Campo de Criptana




15. April 2006

Also sprach die Gegenpäpstin

Abgelegt unter: Allgemein — Campo-News @ 10:01

Bemerkungen für Jeden und Niemanden (Anstelle einer Osterpredigt)

Von Tanja Krienen

Papst Benedikt, der Fünf nach Zwölfte, tobt: “Der Mensch möchte die Familie neu erfinden, die Grammatik des Lebens selbst, von Gott so ersonnen und gewollt, möchte er verändern. Doch sich an Gottes Stelle zu setzen, ohne Gott zu sein, ist die dümmste Arroganz, ist das gefährlichste Abenteuer.”

Er geifert gegen die Gentechnologie und den freien Geist, gegen atheistische Überzeugungen und den schaffenden Menschen. Die Erkenntnis, von den Christen „Sünde“ genannt, hassen sie mehr als den Teufel selbst, den sie bekanntlich als Gegenpol nicht nur benötigen, sondern auch anerkennen.

Ein “gefährliches Abenteuer” also nennt er das freie Leben, welches der “dümmsten Arroganz” entspringen soll. Es ist deshalb notwendig, an dieser Stelle die (leicht gekürzte)Vorrede meiner Biographie „Hammerschläge“ zu präsentieren, weil gerade dort der Begriff der Veränderung über die vorgegebene Biologie hinaus reflektiert wird. Deutlich sei auch noch einmal gesagt, dass viele Personen aus dem angeblich so aufgeklärten linken Lager ganz ähnliche Auffassungen vertreten und genau so reaktionär denken, besser empfinden. Das versimpelte pseudo-sozialistische Weltbild der gequälten Existenz unterscheidet sich nicht an dieser Stelle sehr wenig vom christlichen. Beide benötigen zudem die Masse, das Sinnbild des Heerdenthieres.

Vorrede

Ihr sollt Dichter Eures Lebens sein

Friedrich Nietzsche (1844-1900)

Dieses Buch ist keines, welches „so nebenbei“ zu lesen wäre. Es ist gefährlich, und auszuschließen ist nicht, dass es nie hätte geschrieben werden dürfen. Ohne den Willen zum konzentrierten Lesen sollte man es nicht anrühren, denn die hier geschilderten gesammelten Augenblicke, Ereignisse und Chronologien einer Verbrecherin, die tatsächliche oder als solche interpretierte Verstöße beging, verdienen der intensiven Reflexion, wie auch der redlichen Kritik.

Doch darf sich letztere nur der erlauben, welcher sich wahrhaftig des Subjektes näherte und Wissenslücken lediglich dort ausweist, wo die Autorin selbst vakante Areale - unabsichtlich - präsentiert. „Ich sammle Augenblicke“, sagte der Böllsche Clown, - meine gesammelten Augenblicke handeln unter anderem davon, dass Nietzsches „Umwertung aller Werte“, keine leere Phrase bleiben muss. Er war es auch, der ihnen quasi den Titel gab, denn er war ja der, welcher „mit dem Hammer philosophieren“ wollte. Wie heißt es auf meiner Homepage „Hammerschläge“ dazu –

„Nicht der Hammer, dem die Sichel nahe steht, wurde als Sinnstifter dieses Informationskomplexes bemüht. Es stand auch nicht jener Pate, dessen Erscheinung, Zirkel, Ährenkranz und schwarz-rot-goldene Farben milderten. Schon eher der, den die amerikanischen Bürgerrechtler hoffend herbei sehnten; war doch ihr “IF I HAD A HAMMER”, die Imagination einer Instanz, die, zu jeder Zeit, überall im Land, Präsenz zeigen sollte. Gemeint ist jedoch zuvorderst der Hammer Nietzsches, mit dem er zu philosophieren beliebte und welcher ausgezeichnet für die ausgeweiteten politischen Kampfzonen sämtlicher Themenfelder geeignet erscheint.“

Ein Verbrechen ist im eigentlichen Sinne jede Straftat, die über eine Ordnungswidrigkeit hinausgeht. Im vorliegenden Fall kommen philosophischen Komponenten hinzu, unter der Berücksichtigung der von Nietzsche vorgenommen Definition eines Verbrechers. Aus dem Zarathustra; Von alten und neuen Tafeln:

„Den Schaffenden hassen sie am meisten: den, der Tafeln bricht und alte Werte, den Brecher - den heißen sie Verbrecher. Die Guten nämlich - die können nicht schaffen: sie sind immer der Anfang vom Ende: - sie kreuzigen den, der neue Werte auf neue Tafeln schreibt…
Die Guten - die waren immer der Anfang vom Ende. - …“

Wir werden also oft erleben, wie die ach so Guten, die Brecherin ihrer alten Werte, Verbrecherin nennen, weil sich diese nicht, während in den absurdesten Lebensbereichen der Krieg tobt, ans Kreuz schlagen ließ.

Verbrechen begehen, also Gesetze brechen, kann auf vielfältigste Weise geschehen - als einbrechen in - oder ausbrechen aus Bereichen, welche ursprünglich nicht für die Person vorgesehen waren. Nicht wenige Zeitgenossen sind der Meinung, Manipulationen am Menschen, ob am werdenden oder lebenden, ob verändert oder korrigierend, seien Verbrechen, Verbrechen gar an Gottes Schöpfung. Gott jedoch ist tot und so bestimmen wir selbst - unter Berücksichtigung einiger Grenzen - was wir wollen. Dies ist schwierig, aber reizvoll, gefährlich, doch interessant, und vor allem: befreiend!

Wie schrieb doch Christian Morgenstern in seinen sieben Galgenliedern –

Blödem Volke unverständlich
Treiben wir des Lebens Spiel
Gerade das was unabwendlich,
Fruchtet unserem Spott als Ziel.
Magst es Kinder-Rache nennen
An des Daseins tiefem Ernst;
Wirst das Leben besser kennen
Wenn Du uns verstehen lernst

Gegen das Naturgesetz zu sündigen wird abgestraft. Im schlimmsten Punkte den man sich denken kann, der Änderung seines Geschlechtes, habe ich „gesündigt“. Die Sünde ist ja bekanntlich nichts als die Erkenntnis. Nach dieser zu handeln und sich nicht von Gott leiten zu lassen, ist für viele Menschen ein unverzeihlicher Akt, gegen den vorausgesetzten Willen eines höheren Geistes. Dagegen zu sündigen heißt übrigens keineswegs, naturgegebene Fakten in allen anderen Fällen abzulehnen, sondern, - nur in auserwählten. Den Hammer zu benutzen bedeutet auch nicht, keinerlei Kompromisse zu kennen - im Gegenteil - er kommt meist erst dann zum Einsatz, wenn dem notwendigen Gegensatz zur unnachgiebigen These, nur durch laute Töne Gehör verschafft werden kann, auf dass daraus ein dialektischer Zustand entstehe. Es versteht sich auch von selbst, dass es sich nicht schickt Schwache anzugreifen und dies nicht nur, weil dort keine Meriten zu holen sind, sondern vor allem auf Grund des Niveaus und der Psychologie. Dies gilt für alle Lebensfälle.

Wer aber den mittleren und begründeten Weg geht, wird von Philistern beider Extreme missachtet - von den Postulierern des „Anything goes - Prinzip“ ebenso, wie von den Reaktionären. Die Balance, zwischen der als Grundvoraussetzung geltenden Forderung nach verstandesgemäßem Handeln, und der Vernunft, auf die in ausgewählten Punkten zu verzichten ist, wird von den meisten Menschen gar nicht als Problemstellung erkannt, resp. beantwortet. Die Pisaisierung schreitet fort.

Doch gerade in diesem Punkt - der (offiziellen) „Geschlechtsänderung“ - lagen keinerlei philosophische Gründe vor um sie durchzuführen - dies war eine Notwendigkeit, welche als Folge einer bestimmten Konstitution zu vollziehen war. Deshalb ist das vorliegende Buch auch keine „Transenbiograpie“, die sich hauptsächlich mit dieser Thematik befasst. Natürlich ziehen sich die schon früh spürbaren und abweichenden Empfindungen unmerklich wie ein rosaroter Faden durch das Geschehen, selbstverständlich kreist auch das Leben und die Wertungen der gelebte Existenz - doch mehr als Hintergrundgrollen, denn als vordergründige und alles entscheidende Komponente - durch die gesamte Erzählung, doch spiegelt die Lebensgeschichte vielmehr alle Facetten eines Lebens wieder, welches nur wenige Menschen in dieser Art und in dieser Expressivität durchlaufen können.

…Nehmen wir also die Bestandteile…und wir bekommen einen Einblick, was es heißt, ein Leben nach einer Nietzsche-Empfehlung zu führen, denn dieser meinte: “Take a walk on the wild side”, “Born to be wild” oder, wie er es selbst ausdrückte:

Das Geheimnis, um den größten Genuss vom Dasein einzuernten,
heißt: gefährlich leben!

Nachtrag/Anhang

Neulich am Nietzsche-Grab (Bericht einer unbedarften Tochter) -
Unna, im Sommer 2000, dem Jahr unseres Herrn Friedrich Nietzsche

DAS hier muss ich euch unbedingt erzählen!

Ja, ein seltsames Gefühl beschlich mich schon; angstvoll fuhr ich mit meinem Paps über die Grenze bei Eisenach. Das Radio suchte sich wie von Geisterhand MDR-Radio Thüringen aus, - ich zitterte! Doch irgendwann erreichten wir unser Ziel Röcken. Das liegt in der Nähe von Leipzig und man kann die Leute tatsächlich noch verstehen.

In dem Dorf Röcken jedenfalls, wurde vor langer Zeit der Philosoph Friedrich Nietzsche geboren. Das soll ein ganz armer kranker Mann gewesen sein, mit vielen Kopfschmerzen von der Syphilis, wie Paps meinte, und zum Schluss hat er ein Pferd umarmt und ist dann wahnsinnig geworden. Und jetzt das Allerkrasseste: Am 25. August ist er 100 Jahre volltot! Das ist sicher schön für ihn, weil er immer traurig war, aber gefährlich leben wollte oder so ähnlich. Dabei wanderte er eigentlich nur sehr viel, dachte nach und schrieb. Er war wohl auch nicht so sehr christlich.

Außerdem hatte der arme Herr Nietzsche eine böse Schwester, Elisabeth hieß die. Als sie Kinder waren, sollen sie miteinander richtig rumgeknuddelt haben, doch als er später krank war, hat sie oft Tinte über seine Arbeiten geschüttet, wenn ihr was nicht passte, so dass es keiner mehr lesen konnte. Sie war nämlich ein Nazi!

Und stellt Euch vor: Gerade kuck ich wo man ihn verbuddelt hat, da gings auch schon richtig ab.

Am Grab
(Jamben für die äußersten Planetenbahnen)

Nie dringt ein Laut aus dieser Erden
Unheimlich dunklen tiefen derben.
Sie lässt nur ahnen wie die Zeit
Es treibt, in der Unendlichkeit.

Des Ortes schwerelose Leere,
Durch schweigend Sinnen noch vermehre,
So rieche, - nein! - so spür ich hier
Ein lebend - giftig Elixier.

Ach! – diese Luft! – der Grabesduft
Die liebe wohl vertraute Gruft,
Lässt mich hier tanzen, singen, springen,
Vollendetes zu Werke bringen.

Da donnert´s laut, das Grab bricht auf,
Jetzo schnell weg, - ich denk nur: “Lauf!”
Doch schon packt Lisbeth meinen Schopfe,
Dass sie mich auf den Kopfe klopfe.

Dann hält sie inne, steht ganz starr,
Stumpf glänzt das leichengraue Haar.
Nun schweigt das Tier und selbst der Baum –
Angstvolle Wahrheit, - niemals Traum!

Der Schnauzbart und die wachen Augen!
Er ist´s!!! Gehört – ich könnt´s kaum glauben!
Gewandt zur Schwester dröhnt es raus:
“Ha! – Hör! – Dein schmutzig´ Spiel ist aus!

Du schlepptest mir den Pöbel an –
Antisemit und Priester-Mann.
Gabst Hitler meinen Wanderstock:
Her mit dem Hammer und dem Pflock!

Den schlag ich freudig Dir ins Herz –
Ins Schwesterherz, - als Bruderscherz!
So will ich lustig sein mit Dir.
Halt ein, - die Sinne schwinden mir!

Geschwiegen hab ich Hundert Jahr,
Tot lag ich dort; zu lang fürwahr!
Doch! – Rühr dies Kind hier niemals an!
Sieh her! Ich mach ein Zeichen dran!”

Er dreht sich langsam zu mir her;
Die Totenkralle kratzt dann sehr.
Auf meinem Bauch, dem braunen warmen,
Die Schlange prangt, - des Teufels Namen!

“Das Tier zum höchsten Zorne Gottes,
Gebührt dem ersten Weib des Spottes.”
Es schaut mich Friedrich an und lacht:
“Tanja, mein Sternchen, - gutgemacht!”

“Also sowas!”- sprach ich und ging.

Es war Mittag.

Dann hab ich mir mal alles bei Lichte angesehn. Schöne Bescherung! Die Schwanzspitze kann man eigentlich niemandem zeigen. Es ist also insgesamt eine mittlere Katastrophe, wie Ihr Euch leicht denken könnt. Na, wenigstens hat der tapfere Herr Nietzsche seiner Schwester mal die Meinung gesagt! Doch was hatte ich da überhaupt mit zu tun?

Herrjeh! Jetzt muss ich aber wirklich Schluss machen, Mehmet kommt grade rein und will natürlich die Schwanzspitze sehn!

Tschüss! Eure Tanja


Babylon-Tanja

17 Kommentare »

  1. Ja, Ja, lasst uns die Grenzen sprengen:
    Schaffen wir das 3. 4. und 5. Geschlecht.
    Verbrechen wir uns an der Mehrheitlichen Natürlichkeit, da sie ja nur mehrheitlich und nicht allumfassend ist.
    Schaffen wir den Tetraploiden Menschmutanten (aka Übermensch).
    Schaffen wir uns 92 XYYY Genotypen, 92 XXYY Genotypen, 92 XXXY Genotypen und die
    92 XXXX Genotype mit allen Phänotypischen Subvarianten.
    Männer mit mit schönen Brüsten, Frauen mit strammen Lanzen, Zwischendrinnis aller Arten.
    Lasst uns durch den Monsun schweifen zum Ende der Welt.

    In a Dada we vida (with a splash of Reggae-Synkopation)

    Der echte und wahre und einzige Gegenpapst

    Erik der schröckliche

    Kommentar von Erik — 16. April 2006 @ 04:20

  2. Warum Uli Höness Bundeskanzler von Deutschland werden muss?

    Ganz einfach weil er der intelligenteste Fussball-Manager aller Zeiten ist.

    Weil er weiss wie man man gewinnt und weil er weiss wie man nach Niederlagen wieder aufstehen kann.

    Weil kein anderer als Spieler und Manager, jemals besseres geleistet hat.

    Und weil er Tanja Krienes Sehnsucht nach der “Blonden Bestie” besser verkörpert als jeder andere Fussballer aller Zeiten.

    In a Dada we vida!

    Der wahre und einzige Gegenpapst
    Erik der erste und letzte

    Kommentar von Erik — 16. April 2006 @ 06:10

  3. Tatsächlich finde ich den FC Bayern ganz ok. Uli Höneß ist natürlich kein Politiker und hat in jüngster Zeit zweimal auf dem sportpolitischen Gebiet versagt:
    1. Bei der Aussöhung/Hilfe für den Hafenstraßen-Mobclub FC. St. Pauli.
    2. Mit dem Gastspiel des FC Bayern im Iran.

    Allerdings hat er als Fußballer nicht - wie du schreibst - alles erreicht, musste er doch schon seine Karriere mit 27 beenden und absolvierte lediglich 35 Länderspiele. Eine klassische Fußball-Legende ist er in diesem Sinne nicht. Als Manager jedoch ist er unüberbietbar und macht fast alles richtig. Seine Feinde sind auch meist meine Feinde, inklusive des jesuitischen Ex-BVB-Managers Meier - das größte Verhängnis für “meine Borussia”, vor dem ich von Beginn an warnte.

    Bezüglich der Geschlechter weiß ich jetzt nicht, was ironisch, und was ernst gemeint ist. Mit einem “3. Geschlecht” könnte ich mich abfinden, wenn damit die tatsächlich darauf bestehende, klitzekleine Gruppe wirklicher Intersexueller gemeint ist (wenngleich da meist Leute die Propaganda-Keule schwingen, die es nicht sind). Aber ansonsten ist das natürlich Unsinn. Unsinn propagiere ich nicht, und der “Übermensch” ist eine philosophische Kategorie. Es ist eine Existenz des Leids, der Euphorie, des Scheiterns, des Werdens, des Übergangs und der Überwindung des Herkömmlichen. Nichts für schwache Nerven also.

    Man könnte mit Karl Kraus sagen:

    “Der Übermensch ist ein verfrühtes Ideal, das den Menschen voraussetzt.” - doch das bedeutet ja noch Schlimmeres: Selbst der Mensch ist noch nicht vorhanden. Der heutige als Mensch bezeichnete “Mensch” wäre also in Wirklichkeit…ja was?

    Und so sagte Kraus denn auch richtig:

    “Das müssen wohl arge Pessimisten sein, die die vorhandene Kollektion schon für die denkbar beste halten! Oder arge Idioten, die Jenen einen Schmetterlingsfeind nennen, den beim Gedanken an einen toten Admiral die Kohlweißlinge zu viel werden.”

    O-Ton-Nietzsche:

    Der Mensch ist ein Seil,
    geknüpft zwischen Tier und Übermensch
    ein Seil über einem Abgrunde.

    Was groß ist am Menschen,
    das ist, das er eine Brücke und kein Zweck ist:
    was geliebt werden kann am Menschen,
    daß ist, daß er ein Übergang und ein Untergang ist.

    Ich liebe die,
    welche nicht zu leben wissen,
    es sei denn als Untergehende,
    denn es sind die Hinübergehenden.

    Ich liebe den,
    dessen Seele tief ist auch in der Verwundung,
    und der an einem kleinen Erlebnis zugrunde gehen kann:
    so geht er gerne über die Brücke.

    Ich liebe den,
    der freien Geist und freien Herzens ist:
    so ist sein Kopf nur das Eingeweide seines Herzens,
    sein Herz aber treibt ihn zum Untergang.

    Ich liebe alle die,
    welche wie schwere Tropfen sind,
    einzeln fallend aus der dunklen Wolke,
    die über den Menschen hängt:
    sie verkündigen, daß der Blitz kommt,
    und gehn als Verkündiger zugrunde.

    Seht, ich bin ein Verkündiger des Blitzes
    und ein schwerer Tropfen aus dieser Wolke:
    dieser Blitz aber heißt Übermensch.
    Also sprach Zarathustra.

    Aus „Also sprach Zarathustra“, Friedrich Nietzsche, 1878

    Kommentar von Campo-News — 16. April 2006 @ 07:51

  4. Uli Hönness,

    Als aktiver Fussballer:
    Weltmeister
    3 Facher Meisterpolalsiegenr
    Europamester
    Mehrfacher Bundesliga-Meister
    Stafstoss-Versager
    Knie-Verletzter
    Frühvolendenter
    unschuldiger Flugzeugabstürzer
    Mittelständischer Wurstfabrikations-Erbe
    Hochintelligenter Manager
    Stehaufmännchen

    Mit Humor und Witz aber notfalla auch ohne

    habe ich als einziger echter wahrer und letzter Gegenpaspst das Investiturrecht
    zu deklarieren

    Uli Höness muss Bundeskanzer werden

    Erik
    der erste, letzte und notfalls hinterletzte

    In a Dada we Vida

    Kommentar von Erik — 17. April 2006 @ 05:27

  5. Leider habe ich jetzt wieder keine richtige Antwort bekommen, z. B. auf die Frage, wie denn die Bemerkungen zu den Geschlechtern zu verstehen sind.

    Und wenn schon Dr. Deisler nicht kommt, greife man zu ihm:

    Ein Tinguely-Experiment

    Kommentar von Campo-News — 17. April 2006 @ 08:15

  6. Hallo Tanja,

    Auf das 4. und 5. Geschlecht kann ich problemlos verzichten, wenn die kleine Minderheit der Interseuellesn als 3. Geschlecht annerkannt wird, wenn sie es den wollen.
    Mann zu Frau oder Frau zu Mann Transsexuellee wolllen ja, wenns gut läuft entweder Mann oder Frau sein.
    Siehe auch Erik Schinegger, Abfahrtsweltmeisterin von 1966 als Erika, Skischulleiter als Erik.

    Erik

    Kommentar von Erik — 17. April 2006 @ 11:35

  7. Hallo Erik!

    Siehst du: Klassisches Beispiel von “daneben” und es zeigt, wie wenig nachprüfbare Fälle es gibt. Solange Leute wie Oliver Tolmein die dürren Fingerchen noch in diesen Geschichten haben, wird alles noch schlimmer. Denn: Schinegger war schlicht schon immer ein Mann - nur war das Geschlechtsteil unglücklich verwachsen (so weit nach innen, das es bei der Geburt nicht gesehen wurde). Er ist auch ganz normal zeugungsfähig. Das war kein wirklicher “Fehler der Natur”, sondern …ein “Versehen”.

    Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 17. April 2006 @ 11:49

  8. Im Bereich Erziehung aber, da wo es um menschliche Werte geht
    – Erziehung ist Beschenkung mit Menschlichkeit, sagt Johannes Paul II. in seinem Brief an die Familien – könnte und müsste die Kirche ihre Präsenz in der Gesellschaft intensivieren. Sie ist hier gefordert, und nicht anders ist das mahnende Wort des Papstes zu verstehen. Rom hat dabei, wie immer, die Welt im Blick. Im September wird die UNO in einer Mammutkonferenz über die Rechte der Kinder wieder versuchen, radikale Programme durchzusetzen, die unter anderem Homosexualität und Transsexualität als völlig normale Lebensformen darstellen, die die Abtreibung zu einem Recht auf Gesundheit ausbauen und den unbeschränkten Zugang zu Verhütungs- und Abtreibungsmitteln auch für Jugendliche propagieren.

    Elternrechte finden in diesen Programmen der UNICEF nicht statt. Schon heute warnt der Vatikan vor diesen Programmen.

    Dies war 2001 und auch Paparatzi ist dem treu geblieben, das musste ich bei traditionellen Kreuzweg am Karfreitag mitbekommen. Wenn ich auch nicht Homosexuell bin, so regte mich auf, dass Ratzinger die Homosexualität und wilde Ehe dort als eine Gefahr für die Familie nannte. Der Vatikan macht zwischen Homosexualität und Transsexualität keinen Unterschied.

    Wetlfremd wie eh und je die alten verschrobenen, und frustrierten Männer im Vatikan, die meinen sie könnten ihren Frust auf die ganze Menschheit verteilen. :(

    Kommentar von TanjaJ — 17. April 2006 @ 13:14

  9. Ganz Unrecht haben sie nicht. Auch ich halte die Familie auch für ein Ideal, das von vielen Erscheinungen bedroht ist - auch mitunter aus egoistischen und fehlgeleiteten Motiven. Fraglich, ob “die alten Männer im Vatikan”, die nicht ganz so verschroben sind, wie manche meinen, der richtige Ratgeber sind. Aber wenn sollte man konsequent bleiben und ihre politische Einmischung allgemein ablehnen. Einen “Kirche von unten-Papst” brauchen wir nicht - deshalb war und bin ich für Ratzinger. Mit vielen Einsprüchen selbstständlich. Aber hier ging es ja darum, dass manche “päpstlicher als der Papst” sind, gerade mullahhaft; und in diesem Fall heißt der Mann Söder. Siehe auch die Satire, die vom Helgoländer Vorboten” veröffentlich wurde.

    Kommentar von Campo-News — 17. April 2006 @ 15:43

  10. Hallo Tanja,

    Wie viel und wie oft Definitionen ändern, ist immer wieder lustig.
    Erika Schinegger ist als Mädchen erzogen worden, wurde entsprechend sozialisiert und wurde erst durch einen olympischen Gen-Test, den sie selbst nicht veranlasst hat als Genotyp 46XY erkannt,
    Sie hatte bis dorthin auch keine Männliche Körperbehaarung.
    Sie ist nicht von sich aus, aus ihrem Leben als erfolgreiche junge Sportlerin, erwacht.
    Als sie dann die Wahrheit ihrer speziellen Konstitution erfuhr, entschied sie sich ihre Vermännlichung voran zu treiben, was dem Oesterreichischen Ski Verband natürlich gar nicht passte.
    Nach denen hätte Erik Schinegger als Intersexuelle weiter in Sack und Asche Leben sollen.
    ER aber betrieb seine Vermännlichung gegen bedeutende Widerstände.

    Soviel zu dem.

    Als Agnostiker muss ich mir zum Glück keine Gedanken machen welcher A-Sexuelle
    Krypta-Sexuelle Papst wird. Auch nicht ob’s ein ehemaliger Hitler-Pimpf ist.
    (Nebenfrage an Tanja: Welcher Kryptoschwule Schickelgruber war eigentlich für die Zuständig?)

    In a Dada we vida

    Erik

    Kommentar von Erik — 18. April 2006 @ 09:59

  11. Nein, nein, soweit ich weiß, ist es kein “Zwitter”. Von der Seite über den Film: “Offensichtlich irritiert wegen des seltsamen Aussehens, wurde das Kind an den kommenden Tagen mehrfach untersucht. Letztlich beruhigte die Hebamme die Eltern und gratulierte zur neugeborenen Tochter. Erika wächst als Mädchen auf. Schon früh bemerkt sie, dass ihre Geschlechtsorgane etwas anders aussehen als die der anderen Mädchen. Dies scheint sie nur wenig zu beunruhigen. Bis zur Pubertät gibt es keine Zweifel. Mit der Pubertät begann sich vieles zu ändern. Erikas Menstruation blieb aus, die Brust will sich nicht entwickeln, und sie fühlt sich zu Mädchen hingezogen.”

    Auch Wikipedia schreibt richtig …für eine Frau gehalten wurde

    Aus dem Südtiroler Wochenmagazin: “Die seltsame Beule zwischen den Beinen des Neugeborenen halten alle für einen Leistenbruch. Auch die Ärzte finden später nichts. “Also ist es so geblieben”, erinnert sich die 88-jährige Erika Schinegger, Mutter von Erik Schinegger, im Film “Erik(A)” (siehe Kasten). Erik wuchs als Erika auf - obwohl eindeutig als Knabe geboren. “Die Natur hat sich bei mir einen Scherz erlaubt”, sagt Schinegger. Die Geschlechtsorgane waren nach innen gewachsen - wie ein umgestülpter Handschuh. Trotz mehrmaliger Untersuchungen wurde das nicht erkannt. Als Erika vierzehn war, diagnostizierte man einen Bruch. “Dabei war es mein zweiter Hoden, innen in der Leistengegend.”

    Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 18. April 2006 @ 10:34

  12. Hallo Tanja,
    Als Skifanatiker kenn ich den Fall, das ändert aber nix an der Tatsache, dass sie als Mädchen oder junge Frau Weltmeisterin wurde, und ohne den Gen-Test nicht als Mann, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt, entdeckt worden wäre.
    Und es ändert auch nichts an der Tatsache, das Der ÖSV gar nicht erfreut war, als Erika entschied Erik zu werden.
    Und darum schrieb ich ja auch:
    Dass die zum 3. Geschlecht gehören sollen dürfen, die das wollen. Erik Schinegger wollte es nicht, und das ist auch gut so.
    Aber wäre Erika eine Hochgradige PAIS- oder CAIS-XY Frau gewesen, wäre ihr damals der Frauenstatus aufgrund des Gentests abgesprochen worden. Wäre aber als Mann kaum glücklich geworden. Vielleicht hätte ER/Sie sich auch nicht mehr als Frau wohl gefühlt, und dann wär eben die Annerkennung als Mitglied des 3. Geschlechts hilfreich.
    Das ist eben auch eine Form der Freiheit, und die soll eben den seltenen Hermaphroditen, Pais und Cais-Frauen, den XXY-Männern und anderen genetisch und hormonell sexuell zweideutig angelegeter Menschen gegeben sein, wenn es ihnen hilft, mit dem Leben besser klar zu kommen.

    Ob dann Transsexuelle, Homosexuelle und Bisexuelle sich privat als 4. oder 5. Geschlecht definieren wollen, kann mir egal sein.
    In meiner Argumentation geht es um die Gruppe, die bis anhin als Intersexuell bezeichnet wurde, wobei diese Bezeichnung neuerdings wieder in Frage gestellt wird.

    Erik

    Und des weiteren bin ich immer noch der Meinung, dass Uli Höeness Bundeskanzler werden sollte.
    In a Dada ve vida

    Pontifex Controversius

    Kommentar von Erik — 7. Mai 2006 @ 07:54

  13. Hallo Erik!

    Freut mich, dass du mal wieder etwas von dir hören lässt.

    Mir ist das aber nicht - schon aus Gründen der Logik - egal. Es gibt ein paar Menschen, denen “das” nicht auf den ersten Blick anzusehen ist (auch weil ein paar Depperte es nicht wollen, siehe Bill Kaulitz), die aber manchmal nur TVs sind - aber Fakt ist, dass Erick S. NIE(!) etwas anderes war als ein Mann (sah auch aus meiner Sicht immer so aus) und NICHT intersexuell ist.

    Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 7. Mai 2006 @ 08:06

  14. Hallo Tanja Krienen,

    Er wurde Frauenweltmeister der Abfahrt, das ist ein Fakt, das er in der Nachschau seine Besonderheiten neu einordnete ist doch richtig. Aber wenn er sich 1966 als Mann gefühlt hätte, wäre er doch nicht als Frau an die WM gefahren, nein damals empfand er sich sehr wohl als eigentümliche Frau.
    Der Oestereicheische Skiverband hätte ihn gerne weiter in der Rolle der Frau oder der Intersexuellen gesehen.
    Und das sag ich ja: Den Status 3. Geschlecht, nur für die welche es brauchen.
    Erik Schinegger brauchte es ja zum Glück nicht, aber wäre es nach dem OeSV gegangen, wäre immer noch nicht Mann.

    Erik

    P.S. war ein bisschen länger Landesabwesen.

    P.P.S

    Die Kaulitz-Twins findet mein dir Forumstechnisch wohlbekannter Neffe 2. Grades einfach zum kwälen hübsch.

    Er ist seither für die Einführung von Skispringen für Mädchen und Rhytmischer Sportgymnastik für Jungs, ja und natürlich: Mineralwasser für alle.

    Kommentar von Erik — 7. Mai 2006 @ 09:07

  15. Es hätte auch theoretisch ein Transvestit Frauenweltmeister werden können - keine deutsche Tunte, klar - aber einer von den denen, die das können. Doch das ist doch kein Beweis für das Vorhandensein eines 3. Geschlechtes! Hier zählen nur die Fakten. E.S. hat sich lange als Frau gefühlt (hatte aber zur Zeit des WM-Gewinns schon Zweifel), weil er schlicht nicht wusste, wie es um seine Genitalien bestellt war. OBJEKTIV ist er ein Mann und war nie etwas anderes.

    Die Kaulitze sind ja auch hüsch - besonders der eine, der ohne Rastalocken *g* - aber wie du weißt, gibt es ja auch da Mutmaßungen, die schlicht dem Willen zur Dummheit, nicht aber der Realität geschuldet sind. Denn: BK ist nicht schwul, sondern schlicht
    bill-sexuell Grüße, TK

    Kommentar von Campo-News — 7. Mai 2006 @ 09:28

  16. Nein, Tanja
    hätte nicht, da junge Skistars keine Einzelzimmer bekommen, heute nicht, damals nicht
    Und spätestens beim gemeinsamen Duschen wer der Transvestit aufgefallen.
    Erika war für alle ein knabenhaftes Mädchen.
    Natürlich kam sie sich komisch vor.
    Aber seine Männlichkeit musste er Durchsetzen.
    Es gibt nun aber Intersexuelle die sich Zeit ihres Lebens weder als Frau noch als Mann fühlen, und denen will ich nicht vorschreiben was sie zu fühlen haben.
    Und für die braucht es dann die 3. Kategorie.

    Erik

    Kommentar von Erik — 7. Mai 2006 @ 09:58

  17. Meine Güte, können wir nicht objektiv und subjektiv, sprich Täuschung unterscheiden?

    Ich weiß nicht, ob Abfahrtsfrauen vor 40 Jahren zusammen duschten, aber da hätte man ja nichts gesehen. Nicht aber, weil es nicht da war, sondern: nur nicht sichtbar. Ob ein TV das verheimlichen könnte, wage ich auch zu bezweifeln - früher vielleicht oder in prüden Gesellschaften - heute wohl nicht. Aber es geht doch um FAKTEN: E.S. war IMMER ein Mann und NICHT zweigeschlechtlich! Das ist doch nicht schwer zu verstehen! Grüße

    Kommentar von Campo-News — 7. Mai 2006 @ 10:25

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