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	<title>Kommentare zu: Endlosschleife</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Fri, 01 May 2026 19:18:25 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html#comment-268654</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2015 04:29:55 +0000</pubDate>
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		<description>Sibylle Berg - Unendlichkeit birgt keinen Trost. Es macht nur das Leiden ewig. Immer wartete man als junger Mensch. Darauf, dass die Liebe kommt, die Einsicht oder der versprochene SpaÃŸ. Der kommt selten. Wie GlÃ¼ck in kleinen Dosen, ab und zu. Unerwartet. Und dann ist er wieder weg. Aber wie alle Serotoninfluten im Hirn, will man mehr davon. Und sÃ¤uft, und hat Sex, aber SpaÃŸ macht es auch nur bedingt.

Denn auf den Rausch folgt wieder das Ratlossein. Irgendwann, meist Ã¼ber Nacht, wird man Ã¤lter und erkennt. Man erkennt Das-sich-wichtig-Nehmen, das Zentrum-der-Welt-Sein, das Streben nach Macht und Ruhm, die Selbstoptimierung und die Verbesserung des Status als das was es ist: Quatsch. Eine Fehlleistung des menschlichen Gehirns, fÃ¼r die Evolution wichtig, fÃ¼r den einzelnen Humbug. Da sitzt man in seiner Optimierung und zÃ¤hlt die Geburtstage, bis alles vorbei ist, und die Sinnlosigkeit weht durch die geÃ¶ffneten bodentiefen Fenster, der Damast blÃ¤ht sich. Und das war es also, fragt man sich, wenn man gescheit ist.

SpaÃŸ kann einen retten

Das war also, was mÃ¶glich ist. Ein bisschen Damast und ein Auto vor dem Schuppen, Schuppen in den Haaren. Und der KÃ¶rper. Vergiss den KÃ¶rper, er ist nicht wichtig. Alle bejaulen den Verfall des Fleisches, aber was doch wirklich zÃ¤hlt im Ã„lterwerden, ist der Verfall der Hoffnung. Auf Wunder wartet man nicht mehr, auf Liebe oder GlÃ¼ck, oder dass man als einzige nicht Ã¤lter wird, unsterblich ist, darauf wartet man nicht mehr, und wenn das passiert, ist die Krise da, von der man angenommen hatte, sie erwischt nur die anderen, wie auch der Tod nur Fremde holt.

Die Krise dauert unendlich an. Sie besteht aus Seufzen, Wiederholung und: Oh, ist schon wieder Herbst? Sie besteht aus Freunden, die sterben, und jungen Menschen, die in der Tram aufstehen, sie besteht aus Weinenwollen oder Schreien, weil man die Sterblichkeit verstanden hat, aber nicht sterblich sein will, weil es doch gerade erst angefangen hat, SpaÃŸ zu machen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/spassgesellschaft-hallo-guten-tag-ich-bin-der-humor-kolumne-a-1055727.html#ref=meinunghp</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sibylle Berg - Unendlichkeit birgt keinen Trost. Es macht nur das Leiden ewig. Immer wartete man als junger Mensch. Darauf, dass die Liebe kommt, die Einsicht oder der versprochene SpaÃŸ. Der kommt selten. Wie GlÃ¼ck in kleinen Dosen, ab und zu. Unerwartet. Und dann ist er wieder weg. Aber wie alle Serotoninfluten im Hirn, will man mehr davon. Und sÃ¤uft, und hat Sex, aber SpaÃŸ macht es auch nur bedingt.</p>
<p>Denn auf den Rausch folgt wieder das Ratlossein. Irgendwann, meist Ã¼ber Nacht, wird man Ã¤lter und erkennt. Man erkennt Das-sich-wichtig-Nehmen, das Zentrum-der-Welt-Sein, das Streben nach Macht und Ruhm, die Selbstoptimierung und die Verbesserung des Status als das was es ist: Quatsch. Eine Fehlleistung des menschlichen Gehirns, fÃ¼r die Evolution wichtig, fÃ¼r den einzelnen Humbug. Da sitzt man in seiner Optimierung und zÃ¤hlt die Geburtstage, bis alles vorbei ist, und die Sinnlosigkeit weht durch die geÃ¶ffneten bodentiefen Fenster, der Damast blÃ¤ht sich. Und das war es also, fragt man sich, wenn man gescheit ist.</p>
<p>SpaÃŸ kann einen retten</p>
<p>Das war also, was mÃ¶glich ist. Ein bisschen Damast und ein Auto vor dem Schuppen, Schuppen in den Haaren. Und der KÃ¶rper. Vergiss den KÃ¶rper, er ist nicht wichtig. Alle bejaulen den Verfall des Fleisches, aber was doch wirklich zÃ¤hlt im Ã„lterwerden, ist der Verfall der Hoffnung. Auf Wunder wartet man nicht mehr, auf Liebe oder GlÃ¼ck, oder dass man als einzige nicht Ã¤lter wird, unsterblich ist, darauf wartet man nicht mehr, und wenn das passiert, ist die Krise da, von der man angenommen hatte, sie erwischt nur die anderen, wie auch der Tod nur Fremde holt.</p>
<p>Die Krise dauert unendlich an. Sie besteht aus Seufzen, Wiederholung und: Oh, ist schon wieder Herbst? Sie besteht aus Freunden, die sterben, und jungen Menschen, die in der Tram aufstehen, sie besteht aus Weinenwollen oder Schreien, weil man die Sterblichkeit verstanden hat, aber nicht sterblich sein will, weil es doch gerade erst angefangen hat, SpaÃŸ zu machen. <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/spassgesellschaft-hallo-guten-tag-ich-bin-der-humor-kolumne-a-1055727.html#ref=meinunghp" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/spassgesellschaft-hallo-guten-tag-ich-bin-der-humor-kolumne-a-1055727.html#ref=meinunghp</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html#comment-144871</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 10:40:45 +0000</pubDate>
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		<description>Etwas MerkwÃ¼rdiges war geschehen: Die ihrem Wesen nach antikapitalistische Haltung der 68er, ihr Individualismus und ihre Selbstfindungsorgien lieÃŸen sich ausgerechnet mit dem "Immer mehr, immer schneller" des Kapitalismus kombinieren. Buchautor Schrenk beschreibt das PhÃ¤nomen so: "Wenn junge Banker oder Architekten heute Ã¼ber ihren Beruf reden, dann verwenden sie beinahe dieselben WÃ¶rter wie die Hippies in Woodstock: Selbstverwirklichung, besseres Leben, GlÃ¼ck, VerÃ¤nderung und SpaÃŸ." &lt;a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,673557,00.html" rel="nofollow"&gt;Love and Peace als Mittel zur Steigerung der ProduktivitÃ¤t.&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas MerkwÃ¼rdiges war geschehen: Die ihrem Wesen nach antikapitalistische Haltung der 68er, ihr Individualismus und ihre Selbstfindungsorgien lieÃŸen sich ausgerechnet mit dem &#8220;Immer mehr, immer schneller&#8221; des Kapitalismus kombinieren. Buchautor Schrenk beschreibt das PhÃ¤nomen so: &#8220;Wenn junge Banker oder Architekten heute Ã¼ber ihren Beruf reden, dann verwenden sie beinahe dieselben WÃ¶rter wie die Hippies in Woodstock: Selbstverwirklichung, besseres Leben, GlÃ¼ck, VerÃ¤nderung und SpaÃŸ.&#8221; <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,673557,00.html" rel="nofollow">Love and Peace als Mittel zur Steigerung der ProduktivitÃ¤t.</a></p>
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		<title>Von: Tanja Krienen</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html#comment-97654</link>
		<dc:creator>Tanja Krienen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 15:23:09 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html#comment-97654</guid>
		<description>Danke!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke!</p>
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	<item>
		<title>Von: HundegezÃ¼cht</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html#comment-97641</link>
		<dc:creator>HundegezÃ¼cht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 14:32:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/07/25/883.html#comment-97641</guid>
		<description>Sehr gut Tanja, 1+.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gut Tanja, 1+.</p>
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