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	<title>Kommentare zu: Katharina Rutschky ist tot</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 15:23:33 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 07:03:35 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;a href="http://www.novo-magazin.de/41/novo4128.htm" rel="nofollow"&gt;Novo-Artikel&lt;/a&gt;</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144855</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 09:46:21 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Katharina-Rutschky;art772,3003138" rel="nofollow"&gt;Der Unterschied zwischen Mann und Frau muss zur Freude aller kultiviert, nicht nivelliert werden, das ist eine der Botschaften, die Katharina Rutschky hinterlÃ¤sst.&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Katharina-Rutschky;art772,3003138" rel="nofollow">Der Unterschied zwischen Mann und Frau muss zur Freude aller kultiviert, nicht nivelliert werden, das ist eine der Botschaften, die Katharina Rutschky hinterlÃ¤sst.</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144847</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 10:20:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144847</guid>
		<description>&lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article5878293/Furchtlos-und-unabhaengig-Katharina-Rutschky.html" rel="nofollow"&gt;Alan Posener schreibt -&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article5878293/Furchtlos-und-unabhaengig-Katharina-Rutschky.html" rel="nofollow">Alan Posener schreibt -</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144846</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 08:16:16 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144846</guid>
		<description>SchÃ¶ne Nachrufe in der taz:

&lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/die-urbane-intellektuelle/" rel="nofollow"&gt;Von diesem royalen Ausguck her diagnostizierte sie feministischen Opferdiskursen eine "paranoide Erwartungshaltung" und dem Ruf nach Gleichheit eine ungesunde Verleugnung der Weiblichkeit: "Ich rufe lieber um Hilfe in der Not und lerne keinesfalls Karate!", so endet einer ihrer taz-Polemiken gegen die Abschaffung der Geschlechterdifferenz.&lt;/a&gt;

"Rutschky lieÃŸ sich nicht fÃ¼r dumm verkaufen. Sie beharrte, Jahrgang 1941, Kind eines Schlossers und einer Hausfrau, darauf, dass lange vor den studentischen AusflÃ¼gen in die totalitÃ¤ren Welten von kommunistischen Zirkeln oder der RAF die Bundesrepublik freier zu werden begann - und sie hatte an diesem Aufstand gegen die sklerotische Nachkriegsrepublik unter Unionskanzler Konrad Adenauer so sehr Anteil wie das Gros ihrer Generation Ã¼berhaupt. "

&lt;a href="http://www.freitag.de/politik/1002-rutschky-essayistin-nachruf-feminismus" rel="nofollow"&gt;Aber hÃ¶rte sie im Freundes- und Bekanntenkreis, bei aller Kritik an Schwarzer habe diese doch auch Verdienste, pflegte Katharina Rutschky spÃ¶ttelnd kÃ¼hl zu antworten: Ja, mag sein, bloÃŸ welche?&lt;/a&gt;

&lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2208844_Nachruf-Katharina-Rutschky-Die-Aufklaererin.html" rel="nofollow"&gt;FÃ¼r ihr Engagement gegen eine Instrumentalisierung des Missbrauchsbegriffs wurde Rutschky in Ã¶ffentlichen Diskussionen kÃ¶rperlich attackiert und in feministischen Kreisen zur Persona non grata erklÃ¤rt. Als Feministin der ersten Stunde der 68er Bewegung wurde sie spÃ¤ter zur strengen Kritikerin eines feministischen Fundamentalismus, den sie als spieÃŸig und lustfeindlich kritisierte.&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>SchÃ¶ne Nachrufe in der taz:</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/die-urbane-intellektuelle/" rel="nofollow">Von diesem royalen Ausguck her diagnostizierte sie feministischen Opferdiskursen eine &#8220;paranoide Erwartungshaltung&#8221; und dem Ruf nach Gleichheit eine ungesunde Verleugnung der Weiblichkeit: &#8220;Ich rufe lieber um Hilfe in der Not und lerne keinesfalls Karate!&#8221;, so endet einer ihrer taz-Polemiken gegen die Abschaffung der Geschlechterdifferenz.</a></p>
<p>&#8220;Rutschky lieÃŸ sich nicht fÃ¼r dumm verkaufen. Sie beharrte, Jahrgang 1941, Kind eines Schlossers und einer Hausfrau, darauf, dass lange vor den studentischen AusflÃ¼gen in die totalitÃ¤ren Welten von kommunistischen Zirkeln oder der RAF die Bundesrepublik freier zu werden begann - und sie hatte an diesem Aufstand gegen die sklerotische Nachkriegsrepublik unter Unionskanzler Konrad Adenauer so sehr Anteil wie das Gros ihrer Generation Ã¼berhaupt. &#8221;</p>
<p><a href="http://www.freitag.de/politik/1002-rutschky-essayistin-nachruf-feminismus" rel="nofollow">Aber hÃ¶rte sie im Freundes- und Bekanntenkreis, bei aller Kritik an Schwarzer habe diese doch auch Verdienste, pflegte Katharina Rutschky spÃ¶ttelnd kÃ¼hl zu antworten: Ja, mag sein, bloÃŸ welche?</a></p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2208844_Nachruf-Katharina-Rutschky-Die-Aufklaererin.html" rel="nofollow">FÃ¼r ihr Engagement gegen eine Instrumentalisierung des Missbrauchsbegriffs wurde Rutschky in Ã¶ffentlichen Diskussionen kÃ¶rperlich attackiert und in feministischen Kreisen zur Persona non grata erklÃ¤rt. Als Feministin der ersten Stunde der 68er Bewegung wurde sie spÃ¤ter zur strengen Kritikerin eines feministischen Fundamentalismus, den sie als spieÃŸig und lustfeindlich kritisierte.</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144845</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 13:40:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144845</guid>
		<description>"...die autonome Frauenszene, die hier &lt;a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:35fYQhApM1oJ:www.pappa.com/emma/femiterr.htm+Katharina+Rutschky&#038;cd=3&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de&#038;client=firefox-a" rel="nofollow"&gt;mit Drohungen gegen mich in Erscheinung getreten ist&lt;/a&gt;."

"Es wird Zeit, daÃŸ wir lernen, in Analogie zum militÃ¤risch-industriellen Komplex und zur Diktatur der Ã–konomie &lt;a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:8rygwpAbtaQJ:www.pappa.com/familie/rutsch_k.htm+Katharina+Rutschky&#038;cd=4&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de&#038;client=firefox-a" rel="nofollow"&gt;den "pÃ¤dagogisch-therapeutischen Sozialstaatskomplex" und die Diktatur seiner Experten als Bedrohung zu erkennen.&lt;/a&gt;"

&lt;a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=99" rel="nofollow"&gt;Emma und ihre Schwestern&lt;/a&gt;

Mit Bastian Pastewka: &lt;a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.chrismon.de/images/2004-10pastewka-rutschky.jpg&#038;imgrefurl=http://www.chrismon.de/972.php&#038;usg=__CkFTguNv4F8PawmSxk_bj1mQOE0=&#038;h=249&#038;w=400&#038;sz=33&#038;hl=de&#038;start=3&#038;um=1&#038;tbnid=CAwT1zb2NhcaOM:&#038;tbnh=77&#038;tbnw=124&#038;prev=/images%3Fq%3DKatharina%2BRutschky%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26channel%3Ds%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26sa%3DX%26um%3D1" rel="nofollow"&gt;Es ist im Grunde sogar eher spieÃŸig, dauernd zu denken: Die anderen sind doof und ich bin's nicht. &lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;&#8230;die autonome Frauenszene, die hier <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:35fYQhApM1oJ:www.pappa.com/emma/femiterr.htm+Katharina+Rutschky&#038;cd=3&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de&#038;client=firefox-a" rel="nofollow">mit Drohungen gegen mich in Erscheinung getreten ist</a>.&#8221;</p>
<p>&#8220;Es wird Zeit, daÃŸ wir lernen, in Analogie zum militÃ¤risch-industriellen Komplex und zur Diktatur der Ã–konomie <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:8rygwpAbtaQJ:www.pappa.com/familie/rutsch_k.htm+Katharina+Rutschky&#038;cd=4&#038;hl=de&#038;ct=clnk&#038;gl=de&#038;client=firefox-a" rel="nofollow">den &#8220;pÃ¤dagogisch-therapeutischen Sozialstaatskomplex&#8221; und die Diktatur seiner Experten als Bedrohung zu erkennen.</a>&#8221;</p>
<p><a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=99" rel="nofollow">Emma und ihre Schwestern</a></p>
<p>Mit Bastian Pastewka: <a href="http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.chrismon.de/images/2004-10pastewka-rutschky.jpg&#038;imgrefurl=http://www.chrismon.de/972.php&#038;usg=__CkFTguNv4F8PawmSxk_bj1mQOE0=&#038;h=249&#038;w=400&#038;sz=33&#038;hl=de&#038;start=3&#038;um=1&#038;tbnid=CAwT1zb2NhcaOM:&#038;tbnh=77&#038;tbnw=124&#038;prev=/images%3Fq%3DKatharina%2BRutschky%26hl%3Dde%26client%3Dfirefox-a%26channel%3Ds%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26sa%3DX%26um%3D1" rel="nofollow">Es ist im Grunde sogar eher spieÃŸig, dauernd zu denken: Die anderen sind doof und ich bin&#8217;s nicht. </a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144844</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 12:31:25 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2010/01/15/1515.html#comment-144844</guid>
		<description>Aus einem taz-StreitgesprÃ¤ch mit GÃ¶tz Aly (2007):

Rutschky: In welcher K-Gruppe waren Sie denn? Ich war in keiner. Hier, ich habe meinen Ausweis der "Falken" mitgebracht, unterschrieben 1960 von Holger BÃ¶rner. Und meinen SDS-Ausweis. Ich muss mich, anders als Sie, fÃ¼r nichts entschuldigen. Ich bin nicht hinter ThÃ¤lmann hergerannt. Ich habe auch Dutschke nie verstanden. Der war nett und charmant, aber verstanden hat ihn keiner. Ich hatte eine kurze Mao-Phase - Jan Myrdals und Edgar Snows BÃ¼cher Ã¼ber China waren damals ja populÃ¤r. Ich kannte das AusmaÃŸ der Hungersnot dort nicht. Und Sie auch nicht.

Aly: Ja, ich wusste es auch nicht.

Rutschky: Aber Sie tun heute so, als wÃ¤re 1968 eine Symptomatik des deutschen Faschismus: die Kinder der MassenmÃ¶rder. Ich bin kein Kind eines MassenmÃ¶rders. Meine Familie ist seit 1906 quasi in der SPD. Und ich war immer politisch, so wie viele, die damals demonstriert haben. Manche haben sich damals an den Leithirschen orientiert, sind in K-Gruppen gegangen oder sogar bei der RAF gelandet. Das ist nicht meine Geschichte. Ich habe als Kind einer Arbeiterfamilie studiert. Sich als Frau durchzusetzen war schwierig. Auch an der liberalen FU wurde man als Frau nur HiWi und nie Assistent. Das war einfach noch nicht drin. Trotzdem ging es fÃ¼r viele Frauen im SDS und der Gewerkschaft aufwÃ¤rts. Zwischen 1969 und 1972 sind 300.000 junge Leute zwischen 18 und 25 in die SPD eingetreten. Aber in dem Bild von 1968 kommt das nicht vor: sondern nur Jugend, Rebellion, pittoreske SexualitÃ¤t mit Uschi Obermaier. Das wird gehypt, bis heute. Sex und Gewalt. Und ich Ã¤rgere mich tot, welche Ã–ffentlichkeit diese RAF-Gangster haben: diese Inge Vietts und Irmgard MÃ¶llers, denen noch das Mikro hingehalten wird.

Ich war zum Beispiel kein Maoist. Ich war Antiantikommunist, und China diente gewissermaÃŸen der politischen Selbstpositionierung in der Bundesrepublik. Das verkennen Sie im Nachhinein ja vÃ¶llig. Wir haben doch nicht in China Politik gemacht, wir haben keine BÃ¼cher Ã¼ber China geschrieben. Wir haben gehofft, dass es etwas anderes gibt als diesen grauenhaften DDR-Sozialismus. Da kriegte man als AntiautoritÃ¤re ja schon an den GrenzÃ¼bergÃ¤ngen AnfÃ¤lle. Herr Aly, Sie waren damals 20 und ich ein bisschen Ã¤lter. Ich kam aus dem sehr theoretischen SDS. Und aus dem SPD-Milieu. Und ich kam von unten und hatte auch viel zu verlieren. 

 Aly: Frau Rutschky, dass Sie mit ihrer sozialdemokratischen Familientradition, das TotalitÃ¤re nicht mitgemacht haben, ehrt Sie auÃŸerordentlich Â…

Rutschky: Nein.

Aly: Sie mÃ¼ssen mir nicht immer widersprechen.

Rutschky: Doch. Weil Sie mich marginalisieren wollen. Ich bin aber nichts Besonderes. Ich vertrete 68, und zwar den GroÃŸteil der Bewegung und nicht die Leithirsche.

Aly: Nein. Sie vertreten nicht 68.

Rutschky: Doch. Sie glauben, Sie vertreten 68, weil Sie SchuldgefÃ¼hle haben. Weil Sie etwas falsch gemacht haben. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einem taz-StreitgesprÃ¤ch mit GÃ¶tz Aly (2007):</p>
<p>Rutschky: In welcher K-Gruppe waren Sie denn? Ich war in keiner. Hier, ich habe meinen Ausweis der &#8220;Falken&#8221; mitgebracht, unterschrieben 1960 von Holger BÃ¶rner. Und meinen SDS-Ausweis. Ich muss mich, anders als Sie, fÃ¼r nichts entschuldigen. Ich bin nicht hinter ThÃ¤lmann hergerannt. Ich habe auch Dutschke nie verstanden. Der war nett und charmant, aber verstanden hat ihn keiner. Ich hatte eine kurze Mao-Phase - Jan Myrdals und Edgar Snows BÃ¼cher Ã¼ber China waren damals ja populÃ¤r. Ich kannte das AusmaÃŸ der Hungersnot dort nicht. Und Sie auch nicht.</p>
<p>Aly: Ja, ich wusste es auch nicht.</p>
<p>Rutschky: Aber Sie tun heute so, als wÃ¤re 1968 eine Symptomatik des deutschen Faschismus: die Kinder der MassenmÃ¶rder. Ich bin kein Kind eines MassenmÃ¶rders. Meine Familie ist seit 1906 quasi in der SPD. Und ich war immer politisch, so wie viele, die damals demonstriert haben. Manche haben sich damals an den Leithirschen orientiert, sind in K-Gruppen gegangen oder sogar bei der RAF gelandet. Das ist nicht meine Geschichte. Ich habe als Kind einer Arbeiterfamilie studiert. Sich als Frau durchzusetzen war schwierig. Auch an der liberalen FU wurde man als Frau nur HiWi und nie Assistent. Das war einfach noch nicht drin. Trotzdem ging es fÃ¼r viele Frauen im SDS und der Gewerkschaft aufwÃ¤rts. Zwischen 1969 und 1972 sind 300.000 junge Leute zwischen 18 und 25 in die SPD eingetreten. Aber in dem Bild von 1968 kommt das nicht vor: sondern nur Jugend, Rebellion, pittoreske SexualitÃ¤t mit Uschi Obermaier. Das wird gehypt, bis heute. Sex und Gewalt. Und ich Ã¤rgere mich tot, welche Ã–ffentlichkeit diese RAF-Gangster haben: diese Inge Vietts und Irmgard MÃ¶llers, denen noch das Mikro hingehalten wird.</p>
<p>Ich war zum Beispiel kein Maoist. Ich war Antiantikommunist, und China diente gewissermaÃŸen der politischen Selbstpositionierung in der Bundesrepublik. Das verkennen Sie im Nachhinein ja vÃ¶llig. Wir haben doch nicht in China Politik gemacht, wir haben keine BÃ¼cher Ã¼ber China geschrieben. Wir haben gehofft, dass es etwas anderes gibt als diesen grauenhaften DDR-Sozialismus. Da kriegte man als AntiautoritÃ¤re ja schon an den GrenzÃ¼bergÃ¤ngen AnfÃ¤lle. Herr Aly, Sie waren damals 20 und ich ein bisschen Ã¤lter. Ich kam aus dem sehr theoretischen SDS. Und aus dem SPD-Milieu. Und ich kam von unten und hatte auch viel zu verlieren. </p>
<p> Aly: Frau Rutschky, dass Sie mit ihrer sozialdemokratischen Familientradition, das TotalitÃ¤re nicht mitgemacht haben, ehrt Sie auÃŸerordentlich Â…</p>
<p>Rutschky: Nein.</p>
<p>Aly: Sie mÃ¼ssen mir nicht immer widersprechen.</p>
<p>Rutschky: Doch. Weil Sie mich marginalisieren wollen. Ich bin aber nichts Besonderes. Ich vertrete 68, und zwar den GroÃŸteil der Bewegung und nicht die Leithirsche.</p>
<p>Aly: Nein. Sie vertreten nicht 68.</p>
<p>Rutschky: Doch. Sie glauben, Sie vertreten 68, weil Sie SchuldgefÃ¼hle haben. Weil Sie etwas falsch gemacht haben.</p>
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