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	<title>Kommentare zu: Der bekannteste â€žAussteigerâ€œ sagt: â€žRrrespekt! Donnerrrwetterrr!</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/14/580.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 19:11:31 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/14/580.html#comment-1185157</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2022 17:04:52 +0000</pubDate>
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		<description>Der FÃ¶hrer zog um

Gestern Abend lag ich mehr als ich saÃŸ halb schlummernd herum, die Sonne versank gerade Ã¼ber den sÃ¼dÃ¶stlichsten Zipfeln des Sauerlandes, als plÃ¶tzlich das Telefon klingelte. Eine Stimme flÃ¼sterte aufgeregt einen Hinweis, der wohl als grÃ¶ÃŸte Sensation des letzten dreiviertel Jahrhunderts zu werten wÃ¤re: â€žKommen Sie nach ABC um XYZ Uhr, dort werden wir zu Adolf Hitlers Versteck fahren. Er lebt!â€œ War es eine Finte? Ich kabelte zurÃ¼ck: â€žHehe, lang nicht mehr so gelacht.â€œ â€žNein, im Ernst!â€œ (RÃ¶hm meinte er wohl, dachte ich lachend, und sagte, wÃ¤hrend ich den HÃ¶rer auflegte: â€žNerv nicht, Dummkopf.â€œ) Kurz darauf klingelte das Telefon noch einmal und in Ã¼berzeugenden Worten offenbarte mir der Anrufer seine reale Existenz. Ich begann an meinen Zweifeln zu zweifeln. â€žWahrscheinlichâ€œ, so dachte ich, â€žmache ich jetzt einen groÃŸen Fehlerâ€œ, packte aber meine Reisetasche, sauste nach Dortmund, setzte mich ins letzte Flugzeug und landete 3 Stunden spÃ¤ter - gegen 1.15 Uhr - in Kiew.

Adolf Hitler nÃ¤mlich hatte sich praktisch gar nicht vom Fleck bewegt, so der Kern der Nachricht. Mein Informant wartete schon am Flughafen auf mich, er trÃ¼ge einen â€žHofreiter"-Schnittâ€œ hatte er noch kurzatmig ins Telefon gehechelt. Ich erblickte ihn sogleich: â€žSind Sie wirklich Hofreiter? Sie sehen fast so aus!â€œ Ich zupfte vorsichtig an den  Fusseln. â€žStellen Sie doch nicht so viele Fragenâ€œ, erwiderte er, â€žfragen Sie IHN wer ich bin!â€œ Das klang zwar forsch, aber Ã¼berzeugend, doch das bayrisch klang nicht so ganz echt. So folgte ich ihm bis zu seinem Auto, nahm auf dem Vordersitz Platz, rechts natÃ¼rlich. Wir fuhren in das Dunkel der Hauptstadt, das uns mit grellem Licht den Weg deutete (an dieser Stelle musste ich beim Schreiben so laut lachen, sodass â€žHofreiterâ€œ meinte, ich solle doch lieber noch einmal mein NÃ¤schen pudern, ehe ich zum FÃ¼hrer gelange).

â€žHofreiterâ€œ parkte vor einer GrÃ¼nflÃ¤che: â€žWissen Sie, was sich hier einmal befand?â€œ Ich verneinte. â€žDer FÃ¼hrerbunkerâ€œ, sagte er fast vorwurfsvoll mit einem Blick, der mich als inkompetent auf diesem Gebiet seit uffzig Jahren entlarvte. "HÃ¤?" murmelte ich verwirrt. Er ging mit raschem Schritt zum nÃ¤chsten HÃ¤userblock. Ich folgte ihm, mit Pudding im Hirn und in den FÃ¼ÃŸen, die â€žwann ist endlich Schluss mit der Charade?â€œ signalisierten. Nun wurde mir doch ein wenig mulmig. WÃ¼rden sie eine TÃ¼r Ã¶ffnen und Tschernobyl Jobatey mich fragen: â€žVerstehen Sie SpaÃŸ?â€œ, oder Eckart von Hirschhausen vielleicht gar mit der Million aus dem Sorgenkind-Fond winken und lallen: â€žIch will keinen Respekt, ich will Mitleidâ€œ oder umgekehrt und gleichzeitig? Oder blÃ¶kt etwa ein Plaste- und Elastehund: ThÃ¶Ã¶Ã¶Ã¶Ã¶lke!? Ich war auf alles gefasst und hypernervÃ¶s.

â€žTÃ¤tÃ¤rÃ¤tÃ¤â€œ â€“ die Klingel an der TÃ¼r stieÃŸ einen fanfarenartigen Laut aus, lauerte doch Hirschhausen irgendwo in der Ecke? Frau von Malwida von Grothenmohl stand auf der Klingel. Eine uralte Frau Ã¶ffnete zu meiner Ãœberraschung die HolztÃ¼r. Drinnen garte ein Topf auf dem Feuer, sirrte die Luft. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, krÃ¤chzte ein gefiederloser Papagei unentwegt. Seine Beine waren mit DrÃ¤hten an dem Holzast gefesselt, auf dem er im Takt von rechts nach links schwankte. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, Ich beschloss, ihn fÃ¼r die weitere Zeit in dieser â€žWohnungâ€œ zu ignorieren. â€žSagen Sie, woâ€¦â€œ Pssstâ€œ, unterbrach mich die Alte sofort, â€žSie werden schon sehen.â€œ Sie drÃ¼ckte auf irgendeinen Punkt an der Wand und schon Ã¶ffnete sich eine geheime TÃ¼r, hinter der eine Treppe nach unten fÃ¼hrte. â€žAttacke, Attacke!â€œ hÃ¶rte ich noch einmal aus der Ferne den Papagei krÃ¤chzen.

Nach einer Zeit, die mir unendlich lange vorkam, obwohl ich nur 33 Stufen zÃ¤hlte, gelangten wir zu dem Eingang eines Raumes, dessen Klinke wÃ¤hrend des DrÃ¼ckens etwas knarrte, und dann den Blick plÃ¶tzlich auf einen Ã¤lteren, aber rÃ¼stigen Mann freigab und ich fragte mich, ist das nun wirklich Bruno Ganz oder, nein: Adolf Hitler! Ich erkannte ihn gleich am Schnurrbart, war mir bezÃ¼glich der Echtheit aber nicht ganz sicher.

Die alte Frau entfernte sich rasch. Hitler kam freundlich lÃ¤chelnd mit Ã¼berraschend festem Schritt auf mich zu: â€žSeien Sie mir willkommen, Tanjaâ€œ, sprach er geradezu demÃ¼tig leise, und nur ein leichtes Rollen der â€žRsâ€œ verriet, zu welchem Tremolo seine Stimme diesbezÃ¼glich noch immer im Stande zu sein schien. â€žSie mÃ¼ssen mich nicht â€žMein FÃ¼hrerâ€œ nennen, kÃ¶nnen gerne Adolf zu mir sagen.â€œ â€žGuten Tag, Herr Hitler, ich meine: Adolfâ€œ, stammelte ich, wÃ¤hrend er mir die Hand drÃ¼ckte.â€œ â€žSie sehen noch reizender aus, als auf den Fotos im Internetâ€œ, er lachte keckernd auf, â€žseit Elisabeth FÃ¶rster-Nietzsche und natÃ¼rlich meiner Eva â€“ Gott der Herr habe sie selig â€“ ist mir noch nie wieder eine so reizende Person untergekommen.â€œ â€žNunâ€œ, erwiderte ich mit leicht ironischem Anflug, â€žist ja sowieso wohl eher seltener passiert und Frau Malwida ist nun auch nicht geradeâ€¦.â€œ Zu meiner Ãœberraschung lachte Hitler wohlbeschwingt: â€žWissen Sie, es ist schon ein Kreuz, hier, nach dem Untergang des Reiches (seine Augen schweiften in die Ferne), und so freue ich mich, endlich wieder etwas Gesellschaft zu bekommen.â€œ

â€žJa, aberâ€œ, haspelte ich schnell und etwas verlegen, noch immer beinahe gelÃ¤hmt von dem, was ich sah: â€žWie sind hier hierhergekommen und Verzeihung, ich bin Ã¼berwÃ¤ltigt: Wenn Sie nicht ein Schauspieler sind, mÃ¼ssten doch inzwischen 130 Jahre alt sein!?â€œ Hitler lÃ¤chelte: â€žAch, daran ist mein Zauberer hier Schuldâ€œ â€“ er deutete auf â€žHofreiterâ€œ. â€žWissen Sie, wer das ist? Es ist der bedeutendste Genealoge den Deutschland je hatte â€“ â€žunser Jung-Spund Mengeleâ€œ, er ist erst schlappe Hundertzwanzig.â€œ Hitler deutete dabei auf â€žHofreiterâ€œ, dessen Augen schalkhaft blitzten: â€žAlle Welt erzÃ¤hlt diese Geschichten, aber wir, mein FÃ¼hrer und ich, haben wÃ¤hrenddessen die Geschichte neu erfunden. Die ewige Jugend ist mÃ¶glich, die Alterung verlÃ¤uft nach unseren Experimenten nur im halben Tempo, wenn man weiÃŸ, wie es gehtâ€œ flÃ¼sterte er geheimnisvoll. Hitler blickte nun ernster: â€žAber ich spÃ¼re, dass es trotzdem mit mir langsam bergab geht, und deshalb habe ich Sie gerufen. Nehmen Sie Platz! Das ist ein Befehl!â€œ, er schaute mich plÃ¶tzlich belustigt, fast spÃ¶ttisch, im Grunde selbst ironisch an.

Ich setzte mich. Hitler begann nun einen lÃ¤ngeren Monolog: â€žDamals, in den letzten Stunden des Reiches, die so schmerzhaft fÃ¼r mich waren, und noch heute das Kinopublikum (er streckte sich dabei und lÃ¤chelte befriedigt in sich herein) zu TrÃ¤nen rÃ¼hrt, schickte mir der Himmel wie durch ein Wunder, einer nie erbebten FÃ¼gung, einen Engel: Frau Malwida von Grothenmohl! Ihr Keller grenzte, was wir nicht wussten und der dilettantische und viel zu fette GÃ¶ring vorher nicht bemerkte (seine Stimme wurde fÃ¼r den Moment, da er sich Ã¼ber GÃ¶ring echauffierte schneidiger), direkt an meinen FÃ¼hrerbunker. PlÃ¶tzlich, am 20. April 1945, an meinem 56. Geburtstag, ging eine TÃ¼r auf, und SIE stand dort! Wir waren natÃ¼rlich alle Ã¼berrascht ("Hofreiter"/Mengele nickt heftig), aber ich wusste jetzt: es gibt einen Ausweg. Nicht nur Juden konnten versteckt und gerettet werden, sondern auch so ein hilfloser FÃ¼hrer wie ich. Ich erahnte plÃ¶tzlich, was es hieÃŸ, verfolgt zu werden. Ich wollte nur noch raus, ich wollte: AUSSTEIGEN!â€œ Ich unterbrach ihn: â€žAber die verkohlte Leiche!â€œ Hitler lachte laut: â€žAch, meine Liebe, das war doch nur mein altes GlÃ¼cksschwein â€žErnstâ€œ, dem wir die Haut abgezogen, und in ein paar Stiefel gesteckt hatten. Die Russen haben den Unterschied gar nicht bemerkt.â€œ "Und...ich konnte kaum noch klar denken. "Aber wie in Dreiteufelsnamen kommt der Bunker nach Kiew?" "Ach", Hitler schmunzelte: "Das Transportotrans schafft alles." 

PlÃ¶tzlich bekam sein Gesicht eine andere Farbe, er erstarrte fast. â€žHÃ¶ren Sie, Tanjaâ€œ, Hitler beugte sich bis nahe an mein linkes Ohr und sprach ganz leise: â€œAhnen Sie, was ich 77 Jahre hier im Keller mitgemacht habe? Ich bin ein anderer Mensch geworden! Ich bereue tief und wÃ¼rde niemals wieder etwas BÃ¶ses tun. Glauben Sie mir!â€œ Ich schwieg und blickte mich verstohlen um. Er wiederholte seine Worte, diesmal fragend: â€žGlauben Sie mir?â€œ und fÃ¼gte insistierend â€žTanja!!â€œ hinten an, flehte sogar: â€žBitteâ€œ. Auch "Hofreiter"/Mengele sah mich mit bittenden Augen an und ich glaubte fast einen Hauch aus seinem halb geÃ¶ffneten Mund zu hÃ¶ren, der wie: â€žTun Sie es doch bitteâ€œ klang.

Ich zitterte. Hitler spÃ¼rte meinen Zweifel: â€žTanja, ich spreche ganz offen zu ihnen: schon damals, in der frÃ¼hen Systemzeit, kamen mir Zweifel. Ich war doch nur zum MilitÃ¤r gegangen, um fÃ¼r Deutschland etwas zu tun und engagierte mich nach Krieg links, wie alle. Ich stand sogar am Wegesrand um die Ermordung des bayerischen MinisterprÃ¤sidenten Eisner zu eskortieren: einem ausgewiesenen Vertreter des bolschewistischen Jodentums! Meine tiefe antikapitalistische Sehnsucht. Doch es kam anders. Ich wurde benutzt. Zum Kanzler musste man mich drÃ¤ngen. Mein Intimus RÃ¶hm versuchte mich dann zu erpressen: politisch, menschlich â€“ ich musste handeln. In Wahrheit strebte ich immer nach dem Ausgleich und dem SchÃ¶nen. Mit Goebbels diskutierte ich angeregt Ã¼ber die herrlichen Erfolge des kommunistischen Aufbaus in Sowjetrussland. Wir wollten doch nur das Beste fÃ¼r das Volk, auf gleicher, nationaler und sozialistischer Basis. Dabei habe ich jedoch ein paar Fehler gemacht, fÃ¼r die ich jetzt um Verzeihung bitte.â€œ Er sah mich mit traurigen Augen an, blinzelnd.

â€žDie Menschen drauÃŸen benÃ¶tigen ein Zeichen, sie wollen nicht nur ihr Selbstmitleid sehen, sondern eine wahre Ãœberzeugung spÃ¼renâ€œ stieÃŸ ich gepresst hervor. Hitler nickte: â€žWas schlagen Sie vor?â€œ â€žNunâ€œ, ich sah ihn durchdringend an: â€žIch kenne da ein paar politische Parteien, die wÃ¼rden Sie, Adolf, sicher aufnehmen. Wovor ich aber unbedingt warnen wÃ¼rde, wÃ¤ren die rechten Parteien. Man wÃ¼rde ihnen den Wandel nicht abnehmen. Sie sollten in eine liberale Partei eintreten, am besten in eine ganz linke, das wirkt heute besonders Ã¼berzeugend! Und dann, ach herrje, das wÃ¤re so eine Perversionâ€¦ich will das gar nicht aussprechenâ€¦.â€œ Hitler war immer nÃ¤her gekommen, hatte gebannt jedes Wort, das ich sagte, begierig von meinen Lippen gelesen; sein Kopf schwoll rot an, er nahm seine Arme hoch, fÃ¼hrte die HÃ¤nde zu meinen Schultern, fasste mich hart an und begann mich durchzurÃ¼tteln, fÃ¼r einen Moment schien er wieder der alte zu sein: â€žSagen Sie es mir! Sagen Sie es mir! Sie mÃ¼ssen es mir sagen, Tanja!!â€œ Angst stand ihm im Gesicht, er bemerkte meinen Schrecken und lieÃŸ die HÃ¤nde wieder sinken: â€žEntschuldigung, ich wollte ihnen nicht wehtun, ich war immer gut zu allen Lebewesen.â€œ

â€žSchon gutâ€œ, meinte ich, doch sichtbar um Fassung ringend, â€žalso: ich wÃ¼rdeâ€¦(noch einmal seufzte ich tief, weil mir dieser Schritt wirklich zu gewagt und grotesk schien)â€¦ ich wÃ¼rdeâ€¦irgendwieâ€¦.zu sehenâ€¦dass man mich fÃ¼râ€¦ einenâ€¦ Sympathisanten des Judentums hÃ¤ltâ€œ. Hitler starrte mich an, die Sekunden vergingen, dann erhellte sich sein Antlitz, die Augen explodierten zu riesigen Tellerminen (um im Bild zu bleiben) und er riss erregt die Arme triumphierend nach oben: â€žDas ist DIE Idee. Die Idee!â€œ Er stampfte rhythmisch mit den FÃ¼ÃŸen auf den Boden, wie man es zuletzt 1940 auf dem Obersalzberg sah und von den Farbaufnahmen her kennt: â€žHawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha, Hawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha. Hawa neranena, hawa neranena, hawa neranena neranena.â€œ Wir lachten alle, auch Malwida von Dings, die plÃ¶tzlich wieder im Raum stand, lachte schÃ¼chtern mit.

â€žHÃ¶ren Sie auf, hÃ¶ren Sie auf, Adolfâ€œ, prustete ich, â€žich kann nicht mehr vor Lachen!â€œ Hitler war sichtlich auÃŸer Atem, aber auch sehr aufgekratzt: â€žSeit dem Fall von Paris war mir nicht mehr so leicht zu Mute!â€œ â€žAberâ€œ, ich versuchte die Stimmung wieder zu versachlichen, â€žSie sollten auch unbedingt den Anschein erwecken, in jÃ¼dischen Organisationen tÃ¤tig zu sein, das heiÃŸt ja nicht, dass Sie dort wirklich mitmachen mÃ¼ssen. Sie mÃ¼ssen nur so tun als ob! Einfach einen Aufnahmeantrag ausfÃ¼llen und bezahlen dann z.B. keine BeitrÃ¤ge mehr â€“ Hauptsache, die Leute denken, der ist koscher. Als erstes aber sollten Sie sich kurzzeitig einen Leibrabbiner zulegen! Ein starkes Symbol!â€œ

Hitler stieÃŸ einen spitzen Schrei aus und keckerte: â€žGroÃŸarrrrtig! Sie werden immer besser, Frau Tanjaâ€œ. Er klopfte mir anerkennend auf den Arm und sprach, wieder beruhigt, leise, fast wispernd, weiter: â€žWir werden das ganz groÃŸ aufziehen.â€œ â€žMachen wir das doch soâ€œ, erklÃ¤rte ich. â€žIch nehme mal Kontakt zur Fernsehsendung â€žFrontal 33â€œ auf, dort kenne ich den Doktor Bumms, und auÃŸerdem zu bestimmten Internetportalen, da kenne ich auch einige Leute, die machen auch den Ã¤ltesten Nazi wieder flott. Dann sprechen wir mit einigen alten Philosophen, die immer sehr viel VerstÃ¤ndnis fÃ¼r ZusammenbrÃ¼che und NeuanfÃ¤nge haben, und touren ein bisschen durch die Lande, um den gelÃ¤uterten Hitler vorzuzeigen. Da ziehen die bestimmt mit, denn wenn der Hitler schon nicht mehr mitmacht, werden die jungen Nazis auch bald die Springerstiefel ausziehen, so denken die jedenfalls.â€œ â€žUnd Sie meinen, da spielen die mit?â€œ, fragte Hitler skeptisch. â€žNatÃ¼rlichâ€œ, erwiderte ich, â€ždie machen alles, wenn es nur Geld, eine Quote und Verwirrung in den KÃ¶pfen bringt. Und wenn Sie jemand als â€žalten Naziâ€œ beschimpft und als LÃ¼gner, dann zeigen Sie den einfach an â€“ damit haben Sie heute in Deutschland einen tollen Erfolg. Und wenn die Sache dann so richtig toll lÃ¤uft, kÃ¶nnen Sie ja in ein paar Jahren immer noch einer richtigen Partei ihrer Wahl beitreten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie schon die 21. Periode des Deutschen Bundestages als AltersprÃ¤sident erÃ¶ffnen kÃ¶nnen.â€œ

Hitlers Augen wurden feucht und seine Stimme fÃ¤rbte sich feierlich: â€žDas wÃ¤re etwas, noch einmal dort oben zu stehen, und meinem Volk zu sagen, was ich empfinde. Und vor allem mit den MissverstÃ¤ndnissen aufzurÃ¤umen, denn, immer waren meine Maxime nur: Freiheit, Frieden und Wohlstand! Und ich werde sagen: Ihr seht, ich habe mich geÃ¤ndert!â€ â€žBravoâ€œ, rief "Hofreiter" ausâ€œ, ich sehe Sie schon wieder, mein FÃ¼hrer, in alter Macht auf dem Thron, der ihnen zusteht.â€œ

â€žNoch sind wir nicht soweitâ€œ, warf Hitler ein, â€ždenn wir mÃ¼ssen doch erst das andere Programm durchlaufen, wenn ich unsere schlaue Tanja richtig verstanden habe.â€œ Ich pflichtete ihm bei und rÃ¤usperte mich verlegen, angesichts dessen, was ich angerichtet hatte, fing mich, und sprach mit fester Stimme: â€žBeim Blick auf die Uhr sehe ich, dass es schon sehr spÃ¤t wurde und ich jetzt unbedingt aufbrechen muss. Verhalten Sie sich noch ein paar Tage still, ich fÃ¤dele das ein. Die Freunde vom Aussteigerprogramm werden begeistert sein â€“ man ist zu allem bereit, darauf kÃ¶nnen Sie Gift nehmen. Nein, war nur ein Scherz. Tun Sie es nicht, machen Sie eine Flasche vom besten SÃ¼dtiroler Tropfen aus, den Sie finden kÃ¶nnen. Sie sind im Handumdrehen rehabilitiert, wenn Sie auf mich hÃ¶ren!â€œ Hitler kam mit feierlich anmutender Geste auf mich zu und ergriff fest meine HÃ¤nde: â€žDanke!â€œ, seine Stimme zitterte, â€žnichts als: Danke!â€œ â€žSchon gutâ€œ, meinte ich und lÃ¶ste mich aus der herzlichen Umklammerung. "Hofreiter"/Mengele verlieÃŸ den Raum, ich folgte ihm, drehte mich noch einmal um, und winkte Hitler zu: â€žShalom!â€œ Er brÃ¼llte lachend: â€žShalom, meine Beste!â€œ

Tja, was nun? Meine Aufgabe ist heikel genug: Gehen wir an die Arbeit. Bei â€žFrontal 33â€œ werde ich sicher leichtes Spiel haben, dachte ich beim Verlassen des Hauses. Malwida von Grothenmohl hielt mich noch kurz beim Hinausgehen fest und flÃ¼sterte mir ins Ohr: â€žWenn Sie wieder kommen, dÃ¼rfen Sie mich auch Eva nennen.â€œ â€œWas?â€, ich war sehr erstaunt, â€œSie sind die immer frÃ¶hliche Eva Braun? Ja, dann ist "Hofreiter"/Mengele vielleicht wirklich Hofreiter oder Mengele?â€ â€œNeinâ€, beunruhigte sie michâ€œ, das ist unser Henryk! Er stand eines Tages vor der TÃ¼r, wir lieÃŸen ihn herein, schoren ihm Bart und Kopf, und seit dem macht er sich nÃ¼tzlich. Er sieht zum Beispiel ganz genau, wer ein Nazi ist, und wer nicht.â€ â€œSo? -, na sieh mal an, wer hÃ¤tte das gedacht?!â€, sagte ich und hastete gruÃŸlos aus dem Haus. Schnell, immer schneller.
Die erste Maschine startete schon um kurz nach 7. 00 Uhr.
leicht verÃ¤ndert am 6.6.22, Urfassung MÃ¤rz 2005 (!)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der FÃ¶hrer zog um</p>
<p>Gestern Abend lag ich mehr als ich saÃŸ halb schlummernd herum, die Sonne versank gerade Ã¼ber den sÃ¼dÃ¶stlichsten Zipfeln des Sauerlandes, als plÃ¶tzlich das Telefon klingelte. Eine Stimme flÃ¼sterte aufgeregt einen Hinweis, der wohl als grÃ¶ÃŸte Sensation des letzten dreiviertel Jahrhunderts zu werten wÃ¤re: â€žKommen Sie nach ABC um XYZ Uhr, dort werden wir zu Adolf Hitlers Versteck fahren. Er lebt!â€œ War es eine Finte? Ich kabelte zurÃ¼ck: â€žHehe, lang nicht mehr so gelacht.â€œ â€žNein, im Ernst!â€œ (RÃ¶hm meinte er wohl, dachte ich lachend, und sagte, wÃ¤hrend ich den HÃ¶rer auflegte: â€žNerv nicht, Dummkopf.â€œ) Kurz darauf klingelte das Telefon noch einmal und in Ã¼berzeugenden Worten offenbarte mir der Anrufer seine reale Existenz. Ich begann an meinen Zweifeln zu zweifeln. â€žWahrscheinlichâ€œ, so dachte ich, â€žmache ich jetzt einen groÃŸen Fehlerâ€œ, packte aber meine Reisetasche, sauste nach Dortmund, setzte mich ins letzte Flugzeug und landete 3 Stunden spÃ¤ter - gegen 1.15 Uhr - in Kiew.</p>
<p>Adolf Hitler nÃ¤mlich hatte sich praktisch gar nicht vom Fleck bewegt, so der Kern der Nachricht. Mein Informant wartete schon am Flughafen auf mich, er trÃ¼ge einen â€žHofreiter&#8221;-Schnittâ€œ hatte er noch kurzatmig ins Telefon gehechelt. Ich erblickte ihn sogleich: â€žSind Sie wirklich Hofreiter? Sie sehen fast so aus!â€œ Ich zupfte vorsichtig an den  Fusseln. â€žStellen Sie doch nicht so viele Fragenâ€œ, erwiderte er, â€žfragen Sie IHN wer ich bin!â€œ Das klang zwar forsch, aber Ã¼berzeugend, doch das bayrisch klang nicht so ganz echt. So folgte ich ihm bis zu seinem Auto, nahm auf dem Vordersitz Platz, rechts natÃ¼rlich. Wir fuhren in das Dunkel der Hauptstadt, das uns mit grellem Licht den Weg deutete (an dieser Stelle musste ich beim Schreiben so laut lachen, sodass â€žHofreiterâ€œ meinte, ich solle doch lieber noch einmal mein NÃ¤schen pudern, ehe ich zum FÃ¼hrer gelange).</p>
<p>â€žHofreiterâ€œ parkte vor einer GrÃ¼nflÃ¤che: â€žWissen Sie, was sich hier einmal befand?â€œ Ich verneinte. â€žDer FÃ¼hrerbunkerâ€œ, sagte er fast vorwurfsvoll mit einem Blick, der mich als inkompetent auf diesem Gebiet seit uffzig Jahren entlarvte. &#8220;HÃ¤?&#8221; murmelte ich verwirrt. Er ging mit raschem Schritt zum nÃ¤chsten HÃ¤userblock. Ich folgte ihm, mit Pudding im Hirn und in den FÃ¼ÃŸen, die â€žwann ist endlich Schluss mit der Charade?â€œ signalisierten. Nun wurde mir doch ein wenig mulmig. WÃ¼rden sie eine TÃ¼r Ã¶ffnen und Tschernobyl Jobatey mich fragen: â€žVerstehen Sie SpaÃŸ?â€œ, oder Eckart von Hirschhausen vielleicht gar mit der Million aus dem Sorgenkind-Fond winken und lallen: â€žIch will keinen Respekt, ich will Mitleidâ€œ oder umgekehrt und gleichzeitig? Oder blÃ¶kt etwa ein Plaste- und Elastehund: ThÃ¶Ã¶Ã¶Ã¶Ã¶lke!? Ich war auf alles gefasst und hypernervÃ¶s.</p>
<p>â€žTÃ¤tÃ¤rÃ¤tÃ¤â€œ â€“ die Klingel an der TÃ¼r stieÃŸ einen fanfarenartigen Laut aus, lauerte doch Hirschhausen irgendwo in der Ecke? Frau von Malwida von Grothenmohl stand auf der Klingel. Eine uralte Frau Ã¶ffnete zu meiner Ãœberraschung die HolztÃ¼r. Drinnen garte ein Topf auf dem Feuer, sirrte die Luft. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, krÃ¤chzte ein gefiederloser Papagei unentwegt. Seine Beine waren mit DrÃ¤hten an dem Holzast gefesselt, auf dem er im Takt von rechts nach links schwankte. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, Ich beschloss, ihn fÃ¼r die weitere Zeit in dieser â€žWohnungâ€œ zu ignorieren. â€žSagen Sie, woâ€¦â€œ Pssstâ€œ, unterbrach mich die Alte sofort, â€žSie werden schon sehen.â€œ Sie drÃ¼ckte auf irgendeinen Punkt an der Wand und schon Ã¶ffnete sich eine geheime TÃ¼r, hinter der eine Treppe nach unten fÃ¼hrte. â€žAttacke, Attacke!â€œ hÃ¶rte ich noch einmal aus der Ferne den Papagei krÃ¤chzen.</p>
<p>Nach einer Zeit, die mir unendlich lange vorkam, obwohl ich nur 33 Stufen zÃ¤hlte, gelangten wir zu dem Eingang eines Raumes, dessen Klinke wÃ¤hrend des DrÃ¼ckens etwas knarrte, und dann den Blick plÃ¶tzlich auf einen Ã¤lteren, aber rÃ¼stigen Mann freigab und ich fragte mich, ist das nun wirklich Bruno Ganz oder, nein: Adolf Hitler! Ich erkannte ihn gleich am Schnurrbart, war mir bezÃ¼glich der Echtheit aber nicht ganz sicher.</p>
<p>Die alte Frau entfernte sich rasch. Hitler kam freundlich lÃ¤chelnd mit Ã¼berraschend festem Schritt auf mich zu: â€žSeien Sie mir willkommen, Tanjaâ€œ, sprach er geradezu demÃ¼tig leise, und nur ein leichtes Rollen der â€žRsâ€œ verriet, zu welchem Tremolo seine Stimme diesbezÃ¼glich noch immer im Stande zu sein schien. â€žSie mÃ¼ssen mich nicht â€žMein FÃ¼hrerâ€œ nennen, kÃ¶nnen gerne Adolf zu mir sagen.â€œ â€žGuten Tag, Herr Hitler, ich meine: Adolfâ€œ, stammelte ich, wÃ¤hrend er mir die Hand drÃ¼ckte.â€œ â€žSie sehen noch reizender aus, als auf den Fotos im Internetâ€œ, er lachte keckernd auf, â€žseit Elisabeth FÃ¶rster-Nietzsche und natÃ¼rlich meiner Eva â€“ Gott der Herr habe sie selig â€“ ist mir noch nie wieder eine so reizende Person untergekommen.â€œ â€žNunâ€œ, erwiderte ich mit leicht ironischem Anflug, â€žist ja sowieso wohl eher seltener passiert und Frau Malwida ist nun auch nicht geradeâ€¦.â€œ Zu meiner Ãœberraschung lachte Hitler wohlbeschwingt: â€žWissen Sie, es ist schon ein Kreuz, hier, nach dem Untergang des Reiches (seine Augen schweiften in die Ferne), und so freue ich mich, endlich wieder etwas Gesellschaft zu bekommen.â€œ</p>
<p>â€žJa, aberâ€œ, haspelte ich schnell und etwas verlegen, noch immer beinahe gelÃ¤hmt von dem, was ich sah: â€žWie sind hier hierhergekommen und Verzeihung, ich bin Ã¼berwÃ¤ltigt: Wenn Sie nicht ein Schauspieler sind, mÃ¼ssten doch inzwischen 130 Jahre alt sein!?â€œ Hitler lÃ¤chelte: â€žAch, daran ist mein Zauberer hier Schuldâ€œ â€“ er deutete auf â€žHofreiterâ€œ. â€žWissen Sie, wer das ist? Es ist der bedeutendste Genealoge den Deutschland je hatte â€“ â€žunser Jung-Spund Mengeleâ€œ, er ist erst schlappe Hundertzwanzig.â€œ Hitler deutete dabei auf â€žHofreiterâ€œ, dessen Augen schalkhaft blitzten: â€žAlle Welt erzÃ¤hlt diese Geschichten, aber wir, mein FÃ¼hrer und ich, haben wÃ¤hrenddessen die Geschichte neu erfunden. Die ewige Jugend ist mÃ¶glich, die Alterung verlÃ¤uft nach unseren Experimenten nur im halben Tempo, wenn man weiÃŸ, wie es gehtâ€œ flÃ¼sterte er geheimnisvoll. Hitler blickte nun ernster: â€žAber ich spÃ¼re, dass es trotzdem mit mir langsam bergab geht, und deshalb habe ich Sie gerufen. Nehmen Sie Platz! Das ist ein Befehl!â€œ, er schaute mich plÃ¶tzlich belustigt, fast spÃ¶ttisch, im Grunde selbst ironisch an.</p>
<p>Ich setzte mich. Hitler begann nun einen lÃ¤ngeren Monolog: â€žDamals, in den letzten Stunden des Reiches, die so schmerzhaft fÃ¼r mich waren, und noch heute das Kinopublikum (er streckte sich dabei und lÃ¤chelte befriedigt in sich herein) zu TrÃ¤nen rÃ¼hrt, schickte mir der Himmel wie durch ein Wunder, einer nie erbebten FÃ¼gung, einen Engel: Frau Malwida von Grothenmohl! Ihr Keller grenzte, was wir nicht wussten und der dilettantische und viel zu fette GÃ¶ring vorher nicht bemerkte (seine Stimme wurde fÃ¼r den Moment, da er sich Ã¼ber GÃ¶ring echauffierte schneidiger), direkt an meinen FÃ¼hrerbunker. PlÃ¶tzlich, am 20. April 1945, an meinem 56. Geburtstag, ging eine TÃ¼r auf, und SIE stand dort! Wir waren natÃ¼rlich alle Ã¼berrascht (&#8221;Hofreiter&#8221;/Mengele nickt heftig), aber ich wusste jetzt: es gibt einen Ausweg. Nicht nur Juden konnten versteckt und gerettet werden, sondern auch so ein hilfloser FÃ¼hrer wie ich. Ich erahnte plÃ¶tzlich, was es hieÃŸ, verfolgt zu werden. Ich wollte nur noch raus, ich wollte: AUSSTEIGEN!â€œ Ich unterbrach ihn: â€žAber die verkohlte Leiche!â€œ Hitler lachte laut: â€žAch, meine Liebe, das war doch nur mein altes GlÃ¼cksschwein â€žErnstâ€œ, dem wir die Haut abgezogen, und in ein paar Stiefel gesteckt hatten. Die Russen haben den Unterschied gar nicht bemerkt.â€œ &#8220;Und&#8230;ich konnte kaum noch klar denken. &#8220;Aber wie in Dreiteufelsnamen kommt der Bunker nach Kiew?&#8221; &#8220;Ach&#8221;, Hitler schmunzelte: &#8220;Das Transportotrans schafft alles.&#8221; </p>
<p>PlÃ¶tzlich bekam sein Gesicht eine andere Farbe, er erstarrte fast. â€žHÃ¶ren Sie, Tanjaâ€œ, Hitler beugte sich bis nahe an mein linkes Ohr und sprach ganz leise: â€œAhnen Sie, was ich 77 Jahre hier im Keller mitgemacht habe? Ich bin ein anderer Mensch geworden! Ich bereue tief und wÃ¼rde niemals wieder etwas BÃ¶ses tun. Glauben Sie mir!â€œ Ich schwieg und blickte mich verstohlen um. Er wiederholte seine Worte, diesmal fragend: â€žGlauben Sie mir?â€œ und fÃ¼gte insistierend â€žTanja!!â€œ hinten an, flehte sogar: â€žBitteâ€œ. Auch &#8220;Hofreiter&#8221;/Mengele sah mich mit bittenden Augen an und ich glaubte fast einen Hauch aus seinem halb geÃ¶ffneten Mund zu hÃ¶ren, der wie: â€žTun Sie es doch bitteâ€œ klang.</p>
<p>Ich zitterte. Hitler spÃ¼rte meinen Zweifel: â€žTanja, ich spreche ganz offen zu ihnen: schon damals, in der frÃ¼hen Systemzeit, kamen mir Zweifel. Ich war doch nur zum MilitÃ¤r gegangen, um fÃ¼r Deutschland etwas zu tun und engagierte mich nach Krieg links, wie alle. Ich stand sogar am Wegesrand um die Ermordung des bayerischen MinisterprÃ¤sidenten Eisner zu eskortieren: einem ausgewiesenen Vertreter des bolschewistischen Jodentums! Meine tiefe antikapitalistische Sehnsucht. Doch es kam anders. Ich wurde benutzt. Zum Kanzler musste man mich drÃ¤ngen. Mein Intimus RÃ¶hm versuchte mich dann zu erpressen: politisch, menschlich â€“ ich musste handeln. In Wahrheit strebte ich immer nach dem Ausgleich und dem SchÃ¶nen. Mit Goebbels diskutierte ich angeregt Ã¼ber die herrlichen Erfolge des kommunistischen Aufbaus in Sowjetrussland. Wir wollten doch nur das Beste fÃ¼r das Volk, auf gleicher, nationaler und sozialistischer Basis. Dabei habe ich jedoch ein paar Fehler gemacht, fÃ¼r die ich jetzt um Verzeihung bitte.â€œ Er sah mich mit traurigen Augen an, blinzelnd.</p>
<p>â€žDie Menschen drauÃŸen benÃ¶tigen ein Zeichen, sie wollen nicht nur ihr Selbstmitleid sehen, sondern eine wahre Ãœberzeugung spÃ¼renâ€œ stieÃŸ ich gepresst hervor. Hitler nickte: â€žWas schlagen Sie vor?â€œ â€žNunâ€œ, ich sah ihn durchdringend an: â€žIch kenne da ein paar politische Parteien, die wÃ¼rden Sie, Adolf, sicher aufnehmen. Wovor ich aber unbedingt warnen wÃ¼rde, wÃ¤ren die rechten Parteien. Man wÃ¼rde ihnen den Wandel nicht abnehmen. Sie sollten in eine liberale Partei eintreten, am besten in eine ganz linke, das wirkt heute besonders Ã¼berzeugend! Und dann, ach herrje, das wÃ¤re so eine Perversionâ€¦ich will das gar nicht aussprechenâ€¦.â€œ Hitler war immer nÃ¤her gekommen, hatte gebannt jedes Wort, das ich sagte, begierig von meinen Lippen gelesen; sein Kopf schwoll rot an, er nahm seine Arme hoch, fÃ¼hrte die HÃ¤nde zu meinen Schultern, fasste mich hart an und begann mich durchzurÃ¼tteln, fÃ¼r einen Moment schien er wieder der alte zu sein: â€žSagen Sie es mir! Sagen Sie es mir! Sie mÃ¼ssen es mir sagen, Tanja!!â€œ Angst stand ihm im Gesicht, er bemerkte meinen Schrecken und lieÃŸ die HÃ¤nde wieder sinken: â€žEntschuldigung, ich wollte ihnen nicht wehtun, ich war immer gut zu allen Lebewesen.â€œ</p>
<p>â€žSchon gutâ€œ, meinte ich, doch sichtbar um Fassung ringend, â€žalso: ich wÃ¼rdeâ€¦(noch einmal seufzte ich tief, weil mir dieser Schritt wirklich zu gewagt und grotesk schien)â€¦ ich wÃ¼rdeâ€¦irgendwieâ€¦.zu sehenâ€¦dass man mich fÃ¼râ€¦ einenâ€¦ Sympathisanten des Judentums hÃ¤ltâ€œ. Hitler starrte mich an, die Sekunden vergingen, dann erhellte sich sein Antlitz, die Augen explodierten zu riesigen Tellerminen (um im Bild zu bleiben) und er riss erregt die Arme triumphierend nach oben: â€žDas ist DIE Idee. Die Idee!â€œ Er stampfte rhythmisch mit den FÃ¼ÃŸen auf den Boden, wie man es zuletzt 1940 auf dem Obersalzberg sah und von den Farbaufnahmen her kennt: â€žHawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha, Hawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha. Hawa neranena, hawa neranena, hawa neranena neranena.â€œ Wir lachten alle, auch Malwida von Dings, die plÃ¶tzlich wieder im Raum stand, lachte schÃ¼chtern mit.</p>
<p>â€žHÃ¶ren Sie auf, hÃ¶ren Sie auf, Adolfâ€œ, prustete ich, â€žich kann nicht mehr vor Lachen!â€œ Hitler war sichtlich auÃŸer Atem, aber auch sehr aufgekratzt: â€žSeit dem Fall von Paris war mir nicht mehr so leicht zu Mute!â€œ â€žAberâ€œ, ich versuchte die Stimmung wieder zu versachlichen, â€žSie sollten auch unbedingt den Anschein erwecken, in jÃ¼dischen Organisationen tÃ¤tig zu sein, das heiÃŸt ja nicht, dass Sie dort wirklich mitmachen mÃ¼ssen. Sie mÃ¼ssen nur so tun als ob! Einfach einen Aufnahmeantrag ausfÃ¼llen und bezahlen dann z.B. keine BeitrÃ¤ge mehr â€“ Hauptsache, die Leute denken, der ist koscher. Als erstes aber sollten Sie sich kurzzeitig einen Leibrabbiner zulegen! Ein starkes Symbol!â€œ</p>
<p>Hitler stieÃŸ einen spitzen Schrei aus und keckerte: â€žGroÃŸarrrrtig! Sie werden immer besser, Frau Tanjaâ€œ. Er klopfte mir anerkennend auf den Arm und sprach, wieder beruhigt, leise, fast wispernd, weiter: â€žWir werden das ganz groÃŸ aufziehen.â€œ â€žMachen wir das doch soâ€œ, erklÃ¤rte ich. â€žIch nehme mal Kontakt zur Fernsehsendung â€žFrontal 33â€œ auf, dort kenne ich den Doktor Bumms, und auÃŸerdem zu bestimmten Internetportalen, da kenne ich auch einige Leute, die machen auch den Ã¤ltesten Nazi wieder flott. Dann sprechen wir mit einigen alten Philosophen, die immer sehr viel VerstÃ¤ndnis fÃ¼r ZusammenbrÃ¼che und NeuanfÃ¤nge haben, und touren ein bisschen durch die Lande, um den gelÃ¤uterten Hitler vorzuzeigen. Da ziehen die bestimmt mit, denn wenn der Hitler schon nicht mehr mitmacht, werden die jungen Nazis auch bald die Springerstiefel ausziehen, so denken die jedenfalls.â€œ â€žUnd Sie meinen, da spielen die mit?â€œ, fragte Hitler skeptisch. â€žNatÃ¼rlichâ€œ, erwiderte ich, â€ždie machen alles, wenn es nur Geld, eine Quote und Verwirrung in den KÃ¶pfen bringt. Und wenn Sie jemand als â€žalten Naziâ€œ beschimpft und als LÃ¼gner, dann zeigen Sie den einfach an â€“ damit haben Sie heute in Deutschland einen tollen Erfolg. Und wenn die Sache dann so richtig toll lÃ¤uft, kÃ¶nnen Sie ja in ein paar Jahren immer noch einer richtigen Partei ihrer Wahl beitreten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie schon die 21. Periode des Deutschen Bundestages als AltersprÃ¤sident erÃ¶ffnen kÃ¶nnen.â€œ</p>
<p>Hitlers Augen wurden feucht und seine Stimme fÃ¤rbte sich feierlich: â€žDas wÃ¤re etwas, noch einmal dort oben zu stehen, und meinem Volk zu sagen, was ich empfinde. Und vor allem mit den MissverstÃ¤ndnissen aufzurÃ¤umen, denn, immer waren meine Maxime nur: Freiheit, Frieden und Wohlstand! Und ich werde sagen: Ihr seht, ich habe mich geÃ¤ndert!â€ â€žBravoâ€œ, rief &#8220;Hofreiter&#8221; ausâ€œ, ich sehe Sie schon wieder, mein FÃ¼hrer, in alter Macht auf dem Thron, der ihnen zusteht.â€œ</p>
<p>â€žNoch sind wir nicht soweitâ€œ, warf Hitler ein, â€ždenn wir mÃ¼ssen doch erst das andere Programm durchlaufen, wenn ich unsere schlaue Tanja richtig verstanden habe.â€œ Ich pflichtete ihm bei und rÃ¤usperte mich verlegen, angesichts dessen, was ich angerichtet hatte, fing mich, und sprach mit fester Stimme: â€žBeim Blick auf die Uhr sehe ich, dass es schon sehr spÃ¤t wurde und ich jetzt unbedingt aufbrechen muss. Verhalten Sie sich noch ein paar Tage still, ich fÃ¤dele das ein. Die Freunde vom Aussteigerprogramm werden begeistert sein â€“ man ist zu allem bereit, darauf kÃ¶nnen Sie Gift nehmen. Nein, war nur ein Scherz. Tun Sie es nicht, machen Sie eine Flasche vom besten SÃ¼dtiroler Tropfen aus, den Sie finden kÃ¶nnen. Sie sind im Handumdrehen rehabilitiert, wenn Sie auf mich hÃ¶ren!â€œ Hitler kam mit feierlich anmutender Geste auf mich zu und ergriff fest meine HÃ¤nde: â€žDanke!â€œ, seine Stimme zitterte, â€žnichts als: Danke!â€œ â€žSchon gutâ€œ, meinte ich und lÃ¶ste mich aus der herzlichen Umklammerung. &#8220;Hofreiter&#8221;/Mengele verlieÃŸ den Raum, ich folgte ihm, drehte mich noch einmal um, und winkte Hitler zu: â€žShalom!â€œ Er brÃ¼llte lachend: â€žShalom, meine Beste!â€œ</p>
<p>Tja, was nun? Meine Aufgabe ist heikel genug: Gehen wir an die Arbeit. Bei â€žFrontal 33â€œ werde ich sicher leichtes Spiel haben, dachte ich beim Verlassen des Hauses. Malwida von Grothenmohl hielt mich noch kurz beim Hinausgehen fest und flÃ¼sterte mir ins Ohr: â€žWenn Sie wieder kommen, dÃ¼rfen Sie mich auch Eva nennen.â€œ â€œWas?â€, ich war sehr erstaunt, â€œSie sind die immer frÃ¶hliche Eva Braun? Ja, dann ist &#8220;Hofreiter&#8221;/Mengele vielleicht wirklich Hofreiter oder Mengele?â€ â€œNeinâ€, beunruhigte sie michâ€œ, das ist unser Henryk! Er stand eines Tages vor der TÃ¼r, wir lieÃŸen ihn herein, schoren ihm Bart und Kopf, und seit dem macht er sich nÃ¼tzlich. Er sieht zum Beispiel ganz genau, wer ein Nazi ist, und wer nicht.â€ â€œSo? -, na sieh mal an, wer hÃ¤tte das gedacht?!â€, sagte ich und hastete gruÃŸlos aus dem Haus. Schnell, immer schneller.<br />
Die erste Maschine startete schon um kurz nach 7. 00 Uhr.<br />
leicht verÃ¤ndert am 6.6.22, Urfassung MÃ¤rz 2005 (!)</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/14/580.html#comment-446933</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Aug 2017 06:03:34 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-chinesische-touristen-machen-hitlergruss-vor-reichstag-festnahme-a-1161525.html</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2017 07:45:51 +0000</pubDate>
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		<description>Adolf Hitler wohnte ganze zehn Jahre lang in einem Zimmer in der MÃ¼nchner ThierschstraÃŸe, ein regelrechtes Nazi-Nest. Nun stellt sich heraus: Der Besitzer war Jude - und mochte den Antisemiten sogar. http://www.spiegel.de/spiegel/adolf-hitler-hatte-in-muenchen-bis-1929-einen-juedischen-vermieter-a-1142428.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Adolf Hitler wohnte ganze zehn Jahre lang in einem Zimmer in der MÃ¼nchner ThierschstraÃŸe, ein regelrechtes Nazi-Nest. Nun stellt sich heraus: Der Besitzer war Jude - und mochte den Antisemiten sogar. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/adolf-hitler-hatte-in-muenchen-bis-1929-einen-juedischen-vermieter-a-1142428.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/spiegel/adolf-hitler-hatte-in-muenchen-bis-1929-einen-juedischen-vermieter-a-1142428.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Apr 2017 14:17:47 +0000</pubDate>
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		<description>Das Buch "Er ist wieder da" kÃ¶nnte seine Idee bei mir gestohlen haben, jedenfalls: der Film zeigt einen souverÃ¤nen, in sich ruhenden Hitler. Das verwirrt. Sonst nichts.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch &#8220;Er ist wieder da&#8221; kÃ¶nnte seine Idee bei mir gestohlen haben, jedenfalls: der Film zeigt einen souverÃ¤nen, in sich ruhenden Hitler. Das verwirrt. Sonst nichts.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/14/580.html#comment-280090</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 13:09:53 +0000</pubDate>
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		<description>"Hitler bevorzugte harmlose Unterhaltungs-, Liebes- und Gesellschaftsfilme", schrieb NS-Architekt Albert Speer 1969 in seinem Buch "Erinnerungen". "Revuefilme mit vielen nackten Beinen konnten seines Beifalls sicher sein. http://www.spiegel.de/einestages/hitlers-lieblingsfilme-king-kong-micky-maus-feuerzangenbowle-a-1063582.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Hitler bevorzugte harmlose Unterhaltungs-, Liebes- und Gesellschaftsfilme&#8221;, schrieb NS-Architekt Albert Speer 1969 in seinem Buch &#8220;Erinnerungen&#8221;. &#8220;Revuefilme mit vielen nackten Beinen konnten seines Beifalls sicher sein. <a href="http://www.spiegel.de/einestages/hitlers-lieblingsfilme-king-kong-micky-maus-feuerzangenbowle-a-1063582.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/einestages/hitlers-lieblingsfilme-king-kong-micky-maus-feuerzangenbowle-a-1063582.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2015 10:29:12 +0000</pubDate>
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		<description>â€žHitler wollte die Juden zu dem Zeitpunkt nicht vernichten, sondern ausweisenâ€œ, sagte Netanjahu laut einer Mitschrift seines BÃ¼ros. â€žUnd Amin al-Husseini ging zu Hitler und sagte: â€šWenn Sie sie vertreiben, kommen sie alle hierher.â€˜  â€šAlso, was soll ich mit ihnen tun?â€˜, fragte er [Hitler]. Er [Al-Husseini] sagte: â€šVerbrennt sie.â€˜ â€œ http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/verzerrung-der-geschichte-netanjahus-absurde-theorie-palaestinenser-stiftete-hitler-zum-holocaust-an_id_5027972.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>â€žHitler wollte die Juden zu dem Zeitpunkt nicht vernichten, sondern ausweisenâ€œ, sagte Netanjahu laut einer Mitschrift seines BÃ¼ros. â€žUnd Amin al-Husseini ging zu Hitler und sagte: â€šWenn Sie sie vertreiben, kommen sie alle hierher.â€˜  â€šAlso, was soll ich mit ihnen tun?â€˜, fragte er [Hitler]. Er [Al-Husseini] sagte: â€šVerbrennt sie.â€˜ â€œ <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/verzerrung-der-geschichte-netanjahus-absurde-theorie-palaestinenser-stiftete-hitler-zum-holocaust-an_id_5027972.html" rel="nofollow">http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/verzerrung-der-geschichte-netanjahus-absurde-theorie-palaestinenser-stiftete-hitler-zum-holocaust-an_id_5027972.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2015 10:19:48 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/was-die-propaganda-verschwieg-10-skurrilitaeten-zur-person-adolf-hitlers_id_4633911.html</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/14/580.html#comment-269513</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 11:37:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2006/07/14/580.html#comment-269513</guid>
		<description>Endfassung aus meinem Buch "Fackeln in der DÃ¤mmerung" - 

33. Mit dem â€žNazi-Aussteigerâ€œ im Bunker! 
 
Gestern Abend saÃŸ ich, die Sonne versank gerade Ã¼ber den Bergen der Mancha, bei einem Glas erfrischenden FrÃ¼chtetees, als plÃ¶tzlich das Telefon klingelte. Eine Stimme flÃ¼sterte aufgeregt einen Hinweis, der wohl als grÃ¶ÃŸte Sensation des letzten halben Jahrhunderts zu sehen ist: â€žKommen Sie nach ABC um XYZ Uhr, dort werden wir zu Adolf Hitlers Versteck fahren. Er lebt!â€œ War es eine Finte? Ich kabelte zurÃ¼ck: â€žHehe, lang nicht mehr so gelacht.â€œ â€žNein, im Ernst!â€œ (RÃ¶hm meinte er wohl, dachte ich lachend, und sagte, wÃ¤hrend ich den HÃ¶rer auflegte: â€žNerv nicht, Dummkopf.â€œ) Kurz darauf klingelte das Telefon noch einmal und in Ã¼berzeugenden Worten offenbarte mir der Anrufer seine reale Existenz. Ich begann an meinen Zweifeln zu zweifeln. â€žWahrscheinlichâ€œ, so dachte ich, â€žmache ich jetzt einen groÃŸen Fehlerâ€œ, packte aber meine Reisetasche, sauste nach Alicante, setzte mich ins letzte Flugzeug und landete 2 Â½ Stunden spÃ¤ter - gegen 1.15 Uhr- in Berlin.  
 
Adolf Hitler nÃ¤mlich hatte sich praktisch gar nicht vom Fleck bewegt, so der Kern der Nachricht. Mein Informant wartete schon am Flughafen auf mich, er trÃ¼ge einen roten â€žMomper-Schalâ€œ hatte er noch kurzatmig ins Telefon gehechelt. Ich erblickte ihn sogleich: â€žSind Sie wirklich Momper? Sie sehen fast so aus!â€œ â€žStellen Sie doch nicht so viele Fragenâ€œ, erwiderte er, â€žfragen Sie IHN wer ich bin!â€œ Das klang zwar forsch, aber Ã¼berzeugend. So folgte ich ihm bis zu seinem Auto, nahm auf dem Vordersitz Platz, rechts natÃ¼rlich. Wir fuhren in das Dunkel der Hauptstadt, das uns mit grellem Licht den Weg deutete (an dieser Stelle musste ich beim Schreiben so laut lachen, sodass â€žMomperâ€œ meinte, ich solle doch lieber noch einmal mein NÃ¤schen pudern, ehe ich zum FÃ¼hrer gelange). 
 
â€žMomperâ€œ parkte vor einer GrÃ¼nflÃ¤che: â€žWissen Sie, was sich hier einmal befand?â€œ Ich verneinte. â€žDer FÃ¼hrerbunkerâ€œ, sagte er fast vorwurfsvoll mit einem Blick, der mich als inkompetent auf diesem Gebiet seit 50 Jahren entlarvte. Er ging mit raschem Schritt zum nÃ¤chsten HÃ¤userblock. Ich folgte ihm, mit Pudding im Hirn und in den FÃ¼ÃŸen, die â€žwann ist endlich Schluss mit der Charade?â€œ signalisierten. Nun wurde mir doch ein wenig mulmig. WÃ¼rden sie eine TÃ¼r Ã¶ffnen und Tschernobyl Jobatey mich fragen: â€žVerstehen Sie SpaÃŸ?â€œ, oder Frank Elsner vielleicht gar mit der Million aus dem Sorgenkind-Fond winken und lallen: â€žIch will kein Mitleid, ich will Respektâ€œ oder umgekehrt und gleichzeitig? Oder blÃ¶kt etwa ein Plaste- und Elastehund: ThÃ¶Ã¶Ã¶Ã¶Ã¶lke!? Ich war auf alles gefasst und hypernervÃ¶s. 
 
â€žTÃ¤tÃ¤rÃ¤tÃ¤â€œ â€“ die Klingel an der TÃ¼r stieÃŸ einen fanfarenartigen Laut aus, lauerte Frank Elsner doch irgendwo in der Ecke? Frau von Malwida von Grothenmohl stand auf der Klingel. Eine uralte Frau Ã¶ffnete zu meiner Ãœberraschung die HolztÃ¼r. Drinnen garte ein Topf auf dem Feuer, sirrte die Luft. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, krÃ¤chzte ein gefiederloser Papagei unentwegt. Seine Beine waren mit DrÃ¤hten an dem Holzast gefesselt, auf dem er im Takt von rechts nach links schwankte. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, Ich beschloss, ihn fÃ¼r die weitere Zeit in dieser â€žWohnungâ€œ zu ignorieren. â€žSagen Sie, woâ€¦â€œ Pssstâ€œ, unterbrach mich die Alte sofort, â€žSie werden schon sehen.â€œ Sie drÃ¼ckte auf irgendeinen Punkt an der Wand und schon Ã¶ffnete sich eine geheime TÃ¼r, hinter der eine Treppe nach unten fÃ¼hrte. â€žAttacke, Attacke!â€œ hÃ¶rte ich noch einmal aus der Ferne den Papagei krÃ¤chzen.  
 
Nach einer Zeit, die mir unendlich lange vorkam, obwohl ich nur 33 Stufen zÃ¤hlte, gelangten wir zu dem Eingang eines Raumes, dessen Klinke wÃ¤hrend des DrÃ¼ckens etwas knarrte, und dann den Blick plÃ¶tzlich auf einen Ã¤lteren, aber rÃ¼stigen Mann freigab und ich fragte mich, ist das nun wirklich Bruno Ganz oder, nein: Adolf Hitler! Ich erkannte ihn gleich am waschechten Schnurrbart!  
 
Die alte Frau entfernte sich rasch. Hitler kam freundlich lÃ¤chelnd mit Ã¼berraschend festem Schritt auf mich zu: â€žSeien Sie mir willkommen, Tanjaâ€œ, sprach er geradezu demÃ¼tig leise, und nur ein leichtes Rollen der â€žRsâ€œ verriet, zu welchem Tremolo seine Stimme diesbezÃ¼glich noch immer im Stande zu sein schien. â€žSie mÃ¼ssen mich nicht â€žMein FÃ¼hrerâ€œ nennen, kÃ¶nnen gerne Adolf zu mir sagen.â€œ â€žGuten Tag, Herr Hitler, ich meine: Adolfâ€œ, stammelte ich, wÃ¤hrend er mir die Hand drÃ¼ckte.â€œ â€žSie sehen noch reizender aus, als auf den Fotos im Internetâ€œ, er lachte keckernd auf, â€žseit Elisabeth FÃ¶rster-Nietzsche und natÃ¼rlich meiner Eva â€“ Gott der Herr habe sie selig â€“ ist mir noch nie wieder eine so reizende Person untergekommen.â€œ â€žNunâ€œ, erwiderte ich mit leicht ironischem Anflug, â€žist ja sowieso wohl eher seltener passiert und Frau Malwida ist nun auch nicht geradeâ€¦.â€œ Zu meiner Ãœberraschung lachte Hitler wohlbeschwingt: â€žWissen Sie, es ist schon ein Kreuz, hier, nach dem Untergang des Reiches (seine Augen schweiften in die Ferne), und so freue ich mich, endlich wieder etwas Gesellschaft zu bekommen.â€œ  
 
â€žJa, aberâ€œ, haspelte ich schnell und etwas verlegen, noch immer beinahe gelÃ¤hmt von dem, was ich sah: â€žWie sind hier hierhergekommen und Verzeihung, ich bin Ã¼berwÃ¤ltigt: Sie mÃ¼ssten doch inzwischen 115 Jahre alt sein!?â€œ Hitler lÃ¤chelte: â€žAch, daran ist mein Zauberer hier Schuldâ€œ â€“ er deutete auf â€žMomperâ€œ. â€žWissen Sie, wer das ist? Es ist der bedeutendste Genealoge den Deutschland je hatte â€“ â€žunser Jung-Spund Mengeleâ€œ, er ist erst schlappe hundert.â€œ Hitler deutete dabei auf â€žMomperâ€œ. â€žMompersâ€œ Augen blitzten schalkhaft: â€žAlle Welt erzÃ¤hlt diese Geschichten, aber wir, mein FÃ¼hrer und ich, haben wÃ¤hrenddessen die Geschichte neu erfunden. Die ewige Jugend ist mÃ¶glich, die Alterung verlÃ¤uft nach unseren Experimenten nur im halben Tempo, wenn man weiÃŸ, wie es gehtâ€œ flÃ¼sterte er geheimnisvoll. Hitler blickte nun ernster: â€žAber ich spÃ¼re, dass es trotzdem mit mir langsam bergab geht, und deshalb habe ich Sie gerufen. Nehmen Sie Platz! Das ist ein Befehl!â€œ, er schaute mich plÃ¶tzlich belustigt, fast spÃ¶ttisch, im Grunde selbst ironisch an. 
 
Ich setzte mich. Hitler begann nun einen lÃ¤ngeren Monolog: â€žDamals, in den letzten Stunden des Reiches, die so schmerzhaft fÃ¼r mich waren, und noch heute das Kinopublikum (er streckte sich dabei und lÃ¤chelte befriedigt in sich herein) zu TrÃ¤nen rÃ¼hrt, schickte mir der Himmel wie durch ein Wunder, einer nie erbebten FÃ¼gung, einen Engel: Frau Malwida von Grothenmohl! Ihr Keller grenzte, was wir nicht wussten und der dilettantische und viel zu fette GÃ¶ring vorher nicht bemerkte (seine Stimme wurde fÃ¼r den Moment, da er sich Ã¼ber GÃ¶ring echauffierte schneidiger), direkt an meinen FÃ¼hrerbunker. PlÃ¶tzlich, am 20. April 1945, an meinem 56. Geburtstag, ging eine TÃ¼r auf, und SIE stand dort! Wir waren natÃ¼rlich alle Ã¼berrascht (Momper/Mengele nickt heftig), aber ich wusste jetzt: es gibt einen Ausweg. Nicht nur Juden konnten versteckt und gerettet werden, sondern auch so ein hilfloser FÃ¼hrer wie ich. Ich erahnte plÃ¶tzlich, was es hieÃŸ, verfolgt zu werden. Ich wollte nur noch raus, ich wollte: AUSSTEIGEN!â€œ Ich unterbrach ihn: â€žAber die verkohlte Leiche!â€œ Hitler lachte laut: â€žAch, meine Liebe, das war doch nur mein altes GlÃ¼cksschwein â€žErnstâ€œ, dem wir die Haut abgezogen, und in ein paar Stiefel gesteckt hatten. Die Russen haben den Unterschied gar nicht bemerkt.â€œ  
 
PlÃ¶tzlich bekam sein Gesicht eine andere Farbe, er erstarrte fast. â€žHÃ¶ren Sie, Tanjaâ€œ, Hitler beugte sich bis nahe an mein linkes Ohr und sprach ganz leise: â€œAhnen Sie, was ich 60 Jahre hier im Keller mitgemacht habe? Ich bin ein anderer Mensch geworden! Ich bereue tief und wÃ¼rde niemals wieder etwas BÃ¶ses tun. Glauben Sie mir!â€œ Ich schwieg und blickte mich verstohlen um. Er wiederholte seine Worte, diesmal fragend: â€žGlauben Sie mir?â€œ und fÃ¼gte insistierend â€žTanja!!â€œ hinten an, flehte sogar: â€žBitteâ€œ. Auch Mengele/Momper sah mich mit bittenden Augen an und ich glaubte fast einen Hauch aus seinem halb geÃ¶ffneten Mund zu hÃ¶ren, der wie: â€žTun Sie es dochâ€œ klang. 
 
Ich zitterte. Hitler spÃ¼rte meinen Zweifel: â€žTanja, ich spreche ganz offen zu ihnen: schon damals, in der frÃ¼hen Systemzeit, kamen mir Zweifel. Ich war doch nur zum MilitÃ¤r gegangen, um fÃ¼r Deutschland etwas zu tun und engagierte mich nach Krieg links, wie alle. Ich stand sogar am Wegesrand um die Ermordung des bayerischen MinisterprÃ¤sidenten Eisner zu eskortieren: einem ausgewiesenen Vertreter des bolschewistischen Joodentums! Meine tiefe antikapitalistische Sehnsucht. Doch es kam anders. Ich wurde benutzt. Zum Kanzler musste man mich drÃ¤ngen. Mein Intimus RÃ¶hm versuchte mich dann zu erpressen: politisch, menschlich â€“ ich musste handeln. In Wahrheit strebte ich immer nach dem Ausgleich und dem SchÃ¶nen. Mit Goebbels diskutierte ich angeregt Ã¼ber die herrlichen Erfolge des kommunistischen Aufbaus in Sowjetrussland. Wir wollten doch nur das Beste fÃ¼r das Volk, auf gleicher, nationaler und sozialistischer Basis. Dabei habe ich jedoch ein paar Fehler gemacht, fÃ¼r die ich jetzt um Verzeihung bitte.â€œ Er sah mich mit traurigen Augen an, blinzelnd. 
 
â€žDie Menschen drauÃŸen benÃ¶tigen ein Zeichen, sie wollen nicht nur ihr Selbstmitleid sehen, sondern eine wahre Ãœberzeugung spÃ¼renâ€œ stieÃŸ ich gepresst hervor. Hitler nickte: â€žWas schlagen Sie vor?â€œ â€žNunâ€œ, ich sah ihn durchdringend an: â€žIch kenne da ein paar politische Parteien, die wÃ¼rden Sie, Adolf, sicher aufnehmen. Wovor ich aber unbedingt warnen wÃ¼rde, wÃ¤ren die rechten Parteien. Man wÃ¼rde ihnen den Wandel nicht abnehmen. Sie sollten in eine linke Partei eintreten, am besten in eine ganz linke, das wirkt heute besonders Ã¼berzeugend! Und dann, ach herrje, das wÃ¤re so eine Perversionâ€¦ich will das gar nicht aussprechenâ€¦.â€œ Hitler war immer nÃ¤her gekommen, hatte gebannt jedes Wort, das ich sagte, begierig von meinen Lippen gelesen; sein Kopf schwoll rot an, er nahm seine Arme hoch, fÃ¼hrte die HÃ¤nde zu meinen Schultern, fasste mich hart an und begann mich durchzurÃ¼tteln, fÃ¼r einen Moment schien er wieder der alte zu sein: â€žSagen Sie es mir! Sagen Sie es mir! Sie mÃ¼ssen es mir sagen, Tanja!!â€œ Angst stand ihm im Gesicht, er bemerkte meinen Schrecken und lieÃŸ die HÃ¤nde wieder sinken: â€žEntschuldigung, ich wollte ihnen nicht wehtun, ich war immer gut zu allen Lebewesen.â€œ 
 
â€žSchon gutâ€œ, meinte ich, doch sichtbar um Fassung ringend, â€žalso: ich wÃ¼rdeâ€¦(noch einmal seufzte ich tief, weil mir dieser Schritt wirklich zu gewagt und grotesk schien)â€¦ ich wÃ¼rdeâ€¦irgendwieâ€¦.zu sehenâ€¦dass man mich fÃ¼râ€¦ einenâ€¦ Sympathisanten des Judentums hÃ¤ltâ€œ. Hitler starrte mich an, die Sekunden vergingen, dann erhellte sich sein Antlitz, die Augen explodierten zu riesigen Tellerminen (um im Bild zu bleiben) und er riss erregt die Arme triumphierend nach oben: â€žDas ist DIE Idee. Die Idee!â€œ Er stampfte rhythmisch mit den FÃ¼ÃŸen auf den Boden, wie man es zuletzt 1944 auf dem Obersalzberg sah und von den Farbaufnahmen her kennt: â€žHawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha, Hawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha. Hawa neranena, hawa neranena, hawa neranena neranena.â€œ Wir lachten alle, auch Malwida von Meier-MÃ¼ller-Schmidt, die plÃ¶tzlich wieder im Raum steht, lachte schÃ¼chtern mit. 
 
â€žHÃ¶ren Sie auf, hÃ¶ren Sie auf, Adolfâ€œ, prustete ich, â€žich kann nicht mehr vor Lachen!â€œ Hitler war sichtlich auÃŸer Atem, aber auch sehr aufgekratzt: â€žSeit dem Fall von Paris war mir nicht mehr so leicht zu Mute!â€œ â€žAberâ€œ, ich versuchte die Stimmung wieder zu versachlichen, â€žSie sollten auch unbedingt den Anschein erwecken, in jÃ¼dischen Organisationen tÃ¤tig zu sein, das heiÃŸt ja nicht, dass Sie dort wirklich mitmachen mÃ¼ssen. Sie mÃ¼ssen nur so tun als ob! Einfach einen Aufnahmeantrag ausfÃ¼llen und bezahlen dann z.B. keine BeitrÃ¤ge mehr â€“ Hauptsache, die Leute denken, der ist koscher. Als erstes aber sollten Sie sich kurzzeitig einen Leibrabbiner zulegen! Ein starkes Symbol!â€œ   
 
Hitler stieÃŸ einen spitzen Schrei aus und keckerte: â€žGroÃŸarrrrtig! Sie werden immer besser, Frau Tanjaâ€œ. Er klopfte mir anerkennend auf den Arm und sprach, wieder beruhigt, leise, fast wispernd, weiter: â€žWir werden das ganz groÃŸ aufziehen.â€œ â€žMachen wir das doch soâ€œ, erklÃ¤rte ich. â€žIch nehme mal Kontakt zur Fernsehsendung â€žFrontal 33â€œ auf, dort kenne ich den Doktor Dings, und auÃŸerdem zu bestimmten Internetportalen, da kenne ich auch einige Leute, die machen auch den Ã¤ltesten Nazi wieder flott. Dann sprechen wir mit einigen alten Lehrern aus der SED, die immer sehr viel VerstÃ¤ndnis fÃ¼r ZusammenbrÃ¼che und NeuanfÃ¤nge haben, und touren ein bisschen durch die Lande, um den gelÃ¤uterten Hitler vorzuzeigen. Da ziehen die bestimmt mit, denn wenn der Hitler schon nicht mehr mitmacht, werden die jungen Nazis auch bald die Springerstiefel ausziehen, so denken die jedenfalls.â€œ â€žUnd Sie meinen, da spielen die mit?â€œ, fragte Hitler skeptisch. â€žNatÃ¼rlichâ€œ, erwiderte ich, â€ždie machen alles, wenn es nur Geld, eine Quote und Verwirrung in den KÃ¶pfen bringt. Und wenn Sie jemand als â€žalten Naziâ€œ beschimpft und als LÃ¼gner, dann zeigen Sie den einfach an â€“ damit haben Sie heute in Deutschland einen tollen Erfolg. Und wenn die Sache dann so richtig toll lÃ¤uft, kÃ¶nnen Sie ja in ein paar Jahren immer noch einer richtigen Partei ihrer Wahl beitreten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie schon die 20. Periode des 
Deutschen Bundestages als AltersprÃ¤sident erÃ¶ffnen kÃ¶nnen.â€œ 
 
Hitlers Augen wurden feucht und seine Stimme fÃ¤rbte sich feierlich: â€žDas wÃ¤re etwas, noch einmal dort oben zu stehen, und meinem Volk zu sagen, was ich empfinde. Und vor allem mit den MissverstÃ¤ndnissen aufzurÃ¤umen, denn, immer waren meine Maxime nur: Freiheit, Frieden und Wohlstand! Und ich werde sagen: Ihr seht, ich habe mich geÃ¤ndert!â€ â€žBravoâ€œ, rief Mengele ausâ€œ, ich sehe Sie schon wieder, mein FÃ¼hrer, in alter Macht auf dem Thron, der ihnen zusteht.â€œ  
 
â€žNoch sind wir nicht soweitâ€œ, warf Hitler ein, â€ždenn wir mÃ¼ssen doch erst das andere Programm durchlaufen, wenn ich unsere schlaue Tanja richtig verstanden habe.â€œ Ich pflichtete ihm bei und rÃ¤usperte mich verlegen, angesichts dessen, was ich angerichtet hatte, fing mich, und sprach mit fester Stimme: â€žBeim Blick auf die Uhr sehe ich, dass es schon sehr spÃ¤t wurde und ich jetzt unbedingt aufbrechen muss. Verhalten Sie sich noch ein paar Tage still, ich fÃ¤dele das ein. Die Freunde vom Aussteigerprogramm werden begeistert sein â€“ man ist zu allem bereit, darauf kÃ¶nnen Sie Gift nehmen. Nein, war nur ein Scherz. Tun Sie es nicht, machen Sie eine Flasche vom besten SÃ¼dtiroler Tropfen aus, den Sie finden kÃ¶nnen. Sie sind im Handumdrehen rehabilitiert, wenn Sie auf mich hÃ¶ren!â€œ  Hitler kam mit feierlich anmutender Geste auf mich zu und ergriff fest meine HÃ¤nde: â€žDanke!â€œ, seine Stimme zitterte, â€žnichts als: Danke!â€œ â€žSchon gutâ€œ, meinte ich und lÃ¶ste mich aus der herzlichen Umklammerung. Mengele/Momper verlieÃŸ den Raum, ich folgte ihm, drehte mich noch einmal um, und winkte Hitler zu: â€žShalom!â€œ Er brÃ¼llte lachend: â€žShalom, meine Beste!â€œ 
 
Tja, was nun? Meine Aufgabe ist heikel genug: Gehen wir an die Arbeit. Bei â€žFrontal 33â€œ werde ich sicher leichtes Spiel haben, dachte ich beim Verlassen des Hauses. Malwida von Grothenmohl hielt mich noch kurz beim Hinausgehen fest und flÃ¼sterte mir ins Ohr: â€žWenn Sie wieder kommen, dÃ¼rfen Sie mich auch Eva nennen.â€œ â€œWas?â€, ich war sehr erstaunt, â€œSie sind die immer frÃ¶hliche Eva Braun? Ja, dann ist Momper/Mengele vielleicht wirklich Momper oder Mengele?â€ â€œNeinâ€, beunruhigte sie michâ€œ, das ist unser Heiko! Er stand eines Tages vor der TÃ¼r, wir lieÃŸen ihn herein, schoren ihm Bart und Kopf, und seit dem macht er sich nÃ¼tzlich. Er sieht zum Beispiel ganz genau, wer ein Nazi ist, und wer nicht.â€ â€œSo? -, na sieh mal an, wer hÃ¤tte das gedacht?!â€, sagte ich und hastete gruÃŸlos aus dem Haus. Schnell, immer schneller. 
Die erste Maschine startete schon um kurz nach 7. 00 Uhr.  
Urfassung MÃ¤rz 2005
http://www.n-tv.de/leute/film/Er-ist-wieder-da-auweia-article16093836.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Endfassung aus meinem Buch &#8220;Fackeln in der DÃ¤mmerung&#8221; - </p>
<p>33. Mit dem â€žNazi-Aussteigerâ€œ im Bunker! </p>
<p>Gestern Abend saÃŸ ich, die Sonne versank gerade Ã¼ber den Bergen der Mancha, bei einem Glas erfrischenden FrÃ¼chtetees, als plÃ¶tzlich das Telefon klingelte. Eine Stimme flÃ¼sterte aufgeregt einen Hinweis, der wohl als grÃ¶ÃŸte Sensation des letzten halben Jahrhunderts zu sehen ist: â€žKommen Sie nach ABC um XYZ Uhr, dort werden wir zu Adolf Hitlers Versteck fahren. Er lebt!â€œ War es eine Finte? Ich kabelte zurÃ¼ck: â€žHehe, lang nicht mehr so gelacht.â€œ â€žNein, im Ernst!â€œ (RÃ¶hm meinte er wohl, dachte ich lachend, und sagte, wÃ¤hrend ich den HÃ¶rer auflegte: â€žNerv nicht, Dummkopf.â€œ) Kurz darauf klingelte das Telefon noch einmal und in Ã¼berzeugenden Worten offenbarte mir der Anrufer seine reale Existenz. Ich begann an meinen Zweifeln zu zweifeln. â€žWahrscheinlichâ€œ, so dachte ich, â€žmache ich jetzt einen groÃŸen Fehlerâ€œ, packte aber meine Reisetasche, sauste nach Alicante, setzte mich ins letzte Flugzeug und landete 2 Â½ Stunden spÃ¤ter - gegen 1.15 Uhr- in Berlin.  </p>
<p>Adolf Hitler nÃ¤mlich hatte sich praktisch gar nicht vom Fleck bewegt, so der Kern der Nachricht. Mein Informant wartete schon am Flughafen auf mich, er trÃ¼ge einen roten â€žMomper-Schalâ€œ hatte er noch kurzatmig ins Telefon gehechelt. Ich erblickte ihn sogleich: â€žSind Sie wirklich Momper? Sie sehen fast so aus!â€œ â€žStellen Sie doch nicht so viele Fragenâ€œ, erwiderte er, â€žfragen Sie IHN wer ich bin!â€œ Das klang zwar forsch, aber Ã¼berzeugend. So folgte ich ihm bis zu seinem Auto, nahm auf dem Vordersitz Platz, rechts natÃ¼rlich. Wir fuhren in das Dunkel der Hauptstadt, das uns mit grellem Licht den Weg deutete (an dieser Stelle musste ich beim Schreiben so laut lachen, sodass â€žMomperâ€œ meinte, ich solle doch lieber noch einmal mein NÃ¤schen pudern, ehe ich zum FÃ¼hrer gelange). </p>
<p>â€žMomperâ€œ parkte vor einer GrÃ¼nflÃ¤che: â€žWissen Sie, was sich hier einmal befand?â€œ Ich verneinte. â€žDer FÃ¼hrerbunkerâ€œ, sagte er fast vorwurfsvoll mit einem Blick, der mich als inkompetent auf diesem Gebiet seit 50 Jahren entlarvte. Er ging mit raschem Schritt zum nÃ¤chsten HÃ¤userblock. Ich folgte ihm, mit Pudding im Hirn und in den FÃ¼ÃŸen, die â€žwann ist endlich Schluss mit der Charade?â€œ signalisierten. Nun wurde mir doch ein wenig mulmig. WÃ¼rden sie eine TÃ¼r Ã¶ffnen und Tschernobyl Jobatey mich fragen: â€žVerstehen Sie SpaÃŸ?â€œ, oder Frank Elsner vielleicht gar mit der Million aus dem Sorgenkind-Fond winken und lallen: â€žIch will kein Mitleid, ich will Respektâ€œ oder umgekehrt und gleichzeitig? Oder blÃ¶kt etwa ein Plaste- und Elastehund: ThÃ¶Ã¶Ã¶Ã¶Ã¶lke!? Ich war auf alles gefasst und hypernervÃ¶s. </p>
<p>â€žTÃ¤tÃ¤rÃ¤tÃ¤â€œ â€“ die Klingel an der TÃ¼r stieÃŸ einen fanfarenartigen Laut aus, lauerte Frank Elsner doch irgendwo in der Ecke? Frau von Malwida von Grothenmohl stand auf der Klingel. Eine uralte Frau Ã¶ffnete zu meiner Ãœberraschung die HolztÃ¼r. Drinnen garte ein Topf auf dem Feuer, sirrte die Luft. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, krÃ¤chzte ein gefiederloser Papagei unentwegt. Seine Beine waren mit DrÃ¤hten an dem Holzast gefesselt, auf dem er im Takt von rechts nach links schwankte. â€žTiefflieger im Angriff, Tiefflieger im Angriffâ€œ, Ich beschloss, ihn fÃ¼r die weitere Zeit in dieser â€žWohnungâ€œ zu ignorieren. â€žSagen Sie, woâ€¦â€œ Pssstâ€œ, unterbrach mich die Alte sofort, â€žSie werden schon sehen.â€œ Sie drÃ¼ckte auf irgendeinen Punkt an der Wand und schon Ã¶ffnete sich eine geheime TÃ¼r, hinter der eine Treppe nach unten fÃ¼hrte. â€žAttacke, Attacke!â€œ hÃ¶rte ich noch einmal aus der Ferne den Papagei krÃ¤chzen.  </p>
<p>Nach einer Zeit, die mir unendlich lange vorkam, obwohl ich nur 33 Stufen zÃ¤hlte, gelangten wir zu dem Eingang eines Raumes, dessen Klinke wÃ¤hrend des DrÃ¼ckens etwas knarrte, und dann den Blick plÃ¶tzlich auf einen Ã¤lteren, aber rÃ¼stigen Mann freigab und ich fragte mich, ist das nun wirklich Bruno Ganz oder, nein: Adolf Hitler! Ich erkannte ihn gleich am waschechten Schnurrbart!  </p>
<p>Die alte Frau entfernte sich rasch. Hitler kam freundlich lÃ¤chelnd mit Ã¼berraschend festem Schritt auf mich zu: â€žSeien Sie mir willkommen, Tanjaâ€œ, sprach er geradezu demÃ¼tig leise, und nur ein leichtes Rollen der â€žRsâ€œ verriet, zu welchem Tremolo seine Stimme diesbezÃ¼glich noch immer im Stande zu sein schien. â€žSie mÃ¼ssen mich nicht â€žMein FÃ¼hrerâ€œ nennen, kÃ¶nnen gerne Adolf zu mir sagen.â€œ â€žGuten Tag, Herr Hitler, ich meine: Adolfâ€œ, stammelte ich, wÃ¤hrend er mir die Hand drÃ¼ckte.â€œ â€žSie sehen noch reizender aus, als auf den Fotos im Internetâ€œ, er lachte keckernd auf, â€žseit Elisabeth FÃ¶rster-Nietzsche und natÃ¼rlich meiner Eva â€“ Gott der Herr habe sie selig â€“ ist mir noch nie wieder eine so reizende Person untergekommen.â€œ â€žNunâ€œ, erwiderte ich mit leicht ironischem Anflug, â€žist ja sowieso wohl eher seltener passiert und Frau Malwida ist nun auch nicht geradeâ€¦.â€œ Zu meiner Ãœberraschung lachte Hitler wohlbeschwingt: â€žWissen Sie, es ist schon ein Kreuz, hier, nach dem Untergang des Reiches (seine Augen schweiften in die Ferne), und so freue ich mich, endlich wieder etwas Gesellschaft zu bekommen.â€œ  </p>
<p>â€žJa, aberâ€œ, haspelte ich schnell und etwas verlegen, noch immer beinahe gelÃ¤hmt von dem, was ich sah: â€žWie sind hier hierhergekommen und Verzeihung, ich bin Ã¼berwÃ¤ltigt: Sie mÃ¼ssten doch inzwischen 115 Jahre alt sein!?â€œ Hitler lÃ¤chelte: â€žAch, daran ist mein Zauberer hier Schuldâ€œ â€“ er deutete auf â€žMomperâ€œ. â€žWissen Sie, wer das ist? Es ist der bedeutendste Genealoge den Deutschland je hatte â€“ â€žunser Jung-Spund Mengeleâ€œ, er ist erst schlappe hundert.â€œ Hitler deutete dabei auf â€žMomperâ€œ. â€žMompersâ€œ Augen blitzten schalkhaft: â€žAlle Welt erzÃ¤hlt diese Geschichten, aber wir, mein FÃ¼hrer und ich, haben wÃ¤hrenddessen die Geschichte neu erfunden. Die ewige Jugend ist mÃ¶glich, die Alterung verlÃ¤uft nach unseren Experimenten nur im halben Tempo, wenn man weiÃŸ, wie es gehtâ€œ flÃ¼sterte er geheimnisvoll. Hitler blickte nun ernster: â€žAber ich spÃ¼re, dass es trotzdem mit mir langsam bergab geht, und deshalb habe ich Sie gerufen. Nehmen Sie Platz! Das ist ein Befehl!â€œ, er schaute mich plÃ¶tzlich belustigt, fast spÃ¶ttisch, im Grunde selbst ironisch an. </p>
<p>Ich setzte mich. Hitler begann nun einen lÃ¤ngeren Monolog: â€žDamals, in den letzten Stunden des Reiches, die so schmerzhaft fÃ¼r mich waren, und noch heute das Kinopublikum (er streckte sich dabei und lÃ¤chelte befriedigt in sich herein) zu TrÃ¤nen rÃ¼hrt, schickte mir der Himmel wie durch ein Wunder, einer nie erbebten FÃ¼gung, einen Engel: Frau Malwida von Grothenmohl! Ihr Keller grenzte, was wir nicht wussten und der dilettantische und viel zu fette GÃ¶ring vorher nicht bemerkte (seine Stimme wurde fÃ¼r den Moment, da er sich Ã¼ber GÃ¶ring echauffierte schneidiger), direkt an meinen FÃ¼hrerbunker. PlÃ¶tzlich, am 20. April 1945, an meinem 56. Geburtstag, ging eine TÃ¼r auf, und SIE stand dort! Wir waren natÃ¼rlich alle Ã¼berrascht (Momper/Mengele nickt heftig), aber ich wusste jetzt: es gibt einen Ausweg. Nicht nur Juden konnten versteckt und gerettet werden, sondern auch so ein hilfloser FÃ¼hrer wie ich. Ich erahnte plÃ¶tzlich, was es hieÃŸ, verfolgt zu werden. Ich wollte nur noch raus, ich wollte: AUSSTEIGEN!â€œ Ich unterbrach ihn: â€žAber die verkohlte Leiche!â€œ Hitler lachte laut: â€žAch, meine Liebe, das war doch nur mein altes GlÃ¼cksschwein â€žErnstâ€œ, dem wir die Haut abgezogen, und in ein paar Stiefel gesteckt hatten. Die Russen haben den Unterschied gar nicht bemerkt.â€œ  </p>
<p>PlÃ¶tzlich bekam sein Gesicht eine andere Farbe, er erstarrte fast. â€žHÃ¶ren Sie, Tanjaâ€œ, Hitler beugte sich bis nahe an mein linkes Ohr und sprach ganz leise: â€œAhnen Sie, was ich 60 Jahre hier im Keller mitgemacht habe? Ich bin ein anderer Mensch geworden! Ich bereue tief und wÃ¼rde niemals wieder etwas BÃ¶ses tun. Glauben Sie mir!â€œ Ich schwieg und blickte mich verstohlen um. Er wiederholte seine Worte, diesmal fragend: â€žGlauben Sie mir?â€œ und fÃ¼gte insistierend â€žTanja!!â€œ hinten an, flehte sogar: â€žBitteâ€œ. Auch Mengele/Momper sah mich mit bittenden Augen an und ich glaubte fast einen Hauch aus seinem halb geÃ¶ffneten Mund zu hÃ¶ren, der wie: â€žTun Sie es dochâ€œ klang. </p>
<p>Ich zitterte. Hitler spÃ¼rte meinen Zweifel: â€žTanja, ich spreche ganz offen zu ihnen: schon damals, in der frÃ¼hen Systemzeit, kamen mir Zweifel. Ich war doch nur zum MilitÃ¤r gegangen, um fÃ¼r Deutschland etwas zu tun und engagierte mich nach Krieg links, wie alle. Ich stand sogar am Wegesrand um die Ermordung des bayerischen MinisterprÃ¤sidenten Eisner zu eskortieren: einem ausgewiesenen Vertreter des bolschewistischen Joodentums! Meine tiefe antikapitalistische Sehnsucht. Doch es kam anders. Ich wurde benutzt. Zum Kanzler musste man mich drÃ¤ngen. Mein Intimus RÃ¶hm versuchte mich dann zu erpressen: politisch, menschlich â€“ ich musste handeln. In Wahrheit strebte ich immer nach dem Ausgleich und dem SchÃ¶nen. Mit Goebbels diskutierte ich angeregt Ã¼ber die herrlichen Erfolge des kommunistischen Aufbaus in Sowjetrussland. Wir wollten doch nur das Beste fÃ¼r das Volk, auf gleicher, nationaler und sozialistischer Basis. Dabei habe ich jedoch ein paar Fehler gemacht, fÃ¼r die ich jetzt um Verzeihung bitte.â€œ Er sah mich mit traurigen Augen an, blinzelnd. </p>
<p>â€žDie Menschen drauÃŸen benÃ¶tigen ein Zeichen, sie wollen nicht nur ihr Selbstmitleid sehen, sondern eine wahre Ãœberzeugung spÃ¼renâ€œ stieÃŸ ich gepresst hervor. Hitler nickte: â€žWas schlagen Sie vor?â€œ â€žNunâ€œ, ich sah ihn durchdringend an: â€žIch kenne da ein paar politische Parteien, die wÃ¼rden Sie, Adolf, sicher aufnehmen. Wovor ich aber unbedingt warnen wÃ¼rde, wÃ¤ren die rechten Parteien. Man wÃ¼rde ihnen den Wandel nicht abnehmen. Sie sollten in eine linke Partei eintreten, am besten in eine ganz linke, das wirkt heute besonders Ã¼berzeugend! Und dann, ach herrje, das wÃ¤re so eine Perversionâ€¦ich will das gar nicht aussprechenâ€¦.â€œ Hitler war immer nÃ¤her gekommen, hatte gebannt jedes Wort, das ich sagte, begierig von meinen Lippen gelesen; sein Kopf schwoll rot an, er nahm seine Arme hoch, fÃ¼hrte die HÃ¤nde zu meinen Schultern, fasste mich hart an und begann mich durchzurÃ¼tteln, fÃ¼r einen Moment schien er wieder der alte zu sein: â€žSagen Sie es mir! Sagen Sie es mir! Sie mÃ¼ssen es mir sagen, Tanja!!â€œ Angst stand ihm im Gesicht, er bemerkte meinen Schrecken und lieÃŸ die HÃ¤nde wieder sinken: â€žEntschuldigung, ich wollte ihnen nicht wehtun, ich war immer gut zu allen Lebewesen.â€œ </p>
<p>â€žSchon gutâ€œ, meinte ich, doch sichtbar um Fassung ringend, â€žalso: ich wÃ¼rdeâ€¦(noch einmal seufzte ich tief, weil mir dieser Schritt wirklich zu gewagt und grotesk schien)â€¦ ich wÃ¼rdeâ€¦irgendwieâ€¦.zu sehenâ€¦dass man mich fÃ¼râ€¦ einenâ€¦ Sympathisanten des Judentums hÃ¤ltâ€œ. Hitler starrte mich an, die Sekunden vergingen, dann erhellte sich sein Antlitz, die Augen explodierten zu riesigen Tellerminen (um im Bild zu bleiben) und er riss erregt die Arme triumphierend nach oben: â€žDas ist DIE Idee. Die Idee!â€œ Er stampfte rhythmisch mit den FÃ¼ÃŸen auf den Boden, wie man es zuletzt 1944 auf dem Obersalzberg sah und von den Farbaufnahmen her kennt: â€žHawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha, Hawa nagila, hawa nagila, hawa nagila, wÂ´niss mecha. Hawa neranena, hawa neranena, hawa neranena neranena.â€œ Wir lachten alle, auch Malwida von Meier-MÃ¼ller-Schmidt, die plÃ¶tzlich wieder im Raum steht, lachte schÃ¼chtern mit. </p>
<p>â€žHÃ¶ren Sie auf, hÃ¶ren Sie auf, Adolfâ€œ, prustete ich, â€žich kann nicht mehr vor Lachen!â€œ Hitler war sichtlich auÃŸer Atem, aber auch sehr aufgekratzt: â€žSeit dem Fall von Paris war mir nicht mehr so leicht zu Mute!â€œ â€žAberâ€œ, ich versuchte die Stimmung wieder zu versachlichen, â€žSie sollten auch unbedingt den Anschein erwecken, in jÃ¼dischen Organisationen tÃ¤tig zu sein, das heiÃŸt ja nicht, dass Sie dort wirklich mitmachen mÃ¼ssen. Sie mÃ¼ssen nur so tun als ob! Einfach einen Aufnahmeantrag ausfÃ¼llen und bezahlen dann z.B. keine BeitrÃ¤ge mehr â€“ Hauptsache, die Leute denken, der ist koscher. Als erstes aber sollten Sie sich kurzzeitig einen Leibrabbiner zulegen! Ein starkes Symbol!â€œ   </p>
<p>Hitler stieÃŸ einen spitzen Schrei aus und keckerte: â€žGroÃŸarrrrtig! Sie werden immer besser, Frau Tanjaâ€œ. Er klopfte mir anerkennend auf den Arm und sprach, wieder beruhigt, leise, fast wispernd, weiter: â€žWir werden das ganz groÃŸ aufziehen.â€œ â€žMachen wir das doch soâ€œ, erklÃ¤rte ich. â€žIch nehme mal Kontakt zur Fernsehsendung â€žFrontal 33â€œ auf, dort kenne ich den Doktor Dings, und auÃŸerdem zu bestimmten Internetportalen, da kenne ich auch einige Leute, die machen auch den Ã¤ltesten Nazi wieder flott. Dann sprechen wir mit einigen alten Lehrern aus der SED, die immer sehr viel VerstÃ¤ndnis fÃ¼r ZusammenbrÃ¼che und NeuanfÃ¤nge haben, und touren ein bisschen durch die Lande, um den gelÃ¤uterten Hitler vorzuzeigen. Da ziehen die bestimmt mit, denn wenn der Hitler schon nicht mehr mitmacht, werden die jungen Nazis auch bald die Springerstiefel ausziehen, so denken die jedenfalls.â€œ â€žUnd Sie meinen, da spielen die mit?â€œ, fragte Hitler skeptisch. â€žNatÃ¼rlichâ€œ, erwiderte ich, â€ždie machen alles, wenn es nur Geld, eine Quote und Verwirrung in den KÃ¶pfen bringt. Und wenn Sie jemand als â€žalten Naziâ€œ beschimpft und als LÃ¼gner, dann zeigen Sie den einfach an â€“ damit haben Sie heute in Deutschland einen tollen Erfolg. Und wenn die Sache dann so richtig toll lÃ¤uft, kÃ¶nnen Sie ja in ein paar Jahren immer noch einer richtigen Partei ihrer Wahl beitreten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie schon die 20. Periode des<br />
Deutschen Bundestages als AltersprÃ¤sident erÃ¶ffnen kÃ¶nnen.â€œ </p>
<p>Hitlers Augen wurden feucht und seine Stimme fÃ¤rbte sich feierlich: â€žDas wÃ¤re etwas, noch einmal dort oben zu stehen, und meinem Volk zu sagen, was ich empfinde. Und vor allem mit den MissverstÃ¤ndnissen aufzurÃ¤umen, denn, immer waren meine Maxime nur: Freiheit, Frieden und Wohlstand! Und ich werde sagen: Ihr seht, ich habe mich geÃ¤ndert!â€ â€žBravoâ€œ, rief Mengele ausâ€œ, ich sehe Sie schon wieder, mein FÃ¼hrer, in alter Macht auf dem Thron, der ihnen zusteht.â€œ  </p>
<p>â€žNoch sind wir nicht soweitâ€œ, warf Hitler ein, â€ždenn wir mÃ¼ssen doch erst das andere Programm durchlaufen, wenn ich unsere schlaue Tanja richtig verstanden habe.â€œ Ich pflichtete ihm bei und rÃ¤usperte mich verlegen, angesichts dessen, was ich angerichtet hatte, fing mich, und sprach mit fester Stimme: â€žBeim Blick auf die Uhr sehe ich, dass es schon sehr spÃ¤t wurde und ich jetzt unbedingt aufbrechen muss. Verhalten Sie sich noch ein paar Tage still, ich fÃ¤dele das ein. Die Freunde vom Aussteigerprogramm werden begeistert sein â€“ man ist zu allem bereit, darauf kÃ¶nnen Sie Gift nehmen. Nein, war nur ein Scherz. Tun Sie es nicht, machen Sie eine Flasche vom besten SÃ¼dtiroler Tropfen aus, den Sie finden kÃ¶nnen. Sie sind im Handumdrehen rehabilitiert, wenn Sie auf mich hÃ¶ren!â€œ  Hitler kam mit feierlich anmutender Geste auf mich zu und ergriff fest meine HÃ¤nde: â€žDanke!â€œ, seine Stimme zitterte, â€žnichts als: Danke!â€œ â€žSchon gutâ€œ, meinte ich und lÃ¶ste mich aus der herzlichen Umklammerung. Mengele/Momper verlieÃŸ den Raum, ich folgte ihm, drehte mich noch einmal um, und winkte Hitler zu: â€žShalom!â€œ Er brÃ¼llte lachend: â€žShalom, meine Beste!â€œ </p>
<p>Tja, was nun? Meine Aufgabe ist heikel genug: Gehen wir an die Arbeit. Bei â€žFrontal 33â€œ werde ich sicher leichtes Spiel haben, dachte ich beim Verlassen des Hauses. Malwida von Grothenmohl hielt mich noch kurz beim Hinausgehen fest und flÃ¼sterte mir ins Ohr: â€žWenn Sie wieder kommen, dÃ¼rfen Sie mich auch Eva nennen.â€œ â€œWas?â€, ich war sehr erstaunt, â€œSie sind die immer frÃ¶hliche Eva Braun? Ja, dann ist Momper/Mengele vielleicht wirklich Momper oder Mengele?â€ â€œNeinâ€, beunruhigte sie michâ€œ, das ist unser Heiko! Er stand eines Tages vor der TÃ¼r, wir lieÃŸen ihn herein, schoren ihm Bart und Kopf, und seit dem macht er sich nÃ¼tzlich. Er sieht zum Beispiel ganz genau, wer ein Nazi ist, und wer nicht.â€ â€œSo? -, na sieh mal an, wer hÃ¤tte das gedacht?!â€, sagte ich und hastete gruÃŸlos aus dem Haus. Schnell, immer schneller.<br />
Die erste Maschine startete schon um kurz nach 7. 00 Uhr.<br />
Urfassung MÃ¤rz 2005<br />
<a href="http://www.n-tv.de/leute/film/Er-ist-wieder-da-auweia-article16093836.html" rel="nofollow">http://www.n-tv.de/leute/film/Er-ist-wieder-da-auweia-article16093836.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2015 09:23:52 +0000</pubDate>
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		<description>20 Wochen stand Timur Vermes' Was-wÃ¤ren-wenn-Szenario "Er ist wieder da" auf Platz eins der SPIEGEL-Bestsellerliste, mehr als zwei Millionen Mal soll sich das Buch Ã¼ber die Wiederkehr Adolf Hitlers im Berlin der Gegenwart verkauft haben.

Der Film beginnt nun wie das Buch damit, dass der Diktator 70 Jahre nach seinem Tod dort aufwacht, wo einst der FÃ¼hrerbunker stand, um dann derangiert durch Berlin-Mitte zu irren. http://www.spiegel.de/kultur/kino/er-ist-wieder-da-hitler-groteske-nach-timur-vermes-a-1056231.html</description>
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<p>Der Film beginnt nun wie das Buch damit, dass der Diktator 70 Jahre nach seinem Tod dort aufwacht, wo einst der FÃ¼hrerbunker stand, um dann derangiert durch Berlin-Mitte zu irren. <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/er-ist-wieder-da-hitler-groteske-nach-timur-vermes-a-1056231.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/kino/er-ist-wieder-da-hitler-groteske-nach-timur-vermes-a-1056231.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
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		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2015 06:29:34 +0000</pubDate>
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