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	<title>Kommentare zu: Verschollener Ruhm</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 08:44:52 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-1867521</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2023 14:17:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-1867521</guid>
		<description>https://www.focus.de/auto/elektroauto/news/29-e-autos-in-gigantischem-kaelte-test-am-ende-faehrt-nur-noch-eines_id_185274354.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.focus.de/auto/elektroauto/news/29-e-autos-in-gigantischem-kaelte-test-am-ende-faehrt-nur-noch-eines_id_185274354.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/auto/elektroauto/news/29-e-autos-in-gigantischem-kaelte-test-am-ende-faehrt-nur-noch-eines_id_185274354.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-1032832</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 11:10:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-1032832</guid>
		<description>An die Gleichgeschalteten
Bertolt Brecht

Um sein Brot nicht zu verlieren, in den Zeiten zunehmender UnterdrÃ¼ckung, beschlieÃŸt mancher, die Wahrheit Ã¼ber die Verbrechen des Regimes bei der Aufrechterhaltung der Ausbeutung nicht mehr zu sagen, aber auch die LÃ¼gen des Regimes nicht zu verbreiten, also zwar nichts zu enthÃ¼llen, aber auch nichts zu beschÃ¶nigen.

Der so Vorgehende scheint nur von neuem zu bekrÃ¤ftigen, dass er entschlossen ist, auch in den Zeiten zunehmender UnterdrÃ¼ckung sein Gesicht nicht zu verlieren, aber in Wirklichkeit ist er doch nur entschlossen, sein Brot nicht zu verlieren. Ja, dieser sein Entschluss, keine Unwahrheit zu sagen, dient ihm dazu, von nun an die Wahrheit zu verschweigen. Das kann freilich nur eine kleine Zeit durchgefÃ¼hrt werden. Aber auch zu dieser Zeit, wÃ¤hrend sie noch einhergehen in den Ã„mtern und Redaktionen, in den Laboratorien und auf den FabrikhÃ¶fen als Leute, aus deren Mund keine Unwahrheit kommt, beginnt schon ihre SchÃ¤dlichkeit. Wer mit keiner Wimper zuckt beim Anblick blutiger Verbrechen, verleiht ihnen nÃ¤mlich den Anschein des NatÃ¼rlichen. Er bezeichnet die furchtbare Untat als etwas so UnauffÃ¤lliges wie Regen, auch so unhinderbar wie Regen.

So unterstÃ¼tzt er schon durch sein Schweigen die Verbrecher, aber bald wird er merken, dass er, um sein Brot nicht zu verlieren, nicht nur die Wahrheit verschweigen, sondern die LÃ¼ge sagen muss. Nicht ungnÃ¤dig nehmen die UnterdrÃ¼cker ihn auf, der da bereit ist, sein Brot nicht zu verlieren. Er geht nicht einher wie ein Bestochener, da man ihm ja nichts gegeben, sondern nur nichts genommen hat.

Wenn der Lobredner, aufstehend vom Tisch der Machthaber, sein Maul aufreiÃŸt und man zwischen seinen ZÃ¤hnen die Reste der Mahlzeit sieht, hÃ¶rt man seine Lobrede mit Zweifeln an. Aber die Lobrede dessen, der gestern noch geschmÃ¤ht hat und zum Siegesmahl nicht geladen war, ist mehr wert. Er ist doch der Freund der UnterdrÃ¼ckten. Sie kennen ihn. Was er sagt, das ist, und was er nicht sagt, ist nicht. Und nun sagt er, es ist keine UnterdrÃ¼ckung. Am besten schickt der MÃ¶rder den Bruder des Ermordeten, den er gekauft hat, zu bestÃ¤tigen, dass ihm den Bruder ein Dachziegel erschlagen hat.

Die einfache LÃ¼ge freilich hilft ihm, der sein Brot nicht verlieren will, auch nicht lange weiter. Da gibt es zu viele seiner Art. Schnell gerÃ¤t er in den unerbittlichen Wettkampf aller derer, die ihr Brot nicht verlieren wollen: Es genÃ¼gt nicht mehr der Wille zu lÃ¼gen - das KÃ¶nnen ist nÃ¶tig und die Leidenschaft wird verlangt. Der Wunsch, das Brot nicht zu verlieren, mischt sich mit dem Wunsch, durch besondere Kunst dem ungereimtesten GewÃ¤sch einen Sinn zu verleihen, das Unsagbare dennoch zu sagen. Dazu kommt, dass er den UnterdrÃ¼ckern mehr Lob herbeischleppen muss als jeder andere, denn er steht unter dem Verdacht, frÃ¼her einmal die UnterdrÃ¼ckung beleidigt zu haben.

So werden die Kenner der Wahrheit die wildesten LÃ¼gner. Und das alles geht nur, bis einer daherkommt und sie doch Ã¼berfÃ¼hrt frÃ¼herer Ehrlichkeit, einstigen Anstands, und dann verlieren sie ihr Brot.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An die Gleichgeschalteten<br />
Bertolt Brecht</p>
<p>Um sein Brot nicht zu verlieren, in den Zeiten zunehmender UnterdrÃ¼ckung, beschlieÃŸt mancher, die Wahrheit Ã¼ber die Verbrechen des Regimes bei der Aufrechterhaltung der Ausbeutung nicht mehr zu sagen, aber auch die LÃ¼gen des Regimes nicht zu verbreiten, also zwar nichts zu enthÃ¼llen, aber auch nichts zu beschÃ¶nigen.</p>
<p>Der so Vorgehende scheint nur von neuem zu bekrÃ¤ftigen, dass er entschlossen ist, auch in den Zeiten zunehmender UnterdrÃ¼ckung sein Gesicht nicht zu verlieren, aber in Wirklichkeit ist er doch nur entschlossen, sein Brot nicht zu verlieren. Ja, dieser sein Entschluss, keine Unwahrheit zu sagen, dient ihm dazu, von nun an die Wahrheit zu verschweigen. Das kann freilich nur eine kleine Zeit durchgefÃ¼hrt werden. Aber auch zu dieser Zeit, wÃ¤hrend sie noch einhergehen in den Ã„mtern und Redaktionen, in den Laboratorien und auf den FabrikhÃ¶fen als Leute, aus deren Mund keine Unwahrheit kommt, beginnt schon ihre SchÃ¤dlichkeit. Wer mit keiner Wimper zuckt beim Anblick blutiger Verbrechen, verleiht ihnen nÃ¤mlich den Anschein des NatÃ¼rlichen. Er bezeichnet die furchtbare Untat als etwas so UnauffÃ¤lliges wie Regen, auch so unhinderbar wie Regen.</p>
<p>So unterstÃ¼tzt er schon durch sein Schweigen die Verbrecher, aber bald wird er merken, dass er, um sein Brot nicht zu verlieren, nicht nur die Wahrheit verschweigen, sondern die LÃ¼ge sagen muss. Nicht ungnÃ¤dig nehmen die UnterdrÃ¼cker ihn auf, der da bereit ist, sein Brot nicht zu verlieren. Er geht nicht einher wie ein Bestochener, da man ihm ja nichts gegeben, sondern nur nichts genommen hat.</p>
<p>Wenn der Lobredner, aufstehend vom Tisch der Machthaber, sein Maul aufreiÃŸt und man zwischen seinen ZÃ¤hnen die Reste der Mahlzeit sieht, hÃ¶rt man seine Lobrede mit Zweifeln an. Aber die Lobrede dessen, der gestern noch geschmÃ¤ht hat und zum Siegesmahl nicht geladen war, ist mehr wert. Er ist doch der Freund der UnterdrÃ¼ckten. Sie kennen ihn. Was er sagt, das ist, und was er nicht sagt, ist nicht. Und nun sagt er, es ist keine UnterdrÃ¼ckung. Am besten schickt der MÃ¶rder den Bruder des Ermordeten, den er gekauft hat, zu bestÃ¤tigen, dass ihm den Bruder ein Dachziegel erschlagen hat.</p>
<p>Die einfache LÃ¼ge freilich hilft ihm, der sein Brot nicht verlieren will, auch nicht lange weiter. Da gibt es zu viele seiner Art. Schnell gerÃ¤t er in den unerbittlichen Wettkampf aller derer, die ihr Brot nicht verlieren wollen: Es genÃ¼gt nicht mehr der Wille zu lÃ¼gen - das KÃ¶nnen ist nÃ¶tig und die Leidenschaft wird verlangt. Der Wunsch, das Brot nicht zu verlieren, mischt sich mit dem Wunsch, durch besondere Kunst dem ungereimtesten GewÃ¤sch einen Sinn zu verleihen, das Unsagbare dennoch zu sagen. Dazu kommt, dass er den UnterdrÃ¼ckern mehr Lob herbeischleppen muss als jeder andere, denn er steht unter dem Verdacht, frÃ¼her einmal die UnterdrÃ¼ckung beleidigt zu haben.</p>
<p>So werden die Kenner der Wahrheit die wildesten LÃ¼gner. Und das alles geht nur, bis einer daherkommt und sie doch Ã¼berfÃ¼hrt frÃ¼herer Ehrlichkeit, einstigen Anstands, und dann verlieren sie ihr Brot.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-739206</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2021 16:48:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-739206</guid>
		<description>Tanja Krienen
13. November um 16:28  Â· 
Mit Ã–ffentlich geteilt
PlÃ¤doyer fÃ¼r Selbstoptimierungen im dialektischen und humanen, auch notwendigem Sinne, grad und besonders in coronalen Hysterie-Zeiten, die fÃ¼r uns revolutionÃ¤re sein sollten. 
Brechts â€žLehrstÃ¼ckâ€œ â€žDie MaÃŸnahmeâ€œ muss immer herhalten, um in halbgaren AufsÃ¤tzen das BÃ¶se im Denken des Dichters aufzuzeigen, da er doch damit stalinistische SÃ¤uberungen angeblich vorweg nahm. Doch das ist alles grober Unfug. Warum? Weil â€“
Abgesehen davon, dass ein Film, ein StÃ¼ck oder ein Buch selten bis niemals die Wirklichkeit 1:1 abbildet oder eine direkte Anleitung zum Handeln darstellt, weil es immer nur Wahrheiten in sublimierter Form zeigt und ihr Wesen auch fast immer nur ein Artifizielles ist, so kann kaum ein Dichter oder Filmemacher fÃ¼r einen Inhalt und dessen Wirkung verantwortlich gemacht werden. Darum existiert auch ein groÃŸes Laissez-faire gegenÃ¼ber der â€žKunstfreiheitâ€œ. Manche jenen Intellektuellen oder Kulturschaffenden unterstellten Absichten, sind plumpe Dummstellereien von Vertretern meist deutlich fÃ¼rchterlicherer Absichten. 
Warum aber soll die Brechtsche MaÃŸnahme Ã¼berhaupt AnstÃ¶ÃŸiges beinhalten, geht es dabei doch nur um vier Studenten, die bei ihrer Agitation auffallen und dann einen der Ihren als GefÃ¤hrder aller anderen tÃ¶ten â€“ mit seinem EinverstÃ¤ndnis!.? Das Problem ist sicherlich der konkrete Bezug, also die geplante Revolution und der Parteiauftrag. Jedoch ist die Konstellation abzÃ¼glich der Politik eine Ursituation. Nehmen wir einmal einen ganz normalen Western, wie wir ihn bestimmt alle kennen. Da sitzen Jack, John und Jim beratschlagend um Sam herum, der schwer verletzt daniederliegt, weil er, der Tollpatsch, der unkonzentrierte Luftikus, sich im Salon von Old Tucker in â€žQuickshoot-Townâ€œ auf tÃ¶lpelhafte Art produzieren musste, - was die Austreibung der vier Helden zur Folge hatte. Doch Sam, weil er schwer aufs Pferd kam, hatte es erwischt. Der Vieren Vorsprung betrug nur etwa zehn Minuten, der Staub der Verfolger war schon am Horizont zu sehen, da gab es folgenden Dialog:
Sam: â€žIch kann, aaahrg, nicht mehr. Reitet ohne mich weiter.â€œ 
Jack: â€žNein, ich werde dich nicht hier zurÃ¼cklassen, Sam.â€œ
John: â€žWir empfangen sie hier und dannâ€¦â€œ
Jim: â€žSie sind 20, wir haben keine Chance. Sam hat recht.â€œ
Sam: â€žMacht euch keine Gedanken. Nur bitte, lasst mir einen Colt hier, ich habe meinen verloren.â€œ
Jack: â€žSam!? Ich!...---â€œ
John: â€žEs ist das VernÃ¼nftigste.â€œ
Jack: â€žOh Sam!â€œ
Sam: â€žGrÃ¼ÃŸ mir Anna bitte, sage ihrâ€œâ€¦In der Ferne wird geschossen, man hÃ¶rt jetzt das Trappeln der Pferde. â€œSage ihrâ€¦sage ihrâ€¦â€œ 
Jim: â€žEs wird Zeit! VorwÃ¤rts.â€œ Er entfernt sich.
â€žAch, sagt ihr besserâ€¦.nichtsâ€¦aaahhrrrggâ€œ 
John: â€žHier hast du die Pistole. Machs gut, Sam. Alter Sam, mein Freund.â€œ Sam stÃ¶hnt. Auch Jack und John sitzen auf und reiten schnell davon. Sie sind nicht einmal um den nÃ¤chsten Kaktus, da hÃ¶ren sie einen Schuss. 
Oder: In einer Dystopie (nach irgendeinem kosmischen Ereignis, irgendeiner von Menschen gemachte TragÃ¶die oder irgendeinem Monstererweckungsdrama mit totaler Ausrottung), kÃ¤mpfen die letzten Ãœberlebenden gegen andere letzte Ãœberlebenden, doch in der zweiten Gruppe lÃ¤uft Mad-Paddy mit, der zwar nicht ganz so verschlagen, groÃŸmÃ¤ulig und plump wie sein Bruder Sad-Paddy ist, aber durch ÃœberschÃ¤tzung und risikoreiche Aktionen die Gruppe mehrfach in Schwierigkeiten bringt. Es geht streng biblisch motiviert zu, wenn Sad-Paddy sagt: â€žDu dachtest immer nur an dich, schon damals, als Mutter noch lebte.â€œ
Mad-Paddy Ã¤fft: â€žÃ„jÃ¤jÃ¤, als Mutter noch lebte.â€œ
Sad-Paddy: â€žJa, du warst neidisch, weil ich schneller laufen konnte, weil ich mehr Ã„pfel erntete. Und nun bringst du uns mit deinem Hass, deinem negativen Ãœbereifer in Gefahr. Esthers Tod geht auf dein Konto. Dabeiâ€¦(er lacht hÃ¶hnisch)â€œ
Mad-Paddy: â€žGeht auf dein Konto. HÃ¤hÃ¤, Hochwohlgeboren. Das hÃ¤ttest du nicht sagen sollen. LÃ¼gner!â€œ Er nimmt einen Stein in die Hand und stÃ¼rmt auf Sad-Paddy zu, dann fÃ¤llt ein Schuss. Silly Joe hat ihn abgegeben und Mad-Paddy tÃ¶dlich getroffen. â€žEs war nÃ¶tigâ€œ, brummt er. 
Sad-Paddy steht wie angewurzelt und kann sein GlÃ¼ck nicht fassen, dann stÃ¼rzt er sich auf Silly Joe. Beide wÃ¤lzen sich zwei, dreimal herum, dann fÃ¤llt ein weiterer Schuss. Peter Doomsday, der Logistikmann der Gruppe stÃ¼rmt herein. â€žAlles klar Joe?â€œ Der nickt: â€žWar besser so.â€œ Beide Paddys werden in eine Kalkgrube geworfenâ€¦die Gruppe packen ihr Brot zusammen, nehmen ihre Gewehre und ziehen zielgerichteter als zuvor weiter. 
Stalinistische Aktionen? Mitnichten. Eher Notwendigkeiten, ZwÃ¤nge, Zufallsdramenâ€¦Und doch stellt sich die Frage, wie wir uns in Krisenzeiten verhalten!? Sollten. Zivilisiert und zielgerichtet, wachsam und den Blick auf den Feind gerichtet, aber auch mit angemessener Empathie, ja sogar kameradschaftlich gegen die eigene Gruppe, dennoch ein feines GespÃ¼r dabei habend, wer wie Gefahren heraufbeschwÃ¶rt oder blind fÃ¼r sie ist. Entscheider sein zu kÃ¶nnen, zumindest die QualitÃ¤t zu besitzen, ist das erstrebenswerte Ziel. 
Gibt es historische Phasen, in der Familien als Ganzes durch die Krise gebracht werden? Selten. Meist teilten sich in Zeiten historischer Kakophonien selbst enge Familienbande in zwei oder drei Kleingruppen â€“ oder Einzelpersonen auf, wenn sie sich selbst rettend durch die Zeit bewegten. Allzu groÃŸe Sentimentels fÃ¼hren oft in die Katastrophe. MÃ¼ssen also Ãœberlebende â€žLonesome Ridersâ€œ sein? Nicht zwangslÃ¤ufig, aber es schadet auch nicht, sofern es einen Gruppenbezug oder einige wenige verlÃ¤ssliche andere Individuen gleiches Schlages gibt. Also: werft ab, spaltet zur eigenen Gesundung, seid egozentrisch, bejaht â€žMaÃŸnahmenâ€œ, sofern sie den Feind schwÃ¤chen. Und befasst euch mit Kopfmaterial. Verbessert euch! Seid KÃ¤mpfer!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tanja Krienen<br />
13. November um 16:28  Â·<br />
Mit Ã–ffentlich geteilt<br />
PlÃ¤doyer fÃ¼r Selbstoptimierungen im dialektischen und humanen, auch notwendigem Sinne, grad und besonders in coronalen Hysterie-Zeiten, die fÃ¼r uns revolutionÃ¤re sein sollten.<br />
Brechts â€žLehrstÃ¼ckâ€œ â€žDie MaÃŸnahmeâ€œ muss immer herhalten, um in halbgaren AufsÃ¤tzen das BÃ¶se im Denken des Dichters aufzuzeigen, da er doch damit stalinistische SÃ¤uberungen angeblich vorweg nahm. Doch das ist alles grober Unfug. Warum? Weil â€“<br />
Abgesehen davon, dass ein Film, ein StÃ¼ck oder ein Buch selten bis niemals die Wirklichkeit 1:1 abbildet oder eine direkte Anleitung zum Handeln darstellt, weil es immer nur Wahrheiten in sublimierter Form zeigt und ihr Wesen auch fast immer nur ein Artifizielles ist, so kann kaum ein Dichter oder Filmemacher fÃ¼r einen Inhalt und dessen Wirkung verantwortlich gemacht werden. Darum existiert auch ein groÃŸes Laissez-faire gegenÃ¼ber der â€žKunstfreiheitâ€œ. Manche jenen Intellektuellen oder Kulturschaffenden unterstellten Absichten, sind plumpe Dummstellereien von Vertretern meist deutlich fÃ¼rchterlicherer Absichten.<br />
Warum aber soll die Brechtsche MaÃŸnahme Ã¼berhaupt AnstÃ¶ÃŸiges beinhalten, geht es dabei doch nur um vier Studenten, die bei ihrer Agitation auffallen und dann einen der Ihren als GefÃ¤hrder aller anderen tÃ¶ten â€“ mit seinem EinverstÃ¤ndnis!.? Das Problem ist sicherlich der konkrete Bezug, also die geplante Revolution und der Parteiauftrag. Jedoch ist die Konstellation abzÃ¼glich der Politik eine Ursituation. Nehmen wir einmal einen ganz normalen Western, wie wir ihn bestimmt alle kennen. Da sitzen Jack, John und Jim beratschlagend um Sam herum, der schwer verletzt daniederliegt, weil er, der Tollpatsch, der unkonzentrierte Luftikus, sich im Salon von Old Tucker in â€žQuickshoot-Townâ€œ auf tÃ¶lpelhafte Art produzieren musste, - was die Austreibung der vier Helden zur Folge hatte. Doch Sam, weil er schwer aufs Pferd kam, hatte es erwischt. Der Vieren Vorsprung betrug nur etwa zehn Minuten, der Staub der Verfolger war schon am Horizont zu sehen, da gab es folgenden Dialog:<br />
Sam: â€žIch kann, aaahrg, nicht mehr. Reitet ohne mich weiter.â€œ<br />
Jack: â€žNein, ich werde dich nicht hier zurÃ¼cklassen, Sam.â€œ<br />
John: â€žWir empfangen sie hier und dannâ€¦â€œ<br />
Jim: â€žSie sind 20, wir haben keine Chance. Sam hat recht.â€œ<br />
Sam: â€žMacht euch keine Gedanken. Nur bitte, lasst mir einen Colt hier, ich habe meinen verloren.â€œ<br />
Jack: â€žSam!? Ich!&#8230;&#8212;â€œ<br />
John: â€žEs ist das VernÃ¼nftigste.â€œ<br />
Jack: â€žOh Sam!â€œ<br />
Sam: â€žGrÃ¼ÃŸ mir Anna bitte, sage ihrâ€œâ€¦In der Ferne wird geschossen, man hÃ¶rt jetzt das Trappeln der Pferde. â€œSage ihrâ€¦sage ihrâ€¦â€œ<br />
Jim: â€žEs wird Zeit! VorwÃ¤rts.â€œ Er entfernt sich.<br />
â€žAch, sagt ihr besserâ€¦.nichtsâ€¦aaahhrrrggâ€œ<br />
John: â€žHier hast du die Pistole. Machs gut, Sam. Alter Sam, mein Freund.â€œ Sam stÃ¶hnt. Auch Jack und John sitzen auf und reiten schnell davon. Sie sind nicht einmal um den nÃ¤chsten Kaktus, da hÃ¶ren sie einen Schuss.<br />
Oder: In einer Dystopie (nach irgendeinem kosmischen Ereignis, irgendeiner von Menschen gemachte TragÃ¶die oder irgendeinem Monstererweckungsdrama mit totaler Ausrottung), kÃ¤mpfen die letzten Ãœberlebenden gegen andere letzte Ãœberlebenden, doch in der zweiten Gruppe lÃ¤uft Mad-Paddy mit, der zwar nicht ganz so verschlagen, groÃŸmÃ¤ulig und plump wie sein Bruder Sad-Paddy ist, aber durch ÃœberschÃ¤tzung und risikoreiche Aktionen die Gruppe mehrfach in Schwierigkeiten bringt. Es geht streng biblisch motiviert zu, wenn Sad-Paddy sagt: â€žDu dachtest immer nur an dich, schon damals, als Mutter noch lebte.â€œ<br />
Mad-Paddy Ã¤fft: â€žÃ„jÃ¤jÃ¤, als Mutter noch lebte.â€œ<br />
Sad-Paddy: â€žJa, du warst neidisch, weil ich schneller laufen konnte, weil ich mehr Ã„pfel erntete. Und nun bringst du uns mit deinem Hass, deinem negativen Ãœbereifer in Gefahr. Esthers Tod geht auf dein Konto. Dabeiâ€¦(er lacht hÃ¶hnisch)â€œ<br />
Mad-Paddy: â€žGeht auf dein Konto. HÃ¤hÃ¤, Hochwohlgeboren. Das hÃ¤ttest du nicht sagen sollen. LÃ¼gner!â€œ Er nimmt einen Stein in die Hand und stÃ¼rmt auf Sad-Paddy zu, dann fÃ¤llt ein Schuss. Silly Joe hat ihn abgegeben und Mad-Paddy tÃ¶dlich getroffen. â€žEs war nÃ¶tigâ€œ, brummt er.<br />
Sad-Paddy steht wie angewurzelt und kann sein GlÃ¼ck nicht fassen, dann stÃ¼rzt er sich auf Silly Joe. Beide wÃ¤lzen sich zwei, dreimal herum, dann fÃ¤llt ein weiterer Schuss. Peter Doomsday, der Logistikmann der Gruppe stÃ¼rmt herein. â€žAlles klar Joe?â€œ Der nickt: â€žWar besser so.â€œ Beide Paddys werden in eine Kalkgrube geworfenâ€¦die Gruppe packen ihr Brot zusammen, nehmen ihre Gewehre und ziehen zielgerichteter als zuvor weiter.<br />
Stalinistische Aktionen? Mitnichten. Eher Notwendigkeiten, ZwÃ¤nge, Zufallsdramenâ€¦Und doch stellt sich die Frage, wie wir uns in Krisenzeiten verhalten!? Sollten. Zivilisiert und zielgerichtet, wachsam und den Blick auf den Feind gerichtet, aber auch mit angemessener Empathie, ja sogar kameradschaftlich gegen die eigene Gruppe, dennoch ein feines GespÃ¼r dabei habend, wer wie Gefahren heraufbeschwÃ¶rt oder blind fÃ¼r sie ist. Entscheider sein zu kÃ¶nnen, zumindest die QualitÃ¤t zu besitzen, ist das erstrebenswerte Ziel.<br />
Gibt es historische Phasen, in der Familien als Ganzes durch die Krise gebracht werden? Selten. Meist teilten sich in Zeiten historischer Kakophonien selbst enge Familienbande in zwei oder drei Kleingruppen â€“ oder Einzelpersonen auf, wenn sie sich selbst rettend durch die Zeit bewegten. Allzu groÃŸe Sentimentels fÃ¼hren oft in die Katastrophe. MÃ¼ssen also Ãœberlebende â€žLonesome Ridersâ€œ sein? Nicht zwangslÃ¤ufig, aber es schadet auch nicht, sofern es einen Gruppenbezug oder einige wenige verlÃ¤ssliche andere Individuen gleiches Schlages gibt. Also: werft ab, spaltet zur eigenen Gesundung, seid egozentrisch, bejaht â€žMaÃŸnahmenâ€œ, sofern sie den Feind schwÃ¤chen. Und befasst euch mit Kopfmaterial. Verbessert euch! Seid KÃ¤mpfer!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-445620</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2017 07:41:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-445620</guid>
		<description>Weil dieser Text NIRGENDWO im Netz zu finden ist, habe ich ihn einmal aufgeschrieben, da er doch so schÃ¶n in die Zeit passt!

Lied des Speichelleckers

Meine Seele kommt in Aufruhr
Alles in mir revoltiert
Wenn ich einen Menschen sehe
Der mit recht von jedermann gemieden wird.
Er hat es sich selbst zuzuschreiben
DaÃŸ er nicht mehr da ist fÃ¼r die Stadt
Soll ich mit ihm auf dem GruÃŸfuÃŸ bleiben
Den die Obrigheit gezeichnet hat?
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!

Was er immer auch getrieben
Darauf kommt es gar nicht an
Er ist oben nicht gut angeschrieben
Damit ist er fÃ¼r mich abgetan.
Jedes andere GefÃ¼hl hat da zu schweigen
Er ist oben unbequem!
Soll ich ich in seiner NÃ¤he zeigen?
Soll man sagen. der sprach auch mit dem?
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!

Warum hat er sichs verdorben?
HÃ¤tt er besser aufgepasst!
Solch ein schlechter Ruf ist schnell erworben
Und dann ist man eben oben dann verhaÃŸt
Nein, wer meinen guten Herrn beleidigt
Wer ihm frech die Stirne bot
Soll man von mir sagen, ich habe den verteidigt?
Soll man von mir sagen, auch ich sei so?
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!

Bertolt Brecht, 1937

https://www.focus.de/finanzen/boerse/boersencrash-als-guenstigen-einstieg-nutzen-finanzprofi-glaubt-dax-wird-noch-tiefer-fallen-aber-das-ist-egal_id_11762006.html

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/usa-schmelztiegel/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weil dieser Text NIRGENDWO im Netz zu finden ist, habe ich ihn einmal aufgeschrieben, da er doch so schÃ¶n in die Zeit passt!</p>
<p>Lied des Speichelleckers</p>
<p>Meine Seele kommt in Aufruhr<br />
Alles in mir revoltiert<br />
Wenn ich einen Menschen sehe<br />
Der mit recht von jedermann gemieden wird.<br />
Er hat es sich selbst zuzuschreiben<br />
DaÃŸ er nicht mehr da ist fÃ¼r die Stadt<br />
Soll ich mit ihm auf dem GruÃŸfuÃŸ bleiben<br />
Den die Obrigheit gezeichnet hat?<br />
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!<br />
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!</p>
<p>Was er immer auch getrieben<br />
Darauf kommt es gar nicht an<br />
Er ist oben nicht gut angeschrieben<br />
Damit ist er fÃ¼r mich abgetan.<br />
Jedes andere GefÃ¼hl hat da zu schweigen<br />
Er ist oben unbequem!<br />
Soll ich ich in seiner NÃ¤he zeigen?<br />
Soll man sagen. der sprach auch mit dem?<br />
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!<br />
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!</p>
<p>Warum hat er sichs verdorben?<br />
HÃ¤tt er besser aufgepasst!<br />
Solch ein schlechter Ruf ist schnell erworben<br />
Und dann ist man eben oben dann verhaÃŸt<br />
Nein, wer meinen guten Herrn beleidigt<br />
Wer ihm frech die Stirne bot<br />
Soll man von mir sagen, ich habe den verteidigt?<br />
Soll man von mir sagen, auch ich sei so?<br />
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!<br />
Nein, das ist mir nicht mÃ¶glich!</p>
<p>Bertolt Brecht, 1937</p>
<p><a href="https://www.focus.de/finanzen/boerse/boersencrash-als-guenstigen-einstieg-nutzen-finanzprofi-glaubt-dax-wird-noch-tiefer-fallen-aber-das-ist-egal_id_11762006.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/finanzen/boerse/boersencrash-als-guenstigen-einstieg-nutzen-finanzprofi-glaubt-dax-wird-noch-tiefer-fallen-aber-das-ist-egal_id_11762006.html</a></p>
<p><a href="https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/usa-schmelztiegel/" rel="nofollow">https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/usa-schmelztiegel/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-425981</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2017 11:36:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-425981</guid>
		<description>Eingeordnet in das durchprÃ¼fte System

    Eingeordnet in das durchprÃ¼fte System meiner Beziehungen
    Ein elastisches Netz, vermeide ich seit langem
    Neue Begegnungen. Emsig bemÃ¼ht, niemals
    Durch Belastungen meine Freunde zu erproben
    Oder ihnen besondere
    Funktionen zu geben
    Halte ich mich an das MÃ¶gliche.
    Solange ich nicht falle
    Werde ich nicht das UnmÃ¶gliche verlangen
    Solange ich nicht schwach werde
    Werde ich der SchwÃ¤che nicht begegnen.
    Aber die neuen Leute mÃ¶gen
    Von anderen geschÃ¤tzt werden.
    - Bertolt Brecht

   

    Wer A sagt, muÃŸ nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daÃŸ A falsch war.
    - Bertolt Brecht

    Sie sÃ¤gten die Ã„ste ab, auf denen sie saÃŸen
    Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
    Wie man schneller sÃ¤gen kÃ¶nnte, und fuhren
    Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
    SchÃ¼ttelten die KÃ¶pfe beim SÃ¤gen und
    SÃ¤gten weiter.
    - Bertolt Brecht, Exil, III</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eingeordnet in das durchprÃ¼fte System</p>
<p>    Eingeordnet in das durchprÃ¼fte System meiner Beziehungen<br />
    Ein elastisches Netz, vermeide ich seit langem<br />
    Neue Begegnungen. Emsig bemÃ¼ht, niemals<br />
    Durch Belastungen meine Freunde zu erproben<br />
    Oder ihnen besondere<br />
    Funktionen zu geben<br />
    Halte ich mich an das MÃ¶gliche.<br />
    Solange ich nicht falle<br />
    Werde ich nicht das UnmÃ¶gliche verlangen<br />
    Solange ich nicht schwach werde<br />
    Werde ich der SchwÃ¤che nicht begegnen.<br />
    Aber die neuen Leute mÃ¶gen<br />
    Von anderen geschÃ¤tzt werden.<br />
    - Bertolt Brecht</p>
<p>    Wer A sagt, muÃŸ nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daÃŸ A falsch war.<br />
    - Bertolt Brecht</p>
<p>    Sie sÃ¤gten die Ã„ste ab, auf denen sie saÃŸen<br />
    Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,<br />
    Wie man schneller sÃ¤gen kÃ¶nnte, und fuhren<br />
    Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,<br />
    SchÃ¼ttelten die KÃ¶pfe beim SÃ¤gen und<br />
    SÃ¤gten weiter.<br />
    - Bertolt Brecht, Exil, III</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-371849</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 14:08:24 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-371849</guid>
		<description>http://www.spiegel.de/einestages/uebersetzer-eric-bentley-bertolt-brecht-und-hanns-eisler-schwere-jahre-im-us-exil-a-1110414.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/einestages/uebersetzer-eric-bentley-bertolt-brecht-und-hanns-eisler-schwere-jahre-im-us-exil-a-1110414.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/einestages/uebersetzer-eric-bentley-bertolt-brecht-und-hanns-eisler-schwere-jahre-im-us-exil-a-1110414.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-309369</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 May 2016 12:12:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-309369</guid>
		<description>Der Kommentar zum Tage von Bertolt Brecht:

Ach, diese Stimmen ihrer Frauen aus den Schalldosen!
So sang man (bewahrt diese Platten auf!) im goldenen Zeitalter!

Noch werden Schallplatten verkauft, freilich wenige
Doch was erzÃ¤hlen uns diese Ziegen eigentlich, die nicht Singen gelernt haben?

Was ist der Sinn dieser GesÃ¤nge?

Welch ein Bankrott! Wie ist da ein groÃŸer Ruhm verschollen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kommentar zum Tage von Bertolt Brecht:</p>
<p>Ach, diese Stimmen ihrer Frauen aus den Schalldosen!<br />
So sang man (bewahrt diese Platten auf!) im goldenen Zeitalter!</p>
<p>Noch werden Schallplatten verkauft, freilich wenige<br />
Doch was erzÃ¤hlen uns diese Ziegen eigentlich, die nicht Singen gelernt haben?</p>
<p>Was ist der Sinn dieser GesÃ¤nge?</p>
<p>Welch ein Bankrott! Wie ist da ein groÃŸer Ruhm verschollen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-297835</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2016 15:35:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-297835</guid>
		<description>Es gibt Meschen, die kÃ¤mpfen einen Tag, und sie sind gut.
Es gibt andere, die kÃ¤mpfen ein Jahr und sind besser.
Es gibt Menschen, die kÃ¤mpfen viele Jahre und sind sehr gut.
Aber es gibt Menschen, die kÃ¤mpfen ihr Leben lang:
Das sind die Unersetzlichen.

Bertolt Brecht</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Meschen, die kÃ¤mpfen einen Tag, und sie sind gut.<br />
Es gibt andere, die kÃ¤mpfen ein Jahr und sind besser.<br />
Es gibt Menschen, die kÃ¤mpfen viele Jahre und sind sehr gut.<br />
Aber es gibt Menschen, die kÃ¤mpfen ihr Leben lang:<br />
Das sind die Unersetzlichen.</p>
<p>Bertolt Brecht</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-260225</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2015 11:58:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-260225</guid>
		<description>Bertolt Brecht hat wie kein anderer den Sozialkitsch entlarvt. In der "Dreigroschoper" zeigt er minutiÃ¶s auf, wie der BettlerkÃ¶nig Peachum "Die fÃ¼nf Grundtypen des Elends, die geeignet sind das menschliche Herz zu rÃ¼hren" ausstaffiert und kalkuliert auf die Menschen ansetzt. Brecht stellt voran: "Um der zunehmenden VerhÃ¤rtung der Menschen zu begegnen, hatte der GeschÃ¤ftsmann J. Peachum einen Laden erÃ¶ffnet, in dem die Elendsten der Elenden jenes Aussehen erhielten, das zu den immer verstockteren Herzen sprach.â€œ Der groÃŸartige Fritz Rasp spielt in der Verfllmung von 1931 den Peachum, der grandiose Ernst Busch als MoritatensÃ¤nger lÃ¤utet ein. Ab 42.50 UNBEDINGT ansehen, zumindest zwischen 44.30 und 47.30 - die ganze Szene geht bis 49.50. Wie Reich-Ranicki oder auch Biermann sagten: Brecht war nie ein Kommunist, die Ideologie bildete lediglich das Hintergrundrauschen fÃ¼r seine Kunst. So ist es. https://www.youtube.com/watch?v=eUgkrlL8GkE</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bertolt Brecht hat wie kein anderer den Sozialkitsch entlarvt. In der &#8220;Dreigroschoper&#8221; zeigt er minutiÃ¶s auf, wie der BettlerkÃ¶nig Peachum &#8220;Die fÃ¼nf Grundtypen des Elends, die geeignet sind das menschliche Herz zu rÃ¼hren&#8221; ausstaffiert und kalkuliert auf die Menschen ansetzt. Brecht stellt voran: &#8220;Um der zunehmenden VerhÃ¤rtung der Menschen zu begegnen, hatte der GeschÃ¤ftsmann J. Peachum einen Laden erÃ¶ffnet, in dem die Elendsten der Elenden jenes Aussehen erhielten, das zu den immer verstockteren Herzen sprach.â€œ Der groÃŸartige Fritz Rasp spielt in der Verfllmung von 1931 den Peachum, der grandiose Ernst Busch als MoritatensÃ¤nger lÃ¤utet ein. Ab 42.50 UNBEDINGT ansehen, zumindest zwischen 44.30 und 47.30 - die ganze Szene geht bis 49.50. Wie Reich-Ranicki oder auch Biermann sagten: Brecht war nie ein Kommunist, die Ideologie bildete lediglich das Hintergrundrauschen fÃ¼r seine Kunst. So ist es. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=eUgkrlL8GkE" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=eUgkrlL8GkE</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-140539</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 07:19:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/09/01/907.html#comment-140539</guid>
		<description>Tja.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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