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	<title>Kommentare zu: reEvolution</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/08/30/1076.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 13:53:57 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/08/30/1076.html#comment-479551</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 13:32:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/08/30/1076.html#comment-479551</guid>
		<description>Vor neun Jahren schrieb ich ein Spottwerk - das wohl als solches nur von wenigen Lesern erkannt wurde - auf den grassierenden Abgrenzungs- und Spaltungswahn, der letztlich nur das ICH anerkennt. Es hieÃŸ "reEvolution". Aus gegebenem Anlass hole ich es hervor -

reEvolution

â€žIchâ€œ, sagt der Alte, â€œIch bin mein eigener Staat. Die da unten, die Usurpachaser und Abszessier, die versteh ich. Als wir jung waren, so UfftatadreidreizigschinderassabummbummpaarjahrefrÃ¼heroderspÃ¤ter, da war es in meiner Heimatstadt so, dass die neu angegliederten Stadtteile nie richtig als Bestandteile der Stadt angesehen wurden. Zwar war die Kernstadt natÃ¼rlich gewachsen und hatte die LÃ¼cke zwischen den alten und neuen Stadtteilen von selbst geschlossen, sodass die Eingliederungen selbstverstÃ¤ndlich wurden, aber weder fÃ¼r uns, noch fÃ¼r die anderen, war das in einem tiefen Sinne akzeptable. Wie blieben uns fremd. Bis heute.

Wir sprachen auch anders. WÃ¤hrend die anderen Stadtteile noch mit dem Sprachengebiet der Lelulas liiert war, gehÃ¶rte unser Stamm zu den Lalelus, was fÃ¼r jemanden, der aus dem Gebiet der Lulelas kam und zuhÃ¶rte zwar keinen Unterschied machte, doch fÃ¼r uns, die wir es genau heraushÃ¶rten, so verschieden klang, wie z.B. die Sprache der Schwippen und der Schwuppen fÃ¼r die Schweppen.

Aber auch zwischen uns in den alten Gebieten waren die Unterschiede enorm. Nein, nicht die zwischen reich und arm sind gemeint, die waren zwar auch wichtig und fÃ¼hrten zu Spannungen, aber schlimmer waren andere. Zum Beispiel glaubten die einen an den Klischen Hot und die anderen an den Glischen Hot. SpÃ¤ter, nach dem groÃŸen Kawumm kamen dann die Buds und Mots hinzu, aber das sind Dinge, die wollen wir jetzt ruhen lassen. Jedenfalls haben wir â€“ ich gehÃ¶rte zu den Klischen â€“ die Glischen jeden Tag auf dem Nachhauseweg vertrimmt, wie wir bei uns sagten.

Eigentlich mochten wir nur die Leute in unserer StraÃŸe. Doch die StraÃŸe war sehr lang. Die auf dem unteren StÃ¼ck wohnten, waren uns ziemlich fremd. Wir spielten nie mit den Kindern aus dem unteren Teil der StraÃŸe. Auch kannten wir kaum jemanden aus dem oberen Teil. Die StraÃŸe war einfach zu lang, als dass wir zu den Menschen im oberen Teil einen nÃ¤heren Kontakt bekamen. Sie schienen anders zu leben, organisierten sich in einem anderen Sportverein, besuchten andere GaststÃ¤tten und wÃ¤hlten Ã¼berwiegend anders als wir. Wir in der Mitte, wir waren die Echten der StraÃŸe. Wir waren die Richtigen. Wir warenâ€¦WIR.

Doch auch auf unserem StraÃŸenstÃ¼ck gab es Leute, die WIR hassten. BÃ¶se Nachbarn, kautzige Gestalten, viel zu Reiche und viel zu Arme. Damals, vor der Zeit des Ufftatadreidreizigschinderassabummbumm, kauften die mit den Fensterlederjacken auch in einem anderen Laden, als die mit den Schalmeien. Der Hass blieb, die Farben wechselten. Ein Grund fÃ¼r den Hass fand sich immer. Wer neu hinzuzog war ohnehin der Letzte. Was wusste er schon von unserer Wertigkeit. Was hatten wir mit ihm zu tun? Was er mit uns?

Am Liebsten war uns die eigene Familie. Das war ein echter Staat. Da gab es einen Kommandanten, eine MilitÃ¤rabteilung (die Tante habe ich, was niemand weiÃŸ, selbst geschlachtet), ein Familienministerium und einen Schatzmeister. Kriege waren an der Tagesordnung. Und wenn einer fiel, fielen die anderen Ã¼ber das her, was er hinterlieÃŸ. Die Besuche der AuÃŸenminister wurden immer seltener. Verbrannte Erde Ã¼berall. Ja, die Familienbande.

Heute gibt es das alles nicht mehr. Kein Milieu, keine gemeinsame Geschichte, keine KriechgÃ¤nger, keine Platteimitglieder, kein Volk â€“ und die Armen und Reichen erkennt man nicht. Kennt man nicht. Wir bleiben zu Hause, schauen fern und drohen â€“ die schweren FÃ¼ÃŸe hochgelegt - dass wir fÃ¼r unsere Familien alles tun wÃ¼rden. Vor allem, fÃ¼r uns selbst. FÃ¼r dich, fÃ¼r mich. HauptsÃ¤chlich fÃ¼r mich. Ich. Das muss reichen. Wer hÃ¤lt es schon mit dem anderen aus. Wer mit sich? Krachen lassen kann man es doch in der Masse.

Von Stadt zu Stadt, von StraÃŸe zu StraÃŸe, von StraÃŸenzug zu StraÃŸenzug, von Haus zu Haus, von Stockwerk zu Stockwerk, von Wohnung zu Wohnung eilt der Schnitter und schneidet das Band hindurch. So steigt das VerstÃ¤ndnis fÃ¼r jene, die sich entzweien, um sich zusammen zuschmieden. Und die Einsicht, wie jeder Schnitt, jede Parzellierung, das Gemetzel vermehrt. Teile und herrsche.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vor neun Jahren schrieb ich ein Spottwerk - das wohl als solches nur von wenigen Lesern erkannt wurde - auf den grassierenden Abgrenzungs- und Spaltungswahn, der letztlich nur das ICH anerkennt. Es hieÃŸ &#8220;reEvolution&#8221;. Aus gegebenem Anlass hole ich es hervor -</p>
<p>reEvolution</p>
<p>â€žIchâ€œ, sagt der Alte, â€œIch bin mein eigener Staat. Die da unten, die Usurpachaser und Abszessier, die versteh ich. Als wir jung waren, so UfftatadreidreizigschinderassabummbummpaarjahrefrÃ¼heroderspÃ¤ter, da war es in meiner Heimatstadt so, dass die neu angegliederten Stadtteile nie richtig als Bestandteile der Stadt angesehen wurden. Zwar war die Kernstadt natÃ¼rlich gewachsen und hatte die LÃ¼cke zwischen den alten und neuen Stadtteilen von selbst geschlossen, sodass die Eingliederungen selbstverstÃ¤ndlich wurden, aber weder fÃ¼r uns, noch fÃ¼r die anderen, war das in einem tiefen Sinne akzeptable. Wie blieben uns fremd. Bis heute.</p>
<p>Wir sprachen auch anders. WÃ¤hrend die anderen Stadtteile noch mit dem Sprachengebiet der Lelulas liiert war, gehÃ¶rte unser Stamm zu den Lalelus, was fÃ¼r jemanden, der aus dem Gebiet der Lulelas kam und zuhÃ¶rte zwar keinen Unterschied machte, doch fÃ¼r uns, die wir es genau heraushÃ¶rten, so verschieden klang, wie z.B. die Sprache der Schwippen und der Schwuppen fÃ¼r die Schweppen.</p>
<p>Aber auch zwischen uns in den alten Gebieten waren die Unterschiede enorm. Nein, nicht die zwischen reich und arm sind gemeint, die waren zwar auch wichtig und fÃ¼hrten zu Spannungen, aber schlimmer waren andere. Zum Beispiel glaubten die einen an den Klischen Hot und die anderen an den Glischen Hot. SpÃ¤ter, nach dem groÃŸen Kawumm kamen dann die Buds und Mots hinzu, aber das sind Dinge, die wollen wir jetzt ruhen lassen. Jedenfalls haben wir â€“ ich gehÃ¶rte zu den Klischen â€“ die Glischen jeden Tag auf dem Nachhauseweg vertrimmt, wie wir bei uns sagten.</p>
<p>Eigentlich mochten wir nur die Leute in unserer StraÃŸe. Doch die StraÃŸe war sehr lang. Die auf dem unteren StÃ¼ck wohnten, waren uns ziemlich fremd. Wir spielten nie mit den Kindern aus dem unteren Teil der StraÃŸe. Auch kannten wir kaum jemanden aus dem oberen Teil. Die StraÃŸe war einfach zu lang, als dass wir zu den Menschen im oberen Teil einen nÃ¤heren Kontakt bekamen. Sie schienen anders zu leben, organisierten sich in einem anderen Sportverein, besuchten andere GaststÃ¤tten und wÃ¤hlten Ã¼berwiegend anders als wir. Wir in der Mitte, wir waren die Echten der StraÃŸe. Wir waren die Richtigen. Wir warenâ€¦WIR.</p>
<p>Doch auch auf unserem StraÃŸenstÃ¼ck gab es Leute, die WIR hassten. BÃ¶se Nachbarn, kautzige Gestalten, viel zu Reiche und viel zu Arme. Damals, vor der Zeit des Ufftatadreidreizigschinderassabummbumm, kauften die mit den Fensterlederjacken auch in einem anderen Laden, als die mit den Schalmeien. Der Hass blieb, die Farben wechselten. Ein Grund fÃ¼r den Hass fand sich immer. Wer neu hinzuzog war ohnehin der Letzte. Was wusste er schon von unserer Wertigkeit. Was hatten wir mit ihm zu tun? Was er mit uns?</p>
<p>Am Liebsten war uns die eigene Familie. Das war ein echter Staat. Da gab es einen Kommandanten, eine MilitÃ¤rabteilung (die Tante habe ich, was niemand weiÃŸ, selbst geschlachtet), ein Familienministerium und einen Schatzmeister. Kriege waren an der Tagesordnung. Und wenn einer fiel, fielen die anderen Ã¼ber das her, was er hinterlieÃŸ. Die Besuche der AuÃŸenminister wurden immer seltener. Verbrannte Erde Ã¼berall. Ja, die Familienbande.</p>
<p>Heute gibt es das alles nicht mehr. Kein Milieu, keine gemeinsame Geschichte, keine KriechgÃ¤nger, keine Platteimitglieder, kein Volk â€“ und die Armen und Reichen erkennt man nicht. Kennt man nicht. Wir bleiben zu Hause, schauen fern und drohen â€“ die schweren FÃ¼ÃŸe hochgelegt - dass wir fÃ¼r unsere Familien alles tun wÃ¼rden. Vor allem, fÃ¼r uns selbst. FÃ¼r dich, fÃ¼r mich. HauptsÃ¤chlich fÃ¼r mich. Ich. Das muss reichen. Wer hÃ¤lt es schon mit dem anderen aus. Wer mit sich? Krachen lassen kann man es doch in der Masse.</p>
<p>Von Stadt zu Stadt, von StraÃŸe zu StraÃŸe, von StraÃŸenzug zu StraÃŸenzug, von Haus zu Haus, von Stockwerk zu Stockwerk, von Wohnung zu Wohnung eilt der Schnitter und schneidet das Band hindurch. So steigt das VerstÃ¤ndnis fÃ¼r jene, die sich entzweien, um sich zusammen zuschmieden. Und die Einsicht, wie jeder Schnitt, jede Parzellierung, das Gemetzel vermehrt. Teile und herrsche.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2017 07:06:54 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/08/30/1076.html#comment-385906</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2017 15:37:59 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2015 09:07:10 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/die-polarisierung-der-welt-kolumne-a-1061227.html</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 07:56:58 +0000</pubDate>
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		<description>Gut - http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_separatisten_mafia</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2015 17:05:15 +0000</pubDate>
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		<description>Wo steht der Fleischhauer eigentlich http://www.spiegel.de/politik/deutschland/badener-versus-schwaben-in-der-identitaetsfalle-a-1048684.html</description>
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