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	<title>Kommentare zu: Also sprach Friedrich Nietzsche</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html</link>
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	<pubDate>Mon, 21 May 2012 22:19:55 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html#comment-25708</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2006 08:17:19 +0000</pubDate>
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		<description>Dass Gott tot ist, weiß auch Papst Benedikt. Er versucht zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist. Doch ist es interessant, dass er dies mit ähnlichen Metaphern beschwört, wie es Nietzsche tat. Die Sinne werden angesprochen - beim Papst die Ohren, bei Nietzsche der Geruch und das Sehen. 

Benedikt: "Es gibt nicht nur die physische Gehörlosigkeit, die den Menschen weitgehend vom sozialen Leben abschneidet. Es gibt eine Schwerhörigkeit Gott gegenüber, an der wir gerade in dieser Zeit leiden. Wir können ihn einfach nicht mehr hören – zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr. Mit der Schwerhörigkeit oder gar Taubheit Gott gegenüber verliert sich natürlich auch unsere Fähigkeit, mit ihm und zu ihm zu sprechen. Das Evangelium erzählt uns, daß Jesus seine Finger in die Ohren des Tauben legte, etwas von seinem Speichel auf seine Zunge gab..."

Nietzsche, es selbst nicht fassend könnend das Gott tot ist, triumphiert nicht, sondern erschrickt. Doch die Fakten erscheinen ihm unumkehrbar: "Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittag eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: „Ich suche Gott! Ich suche Gott! Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht am Tage Laternen angezündet werden? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet."

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		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Gott tot ist, weiß auch Papst Benedikt. Er versucht zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist. Doch ist es interessant, dass er dies mit ähnlichen Metaphern beschwört, wie es Nietzsche tat. Die Sinne werden angesprochen - beim Papst die Ohren, bei Nietzsche der Geruch und das Sehen. </p>
<p>Benedikt: &#8220;Es gibt nicht nur die physische Gehörlosigkeit, die den Menschen weitgehend vom sozialen Leben abschneidet. Es gibt eine Schwerhörigkeit Gott gegenüber, an der wir gerade in dieser Zeit leiden. Wir können ihn einfach nicht mehr hören – zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr. Mit der Schwerhörigkeit oder gar Taubheit Gott gegenüber verliert sich natürlich auch unsere Fähigkeit, mit ihm und zu ihm zu sprechen. Das Evangelium erzählt uns, daß Jesus seine Finger in die Ohren des Tauben legte, etwas von seinem Speichel auf seine Zunge gab&#8230;&#8221;</p>
<p>Nietzsche, es selbst nicht fassend könnend das Gott tot ist, triumphiert nicht, sondern erschrickt. Doch die Fakten erscheinen ihm unumkehrbar: &#8220;Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittag eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: „Ich suche Gott! Ich suche Gott! Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht am Tage Laternen angezündet werden? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet.&#8221;</p>
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