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	<title>Kommentare zu: Eine schÃ¶ne Bescherung</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/24/412.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 03:02:30 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/24/412.html#comment-17209</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Dec 2005 11:04:22 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus3.JPG' alt=''width="75%"/&gt;
&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus4.JPG' alt=''width="75%"/&gt;

Nun habe ich dem Stones Fan KHF gestern eine DVD geschenkt, die wir uns auch im Laufes des Abend mit Genuss und Gewinn angesehen haben, entstanden im Dezember 1968: Eine hervorragende QualitÃ¤t, ein Supersound und in der Spitze Klasse - Musik. Welch ein Unterschied zu der gehauchten Seelenlosigkeit im Takt der Pressmusike von heute.

Besonders stark: The WHO. Keith Moon benimmt sich so, wie es ein Schlagzeuger, ein nach auÃŸen Wirkender machen muss: jede Geste, jede Mimik stimmt (und das wahrscheinlich meist unbewusst). Und dann der Ausdruck Pete Townsends!Der Dialog zwischen Lennon und Jagger: einzigartig, abgeklÃ¤rt - zwei Mitzwanziger in professioneller, artistischer AuthentizitÃ¤t *g*

Mittendrin - die Einlage der Frau, die sich ungefÃ¤hr Bono nennt, aber hier nicht genannt werden soll: Sie schaffte es ca. vier Minuten lang zu wiehern! Nicht wirklich, sondern so Ã¤hnlich. Sie kreischte vier Minuten lang - vÃ¶llig starr dar stehend - wie von irgendetwas gestochen, dabei umklammert. War es Pop-Art? Hm, nicht wirklich. Neo-Dada? Asiatische Volkskunst?Auch nicht. Es ist ihr vollster Ernst! Das ist ihr Problem. Sie zeigt auch nicht im Ansatz Abstand von diesem "Auftritt", sie zwinkert nicht, sozusagen. Und trotzdem war das Ãœbel so kalkuliert provokatorisch, dass man nur frÃ¶hlich "Das gibtÂ´s doch gar nicht!" grienen und applaudieren kann. Man frage mich nicht nach einer AuflÃ¶sung des PhÃ¤nomens! Hier das ganze VerhÃ¤ngnis, liegend - aus der Collage des WHITE ALBUM, das ich mir sofort nach seinem Erscheinen 1968 kaufte:

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus6.JPG' alt=''width="75%"/&gt; 

Marianne Faithful! TrÃ¤nen weinte ich, TrÃ¤nen! Yer Blues von John Lennons Kunstband "The dirty Mac", Gott, dass man sowas nochmal so sehen und hÃ¶ren kann -

My mother was of the sky 
My father was of the earth 
But I am of the universe 
And you know what it's worth 
I'm lonely wanna die 
If I ain't dead already 
Ooh girl you know the reason why. 

The eagle picks my eye 
The worm he licks my bone 
I feel so suicidal 
Just like Dylan's Mr. Jones 
Lonely wanna die 
If I ain't dead already 
Ooh girl you know the reason why. 

Black cloud crossed my mind 
Blue mist round my soul 
Feel so suicidal 
Even hate my rock and roll 
Wanna die yeah wanna die 
If I ain't dead already 
Ooh girl you know the reason why. 

Und dann die Stones selbst: Keith Richard noch mit einem wirklichen Gesicht, Jagger hochgradig verspielt und mit dem Hintern wackelnd, so, wie es uns ein Vorbild war, Charlie Watts noch langhaarig und nett, und: Brian Jones - eine Blondine mit merkwÃ¼rdigen Stulpenstiefeln und glÃ¤nzender Hose - sechs Monate vor seinem Tod.

Nicht alles bekamen wir damals mit, "wir", ein Haufen von Kids mit "Beatlefrisur, die wir aber weiter, hÃ¶her waren, als die Mucker unserer Klasse, jenen, die Zinnsoldaten sammelten, an Preisausschreiben der Bundeswehr teilnahmen und Ratz-und RÃ¼befrisuren auf dem Top ihres unsportlichen KÃ¶rper spazieren trugen, nichts von Musik wussten und maximal Heintje hÃ¶rten. Zwar lebte ich auch noch parallel, besuchte z.B. am 2. November 1968 ein Roy Black-Konzert, aber ich kaufte mir schon - um bei den hier verhandelten Musikern zu bleiben - 1968 "Pictures of Lily" und 1967 "Lets spend the night together/Ruby Thuesday". Das ist das Level, da fÃ¤ngt die Musik erst an *g* und *lol* - und so lange "wir " atmen, wird der SchafscheiÃŸ geklonter Lumpen, wird heiÃŸe Luft aus den geblÃ¤hten BÃ¤uchen schon jetzt halbplastinierter Plastikmusiker, bis zu jenem berÃ¼hmten letzten Atemzug bekÃ¤mpft. Einen kleinen historischen Moment glaubten wir vor rund 25 Jahren gesiegt zu haben, ehe die Brut der 68er Eltern, als Reaktion auf Unverdautes, durch die Ritzen drang und die Kultur, sowie ihre Anti-Thetik, auf immerdar, fast es so, vertrieb.

TK 1968:
&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/TK1968.1_01.jpg' alt='' /&gt;

I used to wake up in the morning
I used to feel so bad
I got so sick of having sleepless nights
Went an' told my Dad

He said, "Son now here's some little something"
And stuck 'em on my wall
And now my nights ain't quite so lonely
In fact I, I don't feel bad at all
I don't feel bad at all

Pictures of Lily made my life so wonderful
Pictures of Lily helped me sleep at night
Pictures of Lily solved my childhood problems
Pictures of Lily helped me feel alright

and:

I feel so strong that I can't disguise (oh my) 
Let's spend the night together 
But I just can't apologize (oh no) 
Let's spend the night together 
Don't hang me up and don't let me down (don't let me down) 
We could have fun just groovin' around around and around 
Oh my, my 
Let's spend the night together 
Now I need you more than ever 
Let's spend the night together 

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus.JPG' alt=''width="85%"/&gt; 

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus2.JPG' alt=''width="85%"/&gt;

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus5.JPG' alt=''width="75%"/&gt;
Auftritt des Lehrers: groÃŸ schlank, weiÃŸe Pluderhose. Ein Pfau. Der Meister philosophierte Ã¼ber das â€žrichtigeâ€œ Sitzen, das fÃ¼r UngeÃ¼bte schmerzhaft und schwierig sein kann. Eine Dame klagte, ihre Beine wÃ¼rden einschlafen. Was sie denn tun kÃ¶nne? Sie sei nicht bei sich, nicht im Jetzt, beschied der Meister. Sie mÃ¼sse es probieren, bis die Beine nicht mehr einschliefen. â€žDas war fÃ¼r mich Arroganz purâ€œ, so Lichter. â€žNichts Ã¼ber DehnÃ¼bungen, Yoga oder eventuelle RÃ¼ckenprobleme. Sie wurde einfach abgespeist. Die Frau hatte Schmerzen, das kann man doch nicht weglabern.â€œ Einmal entdeckte er eine Frau, die alle viere von sich gestreckt im Gras lag. â€žBÃ¤uchlings herumliegen und zu Klangschalen meditieren, der Typ bin ich einfach nicht.â€œ https://www.goldenekamera.de/serien/article232206721/Horst-Lichter-Was-mich-drei-Tage-im-Kloster-lehrten.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus3.JPG' alt=''width="75%"/><br />
<img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus4.JPG' alt=''width="75%"/></p>
<p>Nun habe ich dem Stones Fan KHF gestern eine DVD geschenkt, die wir uns auch im Laufes des Abend mit Genuss und Gewinn angesehen haben, entstanden im Dezember 1968: Eine hervorragende QualitÃ¤t, ein Supersound und in der Spitze Klasse - Musik. Welch ein Unterschied zu der gehauchten Seelenlosigkeit im Takt der Pressmusike von heute.</p>
<p>Besonders stark: The WHO. Keith Moon benimmt sich so, wie es ein Schlagzeuger, ein nach auÃŸen Wirkender machen muss: jede Geste, jede Mimik stimmt (und das wahrscheinlich meist unbewusst). Und dann der Ausdruck Pete Townsends!Der Dialog zwischen Lennon und Jagger: einzigartig, abgeklÃ¤rt - zwei Mitzwanziger in professioneller, artistischer AuthentizitÃ¤t *g*</p>
<p>Mittendrin - die Einlage der Frau, die sich ungefÃ¤hr Bono nennt, aber hier nicht genannt werden soll: Sie schaffte es ca. vier Minuten lang zu wiehern! Nicht wirklich, sondern so Ã¤hnlich. Sie kreischte vier Minuten lang - vÃ¶llig starr dar stehend - wie von irgendetwas gestochen, dabei umklammert. War es Pop-Art? Hm, nicht wirklich. Neo-Dada? Asiatische Volkskunst?Auch nicht. Es ist ihr vollster Ernst! Das ist ihr Problem. Sie zeigt auch nicht im Ansatz Abstand von diesem &#8220;Auftritt&#8221;, sie zwinkert nicht, sozusagen. Und trotzdem war das Ãœbel so kalkuliert provokatorisch, dass man nur frÃ¶hlich &#8220;Das gibtÂ´s doch gar nicht!&#8221; grienen und applaudieren kann. Man frage mich nicht nach einer AuflÃ¶sung des PhÃ¤nomens! Hier das ganze VerhÃ¤ngnis, liegend - aus der Collage des WHITE ALBUM, das ich mir sofort nach seinem Erscheinen 1968 kaufte:</p>
<p><img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus6.JPG' alt=''width="75%"/> </p>
<p>Marianne Faithful! TrÃ¤nen weinte ich, TrÃ¤nen! Yer Blues von John Lennons Kunstband &#8220;The dirty Mac&#8221;, Gott, dass man sowas nochmal so sehen und hÃ¶ren kann -</p>
<p>My mother was of the sky<br />
My father was of the earth<br />
But I am of the universe<br />
And you know what it&#8217;s worth<br />
I&#8217;m lonely wanna die<br />
If I ain&#8217;t dead already<br />
Ooh girl you know the reason why. </p>
<p>The eagle picks my eye<br />
The worm he licks my bone<br />
I feel so suicidal<br />
Just like Dylan&#8217;s Mr. Jones<br />
Lonely wanna die<br />
If I ain&#8217;t dead already<br />
Ooh girl you know the reason why. </p>
<p>Black cloud crossed my mind<br />
Blue mist round my soul<br />
Feel so suicidal<br />
Even hate my rock and roll<br />
Wanna die yeah wanna die<br />
If I ain&#8217;t dead already<br />
Ooh girl you know the reason why. </p>
<p>Und dann die Stones selbst: Keith Richard noch mit einem wirklichen Gesicht, Jagger hochgradig verspielt und mit dem Hintern wackelnd, so, wie es uns ein Vorbild war, Charlie Watts noch langhaarig und nett, und: Brian Jones - eine Blondine mit merkwÃ¼rdigen Stulpenstiefeln und glÃ¤nzender Hose - sechs Monate vor seinem Tod.</p>
<p>Nicht alles bekamen wir damals mit, &#8220;wir&#8221;, ein Haufen von Kids mit &#8220;Beatlefrisur, die wir aber weiter, hÃ¶her waren, als die Mucker unserer Klasse, jenen, die Zinnsoldaten sammelten, an Preisausschreiben der Bundeswehr teilnahmen und Ratz-und RÃ¼befrisuren auf dem Top ihres unsportlichen KÃ¶rper spazieren trugen, nichts von Musik wussten und maximal Heintje hÃ¶rten. Zwar lebte ich auch noch parallel, besuchte z.B. am 2. November 1968 ein Roy Black-Konzert, aber ich kaufte mir schon - um bei den hier verhandelten Musikern zu bleiben - 1968 &#8220;Pictures of Lily&#8221; und 1967 &#8220;Lets spend the night together/Ruby Thuesday&#8221;. Das ist das Level, da fÃ¤ngt die Musik erst an *g* und *lol* - und so lange &#8220;wir &#8221; atmen, wird der SchafscheiÃŸ geklonter Lumpen, wird heiÃŸe Luft aus den geblÃ¤hten BÃ¤uchen schon jetzt halbplastinierter Plastikmusiker, bis zu jenem berÃ¼hmten letzten Atemzug bekÃ¤mpft. Einen kleinen historischen Moment glaubten wir vor rund 25 Jahren gesiegt zu haben, ehe die Brut der 68er Eltern, als Reaktion auf Unverdautes, durch die Ritzen drang und die Kultur, sowie ihre Anti-Thetik, auf immerdar, fast es so, vertrieb.</p>
<p>TK 1968:<br />
<img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/TK1968.1_01.jpg' alt='' /></p>
<p>I used to wake up in the morning<br />
I used to feel so bad<br />
I got so sick of having sleepless nights<br />
Went an&#8217; told my Dad</p>
<p>He said, &#8220;Son now here&#8217;s some little something&#8221;<br />
And stuck &#8216;em on my wall<br />
And now my nights ain&#8217;t quite so lonely<br />
In fact I, I don&#8217;t feel bad at all<br />
I don&#8217;t feel bad at all</p>
<p>Pictures of Lily made my life so wonderful<br />
Pictures of Lily helped me sleep at night<br />
Pictures of Lily solved my childhood problems<br />
Pictures of Lily helped me feel alright</p>
<p>and:</p>
<p>I feel so strong that I can&#8217;t disguise (oh my)<br />
Let&#8217;s spend the night together<br />
But I just can&#8217;t apologize (oh no)<br />
Let&#8217;s spend the night together<br />
Don&#8217;t hang me up and don&#8217;t let me down (don&#8217;t let me down)<br />
We could have fun just groovin&#8217; around around and around<br />
Oh my, my<br />
Let&#8217;s spend the night together<br />
Now I need you more than ever<br />
Let&#8217;s spend the night together </p>
<p><img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus.JPG' alt=''width="85%"/> </p>
<p><img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus2.JPG' alt=''width="85%"/></p>
<p><img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/Circus5.JPG' alt=''width="75%"/><br />
Auftritt des Lehrers: groÃŸ schlank, weiÃŸe Pluderhose. Ein Pfau. Der Meister philosophierte Ã¼ber das â€žrichtigeâ€œ Sitzen, das fÃ¼r UngeÃ¼bte schmerzhaft und schwierig sein kann. Eine Dame klagte, ihre Beine wÃ¼rden einschlafen. Was sie denn tun kÃ¶nne? Sie sei nicht bei sich, nicht im Jetzt, beschied der Meister. Sie mÃ¼sse es probieren, bis die Beine nicht mehr einschliefen. â€žDas war fÃ¼r mich Arroganz purâ€œ, so Lichter. â€žNichts Ã¼ber DehnÃ¼bungen, Yoga oder eventuelle RÃ¼ckenprobleme. Sie wurde einfach abgespeist. Die Frau hatte Schmerzen, das kann man doch nicht weglabern.â€œ Einmal entdeckte er eine Frau, die alle viere von sich gestreckt im Gras lag. â€žBÃ¤uchlings herumliegen und zu Klangschalen meditieren, der Typ bin ich einfach nicht.â€œ <a href="https://www.goldenekamera.de/serien/article232206721/Horst-Lichter-Was-mich-drei-Tage-im-Kloster-lehrten.html" rel="nofollow">https://www.goldenekamera.de/serien/article232206721/Horst-Lichter-Was-mich-drei-Tage-im-Kloster-lehrten.html</a></p>
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