegenheit, einige Spitzennazis wie GÃ¶ring, Streicher und Kaltenbrunner, die amerikanische Gefangene waren, aus nÃ¤chster NÃ¤he kennenzulernen. Alle erklÃ¤rten sich fÃ¼r unschuldig, es wÃ¤re die Zeit gewesen und man hÃ¤tte nicht anders handeln kÃ¶nnen, behaupteten sie. Und kÃ¼rzlich wurde ich von einem Journalisten gefragt, ob ich diese Verbrecher, die so unverschÃ¤mt viel Leid verursacht hatten, gehaÃŸt hÃ¤tte. Nein, antwortete ich, ich habe sie nicht gehaÃŸt, es hat mich nur furchtbar vor ihnen geekelt. Seltsamerweise und ohne Vergleiche ziehen zu wollen, befÃ¤llt mich ein Ã¤hnlicher Ekel, wenn ich an die meisten dieser heutigen Theatermacher denke. Haben sie Georg Elser vergessen, der seinen Attentatsversuch auf Hitler mit dem Leben bezahlte? Haben sie den 20. Juli und seine Folgen vergessen? Den 17. Juni? Das Ende von Mussolini oder Ceaucescu?

Nicht nur das, ich glaube, sie haben auch die Zukunft vergessen, und das ist im Theater eine TodsÃ¼nde. In seiner Rede meinte Rolf Hochhuth, nur ein Narr kÃ¶nne hoffen, daÃŸ die nÃ¤chste Revolution nicht auch mit Attentaten verbunden sein wÃ¼rde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Georg Kreisler: Macht ist das Gegenteil von Kunst<br />
CAMPO de Criptana, Heft 5 - II Quartal 2004<br />
Dank an Tanja Krienen fÃ¼r den Text&#8230;</p>
<p>Zum 200. Jahrestag der UrauffÃ¼hrung von Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ hielt Rolf Hochhuth eine glÃ¤nzende Rede. Das StÃ¼ck sei bestÃ¼rzend aktuell, sagte er, wie Tell handelten die Tschechen, als sie Hitlers Landvogt in Prag, Reinhard Heydrich, ermordeten, wie Tell handelten auch die Ostdeutschen, als sie den sogenannten Treuhand-PrÃ¤sidenten Rohwedder beseitigten, den der Kohl-Staat - federfÃ¼hrend Wolfgang SchÃ¤uble - zur totalen Ausbeutung der 17 Millionen Ostdeutschen inthronisiert hatte. Und auch heute lebten wir in einer Diktatur, erklÃ¤rt Hochhuth, nÃ¤mlich in der Diktatur der Wirtschaft. Er zitierte den Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt, der schon 1890 voraussagte: â€žEinmal werden der entsetzliche Kapitalismus von oben und das begehrliche Treiben von unten, wie zwei SchnellzÃ¼ge auf denselben Gleisen gegeneinander prallen.â€œ</p>
<p>Dem muÃŸ jeder vernÃ¼nftige Mensch zustimmen, wenn er die steigende Arbeitslosigkeit in Europa sieht, die immer tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, das zunehmende Elend in der Dritten Welt. Und wenn er sich dann fragt, wer daran schuld sei, kann die Antwort nur lauten: Die Wirtschaftbosse und ihre Marionetten, die Politiker. Denn sie bestimmen die Bedingungen eines sogenannten â€žVereinten Europasâ€œ, sie bestimmen, wem es gut gehen darf und wem nicht, und sie bestimmen letztlich auch, welche Politiker das Volk wÃ¤hlen darf.</p>
<p>In der Nazizeit war die AuffÃ¼hrung von â€žWilhelm Tellâ€œ verboten. Die heutigen Wirtschaftdiktaturen sind klÃ¼ger, sie verbieten nicht, sondern lassen verharmlosen. Das heiÃŸt, sie bestellen Theatermacher, die ihnen zu Diensten sind, subventionieren sie, geben ihnen ein bisschen Macht, und schon sind sie korrumpierbar. Noch einmal Jacob Burckhardt: â€žMacht an sich ist bÃ¶se, gleichviel, wer sie ausÃ¼bt. Sie ist kein beharren, sondern eine Gier.â€œ Und auch Theatermacher nÃ¼tzen ihre Macht, um kritisches Theater, das dass Missfallen ihrer Subventionsgeber verursachen kÃ¶nnte, zu vermeiden. Lieber sprechen sie von â€žModernisierungâ€œ, statt zu bedenken, dass ein wirklich zeitkritisches Theater keinerlei Modernisierung bedarf, denn ein Publikum, das sich angesprochen fÃ¼hlt, kÃ¼mmert sich nicht um die Profilierung des Regisseurs.</p>
<p>In der Basler Zeitung hat man Schweizer Theatermacher, die hauptsÃ¤chlich in Deutschland arbeiten, zu ihrer Meinung Ã¼ber Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ befragt. Ihre durchwegs arroganten und Ã¼berheblichen Antworten sind entlarvend, arrogant und Ã¼berheblich, weil man sich doch einem Klassiker wie Schiller und einem TheaterstÃ¼ck, das immerhin 200 Jahre lang Millionen von Menschen begeistert und beflÃ¼gelt hat, nur mit Demut nÃ¤her kann, vor allem, wenn man selbst versucht KÃ¼nstler zu sein. Ich zitiere auszugsweise, aber nicht sinnentstellend:</p>
<p>â€žKonservativer Terroristâ€œ, â€žLegendeâ€œ, â€žNationalistische Ikoneâ€œ oder â€žFreiheitsheldâ€œ</p>
<p>Urs Bircher, Intendant des Stadttheaters Hildesheim: â€žWilhelm Tell ist eine unangenehme nationalistische Ikone. Ein konservativer Terrorist, der sich der fortschrittlichen Entwicklung der Zeit (Habsburger) entgegenstellte, sozusagen ein frÃ¼her Europagegner.â€œ Da fÃ¤llt einem doch nur die Kinnlade herunter! Dieser Herr unterschlÃ¤gt nicht nur, dass die Schweiz, laut Schiller, erst durch Wilhelm Tell zu einer Art von Demokratie gefunden hat, er behauptet auch, dass die Habsburger, die viele Jahre lang die unmenschlichsten Gesetze erlieÃŸen, die ihre LÃ¤nder immer wieder mit Kriegen Ã¼berzogen, die jeden Widerstand durch Hinrichtungen im Keime erstickten, dass diese blutigen Herrscher eigentlich fortschrittliche Entwicklungshelfer waren. Und gleichzeitig betont er rasch seine Treue zur EU. All das in zwei SÃ¤tzen, nicht schlecht fÃ¼r einen braven MitlÃ¤ufer!</p>
<p>Tobias Richter, Generalintendant der deutschen Oper am Rhein: â€žMich interessiert Wilhelm Tell eher als Oper, die hat einen wunderschÃ¶n romantischen Stoff.â€œ Aha! Dieser Herr ist vorsichtiger, er hÃ¤lt sich an Rossinis schÃ¶ne Musik und hat lieber keine eigene Meinung. So wird man Generalintendant.</p>
<p>Jossie Wieler, Regisseur: â€žWie Schiller die Figuren idealisiert, auch die Jungfrau von OrlÃ©ans, damit habe ich meine Schwierigkeiten. WÃ¼rde mich jemand fragen, ob ich den â€žTellâ€œ inszenieren mÃ¶chte, dem wÃ¼rde ich ganz glatt sagen: Nein.â€œ Also da Herr Wieler offensichtlich nicht zu Schiller hinaufsteigen kann oder will. Da wÃ¼rde ich Herrn Wieler eher einen Berufswechsel vorschlagen, Politiker zum Beispiel. Da darf er Schwierigkeiten mit Schiller, Goethe, Shakespeare und Lessing haben und kann trotzdem Karriere machen.</p>
<p>CathÃ©rine Miville, Intendantin des Stadttheaters GieÃŸen: â€žAls Volksheld ist Tell fÃ¼r mich nicht wichtig. Die jungen Leute von heute interessieren sich fÃ¼r parodistische Tell-Inszenierungen, nicht fÃ¼r die Auseinandersetzung mit der Tyrannei.. FÃ¼r den notwendigen Bewusstseinswandel hin zu einem offenem Europa ist einer wie Wilhelm Tell nicht hilfreich.â€œ DaÃŸ RevolutionÃ¤re oder gar TyrannenattentÃ¤ter bei einem Glaubensbekenntnis zur EU â€žnicht hilfreichâ€œ sind, damit hat die Dame recht. Es ist auch im Sinn ihrer Subventionsgeber, dass junge Leute im Theater lachen sollen, um wenigstens vorÃ¼bergehend ihre Arbeitslosigkeit zu vergessen. Es ist nur schade um das schÃ¶ne Stadttheater in GieÃŸen.</p>
<p>Res Bosshart, Intendant des Meiniger Theaters: â€žTell ist ein Feigling, ein MenschenverÃ¤chter. Er schieÃŸt, weil ihm befohlen wird. Und weil Tell dem Gessler gehorcht, lockt er ihn danach in einen Hinterhalt, um ihn von hinten zu erschieÃŸen.â€œ Jawohl, Diktatoren soll man womÃ¶glich von vorn erschieÃŸen, dann ist man kein MenschenverÃ¤chter. Hat der Mann das StÃ¼ck Ã¼berhaupt gelesen? WeiÃŸ er nicht, dass Gessler den â€žFeiglingâ€œ Tell verhaften lÃ¤sst, ohne daÃŸ der das Geringste getan hat? Und dass Tell den Gessler in einen Hinterhalt lockt - wo steht das? Na ja, Hauptsache, man lehnt solche RevolutionsstÃ¼cke ab, dann kann einem nichts passieren.</p>
<p>Barbara Frey, Regisseuse: â€žDaÃŸ eine Figur, die es nie gegeben hat, eine solche Bedeutung fÃ¼r uns besitzen, ist fÃ¼r mich schwer nachvollziehbar. Das ist schon unfreiwillig komisch. Eigentlich ist der Tell eine mythomanische Muppet-Show, eine Art Kasperle-Theater, das man nicht ernst nehmen kann.â€œ Also wenn es fÃ¼r die Dame â€žschwer nachvollziehbarâ€œ ist, dass auf dem Theater jemand Bedeutung hat, den es nie geben hat - auch das ist strittig - dann muÃŸ man sie fragen: Was ist mit Hamlet? Othello? Mephisto? Und so weiter. Aber es hÃ¤tte auch keinen Sinn, sie zu fragen, warum jemand, der sein Leben aufs Spiel setzt, um sein Land von einem Diktator zu befreien, fÃ¼r sie ein Kasperle ist - nein, da gibt man lieber auf. AbschlieÃŸend Ruedi HÃ¤usermann, Regisseur: Wilhelm Tell ist jemand, der mich wenig angeht.â€œ Nun, ich glaube, hier irrt Herr HÃ¤usermann. Eines Tages wird er schon draufkommen, dass ihn Menschen wie Wilhelm Tell sehr viel angehen.</p>
<p>Im zweiten Weltkrieg war ich amerikanischer Soldat und als solcher auch als Dolmetscher in Deutschland tÃ¤tig. Dabei hatte ich Gelegenheit, einige Spitzennazis wie GÃ¶ring, Streicher und Kaltenbrunner, die amerikanische Gefangene waren, aus nÃ¤chster NÃ¤he kennenzulernen. Alle erklÃ¤rten sich fÃ¼r unschuldig, es wÃ¤re die Zeit gewesen und man hÃ¤tte nicht anders handeln kÃ¶nnen, behaupteten sie. Und kÃ¼rzlich wurde ich von einem Journalisten gefragt, ob ich diese Verbrecher, die so unverschÃ¤mt viel Leid verursacht hatten, gehaÃŸt hÃ¤tte. Nein, antwortete ich, ich habe sie nicht gehaÃŸt, es hat mich nur furchtbar vor ihnen geekelt. Seltsamerweise und ohne Vergleiche ziehen zu wollen, befÃ¤llt mich ein Ã¤hnlicher Ekel, wenn ich an die meisten dieser heutigen Theatermacher denke. Haben sie Georg Elser vergessen, der seinen Attentatsversuch auf Hitler mit dem Leben bezahlte? Haben sie den 20. Juli und seine Folgen vergessen? Den 17. Juni? Das Ende von Mussolini oder Ceaucescu?</p>
<p>Nicht nur das, ich glaube, sie haben auch die Zukunft vergessen, und das ist im Theater eine TodsÃ¼nde. In seiner Rede meinte Rolf Hochhuth, nur ein Narr kÃ¶nne hoffen, daÃŸ die nÃ¤chste Revolution nicht auch mit Attentaten verbunden sein wÃ¼rde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
