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	<title>Kommentare zu: Deutsche zwischen gestern und morgen</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 09:21:21 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-200299</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2014 05:16:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-200299</guid>
		<description>http://www.welt.de/wirtschaft/article133049085/Verfall-deutscher-Tugenden-gefaehrdet-Wohlstand.html

Alice Weidel, die KopftÃ¼cher und der Furz (ein Railroad-Country-Blues-Sprechgesang)

Hei Leute, ich muss euch heute, die Geschichte einer Reise erzÃ¤hlen, wenn sich 127 Jahre auswÃ¤hlen, mit einer langen Zugfahrt zu quÃ¤len. Doch wir mussten es tun, 200 km durch Nordrhein-Westfalen. Und die es nicht kennen, haben keine Vorstellung davon. Jedenfalls mussten wir es tun, weil wir es so schnell nicht mehr tun wollen. Wir mussten es tun, denn es wartete nahe der hollÃ¤ndischen Grenze, der gefÃ¤hrlichen, ein nigelnagelneues Auto auf uns.

Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!
Soest-Ã–stÃ¶nnen-WestÃ¶nnen-Werl-LÃ¼nern-Umma in Unna

Es zieht im Zug und riecht im Zug es steht der Zug und auch manchmal in der Wildnis. Und hey, der Kartenkontrolleur hatte den Rock `nÂ´ Roll im Haar, ich sag es euch, doch fragt nicht wie, ich weiÃŸ es nicht, ich fÃ¼hle es. Ob Bundesbahn, ob Eurobahn, sie lÃ¤uft, wenn sie enteist, und man verreist, und wenn sie manchmal auch entgleist, so wars nicht ihre Schuld, sondern die Ungeduld der Menschen, die wir alle sind. Doch der Alltag, Mann, der hats manchmal in sich.

Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!
Holzwickede-Schwerte-Hagen-Gevelsberg-Ennepetal

Westfalen ist schÃ¶n, Westfalen ist lÃ¤ndlich, Westfalen ist das, was du brauchst, wenn du Ruhe willst. Westfalen, das hieÃŸ heute: das letzte KÃ¤sebrot mit einer Coca-Cola drauf, bevor das Schnitzel zum Mittag, irgendwo da drauÃŸen lacht. Doch dann Wuppertal, wo es so eng ist, dass man die StraÃŸenbahnen auf Rollen in der Luft fahren lÃ¤sst, kurz vor Wuppertal noch einmal tief Luft geholt, wÃ¤hrend drauÃŸen die Regendichte zunahm. Ihr versteht!? Ich sehe Regen. Regen und nochmals Regen. Zehnmal soviel als noch vor fÃ¼nf Jahren. DrauÃŸen wie drinnen. Ach ja, Zugfahren, das heiÃŸt auch: Sitzen und schlecht verdauen, keine PrivatsphÃ¤re und alles, was du sonst in Westfalen so hast. Und dann kommst du Ã¼ber die Grenze, irgendwann musst du rÃ¼ber, hinÃ¼ber ins Rheinland, ins Peinland, ins Frohsinnland. Gleichzeitig drÃ¼ckt auch - der volle Bauch. Ich furze. Laut. Rattertat macht der Zug, rattertat mache auch ich.

Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!
Schwelm-Erbarmen-Ober-Erbarmen-Hahahaan-Gruiten

Der Heinzberg gegenÃ¼ber kuckt mich schief an, doch ich sage, dass der Zug viel lauter ist und ich nicht mehr konnte. AuÃŸerdem habe es niemand gesehen. Dabei gucke ich mich um, und was soll ich sagen: schrÃ¤g gegenÃ¼ber sitzt ein blasses Kopftuchrundgesicht, guckt aber streng nach vorn. Mir kommt in den Sinn: â€œIhr Erdogan, das ist ein Faschist, genau, wie der ihr Imam einer ist. Der hat im kleinen Kreis mal gesagt: diese Amis am 11. September, die hat man zu Recht umgebracht.â€ Und so sage ich zum Heinzberg: Solange das hier alles so ist, wie es ist und Furzgesichter gesichtsfurzen, darf ich auch furzen. Und weil wir grad durch Rheydt fuhren fÃ¼gte ich hinzu: â€œUnd totaler und radikaler als wir uns das heute erst vorstellen kÃ¶nnen.â€

Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!
Dusseldorf-Korschenbroich-Grevenbroich-Nixzumgebroich-MG

Heinsberg naht. Nun, liebe Leute, ihr mÃ¼sste wissen, und noch dÃ¼rft ihr euch Ã¶ffentlich kÃ¼ssen, es ist ja so: diese Alice Weidel steht nicht fÃ¼r eine Norm, darum weiÃŸ sie wohl, was passieren kann, wenn welche, die auf dem Kopf genormt sind, sie normen wollen und nun sagte sie, weit Ã¼ber ihre eiernde Partei hinweggehend: â€œKopftÃ¼cher gehÃ¶ren aus dem Ã¶ffentlichen Raum und von der StraÃŸe verbannt. Das sollte auf jeden Fall gesetzlich festgelegt werden. Mit dem Kopftuch wird die Apartheid von MÃ¤nnern und Frauen zur Schau gestellt.â€ Das hellt die Stimmung auf, das macht SpaÃŸ, das hat Klarheit.

Nun habt ihr gesehen, was das mit Alice Weidel zu tun hatte.
Erkelenz-HÃ¼ckelhoven-Geilenkirchen-TÃ¼ddern

Und wenn es einmal bei der Bahn heiÃŸt: â€œKopftuchfurzgesichter aussteigen!â€ Dann furze ich auch garantiert nicht mehr. Dumdumdideldumzipfzupfdudeldumklingklang</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article133049085/Verfall-deutscher-Tugenden-gefaehrdet-Wohlstand.html" rel="nofollow">http://www.welt.de/wirtschaft/article133049085/Verfall-deutscher-Tugenden-gefaehrdet-Wohlstand.html</a></p>
<p>Alice Weidel, die KopftÃ¼cher und der Furz (ein Railroad-Country-Blues-Sprechgesang)</p>
<p>Hei Leute, ich muss euch heute, die Geschichte einer Reise erzÃ¤hlen, wenn sich 127 Jahre auswÃ¤hlen, mit einer langen Zugfahrt zu quÃ¤len. Doch wir mussten es tun, 200 km durch Nordrhein-Westfalen. Und die es nicht kennen, haben keine Vorstellung davon. Jedenfalls mussten wir es tun, weil wir es so schnell nicht mehr tun wollen. Wir mussten es tun, denn es wartete nahe der hollÃ¤ndischen Grenze, der gefÃ¤hrlichen, ein nigelnagelneues Auto auf uns.</p>
<p>Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.<br />
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?<br />
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!<br />
Soest-Ã–stÃ¶nnen-WestÃ¶nnen-Werl-LÃ¼nern-Umma in Unna</p>
<p>Es zieht im Zug und riecht im Zug es steht der Zug und auch manchmal in der Wildnis. Und hey, der Kartenkontrolleur hatte den Rock `nÂ´ Roll im Haar, ich sag es euch, doch fragt nicht wie, ich weiÃŸ es nicht, ich fÃ¼hle es. Ob Bundesbahn, ob Eurobahn, sie lÃ¤uft, wenn sie enteist, und man verreist, und wenn sie manchmal auch entgleist, so wars nicht ihre Schuld, sondern die Ungeduld der Menschen, die wir alle sind. Doch der Alltag, Mann, der hats manchmal in sich.</p>
<p>Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.<br />
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?<br />
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!<br />
Holzwickede-Schwerte-Hagen-Gevelsberg-Ennepetal</p>
<p>Westfalen ist schÃ¶n, Westfalen ist lÃ¤ndlich, Westfalen ist das, was du brauchst, wenn du Ruhe willst. Westfalen, das hieÃŸ heute: das letzte KÃ¤sebrot mit einer Coca-Cola drauf, bevor das Schnitzel zum Mittag, irgendwo da drauÃŸen lacht. Doch dann Wuppertal, wo es so eng ist, dass man die StraÃŸenbahnen auf Rollen in der Luft fahren lÃ¤sst, kurz vor Wuppertal noch einmal tief Luft geholt, wÃ¤hrend drauÃŸen die Regendichte zunahm. Ihr versteht!? Ich sehe Regen. Regen und nochmals Regen. Zehnmal soviel als noch vor fÃ¼nf Jahren. DrauÃŸen wie drinnen. Ach ja, Zugfahren, das heiÃŸt auch: Sitzen und schlecht verdauen, keine PrivatsphÃ¤re und alles, was du sonst in Westfalen so hast. Und dann kommst du Ã¼ber die Grenze, irgendwann musst du rÃ¼ber, hinÃ¼ber ins Rheinland, ins Peinland, ins Frohsinnland. Gleichzeitig drÃ¼ckt auch - der volle Bauch. Ich furze. Laut. Rattertat macht der Zug, rattertat mache auch ich.</p>
<p>Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.<br />
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?<br />
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!<br />
Schwelm-Erbarmen-Ober-Erbarmen-Hahahaan-Gruiten</p>
<p>Der Heinzberg gegenÃ¼ber kuckt mich schief an, doch ich sage, dass der Zug viel lauter ist und ich nicht mehr konnte. AuÃŸerdem habe es niemand gesehen. Dabei gucke ich mich um, und was soll ich sagen: schrÃ¤g gegenÃ¼ber sitzt ein blasses Kopftuchrundgesicht, guckt aber streng nach vorn. Mir kommt in den Sinn: â€œIhr Erdogan, das ist ein Faschist, genau, wie der ihr Imam einer ist. Der hat im kleinen Kreis mal gesagt: diese Amis am 11. September, die hat man zu Recht umgebracht.â€ Und so sage ich zum Heinzberg: Solange das hier alles so ist, wie es ist und Furzgesichter gesichtsfurzen, darf ich auch furzen. Und weil wir grad durch Rheydt fuhren fÃ¼gte ich hinzu: â€œUnd totaler und radikaler als wir uns das heute erst vorstellen kÃ¶nnen.â€</p>
<p>Na, sagt ihr, alles schÃ¶n und gut.<br />
Aber was hat das mit Alice Weidel zu tun?<br />
WeiterhÃ¶ren, sag ich, weitersehn!<br />
Dusseldorf-Korschenbroich-Grevenbroich-Nixzumgebroich-MG</p>
<p>Heinsberg naht. Nun, liebe Leute, ihr mÃ¼sste wissen, und noch dÃ¼rft ihr euch Ã¶ffentlich kÃ¼ssen, es ist ja so: diese Alice Weidel steht nicht fÃ¼r eine Norm, darum weiÃŸ sie wohl, was passieren kann, wenn welche, die auf dem Kopf genormt sind, sie normen wollen und nun sagte sie, weit Ã¼ber ihre eiernde Partei hinweggehend: â€œKopftÃ¼cher gehÃ¶ren aus dem Ã¶ffentlichen Raum und von der StraÃŸe verbannt. Das sollte auf jeden Fall gesetzlich festgelegt werden. Mit dem Kopftuch wird die Apartheid von MÃ¤nnern und Frauen zur Schau gestellt.â€ Das hellt die Stimmung auf, das macht SpaÃŸ, das hat Klarheit.</p>
<p>Nun habt ihr gesehen, was das mit Alice Weidel zu tun hatte.<br />
Erkelenz-HÃ¼ckelhoven-Geilenkirchen-TÃ¼ddern</p>
<p>Und wenn es einmal bei der Bahn heiÃŸt: â€œKopftuchfurzgesichter aussteigen!â€ Dann furze ich auch garantiert nicht mehr. Dumdumdideldumzipfzupfdudeldumklingklang</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-146984</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 15:36:50 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-146984</guid>
		<description>"Schwarz-Rot-Gold - Erkennungszeichen fÃ¼r leichte Beute" - http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789515,00.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Schwarz-Rot-Gold - Erkennungszeichen fÃ¼r leichte Beute&#8221; - <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789515,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789515,00.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-145631</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 10:30:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-145631</guid>
		<description>Deutschland war fÃ¼r ihn das Land der Zukunft, nicht der Vergangenheit, das Land der rasanten Autos und ZÃ¼ge. Der Deutschunterricht war der Weg, auf dem er sich seiner Zukunft nÃ¤hern wollte.

    "... muss man auch an den Feuersturm von 1943 erinnern ..."

GÃ¼nters Worte flattern an Apollo vorbei wie exotische Schmetterlinge. Er schaut nach rechts und sieht den Inder, der schon wieder mit Mutti telefoniert.

    "... kamen mehr als 35 000 Menschen ums Leben ..."

Apollo reckt den Hals. Vorn kichert jemand. Vermutlich die Schwedin oder eine der Spanierinnen.

    "... dass dort ein Massengrab existiert".

SPON</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland war fÃ¼r ihn das Land der Zukunft, nicht der Vergangenheit, das Land der rasanten Autos und ZÃ¼ge. Der Deutschunterricht war der Weg, auf dem er sich seiner Zukunft nÃ¤hern wollte.</p>
<p>    &#8220;&#8230; muss man auch an den Feuersturm von 1943 erinnern &#8230;&#8221;</p>
<p>GÃ¼nters Worte flattern an Apollo vorbei wie exotische Schmetterlinge. Er schaut nach rechts und sieht den Inder, der schon wieder mit Mutti telefoniert.</p>
<p>    &#8220;&#8230; kamen mehr als 35 000 Menschen ums Leben &#8230;&#8221;</p>
<p>Apollo reckt den Hals. Vorn kichert jemand. Vermutlich die Schwedin oder eine der Spanierinnen.</p>
<p>    &#8220;&#8230; dass dort ein Massengrab existiert&#8221;.</p>
<p>SPON</p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-145579</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 06:10:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2009/05/15/1251.html#comment-145579</guid>
		<description>Siegreiche SchÃ¼lermannschaften dÃ¼rfen nicht mehr jubeln. Die Gleichheitsidee treibt absurde BlÃ¼ten. Vorerst in der Schweiz, aber SO funktioniert in Wirklichkeit auch der Schawahnismus.

Von Silvia Blocher

Kurz vor den Sommerferien steht fÃ¼r die SchÃ¼ler jeweils ein sportlicher HÃ¶hepunkt bevor: der Sporttag. Dieser hat sich durch all die Schulversuche und Umkrempelungen der letzten Jahre standhaft halten kÃ¶nnen: Schnelllauf, Hoch- und Weitsprung werden hier getestet, und im Stafettenlauf gilt es, als Gruppe erfolgreich zu funktionieren. Am Nachmittag finden dann die beliebten Ballspiele statt. So war es frÃ¼her.

Zeugnis zeigen verboten
Im GesprÃ¤ch mit einer jungen Mutter werde ich Ã¼ber die neuen Entwicklungen aufgeklÃ¤rt: Heute dÃ¼rfen die Klassen keine eigenen Teams fÃ¼r die Wettspiele mehr aufstellen, sonst wÃ¼rden Â«ungesunde SituationenÂ» entstehen, weil Einzelne oder Gruppen ja besser als andere sein kÃ¶nnten. Es gebe darum nur noch klassendurchmischte Teams. Es sei den Kindern auch verboten, einer siegreichen Mannschaft zuzujubeln; das kÃ¶nnte die Verlierer traurig stimmen. Jubeln, Bravo rufen oder klatschen dÃ¼rften die Kinder nur bei einem Unentschieden! UnglÃ¤ubiges Nachfragen Ã¤ndert nichts, die Mutter bestÃ¤tigt ihre Worte. Jetzt wird vieles klar. Das ist Ausfluss der von der Erziehungsdirektion verordneten Ideologie: Â«Alle sind gleich.Â»

GemÃ¤ss dieser Ideologie darf es auch keine Noten mehr geben. Bewertungen gelten als diskriminierend, da sie die Gleichheitsidee der Gutmenschen verletzen. WettkÃ¤mpfe im Sport fÃ¶rdern wie Noten den Willen zu Leistung, Fleiss, Einsatz, Selbstbehauptung, Ehrgeiz, Wettbewerb. Sie lehren das Kind nicht nur, die eigenen StÃ¤rken zu erkennen und diese weiter zu entwickeln, sondern auch Niederlagen anzunehmen, zu ertragen und das Beste daraus zu machen.

Das darf in der heutigen Schule offenbar nicht mehr sein. Elisabeth Moser Opitz, Professorin fÃ¼r SonderpÃ¤dagogik (Schwerpunkt Bildung und Integration) an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, schrieb in der NZZ: Â«Eine â€¹Schule fÃ¼r alleâ€º hat den Anspruch, dass SchÃ¼ler unabhÃ¤ngig von ihren Leistungen gemeinsam den Unterricht besuchen und dass die individuellen Lernfortschritte kompetenzorientiert betrachtet und bewertet werden. Die gÃ¤ngigen Beurteilungssysteme mit Noten stellen dagegen ein Mittel zur Selektion und zur Einteilung von Lernenden in verschiedene Leistungsgruppen dar und laufen den integrativen Bestrebungen zuwider.Â» Zwar wurden unter politischem Druck die Noten beibehalten, aber die Theorie bleibt. In der RealitÃ¤t fÃ¼hrt dies zu grotesk anmutenden Situationen: Meine Enkelin erhielt diesen FrÃ¼hling als ZweitklÃ¤sslerin ihr erstes Zeugnis. Seltsam bedrÃ¼ckt sass sie in der Stube. Â«Wie ist dein Zeugnis? Hast du Freude daran? Ich bin ganz neugierig, wie das heute aussieht.Â» Sie blickt stumm zu Boden. Was ist nur los? Sind die Noten schlecht? Der Vater fordert das Kind auf, das Zeugnis zu holen, sie habe ja so gute Noten. Da bricht das Kind in TrÃ¤nen aus: Â«Ich darf das Zeugnis nicht zeigen. Die Lehrerin hat es verboten. Nur die Eltern dÃ¼rfen es anschauen.Â»

Nordkorea im Kanton ZÃ¼rich
Eltern in einer anderen Gemeinde des Kantons ZÃ¼rich freuten sich Ã¼ber das erste Zeugnis ihres Sohnes. Spontan lud die Mutter ihre Familie zum AuswÃ¤rtsessen ein. Der Knabe reagierte nicht wie erwartet mit einem Freudengeschrei, sondern verschwand still in seinem Zimmer. Die Mutter verstand die Welt nicht mehr und fragte nach. Doch, doch, er freue sich schon. Er mÃ¼sse nur aufpassen, dass ihn niemand sehe. Die Lehrerin habe noch extra gesagt: Â«Nicht dass man dann heute Abend feiere.Â» So klein und schon Opfer der von der Erziehungsdirektion verordneten Indoktrination!

Nach dieser darf es keine StÃ¤rkeren und keine SchwÃ¤cheren geben, keine Gescheiteren und keine DÃ¼mmeren, keine Schnellen und keine Langsamen, keine Vorlauten und keine Besonnenen. Und weil das Leben die einzelnen Menschen weder gleich ausstattet noch gleich behandelt, greift man zur bekannten Methode der kommunistischen und anderen Diktaturen: Man missbraucht die Strukturen und die eigene Macht und trichtert den wehrlosen Kindern Ideologien ein, die nichts mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben und die â€“ wie alles Weltfremde â€“ unsere Kinder auf ihrem Weg ins Leben behindern.
Das Leben stellt Aufgaben und verlangt deren LÃ¶sung. Verordnete Gleichheit gibt es nur noch in Nordkorea â€“ und anscheinend im Kanton ZÃ¼rich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Siegreiche SchÃ¼lermannschaften dÃ¼rfen nicht mehr jubeln. Die Gleichheitsidee treibt absurde BlÃ¼ten. Vorerst in der Schweiz, aber SO funktioniert in Wirklichkeit auch der Schawahnismus.</p>
<p>Von Silvia Blocher</p>
<p>Kurz vor den Sommerferien steht fÃ¼r die SchÃ¼ler jeweils ein sportlicher HÃ¶hepunkt bevor: der Sporttag. Dieser hat sich durch all die Schulversuche und Umkrempelungen der letzten Jahre standhaft halten kÃ¶nnen: Schnelllauf, Hoch- und Weitsprung werden hier getestet, und im Stafettenlauf gilt es, als Gruppe erfolgreich zu funktionieren. Am Nachmittag finden dann die beliebten Ballspiele statt. So war es frÃ¼her.</p>
<p>Zeugnis zeigen verboten<br />
Im GesprÃ¤ch mit einer jungen Mutter werde ich Ã¼ber die neuen Entwicklungen aufgeklÃ¤rt: Heute dÃ¼rfen die Klassen keine eigenen Teams fÃ¼r die Wettspiele mehr aufstellen, sonst wÃ¼rden Â«ungesunde SituationenÂ» entstehen, weil Einzelne oder Gruppen ja besser als andere sein kÃ¶nnten. Es gebe darum nur noch klassendurchmischte Teams. Es sei den Kindern auch verboten, einer siegreichen Mannschaft zuzujubeln; das kÃ¶nnte die Verlierer traurig stimmen. Jubeln, Bravo rufen oder klatschen dÃ¼rften die Kinder nur bei einem Unentschieden! UnglÃ¤ubiges Nachfragen Ã¤ndert nichts, die Mutter bestÃ¤tigt ihre Worte. Jetzt wird vieles klar. Das ist Ausfluss der von der Erziehungsdirektion verordneten Ideologie: Â«Alle sind gleich.Â»</p>
<p>GemÃ¤ss dieser Ideologie darf es auch keine Noten mehr geben. Bewertungen gelten als diskriminierend, da sie die Gleichheitsidee der Gutmenschen verletzen. WettkÃ¤mpfe im Sport fÃ¶rdern wie Noten den Willen zu Leistung, Fleiss, Einsatz, Selbstbehauptung, Ehrgeiz, Wettbewerb. Sie lehren das Kind nicht nur, die eigenen StÃ¤rken zu erkennen und diese weiter zu entwickeln, sondern auch Niederlagen anzunehmen, zu ertragen und das Beste daraus zu machen.</p>
<p>Das darf in der heutigen Schule offenbar nicht mehr sein. Elisabeth Moser Opitz, Professorin fÃ¼r SonderpÃ¤dagogik (Schwerpunkt Bildung und Integration) an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, schrieb in der NZZ: Â«Eine â€¹Schule fÃ¼r alleâ€º hat den Anspruch, dass SchÃ¼ler unabhÃ¤ngig von ihren Leistungen gemeinsam den Unterricht besuchen und dass die individuellen Lernfortschritte kompetenzorientiert betrachtet und bewertet werden. Die gÃ¤ngigen Beurteilungssysteme mit Noten stellen dagegen ein Mittel zur Selektion und zur Einteilung von Lernenden in verschiedene Leistungsgruppen dar und laufen den integrativen Bestrebungen zuwider.Â» Zwar wurden unter politischem Druck die Noten beibehalten, aber die Theorie bleibt. In der RealitÃ¤t fÃ¼hrt dies zu grotesk anmutenden Situationen: Meine Enkelin erhielt diesen FrÃ¼hling als ZweitklÃ¤sslerin ihr erstes Zeugnis. Seltsam bedrÃ¼ckt sass sie in der Stube. Â«Wie ist dein Zeugnis? Hast du Freude daran? Ich bin ganz neugierig, wie das heute aussieht.Â» Sie blickt stumm zu Boden. Was ist nur los? Sind die Noten schlecht? Der Vater fordert das Kind auf, das Zeugnis zu holen, sie habe ja so gute Noten. Da bricht das Kind in TrÃ¤nen aus: Â«Ich darf das Zeugnis nicht zeigen. Die Lehrerin hat es verboten. Nur die Eltern dÃ¼rfen es anschauen.Â»</p>
<p>Nordkorea im Kanton ZÃ¼rich<br />
Eltern in einer anderen Gemeinde des Kantons ZÃ¼rich freuten sich Ã¼ber das erste Zeugnis ihres Sohnes. Spontan lud die Mutter ihre Familie zum AuswÃ¤rtsessen ein. Der Knabe reagierte nicht wie erwartet mit einem Freudengeschrei, sondern verschwand still in seinem Zimmer. Die Mutter verstand die Welt nicht mehr und fragte nach. Doch, doch, er freue sich schon. Er mÃ¼sse nur aufpassen, dass ihn niemand sehe. Die Lehrerin habe noch extra gesagt: Â«Nicht dass man dann heute Abend feiere.Â» So klein und schon Opfer der von der Erziehungsdirektion verordneten Indoktrination!</p>
<p>Nach dieser darf es keine StÃ¤rkeren und keine SchwÃ¤cheren geben, keine Gescheiteren und keine DÃ¼mmeren, keine Schnellen und keine Langsamen, keine Vorlauten und keine Besonnenen. Und weil das Leben die einzelnen Menschen weder gleich ausstattet noch gleich behandelt, greift man zur bekannten Methode der kommunistischen und anderen Diktaturen: Man missbraucht die Strukturen und die eigene Macht und trichtert den wehrlosen Kindern Ideologien ein, die nichts mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben und die â€“ wie alles Weltfremde â€“ unsere Kinder auf ihrem Weg ins Leben behindern.<br />
Das Leben stellt Aufgaben und verlangt deren LÃ¶sung. Verordnete Gleichheit gibt es nur noch in Nordkorea â€“ und anscheinend im Kanton ZÃ¼rich.</p>
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