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	<title>Kommentare zu: Frisches aus Andorra</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/06/09/1628.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 06:31:06 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/06/09/1628.html#comment-274475</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2015 08:27:32 +0000</pubDate>
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		<description>Gestern in Werl: Biedermann und die Brandstifter u.a. mit Martin Semmelrogge. Eine zu 99% treffende Parabel auf die menschliche Ignoranz, die selbst angesichts klarster Fakten aus Feigheit, Selbstaufgabe und NÃ¤chstenliebe eine Willkommenskultur zelebriert, die in einer Katastrophe endet. Es fehlt lediglich eine Figur, die am Untergang Ã¶konomisch profitiert. Ansonsten ist alles dabei: Der Biedermann (Gottlieb - das ist wÃ¶rtlich zu nehmen) als deutscher Michel und komplizenhaft agierender â€œMenschenfreundâ€ (dessen GeschÃ¤ftspraktiken menschfeindlich sind), die Brandstifter (Ringer Schmitz und Knastbruder Eisenring) als ReprÃ¤sentanten unnachgefragter Einnister, die verblÃ¶dete gutmenschliche Staatsmacht usw..

Viele Linke wissen nicht, dass Frisch die kommunistische Infiltration vor Augen hatte, als er das StÃ¼ck schrieb: â€œDer Umsturz vollzog sich in der Tschechoslowakei genau nach diesem Muster: Eine ahnungslose, biedere, vertrauensselige bÃ¼rgerliche Gesellschaft nahm die bolschewistischen Brandstifter in ihr Haus auf und muÃŸte es sich schlieÃŸlich machtlos gefallen lassen, daÃŸ ihr die Eindringlinge das StaatsgebÃ¤ude Ã¼ber dem Kopf anzÃ¼ndeten.â€œ Und auch Friedrich Torberg urteilte: â€žOb erâ€™s wollte oder nicht: Max Frisch hat hier die klassische Satire gegen den Kommunismus, gegen seine Infiltrationstechnik und seine bÃ¼rgerlichen Handlanger geschrieben.â€ (Wikipedia)

HEUTE gibt es nur eine Lesart.

â€žScherz ist die drittbeste Tarnung. Die Zweitbeste: SentimentalitÃ¤t â€¦ Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand.â€

Eine historische Variante aus dem Jahre 1963 mit Helmut Qualtinger, Fritz Muliar und Kurt Sowinetz - https://www.youtube.com/watch?v=jrGmNXjjDNk</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern in Werl: Biedermann und die Brandstifter u.a. mit Martin Semmelrogge. Eine zu 99% treffende Parabel auf die menschliche Ignoranz, die selbst angesichts klarster Fakten aus Feigheit, Selbstaufgabe und NÃ¤chstenliebe eine Willkommenskultur zelebriert, die in einer Katastrophe endet. Es fehlt lediglich eine Figur, die am Untergang Ã¶konomisch profitiert. Ansonsten ist alles dabei: Der Biedermann (Gottlieb - das ist wÃ¶rtlich zu nehmen) als deutscher Michel und komplizenhaft agierender â€œMenschenfreundâ€ (dessen GeschÃ¤ftspraktiken menschfeindlich sind), die Brandstifter (Ringer Schmitz und Knastbruder Eisenring) als ReprÃ¤sentanten unnachgefragter Einnister, die verblÃ¶dete gutmenschliche Staatsmacht usw..</p>
<p>Viele Linke wissen nicht, dass Frisch die kommunistische Infiltration vor Augen hatte, als er das StÃ¼ck schrieb: â€œDer Umsturz vollzog sich in der Tschechoslowakei genau nach diesem Muster: Eine ahnungslose, biedere, vertrauensselige bÃ¼rgerliche Gesellschaft nahm die bolschewistischen Brandstifter in ihr Haus auf und muÃŸte es sich schlieÃŸlich machtlos gefallen lassen, daÃŸ ihr die Eindringlinge das StaatsgebÃ¤ude Ã¼ber dem Kopf anzÃ¼ndeten.â€œ Und auch Friedrich Torberg urteilte: â€žOb erâ€™s wollte oder nicht: Max Frisch hat hier die klassische Satire gegen den Kommunismus, gegen seine Infiltrationstechnik und seine bÃ¼rgerlichen Handlanger geschrieben.â€ (Wikipedia)</p>
<p>HEUTE gibt es nur eine Lesart.</p>
<p>â€žScherz ist die drittbeste Tarnung. Die Zweitbeste: SentimentalitÃ¤t â€¦ Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand.â€</p>
<p>Eine historische Variante aus dem Jahre 1963 mit Helmut Qualtinger, Fritz Muliar und Kurt Sowinetz - <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jrGmNXjjDNk" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=jrGmNXjjDNk</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/06/09/1628.html#comment-274472</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2015 08:23:49 +0000</pubDate>
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		<description>Was wir derzeit auf der FreiluftbÃ¼hne erleben ist ganz groÃŸes Theater und zwar dieses StÃ¼ck - Biedermann und Brandstifter

Der Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann ist ein wohlhabender, korrekter und ordnungsliebender GeschÃ¤ftsmann und Hausbesitzer. Er ist aus der Zeitung bestens informiert und weiÃŸ, was im StÃ¤dtchen vor sich geht. Daher hat er auch von der Bande der Brandstifter gehÃ¶rt, die stets mit derselben Vorgehensweise die Leute tÃ¤uschen. Getarnt als harmlose Hausierer nisten sie sich auf dem Dachboden des Hauses ein, welches sie planen niederzubrennen.

Eines Abends steht ein Unbekannter vor seiner TÃ¼r und appelliert an seine Menschlichkeit. Der Mann stellt sich als Josef Schmitz vor, ein ehemaliger Ringer und nun Obdachloser. Biedermann lÃ¤sst sich erweichen und stimmt der Ãœbernachtung auf dem Dachboden zu. Er gefÃ¤llt sich in der Rolle des Menschenfreunds, hat er doch gerade eben noch einen seiner Angestellten gefeuert. Am nÃ¤chsten Tag taucht plÃ¶tzlich ein zweiter Hausierer im Hause auf. Gemeinsam mit Schmitz lagern die beiden Fremden BenzinfÃ¤sser auf dem Dachboden. Biedermann wird zwar misstrauisch, aber ignoriert das Offensichtliche und glaubt weiterhin an das Gute im Menschen.

â€œBiedermann und die Brandstifterâ€ gehÃ¶rt neben â€œAndorraâ€ zu den bekanntesten Werken von Max Frisch. Seit seiner UrauffÃ¼hrung 1958 am Schauspielhaus ZÃ¼rich wurde es an zahlreichen deutschsprachigen BÃ¼hnen inszeniert und ist auch aus dem Deutschunterricht nicht wegzudenken. Max Frisch schrieb eine Parabel Ã¼ber die unheilvolle FÃ¤higkeit des Menschen, eine drohende Gefahr zwar zu erkennen, aber um sich selbst zu schÃ¼tzen, diese lieber zu ignorieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was wir derzeit auf der FreiluftbÃ¼hne erleben ist ganz groÃŸes Theater und zwar dieses StÃ¼ck - Biedermann und Brandstifter</p>
<p>Der Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann ist ein wohlhabender, korrekter und ordnungsliebender GeschÃ¤ftsmann und Hausbesitzer. Er ist aus der Zeitung bestens informiert und weiÃŸ, was im StÃ¤dtchen vor sich geht. Daher hat er auch von der Bande der Brandstifter gehÃ¶rt, die stets mit derselben Vorgehensweise die Leute tÃ¤uschen. Getarnt als harmlose Hausierer nisten sie sich auf dem Dachboden des Hauses ein, welches sie planen niederzubrennen.</p>
<p>Eines Abends steht ein Unbekannter vor seiner TÃ¼r und appelliert an seine Menschlichkeit. Der Mann stellt sich als Josef Schmitz vor, ein ehemaliger Ringer und nun Obdachloser. Biedermann lÃ¤sst sich erweichen und stimmt der Ãœbernachtung auf dem Dachboden zu. Er gefÃ¤llt sich in der Rolle des Menschenfreunds, hat er doch gerade eben noch einen seiner Angestellten gefeuert. Am nÃ¤chsten Tag taucht plÃ¶tzlich ein zweiter Hausierer im Hause auf. Gemeinsam mit Schmitz lagern die beiden Fremden BenzinfÃ¤sser auf dem Dachboden. Biedermann wird zwar misstrauisch, aber ignoriert das Offensichtliche und glaubt weiterhin an das Gute im Menschen.</p>
<p>â€œBiedermann und die Brandstifterâ€ gehÃ¶rt neben â€œAndorraâ€ zu den bekanntesten Werken von Max Frisch. Seit seiner UrauffÃ¼hrung 1958 am Schauspielhaus ZÃ¼rich wurde es an zahlreichen deutschsprachigen BÃ¼hnen inszeniert und ist auch aus dem Deutschunterricht nicht wegzudenken. Max Frisch schrieb eine Parabel Ã¼ber die unheilvolle FÃ¤higkeit des Menschen, eine drohende Gefahr zwar zu erkennen, aber um sich selbst zu schÃ¼tzen, diese lieber zu ignorieren.</p>
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