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	<title>Kommentare zu: â€žFresst Brecht!â€œ, mit anschlieÃŸendem Brechfest zum Brecht-Fest</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 14:03:30 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-959821</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2022 04:21:58 +0000</pubDate>
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		<description>https://www.achgut.com/artikel/muenchner_kammerspiele_klassiker_gehen_gar_nicht_mehr</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.achgut.com/artikel/muenchner_kammerspiele_klassiker_gehen_gar_nicht_mehr" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/muenchner_kammerspiele_klassiker_gehen_gar_nicht_mehr</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-403264</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2017 05:07:50 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-403264</guid>
		<description>Allerdings waren nicht alle restlos glÃ¼cklich: Nach der Kritik von Satiriker Jan BÃ¶hmermann an der Echo-Verleihung erwiderte Toten-Hosen-SÃ¤nger Campino auf der BÃ¼hne: "Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann". Er sprach auch von "BÃ¶hmermannschem Zeitgeistgeplapper".

BÃ¶hmermann hatte kurz vor der Gala in seiner Sendung Neo Magazin Royale von "seelenloser Kommerzkacke" gesprochen, die der Echo immer wieder ehre. Dabei nahm er besonders den zweifach nominierten SÃ¤nger Max Giesinger aufs Korn. Bereits 2014 hatte BÃ¶hmermann sich auch Ã¼ber Campino lustig gemacht.  http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-2017-campino-nennt-jan-boehmermann-arschloch-a-1142247.html

http://www.express.de/news/promi-und-show/echo-2017-das-sagt-max-giesinger-zum-boehmermann-bashing-26675646

Klasse BÃ¶hmermann! - https://www.youtube.com/watch?v=L-MRZReG7yo

Eckh. Franke Rettet B.B.!




X Nein, was Castorf da aus Bertolt Brechts StÃ¼ck â€žLeben des Galileo Galileiâ€œ auf die BÃ¼hne des Brecht-Theaters in Berlin gebracht hat, war fÃ¼r Viele nicht auszuhalten. Um uns herum lichteten sich die PlÃ¤tze schon vor der Pause.

Der geniale Galileo Galilei, um seinen Unterhalt kÃ¤mpfend, verbessert ein Fernrohr. Mit diesem Instrument gelingen ihm 1610 Beweise, die das Weltbild widerlegen, in dem alles sich um Gott und seine SchÃ¶pfung, die Menschen, dreht. Die KirchenfÃ¼rsten drohen mit dem Scheiterhaufen, unerwartet widerruft Galilei. Er kann deshalb seine Forschungen fortsetzen und sie nach Holland schmuggeln lassen, wo sie verÃ¶ffentlicht werden. Der moralisierende KleinbÃ¼rger Castorf kann diese List nur als Verrat empfinden und konfrontiert bewusst den Originaltext Brecht â€“ hervorragend gespielt von JÃ¼rgen Holtz als Galileo â€“ mit Schreierei, Kotzerei, Szenen des Wahnsinns des erklÃ¤rten Anarchisten Artaud. Als Frau Sarti (HaushÃ¤lterin Galileos) im wahrsten Sinne ScheiÃŸe frisst, verlassen die ersten Zuschauer das Theater. Dem wissenschaftlichen Theater von Brecht setzt Castorf bewusst das metaphysische und mystische des Herrn Artaud entgegen, dessen Kritik am Kapitalismus steckenbleibt im Blick zurÃ¼ck anstatt nach vorn. UnfÃ¤hig zur Negation der Negation des Bestehenden, also nach vorne zum echten Sozialismus, sucht er ErlÃ¶sung im Ritus der schwarzen Sonne der Tarahumara-Indianer Mexikos, die mit der Droge Peyote die Welt beschwÃ¶ren anstatt sie zu verÃ¤ndern. 

Es hÃ¤tte noch ein Schuh draus werden kÃ¶nnen, hÃ¤tte Castorf dem Publikum gezeigt, wie wir mit Brecht auf der Grundlage des dialektischen Materialismus den rÃ¼ckwÃ¤rts gewandten Inhalt von Artaud Ã¼berwinden kÃ¶nnen. Das wÃ¤re hilfreich gegen den heute grassierenden Irrweg der â€žspirituellen Revolutionâ€œ, der viele fortschrittliche Menschen verwirrt. Nein: Das StÃ¼ck erschlÃ¤gt den revolutionÃ¤ren Inhalt des Originals. Es ist nicht nur Effekthascherei, sondern objektiv reaktionÃ¤r.  

Der frÃ¼he Brecht â€“ ein Nietzeaner

Der frÃ¼he Brecht â€“ ein Nietzscheaner

Der Brechtabend auf ARTE, den ich nur halb durchhielt, befriedigte wenig. Zuviel Beziehungskram, zuviel Menschelndes, â€“ und dann diese Sprechweise deutscher Schauspieler â€“ leise, abgehackt, immer willig winzig, statt gewollt â€“ die SchweighÃ¶ferei, sie ist so deutsch wie mÃ¤ÃŸig. Der Brecht im Dreigroschenfilm aus dem letzten Jahr, gespielt von Lars Eidinger, traf um LÃ¤ngen besser. Tom Schilling fehlte es an allem: Bezug, GrÃ¶ÃŸe, Sprache, VerstÃ¤ndnis.***

Erfreulich waren die Nietzschebilder, die man zu unterschiedlichsten Zeiten an Brechts WÃ¤nden entdecken konnte. Da passte der Schuh, der mir in den frÃ¼hen StÃ¼cken jedoch nicht passt. Komisch, verwirrend. Jedenfalls: Zu seinem 50. Todestag schrieb ich: â€žBrecht lebt, besser: sollte leben. Wenn die Faulheit und DenkfÃ¤higkeit von Schauspielern, Regisseuren und Publikumsdarstellern, die LÃ¼ge und UnzulÃ¤nglichkeit in der Darstellung benÃ¶tigt und hervorbringt, so ist dies schwer zu Ã¤ndern. Ein Anfang ist gemacht, wenn wir diese Wahrheit benennen, auch wenn sie schon wie Asche in unserem Mund ist. Das gilt natÃ¼rlich auch fÃ¼r den Weg zum Frieden, der weder â€“ nach Brecht â€“ ein rein pazifistischer, noch ein widerspruchsfreier sein kann.â€œ

*** Heute sah ich den 2. Teil via ARTEs Internetseite. Erheblich besser als der erste, verkÃ¶rpern Burkhart KlauÃŸner und die groartige Adele Neuhauser Brecht und die Weigel sehr nachvollziehbar. Der zweite Teil geht auch inhaltlich tiefer.
https://www.youtube.com/watch?v=KgwqHrVgHBo. 23.3.19
https://www.dwdl.de/meinungen/71538/brechtzweiteiler_am_unmoeglichen_gescheitert/

Und Schmul Meier bleibt verschwunden
Wie so mancher reiche Mann
Und sein Geld hat Mackie Messer
Dem man nichts beweisen kann.  https://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-von-gabor-steingart-der-totentanz-der-spd-die-neuen-parteichefs-stehen-gedanklich-verhaermt-vor-uns_id_11412530.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Allerdings waren nicht alle restlos glÃ¼cklich: Nach der Kritik von Satiriker Jan BÃ¶hmermann an der Echo-Verleihung erwiderte Toten-Hosen-SÃ¤nger Campino auf der BÃ¼hne: &#8220;Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann&#8221;. Er sprach auch von &#8220;BÃ¶hmermannschem Zeitgeistgeplapper&#8221;.</p>
<p>BÃ¶hmermann hatte kurz vor der Gala in seiner Sendung Neo Magazin Royale von &#8220;seelenloser Kommerzkacke&#8221; gesprochen, die der Echo immer wieder ehre. Dabei nahm er besonders den zweifach nominierten SÃ¤nger Max Giesinger aufs Korn. Bereits 2014 hatte BÃ¶hmermann sich auch Ã¼ber Campino lustig gemacht.  <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-2017-campino-nennt-jan-boehmermann-arschloch-a-1142247.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/musik/echo-2017-campino-nennt-jan-boehmermann-arschloch-a-1142247.html</a></p>
<p><a href="http://www.express.de/news/promi-und-show/echo-2017-das-sagt-max-giesinger-zum-boehmermann-bashing-26675646" rel="nofollow">http://www.express.de/news/promi-und-show/echo-2017-das-sagt-max-giesinger-zum-boehmermann-bashing-26675646</a></p>
<p>Klasse BÃ¶hmermann! - <a href="https://www.youtube.com/watch?v=L-MRZReG7yo" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=L-MRZReG7yo</a></p>
<p>Eckh. Franke Rettet B.B.!</p>
<p>X Nein, was Castorf da aus Bertolt Brechts StÃ¼ck â€žLeben des Galileo Galileiâ€œ auf die BÃ¼hne des Brecht-Theaters in Berlin gebracht hat, war fÃ¼r Viele nicht auszuhalten. Um uns herum lichteten sich die PlÃ¤tze schon vor der Pause.</p>
<p>Der geniale Galileo Galilei, um seinen Unterhalt kÃ¤mpfend, verbessert ein Fernrohr. Mit diesem Instrument gelingen ihm 1610 Beweise, die das Weltbild widerlegen, in dem alles sich um Gott und seine SchÃ¶pfung, die Menschen, dreht. Die KirchenfÃ¼rsten drohen mit dem Scheiterhaufen, unerwartet widerruft Galilei. Er kann deshalb seine Forschungen fortsetzen und sie nach Holland schmuggeln lassen, wo sie verÃ¶ffentlicht werden. Der moralisierende KleinbÃ¼rger Castorf kann diese List nur als Verrat empfinden und konfrontiert bewusst den Originaltext Brecht â€“ hervorragend gespielt von JÃ¼rgen Holtz als Galileo â€“ mit Schreierei, Kotzerei, Szenen des Wahnsinns des erklÃ¤rten Anarchisten Artaud. Als Frau Sarti (HaushÃ¤lterin Galileos) im wahrsten Sinne ScheiÃŸe frisst, verlassen die ersten Zuschauer das Theater. Dem wissenschaftlichen Theater von Brecht setzt Castorf bewusst das metaphysische und mystische des Herrn Artaud entgegen, dessen Kritik am Kapitalismus steckenbleibt im Blick zurÃ¼ck anstatt nach vorn. UnfÃ¤hig zur Negation der Negation des Bestehenden, also nach vorne zum echten Sozialismus, sucht er ErlÃ¶sung im Ritus der schwarzen Sonne der Tarahumara-Indianer Mexikos, die mit der Droge Peyote die Welt beschwÃ¶ren anstatt sie zu verÃ¤ndern. </p>
<p>Es hÃ¤tte noch ein Schuh draus werden kÃ¶nnen, hÃ¤tte Castorf dem Publikum gezeigt, wie wir mit Brecht auf der Grundlage des dialektischen Materialismus den rÃ¼ckwÃ¤rts gewandten Inhalt von Artaud Ã¼berwinden kÃ¶nnen. Das wÃ¤re hilfreich gegen den heute grassierenden Irrweg der â€žspirituellen Revolutionâ€œ, der viele fortschrittliche Menschen verwirrt. Nein: Das StÃ¼ck erschlÃ¤gt den revolutionÃ¤ren Inhalt des Originals. Es ist nicht nur Effekthascherei, sondern objektiv reaktionÃ¤r.  </p>
<p>Der frÃ¼he Brecht â€“ ein Nietzeaner</p>
<p>Der frÃ¼he Brecht â€“ ein Nietzscheaner</p>
<p>Der Brechtabend auf ARTE, den ich nur halb durchhielt, befriedigte wenig. Zuviel Beziehungskram, zuviel Menschelndes, â€“ und dann diese Sprechweise deutscher Schauspieler â€“ leise, abgehackt, immer willig winzig, statt gewollt â€“ die SchweighÃ¶ferei, sie ist so deutsch wie mÃ¤ÃŸig. Der Brecht im Dreigroschenfilm aus dem letzten Jahr, gespielt von Lars Eidinger, traf um LÃ¤ngen besser. Tom Schilling fehlte es an allem: Bezug, GrÃ¶ÃŸe, Sprache, VerstÃ¤ndnis.***</p>
<p>Erfreulich waren die Nietzschebilder, die man zu unterschiedlichsten Zeiten an Brechts WÃ¤nden entdecken konnte. Da passte der Schuh, der mir in den frÃ¼hen StÃ¼cken jedoch nicht passt. Komisch, verwirrend. Jedenfalls: Zu seinem 50. Todestag schrieb ich: â€žBrecht lebt, besser: sollte leben. Wenn die Faulheit und DenkfÃ¤higkeit von Schauspielern, Regisseuren und Publikumsdarstellern, die LÃ¼ge und UnzulÃ¤nglichkeit in der Darstellung benÃ¶tigt und hervorbringt, so ist dies schwer zu Ã¤ndern. Ein Anfang ist gemacht, wenn wir diese Wahrheit benennen, auch wenn sie schon wie Asche in unserem Mund ist. Das gilt natÃ¼rlich auch fÃ¼r den Weg zum Frieden, der weder â€“ nach Brecht â€“ ein rein pazifistischer, noch ein widerspruchsfreier sein kann.â€œ</p>
<p>*** Heute sah ich den 2. Teil via ARTEs Internetseite. Erheblich besser als der erste, verkÃ¶rpern Burkhart KlauÃŸner und die groartige Adele Neuhauser Brecht und die Weigel sehr nachvollziehbar. Der zweite Teil geht auch inhaltlich tiefer.<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KgwqHrVgHBo." rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=KgwqHrVgHBo.</a> 23.3.19<br />
<a href="https://www.dwdl.de/meinungen/71538/brechtzweiteiler_am_unmoeglichen_gescheitert/" rel="nofollow">https://www.dwdl.de/meinungen/71538/brechtzweiteiler_am_unmoeglichen_gescheitert/</a></p>
<p>Und Schmul Meier bleibt verschwunden<br />
Wie so mancher reiche Mann<br />
Und sein Geld hat Mackie Messer<br />
Dem man nichts beweisen kann.  <a href="https://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-von-gabor-steingart-der-totentanz-der-spd-die-neuen-parteichefs-stehen-gedanklich-verhaermt-vor-uns_id_11412530.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-von-gabor-steingart-der-totentanz-der-spd-die-neuen-parteichefs-stehen-gedanklich-verhaermt-vor-uns_id_11412530.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-401343</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 04:52:37 +0000</pubDate>
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		<description>https://www.pi-news.net/2017/03/tote-hose-campino-haette-pegida-teilnehmern-am-liebsten-auf-die-fresse-gehauen/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.pi-news.net/2017/03/tote-hose-campino-haette-pegida-teilnehmern-am-liebsten-auf-die-fresse-gehauen/" rel="nofollow">https://www.pi-news.net/2017/03/tote-hose-campino-haette-pegida-teilnehmern-am-liebsten-auf-die-fresse-gehauen/</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-398635</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2017 06:27:14 +0000</pubDate>
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		<description>Die Herosisierung des Asozialen - https://www.youtube.com/watch?v=2RsEOTC2cug</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Herosisierung des Asozialen - <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2RsEOTC2cug" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=2RsEOTC2cug</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-317280</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2016 11:31:03 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-317280</guid>
		<description>Text 1: Aufruf an die jungen Maler! (1920)

Ich bin durch einige Ausstellungen durchgegangen und habe mir die MÃ¼he gemacht, euer Elend auszuhalten, und habe mir gedacht: Es macht nichts, wenn die da verrecken, sie kÃ¶nnen noch einen FuÃŸtritt haben. Aber dann fiel mir ein die groÃŸe Menge derer, die von einer Leiche nicht fett wird, die gewaltig vielen Augen, die nicht gesÃ¤ttigt, die Gehirne, die nicht besÃ¤nftigt oder erregt werden, wie es sich gehÃ¶rt, und ich Ã¼berredete mich, euch zu verzeihen.

Ich sehe euch auf einem kleinen Bezirk weiden, auf dem kein Halm mehr wÃ¤chst, groÃŸe dumme, muhende KÃ¤lber, und ihr seid eher bereit, eure MÃ¤gen und Darmsysteme umzuarbeiten, als den Bezirk neuem Gras zu Ã¼berlassen, das eure viel zu vielen Hufe am Aufkeimen hindern. Ihr wollt lieber Luftfresser werden oder pflanzenartige Ungeheuer neuer Art als den Bezirk verlassen, auf dem eure MÃ¼tter gestorben sind, um ihn fÃ¼rderhin mit ihrem Aasgeruch zu verpesten.

Ich sage nicht, daÃŸ die alten Meister schlecht gearbeitet haben oder ihre Aufgabe nicht erfÃ¼llten. Ich glaube nur, daÃŸ sie ihre Aufgabe so vollstÃ¤ndig erfÃ¼llten, daÃŸ ihr euch schÃ¤men sollt, auf die alten Fragen immer wieder eine andere Antwort finden zu wollen, anstatt neue Fragen zu stellen.

Es ist gewiÃŸ peinlich, alle Wiesen immerzu grÃ¼n sehen zu mÃ¼ssen, nur weil meine Eltern beschlossen haben, sie sollen grÃ¼n sein. Es ist nett von euch, wenn ihr sie blau malt oder weiÃŸ, aber ich meine: es genÃ¼gt nicht. (FaustschlÃ¤ge sind besser als Langeweile, weil Langeweile schlechter als alles Ã¼brige ist.) Ich empfehle euch das Gegenteil.

Ihr sollt unsre Gewohnheiten malen. Ihr habt jahrhundertelang die Gewohnheiten derer gemalt, die ihr maltet. Eure letzte Mode war: eure eigenen Gewohnheiten zu malen. (Die Resultate waren fÃ¼r den Arzt und den Masochisten ergiebig!) Ich rate euch: die Gewohnheiten derer zu malen, die eure Bilder anschauen mÃ¼ssen.

Ich weiÃŸ nicht, wer von euch nur sich selbst befriedigen will, nicht das Publikum oder nicht auch das Publikum. (Dem bringe ich das Evangelium.) Allen andern bringe ich (auch) das Evangelium: denn wenn man tut, was man nicht lassen kann, ist es anstÃ¤ndig zu wissen, daÃŸ man es nicht lassen kann.

Wenn ihr also das Herrische malt, ist es anstÃ¤ndig fÃ¼r den Beschauer: zu wissen, daÃŸ er es nicht lassen kann, Brust herauszudrÃ¼cken und den Kopf in den Nacken zu werfen.

So schmeiÃŸe ich euch die Historie hin: FreÃŸt sie, Kinder! Aber schluckt nicht eure eignen ZÃ¤hne mit hinunter!  http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/brecht01.htm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Text 1: Aufruf an die jungen Maler! (1920)</p>
<p>Ich bin durch einige Ausstellungen durchgegangen und habe mir die MÃ¼he gemacht, euer Elend auszuhalten, und habe mir gedacht: Es macht nichts, wenn die da verrecken, sie kÃ¶nnen noch einen FuÃŸtritt haben. Aber dann fiel mir ein die groÃŸe Menge derer, die von einer Leiche nicht fett wird, die gewaltig vielen Augen, die nicht gesÃ¤ttigt, die Gehirne, die nicht besÃ¤nftigt oder erregt werden, wie es sich gehÃ¶rt, und ich Ã¼berredete mich, euch zu verzeihen.</p>
<p>Ich sehe euch auf einem kleinen Bezirk weiden, auf dem kein Halm mehr wÃ¤chst, groÃŸe dumme, muhende KÃ¤lber, und ihr seid eher bereit, eure MÃ¤gen und Darmsysteme umzuarbeiten, als den Bezirk neuem Gras zu Ã¼berlassen, das eure viel zu vielen Hufe am Aufkeimen hindern. Ihr wollt lieber Luftfresser werden oder pflanzenartige Ungeheuer neuer Art als den Bezirk verlassen, auf dem eure MÃ¼tter gestorben sind, um ihn fÃ¼rderhin mit ihrem Aasgeruch zu verpesten.</p>
<p>Ich sage nicht, daÃŸ die alten Meister schlecht gearbeitet haben oder ihre Aufgabe nicht erfÃ¼llten. Ich glaube nur, daÃŸ sie ihre Aufgabe so vollstÃ¤ndig erfÃ¼llten, daÃŸ ihr euch schÃ¤men sollt, auf die alten Fragen immer wieder eine andere Antwort finden zu wollen, anstatt neue Fragen zu stellen.</p>
<p>Es ist gewiÃŸ peinlich, alle Wiesen immerzu grÃ¼n sehen zu mÃ¼ssen, nur weil meine Eltern beschlossen haben, sie sollen grÃ¼n sein. Es ist nett von euch, wenn ihr sie blau malt oder weiÃŸ, aber ich meine: es genÃ¼gt nicht. (FaustschlÃ¤ge sind besser als Langeweile, weil Langeweile schlechter als alles Ã¼brige ist.) Ich empfehle euch das Gegenteil.</p>
<p>Ihr sollt unsre Gewohnheiten malen. Ihr habt jahrhundertelang die Gewohnheiten derer gemalt, die ihr maltet. Eure letzte Mode war: eure eigenen Gewohnheiten zu malen. (Die Resultate waren fÃ¼r den Arzt und den Masochisten ergiebig!) Ich rate euch: die Gewohnheiten derer zu malen, die eure Bilder anschauen mÃ¼ssen.</p>
<p>Ich weiÃŸ nicht, wer von euch nur sich selbst befriedigen will, nicht das Publikum oder nicht auch das Publikum. (Dem bringe ich das Evangelium.) Allen andern bringe ich (auch) das Evangelium: denn wenn man tut, was man nicht lassen kann, ist es anstÃ¤ndig zu wissen, daÃŸ man es nicht lassen kann.</p>
<p>Wenn ihr also das Herrische malt, ist es anstÃ¤ndig fÃ¼r den Beschauer: zu wissen, daÃŸ er es nicht lassen kann, Brust herauszudrÃ¼cken und den Kopf in den Nacken zu werfen.</p>
<p>So schmeiÃŸe ich euch die Historie hin: FreÃŸt sie, Kinder! Aber schluckt nicht eure eignen ZÃ¤hne mit hinunter!  <a href="http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/brecht01.htm" rel="nofollow">http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/brecht01.htm</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-258079</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2015 12:54:00 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-258079</guid>
		<description>http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/salzburger-festspiele-mackie-messer-von-julian-crouch-a-1047736.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/salzburger-festspiele-mackie-messer-von-julian-crouch-a-1047736.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/salzburger-festspiele-mackie-messer-von-julian-crouch-a-1047736.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-241175</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2015 15:42:46 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lob-der-monarchie-kolumne-von-jan-fleischhauer-a-1028453.html</description>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-237284</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2015 17:22:07 +0000</pubDate>
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		<description>Bertolt Brecht - Kleines Lied

Es war einmal ein Mann
Der fing das Trinken an
Mit achtzehn Jahren und -
Daran ging er zugrund.
Er starb mit achtzig Jahr
Woran, ist sonnenklar.

Es war einmal ein Kind
Das starb viel zu geschwind
Mit einem Jahr und -
Daran ging es zugrund.
Nie trank es: das ist klar
Und starb mit einem Jahr.

Daraus erkennt ihr wohl
Wie harmlos Alkohol...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bertolt Brecht - Kleines Lied</p>
<p>Es war einmal ein Mann<br />
Der fing das Trinken an<br />
Mit achtzehn Jahren und -<br />
Daran ging er zugrund.<br />
Er starb mit achtzig Jahr<br />
Woran, ist sonnenklar.</p>
<p>Es war einmal ein Kind<br />
Das starb viel zu geschwind<br />
Mit einem Jahr und -<br />
Daran ging es zugrund.<br />
Nie trank es: das ist klar<br />
Und starb mit einem Jahr.</p>
<p>Daraus erkennt ihr wohl<br />
Wie harmlos Alkohol&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-236385</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2015 07:51:16 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-236385</guid>
		<description>http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fotokopien_einer_ausstellung</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fotokopien_einer_ausstellung" rel="nofollow">http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fotokopien_einer_ausstellung</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/08/20/594.html#comment-234074</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2015 13:10:37 +0000</pubDate>
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		<description>So ist es, das Tote Hosen-Milieu, diese Helden fÃ¼r die Dummen:  Es gab Phasen, da rief er mehrmals am Tag an, weil ihm wieder etwas eingefallen war, zuletzt hÃ¤ufig aus irgendwelchen Emiraten am Golf, und es machte SpaÃŸ, ihm in seiner Begeisterung zuzuhÃ¶ren. - http://www.spiegel.de/kultur/musik/die-toten-hosen-manager-jochen-huelder-gestorben-a-1013276.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So ist es, das Tote Hosen-Milieu, diese Helden fÃ¼r die Dummen:  Es gab Phasen, da rief er mehrmals am Tag an, weil ihm wieder etwas eingefallen war, zuletzt hÃ¤ufig aus irgendwelchen Emiraten am Golf, und es machte SpaÃŸ, ihm in seiner Begeisterung zuzuhÃ¶ren. - <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/die-toten-hosen-manager-jochen-huelder-gestorben-a-1013276.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/musik/die-toten-hosen-manager-jochen-huelder-gestorben-a-1013276.html</a></p>
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