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	<title>Kommentare zu: King Kong</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/18/407.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 11:38:19 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/18/407.html#comment-17953</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2006 09:13:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/18/407.html#comment-17953</guid>
		<description>Nun liegt der Artikel in der Print-Variante vor. Bedingt durch das groÃŸe Format musste ich leider etwas schneiden und kleben. 

&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/KingKong21.JPG' alt=''width=90%"/&gt;
&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/KingKong22.JPG' alt=''width=90%"/&gt;
&lt;img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/KingKong23.JPG' alt=''width=90%"/&gt;

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		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun liegt der Artikel in der Print-Variante vor. Bedingt durch das groÃŸe Format musste ich leider etwas schneiden und kleben. </p>
<p><img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/KingKong21.JPG' alt=''width=90%"/><br />
<img src='http://www.campodecriptana.de/blog/uploads/KingKong22.JPG' alt=''width=90%"/><br />
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/18/407.html#comment-17095</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2005 08:02:49 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/12/18/407.html#comment-17095</guid>
		<description>Eine kleine Filmkritik

Gestern habe ich nun die spanische Fassung in einem Kino in Alicante gesehen - sie hat mein Urteil Ã¼ber diese Art Neuverfilmungen bestÃ¤tigt, wenngleich sich selbstverstÃ¤ndlich das Ansehen des Filmes lohnt.

&lt;strong&gt;Weniger wÃ¤re mehr&lt;/strong&gt;

Der Film hat ÃœberlÃ¤nge, er dauert etwas mehr als drei Stunden, was selbst den geneigtesten Zuschauer etwas unruhig werden lÃ¤sst. Wenn am Ende 11, 12jÃ¤hrige Jungen weinend aus dem Kino rennen, so hat er jedenfalls sein Ziel erreicht: Emotionen durch die Kraft der Bilder und einer "traurigen Geschichte" so auszulÃ¶sen, auf dass die Illusion Ã¼ber den Verstand siegt.

Langsam nur kommt der Film in Schwung, sind die CharaktÃ¤re - die Filmproduzenten, Seeleute - allesamt Ã¼berzeichnet und es fÃ¤llt zudem etwas auf, dass keiner der ersten Schauspielergarde mit dabei ist. Falls es jemand nicht weiÃŸ, um was es geht: Nun, ein ehrgeiziger Regisseur will auf einer Insel mit mysteriÃ¶sem Ruf einen Film drehen. Als die Crew dort eintrifft, wird sie mit Eingeborenen und einer Urwelt konfrontiert, in der ein Riesenaffe, "Kong" genannt, regiert. Der Affe wird gefangen und als Schauobjekt in New York ausgestellt - es kommt zur Katastrophe: der Affe bricht aus, die Stadt wird zum Teil verwÃ¼stet, der Affe totgeschossen, nach dem er auf die Spitze des Empire State Buildings kletterte.

2005 sind die Eingeborenen so aggressiv wie nie zuvor - Leichen hÃ¤ngen Ã¼berall in den BÃ¤umen und die WeiÃŸen werden Ã¼berfallen. Wie das stattfindet, befremdet. Der Film wird verwaschen prÃ¤sentiert wie vor 25 Jahren, als man diese Effekte erfand und inflationÃ¤r einsetzte. Trommelmusik, Knochen splittern, Zeitlupenaufnahmen - also keine normal gefilmte Handlung. Wer braucht so etwas? Wer denkt sich so etwas aus? "Herr der Ringe"-Regiesseur Peter Jackson heiÃŸt die Antwort, und tatsÃ¤chlich sehen wir oftmal mehr Fantasie, als Horror.

&lt;strong&gt;Karneval der Kulturen&lt;/strong&gt;

Wenn die Eingeborenen etwas spÃ¤ter die "weiÃŸe Frau" fÃ¼r KONG mit Tamtam zur OpferstÃ¤tte bringen, dann wirkt das wie der KARNEVAL DER KULTUREN IN KREUZBERG - wer hier wissend schmunzelt, darf sich seiner Erkenntnis rÃ¼hmen. KONG wirkt dann mehr wie ein normaler, etwas grÃ¶ÃŸer geratener Gorilla, dessen schnelle "normale" Affenbewegungen gerade das besondere und neue sein sollen, doch wirkt der "alte Kong", der sich steifer, majestÃ¤tischer und langsamer bewegt, viel riesenhafter und gefÃ¤hrlicher. &lt;a href="http://www.harryhausen.de/film_seventh_voyage.htm"&gt;Ray Harryhausen und Co.&lt;/a&gt; machten es doch "gruseliger" - und natÃ¼rlich darf man Ã¼ber eine bestimmte NaivitÃ¤t auch lÃ¤cheln.

Die Handlung verliert sich dann nicht selten im Urwald. Da werden minutenlang flÃ¼chtende Dinos gezeigt, drÃ¤ngt die Animationstechnik den Kern der Geschichte mit ihren offensichtlich fantastischen Bildern ins Abseits. Kamerafahrten nerven - der Mann am Computer fÃ¤hrt Sonderschichten. Auch spÃ¤ter prÃ¤sentiert sich die Flora und Fauna eminent vielseitig, aber man fragt sich: Wo ist der Kong? Und wo ist die arme arme Frau?

Die Beiden kommen sich in einer spÃ¤teren Szene nÃ¤her. Wie in der zweiten Verfilmung Jessica Langes Bad mit anschlieÃŸender Trockenpustung durch den EntfÃ¼hrer anrÃ¼hrt, das macht die insgesamt doch erheblich schwÃ¤cher wirkende Naomi Watts mit einer Tanz und Jongleur-Einlage an dieser Stelle wett. Kong tÃ¶tet sie nicht (viele Skelette nahe seines Ausgucks weisen darauf hin, dass er nicht immer so "human" handelte).

&lt;strong&gt;The big mistakes&lt;/strong&gt;

Wenn letztlich doch King Kong von dem Rest der Ãœberlebenden geschnappt, resp. durch Chloroform betÃ¤ubt wird (zwei, drei kleine GlÃ¤schen aufs platte NÃ¤schen), dann purzeln die Fragen nur so daher:

1. Wo sind die Eingeborenen hin (die in den anderen Versionen noch immer zusehen waren und die Ã–ffnung der Mauer verhindern wollten)?

2. Wie konnte der Ã¼berlebende Rest der Crew (kaum mehr als ein halbes Dutzend ziemlich angeschlagener Gestalten), den Riesenaffen auf das Schiff bringen?

3.  Wie war es Ã¼berhaupt mÃ¶glich, das Tier zu transportieren, da das "Schiff", mehr einem etwas grÃ¶ÃŸeren Kahn, denn einem Frachter glich (noch dazu recht beschÃ¤digt).

WÃ¤hrend man z.B. im zweiten Teil Kong in einem groÃŸen Laderaum unterbringt und sich wÃ¤hrend Heimreise ein Teil der Handlung abspielt, entfÃ¤llt das vÃ¶llig! Nichts! Rein gar nichts! Hier die Insel - schnipp - da New York. Ein katastrophaler Drehbuch - und Regieeinfall, der aber nÃ¶tig war, um Bilder des vÃ¶llig unglaubwÃ¼rdigen Transports des Affens auf DIESEM "SCHIFF" zu umgehen.

&lt;strong&gt;Verlust der Twin Towers, RÃ¼ckkehr zum Ursprung&lt;/strong&gt;

Wenn der Affe aus dem Theaters ausbricht, zeigt sich ein weiteres Dilemma, weil wohl niemand an die Logik im Detail dachte: Das Tier reicht kaum an den zweiten Stock der HÃ¤user - maximal ist es 5,50 Meter groÃŸ. Nun kommt es - kurz vor dem finalen Akt - zur melancholischten Szene, die, wie mancher Melancholik-An- und Einfall, nahe am Kitsch angesiedelt ist (besonders gute Melancholie - Momente speisen sich jedoch nicht aus derartigen in Szene gesetzten EinfÃ¼gungen), aber noch einmal kurz im Chaos eine letzte Ruhepause vor dem Einbruch des Grauens in diese Idylle gibt: Kong rutscht auf einem gefrorenen Teich aus und - mit seinem Objekt der Begierde in der Hand - erfolgt ein Lauf Ã¼ber das Eis; ein Schlittschuhlauf ohne Schuhe, ein kleines Pflichtprogramm des Eislaufes. Der Affe und seine Frau, die Frau und ihr Affe - sie haben SpaÃŸ, lachen unbeschwert bis zu jenem Moment, da die Stille von dem Trommelfeuer der Army durchbrochen wird.

Im Remake von 1976 ziehen die Twin Towers, das WTC, den Affen an, da sie zwei markanten Punkten auf seiner Insel Ã¤hnlich sehen (das WTC als natÃ¼rliches Zeichen einer anderen, wenngleich ihn brutal behandelnden, Zivilisation). Nun jedoch muss er - wie im ersten Film von 1933 - auf das Empire State Building hinauf. Sein Sterben dauert ewig. Von Kugeln durchsiebt wird er schwÃ¤cher und schwÃ¤cher - zuletzt verabschieden sich der Riesenaffe und eine Frau, in einem liebevollen Moment, ehe er die Augen schlieÃŸt und absackt, fÃ¤llt.

Ohne Probleme hÃ¤tte man den Film auf zwei Stunden kÃ¼rzer kÃ¶nnen, wÃ¤re ein Verzicht auf die Ã¼berladene Tricktechnik an manchen Stellen anzuraten. Die Story, der Plot, hÃ¤tte dadurch gewonnen. Wer aber eine Stunde braucht, um recht unwichtigen Nebenfiguren mehr als nÃ¶tig einen Charakter zu geben, und NebensÃ¤chlichkeiten zu HandlungsnebenstrÃ¤ngen ausbaut, der zeigt dann RiesenlÃ¶cher, statt eines Riesenaffen und lÃ¤sst LÃ¼cken offen, die man leicht hÃ¤tte schlieÃŸen kÃ¶nnen, wenn man sich nicht ein wenig im Dschungel, buchstÃ¤blich, verfranst hÃ¤tte.

Dennoch: Ein sehenswerter Film, da die Geschichte nicht kaputt zu kriegen ist und auch eine Reihe eindrucksvoller Bilder zu sehen sind. Eine "neue Sichtweise" oder wirklich ein neuer und tragfÃ¤higer Einfall war nicht zu sehen, aber: vielleicht ist das auch besser so.

Tanja Krienen











</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Filmkritik</p>
<p>Gestern habe ich nun die spanische Fassung in einem Kino in Alicante gesehen - sie hat mein Urteil Ã¼ber diese Art Neuverfilmungen bestÃ¤tigt, wenngleich sich selbstverstÃ¤ndlich das Ansehen des Filmes lohnt.</p>
<p><strong>Weniger wÃ¤re mehr</strong></p>
<p>Der Film hat ÃœberlÃ¤nge, er dauert etwas mehr als drei Stunden, was selbst den geneigtesten Zuschauer etwas unruhig werden lÃ¤sst. Wenn am Ende 11, 12jÃ¤hrige Jungen weinend aus dem Kino rennen, so hat er jedenfalls sein Ziel erreicht: Emotionen durch die Kraft der Bilder und einer &#8220;traurigen Geschichte&#8221; so auszulÃ¶sen, auf dass die Illusion Ã¼ber den Verstand siegt.</p>
<p>Langsam nur kommt der Film in Schwung, sind die CharaktÃ¤re - die Filmproduzenten, Seeleute - allesamt Ã¼berzeichnet und es fÃ¤llt zudem etwas auf, dass keiner der ersten Schauspielergarde mit dabei ist. Falls es jemand nicht weiÃŸ, um was es geht: Nun, ein ehrgeiziger Regisseur will auf einer Insel mit mysteriÃ¶sem Ruf einen Film drehen. Als die Crew dort eintrifft, wird sie mit Eingeborenen und einer Urwelt konfrontiert, in der ein Riesenaffe, &#8220;Kong&#8221; genannt, regiert. Der Affe wird gefangen und als Schauobjekt in New York ausgestellt - es kommt zur Katastrophe: der Affe bricht aus, die Stadt wird zum Teil verwÃ¼stet, der Affe totgeschossen, nach dem er auf die Spitze des Empire State Buildings kletterte.</p>
<p>2005 sind die Eingeborenen so aggressiv wie nie zuvor - Leichen hÃ¤ngen Ã¼berall in den BÃ¤umen und die WeiÃŸen werden Ã¼berfallen. Wie das stattfindet, befremdet. Der Film wird verwaschen prÃ¤sentiert wie vor 25 Jahren, als man diese Effekte erfand und inflationÃ¤r einsetzte. Trommelmusik, Knochen splittern, Zeitlupenaufnahmen - also keine normal gefilmte Handlung. Wer braucht so etwas? Wer denkt sich so etwas aus? &#8220;Herr der Ringe&#8221;-Regiesseur Peter Jackson heiÃŸt die Antwort, und tatsÃ¤chlich sehen wir oftmal mehr Fantasie, als Horror.</p>
<p><strong>Karneval der Kulturen</strong></p>
<p>Wenn die Eingeborenen etwas spÃ¤ter die &#8220;weiÃŸe Frau&#8221; fÃ¼r KONG mit Tamtam zur OpferstÃ¤tte bringen, dann wirkt das wie der KARNEVAL DER KULTUREN IN KREUZBERG - wer hier wissend schmunzelt, darf sich seiner Erkenntnis rÃ¼hmen. KONG wirkt dann mehr wie ein normaler, etwas grÃ¶ÃŸer geratener Gorilla, dessen schnelle &#8220;normale&#8221; Affenbewegungen gerade das besondere und neue sein sollen, doch wirkt der &#8220;alte Kong&#8221;, der sich steifer, majestÃ¤tischer und langsamer bewegt, viel riesenhafter und gefÃ¤hrlicher. <a href="http://www.harryhausen.de/film_seventh_voyage.htm">Ray Harryhausen und Co.</a> machten es doch &#8220;gruseliger&#8221; - und natÃ¼rlich darf man Ã¼ber eine bestimmte NaivitÃ¤t auch lÃ¤cheln.</p>
<p>Die Handlung verliert sich dann nicht selten im Urwald. Da werden minutenlang flÃ¼chtende Dinos gezeigt, drÃ¤ngt die Animationstechnik den Kern der Geschichte mit ihren offensichtlich fantastischen Bildern ins Abseits. Kamerafahrten nerven - der Mann am Computer fÃ¤hrt Sonderschichten. Auch spÃ¤ter prÃ¤sentiert sich die Flora und Fauna eminent vielseitig, aber man fragt sich: Wo ist der Kong? Und wo ist die arme arme Frau?</p>
<p>Die Beiden kommen sich in einer spÃ¤teren Szene nÃ¤her. Wie in der zweiten Verfilmung Jessica Langes Bad mit anschlieÃŸender Trockenpustung durch den EntfÃ¼hrer anrÃ¼hrt, das macht die insgesamt doch erheblich schwÃ¤cher wirkende Naomi Watts mit einer Tanz und Jongleur-Einlage an dieser Stelle wett. Kong tÃ¶tet sie nicht (viele Skelette nahe seines Ausgucks weisen darauf hin, dass er nicht immer so &#8220;human&#8221; handelte).</p>
<p><strong>The big mistakes</strong></p>
<p>Wenn letztlich doch King Kong von dem Rest der Ãœberlebenden geschnappt, resp. durch Chloroform betÃ¤ubt wird (zwei, drei kleine GlÃ¤schen aufs platte NÃ¤schen), dann purzeln die Fragen nur so daher:</p>
<p>1. Wo sind die Eingeborenen hin (die in den anderen Versionen noch immer zusehen waren und die Ã–ffnung der Mauer verhindern wollten)?</p>
<p>2. Wie konnte der Ã¼berlebende Rest der Crew (kaum mehr als ein halbes Dutzend ziemlich angeschlagener Gestalten), den Riesenaffen auf das Schiff bringen?</p>
<p>3.  Wie war es Ã¼berhaupt mÃ¶glich, das Tier zu transportieren, da das &#8220;Schiff&#8221;, mehr einem etwas grÃ¶ÃŸeren Kahn, denn einem Frachter glich (noch dazu recht beschÃ¤digt).</p>
<p>WÃ¤hrend man z.B. im zweiten Teil Kong in einem groÃŸen Laderaum unterbringt und sich wÃ¤hrend Heimreise ein Teil der Handlung abspielt, entfÃ¤llt das vÃ¶llig! Nichts! Rein gar nichts! Hier die Insel - schnipp - da New York. Ein katastrophaler Drehbuch - und Regieeinfall, der aber nÃ¶tig war, um Bilder des vÃ¶llig unglaubwÃ¼rdigen Transports des Affens auf DIESEM &#8220;SCHIFF&#8221; zu umgehen.</p>
<p><strong>Verlust der Twin Towers, RÃ¼ckkehr zum Ursprung</strong></p>
<p>Wenn der Affe aus dem Theaters ausbricht, zeigt sich ein weiteres Dilemma, weil wohl niemand an die Logik im Detail dachte: Das Tier reicht kaum an den zweiten Stock der HÃ¤user - maximal ist es 5,50 Meter groÃŸ. Nun kommt es - kurz vor dem finalen Akt - zur melancholischten Szene, die, wie mancher Melancholik-An- und Einfall, nahe am Kitsch angesiedelt ist (besonders gute Melancholie - Momente speisen sich jedoch nicht aus derartigen in Szene gesetzten EinfÃ¼gungen), aber noch einmal kurz im Chaos eine letzte Ruhepause vor dem Einbruch des Grauens in diese Idylle gibt: Kong rutscht auf einem gefrorenen Teich aus und - mit seinem Objekt der Begierde in der Hand - erfolgt ein Lauf Ã¼ber das Eis; ein Schlittschuhlauf ohne Schuhe, ein kleines Pflichtprogramm des Eislaufes. Der Affe und seine Frau, die Frau und ihr Affe - sie haben SpaÃŸ, lachen unbeschwert bis zu jenem Moment, da die Stille von dem Trommelfeuer der Army durchbrochen wird.</p>
<p>Im Remake von 1976 ziehen die Twin Towers, das WTC, den Affen an, da sie zwei markanten Punkten auf seiner Insel Ã¤hnlich sehen (das WTC als natÃ¼rliches Zeichen einer anderen, wenngleich ihn brutal behandelnden, Zivilisation). Nun jedoch muss er - wie im ersten Film von 1933 - auf das Empire State Building hinauf. Sein Sterben dauert ewig. Von Kugeln durchsiebt wird er schwÃ¤cher und schwÃ¤cher - zuletzt verabschieden sich der Riesenaffe und eine Frau, in einem liebevollen Moment, ehe er die Augen schlieÃŸt und absackt, fÃ¤llt.</p>
<p>Ohne Probleme hÃ¤tte man den Film auf zwei Stunden kÃ¼rzer kÃ¶nnen, wÃ¤re ein Verzicht auf die Ã¼berladene Tricktechnik an manchen Stellen anzuraten. Die Story, der Plot, hÃ¤tte dadurch gewonnen. Wer aber eine Stunde braucht, um recht unwichtigen Nebenfiguren mehr als nÃ¶tig einen Charakter zu geben, und NebensÃ¤chlichkeiten zu HandlungsnebenstrÃ¤ngen ausbaut, der zeigt dann RiesenlÃ¶cher, statt eines Riesenaffen und lÃ¤sst LÃ¼cken offen, die man leicht hÃ¤tte schlieÃŸen kÃ¶nnen, wenn man sich nicht ein wenig im Dschungel, buchstÃ¤blich, verfranst hÃ¤tte.</p>
<p>Dennoch: Ein sehenswerter Film, da die Geschichte nicht kaputt zu kriegen ist und auch eine Reihe eindrucksvoller Bilder zu sehen sind. Eine &#8220;neue Sichtweise&#8221; oder wirklich ein neuer und tragfÃ¤higer Einfall war nicht zu sehen, aber: vielleicht ist das auch besser so.</p>
<p>Tanja Krienen</p>
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