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	<title>Kommentare zu: 31. Januar 1933: Hitler wird zum Reichskanzler ernannt</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 10:44:14 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-394588</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 10:15:24 +0000</pubDate>
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		<description>Hitler hat seine Mutter sehr geliebt und war ein fÃ¼rsorglicher Sohn. Er war bis zum 32. Lebensjahr ein normaler Mensch, im Krieg bescheiden und verlÃ¤sslich. Ohne die Erziehung durch seinen Vater wÃ¤re er nicht der, der er wurde. Er war kein DÃ¤mon, was die bÃ¶se Seite nicht besser macht.
http://charleskrueger.de/waren-hitler-und-die-nazis-kapitalisten-und-ist-der-faschismus-eine-form-des-kapitalismus/?fbclid=IwAR1d6qhR8PsjZdNXT0eWRfe-oMpgFC18Pj95MvAm4mxjFgu8Pf8S1wTR0yE
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Hitler hat seine Mutter sehr geliebt und war ein fÃ¼rsorglicher Sohn. Er war bis zum 32. Lebensjahr ein normaler Mensch, im Krieg bescheiden und verlÃ¤sslich. Ohne die Erziehung durch seinen Vater wÃ¤re er nicht der, der er wurde. Er war kein DÃ¤mon, was die bÃ¶se Seite nicht besser macht.<br />
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-310960</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 10:36:36 +0000</pubDate>
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		<description>Symbol der deutschen Niederlage: der 9. Juli 1919

Weit gefehlt, urteilt nun Thomas Weber: â€žMit dem linksrevolutionÃ¤ren Regime unter Kurt Eisner und den nachfolgenden RÃ¤terepubliken hat sich der Weltkriegsgefreite offensichtlich ganz gut arrangiert, weil er unbedingt beim MilitÃ¤r bleiben wollte.â€œ SchlieÃŸlich habe er keine Familie und keinen Beruf gehabt, wohin er hÃ¤tte zurÃ¼ckkehren kÃ¶nnen.

Den Beginn von Hitlers Wandel zum politischen Fanatiker datiert Weber auf einen spÃ¤teren Zeitpunkt als die groÃŸe Mehrzahl der Forscher und nennt dafÃ¼r ein genaues Datum: den 9. Juli 1919. An diesem Tag ratifizierte Deutschland den Friedenvertrag von Versailles, der unter anderem die Abtretung umfangreicher Gebiete sowie die Zahlung von Reparationen an die WestmÃ¤chte vorsah. â€žErst jetzt setzte sich bei Hitler wie bei vielen anderen Deutschen die Erkenntnis durch, dass der Krieg nicht in einer Art Unentschieden geendet hatte, sondern wirklich verloren wurdeâ€œ, erklÃ¤rt der Historiker. http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/spaeter-radikalisiert-als-gedacht-historiker-glaubt-dieses-ereignis-machte-adolf-hitler-zum-nazi_id_5548080.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Symbol der deutschen Niederlage: der 9. Juli 1919</p>
<p>Weit gefehlt, urteilt nun Thomas Weber: â€žMit dem linksrevolutionÃ¤ren Regime unter Kurt Eisner und den nachfolgenden RÃ¤terepubliken hat sich der Weltkriegsgefreite offensichtlich ganz gut arrangiert, weil er unbedingt beim MilitÃ¤r bleiben wollte.â€œ SchlieÃŸlich habe er keine Familie und keinen Beruf gehabt, wohin er hÃ¤tte zurÃ¼ckkehren kÃ¶nnen.</p>
<p>Den Beginn von Hitlers Wandel zum politischen Fanatiker datiert Weber auf einen spÃ¤teren Zeitpunkt als die groÃŸe Mehrzahl der Forscher und nennt dafÃ¼r ein genaues Datum: den 9. Juli 1919. An diesem Tag ratifizierte Deutschland den Friedenvertrag von Versailles, der unter anderem die Abtretung umfangreicher Gebiete sowie die Zahlung von Reparationen an die WestmÃ¤chte vorsah. â€žErst jetzt setzte sich bei Hitler wie bei vielen anderen Deutschen die Erkenntnis durch, dass der Krieg nicht in einer Art Unentschieden geendet hatte, sondern wirklich verloren wurdeâ€œ, erklÃ¤rt der Historiker. <a href="http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/spaeter-radikalisiert-als-gedacht-historiker-glaubt-dieses-ereignis-machte-adolf-hitler-zum-nazi_id_5548080.html" rel="nofollow">http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/spaeter-radikalisiert-als-gedacht-historiker-glaubt-dieses-ereignis-machte-adolf-hitler-zum-nazi_id_5548080.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-268334</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2015 09:25:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-268334</guid>
		<description>Heute traf Oswald Spenglers "Jahre der Entscheidung" aus dem Jahr 1933 ein, habe mir schon "Der Untergang des Abendlandes" vom selben Autor vorgemerkt. Ich weiÃŸ schon jetzt, dass ich einige Dinge anders beurteilen werde, aber ihn bislang nicht im Zusammenhang und im Original gelesen zu haben, erachte ich als BildungslÃ¼cke, die ich nun zu schlieÃŸen gedenke. "Zu dieser rein abendlÃ¤ndischen (wiewohl den Globus tangierenden) weiÃŸen Revolution gesellt sich fÃ¼r Spengler die zweite, die â€šfarbigeâ€™ Weltrevolution. Die Bedrohung von innen wachse durch die zusÃ¤tzliche SchwÃ¤chung des Abendlandes nach auÃŸen....Die Kriege der faustischen VÃ¶lker untereinander zeitigten laut Spengler unter den Farbigen eine hÃ¶chst ermutigende Wirkung: Ihre Volksmassen seien zum Teil in die KÃ¤mpfe involviert gewesen und hÃ¤tten besichtigen kÃ¶nnen, dass sie den weiÃŸen Herren keineswegs hoffnungslos unterlegen gewesen seien: â€žsie begannen die WeiÃŸen zu verachten wie einst Jugurtha das mÃ¤chtige Rom.â€œ Das bedenkliche Anzeichen sei, dass sich die WeiÃŸen der natÃ¼rlichen Ãœberlegenheit begeben hÃ¤tten und dies nicht einmal bemerken wÃ¼rden." - https://de.wikipedia.org/wiki/Jahre_der_Entscheidung</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heute traf Oswald Spenglers &#8220;Jahre der Entscheidung&#8221; aus dem Jahr 1933 ein, habe mir schon &#8220;Der Untergang des Abendlandes&#8221; vom selben Autor vorgemerkt. Ich weiÃŸ schon jetzt, dass ich einige Dinge anders beurteilen werde, aber ihn bislang nicht im Zusammenhang und im Original gelesen zu haben, erachte ich als BildungslÃ¼cke, die ich nun zu schlieÃŸen gedenke. &#8220;Zu dieser rein abendlÃ¤ndischen (wiewohl den Globus tangierenden) weiÃŸen Revolution gesellt sich fÃ¼r Spengler die zweite, die â€šfarbigeâ€™ Weltrevolution. Die Bedrohung von innen wachse durch die zusÃ¤tzliche SchwÃ¤chung des Abendlandes nach auÃŸen&#8230;.Die Kriege der faustischen VÃ¶lker untereinander zeitigten laut Spengler unter den Farbigen eine hÃ¶chst ermutigende Wirkung: Ihre Volksmassen seien zum Teil in die KÃ¤mpfe involviert gewesen und hÃ¤tten besichtigen kÃ¶nnen, dass sie den weiÃŸen Herren keineswegs hoffnungslos unterlegen gewesen seien: â€žsie begannen die WeiÃŸen zu verachten wie einst Jugurtha das mÃ¤chtige Rom.â€œ Das bedenkliche Anzeichen sei, dass sich die WeiÃŸen der natÃ¼rlichen Ãœberlegenheit begeben hÃ¤tten und dies nicht einmal bemerken wÃ¼rden.&#8221; - <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jahre_der_Entscheidung" rel="nofollow">https://de.wikipedia.org/wiki/Jahre_der_Entscheidung</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-243440</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2015 14:41:20 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-243440</guid>
		<description>Der Umschwung - http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1983_1_7_schumacher.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Umschwung - <a href="http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1983_1_7_schumacher.pdf" rel="nofollow">http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1983_1_7_schumacher.pdf</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-151538</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 06:10:45 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-151538</guid>
		<description>Zitate fÃ¼hrender "Nazis", die sich selbst als Linke einstuften

HÃ¶chst bemerkenswert ist allerdings, dass fÃ¼hrende Nazi-Verbrecher ihre Partei als â€œlinkeâ€œ Bewegung verstanden. Die Zitate sprechen fÃ¼r sich:

â€žDer Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linkeâ€¦ Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale BesitzbÃ¼rgerblock.â€œ
(Joseph Goebbels, 1931 in â€žDer Angriffâ€œ)

â€žMeine gefÃ¼hlsmÃ¤ÃŸigen politischen Empfindungen lagen links.â€œ
(Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren)

â€žWir haben die linken KlassenkÃ¤mpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu fÃ¼hren. Das ist unsere groÃŸe UnterlassungssÃ¼nde.â€œ
(Adolf Hitler, 24. Februar 1945, Tagung der Reichs- und Gauleiter, zitiert bei Rainer Zitelmann in â€žHitlerâ€“SelbstverstÃ¤ndnis eines RevolutionÃ¤rsâ€œ, Seite 457)

Besonders erstaunlich auch die EinschÃ¤tzung von Willy Brandt, die er 1932 â€“ damals noch unter seinem wirklichen Namen Herbert Frahm â€“ zu seinen Genossen von der Sozialistischen Arbeiterpartei Ã¤uÃŸerte:

â€žDas sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv RevolutionÃ¤re an der Basis, muss von uns erkannt werden.â€œ</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zitate fÃ¼hrender &#8220;Nazis&#8221;, die sich selbst als Linke einstuften</p>
<p>HÃ¶chst bemerkenswert ist allerdings, dass fÃ¼hrende Nazi-Verbrecher ihre Partei als â€œlinkeâ€œ Bewegung verstanden. Die Zitate sprechen fÃ¼r sich:</p>
<p>â€žDer Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linkeâ€¦ Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale BesitzbÃ¼rgerblock.â€œ<br />
(Joseph Goebbels, 1931 in â€žDer Angriffâ€œ)</p>
<p>â€žMeine gefÃ¼hlsmÃ¤ÃŸigen politischen Empfindungen lagen links.â€œ<br />
(Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren)</p>
<p>â€žWir haben die linken KlassenkÃ¤mpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu fÃ¼hren. Das ist unsere groÃŸe UnterlassungssÃ¼nde.â€œ<br />
(Adolf Hitler, 24. Februar 1945, Tagung der Reichs- und Gauleiter, zitiert bei Rainer Zitelmann in â€žHitlerâ€“SelbstverstÃ¤ndnis eines RevolutionÃ¤rsâ€œ, Seite 457)</p>
<p>Besonders erstaunlich auch die EinschÃ¤tzung von Willy Brandt, die er 1932 â€“ damals noch unter seinem wirklichen Namen Herbert Frahm â€“ zu seinen Genossen von der Sozialistischen Arbeiterpartei Ã¤uÃŸerte:</p>
<p>â€žDas sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv RevolutionÃ¤re an der Basis, muss von uns erkannt werden.â€œ</p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-148755</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 17:15:13 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-148755</guid>
		<description>Ein irritierendes Spiegel-Portrait Hitlers: "Vor der Verwendung von FremdwÃ¶rtern scheute er nicht zurÃ¼ck; denn sie hatten fÃ¼r ihn "Klangfarbe". Wenn er sie verwendete, trafen sie das Richtige. Gezwungene Verdeutschungen belegte er mit Spott; denn in dieser Hinsicht war

ihm DeutschtÃ¼melei fremd: "Man stelle

sich vor, wenn wir damit anfingen, Fremdworte auszumerzen, wo sollten wir dann aufhÃ¶ren!" (7. MÃ¤rz 1942).

Als sprachliches Vorbild hat Hitler Schopenhauer angesehen; er erwÃ¤hnt ihn noch in den "TischgesprÃ¤chen" als den einzigen Deutschen, der imstande gewesen sei, sprachliche Ã„nderungen vorzunehmen (7. MÃ¤rz 1942)." - http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46162899.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein irritierendes Spiegel-Portrait Hitlers: &#8220;Vor der Verwendung von FremdwÃ¶rtern scheute er nicht zurÃ¼ck; denn sie hatten fÃ¼r ihn &#8220;Klangfarbe&#8221;. Wenn er sie verwendete, trafen sie das Richtige. Gezwungene Verdeutschungen belegte er mit Spott; denn in dieser Hinsicht war</p>
<p>ihm DeutschtÃ¼melei fremd: &#8220;Man stelle</p>
<p>sich vor, wenn wir damit anfingen, Fremdworte auszumerzen, wo sollten wir dann aufhÃ¶ren!&#8221; (7. MÃ¤rz 1942).</p>
<p>Als sprachliches Vorbild hat Hitler Schopenhauer angesehen; er erwÃ¤hnt ihn noch in den &#8220;TischgesprÃ¤chen&#8221; als den einzigen Deutschen, der imstande gewesen sei, sprachliche Ã„nderungen vorzunehmen (7. MÃ¤rz 1942).&#8221; - <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46162899.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46162899.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-145808</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 19:31:52 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-145808</guid>
		<description>Das Leben ist offen - hauptsÃ¤chlich zur SED hin.

Post von der SPD. Die Antwort auf mein Protestschreiben:

Danke fÃ¼r Ihre Email an uns, die uns die MÃ¶glichkeit gibt, Ihnen unsere BeweggrÃ¼nde fÃ¼r einen Ausschluss von Thilo Sarrazin aus der SPD nÃ¤her darzulegen.

Eine Partei wie die SPD, die zurecht mit Stolz darauf verweisen kann, dass viele ihrer Mitglieder fÃ¼r ihre Ãœberzeugung und u. a. den Einsatz fÃ¼r freie MeinungsÃ¤uÃŸerung in den Konzentrationslagern des Naziregimes ihr Leben verloren haben, macht es sich nicht leicht, ein Mitglied wegen seiner Meinung auszuschlieÃŸen.

Aber in dieser Partei gibt es seit 150 Jahre unverrÃ¼ckbare Werte, die jeder Sozialdemokrat teilen muss. Erst recht, wenn er wie Thilo Sarrazin ein prominentes Mitglied ist.

Zu diesen Werten heiÃŸt es kurz zusammengefasst in unserem Grundsatzprogramm: â€œWir widersetzen uns jeder Form der Diskriminierung. Die WÃ¼rde des Menschen ist unabhÃ¤ngig von seiner Leistung und seiner wirtschaftlichen NÃ¼tzlichkeit.â€

Deshalb hat die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf nach Analyse des Buches und intensiver Diskussion am 2. September 2010 einstimmig beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses aus der SPD einzuleiten.

Denn Thilo Sarrazin hat in seinem Buch â€œDeutschland schafft sich abâ€ und damit verbundenen Interviews Ã„uÃŸerungen getÃ¤tigt und Feststellungen getroffen, die erheblich gegen die GrundsÃ¤tze der SPD verstoÃŸen und ein Parteiausschluss aus der sozialdemokratischen Wertegemeinschaft zwingend erforderlich machen.

So leitet Herr Dr. Sarrazin in seinem Buch und in den begleitenden Interviews individuelle und gesellschaftliche Entwicklungen grundsÃ¤tzlich aus biologischen Gegebenheiten ab, die fÃ¼r ihn, wenn Ã¼berhaupt, nur marginal beeinflussbar sind. Er propagiert mit seinem festgefÃ¼gten Gesellschaftsbild eine Klassengesellschaft mit klaren Abgrenzungen zwischen verschiedenen Schichten und Aufgabenzuweisungen fÃ¼r dieselben. Er ergÃ¤nzt dies durch eine Wertigkeitsskala von Kulturen und kulturellen HintergrÃ¼nden und daraus folgenden AnsprÃ¼chen auf mehr oder weniger FÃ¶rderung. Herr Dr. Sarrazin diffamiert zum wiederholten Male ganze BevÃ¶lkerungsgruppen durch PauschalvorwÃ¼rfe und -wertungen, schÃ¼rt Ressentiments und spaltet die Gesellschaft. Dies steht nicht nur diametral den GrundsÃ¤tzen der Sozialdemokratie entgegen, sondern verstÃ¶ÃŸt in seiner Zielrichtung und einzelnen Empfehlungen auch gegen GrundsÃ¤tze unserer Verfassung.

Beispielhaft zu nennen sind hier
die grundsÃ¤tzliche Diffamierung des Islam als einer Religion, die ihre AnhÃ¤nger zu nutzlosen Mitgliedern der Gesellschaft macht, 
die Feststellung, dass eine ErhÃ¶hung der DurchlÃ¤ssigkeit des Bildungssystems und der Gesellschaft nutzlos bzw. sogar schÃ¤dlich sei, 
die NÃ¤he zur Rassenideologie des Nationalsozialismus' mit Ã„uÃŸerungen wie â€žalle Juden teilen ein bestimmtes Genâ€œ, 
die Einteilung der Wertigkeit von Menschen gemÃ¤ÃŸ ihrer wirtschaftlichen NÃ¼tzlichkeit und damit verbundene VorschlÃ¤ge zur schichten- und ethnienspezifischen Geburtensteuerung." 
 
Der SPD Kreisvorsitzende Christian Gaebler erklÃ¤rt hierzu: â€œThilo Sarrazin hat sich ganz klar auÃŸerhalb der sozialdemokratischen Gemeinschaft mit ihren unverhandelbaren Grundwerten und ihrem Menschenbild gestellt. Er kann seine Meinung in diesem Land frei Ã¤uÃŸern. Die Verbindung der SPD-Mitgliedschaft mit diesen Ansichten ist aber nicht tragbar.â€

Dieser Beschluss  ist keine Absage an eine intensive Debatte Ã¼ber Integrationspolitik in unserem Land. Im Gegenteil: Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit integrationspolitischen Fragen beschÃ¤ftigt. Dazu gehÃ¶ren gerade hier in Berlin viele MaÃŸnahmen, die u. a. den Spracherwerb fÃ¶rdern und mehr Chancengleichheit ermÃ¶glichen sollen. Integration bedeutet fÃ¼r uns Sozialdemokraten auch, dass Kinder in Berlin jetzt zwei und ab 2011 drei Jahre unentgeltlich die Kita besuchen kÃ¶nnen. Die Schulstrukturreform mit der Abschaffung der Hauptschule ist hier ebenfalls ein wichtiger Baustein. Spracherwerbskurse, StadteilmÃ¼tter und vieles mehr zeigen, dass sich die SPD darum bemÃ¼ht, allen Menschen eine Chance zu geben.

NatÃ¼rlich liegt noch vieles im Argen. Eine kritische Debatte Ã¼ber den Stand der Integration, Ã¼ber erreichte Fortschritte, aber ebenso auch Ã¼ber fortbestehende Probleme und Defizite, ist dringend geboten und erforderlich. Dem stellen wir uns auch weiterhin.

So wichtig eine kritische Bestandsaufnahme der Integration in Deutschland aber auch ist:

Sie muss in der Sache richtig und im Ton sachlich sein. Pauschalisierungen und Polemisierungen fÃ¼hren nicht weiter. Sie spalten, grenzen aus und erschweren so einen offenen, kritischen Dialog Ã¼ber bestehende Probleme und notwendige LÃ¶sungen. Wenn Thilo Sarrazin Zuwanderung mit â€žLandnahmeâ€œ in Verbindung bringt, vor einer â€žÃœbernahmeâ€œ von Staat und Gesellschaft durch Migranten warnt und muslimischen Migranten einen â€žwirtschaftlichen Mehrwertâ€œ abspricht, dann schÃ¼rt er Ã„ngste und Vorurteile und vergreift sich klar im Ton. FÃ¼r die Sozialdemokratie gilt aber, Ton und Haltung sind keine Nebensache, wenn es um Integration geht. Wer Probleme in unserem Land nicht verschÃ¤rfen, sondern lÃ¶sen will, der darf keine Vorurteile schÃ¼ren.

Damit nicht genug: Thilo Sarrazin schreibt darÃ¼ber hinaus in seinem Buch, dass Intelligenz und ebenso mangelnde Intelligenz wesentlich vererbt seien. Seine Schlussfolgerung hieraus: Deutschland werde im Durchschnitt dÃ¼mmer, da vor allem die bildungsfernen BevÃ¶lkerungsgruppen in unserem Land Kinder bekÃ¤men. Als LÃ¶sung schlÃ¤gt er dann unter anderem vor: Eine PrÃ¤mie von 50 000 Euro fÃ¼r junge Akademikerinnen, die ein Kind bekommen. Eine solche Einteilung von Menschen nach ihrer NÃ¼tzlichkeit widerspricht unserer sozialdemokratischen GrundÃ¼berzeugung, dass alle Menschen gleich viel wert sind.

Als Sozialdemokraten sagen wir klar: Das Leben ist offen. Die Entwicklung oder Charaktereigenschaften eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen sind nicht durch ein bestimmtes Erbgut vorgezeichnet. Es kommt vielmehr darauf an, durch Erziehung und durch gute Bildung die freien Entwicklungschancen eines jeden Menschen freizusetzen. Das ist die GrundÃ¼berzeugung unserer auf Emanzipation und Freiheit, Gerechtigkeit und SolidaritÃ¤t aufbauenden sozialdemokratischen Politik. Thilo Sarrazin hat diesen gemeinsamen Boden mit seinen jÃ¼ngsten Ã„uÃŸerungen und BuchverÃ¶ffentlichungen verlassen.

Wir hoffen, Ihnen unsere BeweggrÃ¼nde mit diesen Zeilen nahegebracht zu haben und wÃ¼rden uns Ã¼ber eine differenzierte Betrachtung des Vorganges freuen. Bitte vergessen Sie dabei nicht: Die SPD ist eine Wertegemeinschaft und dies seit beinahe 150 Jahren. FÃ¼r uns ist es entscheidend, dass alle unsere zentralen Werte fÃ¼r unser gemeinsames Anliegen einer gerechten und solidarischen Gesellschaft teilen. 

Mehr Informationen zu dem Parteiausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin nebst zugrundeliegenden Zitaten aus Thilo Sarrazins Buch finden Sie auf unserer Internetseite: www.spd-citywest.de

Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen

Ihre SPD Charlottenburg-Wilmersdorf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben ist offen - hauptsÃ¤chlich zur SED hin.</p>
<p>Post von der SPD. Die Antwort auf mein Protestschreiben:</p>
<p>Danke fÃ¼r Ihre Email an uns, die uns die MÃ¶glichkeit gibt, Ihnen unsere BeweggrÃ¼nde fÃ¼r einen Ausschluss von Thilo Sarrazin aus der SPD nÃ¤her darzulegen.</p>
<p>Eine Partei wie die SPD, die zurecht mit Stolz darauf verweisen kann, dass viele ihrer Mitglieder fÃ¼r ihre Ãœberzeugung und u. a. den Einsatz fÃ¼r freie MeinungsÃ¤uÃŸerung in den Konzentrationslagern des Naziregimes ihr Leben verloren haben, macht es sich nicht leicht, ein Mitglied wegen seiner Meinung auszuschlieÃŸen.</p>
<p>Aber in dieser Partei gibt es seit 150 Jahre unverrÃ¼ckbare Werte, die jeder Sozialdemokrat teilen muss. Erst recht, wenn er wie Thilo Sarrazin ein prominentes Mitglied ist.</p>
<p>Zu diesen Werten heiÃŸt es kurz zusammengefasst in unserem Grundsatzprogramm: â€œWir widersetzen uns jeder Form der Diskriminierung. Die WÃ¼rde des Menschen ist unabhÃ¤ngig von seiner Leistung und seiner wirtschaftlichen NÃ¼tzlichkeit.â€</p>
<p>Deshalb hat die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf nach Analyse des Buches und intensiver Diskussion am 2. September 2010 einstimmig beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses aus der SPD einzuleiten.</p>
<p>Denn Thilo Sarrazin hat in seinem Buch â€œDeutschland schafft sich abâ€ und damit verbundenen Interviews Ã„uÃŸerungen getÃ¤tigt und Feststellungen getroffen, die erheblich gegen die GrundsÃ¤tze der SPD verstoÃŸen und ein Parteiausschluss aus der sozialdemokratischen Wertegemeinschaft zwingend erforderlich machen.</p>
<p>So leitet Herr Dr. Sarrazin in seinem Buch und in den begleitenden Interviews individuelle und gesellschaftliche Entwicklungen grundsÃ¤tzlich aus biologischen Gegebenheiten ab, die fÃ¼r ihn, wenn Ã¼berhaupt, nur marginal beeinflussbar sind. Er propagiert mit seinem festgefÃ¼gten Gesellschaftsbild eine Klassengesellschaft mit klaren Abgrenzungen zwischen verschiedenen Schichten und Aufgabenzuweisungen fÃ¼r dieselben. Er ergÃ¤nzt dies durch eine Wertigkeitsskala von Kulturen und kulturellen HintergrÃ¼nden und daraus folgenden AnsprÃ¼chen auf mehr oder weniger FÃ¶rderung. Herr Dr. Sarrazin diffamiert zum wiederholten Male ganze BevÃ¶lkerungsgruppen durch PauschalvorwÃ¼rfe und -wertungen, schÃ¼rt Ressentiments und spaltet die Gesellschaft. Dies steht nicht nur diametral den GrundsÃ¤tzen der Sozialdemokratie entgegen, sondern verstÃ¶ÃŸt in seiner Zielrichtung und einzelnen Empfehlungen auch gegen GrundsÃ¤tze unserer Verfassung.</p>
<p>Beispielhaft zu nennen sind hier<br />
die grundsÃ¤tzliche Diffamierung des Islam als einer Religion, die ihre AnhÃ¤nger zu nutzlosen Mitgliedern der Gesellschaft macht,<br />
die Feststellung, dass eine ErhÃ¶hung der DurchlÃ¤ssigkeit des Bildungssystems und der Gesellschaft nutzlos bzw. sogar schÃ¤dlich sei,<br />
die NÃ¤he zur Rassenideologie des Nationalsozialismus&#8217; mit Ã„uÃŸerungen wie â€žalle Juden teilen ein bestimmtes Genâ€œ,<br />
die Einteilung der Wertigkeit von Menschen gemÃ¤ÃŸ ihrer wirtschaftlichen NÃ¼tzlichkeit und damit verbundene VorschlÃ¤ge zur schichten- und ethnienspezifischen Geburtensteuerung.&#8221; </p>
<p>Der SPD Kreisvorsitzende Christian Gaebler erklÃ¤rt hierzu: â€œThilo Sarrazin hat sich ganz klar auÃŸerhalb der sozialdemokratischen Gemeinschaft mit ihren unverhandelbaren Grundwerten und ihrem Menschenbild gestellt. Er kann seine Meinung in diesem Land frei Ã¤uÃŸern. Die Verbindung der SPD-Mitgliedschaft mit diesen Ansichten ist aber nicht tragbar.â€</p>
<p>Dieser Beschluss  ist keine Absage an eine intensive Debatte Ã¼ber Integrationspolitik in unserem Land. Im Gegenteil: Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit integrationspolitischen Fragen beschÃ¤ftigt. Dazu gehÃ¶ren gerade hier in Berlin viele MaÃŸnahmen, die u. a. den Spracherwerb fÃ¶rdern und mehr Chancengleichheit ermÃ¶glichen sollen. Integration bedeutet fÃ¼r uns Sozialdemokraten auch, dass Kinder in Berlin jetzt zwei und ab 2011 drei Jahre unentgeltlich die Kita besuchen kÃ¶nnen. Die Schulstrukturreform mit der Abschaffung der Hauptschule ist hier ebenfalls ein wichtiger Baustein. Spracherwerbskurse, StadteilmÃ¼tter und vieles mehr zeigen, dass sich die SPD darum bemÃ¼ht, allen Menschen eine Chance zu geben.</p>
<p>NatÃ¼rlich liegt noch vieles im Argen. Eine kritische Debatte Ã¼ber den Stand der Integration, Ã¼ber erreichte Fortschritte, aber ebenso auch Ã¼ber fortbestehende Probleme und Defizite, ist dringend geboten und erforderlich. Dem stellen wir uns auch weiterhin.</p>
<p>So wichtig eine kritische Bestandsaufnahme der Integration in Deutschland aber auch ist:</p>
<p>Sie muss in der Sache richtig und im Ton sachlich sein. Pauschalisierungen und Polemisierungen fÃ¼hren nicht weiter. Sie spalten, grenzen aus und erschweren so einen offenen, kritischen Dialog Ã¼ber bestehende Probleme und notwendige LÃ¶sungen. Wenn Thilo Sarrazin Zuwanderung mit â€žLandnahmeâ€œ in Verbindung bringt, vor einer â€žÃœbernahmeâ€œ von Staat und Gesellschaft durch Migranten warnt und muslimischen Migranten einen â€žwirtschaftlichen Mehrwertâ€œ abspricht, dann schÃ¼rt er Ã„ngste und Vorurteile und vergreift sich klar im Ton. FÃ¼r die Sozialdemokratie gilt aber, Ton und Haltung sind keine Nebensache, wenn es um Integration geht. Wer Probleme in unserem Land nicht verschÃ¤rfen, sondern lÃ¶sen will, der darf keine Vorurteile schÃ¼ren.</p>
<p>Damit nicht genug: Thilo Sarrazin schreibt darÃ¼ber hinaus in seinem Buch, dass Intelligenz und ebenso mangelnde Intelligenz wesentlich vererbt seien. Seine Schlussfolgerung hieraus: Deutschland werde im Durchschnitt dÃ¼mmer, da vor allem die bildungsfernen BevÃ¶lkerungsgruppen in unserem Land Kinder bekÃ¤men. Als LÃ¶sung schlÃ¤gt er dann unter anderem vor: Eine PrÃ¤mie von 50 000 Euro fÃ¼r junge Akademikerinnen, die ein Kind bekommen. Eine solche Einteilung von Menschen nach ihrer NÃ¼tzlichkeit widerspricht unserer sozialdemokratischen GrundÃ¼berzeugung, dass alle Menschen gleich viel wert sind.</p>
<p>Als Sozialdemokraten sagen wir klar: Das Leben ist offen. Die Entwicklung oder Charaktereigenschaften eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen sind nicht durch ein bestimmtes Erbgut vorgezeichnet. Es kommt vielmehr darauf an, durch Erziehung und durch gute Bildung die freien Entwicklungschancen eines jeden Menschen freizusetzen. Das ist die GrundÃ¼berzeugung unserer auf Emanzipation und Freiheit, Gerechtigkeit und SolidaritÃ¤t aufbauenden sozialdemokratischen Politik. Thilo Sarrazin hat diesen gemeinsamen Boden mit seinen jÃ¼ngsten Ã„uÃŸerungen und BuchverÃ¶ffentlichungen verlassen.</p>
<p>Wir hoffen, Ihnen unsere BeweggrÃ¼nde mit diesen Zeilen nahegebracht zu haben und wÃ¼rden uns Ã¼ber eine differenzierte Betrachtung des Vorganges freuen. Bitte vergessen Sie dabei nicht: Die SPD ist eine Wertegemeinschaft und dies seit beinahe 150 Jahren. FÃ¼r uns ist es entscheidend, dass alle unsere zentralen Werte fÃ¼r unser gemeinsames Anliegen einer gerechten und solidarischen Gesellschaft teilen. </p>
<p>Mehr Informationen zu dem Parteiausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin nebst zugrundeliegenden Zitaten aus Thilo Sarrazins Buch finden Sie auf unserer Internetseite: <a href="http://www.spd-citywest.de" rel="nofollow">http://www.spd-citywest.de</a></p>
<p>Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen</p>
<p>Ihre SPD Charlottenburg-Wilmersdorf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-144057</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 12:00:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-144057</guid>
		<description>Vom HÃ¤ngen und gehÃ¤ngt werden:

Rosa Luxemburg: Â»Wenn man die bisherigen Reden zur Frage des politischen Massenstreiks hier gehÃ¶rt hat, muÃŸ man sich wirklich an den Kopf fassen und fragen: Leben wir denn tatsÃ¤chlich im Jahre der glorreichen russischen Revolution oder stehen wir in der Zeit zehn Jahre vor ihr? Wir sehen doch an der Geschichte, daÃŸ alle Revolutionen mit dem Blut des Volkes erkauft sind. Der ganze Unterschied ist, daÃŸ bis jetzt das Blut des Volkes fÃ¼r die herrschenden Klassen verspritzt wurde â€“ und jetzt, wo von der MÃ¶glichkeit gesprochen wird, ihr Blut fÃ¼r die eigene Klasse zu lassen, da kommen vorsichtige sogenannte Sozialdemokraten und sagen, nein, dieses Blut ist uns zu teuerâ€¦Â«

August Bebel: Â»Nun hat die Debatte nach einer Richtung einen etwas seltsamen Charakter angenommen. Ich habe mit Ausnahme der Jahre, in denen ich mich in â€œStaatspensionâ€ (im GefÃ¤ngnis) befand, allen Parteikongressen beigewohnt. Aber eine Debatte, in der so viel von Blut und Revolution die Rede gewesen wÃ¤re wie in der heutigen, habe ich noch nicht gehÃ¶rt. Als ich das alles hÃ¶rte, habe ich ein paarmal unwillkÃ¼rlich auf meine Stiefelspitzen gesehen, ob diese nicht bereits im Blut wateten â€¦ Â«

Rosa Luxemburg: Â»August warf mir Ultraradikalismus vor und rief: â€œWenn die Revolution in Deutschland kommt, wird Rosa bestimmt auf der Linken stehen und ich bestimmt auf der Rechtenâ€, und dann fÃ¼gte er scherzhaft hinzu: â€œAber wir werden sie aufhÃ¤ngen, wir lassen uns nicht von ihr in die Suppe spucken.â€ Worauf ich ruhig erwiderte: â€œEs ist noch nicht heraus, wer wen aufhÃ¤ngen wird.â€Â«</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vom HÃ¤ngen und gehÃ¤ngt werden:</p>
<p>Rosa Luxemburg: Â»Wenn man die bisherigen Reden zur Frage des politischen Massenstreiks hier gehÃ¶rt hat, muÃŸ man sich wirklich an den Kopf fassen und fragen: Leben wir denn tatsÃ¤chlich im Jahre der glorreichen russischen Revolution oder stehen wir in der Zeit zehn Jahre vor ihr? Wir sehen doch an der Geschichte, daÃŸ alle Revolutionen mit dem Blut des Volkes erkauft sind. Der ganze Unterschied ist, daÃŸ bis jetzt das Blut des Volkes fÃ¼r die herrschenden Klassen verspritzt wurde â€“ und jetzt, wo von der MÃ¶glichkeit gesprochen wird, ihr Blut fÃ¼r die eigene Klasse zu lassen, da kommen vorsichtige sogenannte Sozialdemokraten und sagen, nein, dieses Blut ist uns zu teuerâ€¦Â«</p>
<p>August Bebel: Â»Nun hat die Debatte nach einer Richtung einen etwas seltsamen Charakter angenommen. Ich habe mit Ausnahme der Jahre, in denen ich mich in â€œStaatspensionâ€ (im GefÃ¤ngnis) befand, allen Parteikongressen beigewohnt. Aber eine Debatte, in der so viel von Blut und Revolution die Rede gewesen wÃ¤re wie in der heutigen, habe ich noch nicht gehÃ¶rt. Als ich das alles hÃ¶rte, habe ich ein paarmal unwillkÃ¼rlich auf meine Stiefelspitzen gesehen, ob diese nicht bereits im Blut wateten â€¦ Â«</p>
<p>Rosa Luxemburg: Â»August warf mir Ultraradikalismus vor und rief: â€œWenn die Revolution in Deutschland kommt, wird Rosa bestimmt auf der Linken stehen und ich bestimmt auf der Rechtenâ€, und dann fÃ¼gte er scherzhaft hinzu: â€œAber wir werden sie aufhÃ¤ngen, wir lassen uns nicht von ihr in die Suppe spucken.â€ Worauf ich ruhig erwiderte: â€œEs ist noch nicht heraus, wer wen aufhÃ¤ngen wird.â€Â«</p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-136881</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 05:49:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-136881</guid>
		<description>Tradition und Moderne in Marburg

&lt;img width="700" height="1065" alt="marburg-1.jpg" id="image1004" src="http://www.campodecriptana.de/wp-content/uploads/2008/02/marburg-1.jpg" /&gt;

&lt;img width="718" height="1017" alt="marburg-2.jpg" id="image1005" src="http://www.campodecriptana.de/wp-content/uploads/2008/02/marburg-2.jpg" /&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tradition und Moderne in Marburg</p>
<p><img width="700" height="1065" alt="marburg-1.jpg" id="image1004" src="http://www.campodecriptana.de/wp-content/uploads/2008/02/marburg-1.jpg" /></p>
<p><img width="718" height="1017" alt="marburg-2.jpg" id="image1005" src="http://www.campodecriptana.de/wp-content/uploads/2008/02/marburg-2.jpg" /></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tanja Krienen</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-136567</link>
		<dc:creator>Tanja Krienen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 08:50:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2008/01/30/999.html#comment-136567</guid>
		<description>Bilder folgen...

Gestern war ich in Marburg und habe Hindenburg besucht. Er steht mitsamt Gattin abgedunkelt in der Ecke der Elisabeth-Kirche (die Ã¼ber dem Grab der Heiligen errichtet ward). Der Kirchendiener wollte nicht erklÃ¤ren warum das so ist, doch ich weiÃŸ, dass die Gemeinde einst die Abschaltung der Strahler anordnete. Deutsche VergangenheitsbewÃ¤ltigung. Meinen Unmut darÃ¼ber habe ich im ausliegenden GÃ¤stebuch zum Ausdruck gebracht.

Ansonsten: nette Anfahrt, palavere mit einem argentinischen Austauschstudenten (der nach drei Monate D. auf dem Weg Ã¼ber Frankfurt in Richtung London war) inklusiver Zahnspange in Spanisch Ã¼ber Deutschland und die Welt. Ankunft. SchÃ¶ne Stadt, aber auch nicht schÃ¶ner als andere, die sich eine prachtvolle â€žspÃ¤tmittelalterliche Optikâ€œ erhielten. Der groÃŸe Nachteil: Marburg prÃ¤sentiert sich hÃ¶chst â€“ vereinfacht gesagt â€“ uneben. Treppen Ã¼ber Treppen. Wohnen mÃ¶chte ich dort nicht. Aber fÃ¼r Studenten ist es gut genug. â€žAhoi!â€œ, um mit KÃ¤stner â€žrealistischâ€œ zu reÃ¼ssieren..

Eine Studentengruppe erklimmt den Berg. Einer trÃ¤gt - bei ca. 0,5 Grad - kurze braune Hosen mit unterschiedlichen Schuhen dazu. Lange Haare, kÃ¼rzerer Verstand. Ich stehe, obwohl ich das Schloss suche, plÃ¶tzlich vor irgendeinem Fachbereich. Frage nach, wie ich zum Schloss komme. Erhalte zwar keine wirklich substanzielle, aber doch eine vage Beschreibung: â€žEtwa 20 Minuten zu FuÃŸ.â€œ Nach acht Minuten bin ich dort. Hier im Landgrafenschloss (die ersten Mauern wurden 1050 errichtet) disputierte Luther mit Zwingli, doch konnten sie sich nicht einigen, ob Jesus persÃ¶nlich bei Abendmahle anwesend sei, oder dies nur als rituelle Handlung in seiner Gesamtheit zu verstehen wÃ¤re. In 14 Punkten war man sich einig, an diesem 15. schieden sich die Geister, und also musste die gemeinschaftliche Reformation warten.

Ein schÃ¶nes Rathaus haben sie dort â€“ ca. 500 Jahre alt. Sehnsucht. Drinnen liegen â€“ genderkorrekt - sexistische, will sagen mÃ¤nnerfeindliche, natÃ¼rlich meist bunte, Zettel aus. Bei einer Ã„nderung der VerhÃ¤ltnisse sollten diese sofort beseitigt werden.

Ich lasse den Tag im Jornal, so die Schreibweise, ausklingen. Paar Krefelder, schmackhaftes Bolognese-Schnitzel. Den Salat lasse ich zurÃ¼ckgehen. Lese bei allem die WELT (â€žSafer sex Ã¼berflÃ¼ssigâ€œ â€“ na endlich, sage ich doch; Fasten hat nur eine psychologische Wirkung, ENTSCHLACKUNG GIBT ES NICHT!; und: Kinder werden im Regelfall nicht dick, wenn sie GESTILLT wurden! Ja sapperlot, denke ich, sollte die Vernunft doch hier und da in einer Zeitung zu Wort kommen â€“ ja, nur jede 5. Frau stillt ausreichend lange und es sind beinahe nur die der bÃ¶sen â€žOberschichtâ€œ).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bilder folgen&#8230;</p>
<p>Gestern war ich in Marburg und habe Hindenburg besucht. Er steht mitsamt Gattin abgedunkelt in der Ecke der Elisabeth-Kirche (die Ã¼ber dem Grab der Heiligen errichtet ward). Der Kirchendiener wollte nicht erklÃ¤ren warum das so ist, doch ich weiÃŸ, dass die Gemeinde einst die Abschaltung der Strahler anordnete. Deutsche VergangenheitsbewÃ¤ltigung. Meinen Unmut darÃ¼ber habe ich im ausliegenden GÃ¤stebuch zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Ansonsten: nette Anfahrt, palavere mit einem argentinischen Austauschstudenten (der nach drei Monate D. auf dem Weg Ã¼ber Frankfurt in Richtung London war) inklusiver Zahnspange in Spanisch Ã¼ber Deutschland und die Welt. Ankunft. SchÃ¶ne Stadt, aber auch nicht schÃ¶ner als andere, die sich eine prachtvolle â€žspÃ¤tmittelalterliche Optikâ€œ erhielten. Der groÃŸe Nachteil: Marburg prÃ¤sentiert sich hÃ¶chst â€“ vereinfacht gesagt â€“ uneben. Treppen Ã¼ber Treppen. Wohnen mÃ¶chte ich dort nicht. Aber fÃ¼r Studenten ist es gut genug. â€žAhoi!â€œ, um mit KÃ¤stner â€žrealistischâ€œ zu reÃ¼ssieren..</p>
<p>Eine Studentengruppe erklimmt den Berg. Einer trÃ¤gt - bei ca. 0,5 Grad - kurze braune Hosen mit unterschiedlichen Schuhen dazu. Lange Haare, kÃ¼rzerer Verstand. Ich stehe, obwohl ich das Schloss suche, plÃ¶tzlich vor irgendeinem Fachbereich. Frage nach, wie ich zum Schloss komme. Erhalte zwar keine wirklich substanzielle, aber doch eine vage Beschreibung: â€žEtwa 20 Minuten zu FuÃŸ.â€œ Nach acht Minuten bin ich dort. Hier im Landgrafenschloss (die ersten Mauern wurden 1050 errichtet) disputierte Luther mit Zwingli, doch konnten sie sich nicht einigen, ob Jesus persÃ¶nlich bei Abendmahle anwesend sei, oder dies nur als rituelle Handlung in seiner Gesamtheit zu verstehen wÃ¤re. In 14 Punkten war man sich einig, an diesem 15. schieden sich die Geister, und also musste die gemeinschaftliche Reformation warten.</p>
<p>Ein schÃ¶nes Rathaus haben sie dort â€“ ca. 500 Jahre alt. Sehnsucht. Drinnen liegen â€“ genderkorrekt - sexistische, will sagen mÃ¤nnerfeindliche, natÃ¼rlich meist bunte, Zettel aus. Bei einer Ã„nderung der VerhÃ¤ltnisse sollten diese sofort beseitigt werden.</p>
<p>Ich lasse den Tag im Jornal, so die Schreibweise, ausklingen. Paar Krefelder, schmackhaftes Bolognese-Schnitzel. Den Salat lasse ich zurÃ¼ckgehen. Lese bei allem die WELT (â€žSafer sex Ã¼berflÃ¼ssigâ€œ â€“ na endlich, sage ich doch; Fasten hat nur eine psychologische Wirkung, ENTSCHLACKUNG GIBT ES NICHT!; und: Kinder werden im Regelfall nicht dick, wenn sie GESTILLT wurden! Ja sapperlot, denke ich, sollte die Vernunft doch hier und da in einer Zeitung zu Wort kommen â€“ ja, nur jede 5. Frau stillt ausreichend lange und es sind beinahe nur die der bÃ¶sen â€žOberschichtâ€œ).</p>
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