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	<title>Kommentare zu: Placebo oder Selbst Anna Blume kriegt keinen grünen Vogel nicht</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html</link>
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	<pubDate>Mon, 21 May 2012 23:07:18 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-144899</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 08:00:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-144899</guid>
		<description>&lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,675190,00.html" rel="nofollow"&gt;Die Briten sind nicht immer die Besten!&lt;/a&gt; Ich liebe alles Britische!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,675190,00.html" rel="nofollow">Die Briten sind nicht immer die Besten!</a> Ich liebe alles Britische!</p>
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		<title>Von: TK</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-96178</link>
		<dc:creator>TK</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2007 19:28:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-96178</guid>
		<description>Nach 2 1/2 Monaten habe ich diesen Text einmal wieder gelesen, und finde ihn: unbeschreiblich einzigartig. Nirgendwo findet man selbiges. Dies gewiss, quäle ich mich, ungewiss, weiter zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 2 1/2 Monaten habe ich diesen Text einmal wieder gelesen, und finde ihn: unbeschreiblich einzigartig. Nirgendwo findet man selbiges. Dies gewiss, quäle ich mich, ungewiss, weiter zu machen.</p>
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		<title>Von: Tanja Krienen</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-76536</link>
		<dc:creator>Tanja Krienen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2007 07:05:41 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-76536</guid>
		<description>Irgendwie ist der CAMPO-Blog den Spiegel-Titelthemen immer um ein paar Wochen voraus. Komisch. Woher das nur kommt? Jedenfalls war in der letzten Woche "Die Heilkraft der Einbildung" dran. Zwar meine ich, dass man prinzipiell mit einer handvoll Aspirin im Monat auskommen und sich tunlichst drei Mal überlegen sollte, ob man gewöhnliche Wehwehchen sogleich mit Pillen kuriert, aber die Gleichsetzung der homöopathischen und Placebo-Verabreichungen mit der wirklich seriösen Medizin, gehört in den von mir schon häufig kritisierten Bereich der Tendenz, die ich als "Esoterisierung der Wissenschaft" beschrieb, und die ja auch z.B. in der Psychologie, der Genetik und Biologie, wo Meinungen jene Fakten ersetzen, die dem Bauchgefühler das Recht des Dümmereen auf Überlegenheit suggerieren, angewandt werden.

Die Gleichzeitung von Mittelalter und Moderne, ein Kriterium für Faschismus, wie es Karl Kraus in der "Dritten Walpurgisnacht" beschrieb. So aber freut sich der Spiegel: "Das Fazit aus Deutschland passt zu den Erfahrungen, wie sie der Arzt und Medizinanthropologe Cecil Helman in anderen Teilen der Welt gesammelt hat. Er hat Schamanen in Südamerika und Afrika studiert, ein Lehrbuch zum Zusammenhang von Kultur und Gesundheit vorgelgt. Medizin ist in allen Kulturen ein Bühnenstück, hat Helman erkannt: `Die Praxis des Doktors, die Krankenstation, der heilige Schrein oder die Hütte des Naturheilers können wir mit dem Theater vergleichen, voll mit Kulissen, Requisiten, Kostümen und Drehbuch.`

Alles wirkt gleich. Gut. Na wenn das so ist, haben wir noch weiteren Grund den afrikanischen Kontinent sich selbst zu überlassen. Ihre Gesundheit dort, ist ja schon jetzt beispielhaft, nicht wahr? Oh großer Schmanitu der du bist im Trommelholz der springenden Fellweste!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie ist der CAMPO-Blog den Spiegel-Titelthemen immer um ein paar Wochen voraus. Komisch. Woher das nur kommt? Jedenfalls war in der letzten Woche &#8220;Die Heilkraft der Einbildung&#8221; dran. Zwar meine ich, dass man prinzipiell mit einer handvoll Aspirin im Monat auskommen und sich tunlichst drei Mal überlegen sollte, ob man gewöhnliche Wehwehchen sogleich mit Pillen kuriert, aber die Gleichsetzung der homöopathischen und Placebo-Verabreichungen mit der wirklich seriösen Medizin, gehört in den von mir schon häufig kritisierten Bereich der Tendenz, die ich als &#8220;Esoterisierung der Wissenschaft&#8221; beschrieb, und die ja auch z.B. in der Psychologie, der Genetik und Biologie, wo Meinungen jene Fakten ersetzen, die dem Bauchgefühler das Recht des Dümmereen auf Überlegenheit suggerieren, angewandt werden.</p>
<p>Die Gleichzeitung von Mittelalter und Moderne, ein Kriterium für Faschismus, wie es Karl Kraus in der &#8220;Dritten Walpurgisnacht&#8221; beschrieb. So aber freut sich der Spiegel: &#8220;Das Fazit aus Deutschland passt zu den Erfahrungen, wie sie der Arzt und Medizinanthropologe Cecil Helman in anderen Teilen der Welt gesammelt hat. Er hat Schamanen in Südamerika und Afrika studiert, ein Lehrbuch zum Zusammenhang von Kultur und Gesundheit vorgelgt. Medizin ist in allen Kulturen ein Bühnenstück, hat Helman erkannt: `Die Praxis des Doktors, die Krankenstation, der heilige Schrein oder die Hütte des Naturheilers können wir mit dem Theater vergleichen, voll mit Kulissen, Requisiten, Kostümen und Drehbuch.`</p>
<p>Alles wirkt gleich. Gut. Na wenn das so ist, haben wir noch weiteren Grund den afrikanischen Kontinent sich selbst zu überlassen. Ihre Gesundheit dort, ist ja schon jetzt beispielhaft, nicht wahr? Oh großer Schmanitu der du bist im Trommelholz der springenden Fellweste!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-65048</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 05:32:41 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-65048</guid>
		<description>Danke! Ich schließe mich dem an: der Text ist gut, ich meine: meiner! Allerdings ist er etwas uneinheitlich, man könnte auch sagen: er entwickelt sich. Sollte es zunächst eine ernsthaftere, natürlich trotzdem essaygemäße Analyse sein, rutschte ich plötzlich - ich weiß nicht wie mir geschah - in einen dadaistischen Duktus. Man fragt sich manchmal, wo das herkommt. Ach, was könnte man dazu, &lt;a rel="nofollow" href="http://www.scaldra.net/philosophie/eccehomo/III.html" rel="nofollow"&gt;selbsterhöhend, mit Nietzsche&lt;/a&gt;, noch alles sagen? Aber wie zwinkert man in Schriftform mit dem Auge?

Dada und Artverwandtes, Stichwort Tinguely, den du ja ganz oben erwähntest. Es war - wie immer - kurz nach letzten Krieg, als ich - ach, ich stelle das eminent "wichtige Werk", das Wichtigwerk, mal ein.

&lt;img width="638" height="702" id="image844" alt="tin.jpg" src="http://www.campodecriptana.de/wp-content/uploads/2007/06/tin.jpg" /&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke! Ich schließe mich dem an: der Text ist gut, ich meine: meiner! Allerdings ist er etwas uneinheitlich, man könnte auch sagen: er entwickelt sich. Sollte es zunächst eine ernsthaftere, natürlich trotzdem essaygemäße Analyse sein, rutschte ich plötzlich - ich weiß nicht wie mir geschah - in einen dadaistischen Duktus. Man fragt sich manchmal, wo das herkommt. Ach, was könnte man dazu, <a rel="nofollow" href="http://www.scaldra.net/philosophie/eccehomo/III.html" rel="nofollow">selbsterhöhend, mit Nietzsche</a>, noch alles sagen? Aber wie zwinkert man in Schriftform mit dem Auge?</p>
<p>Dada und Artverwandtes, Stichwort Tinguely, den du ja ganz oben erwähntest. Es war - wie immer - kurz nach letzten Krieg, als ich - ach, ich stelle das eminent &#8220;wichtige Werk&#8221;, das Wichtigwerk, mal ein.</p>
<p><img width="638" height="702" id="image844" alt="tin.jpg" src="http://www.campodecriptana.de/wp-content/uploads/2007/06/tin.jpg" /></p>
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	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-64983</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jun 2007 19:25:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2007/06/09/841.html#comment-64983</guid>
		<description>Schöner Text, und der auch:

Situationisten in Basel

Der Bär flattert schwach in südwestlicher Richtung.

Von einer Reise zur Ausstellung ›Die Situationistische Internationale 1957 bis 1972‹ im Tinguely-Museum in Basel schickte unser Freund Günther Gerstenberg den folgenden Bericht:

Der ältere Mann, der seit der Abfahrt vom Starnberger Bahnhof mir gegenüber sitzt, fühlt sich nicht wohl, ist beunruhigt. „Können Sie mir sagen, ob ich irgendwann umsteigen muss?“
Ich verneine. Enttäuscht lässt er sich in seinen Sitz zurückfallen. „Nicht einmal mehr Schaffner gibt es, die die Fahrkarten knipsen und die man fragen könnte.“ Er murmelt, dass der Apparat alles erdrücke.
„Der Apparat,“ frage ich. Er meint, „System“ sei ideologisch aufgeladen, spätestens seit der Nazi-Zeit, der Begriff „strukturelle Gewalt“ erläutere die Funktion, beschreibe aber nicht den Charakter.
Dann erzählt er, dass er einmal ein tiefgläubiger Katholik war, erzogen im Glauben und in der Demut. Heute sei ihm Religion völlig egal, die institutionalisierten Formen sowieso, aber sogar der reine Glaube sei ihm ganz und gar abhanden gekommen, sein Gewissen, das auf agnostischer Grundlage ruhe, habe er dafür aktiviert, aber, ja mei, der Mensch brauche halt Rituale.
„Damit schließen Sie mich aus der Gattung der Menschen aus.“
Er sieht mich etwas erschrocken an und korrigiert sich:
„Ich meine nicht das Individuum, aber Gruppen und Gesellschaften benötigen Rituale für die notwendig immer wieder zu erneuernde Selbstvergewisserung.“ Und die sei deshalb nötig, weil „der Apparat“ den Menschen seines eigenen Ichs beraube. Seine zweite Natur, die des Funktionierens, werde Schritt für Schritt zu seiner ersten Natur.
„Kann es sein, dass ich Sie richtig verstehe? Dem Individuum bleibt nicht übrig, als sein Karrieremuster mit allen nötigen Choreographien des Denkens, Handelns und Fühlens so auszubilden und kontinuierlich neu auszutarieren, damit er in der Konkurrenz besteht, weil er sich ja reproduzieren muss.“
„Klar,“ meint er, „und wer sich dem verweigert, der kommt unter die Räder, den spuckt der Apparat aus wie einen nutzlosen Kirschkern. Glauben Sie etwa, der Kapitalismus ist für die Menschen da?“
„Ja, und was bleibt jetzt? Wer kann was tun?“

Das alles steht im überaus lesenswerten "Schröder und Kalender Blog" in der ansonsten nicht so lesenswerten taz.

Wer es ganz lesen will, bitte:

http://taz.de/blogs/schroederkalender/2007/06/06/situationisten-in-basel/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schöner Text, und der auch:</p>
<p>Situationisten in Basel</p>
<p>Der Bär flattert schwach in südwestlicher Richtung.</p>
<p>Von einer Reise zur Ausstellung ›Die Situationistische Internationale 1957 bis 1972‹ im Tinguely-Museum in Basel schickte unser Freund Günther Gerstenberg den folgenden Bericht:</p>
<p>Der ältere Mann, der seit der Abfahrt vom Starnberger Bahnhof mir gegenüber sitzt, fühlt sich nicht wohl, ist beunruhigt. „Können Sie mir sagen, ob ich irgendwann umsteigen muss?“<br />
Ich verneine. Enttäuscht lässt er sich in seinen Sitz zurückfallen. „Nicht einmal mehr Schaffner gibt es, die die Fahrkarten knipsen und die man fragen könnte.“ Er murmelt, dass der Apparat alles erdrücke.<br />
„Der Apparat,“ frage ich. Er meint, „System“ sei ideologisch aufgeladen, spätestens seit der Nazi-Zeit, der Begriff „strukturelle Gewalt“ erläutere die Funktion, beschreibe aber nicht den Charakter.<br />
Dann erzählt er, dass er einmal ein tiefgläubiger Katholik war, erzogen im Glauben und in der Demut. Heute sei ihm Religion völlig egal, die institutionalisierten Formen sowieso, aber sogar der reine Glaube sei ihm ganz und gar abhanden gekommen, sein Gewissen, das auf agnostischer Grundlage ruhe, habe er dafür aktiviert, aber, ja mei, der Mensch brauche halt Rituale.<br />
„Damit schließen Sie mich aus der Gattung der Menschen aus.“<br />
Er sieht mich etwas erschrocken an und korrigiert sich:<br />
„Ich meine nicht das Individuum, aber Gruppen und Gesellschaften benötigen Rituale für die notwendig immer wieder zu erneuernde Selbstvergewisserung.“ Und die sei deshalb nötig, weil „der Apparat“ den Menschen seines eigenen Ichs beraube. Seine zweite Natur, die des Funktionierens, werde Schritt für Schritt zu seiner ersten Natur.<br />
„Kann es sein, dass ich Sie richtig verstehe? Dem Individuum bleibt nicht übrig, als sein Karrieremuster mit allen nötigen Choreographien des Denkens, Handelns und Fühlens so auszubilden und kontinuierlich neu auszutarieren, damit er in der Konkurrenz besteht, weil er sich ja reproduzieren muss.“<br />
„Klar,“ meint er, „und wer sich dem verweigert, der kommt unter die Räder, den spuckt der Apparat aus wie einen nutzlosen Kirschkern. Glauben Sie etwa, der Kapitalismus ist für die Menschen da?“<br />
„Ja, und was bleibt jetzt? Wer kann was tun?“</p>
<p>Das alles steht im überaus lesenswerten &#8220;Schröder und Kalender Blog&#8221; in der ansonsten nicht so lesenswerten taz.</p>
<p>Wer es ganz lesen will, bitte:</p>
<p><a href="http://taz.de/blogs/schroederkalender/2007/06/06/situationisten-in-basel/" rel="nofollow">http://taz.de/blogs/schroederkalender/2007/06/06/situationisten-in-basel/</a></p>
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