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	<title>Kommentare zu: 21. August 1968: Die Niederschlagung des â€žPrager FrÃ¼hlingsâ€œ</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/08/21/296.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 13:43:11 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/08/21/296.html#comment-10291</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2005 17:27:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/08/21/296.html#comment-10291</guid>
		<description>Aus einem in der FAZ vom 23./24. Mai 1998 verÃ¶ffentlichten Leserbrief

Zu: â€žHÃ¶ppners dritter Wegâ€œ; â€žHerzog: 1848 war Wendemarke zum demokratischen Europaâ€œ (F.A.Z. vom 19.5.1998) 

Auch wer die kritische Auseinandersetzung mit der kapitalistischen Produktionsweise und das Postulat einer Aufhebung massiver Ã¶konomischer und sozialer Ungleichheit durch das Korrektiv des interventionistischen Sozialstaats im Sinne Lorenz von Steins und Ferdinand Lassalles oder eine auch Ã¶konomische â€žDemokratisierungâ€œ nicht a priori fÃ¼r illegitim erklÃ¤rt, wird die â€žVolksfrontâ€œ-Proklamationen eines Reinhard HÃ¶ppner als demagogisch zurÃ¼ckweisen mÃ¼ssen: Gerade die Berufung HÃ¶ppners auf die Tradition eines humanistisch-demokratischen Sozialismus, der im Gegensatz zum bolschewistischen Sowjetsystem nicht geschichtlich obsolet sei, verbietet eine Kooperation mit einer Partei, die rechtlich und substantiell mit der frÃ¼heren â€žDDRâ€œ-Staatspartei identisch ist, welche mit ihrer gegenÃ¼ber Moskau und den anderen Volksdemokratien erhobenen Forderung eines gewalttÃ¤tigen Vorgehens gegen die von sozialistischen Reformern regierte Tschechoslowakei als kompromiÃŸloser Scharfmacher gegen Dubceks im August 1968 niedergewalzten Versuch eines â€žSozialismus mit menschlichem Antlitzâ€œ hervortrat. Hinsichtlich der Prozesse gegen Krenz und Schabowski sprach der innen- und rechtspolitische Sprecher der PDS, Michael Schumann, der â€žwestdeutschen Justizâ€œ das Recht ab festzustellen, â€ždaÃŸ mein Staatsoberhaupt, dem ich loyal gedient habe, ein krimineller TotschlÃ¤ger (war)â€œ, und stellte somit dem Prinzip der Rechtssicherheit des BÃ¼rgers auch gegenÃ¼ber dem Staate seine Identifikation mit der omnipotenten monistischen Volksdemokratie der â€žDDRâ€œ entgegen, deren staatliche resp. ParteifunktionÃ¤re seiner Auffassung nach als sakrosankt zu gelten haben.

Daniel Schikora 


https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/da-tobte-der-mob/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einem in der FAZ vom 23./24. Mai 1998 verÃ¶ffentlichten Leserbrief</p>
<p>Zu: â€žHÃ¶ppners dritter Wegâ€œ; â€žHerzog: 1848 war Wendemarke zum demokratischen Europaâ€œ (F.A.Z. vom 19.5.1998) </p>
<p>Auch wer die kritische Auseinandersetzung mit der kapitalistischen Produktionsweise und das Postulat einer Aufhebung massiver Ã¶konomischer und sozialer Ungleichheit durch das Korrektiv des interventionistischen Sozialstaats im Sinne Lorenz von Steins und Ferdinand Lassalles oder eine auch Ã¶konomische â€žDemokratisierungâ€œ nicht a priori fÃ¼r illegitim erklÃ¤rt, wird die â€žVolksfrontâ€œ-Proklamationen eines Reinhard HÃ¶ppner als demagogisch zurÃ¼ckweisen mÃ¼ssen: Gerade die Berufung HÃ¶ppners auf die Tradition eines humanistisch-demokratischen Sozialismus, der im Gegensatz zum bolschewistischen Sowjetsystem nicht geschichtlich obsolet sei, verbietet eine Kooperation mit einer Partei, die rechtlich und substantiell mit der frÃ¼heren â€žDDRâ€œ-Staatspartei identisch ist, welche mit ihrer gegenÃ¼ber Moskau und den anderen Volksdemokratien erhobenen Forderung eines gewalttÃ¤tigen Vorgehens gegen die von sozialistischen Reformern regierte Tschechoslowakei als kompromiÃŸloser Scharfmacher gegen Dubceks im August 1968 niedergewalzten Versuch eines â€žSozialismus mit menschlichem Antlitzâ€œ hervortrat. Hinsichtlich der Prozesse gegen Krenz und Schabowski sprach der innen- und rechtspolitische Sprecher der PDS, Michael Schumann, der â€žwestdeutschen Justizâ€œ das Recht ab festzustellen, â€ždaÃŸ mein Staatsoberhaupt, dem ich loyal gedient habe, ein krimineller TotschlÃ¤ger (war)â€œ, und stellte somit dem Prinzip der Rechtssicherheit des BÃ¼rgers auch gegenÃ¼ber dem Staate seine Identifikation mit der omnipotenten monistischen Volksdemokratie der â€žDDRâ€œ entgegen, deren staatliche resp. ParteifunktionÃ¤re seiner Auffassung nach als sakrosankt zu gelten haben.</p>
<p>Daniel Schikora </p>
<p><a href="https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/da-tobte-der-mob/" rel="nofollow">https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/da-tobte-der-mob/</a></p>
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		<title>Von: nfreimann</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/08/21/296.html#comment-10198</link>
		<dc:creator>nfreimann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2005 23:15:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/08/21/296.html#comment-10198</guid>
		<description>ja an die blutige Zerschlagung des Prager FrÃ¼hlings kann ich mich noch ganz gut erinnern. Damals waren wir im Urlaub. Bei einem Abendessen erfuhren wir davon. Wir waren sehr bestÃ¼rzt. Ich war tagelang wie gelÃ¤hmt vor Angst.

Dabei sah es doch so gut aus. In der damaligen Tschechoslowakei ging es voran. Liberalisierungen waren zu erkennen. Das Land Ã¶ffnete sich der freien Welt. Und dann die Bilder der Panzer - es war fÃ¼rchterlich. 

Die sogenannte DDR leistete Hilfe bei der Zerschlagung des Prager FrÃ¼hlings - auch darauf weisen sie hin. Wieder einmal haben sie sich ein grosses Lob verdient! 

Andere dagegen nicht. Die mehrfach umbenannte SED schwafelt trotz ihrer TÃ¤terschaft an Millionen Verbrechen mit einer unerhÃ¶rt grossen Klappe herum. Dabei haben diese Menschen doch fÃ¼r alle Zeiten ihr Gesicht verloren. Jedoch haben wir es hierbei nicht mit normalen Menschen zu tun, sondern mit solchen ohne den geringsten Anstand und one jegliches SchamgefÃ¼hl. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ja an die blutige Zerschlagung des Prager FrÃ¼hlings kann ich mich noch ganz gut erinnern. Damals waren wir im Urlaub. Bei einem Abendessen erfuhren wir davon. Wir waren sehr bestÃ¼rzt. Ich war tagelang wie gelÃ¤hmt vor Angst.</p>
<p>Dabei sah es doch so gut aus. In der damaligen Tschechoslowakei ging es voran. Liberalisierungen waren zu erkennen. Das Land Ã¶ffnete sich der freien Welt. Und dann die Bilder der Panzer - es war fÃ¼rchterlich. </p>
<p>Die sogenannte DDR leistete Hilfe bei der Zerschlagung des Prager FrÃ¼hlings - auch darauf weisen sie hin. Wieder einmal haben sie sich ein grosses Lob verdient! </p>
<p>Andere dagegen nicht. Die mehrfach umbenannte SED schwafelt trotz ihrer TÃ¤terschaft an Millionen Verbrechen mit einer unerhÃ¶rt grossen Klappe herum. Dabei haben diese Menschen doch fÃ¼r alle Zeiten ihr Gesicht verloren. Jedoch haben wir es hierbei nicht mit normalen Menschen zu tun, sondern mit solchen ohne den geringsten Anstand und one jegliches SchamgefÃ¼hl.</p>
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