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	<title>Kommentare zu: (Dann gibt es nur EINS!) SAG NEIN! (1947, Wolfgang Borchert, aktualisiert)</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 10:39:33 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-1710094</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2022 07:00:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-1710094</guid>
		<description>Wolfgang Borchert schrieb unmittelbar nach Krieg die Kurzgeschichte AN DIESEM DIENSTAG. Wir sehen: im Prinzip hat sich nichts geÃ¤ndert.

An diesem Dienstag (im Winter 2024)
 
Die Woche hat einen Dienstag. 
Das Jahr ein halbes Hundert. 
Der Krieg hat viele Dienstage.
 
An diesem Dienstag Ã¼bten sie in der Schule die groÃŸen Buchstaben. Die Lehrerin hatte eine Brille mit dicken GlÃ¤sern. Die hatten keinen Rand. Sie waren so dick, dass die Augen ganz leise aussahen. Wie tote Fische.
 
Zweiundvierzig MÃ¤dchen saÃŸen vor der schwarzen Tafel und schrieben mit 
groÃŸen Buchstaben:
 
FRAU MINISTERIN LAMBRECHT HAT EINEN TRINKBECHER AUS BLECH WIE DER ALTE FRITZ. DIE DICKE BERTA SCHOSS BIS  PARIS. RICARDA NUR BIS IN DIE KLOSCHÃœSSEL (hatte jemand klein darunter gekritzelt) IM KRIEGE SIND ALLE VÃ„TER ENDLICH WIEDER SOLDAT.INNEN.
                
Aishe kam mit der Zungenspitze bis an die Nase. Da stieÃŸ die Lehrerin sie an. Du hast Krieg mit CH geschrieben, Aische. Krieg wird mit G geschrieben. G wie Grube. Wie oft habe ich das schon gesagt. Die Lehrerin nahm ein Buch und machte einen Haken hinter Aishe Namen. Zu morgen schreibst du den Satz zehnmal ab, schÃ¶n sauber, verstehst du? Ja, sagte Aishe und dachte: Die mit ihrer Brille. Auf dem Schulhof fraÃŸen die NebelkrÃ¤hen das weggeworfene Brot.
 
An diesem Dienstag 
wurde Leutnant Ehlers zum Bataillonskommandeur befohlen. 
Sie mÃ¼ssen den roten Schal abnehmen, Herr Ehlers.
Herr Major?
Doch, Ehlers. In der Zweiten ist so was nicht beliebt. 
Ich komme in die zweite Kompanie?
Ja, und die lieben so was nicht. Da kommen Sie nicht mit durch. Die Zweite ist an das Korrekte gewÃ¶hnt. Mit dem roten Schal lÃ¤sst die Kompanie Sie glatt stehen. 
Hauptmann Hesse trug so was nicht.
Ist Hesse verwundet?
Nee, er hat sich krankgemeldet. FÃ¼hlte sich nicht gut, sagte er. Seit er die siebente Impfung erhielt, ist er ein bisschen flau geworden, der Hesse. Versteh ich nicht. War sonst immer so korrekt. Na ja, Ehlers, sehen Sie zu, dass Sie mit der Kompanie fertig werden. Annalena hat angerufen, sie setzt auf uns.
Hesse hat die Leute gut erzogen. Und den Schal nehmen Sie ab, klar?
'tÃ¼rlich, Herr Major. Darf es vielleicht ein grÃ¼ner Schal sein?
Ach machen sie doch was Sie sowieso nicht wollen!
Und passen Sie auf, dass die Leute mit den Zigaretten vorsichtig sind. Da muss ja jedem anstÃ¤ndigen ScharfschÃ¼tzen der Zeigefinger jucken, wenn er diese GlÃ¼hwÃ¼rmchen herumschwirren sieht. Vorige Woche hatten wir fÃ¼nf KopfschÃ¼sse. 
Also passen Sie ein bisschen auf, ja?
Jawohl, Herr Major.
Auf dem Wege zur zweiten Kompanie nahm Leutnant Ehlers den roten Schal ab und band sich grÃ¼nen um. 
Er steckte eine Zigarette an. KompaniefÃ¼hrer Ehlers, sagte er laut.
Da schoss es.
 
An diesem Dienstag 
sagte Herr Hansen zu FrÃ¤ulein Severin: 
Wir mÃ¼ssen dem Hesse auch mal wieder was schicken, Severinchen. Was zu rauchen, was zu knabbern. Ein bisschen Literatur. Ein Paar Handschuhe oder so was. Die Jungens haben einen verdammt schlechten Winter drauÃŸen. Ich kenne das. Aber wat mutt, dat mutt. (Er lachte laut)
Vielen Dank.
HÃ¶lderlin vielleicht, Herr Hansen?
Unsinn, Severinchen, Unsinn. Nein, ruhig ein bisschen freundlicher. Robert Habeck oder so. Hesse war doch mehr fÃ¼r das Leichte. Lacht doch gern, das wissen Sie doch. Mein Gott, Severinchen, was kann dieser Hesse lachen! 
Ja, das kann er, sagte FrÃ¤ulein Severin.
 

                An diesem Dienstag
trugen sie Hauptmann Hesse auf einer Bahre in die Entlausungsanstalt. An der TÃ¼r war ein Schild:
0B GENERAL, OB GRENADIER:
                                              DIE HAARE BLEIBEN HIER.
 Er wurde geschoren. Der SanitÃ¤ter hatte lange dÃ¼nne Finger. Wie Spinnenbeine. An den KnÃ¶cheln waren sie etwas gerÃ¶tet. Sie rieben ihn mit etwas ab, das roch nach Apotheke. Dann fÃ¼hlten die Spinnenbeine nach seinem Puls und schrieben 60 in ein dickes Buch: Temperatur 41,6. Puls 116. Ohne Besinnung. Fleckfieberverdacht. Der SanitÃ¤ter schÃ¼ttelte den Kopf und machte das dicke Buch zu. Seuchenlazarett Smolensk stand da drauf. Und darunter: Vierzehnhundert Betten.
Die TrÃ¤ger nahmen die Bahre hoch. Auf der Treppe pendelte sein Kopf aus den Decken heraus und immer hin und her bei jeder Stufe. Und kurz geschoren. Und dabei hatte er immer Ã¼ber die Russen gelacht. Der eine TrÃ¤ger hatte Schnupfen.
 
An diesem Dienstag 
klingelte Frau Hesse bei ihrer Nachbarin. Als die TÃ¼r aufging, wedelte sie mit dem Brief. Er ist Hauptmann geworden. Hauptmann und Kompaniechef, schreibt er.
Und sie haben Ã¼ber 40 Grad KÃ¤lte. Neun Tage hat der Brief gedauert. An Frau Hauptmann Hesse hat er obendrauf geschrieben. Sie hielt den Brief hoch. Aber die Nachbarin sah nicht hin. 40 Grad KÃ¤lte, sagte sie, die armen Jungs. 40 Grad KÃ¤lte. Und das nur wegen der beiden Preisboxer und diesem Sperenzki
 
                An diesem Dienstag
fragte der Oberfeldarzt den Chefarzt des Seuchenlazarettes Smolensk: Wie viel sind es jeden Tag?
Ein halbes Dutzend.
ScheuÃŸlich, sagte der Oberfeldarzt.
Ja, scheuÃŸlich, sagte der Chefarzt.
Und Annalena war noch immer nicht hier, raunte der Oberfeldarzt gedankenverloren.
Sie spielt VÃ¶lkerball, murmelte der Chefarzt zurÃ¼ck.
Dabei sahen sie sich nicht an.
 
An diesem Dienstag 
spielten sie die ZauberflÃ¶te. Frau Hesse hatte sich die Lippen rot gemacht.
 
An diesem Dienstag
schrieb Schwester Elisabeth an ihre Eltern: Ohne Gott hÃ¤lt man das gar nicht
durch. Aber als der Unterarzt kam, stand sie auf. Er ging so krumm, als trÃ¼ge er
ganz Russland durch den Saal.
Soll ich ihm noch was geben?, fragte die Schwester. Nein, sagte der Unterarzt. Er sagte das so leise, als ob er sich schÃ¤mte.
Dann trugen sie Hauptmann Hesse hinaus. DrauÃŸen polterte es. Die bumsen immer so. Warum kÃ¶nnen sie die Toten nicht langsam hinlegen. jedes Mal lassen sie sie so auf die Erde bumsen. Das sagte einer. Und sein Nachbar sang leise: 
Zicke zacke juppheidi.
Schneidig ist die Infanterie. 
Der Unterarzt ging von Bett zu Bett. jeden Tag. Tag und Nacht. Tagelang. NÃ¤chte durch. Krumm ging er. Er trug ganz Russland durch den Saal. DrauÃŸen stolperten zwei KrankentrÃ¤ger mit einer leeren Bahre davon. Nummer 4, sagte der eine. Er hatte Schnupfen.
 
An diesem Dienstag 
saÃŸ Aishe abends und malte in ihr Schreibheft mit groÃŸen Buchstaben: 
IM KRIEG SIND ALLE VÃ„TER ENDLICH WIEDER SOLDAT:INNEN. 
IM KRIEG SIND ALLE VÃ„TER ENDLICH WIEDER SOLDAT.INNEN. 
Zehnmal schrieb sie das. Mit groÃŸen Buchstaben. Und Krieg mit G. Wie Grube. Oder UGRAINE.

Vorlage Wolfgang Borchert, aktualisiert (aber nur wenig) von Tanja Krienen. Dezember 2022</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Borchert schrieb unmittelbar nach Krieg die Kurzgeschichte AN DIESEM DIENSTAG. Wir sehen: im Prinzip hat sich nichts geÃ¤ndert.</p>
<p>An diesem Dienstag (im Winter 2024)</p>
<p>Die Woche hat einen Dienstag.<br />
Das Jahr ein halbes Hundert.<br />
Der Krieg hat viele Dienstage.</p>
<p>An diesem Dienstag Ã¼bten sie in der Schule die groÃŸen Buchstaben. Die Lehrerin hatte eine Brille mit dicken GlÃ¤sern. Die hatten keinen Rand. Sie waren so dick, dass die Augen ganz leise aussahen. Wie tote Fische.</p>
<p>Zweiundvierzig MÃ¤dchen saÃŸen vor der schwarzen Tafel und schrieben mit<br />
groÃŸen Buchstaben:</p>
<p>FRAU MINISTERIN LAMBRECHT HAT EINEN TRINKBECHER AUS BLECH WIE DER ALTE FRITZ. DIE DICKE BERTA SCHOSS BIS  PARIS. RICARDA NUR BIS IN DIE KLOSCHÃœSSEL (hatte jemand klein darunter gekritzelt) IM KRIEGE SIND ALLE VÃ„TER ENDLICH WIEDER SOLDAT.INNEN.</p>
<p>Aishe kam mit der Zungenspitze bis an die Nase. Da stieÃŸ die Lehrerin sie an. Du hast Krieg mit CH geschrieben, Aische. Krieg wird mit G geschrieben. G wie Grube. Wie oft habe ich das schon gesagt. Die Lehrerin nahm ein Buch und machte einen Haken hinter Aishe Namen. Zu morgen schreibst du den Satz zehnmal ab, schÃ¶n sauber, verstehst du? Ja, sagte Aishe und dachte: Die mit ihrer Brille. Auf dem Schulhof fraÃŸen die NebelkrÃ¤hen das weggeworfene Brot.</p>
<p>An diesem Dienstag<br />
wurde Leutnant Ehlers zum Bataillonskommandeur befohlen.<br />
Sie mÃ¼ssen den roten Schal abnehmen, Herr Ehlers.<br />
Herr Major?<br />
Doch, Ehlers. In der Zweiten ist so was nicht beliebt.<br />
Ich komme in die zweite Kompanie?<br />
Ja, und die lieben so was nicht. Da kommen Sie nicht mit durch. Die Zweite ist an das Korrekte gewÃ¶hnt. Mit dem roten Schal lÃ¤sst die Kompanie Sie glatt stehen.<br />
Hauptmann Hesse trug so was nicht.<br />
Ist Hesse verwundet?<br />
Nee, er hat sich krankgemeldet. FÃ¼hlte sich nicht gut, sagte er. Seit er die siebente Impfung erhielt, ist er ein bisschen flau geworden, der Hesse. Versteh ich nicht. War sonst immer so korrekt. Na ja, Ehlers, sehen Sie zu, dass Sie mit der Kompanie fertig werden. Annalena hat angerufen, sie setzt auf uns.<br />
Hesse hat die Leute gut erzogen. Und den Schal nehmen Sie ab, klar?<br />
&#8216;tÃ¼rlich, Herr Major. Darf es vielleicht ein grÃ¼ner Schal sein?<br />
Ach machen sie doch was Sie sowieso nicht wollen!<br />
Und passen Sie auf, dass die Leute mit den Zigaretten vorsichtig sind. Da muss ja jedem anstÃ¤ndigen ScharfschÃ¼tzen der Zeigefinger jucken, wenn er diese GlÃ¼hwÃ¼rmchen herumschwirren sieht. Vorige Woche hatten wir fÃ¼nf KopfschÃ¼sse.<br />
Also passen Sie ein bisschen auf, ja?<br />
Jawohl, Herr Major.<br />
Auf dem Wege zur zweiten Kompanie nahm Leutnant Ehlers den roten Schal ab und band sich grÃ¼nen um.<br />
Er steckte eine Zigarette an. KompaniefÃ¼hrer Ehlers, sagte er laut.<br />
Da schoss es.</p>
<p>An diesem Dienstag<br />
sagte Herr Hansen zu FrÃ¤ulein Severin:<br />
Wir mÃ¼ssen dem Hesse auch mal wieder was schicken, Severinchen. Was zu rauchen, was zu knabbern. Ein bisschen Literatur. Ein Paar Handschuhe oder so was. Die Jungens haben einen verdammt schlechten Winter drauÃŸen. Ich kenne das. Aber wat mutt, dat mutt. (Er lachte laut)<br />
Vielen Dank.<br />
HÃ¶lderlin vielleicht, Herr Hansen?<br />
Unsinn, Severinchen, Unsinn. Nein, ruhig ein bisschen freundlicher. Robert Habeck oder so. Hesse war doch mehr fÃ¼r das Leichte. Lacht doch gern, das wissen Sie doch. Mein Gott, Severinchen, was kann dieser Hesse lachen!<br />
Ja, das kann er, sagte FrÃ¤ulein Severin.</p>
<p>                An diesem Dienstag<br />
trugen sie Hauptmann Hesse auf einer Bahre in die Entlausungsanstalt. An der TÃ¼r war ein Schild:<br />
0B GENERAL, OB GRENADIER:<br />
                                              DIE HAARE BLEIBEN HIER.<br />
 Er wurde geschoren. Der SanitÃ¤ter hatte lange dÃ¼nne Finger. Wie Spinnenbeine. An den KnÃ¶cheln waren sie etwas gerÃ¶tet. Sie rieben ihn mit etwas ab, das roch nach Apotheke. Dann fÃ¼hlten die Spinnenbeine nach seinem Puls und schrieben 60 in ein dickes Buch: Temperatur 41,6. Puls 116. Ohne Besinnung. Fleckfieberverdacht. Der SanitÃ¤ter schÃ¼ttelte den Kopf und machte das dicke Buch zu. Seuchenlazarett Smolensk stand da drauf. Und darunter: Vierzehnhundert Betten.<br />
Die TrÃ¤ger nahmen die Bahre hoch. Auf der Treppe pendelte sein Kopf aus den Decken heraus und immer hin und her bei jeder Stufe. Und kurz geschoren. Und dabei hatte er immer Ã¼ber die Russen gelacht. Der eine TrÃ¤ger hatte Schnupfen.</p>
<p>An diesem Dienstag<br />
klingelte Frau Hesse bei ihrer Nachbarin. Als die TÃ¼r aufging, wedelte sie mit dem Brief. Er ist Hauptmann geworden. Hauptmann und Kompaniechef, schreibt er.<br />
Und sie haben Ã¼ber 40 Grad KÃ¤lte. Neun Tage hat der Brief gedauert. An Frau Hauptmann Hesse hat er obendrauf geschrieben. Sie hielt den Brief hoch. Aber die Nachbarin sah nicht hin. 40 Grad KÃ¤lte, sagte sie, die armen Jungs. 40 Grad KÃ¤lte. Und das nur wegen der beiden Preisboxer und diesem Sperenzki</p>
<p>                An diesem Dienstag<br />
fragte der Oberfeldarzt den Chefarzt des Seuchenlazarettes Smolensk: Wie viel sind es jeden Tag?<br />
Ein halbes Dutzend.<br />
ScheuÃŸlich, sagte der Oberfeldarzt.<br />
Ja, scheuÃŸlich, sagte der Chefarzt.<br />
Und Annalena war noch immer nicht hier, raunte der Oberfeldarzt gedankenverloren.<br />
Sie spielt VÃ¶lkerball, murmelte der Chefarzt zurÃ¼ck.<br />
Dabei sahen sie sich nicht an.</p>
<p>An diesem Dienstag<br />
spielten sie die ZauberflÃ¶te. Frau Hesse hatte sich die Lippen rot gemacht.</p>
<p>An diesem Dienstag<br />
schrieb Schwester Elisabeth an ihre Eltern: Ohne Gott hÃ¤lt man das gar nicht<br />
durch. Aber als der Unterarzt kam, stand sie auf. Er ging so krumm, als trÃ¼ge er<br />
ganz Russland durch den Saal.<br />
Soll ich ihm noch was geben?, fragte die Schwester. Nein, sagte der Unterarzt. Er sagte das so leise, als ob er sich schÃ¤mte.<br />
Dann trugen sie Hauptmann Hesse hinaus. DrauÃŸen polterte es. Die bumsen immer so. Warum kÃ¶nnen sie die Toten nicht langsam hinlegen. jedes Mal lassen sie sie so auf die Erde bumsen. Das sagte einer. Und sein Nachbar sang leise:<br />
Zicke zacke juppheidi.<br />
Schneidig ist die Infanterie.<br />
Der Unterarzt ging von Bett zu Bett. jeden Tag. Tag und Nacht. Tagelang. NÃ¤chte durch. Krumm ging er. Er trug ganz Russland durch den Saal. DrauÃŸen stolperten zwei KrankentrÃ¤ger mit einer leeren Bahre davon. Nummer 4, sagte der eine. Er hatte Schnupfen.</p>
<p>An diesem Dienstag<br />
saÃŸ Aishe abends und malte in ihr Schreibheft mit groÃŸen Buchstaben:<br />
IM KRIEG SIND ALLE VÃ„TER ENDLICH WIEDER SOLDAT:INNEN.<br />
IM KRIEG SIND ALLE VÃ„TER ENDLICH WIEDER SOLDAT.INNEN.<br />
Zehnmal schrieb sie das. Mit groÃŸen Buchstaben. Und Krieg mit G. Wie Grube. Oder UGRAINE.</p>
<p>Vorlage Wolfgang Borchert, aktualisiert (aber nur wenig) von Tanja Krienen. Dezember 2022</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-974234</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2022 18:27:24 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-974234</guid>
		<description>Die deutsche Energiewende ist nichts anderes als das Aussteigen aus zwei der drei vorhandenen Energiequellen dieser Welt, nÃ¤mlich der Kernenergie und der fossilen Energie. Das Fatale an diesem ideologisch getriebenen Vorgehen ist die bewusste ZerstÃ¶rung der Kraftwerke dieser Quellen, bevor sicher ist, dass die verbliebene regenerative Quelle den Wohlstand und das Ãœberleben gewÃ¤hrleisten kann. Die regenerativen Energiequellen sind mit Abstand die mit der niedrigsten Energiedichte und hoher VolatilitÃ¤t. Wirtschaftliche Speicher, die dies ausgleichen kÃ¶nnten, sind fÃ¼r die benÃ¶tigte KapazitÃ¤t noch nicht erfunden. https://www.achgut.com/artikel/wissenschaftler_am_gashahn</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Energiewende ist nichts anderes als das Aussteigen aus zwei der drei vorhandenen Energiequellen dieser Welt, nÃ¤mlich der Kernenergie und der fossilen Energie. Das Fatale an diesem ideologisch getriebenen Vorgehen ist die bewusste ZerstÃ¶rung der Kraftwerke dieser Quellen, bevor sicher ist, dass die verbliebene regenerative Quelle den Wohlstand und das Ãœberleben gewÃ¤hrleisten kann. Die regenerativen Energiequellen sind mit Abstand die mit der niedrigsten Energiedichte und hoher VolatilitÃ¤t. Wirtschaftliche Speicher, die dies ausgleichen kÃ¶nnten, sind fÃ¼r die benÃ¶tigte KapazitÃ¤t noch nicht erfunden. <a href="https://www.achgut.com/artikel/wissenschaftler_am_gashahn" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/wissenschaftler_am_gashahn</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-950596</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Mar 2022 14:51:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-950596</guid>
		<description>https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/ukraine-krieg-warsteiner-brauerei-chefin-catharina-cramer-wendet-sich-an-wladimir-klitschko-91390520.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/ukraine-krieg-warsteiner-brauerei-chefin-catharina-cramer-wendet-sich-an-wladimir-klitschko-91390520.html" rel="nofollow">https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/ukraine-krieg-warsteiner-brauerei-chefin-catharina-cramer-wendet-sich-an-wladimir-klitschko-91390520.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-196326</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 13:28:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2011/12/02/1875.html#comment-196326</guid>
		<description>Dieser Ãœbelkopf meint, man solle lÃ¼gen, um beliebter zu sein. Das stimmt zwar leider, aber das Gegenteil ist richtig, wenn es propagiert - http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/03/Interview-Robert-Feldman

https://www.achgut.com/artikel/wann_macht_merkel_das_pferd_zum_konsul

Nietzsche hat das sehr gut erkannt und von der â€žpersÃ¶nlichen Notwendigkeit des UnglÃ¼cksâ€œ gesprochen. Demnach wÃ¤ren nicht nur die Unheilsvisionen vom Ende der Welt, sondern auch die Empfindlichkeiten des Diskriminiertseins psychisch bedingt. Das phantasierte UnglÃ¼ck entlastet das schlechte Gewissen, denn es erscheint als SÃ¼hne. Deshalb hat Schopenhauer â€ždas UnglÃ¼ck als Surrogat der Tugendâ€œ bezeichnet. Am heutigen Schuldkult eines vom Menschen verursachten Klimawandels und eines Rassismus des â€žweiÃŸen Mannesâ€œ kann man sehr deutlich sehen, wie Schuld als moralische Droge funktioniert â€“ â€žMoralinâ€œ, wie Nietzsche wohl sagen wÃ¼rde. https://www.achgut.com/artikel/der_regenbogenmensch</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Ãœbelkopf meint, man solle lÃ¼gen, um beliebter zu sein. Das stimmt zwar leider, aber das Gegenteil ist richtig, wenn es propagiert - <a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/03/Interview-Robert-Feldman" rel="nofollow">http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/03/Interview-Robert-Feldman</a></p>
<p><a href="https://www.achgut.com/artikel/wann_macht_merkel_das_pferd_zum_konsul" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/wann_macht_merkel_das_pferd_zum_konsul</a></p>
<p>Nietzsche hat das sehr gut erkannt und von der â€žpersÃ¶nlichen Notwendigkeit des UnglÃ¼cksâ€œ gesprochen. Demnach wÃ¤ren nicht nur die Unheilsvisionen vom Ende der Welt, sondern auch die Empfindlichkeiten des Diskriminiertseins psychisch bedingt. Das phantasierte UnglÃ¼ck entlastet das schlechte Gewissen, denn es erscheint als SÃ¼hne. Deshalb hat Schopenhauer â€ždas UnglÃ¼ck als Surrogat der Tugendâ€œ bezeichnet. Am heutigen Schuldkult eines vom Menschen verursachten Klimawandels und eines Rassismus des â€žweiÃŸen Mannesâ€œ kann man sehr deutlich sehen, wie Schuld als moralische Droge funktioniert â€“ â€žMoralinâ€œ, wie Nietzsche wohl sagen wÃ¼rde. <a href="https://www.achgut.com/artikel/der_regenbogenmensch" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/der_regenbogenmensch</a></p>
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