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	<title>Kommentare zu: Also sprach Friedrich Nietzsche</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 17:10:54 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html#comment-192608</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2014 10:57:26 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html#comment-192608</guid>
		<description>Nochmal dies. Ich kritisiere VÃ¶lker oder Religionen, weil ich sie fÃ¼r unmodern und rÃ¼ckwÃ¤rstgewandt halte. Das MÃœSSEN wir auch tun und dÃ¼rfen nicht immer so beckmesserisch sein, wenn da mal Worte fallen, die heute aus bestimmten GrÃ¼nden aus dem Sprachgebrauch einfach herausgebrannt wurden. Doch vor allem mÃ¼ssen wir sehen, dass eine Verschmelzung dann nicht geschehen kann, wenn VÃ¶lker oder Bewegungen, Religionen und Kulturen dazu nicht reif sind. Ansonsten halte ich es mit Friedrich Nietzsche - -
Der europÃ¤ische Mensch und die Vernichtung der Nationen
Der Handel und die Industrie, der BÃ¼cher â€“ und Briefverkehr, die Gemeinsamkeit aller hÃ¶heren Kultur, diese UmstÃ¤nde bringen notwendig eine SchwÃ¤chung und zuletzt
eine Vernichtung der Nationen, mit sich. Langsam geht der Gang vorwÃ¤rts, trotz jeweiliger GegenstrÃ¶mungen: dieser kÃ¼nstliche Nationalismus ist Ã¼brigens gefÃ¤hrlich, und braucht List,
LÃ¼ge und Gewalt,um sich in Ansehen zu halten. Hat man das einmal erkannt, so soll man sich nur ungescheut als guten EuropÃ¤er ausgegeben und durch die Tat an der Verschmelzung der Nationen arbeiten.
Weil aber der Verkehr der Menschen immer kosmopolitischer werden muÃŸ so ist ein Heilmittel zu finden: es wird eine neue Sprache fÃ¼r alle geben, so gewiÃŸ als es einmal Luftschiffahrt gibt.
Mode und Modern
Ãœberall, wo noch die Unwissenheit, die Unreinlichkeit, der Aberglaube im Schwange sind, wo der Verkehr lahm, die Landwirtschaft armselig, die Priesterschaft mÃ¤chtig ist,
da finden sich auch noch die Nationaltrachten. Dagegen herrscht die Mode, wo die Anzeichen des Entgegengesetzten sich finden.
Die Mode ist also neben den Tugenden des jetzigen Europas zu finden. 
ZunÃ¤chst sagt die mÃ¤nnliche Bekleidung, welche modisch und nicht mehr national ist,
von dem, der sie trÃ¤gt, aus, daÃŸ der EuropÃ¤er nicht als Standes â€“ und Volksgenosse auffallen will.
Die europÃ¤ischen Frauen wollen auch das Nationale nicht und hassen es, als Deutsche, Franzosen, Russen an der Kleidung erkannt zu werden.
Hier, wo die Begriffe ,,modernâ€œ und ,,europÃ¤ischâ€œ fast gleich gesetzt sind, wird unter Europa viel mehr verstanden als das geographische Europa: namentlich gehÃ¶rt  Amerika hinzu, soweit es eben das Tochterland unserer Kultur ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal dies. Ich kritisiere VÃ¶lker oder Religionen, weil ich sie fÃ¼r unmodern und rÃ¼ckwÃ¤rstgewandt halte. Das MÃœSSEN wir auch tun und dÃ¼rfen nicht immer so beckmesserisch sein, wenn da mal Worte fallen, die heute aus bestimmten GrÃ¼nden aus dem Sprachgebrauch einfach herausgebrannt wurden. Doch vor allem mÃ¼ssen wir sehen, dass eine Verschmelzung dann nicht geschehen kann, wenn VÃ¶lker oder Bewegungen, Religionen und Kulturen dazu nicht reif sind. Ansonsten halte ich es mit Friedrich Nietzsche - -<br />
Der europÃ¤ische Mensch und die Vernichtung der Nationen<br />
Der Handel und die Industrie, der BÃ¼cher â€“ und Briefverkehr, die Gemeinsamkeit aller hÃ¶heren Kultur, diese UmstÃ¤nde bringen notwendig eine SchwÃ¤chung und zuletzt<br />
eine Vernichtung der Nationen, mit sich. Langsam geht der Gang vorwÃ¤rts, trotz jeweiliger GegenstrÃ¶mungen: dieser kÃ¼nstliche Nationalismus ist Ã¼brigens gefÃ¤hrlich, und braucht List,<br />
LÃ¼ge und Gewalt,um sich in Ansehen zu halten. Hat man das einmal erkannt, so soll man sich nur ungescheut als guten EuropÃ¤er ausgegeben und durch die Tat an der Verschmelzung der Nationen arbeiten.<br />
Weil aber der Verkehr der Menschen immer kosmopolitischer werden muÃŸ so ist ein Heilmittel zu finden: es wird eine neue Sprache fÃ¼r alle geben, so gewiÃŸ als es einmal Luftschiffahrt gibt.<br />
Mode und Modern<br />
Ãœberall, wo noch die Unwissenheit, die Unreinlichkeit, der Aberglaube im Schwange sind, wo der Verkehr lahm, die Landwirtschaft armselig, die Priesterschaft mÃ¤chtig ist,<br />
da finden sich auch noch die Nationaltrachten. Dagegen herrscht die Mode, wo die Anzeichen des Entgegengesetzten sich finden.<br />
Die Mode ist also neben den Tugenden des jetzigen Europas zu finden.<br />
ZunÃ¤chst sagt die mÃ¤nnliche Bekleidung, welche modisch und nicht mehr national ist,<br />
von dem, der sie trÃ¤gt, aus, daÃŸ der EuropÃ¤er nicht als Standes â€“ und Volksgenosse auffallen will.<br />
Die europÃ¤ischen Frauen wollen auch das Nationale nicht und hassen es, als Deutsche, Franzosen, Russen an der Kleidung erkannt zu werden.<br />
Hier, wo die Begriffe ,,modernâ€œ und ,,europÃ¤ischâ€œ fast gleich gesetzt sind, wird unter Europa viel mehr verstanden als das geographische Europa: namentlich gehÃ¶rt  Amerika hinzu, soweit es eben das Tochterland unserer Kultur ist.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html#comment-25708</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2006 08:17:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/26/587.html#comment-25708</guid>
		<description>Dass Gott tot ist, weiÃŸ auch Papst Benedikt. Er versucht zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist. Doch ist es interessant, dass er dies mit Ã¤hnlichen Metaphern beschwÃ¶rt, wie es Nietzsche tat. Die Sinne werden angesprochen - beim Papst die Ohren, bei Nietzsche der Geruch und das Sehen. 

Benedikt: "Es gibt nicht nur die physische GehÃ¶rlosigkeit, die den Menschen weitgehend vom sozialen Leben abschneidet. Es gibt eine SchwerhÃ¶rigkeit Gott gegenÃ¼ber, an der wir gerade in dieser Zeit leiden. Wir kÃ¶nnen ihn einfach nicht mehr hÃ¶ren â€“ zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr. Mit der SchwerhÃ¶rigkeit oder gar Taubheit Gott gegenÃ¼ber verliert sich natÃ¼rlich auch unsere FÃ¤higkeit, mit ihm und zu ihm zu sprechen. Das Evangelium erzÃ¤hlt uns, daÃŸ Jesus seine Finger in die Ohren des Tauben legte, etwas von seinem Speichel auf seine Zunge gab..."

Nietzsche, es selbst nicht fassend kÃ¶nnend das Gott tot ist, triumphiert nicht, sondern erschrickt. Doch die Fakten erscheinen ihm unumkehrbar: "Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehÃ¶rt, der am hellen Vormittag eine Laterne anzÃ¼ndete, auf den Markt lief und unaufhÃ¶rlich schrie: â€žIch suche Gott! Ich suche Gott! Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? MÃ¼ssen nicht am Tage Laternen angezÃ¼ndet werden? Riechen wir noch nichts von der gÃ¶ttlichen Verwesung? â€“ auch GÃ¶tter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getÃ¶tet."

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		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Gott tot ist, weiÃŸ auch Papst Benedikt. Er versucht zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist. Doch ist es interessant, dass er dies mit Ã¤hnlichen Metaphern beschwÃ¶rt, wie es Nietzsche tat. Die Sinne werden angesprochen - beim Papst die Ohren, bei Nietzsche der Geruch und das Sehen. </p>
<p>Benedikt: &#8220;Es gibt nicht nur die physische GehÃ¶rlosigkeit, die den Menschen weitgehend vom sozialen Leben abschneidet. Es gibt eine SchwerhÃ¶rigkeit Gott gegenÃ¼ber, an der wir gerade in dieser Zeit leiden. Wir kÃ¶nnen ihn einfach nicht mehr hÃ¶ren â€“ zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr. Mit der SchwerhÃ¶rigkeit oder gar Taubheit Gott gegenÃ¼ber verliert sich natÃ¼rlich auch unsere FÃ¤higkeit, mit ihm und zu ihm zu sprechen. Das Evangelium erzÃ¤hlt uns, daÃŸ Jesus seine Finger in die Ohren des Tauben legte, etwas von seinem Speichel auf seine Zunge gab&#8230;&#8221;</p>
<p>Nietzsche, es selbst nicht fassend kÃ¶nnend das Gott tot ist, triumphiert nicht, sondern erschrickt. Doch die Fakten erscheinen ihm unumkehrbar: &#8220;Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehÃ¶rt, der am hellen Vormittag eine Laterne anzÃ¼ndete, auf den Markt lief und unaufhÃ¶rlich schrie: â€žIch suche Gott! Ich suche Gott! Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? MÃ¼ssen nicht am Tage Laternen angezÃ¼ndet werden? Riechen wir noch nichts von der gÃ¶ttlichen Verwesung? â€“ auch GÃ¶tter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getÃ¶tet.&#8221;</p>
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