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	<title>Kommentare zu: Das Sozialismus-Experiment</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 10:53:48 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html#comment-949662</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Mar 2022 05:36:04 +0000</pubDate>
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		<description>Spielt es eine Rolle, ob ich mein Kind sehr frÃ¼h in die Kita gebe oder selber betreue?

Stahl: Wenn Kinder zu frÃ¼h in Kita kommen und das Sicherheitserleben nicht genug ausgeprÃ¤gt ist, ist es spÃ¤ter irreversibel. Diese Kinder sind dann viel schneller gestresst, weil sie nicht runterregulieren kÃ¶nnen. Das liegt auch daran, dass Kinder ein Jahr zu frÃ¼h geboren werden, sie mÃ¼ssen eigentlich erst einmal â€žnachgebrÃ¼tetâ€œ werden.

Im ersten Jahr geht es nur um Sicherheit und Geborgenheit, was ehrlicherweise am besten die Mutter als Bezugsperson machen kann. Also Sicherheit durch KÃ¶rperkontakt geben, aufheben, trÃ¶sten, streicheln. Dadurch schÃ¼ttet das Gehirn beruhigende Hormone aus. Das kindliche Gehirn kann nicht selbst Stress regulieren. Nur mit Mama und Papa spurt sich das Gehirn ein und das Kind bekommt Sicherheit. Wenn es aber zu frÃ¼h und zu lange in der Kita ist, entsteht dieser Kreislauf nicht, sondern es entwickelt sich ein Hardware-Schaden.

Was HÃ¤nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, heiÃŸt es https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/kinder-duerfen-nicht-zu-frueh-in-die-kita-sagt-bestseller-autorin-stefanie-stahl_id_57645080.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Spielt es eine Rolle, ob ich mein Kind sehr frÃ¼h in die Kita gebe oder selber betreue?</p>
<p>Stahl: Wenn Kinder zu frÃ¼h in Kita kommen und das Sicherheitserleben nicht genug ausgeprÃ¤gt ist, ist es spÃ¤ter irreversibel. Diese Kinder sind dann viel schneller gestresst, weil sie nicht runterregulieren kÃ¶nnen. Das liegt auch daran, dass Kinder ein Jahr zu frÃ¼h geboren werden, sie mÃ¼ssen eigentlich erst einmal â€žnachgebrÃ¼tetâ€œ werden.</p>
<p>Im ersten Jahr geht es nur um Sicherheit und Geborgenheit, was ehrlicherweise am besten die Mutter als Bezugsperson machen kann. Also Sicherheit durch KÃ¶rperkontakt geben, aufheben, trÃ¶sten, streicheln. Dadurch schÃ¼ttet das Gehirn beruhigende Hormone aus. Das kindliche Gehirn kann nicht selbst Stress regulieren. Nur mit Mama und Papa spurt sich das Gehirn ein und das Kind bekommt Sicherheit. Wenn es aber zu frÃ¼h und zu lange in der Kita ist, entsteht dieser Kreislauf nicht, sondern es entwickelt sich ein Hardware-Schaden.</p>
<p>Was HÃ¤nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, heiÃŸt es <a href="https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/kinder-duerfen-nicht-zu-frueh-in-die-kita-sagt-bestseller-autorin-stefanie-stahl_id_57645080.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/kinder-duerfen-nicht-zu-frueh-in-die-kita-sagt-bestseller-autorin-stefanie-stahl_id_57645080.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html#comment-334694</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Aug 2016 15:53:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html#comment-334694</guid>
		<description>Etwas aus der Systemzeit, lang bevor man FÃ¤sser aufmachte, die nun nicht mehr zu schlieÃŸen sind -

Das Sozialismus-Experiment

Der Beitrag erschien in der â€œeigentÃ¼mlich freiâ€, ef 9/05

Eine Dramarabel von Tanja Krienen

Er ahnte sogleich im tiefsten Innern, als er sich wÃ¤hrend einer Streiterei in seiner Stammkneipe â€žZum ollen Bebelâ€œ in Rage geredet, in die Hand des Kontrahenten einschlug und erregt ankÃ¼ndigte, er wÃ¼rde â€ždiese Sacheâ€œ umsetzen, dass sie eine war, die man gewÃ¶hnlich dem Schnaps zuordnet (und tatsÃ¤chlich diesem auch entsprungen war). Doch â€ždiese Sacheâ€œ spukte anderseits seit langer Zeit in seinem Kopf herum, und als er von seinem GegenÃ¼ber heftig als â€žfauler, feiger SprÃ¼cheklopferâ€œ gescholten ward, blieb ihm â€“ schon aus GrÃ¼nden der Selbstachtung â€“ keine andere MÃ¶glichkeit, als den Start eines â€žgroÃŸes Dingsâ€œ anzukÃ¼ndigen. Der Name der LokalitÃ¤t, wobei er das Wort in einem Zug aussprach, sei im â€žHeiligste Verpflichtungâ€œ, er schob nach â€žAllerheiligste Verpflichtungâ€œ.

Was war passiert? Er, Sascha A., der aktive Gewerkschafter, seit 25 Jahren Mitglied â€žseinerâ€œ Organisation, hatte lautstark wieder â€žÃ¼ber die da obenâ€œ, die â€ždoch nur abkassierenâ€œ und â€žsich die Profite in die Tasche steckenâ€œ gewettert, als ihm der â€žjunge SchnÃ¶selâ€œ mit dem spÃ¶ttischen LÃ¤cheln immer wieder ins Wort fiel, u.a. mit den â€žprovozierenden SprÃ¼chenâ€œ: â€žWenn du selbststÃ¤ndig wÃ¤rest, wÃ¼rdest du sehen, welche Probleme es gibt, die vor allem durch die Aufrechterhaltung eurer Politik entstehen.â€œ Und: â€žDer Staat nimmt vor allem dort, wo wirklich gearbeitet wird, und gibt hauptsÃ¤chlich denen, die weniger aktiv sindâ€œ, sowie: â€žEs kann nur das ausgegeben werden, was tatsÃ¤chlich erwirtschaftet wird.â€œ Das alles empfand er natÃ¼rlich als eine â€žneoliberale Frechheitâ€œ, es seien, so sagte er: â€žSprÃ¼che der Manchester-Kapitalistenâ€œ. Doch der junge Mann lieÃŸ nicht locker und erwiderte, er, Sascha A., sei offensichtlich ein â€žauslaufendes Modellâ€œ, worauf dieser meinte, er wÃ¼rde ihm â€žnoch zeigen, was ein gutes Modell istâ€œ. Sein Kontrahent lachte nur und feixte: â€žDann mach doch mal! Zeig doch mal mit deinen Genossen wie das ohne â€žGroÃŸkapitalistenâ€œ und ohne â€žHeuschreckenâ€œ funktioniert!â€œ

Gesagt, getan â€“ am nÃ¤chsten Tag telefonierte er ein paar gute Kollegen und Genossen, die mit ihm auf einer WellenlÃ¤nge lagen und aus der gleichen Branche kamen zusammen, und sie vereinbarten einen gemeinsamen Termin um Ã¼ber â€ždie Sacheâ€œ zu reden. Sein Vorschlag lautete: â€žWir grÃ¼nden eine Firma â€žArbeitskollektiv Gas - und Wasser-Installationen â€“ Perpetuum mobileâ€œ, die alle linken und fortschrittlichen Leute zusammenfasst und von der Ausbeutung durch die privaten â€žHandwerker-Kartelleâ€œ befreit. Schnell wurde eine Kommission gegrÃ¼ndet, ein Statut ausgearbeitet und dabei eine Reihe allgemeiner GrundsÃ¤tze festgelegt wie: Gleicher Lohn fÃ¼r alle, umfassende Sozialleistungen, Betriebsrente, GrÃ¼ndung eines Kindergartens uswâ€¦.

Innerhalb von vier Wochen war der organisatorische Komplex abgeschlossen. Gut 100 Arbeiter fanden sich in der GroÃŸstadt zusammen, und wurden mit unterschiedlichen Teilen â€žJeder nach seinen MÃ¶glichkeitenâ€œ, Eigner des Kollektivs. Mit einer den Gewerkschaften verbundenen Bank hatten sie gÃ¼nstige Kredite ausgehandelt, die zur Anschaffung von Betriebsinventar, Renovierung des BÃ¼rogebÃ¤udes und vor allem des Wagenparks Verwendung fanden.

Es war ihnen selbst schon klar: Eine homogene Truppe waren sie nicht, sie einte die Vorstellung, man kÃ¶nne besser, kostengÃ¼nstiger und effektiver produzieren, vor allem aber sei das Gesamtergebnis viel stÃ¤rker sozialer ausgerichtet und selbstverstÃ¤ndlich: humaner. ZwangslÃ¤ufig wÃ¤re man â€žTeil des Systemsâ€œ, jedoch mÃ¼sse der Vorteil, der durch die â€žAbwesenheit von Ausbeutungâ€œ entstÃ¼nde, diesen Nachteil deutlich wettmachen.

Da man gÃ¤nzlich auf hierarchische Strukturen verzichtete, war auch hier theoretisch ein Geldvorteil gegeben, denn der â€žKauf der Arbeiterelite durch die herrschenden Klasseâ€œ war ja nun entfallen. Die ersten disziplinarischen Probleme, die so manches Arbeitsteam bereits nach wenigen Tagen meldete, Ã¼bersah man noch mit manchem Scherz, meinte, diejenigen, die sich allzu sehr an die Disziplin hielten, seien wohl â€žgut gedrillte Untertanenâ€œ, welche die â€žIdeologie der Arbeits â€“ und Ausbeutergesellschaftâ€œ besonders stark verinnerlicht hÃ¤tten. Als die ersten AuftrÃ¤ge storniert wurden, und vier Arbeitsteams, die man Kolonnen genannt hatte, auf Grund unÃ¼berbrÃ¼ckbarer Differenzen auseinander fielen, berief man eine â€žVersammlung zwecks Koordination von Produktionsdifferenzen innerhalb antagonistischer WidersprÃ¼cheâ€œ ein.

Dort wurde auch Unmut Ã¼ber die Arbeit einiger weiblicher Kollektivmitglieder laut. Diese hÃ¤tten bestimmte TÃ¤tigkeiten nicht so ausfÃ¼hren kÃ¶nnen, wie es das Arbeitsgebiet vorsah, und waren auch Ã¼berdurchschnittlich oft ausgefallen, murrten einige der Arbeiter. Angesichts der insgesamt geringeren Arbeitsleistung bei gleichem Lohn, empfÃ¤nden sie das â€žso nicht gerechtâ€œ, meldete man sich zu Wort, doch sie wurden sofort von der erdrÃ¼ckenden Mehrheit als â€žideologisch nicht gefestigte, mehr als latente Sexistenâ€œ bezeichnet. Drei Mitglieder des Gesamt-Kollektivs schieden nach diesem Meeting, welches man â€žArbeitsplenumâ€œ hieÃŸ, freiwillig aus, zwei hingegen wurden aus â€ždisziplinarischen GrÃ¼ndenâ€œ und â€žcharakterlichen SchwÃ¤chenâ€œ ausgeschlossen. Einer fragte, wie es wÃ¤re, wenn das in der â€žoffenen Gesellschaftâ€œ geschehe, ob man ihm dann keine UnterstÃ¼tzung zu billigen, oder keine weitere Arbeit geben wÃ¼rde? Er habe sich, so sagte man im, mangels â€žfehlendem Bewusstseinâ€œ und â€žgeringer theoretischer BeschÃ¤ftigung mit dem Subjektâ€œ so schuldig gemacht, dass er â€žganz einfach gehen solleâ€œ, und zwar: â€žzÃ¼gigâ€œ, es sei â€žkein weiterer Kommentar nÃ¶tigâ€œ.

In den kommenden Wochen sanken die AuftragseingÃ¤nge rapide. Es gab nur wenige in der Verwaltung, die bereit waren, die â€žWolfgesetze der Werbung im Kapitalismusâ€œ zu berÃ¼cksichtigen, bzw. anzuwenden. Es gÃ¤be dabei â€žunÃ¼berbrÃ¼ckbare psychologische Hemmnisseâ€œ, man empfÃ¤nde es â€žals pervers, Leute anzurufen oder zurÃ¼ckzurufenâ€œ und dabei um â€žAuftrÃ¤ge zu bettelnâ€œ. Die Leiterein der KindergartentagesstÃ¤tte, hier nur â€žKitaâ€œ genannt, fiel zu dieser Zeit langfristig aus, weil â€ždie gÃ¼nstige Prognoseâ€œ, die man der DrogensÃ¼chtigen Gabriele Z. bei der Einstellung erteilt hatte, leider nicht eintrat, und so musste die ArbeitsstÃ¤tte allein von einer angelernten Kinderpflegerin betreut werden. â€žDas hÃ¤tten wir sonst nie akzeptiertâ€œ, sagte eine der MÃ¼tter dem Lokalblatt, das auf diesen Misstand aufmerksam gemacht wurde und nun ausfÃ¼hrlich berichtete, â€žaber ich werde mich nun einen halben Tag, so lang es geht, zusÃ¤tzlich einbringen, bis die Gabi wieder da ist.â€œ

Die Reparaturwerkstatt litt chronisch an einem Belegungsmangel. Mehr als drei KFZ-Mechaniker waren einfach nicht â€ždrinâ€œ. Schulungen, Freistunden, zusÃ¤tzliche Kindererziehungstage und â€“ in einem Fall â€“ ein Ausfall durch SchwangerschaftsÃ¼bungen, die der Mechaniker gemeinsam mit seiner Frau â€žaus SolidaritÃ¤tâ€œ mitmachte, sorgten dafÃ¼r, dass meist zwei oder drei Autos nicht ausfahren konnten. Freitagnachmittags schloss die Werkstatt Punkt 12.00 Uhr. Ohnehin wurden zwischen montags und donnerstags nur 7 1/2 Stunden pro Tag gearbeitet, um die 34 Stunden-Woche zu erreichen, die man beschlossen hatte, um â€ždemonstrativ unter der Kampfgrenze zu bleiben.â€œ

Wo denn die versprochenen Zusatzleistungen blieben, fragten die Frauen mancher Arbeiter auf der â€žKollektiven Vollversammlung zum Zwecke der Rettung des Projektes Perpetuum mobileâ€œ. Die Abwesenheitsquote betrug Ã¼ber 25% - das war enttÃ¤uschend. Mehr noch, da so manche â€žAbsetzbewegungâ€œ, wie es der Vorsitzende des â€žVermittlungsrates humanitÃ¤rer Gestaltungsprozesseâ€œ ausdrÃ¼ckte, zu erkennen seien. Die AuÃŸenstÃ¤nde hÃ¤tten schon jetzt â€“ da das Experiment erst vier Monate dauerte â€“ den Umfang eines ca. sechswÃ¶chigen, notwendigen Auftragsvolumen. ZusÃ¤tzliche Leistungen seien nun â€žeinfach nicht mehr mÃ¶glichâ€œ, man bat â€žmit Nachdruckâ€œ darum, â€žjede Ã¼berflÃ¼ssige Kontaktierung des Betriebsarztes drei Mal zu prÃ¼fen.â€œ

Auch wÃ¼rde umgehend jene durch die Gender-Gruppe â€žDas Problem seid ihr, nicht wir!â€œ durchgesetzte â€žgeschlechtsneutrale Arbeitsanzugsfarbeâ€œ lila-rosa-tÃ¼rkis, auf Grund der â€žsich in der Praktik als wenig publikumsverkehrstauglich erwiesenen Farbgestaltungâ€œ abgeschafft. Aber wer die illegalen BeschÃ¤ftigen, die man â€žaus SolidaritÃ¤t selbstverstÃ¤ndlich genau so entlohnt wie alleâ€œ infrage stelle, obwohl sie nie zuvor in diesem Beruf gearbeitet hatten, sondern kurz zuvor aus Uganda, Nigeria und Somalia kamen, wo sie als Schafhirten, Reisbauern und Arbeitslose lebten, der â€žrÃ¼ttelt an unseren Grundprinzipien der SolidaritÃ¤t: Niemand ist illegal.â€œ

Einstimmig wurde das Vertrauensfrau (da geschlechtsunspezifischen Anreden vermieden werden sollten, wurden alle in der weiblichen Form ausgewiesen, um â€ždie Welt ein StÃ¼ck weit femininer zu gestalten) G. gewÃ¤hlt, der, so die Antragskommission, als â€žtemporÃ¤r begleitender Beobachterin mutmaÃŸlicher Anti-GerechtigkeitsbefÃ¼rworterâ€œ â€“ eine TÃ¤tigkeit die der Klassenfeind gewÃ¶hnlich als â€žStasi-TÃ¤tigkeitâ€œ verunglimpft â€“ schon seinerzeit in der DDR erfolgreich ausgefÃ¼hrt habe. Er solle nun â€žrigoros zum Wohle allerâ€œ, sÃ¤mtliche â€žindividuell verschuldeten Fehler dekadenter Elementeâ€œ aufspÃ¼ren. Es sei ein â€žskandalÃ¶ser Vorwurf Ewiggestrigerâ€œ, wenn diese davon sprÃ¤chen, das System sei schuld an der Misere. â€žPerpetuum mobileâ€œ sei quick lebendig, und existiere auch noch inâ€¦.(Das Ende des Satzes ging im aufbrausenden Beifall unter â€žHoch die nationale Arbeits-SolidaritÃ¤tâ€œ-Rufen unter).

Als zwei Wochen spÃ¤ter der Konkursverwalter, das Ordnungsamt und Spezialisten der ortansÃ¤ssigen Psychiatrie auf dem Betriebs â€“ und Verwaltungshof erschienen, wusste jeder, dass es zu Ende ging. Der Betrieb musste wegen ZahlungsunfÃ¤higkeit aufgeben.

Die Abgaben seien zu hoch gewesen, sagte spÃ¤ter Sascha A., weil die Steuergesetze â€žzu restriktivâ€œ wÃ¤ren und keinen â€žSpielraum fÃ¼r Menschliches auÃŸerhalb des kapitalistischen Verwertungsprozessesâ€œ gelassen hÃ¤tten. In einer PresseerklÃ¤rung teilte der Sprecher der Linkspartei mit, dies sei â€žwieder ein Beweis fÃ¼r die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Menschlichkeit, und mÃ¼sse deshalb so schnell als mÃ¶glich Ã¼berwunden werdenâ€œ. Auf Nachfragen, welches von beiden er Ã¼berwinden wolle, sagte er, auf die â€žProvokation antisozialistischer und rechtskonservativer Medienvertreterâ€œ wÃ¼rde das Volk in der nÃ¤chster Zeit eine zielorientierte Antwort geben.

Seit einigen Tagen geht das GerÃ¼cht um, der weiterhin an seinen Idealen festhaltende Teil des â€žPepetuum-Mobile-Kollektivsâ€œ sei nach Cuba ausgewandert, und organisiere die nÃ¤chste und noch erfolgreichere â€žMilch fÃ¼r alle cubanischen Kinderâ€œ â€“ Kampagne. http://www.campodecriptana.de/index.php?page=presse_ef_dramarabel

Ein paar gut und ein paar weniger gute AusfÃ¼hrungen - https://www.achgut.com/artikel/die_rente_ist_unsicher_ein_vorschlag_zur_guete
https://ef-magazin.de/2020/07/29/17306-historische-fakten-zu-covid-19-die-ddr-und-das-coronavirus

https://ef-magazin.de/2020/08/22/17408-querdenken-demonstrationen-gegen-die-schon-lange-regierenden-querfront-an-allen-fronten

Tanja Krienen
30. November 2019  Â· 
Mit Ã–ffentlich geteilt
Ã–2yx3/0
20:05 Uhr
Diese KÃ¤lte spÃ¼re ich nicht nur auf der Haut, sie legt sich auf die Lunge, die Nieren, das Herz, drÃ¼ckt, sticht. Anderseits empfinde ich eine Leichtigkeit, eine Euphorie. Und dann ist da diese MÃ¼digkeit. Diese unertrÃ¤gliche MÃ¼digkeit und das Verlangen zu schlafen. Doch schlafen bedeutete hier drauÃŸen meinen Tod. Und wenn sie mich erreichen, dannâ€¦. Regungslos verharre ich jetzt sicher schon eine halbe Stunde in dieser beinahe uneinsehbaren Mulde. An ein Entrinnen von hier ist kaum zu denken. Meine FÃ¼ÃŸe spÃ¼re ich kaum noch. Schuhe besitze ich schon etwa zehn Jahre nicht mehr.  Wieso? Wieso und warum das alles? Alle Fragen, Empfindungen, selbst meine Sinne, sirren durch den Kopf, den KÃ¶rper, pochen in den Fingerspitzen. Wann hat es angefangen? 
Ich war noch ein Kind und kenne das Leben noch kurz nach der Jahrtausendwende (mein Geburtsort ist mir unbekannt. Meine Mutter wollte es so). FÃ¼nf Jahre muss ich alt gewesen sein, damals, 2005, als ich mit meiner Mutter in SÃ¼dspanien lebte, wegen der NÃ¤he zu Afrika, das sie doch so sehr liebte (â€žDa komme ich her, hier bin ich zu Hausâ€œ). Sie nahm mich damals, an der Meerenge von Gibraltar, ganz fest in den Arm und sagte, hier wÃ¼rden immer Menschen sterben. Aber die Hoffnung auf eine Welt ohne Grenzen dÃ¼rfe man nicht aufgeben. Schlimm sei die Welt. Ja, sicher. Aber diese wunderschÃ¶nen WindkraftrÃ¤der, die her aufgereiht wie an einer Perlenschnur standen, seien ein Vorbote und Hoffnung, wie die Zukunft in eine herrliche, angstfreie und solidarische, ohne Geld, ohne MachtgefÃ¤lle, oder Geschlechterrollen umgewandelt werden kÃ¶nne.  
20:17 Uhr
Meine Mutter war in einer Landkommune aufgewachsen, die meine GroÃŸmutter mit fÃ¼nfzehn anderen Leuten Ende der 60er Jahre grÃ¼ndete.  GroÃŸmutter starb wenige Jahre nach der Geburt ihrer Tochter an einer Ãœberdosis Heroin. Die anderen Kommunarden zogen sie gemeinsam auf, bis sich die Kommune auflÃ¶ste und meine Mutter mit etwa 14 Jahren in ein Kinderheim eingewiesen wurde. Meinen Vater kannte ich nicht, auch nicht meine beiden jÃ¼ngeren Geschwister. Jedenfalls hatte ich meine Mutter immer bewundert. Alles was sie sagte schien Sinn zu machen. Sie war so frei und anders. AuffÃ¤llig waren wohl ihre Sprunghaftigkeit, ihre JÃ¤hzornigkeit und ihre extreme Angst vor der Dunkelheit. Ãœberhaupt ihre Ã„ngste. Sie erzog mich zu einem sensiblen, sehr vorsichtigem Kind â€“ manchmal schlug sie mich auch. Meine Kindheit erschien mir glÃ¼cklich. Wir lebten wieder in Deutschland, doch besaÃŸen fast nichts, wohl auch, weil meine Mutter jeglichen Besitz ablehnte. In der Schule wurde ich wegen meines nachlÃ¤ssigen Ã„uÃŸeren und meiner fehlenden Pausenbrote oft gehÃ¤nselt. Meine Mutter arbeitete nur wenige Stunden im Ã¶rtlichen Bioladen, kassierte auÃŸerdem â€žStÃ¼tzeâ€œ und sagte: â€žKind, wenn ich alt bin, bekommen wir eine schÃ¶ne Rente und sie wird fÃ¼r alle gleich sein.â€œ. Ich durchlief alle wichtigen Station zur â€žMenschtierwerdungâ€œ wie es in der Szene hieÃŸ, inklusive des Waldkindergartens, der Waldorfzeit und der Freakkaster-Vorschule, einer internen Fortbildung der â€žGrÃ¼n-Braunen-Erlebnisweltâ€œ.  Auch wenn ich schon 17  Jahre alt war, als wir freitags fÃ¼r unsere Zukunft zu streiken begannen, fÃ¼hlte ich mich fast noch wie ein Kind, ohne Beruf und ohne Ambitionen. Mein â€žElter Einzigâ€œ, wie ich zu meiner Mutter sagte, unterstÃ¼tzte mich bei meinen Freien Tag-AktivitÃ¤ten. 
20:25 Uhr
War da ein GerÃ¤usch? Sicher war da etwas, aber was? Welches? Ich hÃ¶re nur noch dumpf, alle TÃ¶ne wie hinter einer Watteschicht â€“ und die KÃ¤lte nimmt zu. Ich bin ein Wrack. Und ich trage Schuld an meinem Zustand. Bewusst habe ich ihn nicht herbeigefÃ¼hrt, Ã¶kologisches Leben war meine erste BÃ¼rgerpflicht, wenn ich das einmal pathetisch formulieren darf. Mir ist Ã¼berhaupt nicht nach Formulierungen. Ich kann nicht mehr. Minus Nullkommanull. Doch wenn ich Ã¼berlege, so kamen mir seit ungefÃ¤hr meinem 25. Lebensjahr Zweifel, ob meine politischen AktivitÃ¤ten und meine gelebten Grundprinzipien wirklich richtig  waren.  â€žNix Karnivore. Fix Kannibaleâ€œ hieÃŸ der Slogan der Radikalen unter uns, die man eine gewisse Zeit auch Ã¤chtete, ehe sie mehr und mehr durch ihre mediale PrÃ¤senz die ganz Jungen erreichten. Ausgang waren die Happenings der ganz Alten, die sich â€žSenioren-Dementerâ€œ nannten (bewusst nach Demenz und Demeter) und sich aus der Pflegeszene der Alt-68er rekrutierten, die mit Kotwerfen, Schlierenattentate in SupermÃ¤rkten durch ihre jÃ¼ngeren mobilen Vertreter und â€žPanikschreienâ€œ â€“ eine Aktion, in der sich auch getarnt junge Leute mischten â€“ fÃ¼r Publicity sorgten, auch weil der damals 81jÃ¤hrige Chef der grÃ¶ÃŸten Sendeanstalt des â€žGrÃ¼ndeutschen Landesâ€œ ausgerufen hatte â€žWir alle sitzen in der Falle, riechen streng und wollen das auchâ€œ und damit die Aktivisten erst Ã¶ffentlich so richtig bekannt machte. Diese ganzen AktivitÃ¤ten waren aus dem Ruder gelaufen und ich merkte zudem, wie das freie Leben als Lebens â€“ und Gesellschaftsentwurf nicht mehr gewÃ¼nscht war.
20: 33 Ich lausche in die Nacht. Nacht ist Ã¼berall.  Wo ist mein KÃ¶rper? Noch funktioniert mein Hirn. Die SchlÃ¤fen pochen. Ich erinnere mich: Durch freie Wahlen an die Macht gelangt, hatte sich der â€žGroÃŸe Klimaratâ€œ zur â€žEwigkeitsregierungâ€œ  ausgerufen und weitere Wahlen bis auf weiteres â€žzum Schutze der Weltâ€œ, wie es offiziell hieÃŸ, ausgesetzt.  Als die GrundsÃ¤tze des â€žGrÃ¶ÃŸen Ã–kologischen Weltratesâ€œ zum â€žWeltgrundgesetzâ€œ erklÃ¤rt wurden, hatte ich mich aus allen AktivitÃ¤ten lÃ¤ngst zurÃ¼ckgezogen. Meine Mutter bat kurz vor ihrem 60. Geburtstag den 2025 initiierten â€žGuten Allgemeinen Suizidratâ€œ um Hilfe, der ihr darauf erklÃ¤rte, sie, besonders sie, mÃ¼ssen den Tod nicht fÃ¼rchten, und das Heil lÃ¤ge auf der Seite der vegetativen Glaubensleute, die bekanntlich lÃ¤ngst als Institution alle Entscheidungen des gesellschaftlichen Lebens durch ihre objektiven â€žSpiegelungen aus dem Bauch herausâ€œ entschieden. Sie hatte sich dem Rat gefÃ¼gt. Ich muss gestehen, dass ich sie nicht wirklich vermisste, wenn man von den gehÃ¤kelten TaschentÃ¼cher absieht und den als Abfallprodukt gefertigten â€žPopowischernâ€œ, die sie Ã¼berall bei den Eingeweihten bekannt machte. Im Ã–koladen waren sie echter Renner und verkauften sich gut, etwa dreimal pro Woche.  Ansonsten verkaufte sich nur das, was in einem sehr komplizierten Verfahren von der â€žKommission zur Rettung Naturgegebener Ressourcen und ihrer Aussicht auf Verwertbarkeitâ€œ (KZRNRAV)â€œ genehmigt wurde. Ohne die Kommission lief nichts. Ihre Mitglieder mit 99,9% Zustimmung gewÃ¤hlt, wer nicht wÃ¤hlte, oder gar in Verruf geriet nicht mit dem propagierten Kurs Ã¼berein zustimmen, wurde einer Sonderbehandlung unterzogen. Nicht jeder Ã¼berlebte diese, die meisten zogen sich danach zurÃ¼ck. Und war es zu diesem Zeitpunkt  noch egal, weil wir mit dem oppositionellen Kurs nicht einverstanden waren.  Ich war inzwischen sehr gegen diese Entwicklung, aber das Erbe unserer Ã¶kologischen Anschauungen, von Hahnemann Ã¼ber Himmler bis zu Gruhl wollte ich nicht verraten. Nicht alles war frÃ¼her schlecht, sagte ich mir. 
20:45 Uhr
Die Ereignisse Ã¼berschlugen sich nun. Die Bewegung â€žNix Karnivore. Fix Kannibaleâ€œ hatte sich auf allen Ebenen durchgesetzt. Inzwischen regnete es zwar doppelt so oft als frÃ¼her, es war auch 3 Grad kÃ¤lter als in der Referenzperiode 1961-1991, aber das alles galt nach UN-Beschluss als â€žExtremwetter positivâ€œ, dem das â€žExtremwetter negativâ€œ, die ErwÃ¤rmung, bald folgen wÃ¼rde. Jedes Wetter mit Abweichungen von 0,5 Grad galt offiziell als â€žExtremwetterâ€œ. Tierschutz war uns absolut wichtig. Die Bewegung entschied, dass der Mensch auf Grund seiner â€žHistorischen Belastung im AnthropozÃ¤nâ€œ, unumkehrbar den Tieren unterzuordnen sei und anstatt ihrer getÃ¶tet werden kÃ¶nne, so es das Ãœberleben anderer Lebewesen sichere. Vereinzelt gab es damals schon Opferungen von Kranken zugunsten von Wespen, Spinnen und Kakerlaken, die mit ihren Ãœberresten gefÃ¼ttert wurden. Was war das? War da nicht ein Knacken im Unterholz? Wie nah waren sie? 
20:53 Uhr  
Als sich das â€žNeue Ã–kologische Zeitalterâ€œ (NÃ–Z) des â€žKlimaoptimismusÂ´â€œ (ein feststehender Begriff fÃ¼r die Aufgaben des Alltags) weltweit etablierte, war an Widerstand im eigentlichen Sinne gar nicht mehr zu denken. Im Grunde bestand unsere einzige MÃ¶glichkeit gegen das System zu agieren, im verbalen Austausch, organisiert in sehr Ã¼berschaubaren und sehr kleinen Gruppen, bzw. Zirkeln, von maximal sieben Personen. Nur der Leiter einer solchen Gruppe kannte andere GruppenvorstÃ¤nde, die wiederum mit weiteren verwoben waren. Wie viele wir wirklich waren wusste niemand ganz genau, doch die Struktur und die Notwendigkeit der Geheimhaltung, auch der extrem genauen ÃœberprÃ¼fung neuer Zirkelkandidaten, sorgten dafÃ¼r, dass wir keine echte Massenbasis gewinnen konnten und im Wesentlichen isolierte Individuen waren, die sich kaum jemanden mitteilen konnten, ohne Gefahr zu laufen, selbst von den eigenen Kindern oder Enkelkindern buchstÃ¤blich ans Messer geliefert zu werden. Die VerwandtschaftsverhÃ¤ltnisse waren ohnehin nur schwer nachvollziehbar, wurden nur durch persÃ¶nliche Kontakte rudimentÃ¤r bekrÃ¤ftigt, denn es gab keine Familiennamen mehr. Auch keine Vornamen. Nur Bezeichnungen, Nummern. So war die â€žAnonyme Gerechte Gleichheitâ€œ (AGG) besser herstellbar und sie war schlieÃŸlich eines der obersten gesellschaftlichen Ziele. 
In dieser Zeit erfuhr ich von systematischen GrÃ¤uel und Hinrichtungen, z.B. von Mehmet, der als 17 JÃ¤hriger mit einer 25 Jahre alten Frau geschlafen hatte; Kathrin, die man auf Anordnung der Gesundheitspolizei wegen drei Kilo Untergewicht zwangsgestopft und der man auf Grund ihres Berufsziels Model Fettzellen einspritzt hatte; Jan, der wegen seines Ãœbergewichtes zu einem Jahr staatlich kontrollierten Fastens verurteilt worden war; Paul, der sich strikt bis zuletzt geweigert hatte, seine GlÃ¼hbirnen gegen LEDs auszutauschen und auf dem elektrischen Stuhl buchstÃ¤blich verbrannt wurde; Meik, verschrobener KÃ¼nstler ohne Broterwerb, der wegen eines Mantels mit echtem Pelzaufsatz, den seiner GroÃŸmutter einst gehÃ¶rt hatte und den er â€“ ohne es zu wissen â€“ im Kleiderschrank aufbewahrt hatte, vom Mob auf den Marktplatz gezerrt und  gesteinigt worden war; Frank, den hier alle nur Elvis nannten und der sich mit einer Pistole bewaffnet gegen die Verschrottung seines Oldtimers gewehrt hatte und den man mit Auspuffgasen vergiftete; Bill, der seine Elektrogitarre und das HaarfÃ¤rbemittel nicht abgeben wollte und zur Strafe alles trinken musste; Thorsten, den man bei dem Versuch erwischt hatte, drei Flaschen Bier aus dem Freistaat GrÃ¶nland einzuschmuggeln (Alkohol war verboten, sein Verzehr wurde nicht unter zwei Jahren Arbeitslager bestraft) und nach Schwedentrunk-Tradition behandelt ward; Bille, eigentlich Sybille, die man gefangen hatte, weil sie Ã¶ffentlich ein verbotenes Buch las fÃ¼nf Jahre in abgedunkelter Einzelhaft hielt; Christopher, der zuerst in die Vereinigten Staaten Ã¼ber den Seeweg geflohen war, aber nach seiner RÃ¼ckkehr wegen dortiger Inanspruchnahme eines Flugzeuges zu einer lebenslÃ¤nglichen Haft verurteilt worden war; Anna, die Tabak im Garten angebaut hatte und wegen â€žunsachgemÃ¤ÃŸer Verwendung von Pflanzenâ€œ mit nachwachsenem Bambusrohr gepfÃ¤hlt wurde; Samuel, der Pin-ups an seiner Schlafzimmerwand aufgehÃ¤ngt hatte und den man noch am Tage des Verbotes sÃ¤mtlicher Pornographie durch die Ex-ReichsjugendfÃ¼hrerin Schwarzel vor der Hinrichtung auch zwangskastriert hatte; usw. 
20:57 
Uhr Ich kann keinen Schritt mehr gehen, meine Beine machen nicht mehr mit, mein Verstand spielt mir Streiche. Vorhin sah ich meine GroÃŸmutter, die ich doch nur von Fotos kenne. Sie sang: â€žLebe glÃ¼cklich, lebe frohâ€œ, ein altes Lied der frÃ¼hen Friedensbewegung. Wir tanzten wild. Und wir lachten. Lachen. Noch einmal lachen. Dann war ich wieder allein. Allein? Oder war ich schon umzingelt und sie setzten an mich zu erwischen? So wie vor zwei Jahren, als sie mich fast Ã¼berwÃ¤ltigt hatten und ich mit letzten Kraft entweichen konnte. Dass ich solange Ã¼berleben konnte, verdanke ich nur den Resten unserer Gruppe, zwei alten Bekannten, die ebenfalls Ã¼berlebten.
20:59 Uhr 
Gestern wurde ich verraten. Der letzte Ãœberlebende unserer Gruppe muss ihnen von meinem Aufenthaltsort erzÃ¤hlt haben. Ob er schon immer ein Spitzel war, werde ich nicht mehr erfahren. Ich sah, als sie kamen, ihre Schatten auf der Lichtung und floh. Doch was hilft es? Es verlÃ¤ngert doch nur das Sterben. Sie werden mein Fleisch an ViehzÃ¼chter verkaufen oder an die hungernden Massen, die nach dem weitgehenden Zusammenbruch ihrer Ã–kolandwirtschaft auf etwas Verwertbares warten. Da. Meine Mutter. Sie streichelt mein Haar, gibt mir Schokolade und lÃ¤sst einen Brummkreisel drehen. Sie weint. Ich fÃ¼hle ihre TrÃ¤nen. Ich weine auch. Den Stich, der mich in den RÃ¼cken trifft, fÃ¼hle ich kaum, der Schnitt, der meine Kehle durchtrennt, lÃ¤sst mich einen warmen Schwall FlÃ¼ssiges auf meinen Schultern spÃ¼ren. Das Vorletzte. Das Letzte sind die Beile, die auf mich niederprasseln und mich auf immer zerlegen. 
â€žAuslesenâ€œ, sagt eine ruhige Frauenstimme. â€žÃ–2yx4/9. Unsere Maschine macht keinen Fehler.â€œ Sie lÃ¤chelt.

https://www.achgut.com/artikel/die_fuenfte_kolonne_2021</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas aus der Systemzeit, lang bevor man FÃ¤sser aufmachte, die nun nicht mehr zu schlieÃŸen sind -</p>
<p>Das Sozialismus-Experiment</p>
<p>Der Beitrag erschien in der â€œeigentÃ¼mlich freiâ€, ef 9/05</p>
<p>Eine Dramarabel von Tanja Krienen</p>
<p>Er ahnte sogleich im tiefsten Innern, als er sich wÃ¤hrend einer Streiterei in seiner Stammkneipe â€žZum ollen Bebelâ€œ in Rage geredet, in die Hand des Kontrahenten einschlug und erregt ankÃ¼ndigte, er wÃ¼rde â€ždiese Sacheâ€œ umsetzen, dass sie eine war, die man gewÃ¶hnlich dem Schnaps zuordnet (und tatsÃ¤chlich diesem auch entsprungen war). Doch â€ždiese Sacheâ€œ spukte anderseits seit langer Zeit in seinem Kopf herum, und als er von seinem GegenÃ¼ber heftig als â€žfauler, feiger SprÃ¼cheklopferâ€œ gescholten ward, blieb ihm â€“ schon aus GrÃ¼nden der Selbstachtung â€“ keine andere MÃ¶glichkeit, als den Start eines â€žgroÃŸes Dingsâ€œ anzukÃ¼ndigen. Der Name der LokalitÃ¤t, wobei er das Wort in einem Zug aussprach, sei im â€žHeiligste Verpflichtungâ€œ, er schob nach â€žAllerheiligste Verpflichtungâ€œ.</p>
<p>Was war passiert? Er, Sascha A., der aktive Gewerkschafter, seit 25 Jahren Mitglied â€žseinerâ€œ Organisation, hatte lautstark wieder â€žÃ¼ber die da obenâ€œ, die â€ždoch nur abkassierenâ€œ und â€žsich die Profite in die Tasche steckenâ€œ gewettert, als ihm der â€žjunge SchnÃ¶selâ€œ mit dem spÃ¶ttischen LÃ¤cheln immer wieder ins Wort fiel, u.a. mit den â€žprovozierenden SprÃ¼chenâ€œ: â€žWenn du selbststÃ¤ndig wÃ¤rest, wÃ¼rdest du sehen, welche Probleme es gibt, die vor allem durch die Aufrechterhaltung eurer Politik entstehen.â€œ Und: â€žDer Staat nimmt vor allem dort, wo wirklich gearbeitet wird, und gibt hauptsÃ¤chlich denen, die weniger aktiv sindâ€œ, sowie: â€žEs kann nur das ausgegeben werden, was tatsÃ¤chlich erwirtschaftet wird.â€œ Das alles empfand er natÃ¼rlich als eine â€žneoliberale Frechheitâ€œ, es seien, so sagte er: â€žSprÃ¼che der Manchester-Kapitalistenâ€œ. Doch der junge Mann lieÃŸ nicht locker und erwiderte, er, Sascha A., sei offensichtlich ein â€žauslaufendes Modellâ€œ, worauf dieser meinte, er wÃ¼rde ihm â€žnoch zeigen, was ein gutes Modell istâ€œ. Sein Kontrahent lachte nur und feixte: â€žDann mach doch mal! Zeig doch mal mit deinen Genossen wie das ohne â€žGroÃŸkapitalistenâ€œ und ohne â€žHeuschreckenâ€œ funktioniert!â€œ</p>
<p>Gesagt, getan â€“ am nÃ¤chsten Tag telefonierte er ein paar gute Kollegen und Genossen, die mit ihm auf einer WellenlÃ¤nge lagen und aus der gleichen Branche kamen zusammen, und sie vereinbarten einen gemeinsamen Termin um Ã¼ber â€ždie Sacheâ€œ zu reden. Sein Vorschlag lautete: â€žWir grÃ¼nden eine Firma â€žArbeitskollektiv Gas - und Wasser-Installationen â€“ Perpetuum mobileâ€œ, die alle linken und fortschrittlichen Leute zusammenfasst und von der Ausbeutung durch die privaten â€žHandwerker-Kartelleâ€œ befreit. Schnell wurde eine Kommission gegrÃ¼ndet, ein Statut ausgearbeitet und dabei eine Reihe allgemeiner GrundsÃ¤tze festgelegt wie: Gleicher Lohn fÃ¼r alle, umfassende Sozialleistungen, Betriebsrente, GrÃ¼ndung eines Kindergartens uswâ€¦.</p>
<p>Innerhalb von vier Wochen war der organisatorische Komplex abgeschlossen. Gut 100 Arbeiter fanden sich in der GroÃŸstadt zusammen, und wurden mit unterschiedlichen Teilen â€žJeder nach seinen MÃ¶glichkeitenâ€œ, Eigner des Kollektivs. Mit einer den Gewerkschaften verbundenen Bank hatten sie gÃ¼nstige Kredite ausgehandelt, die zur Anschaffung von Betriebsinventar, Renovierung des BÃ¼rogebÃ¤udes und vor allem des Wagenparks Verwendung fanden.</p>
<p>Es war ihnen selbst schon klar: Eine homogene Truppe waren sie nicht, sie einte die Vorstellung, man kÃ¶nne besser, kostengÃ¼nstiger und effektiver produzieren, vor allem aber sei das Gesamtergebnis viel stÃ¤rker sozialer ausgerichtet und selbstverstÃ¤ndlich: humaner. ZwangslÃ¤ufig wÃ¤re man â€žTeil des Systemsâ€œ, jedoch mÃ¼sse der Vorteil, der durch die â€žAbwesenheit von Ausbeutungâ€œ entstÃ¼nde, diesen Nachteil deutlich wettmachen.</p>
<p>Da man gÃ¤nzlich auf hierarchische Strukturen verzichtete, war auch hier theoretisch ein Geldvorteil gegeben, denn der â€žKauf der Arbeiterelite durch die herrschenden Klasseâ€œ war ja nun entfallen. Die ersten disziplinarischen Probleme, die so manches Arbeitsteam bereits nach wenigen Tagen meldete, Ã¼bersah man noch mit manchem Scherz, meinte, diejenigen, die sich allzu sehr an die Disziplin hielten, seien wohl â€žgut gedrillte Untertanenâ€œ, welche die â€žIdeologie der Arbeits â€“ und Ausbeutergesellschaftâ€œ besonders stark verinnerlicht hÃ¤tten. Als die ersten AuftrÃ¤ge storniert wurden, und vier Arbeitsteams, die man Kolonnen genannt hatte, auf Grund unÃ¼berbrÃ¼ckbarer Differenzen auseinander fielen, berief man eine â€žVersammlung zwecks Koordination von Produktionsdifferenzen innerhalb antagonistischer WidersprÃ¼cheâ€œ ein.</p>
<p>Dort wurde auch Unmut Ã¼ber die Arbeit einiger weiblicher Kollektivmitglieder laut. Diese hÃ¤tten bestimmte TÃ¤tigkeiten nicht so ausfÃ¼hren kÃ¶nnen, wie es das Arbeitsgebiet vorsah, und waren auch Ã¼berdurchschnittlich oft ausgefallen, murrten einige der Arbeiter. Angesichts der insgesamt geringeren Arbeitsleistung bei gleichem Lohn, empfÃ¤nden sie das â€žso nicht gerechtâ€œ, meldete man sich zu Wort, doch sie wurden sofort von der erdrÃ¼ckenden Mehrheit als â€žideologisch nicht gefestigte, mehr als latente Sexistenâ€œ bezeichnet. Drei Mitglieder des Gesamt-Kollektivs schieden nach diesem Meeting, welches man â€žArbeitsplenumâ€œ hieÃŸ, freiwillig aus, zwei hingegen wurden aus â€ždisziplinarischen GrÃ¼ndenâ€œ und â€žcharakterlichen SchwÃ¤chenâ€œ ausgeschlossen. Einer fragte, wie es wÃ¤re, wenn das in der â€žoffenen Gesellschaftâ€œ geschehe, ob man ihm dann keine UnterstÃ¼tzung zu billigen, oder keine weitere Arbeit geben wÃ¼rde? Er habe sich, so sagte man im, mangels â€žfehlendem Bewusstseinâ€œ und â€žgeringer theoretischer BeschÃ¤ftigung mit dem Subjektâ€œ so schuldig gemacht, dass er â€žganz einfach gehen solleâ€œ, und zwar: â€žzÃ¼gigâ€œ, es sei â€žkein weiterer Kommentar nÃ¶tigâ€œ.</p>
<p>In den kommenden Wochen sanken die AuftragseingÃ¤nge rapide. Es gab nur wenige in der Verwaltung, die bereit waren, die â€žWolfgesetze der Werbung im Kapitalismusâ€œ zu berÃ¼cksichtigen, bzw. anzuwenden. Es gÃ¤be dabei â€žunÃ¼berbrÃ¼ckbare psychologische Hemmnisseâ€œ, man empfÃ¤nde es â€žals pervers, Leute anzurufen oder zurÃ¼ckzurufenâ€œ und dabei um â€žAuftrÃ¤ge zu bettelnâ€œ. Die Leiterein der KindergartentagesstÃ¤tte, hier nur â€žKitaâ€œ genannt, fiel zu dieser Zeit langfristig aus, weil â€ždie gÃ¼nstige Prognoseâ€œ, die man der DrogensÃ¼chtigen Gabriele Z. bei der Einstellung erteilt hatte, leider nicht eintrat, und so musste die ArbeitsstÃ¤tte allein von einer angelernten Kinderpflegerin betreut werden. â€žDas hÃ¤tten wir sonst nie akzeptiertâ€œ, sagte eine der MÃ¼tter dem Lokalblatt, das auf diesen Misstand aufmerksam gemacht wurde und nun ausfÃ¼hrlich berichtete, â€žaber ich werde mich nun einen halben Tag, so lang es geht, zusÃ¤tzlich einbringen, bis die Gabi wieder da ist.â€œ</p>
<p>Die Reparaturwerkstatt litt chronisch an einem Belegungsmangel. Mehr als drei KFZ-Mechaniker waren einfach nicht â€ždrinâ€œ. Schulungen, Freistunden, zusÃ¤tzliche Kindererziehungstage und â€“ in einem Fall â€“ ein Ausfall durch SchwangerschaftsÃ¼bungen, die der Mechaniker gemeinsam mit seiner Frau â€žaus SolidaritÃ¤tâ€œ mitmachte, sorgten dafÃ¼r, dass meist zwei oder drei Autos nicht ausfahren konnten. Freitagnachmittags schloss die Werkstatt Punkt 12.00 Uhr. Ohnehin wurden zwischen montags und donnerstags nur 7 1/2 Stunden pro Tag gearbeitet, um die 34 Stunden-Woche zu erreichen, die man beschlossen hatte, um â€ždemonstrativ unter der Kampfgrenze zu bleiben.â€œ</p>
<p>Wo denn die versprochenen Zusatzleistungen blieben, fragten die Frauen mancher Arbeiter auf der â€žKollektiven Vollversammlung zum Zwecke der Rettung des Projektes Perpetuum mobileâ€œ. Die Abwesenheitsquote betrug Ã¼ber 25% - das war enttÃ¤uschend. Mehr noch, da so manche â€žAbsetzbewegungâ€œ, wie es der Vorsitzende des â€žVermittlungsrates humanitÃ¤rer Gestaltungsprozesseâ€œ ausdrÃ¼ckte, zu erkennen seien. Die AuÃŸenstÃ¤nde hÃ¤tten schon jetzt â€“ da das Experiment erst vier Monate dauerte â€“ den Umfang eines ca. sechswÃ¶chigen, notwendigen Auftragsvolumen. ZusÃ¤tzliche Leistungen seien nun â€žeinfach nicht mehr mÃ¶glichâ€œ, man bat â€žmit Nachdruckâ€œ darum, â€žjede Ã¼berflÃ¼ssige Kontaktierung des Betriebsarztes drei Mal zu prÃ¼fen.â€œ</p>
<p>Auch wÃ¼rde umgehend jene durch die Gender-Gruppe â€žDas Problem seid ihr, nicht wir!â€œ durchgesetzte â€žgeschlechtsneutrale Arbeitsanzugsfarbeâ€œ lila-rosa-tÃ¼rkis, auf Grund der â€žsich in der Praktik als wenig publikumsverkehrstauglich erwiesenen Farbgestaltungâ€œ abgeschafft. Aber wer die illegalen BeschÃ¤ftigen, die man â€žaus SolidaritÃ¤t selbstverstÃ¤ndlich genau so entlohnt wie alleâ€œ infrage stelle, obwohl sie nie zuvor in diesem Beruf gearbeitet hatten, sondern kurz zuvor aus Uganda, Nigeria und Somalia kamen, wo sie als Schafhirten, Reisbauern und Arbeitslose lebten, der â€žrÃ¼ttelt an unseren Grundprinzipien der SolidaritÃ¤t: Niemand ist illegal.â€œ</p>
<p>Einstimmig wurde das Vertrauensfrau (da geschlechtsunspezifischen Anreden vermieden werden sollten, wurden alle in der weiblichen Form ausgewiesen, um â€ždie Welt ein StÃ¼ck weit femininer zu gestalten) G. gewÃ¤hlt, der, so die Antragskommission, als â€žtemporÃ¤r begleitender Beobachterin mutmaÃŸlicher Anti-GerechtigkeitsbefÃ¼rworterâ€œ â€“ eine TÃ¤tigkeit die der Klassenfeind gewÃ¶hnlich als â€žStasi-TÃ¤tigkeitâ€œ verunglimpft â€“ schon seinerzeit in der DDR erfolgreich ausgefÃ¼hrt habe. Er solle nun â€žrigoros zum Wohle allerâ€œ, sÃ¤mtliche â€žindividuell verschuldeten Fehler dekadenter Elementeâ€œ aufspÃ¼ren. Es sei ein â€žskandalÃ¶ser Vorwurf Ewiggestrigerâ€œ, wenn diese davon sprÃ¤chen, das System sei schuld an der Misere. â€žPerpetuum mobileâ€œ sei quick lebendig, und existiere auch noch inâ€¦.(Das Ende des Satzes ging im aufbrausenden Beifall unter â€žHoch die nationale Arbeits-SolidaritÃ¤tâ€œ-Rufen unter).</p>
<p>Als zwei Wochen spÃ¤ter der Konkursverwalter, das Ordnungsamt und Spezialisten der ortansÃ¤ssigen Psychiatrie auf dem Betriebs â€“ und Verwaltungshof erschienen, wusste jeder, dass es zu Ende ging. Der Betrieb musste wegen ZahlungsunfÃ¤higkeit aufgeben.</p>
<p>Die Abgaben seien zu hoch gewesen, sagte spÃ¤ter Sascha A., weil die Steuergesetze â€žzu restriktivâ€œ wÃ¤ren und keinen â€žSpielraum fÃ¼r Menschliches auÃŸerhalb des kapitalistischen Verwertungsprozessesâ€œ gelassen hÃ¤tten. In einer PresseerklÃ¤rung teilte der Sprecher der Linkspartei mit, dies sei â€žwieder ein Beweis fÃ¼r die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Menschlichkeit, und mÃ¼sse deshalb so schnell als mÃ¶glich Ã¼berwunden werdenâ€œ. Auf Nachfragen, welches von beiden er Ã¼berwinden wolle, sagte er, auf die â€žProvokation antisozialistischer und rechtskonservativer Medienvertreterâ€œ wÃ¼rde das Volk in der nÃ¤chster Zeit eine zielorientierte Antwort geben.</p>
<p>Seit einigen Tagen geht das GerÃ¼cht um, der weiterhin an seinen Idealen festhaltende Teil des â€žPepetuum-Mobile-Kollektivsâ€œ sei nach Cuba ausgewandert, und organisiere die nÃ¤chste und noch erfolgreichere â€žMilch fÃ¼r alle cubanischen Kinderâ€œ â€“ Kampagne. <a href="http://www.campodecriptana.de/index.php?page=presse_ef_dramarabel" rel="nofollow">http://www.campodecriptana.de/index.php?page=presse_ef_dramarabel</a></p>
<p>Ein paar gut und ein paar weniger gute AusfÃ¼hrungen - <a href="https://www.achgut.com/artikel/die_rente_ist_unsicher_ein_vorschlag_zur_guete" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/die_rente_ist_unsicher_ein_vorschlag_zur_guete</a><br />
<a href="https://ef-magazin.de/2020/07/29/17306-historische-fakten-zu-covid-19-die-ddr-und-das-coronavirus" rel="nofollow">https://ef-magazin.de/2020/07/29/17306-historische-fakten-zu-covid-19-die-ddr-und-das-coronavirus</a></p>
<p><a href="https://ef-magazin.de/2020/08/22/17408-querdenken-demonstrationen-gegen-die-schon-lange-regierenden-querfront-an-allen-fronten" rel="nofollow">https://ef-magazin.de/2020/08/22/17408-querdenken-demonstrationen-gegen-die-schon-lange-regierenden-querfront-an-allen-fronten</a></p>
<p>Tanja Krienen<br />
30. November 2019  Â·<br />
Mit Ã–ffentlich geteilt<br />
Ã–2yx3/0<br />
20:05 Uhr<br />
Diese KÃ¤lte spÃ¼re ich nicht nur auf der Haut, sie legt sich auf die Lunge, die Nieren, das Herz, drÃ¼ckt, sticht. Anderseits empfinde ich eine Leichtigkeit, eine Euphorie. Und dann ist da diese MÃ¼digkeit. Diese unertrÃ¤gliche MÃ¼digkeit und das Verlangen zu schlafen. Doch schlafen bedeutete hier drauÃŸen meinen Tod. Und wenn sie mich erreichen, dannâ€¦. Regungslos verharre ich jetzt sicher schon eine halbe Stunde in dieser beinahe uneinsehbaren Mulde. An ein Entrinnen von hier ist kaum zu denken. Meine FÃ¼ÃŸe spÃ¼re ich kaum noch. Schuhe besitze ich schon etwa zehn Jahre nicht mehr.  Wieso? Wieso und warum das alles? Alle Fragen, Empfindungen, selbst meine Sinne, sirren durch den Kopf, den KÃ¶rper, pochen in den Fingerspitzen. Wann hat es angefangen?<br />
Ich war noch ein Kind und kenne das Leben noch kurz nach der Jahrtausendwende (mein Geburtsort ist mir unbekannt. Meine Mutter wollte es so). FÃ¼nf Jahre muss ich alt gewesen sein, damals, 2005, als ich mit meiner Mutter in SÃ¼dspanien lebte, wegen der NÃ¤he zu Afrika, das sie doch so sehr liebte (â€žDa komme ich her, hier bin ich zu Hausâ€œ). Sie nahm mich damals, an der Meerenge von Gibraltar, ganz fest in den Arm und sagte, hier wÃ¼rden immer Menschen sterben. Aber die Hoffnung auf eine Welt ohne Grenzen dÃ¼rfe man nicht aufgeben. Schlimm sei die Welt. Ja, sicher. Aber diese wunderschÃ¶nen WindkraftrÃ¤der, die her aufgereiht wie an einer Perlenschnur standen, seien ein Vorbote und Hoffnung, wie die Zukunft in eine herrliche, angstfreie und solidarische, ohne Geld, ohne MachtgefÃ¤lle, oder Geschlechterrollen umgewandelt werden kÃ¶nne.<br />
20:17 Uhr<br />
Meine Mutter war in einer Landkommune aufgewachsen, die meine GroÃŸmutter mit fÃ¼nfzehn anderen Leuten Ende der 60er Jahre grÃ¼ndete.  GroÃŸmutter starb wenige Jahre nach der Geburt ihrer Tochter an einer Ãœberdosis Heroin. Die anderen Kommunarden zogen sie gemeinsam auf, bis sich die Kommune auflÃ¶ste und meine Mutter mit etwa 14 Jahren in ein Kinderheim eingewiesen wurde. Meinen Vater kannte ich nicht, auch nicht meine beiden jÃ¼ngeren Geschwister. Jedenfalls hatte ich meine Mutter immer bewundert. Alles was sie sagte schien Sinn zu machen. Sie war so frei und anders. AuffÃ¤llig waren wohl ihre Sprunghaftigkeit, ihre JÃ¤hzornigkeit und ihre extreme Angst vor der Dunkelheit. Ãœberhaupt ihre Ã„ngste. Sie erzog mich zu einem sensiblen, sehr vorsichtigem Kind â€“ manchmal schlug sie mich auch. Meine Kindheit erschien mir glÃ¼cklich. Wir lebten wieder in Deutschland, doch besaÃŸen fast nichts, wohl auch, weil meine Mutter jeglichen Besitz ablehnte. In der Schule wurde ich wegen meines nachlÃ¤ssigen Ã„uÃŸeren und meiner fehlenden Pausenbrote oft gehÃ¤nselt. Meine Mutter arbeitete nur wenige Stunden im Ã¶rtlichen Bioladen, kassierte auÃŸerdem â€žStÃ¼tzeâ€œ und sagte: â€žKind, wenn ich alt bin, bekommen wir eine schÃ¶ne Rente und sie wird fÃ¼r alle gleich sein.â€œ. Ich durchlief alle wichtigen Station zur â€žMenschtierwerdungâ€œ wie es in der Szene hieÃŸ, inklusive des Waldkindergartens, der Waldorfzeit und der Freakkaster-Vorschule, einer internen Fortbildung der â€žGrÃ¼n-Braunen-Erlebnisweltâ€œ.  Auch wenn ich schon 17  Jahre alt war, als wir freitags fÃ¼r unsere Zukunft zu streiken begannen, fÃ¼hlte ich mich fast noch wie ein Kind, ohne Beruf und ohne Ambitionen. Mein â€žElter Einzigâ€œ, wie ich zu meiner Mutter sagte, unterstÃ¼tzte mich bei meinen Freien Tag-AktivitÃ¤ten.<br />
20:25 Uhr<br />
War da ein GerÃ¤usch? Sicher war da etwas, aber was? Welches? Ich hÃ¶re nur noch dumpf, alle TÃ¶ne wie hinter einer Watteschicht â€“ und die KÃ¤lte nimmt zu. Ich bin ein Wrack. Und ich trage Schuld an meinem Zustand. Bewusst habe ich ihn nicht herbeigefÃ¼hrt, Ã¶kologisches Leben war meine erste BÃ¼rgerpflicht, wenn ich das einmal pathetisch formulieren darf. Mir ist Ã¼berhaupt nicht nach Formulierungen. Ich kann nicht mehr. Minus Nullkommanull. Doch wenn ich Ã¼berlege, so kamen mir seit ungefÃ¤hr meinem 25. Lebensjahr Zweifel, ob meine politischen AktivitÃ¤ten und meine gelebten Grundprinzipien wirklich richtig  waren.  â€žNix Karnivore. Fix Kannibaleâ€œ hieÃŸ der Slogan der Radikalen unter uns, die man eine gewisse Zeit auch Ã¤chtete, ehe sie mehr und mehr durch ihre mediale PrÃ¤senz die ganz Jungen erreichten. Ausgang waren die Happenings der ganz Alten, die sich â€žSenioren-Dementerâ€œ nannten (bewusst nach Demenz und Demeter) und sich aus der Pflegeszene der Alt-68er rekrutierten, die mit Kotwerfen, Schlierenattentate in SupermÃ¤rkten durch ihre jÃ¼ngeren mobilen Vertreter und â€žPanikschreienâ€œ â€“ eine Aktion, in der sich auch getarnt junge Leute mischten â€“ fÃ¼r Publicity sorgten, auch weil der damals 81jÃ¤hrige Chef der grÃ¶ÃŸten Sendeanstalt des â€žGrÃ¼ndeutschen Landesâ€œ ausgerufen hatte â€žWir alle sitzen in der Falle, riechen streng und wollen das auchâ€œ und damit die Aktivisten erst Ã¶ffentlich so richtig bekannt machte. Diese ganzen AktivitÃ¤ten waren aus dem Ruder gelaufen und ich merkte zudem, wie das freie Leben als Lebens â€“ und Gesellschaftsentwurf nicht mehr gewÃ¼nscht war.<br />
20: 33 Ich lausche in die Nacht. Nacht ist Ã¼berall.  Wo ist mein KÃ¶rper? Noch funktioniert mein Hirn. Die SchlÃ¤fen pochen. Ich erinnere mich: Durch freie Wahlen an die Macht gelangt, hatte sich der â€žGroÃŸe Klimaratâ€œ zur â€žEwigkeitsregierungâ€œ  ausgerufen und weitere Wahlen bis auf weiteres â€žzum Schutze der Weltâ€œ, wie es offiziell hieÃŸ, ausgesetzt.  Als die GrundsÃ¤tze des â€žGrÃ¶ÃŸen Ã–kologischen Weltratesâ€œ zum â€žWeltgrundgesetzâ€œ erklÃ¤rt wurden, hatte ich mich aus allen AktivitÃ¤ten lÃ¤ngst zurÃ¼ckgezogen. Meine Mutter bat kurz vor ihrem 60. Geburtstag den 2025 initiierten â€žGuten Allgemeinen Suizidratâ€œ um Hilfe, der ihr darauf erklÃ¤rte, sie, besonders sie, mÃ¼ssen den Tod nicht fÃ¼rchten, und das Heil lÃ¤ge auf der Seite der vegetativen Glaubensleute, die bekanntlich lÃ¤ngst als Institution alle Entscheidungen des gesellschaftlichen Lebens durch ihre objektiven â€žSpiegelungen aus dem Bauch herausâ€œ entschieden. Sie hatte sich dem Rat gefÃ¼gt. Ich muss gestehen, dass ich sie nicht wirklich vermisste, wenn man von den gehÃ¤kelten TaschentÃ¼cher absieht und den als Abfallprodukt gefertigten â€žPopowischernâ€œ, die sie Ã¼berall bei den Eingeweihten bekannt machte. Im Ã–koladen waren sie echter Renner und verkauften sich gut, etwa dreimal pro Woche.  Ansonsten verkaufte sich nur das, was in einem sehr komplizierten Verfahren von der â€žKommission zur Rettung Naturgegebener Ressourcen und ihrer Aussicht auf Verwertbarkeitâ€œ (KZRNRAV)â€œ genehmigt wurde. Ohne die Kommission lief nichts. Ihre Mitglieder mit 99,9% Zustimmung gewÃ¤hlt, wer nicht wÃ¤hlte, oder gar in Verruf geriet nicht mit dem propagierten Kurs Ã¼berein zustimmen, wurde einer Sonderbehandlung unterzogen. Nicht jeder Ã¼berlebte diese, die meisten zogen sich danach zurÃ¼ck. Und war es zu diesem Zeitpunkt  noch egal, weil wir mit dem oppositionellen Kurs nicht einverstanden waren.  Ich war inzwischen sehr gegen diese Entwicklung, aber das Erbe unserer Ã¶kologischen Anschauungen, von Hahnemann Ã¼ber Himmler bis zu Gruhl wollte ich nicht verraten. Nicht alles war frÃ¼her schlecht, sagte ich mir.<br />
20:45 Uhr<br />
Die Ereignisse Ã¼berschlugen sich nun. Die Bewegung â€žNix Karnivore. Fix Kannibaleâ€œ hatte sich auf allen Ebenen durchgesetzt. Inzwischen regnete es zwar doppelt so oft als frÃ¼her, es war auch 3 Grad kÃ¤lter als in der Referenzperiode 1961-1991, aber das alles galt nach UN-Beschluss als â€žExtremwetter positivâ€œ, dem das â€žExtremwetter negativâ€œ, die ErwÃ¤rmung, bald folgen wÃ¼rde. Jedes Wetter mit Abweichungen von 0,5 Grad galt offiziell als â€žExtremwetterâ€œ. Tierschutz war uns absolut wichtig. Die Bewegung entschied, dass der Mensch auf Grund seiner â€žHistorischen Belastung im AnthropozÃ¤nâ€œ, unumkehrbar den Tieren unterzuordnen sei und anstatt ihrer getÃ¶tet werden kÃ¶nne, so es das Ãœberleben anderer Lebewesen sichere. Vereinzelt gab es damals schon Opferungen von Kranken zugunsten von Wespen, Spinnen und Kakerlaken, die mit ihren Ãœberresten gefÃ¼ttert wurden. Was war das? War da nicht ein Knacken im Unterholz? Wie nah waren sie?<br />
20:53 Uhr<br />
Als sich das â€žNeue Ã–kologische Zeitalterâ€œ (NÃ–Z) des â€žKlimaoptimismusÂ´â€œ (ein feststehender Begriff fÃ¼r die Aufgaben des Alltags) weltweit etablierte, war an Widerstand im eigentlichen Sinne gar nicht mehr zu denken. Im Grunde bestand unsere einzige MÃ¶glichkeit gegen das System zu agieren, im verbalen Austausch, organisiert in sehr Ã¼berschaubaren und sehr kleinen Gruppen, bzw. Zirkeln, von maximal sieben Personen. Nur der Leiter einer solchen Gruppe kannte andere GruppenvorstÃ¤nde, die wiederum mit weiteren verwoben waren. Wie viele wir wirklich waren wusste niemand ganz genau, doch die Struktur und die Notwendigkeit der Geheimhaltung, auch der extrem genauen ÃœberprÃ¼fung neuer Zirkelkandidaten, sorgten dafÃ¼r, dass wir keine echte Massenbasis gewinnen konnten und im Wesentlichen isolierte Individuen waren, die sich kaum jemanden mitteilen konnten, ohne Gefahr zu laufen, selbst von den eigenen Kindern oder Enkelkindern buchstÃ¤blich ans Messer geliefert zu werden. Die VerwandtschaftsverhÃ¤ltnisse waren ohnehin nur schwer nachvollziehbar, wurden nur durch persÃ¶nliche Kontakte rudimentÃ¤r bekrÃ¤ftigt, denn es gab keine Familiennamen mehr. Auch keine Vornamen. Nur Bezeichnungen, Nummern. So war die â€žAnonyme Gerechte Gleichheitâ€œ (AGG) besser herstellbar und sie war schlieÃŸlich eines der obersten gesellschaftlichen Ziele.<br />
In dieser Zeit erfuhr ich von systematischen GrÃ¤uel und Hinrichtungen, z.B. von Mehmet, der als 17 JÃ¤hriger mit einer 25 Jahre alten Frau geschlafen hatte; Kathrin, die man auf Anordnung der Gesundheitspolizei wegen drei Kilo Untergewicht zwangsgestopft und der man auf Grund ihres Berufsziels Model Fettzellen einspritzt hatte; Jan, der wegen seines Ãœbergewichtes zu einem Jahr staatlich kontrollierten Fastens verurteilt worden war; Paul, der sich strikt bis zuletzt geweigert hatte, seine GlÃ¼hbirnen gegen LEDs auszutauschen und auf dem elektrischen Stuhl buchstÃ¤blich verbrannt wurde; Meik, verschrobener KÃ¼nstler ohne Broterwerb, der wegen eines Mantels mit echtem Pelzaufsatz, den seiner GroÃŸmutter einst gehÃ¶rt hatte und den er â€“ ohne es zu wissen â€“ im Kleiderschrank aufbewahrt hatte, vom Mob auf den Marktplatz gezerrt und  gesteinigt worden war; Frank, den hier alle nur Elvis nannten und der sich mit einer Pistole bewaffnet gegen die Verschrottung seines Oldtimers gewehrt hatte und den man mit Auspuffgasen vergiftete; Bill, der seine Elektrogitarre und das HaarfÃ¤rbemittel nicht abgeben wollte und zur Strafe alles trinken musste; Thorsten, den man bei dem Versuch erwischt hatte, drei Flaschen Bier aus dem Freistaat GrÃ¶nland einzuschmuggeln (Alkohol war verboten, sein Verzehr wurde nicht unter zwei Jahren Arbeitslager bestraft) und nach Schwedentrunk-Tradition behandelt ward; Bille, eigentlich Sybille, die man gefangen hatte, weil sie Ã¶ffentlich ein verbotenes Buch las fÃ¼nf Jahre in abgedunkelter Einzelhaft hielt; Christopher, der zuerst in die Vereinigten Staaten Ã¼ber den Seeweg geflohen war, aber nach seiner RÃ¼ckkehr wegen dortiger Inanspruchnahme eines Flugzeuges zu einer lebenslÃ¤nglichen Haft verurteilt worden war; Anna, die Tabak im Garten angebaut hatte und wegen â€žunsachgemÃ¤ÃŸer Verwendung von Pflanzenâ€œ mit nachwachsenem Bambusrohr gepfÃ¤hlt wurde; Samuel, der Pin-ups an seiner Schlafzimmerwand aufgehÃ¤ngt hatte und den man noch am Tage des Verbotes sÃ¤mtlicher Pornographie durch die Ex-ReichsjugendfÃ¼hrerin Schwarzel vor der Hinrichtung auch zwangskastriert hatte; usw.<br />
20:57<br />
Uhr Ich kann keinen Schritt mehr gehen, meine Beine machen nicht mehr mit, mein Verstand spielt mir Streiche. Vorhin sah ich meine GroÃŸmutter, die ich doch nur von Fotos kenne. Sie sang: â€žLebe glÃ¼cklich, lebe frohâ€œ, ein altes Lied der frÃ¼hen Friedensbewegung. Wir tanzten wild. Und wir lachten. Lachen. Noch einmal lachen. Dann war ich wieder allein. Allein? Oder war ich schon umzingelt und sie setzten an mich zu erwischen? So wie vor zwei Jahren, als sie mich fast Ã¼berwÃ¤ltigt hatten und ich mit letzten Kraft entweichen konnte. Dass ich solange Ã¼berleben konnte, verdanke ich nur den Resten unserer Gruppe, zwei alten Bekannten, die ebenfalls Ã¼berlebten.<br />
20:59 Uhr<br />
Gestern wurde ich verraten. Der letzte Ãœberlebende unserer Gruppe muss ihnen von meinem Aufenthaltsort erzÃ¤hlt haben. Ob er schon immer ein Spitzel war, werde ich nicht mehr erfahren. Ich sah, als sie kamen, ihre Schatten auf der Lichtung und floh. Doch was hilft es? Es verlÃ¤ngert doch nur das Sterben. Sie werden mein Fleisch an ViehzÃ¼chter verkaufen oder an die hungernden Massen, die nach dem weitgehenden Zusammenbruch ihrer Ã–kolandwirtschaft auf etwas Verwertbares warten. Da. Meine Mutter. Sie streichelt mein Haar, gibt mir Schokolade und lÃ¤sst einen Brummkreisel drehen. Sie weint. Ich fÃ¼hle ihre TrÃ¤nen. Ich weine auch. Den Stich, der mich in den RÃ¼cken trifft, fÃ¼hle ich kaum, der Schnitt, der meine Kehle durchtrennt, lÃ¤sst mich einen warmen Schwall FlÃ¼ssiges auf meinen Schultern spÃ¼ren. Das Vorletzte. Das Letzte sind die Beile, die auf mich niederprasseln und mich auf immer zerlegen.<br />
â€žAuslesenâ€œ, sagt eine ruhige Frauenstimme. â€žÃ–2yx4/9. Unsere Maschine macht keinen Fehler.â€œ Sie lÃ¤chelt.</p>
<p><a href="https://www.achgut.com/artikel/die_fuenfte_kolonne_2021" rel="nofollow">https://www.achgut.com/artikel/die_fuenfte_kolonne_2021</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html#comment-299505</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2016 13:24:31 +0000</pubDate>
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		<description>Und so sind ihre PlÃ¤tze - https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/refugees-welcome-aber-nicht-bei-uns/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und so sind ihre PlÃ¤tze - <a href="https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/refugees-welcome-aber-nicht-bei-uns/" rel="nofollow">https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/refugees-welcome-aber-nicht-bei-uns/</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html#comment-291981</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2016 15:20:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/09/16/342.html#comment-291981</guid>
		<description>Prima - "Wir richten uns insbesondere an Physik- und Chemie-Leistungskurse und jene jungen Menschen, die technologisch in diesem Land demnÃ¤chst Zukunft gestalten wollen/sollen/mÃ¼ssen", schreibt Henning Zoz in einer E-Mail "an lokale Schulen und Bildungseinrichtungen", die SPIEGEL ONLINE vorliegt.

Allerdings, so schreibt Zoz weiter: "Wir richten uns nicht an Menschen mit bunten Haaren, Blech im Gesicht und jene, die die FÃ¼ÃŸe nicht heben und die Hose kaum auf den HÃ¼ften halten kÃ¶nnen und/oder eines ordentlichen Sprachgebrauches kaum mÃ¤chtig sind." Als "AushÃ¤ngeschild Deutschlands in die Welt" wÃ¼rden die Veranstalter "angemessene Kleidung und Auftreten" erwarten. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/wenden-zoz-chef-laedt-schueler-mit-piercings-aus-a-1081021.html

â€žWir richten uns nicht an Menschen mit bunten Haaren, Blech im Gesicht und jene, die die FÃ¼ÃŸe nicht heben und die Hose kaum auf den HÃ¼ften halten kÃ¶nnen und/oder eines ordentlichen Sprachgebrauches kaum mÃ¤chtig sind. Kein Einlass fÃ¼r Vermummte â€“ im Rathaus und im ZTC keine MÃ¼tze, keine Kapuzen und auch keinen Helm auf dem Kopf. Bei Teilnehmern aus mindestens 17 LÃ¤ndern liefern wir ein AushÃ¤ngeschild Deutschlands in die Welt und erwarten angemessene Kleidung und Auftreten.â€œ https://de.wikipedia.org/wiki/Henning_Zoz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Prima - &#8220;Wir richten uns insbesondere an Physik- und Chemie-Leistungskurse und jene jungen Menschen, die technologisch in diesem Land demnÃ¤chst Zukunft gestalten wollen/sollen/mÃ¼ssen&#8221;, schreibt Henning Zoz in einer E-Mail &#8220;an lokale Schulen und Bildungseinrichtungen&#8221;, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.</p>
<p>Allerdings, so schreibt Zoz weiter: &#8220;Wir richten uns nicht an Menschen mit bunten Haaren, Blech im Gesicht und jene, die die FÃ¼ÃŸe nicht heben und die Hose kaum auf den HÃ¼ften halten kÃ¶nnen und/oder eines ordentlichen Sprachgebrauches kaum mÃ¤chtig sind.&#8221; Als &#8220;AushÃ¤ngeschild Deutschlands in die Welt&#8221; wÃ¼rden die Veranstalter &#8220;angemessene Kleidung und Auftreten&#8221; erwarten. <a href="http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/wenden-zoz-chef-laedt-schueler-mit-piercings-aus-a-1081021.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/wenden-zoz-chef-laedt-schueler-mit-piercings-aus-a-1081021.html</a></p>
<p>â€žWir richten uns nicht an Menschen mit bunten Haaren, Blech im Gesicht und jene, die die FÃ¼ÃŸe nicht heben und die Hose kaum auf den HÃ¼ften halten kÃ¶nnen und/oder eines ordentlichen Sprachgebrauches kaum mÃ¤chtig sind. Kein Einlass fÃ¼r Vermummte â€“ im Rathaus und im ZTC keine MÃ¼tze, keine Kapuzen und auch keinen Helm auf dem Kopf. Bei Teilnehmern aus mindestens 17 LÃ¤ndern liefern wir ein AushÃ¤ngeschild Deutschlands in die Welt und erwarten angemessene Kleidung und Auftreten.â€œ <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Henning_Zoz" rel="nofollow">https://de.wikipedia.org/wiki/Henning_Zoz</a></p>
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