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	<title>Kommentare zu: GesprÃ¤ch Nr. 3: Ãœber Wahlen</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 15:35:05 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-658</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2005 14:34:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-658</guid>
		<description>(ots) - Zur heute in verschiedenen Sonntagszeitungen
verÃ¶ffentlichten Werbe- BroschÃ¼re von Bundesumweltminister JÃ¼rgen
Trittin erklÃ¤rt der fÃ¼r Ã–ffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung
zustÃ¤ndige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im
Haushaltsausschuss, Bernhard Kaster, MdB:

   Keine 14 Tage nachdem ein Bericht des Bundesrechnungshofes die
Ã–ffentlichkeitsarbeit des Umweltministeriums massiv kritisiert hat,
setzt JÃ¼rgen Trittin seine mit Steuergeldern betriebene Parteiwerbung
fÃ¼r die GRÃœNEN fort. Die rund 226.000 Euro teure BroschÃ¼re â€žUmwelt
macht Arbeitâ€œ soll die GRÃœNEN als Partei beim hÃ¶chstwahrscheinlich
bevorstehenden Bundestagswahlkampf unterstÃ¼tzen. Die ist
verfassungsrechtlich nicht zulÃ¤ssig, das Bundesverfassungsgericht hat
schon 1977 entschieden, dass keine Regierung in den letzten Monaten
vor Wahlen noch Ã–ffentlichkeitsarbeit mit Steuergeldern betreiben
darf.

   Trittin setzt sich mit dieser BroschÃ¼re in einer Auflage von 1,3
Millionen StÃ¼ck auch dreist Ã¼ber die gerade erst erfolgte Kritik vom
Bundesrechungshof hinweg. Die RechnungsprÃ¼fer hatten im Juni erst
festgestellt, dass der Umweltminister, mit seiner PR-Kampagne zur
Abschaltung des AKW Stade im Jahr 2003, eindeutig mit Steuergeldern
Werbung fÃ¼r die GRÃœNEN gemacht hat. Auch der Bundesrechungshof
kritisierte dies als Verfassungswidrig. Trittin missbraucht das
Umweltministerium als zweite Wahlkampfzentrale der GRÃœNEN.


CDU/CSU - Bundestagsfraktion
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(ots) - Zur heute in verschiedenen Sonntagszeitungen<br />
verÃ¶ffentlichten Werbe- BroschÃ¼re von Bundesumweltminister JÃ¼rgen<br />
Trittin erklÃ¤rt der fÃ¼r Ã–ffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung<br />
zustÃ¤ndige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im<br />
Haushaltsausschuss, Bernhard Kaster, MdB:</p>
<p>   Keine 14 Tage nachdem ein Bericht des Bundesrechnungshofes die<br />
Ã–ffentlichkeitsarbeit des Umweltministeriums massiv kritisiert hat,<br />
setzt JÃ¼rgen Trittin seine mit Steuergeldern betriebene Parteiwerbung<br />
fÃ¼r die GRÃœNEN fort. Die rund 226.000 Euro teure BroschÃ¼re â€žUmwelt<br />
macht Arbeitâ€œ soll die GRÃœNEN als Partei beim hÃ¶chstwahrscheinlich<br />
bevorstehenden Bundestagswahlkampf unterstÃ¼tzen. Die ist<br />
verfassungsrechtlich nicht zulÃ¤ssig, das Bundesverfassungsgericht hat<br />
schon 1977 entschieden, dass keine Regierung in den letzten Monaten<br />
vor Wahlen noch Ã–ffentlichkeitsarbeit mit Steuergeldern betreiben<br />
darf.</p>
<p>   Trittin setzt sich mit dieser BroschÃ¼re in einer Auflage von 1,3<br />
Millionen StÃ¼ck auch dreist Ã¼ber die gerade erst erfolgte Kritik vom<br />
Bundesrechungshof hinweg. Die RechnungsprÃ¼fer hatten im Juni erst<br />
festgestellt, dass der Umweltminister, mit seiner PR-Kampagne zur<br />
Abschaltung des AKW Stade im Jahr 2003, eindeutig mit Steuergeldern<br />
Werbung fÃ¼r die GRÃœNEN gemacht hat. Auch der Bundesrechungshof<br />
kritisierte dies als Verfassungswidrig. Trittin missbraucht das<br />
Umweltministerium als zweite Wahlkampfzentrale der GRÃœNEN.</p>
<p>CDU/CSU - Bundestagsfraktion</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-637</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2005 14:22:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-637</guid>
		<description>Berlin (ots) - Die scheidende VizeprÃ¤sidentin des Bundestages,
Antje Vollmer, hat den Plan vorgezogener Neuwahlen scharf attackiert.
In einem Beitrag fÃ¼r den "Tagesspiegel am Sonntag" schreibt Vollmer,
der mit den Neuwahlen angestrebte Zweck "heiligt hier ganz bestimmt
nicht die Mittel". Die Bundestagsabstimmung am Freitag nannte die
GrÃ¼nen- Politikerin, die nicht wieder fÃ¼r das Parlament kandidiert,
einen "bitteren Tag": "Das ist kein erfolgreicher Befreiungsschlag,
sondern eine Kapitulation, die im Gewande des Geniestreichs
daherkommt." Vollmer wirft in ihrem Beitrag Kanzler Gerhard SchrÃ¶der
(SPD) vor, den ihn tragenden Fraktionen die LoyalitÃ¤t aufgekÃ¼ndigt zu
haben. Sie fÃ¼gte hinzu: "Auch das Parlament wird beschÃ¤digt. Die
Abgeordneten werden zu Schachfiguren in einer Partie, die die groÃŸen
Spieler schon verloren gegeben haben." Das Ende der rot-grÃ¼nen
Bundesrepublik sei "selbstzerstÃ¶rerisch inszeniert" worden. "Den
Schaden haben nicht nur SPD und GrÃ¼ne. Das politische System droht
insgesamt in Turbulenzen zu geraten, deren Ausgang noch nicht
abzusehen ist."
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin (ots) - Die scheidende VizeprÃ¤sidentin des Bundestages,<br />
Antje Vollmer, hat den Plan vorgezogener Neuwahlen scharf attackiert.<br />
In einem Beitrag fÃ¼r den &#8220;Tagesspiegel am Sonntag&#8221; schreibt Vollmer,<br />
der mit den Neuwahlen angestrebte Zweck &#8220;heiligt hier ganz bestimmt<br />
nicht die Mittel&#8221;. Die Bundestagsabstimmung am Freitag nannte die<br />
GrÃ¼nen- Politikerin, die nicht wieder fÃ¼r das Parlament kandidiert,<br />
einen &#8220;bitteren Tag&#8221;: &#8220;Das ist kein erfolgreicher Befreiungsschlag,<br />
sondern eine Kapitulation, die im Gewande des Geniestreichs<br />
daherkommt.&#8221; Vollmer wirft in ihrem Beitrag Kanzler Gerhard SchrÃ¶der<br />
(SPD) vor, den ihn tragenden Fraktionen die LoyalitÃ¤t aufgekÃ¼ndigt zu<br />
haben. Sie fÃ¼gte hinzu: &#8220;Auch das Parlament wird beschÃ¤digt. Die<br />
Abgeordneten werden zu Schachfiguren in einer Partie, die die groÃŸen<br />
Spieler schon verloren gegeben haben.&#8221; Das Ende der rot-grÃ¼nen<br />
Bundesrepublik sei &#8220;selbstzerstÃ¶rerisch inszeniert&#8221; worden. &#8220;Den<br />
Schaden haben nicht nur SPD und GrÃ¼ne. Das politische System droht<br />
insgesamt in Turbulenzen zu geraten, deren Ausgang noch nicht<br />
abzusehen ist.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-635</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2005 09:08:22 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-635</guid>
		<description>Was eine hochrangige Pionierleiterin so von sich gibt, wenn sie mal zu Hause wirklich lachen will, ist wirklich beachtlich.

Gottschalks groÃŸer Bibel-Test 

Ãœbereinstimmung mit BlÃ¼m 

Interview mit Petra Pau 

PDS und Bibel, wie passt das zusammen? Sehr gut, meint Petra Pau. "Es ist ein verbreitetes Vorurteil, dass demokratische Sozialisten nichts mit der Bibel oder Gott zu tun hÃ¤tten", betonte die PDS-Politikerin im Interview mit ZDFonline. Sie selbst sei von ihren Eltern an den Glauben herangefÃ¼hrt worden. Eine ihrer Lieblings-Bibelstellen ist die Bergpredigt, die sie "mit dem Friedensgebot und dem Gebot der Feindesliebe" als revolutionÃ¤r empfindet. 

von Thomas Kirwel, 24.03.2005 
 
    
ZDFonline: Frau Pau, wann haben Sie zum letzten Mal in der Bibel gelesen?
  
  
Petra Pau: Ich gebe zu: Auf der Fahrt hierher ... Eigentlich hatte ich, nachdem ich fÃ¼r die Sendung zugesagt hatte, gute VorsÃ¤tze und wollte mich mindestens drei Wochen vorbereiten. Das ist mir im alltÃ¤glichen politischen Betrieb aber leider nicht gelungen.
  
 
ZDFonline: Wie haben Sie reagiert, als Sie fÃ¼r die Sendung eingeladen wurden? Haben Sie einen Moment Ã¼berlegen mÃ¼ssen? 
  
Pau: Ja, ich habe schon einen Moment Ã¼berlegen mÃ¼ssen. Mir ist es vÃ¶llig klar, dass das in meiner Partei sowohl BefÃ¼rworter findet, aber auch manchen Kritiker auf den Plan rufen wird. Andererseits dachte ich aber, dass das eine gute Gelegenheit ist, dem verbreiteten Vorurteil entgegen zu treten, dass demokratische Sozialisten nichts mit der Bibel oder Gott zu tun haben.
  
ZDFonline: Sie haben also auch als PDS-Politikerin einen Bezug zur Bibel?
  
Pau: Zum einen haben wir eine "Arbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen in der PDS" - die PDS definiert sich also nicht weltanschaulich. Zum anderen haben meine Eltern dafÃ¼r gesorgt, dass ich in die Christenlehre gegangen bin und mich nach der Konfirmation frei entscheiden konnte. Ich bin zwar heute nicht mehr Mitglied einer Kirche, deswegen lasse ich mich aber nicht als unglÃ¤ubig einstufen.
  
ZDFonline: Haben Sie eine Lieblingsstelle in der Bibel?
  
Pau: Da gibt es die eine oder andere. Die Bergpredigt beeindruckt mich immer wieder, Ã¼brigens auch in Auseinandersetzungen mit manchem, was Mitglieder meiner Partei vertreten, die meinen, die Bergpredigt wÃ¼rde vielleicht von revolutionÃ¤ren UmstÃ¼rzen abhalten. Ich finde, dass die Bibel mit dem Gebot, dass der NÃ¤chste Vorrang hat vor eigenen Interessen und dass auch der Fremde beachtet wird, und die Bergpredigt mit dem Friedensgebot und dem Gebot der Feindesliebe selbst eine Revolution ist - wenn wir sie denn nur mal in die Politik umsetzen.
  
ZDFonline: Heute treten ganz unterschiedlichen BevÃ¶lkerungsgruppen gegeneinander an: Hochzeitspaare, Kirchendiener, Menschen aus dem "Rotlichtmilieu" und eben Politiker - was glauben Sie, wie groÃŸ die Chancen der Politiker sein werden?
  
Pau: Das kann ich Ã¼berhaupt nicht einschÃ¤tzen, ich bin sehr gespannt, wie die Sendung ablaufen wird. Da es aber ja ein Spiel ist, ist es vielleicht ja auch von dem einen oder anderen Zufall oder der Tagesform abhÃ¤ngig. Ich wÃ¼rde mir nicht anmaÃŸen, den Theologen in irgendeiner Weise in der Erkenntnis voraus zu sein, aber vielleicht bringt diese ungewÃ¶hnliche Form der AnnÃ¤herung an die Bibel auch manch einen Ã¼berhaupt erst einmal wieder zum Lesen und vor allen Dingen zum Nachdenken.
  
ZDFonline: In Ihrer Gruppe vereinen sich Politikerinnen und Politiker mit verschiedensten politischen Ansichten. Glauben Sie, dass Sie heute Abend alle an einem Strick ziehen werden?
  
Pau: Ich hoffe sehr. Wenn wir uns in eine gemeinsame Mann- und "Frauschaft" begeben haben, sollten wir auch gemeinsam versuchen, das mit ein bisschen sportlichem Ehrgeiz zu betreiben. Ich gebe zu: In der aktuellen Politik oder in der EinschÃ¤tzung bestimmter Themen ist mir wahrscheinlich Norbert BlÃ¼m am nÃ¤chsten, auch wenn das erst einmal merkwÃ¼rdig klingt ...
  
ZDFonline: Die Zuschauer zu Hause kÃ¶nnen ja heute auch mitspielen - Ã¼ber Telefon oder die ZDF-Homepage. Man kÃ¶nnte ja annehmen, dass es bei der Bibelfestigkeit ein West-Ost oder SÃ¼d-Nord-GefÃ¤lle gibt. Ihr Tipp: Welches Bundesland wird sich als bibelkundigstes erweisen?
  
Pau: Ich bin ja keine Hellseherin, insofern weiÃŸ ich ja gar nicht, wer heute Ã¼berhaupt einschaltet, im Osten, Westen, Norden oder SÃ¼den. Ich habe es immer bedauert, dass Menschen meiner Generation in der DDR wenig Ã¼ber die Bibel erfahren haben. Mir geht es dabei nicht so sehr um einen Bekenntnisunterricht, ich finde aber, dass jedes Kind eigentlich Religionskunde - und dabei geht es nicht nur um das Christentum - haben muss. Nicht nur, um sich in der Welt zurechtzufinden, sondern um sich auch die eigene Kultur, das Woher und Wohin, erschlieÃŸen zu kÃ¶nnen, auch jenseits von Glaubensbekenntnissen.
 
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was eine hochrangige Pionierleiterin so von sich gibt, wenn sie mal zu Hause wirklich lachen will, ist wirklich beachtlich.</p>
<p>Gottschalks groÃŸer Bibel-Test </p>
<p>Ãœbereinstimmung mit BlÃ¼m </p>
<p>Interview mit Petra Pau </p>
<p>PDS und Bibel, wie passt das zusammen? Sehr gut, meint Petra Pau. &#8220;Es ist ein verbreitetes Vorurteil, dass demokratische Sozialisten nichts mit der Bibel oder Gott zu tun hÃ¤tten&#8221;, betonte die PDS-Politikerin im Interview mit ZDFonline. Sie selbst sei von ihren Eltern an den Glauben herangefÃ¼hrt worden. Eine ihrer Lieblings-Bibelstellen ist die Bergpredigt, die sie &#8220;mit dem Friedensgebot und dem Gebot der Feindesliebe&#8221; als revolutionÃ¤r empfindet. </p>
<p>von Thomas Kirwel, 24.03.2005 </p>
<p>ZDFonline: Frau Pau, wann haben Sie zum letzten Mal in der Bibel gelesen?</p>
<p>Petra Pau: Ich gebe zu: Auf der Fahrt hierher &#8230; Eigentlich hatte ich, nachdem ich fÃ¼r die Sendung zugesagt hatte, gute VorsÃ¤tze und wollte mich mindestens drei Wochen vorbereiten. Das ist mir im alltÃ¤glichen politischen Betrieb aber leider nicht gelungen.</p>
<p>ZDFonline: Wie haben Sie reagiert, als Sie fÃ¼r die Sendung eingeladen wurden? Haben Sie einen Moment Ã¼berlegen mÃ¼ssen? </p>
<p>Pau: Ja, ich habe schon einen Moment Ã¼berlegen mÃ¼ssen. Mir ist es vÃ¶llig klar, dass das in meiner Partei sowohl BefÃ¼rworter findet, aber auch manchen Kritiker auf den Plan rufen wird. Andererseits dachte ich aber, dass das eine gute Gelegenheit ist, dem verbreiteten Vorurteil entgegen zu treten, dass demokratische Sozialisten nichts mit der Bibel oder Gott zu tun haben.</p>
<p>ZDFonline: Sie haben also auch als PDS-Politikerin einen Bezug zur Bibel?</p>
<p>Pau: Zum einen haben wir eine &#8220;Arbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen in der PDS&#8221; - die PDS definiert sich also nicht weltanschaulich. Zum anderen haben meine Eltern dafÃ¼r gesorgt, dass ich in die Christenlehre gegangen bin und mich nach der Konfirmation frei entscheiden konnte. Ich bin zwar heute nicht mehr Mitglied einer Kirche, deswegen lasse ich mich aber nicht als unglÃ¤ubig einstufen.</p>
<p>ZDFonline: Haben Sie eine Lieblingsstelle in der Bibel?</p>
<p>Pau: Da gibt es die eine oder andere. Die Bergpredigt beeindruckt mich immer wieder, Ã¼brigens auch in Auseinandersetzungen mit manchem, was Mitglieder meiner Partei vertreten, die meinen, die Bergpredigt wÃ¼rde vielleicht von revolutionÃ¤ren UmstÃ¼rzen abhalten. Ich finde, dass die Bibel mit dem Gebot, dass der NÃ¤chste Vorrang hat vor eigenen Interessen und dass auch der Fremde beachtet wird, und die Bergpredigt mit dem Friedensgebot und dem Gebot der Feindesliebe selbst eine Revolution ist - wenn wir sie denn nur mal in die Politik umsetzen.</p>
<p>ZDFonline: Heute treten ganz unterschiedlichen BevÃ¶lkerungsgruppen gegeneinander an: Hochzeitspaare, Kirchendiener, Menschen aus dem &#8220;Rotlichtmilieu&#8221; und eben Politiker - was glauben Sie, wie groÃŸ die Chancen der Politiker sein werden?</p>
<p>Pau: Das kann ich Ã¼berhaupt nicht einschÃ¤tzen, ich bin sehr gespannt, wie die Sendung ablaufen wird. Da es aber ja ein Spiel ist, ist es vielleicht ja auch von dem einen oder anderen Zufall oder der Tagesform abhÃ¤ngig. Ich wÃ¼rde mir nicht anmaÃŸen, den Theologen in irgendeiner Weise in der Erkenntnis voraus zu sein, aber vielleicht bringt diese ungewÃ¶hnliche Form der AnnÃ¤herung an die Bibel auch manch einen Ã¼berhaupt erst einmal wieder zum Lesen und vor allen Dingen zum Nachdenken.</p>
<p>ZDFonline: In Ihrer Gruppe vereinen sich Politikerinnen und Politiker mit verschiedensten politischen Ansichten. Glauben Sie, dass Sie heute Abend alle an einem Strick ziehen werden?</p>
<p>Pau: Ich hoffe sehr. Wenn wir uns in eine gemeinsame Mann- und &#8220;Frauschaft&#8221; begeben haben, sollten wir auch gemeinsam versuchen, das mit ein bisschen sportlichem Ehrgeiz zu betreiben. Ich gebe zu: In der aktuellen Politik oder in der EinschÃ¤tzung bestimmter Themen ist mir wahrscheinlich Norbert BlÃ¼m am nÃ¤chsten, auch wenn das erst einmal merkwÃ¼rdig klingt &#8230;</p>
<p>ZDFonline: Die Zuschauer zu Hause kÃ¶nnen ja heute auch mitspielen - Ã¼ber Telefon oder die ZDF-Homepage. Man kÃ¶nnte ja annehmen, dass es bei der Bibelfestigkeit ein West-Ost oder SÃ¼d-Nord-GefÃ¤lle gibt. Ihr Tipp: Welches Bundesland wird sich als bibelkundigstes erweisen?</p>
<p>Pau: Ich bin ja keine Hellseherin, insofern weiÃŸ ich ja gar nicht, wer heute Ã¼berhaupt einschaltet, im Osten, Westen, Norden oder SÃ¼den. Ich habe es immer bedauert, dass Menschen meiner Generation in der DDR wenig Ã¼ber die Bibel erfahren haben. Mir geht es dabei nicht so sehr um einen Bekenntnisunterricht, ich finde aber, dass jedes Kind eigentlich Religionskunde - und dabei geht es nicht nur um das Christentum - haben muss. Nicht nur, um sich in der Welt zurechtzufinden, sondern um sich auch die eigene Kultur, das Woher und Wohin, erschlieÃŸen zu kÃ¶nnen, auch jenseits von Glaubensbekenntnissen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-633</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 16:58:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-633</guid>
		<description>Hier der Text von Werner Schulz:

&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,363213,00.html" rel="nofollow"&gt;SPIEGEL-ONLINE&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der Text von Werner Schulz:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,363213,00.html" rel="nofollow">SPIEGEL-ONLINE</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-631</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 15:11:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-631</guid>
		<description>Hier die Dokumentation der Rede Guide Westerwelles:

Berlin (ots) - Zur Erleichterung Ihrer Berichterstattung hier der
Wortlaut der heutigen Rede des FDP-Bundesvorsitzenden Dr. Guido
Westerwelle in der Aussprache des Bundestages Ã¼ber die
Vertrauensfrage:

(Stenographisches Protokoll, unkorrigierte Fassung)

   "Herr PrÃ¤sident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kolleginnen
und Kollegen! Herr Bundeskanzler, um es vorab zu sagen: Die Freien
Demokraten unterstÃ¼tzen Neuwahlen. Wir wollen Neuwahlen und wir
Ã¤uÃŸern hier ausdrÃ¼cklich unseren Respekt vor Ihrer Entscheidung, mit
der Vertrauensfrage den Weg fÃ¼r Neuwahlen freizumachen. In
Deutschland ist eine politische Lage eingetreten, in der dieses
Parlament die Macht an den SouverÃ¤n, an das Volk, zurÃ¼ckgeben muss.
Das Volk muss neu entscheiden. Deutschland braucht einen neuen Anfang
und den gibt es nur mit einer neuen Regierung.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Herr Kollege MÃ¼ntefering, Sie haben sehr ausfÃ¼hrlich zu erklÃ¤ren
versucht, warum Sie heute misstrauen, aber trotzdem vertrauen. Das
ist verfassungsrechtlich an dem vorbeigeredet, was der Herr
Bundeskanzler hier gesagt hat.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Der Bundeskanzler hat sich das ist sein gutes Recht kritisch an
die Opposition gewandt. Er setzt sich natÃ¼rlich auch mit dem
auseinander, was aus seiner Sicht an den Oppositionsparteien nicht
Ã¼berzeugt. Das ist, wie gesagt, sein gutes Recht. Aber im Kern hat
der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland heute gesagt, er SchrÃ¶der
sei nicht an der Opposition und auch nicht am Bundesrat gescheitert,
gescheitert sei er am mangelnden Vertrauen und am mangelnden Mut der
Eigenen. Das ist heute das Entscheidende.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Deswegen ist es verfassungsrechtlich eben nicht ausreichend,
darauf hinzuweisen, welche Gesetze Sie erlassen haben. Es ist
mindestens genauso notwendig, darauf hinzuweisen, was Sie alles nicht
tun konnten, weil Ihnen die Eigenen von der Fahne gegangen sind. Ich
wiederhole: Das ist das Entscheidende.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Politisch ist die Vertrauensfrage der BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger an
die scheidende Regierung lÃ¤ngst beantwortet. Die BÃ¼rger haben sich
auch darauf haben Sie hingewiesen bei all den Landtagswahlen
entschieden. Es ist deshalb richtig, dass die Deutschen durch
Neuwahlen die demokratische Vertrauensfrage neu beantworten kÃ¶nnen.
Diese Neuwahlen sind kein Coup. Sie sind auch keine Flucht nach
vorne. Sie als Regierung stehen mit dem RÃ¼cken zur Wand, weil Sie die
Mehrheit der Menschen nicht mehr hinter sich haben und weil Ihnen
jetzt auch noch die eigenen Leute davonlaufen.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)

   Sie sind auch nicht an der Agenda 2010 gescheitert. Sie sind nicht
am Bundesrat gescheitert. Sie sind nicht am Vermittlungsausschuss
oder an der Opposition gescheitert. Gescheitert sind Sie an Ihrer
eigenen Mutlosigkeit, WankelmÃ¼tigkeit und Ihrer mangelnden Kraft; mit
einer mutigen Politik mehr zustande zu bringen als eine
Schmalspuragenda.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Die Neuwahlen sind aus unserer Sicht verfassungskonform. Sie sind
politisch richtig und sie sind die einzige Chance, den gordischen
Knoten, der Deutschland fesselt, zu durchschlagen. Unser Land kann
sich diese Agonie nicht lÃ¤nger leisten.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)

   Einige meinen, das mangelnde Vertrauen, das Abgeordnete der
Koalition heute hier zum Ausdruck bringen, sei vorgetÃ¤uscht. Es ist
genau umgekehrt: Das Vertrauen, das einige Abgeordnete der Koalition
heute unbedingt demonstrieren wollen, ist in Wahrheit fragwÃ¼rdig.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Dass diejenigen, die schon bei der Schmalspuragenda 2010 nicht
mehr mitmachen wollten, heute nicht schuld sein mÃ¶chten am Ende von
Rot-GrÃ¼n, ist keine ausreichende Basis fÃ¼r eine Regierung, die
Deutschland regieren mÃ¶chte.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)

   Adressiert an die, die es betrifft - Herrn Kollege StrÃ¶bele und
die anderen Kolleginnen und Kollegen der Sozialdemokraten, die Sie
heute TreueschwÃ¼re geradezu demonstrativ im Deutschen Bundestag zum
Ausdruck bringen wollen -: Wenn einige Fundamentalisten und Linke der
GrÃ¼nen und der SPD dem Bundeskanzler heute das Vertrauen aussprechen,
obwohl sie seine Politik jahrelang bekÃ¤mpft haben, so ist das die
eigentliche Heuchelei des Tages.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Der Bundeskanzler wird in der â€žZeitâ€œ so zitiert, das eigentliche
Problem hÃ¤tte darin bestanden, dass die Kombination Rot-GrÃ¼n zu
dieser gesellschaftlichen Situation, die wir haben, nicht wirklich
passte.

(Beifall bei Abgeordneten der FDP sowie des Abg. Michael Glos
(CDU/CSU))

   Weiter wird der Bundeskanzler in der â€žZeitâ€œ zitiert: Wohl aber
kostete es in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Kraft, das
zusammenzuhalten, was quer stand zu den BedÃ¼rfnissen der Republik.

(Beifall bei Abgeordneten der FDP sowie des Abg. Michael Glos
(CDU/CSU))

   Wir werden nicht herausfinden, ob das, was die â€žZeitâ€œ zitiert,
auch tatsÃ¤chlich so gesagt worden ist. Aber nach Ihrer ErklÃ¤rung hier
kann man jedenfalls feststellen: Die politischen Tatsachen in diesem
Hause sind so richtig beschrieben.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)

Das stetige Vertrauen hat diese Regierung vor allem deshalb verloren,
weil ihre Politik nie stetig war. Sie haben keine Politik aus
Ãœberzeugung gemacht. Sie sind von den VerhÃ¤ltnissen getrieben worden.
Das hat Ihre Politik manchmal pragmatisch, aber immer Ã¶fter
prinzipienlos gemacht. Rot-GrÃ¼n hat vor wenigen Wochen noch die
Senkung der KÃ¶rperschaftsteuer fÃ¼r GroÃŸunternehmen verkÃ¼ndet und
letzte Woche wieder zurÃ¼ckgeholt. Zum Jahresanfang wurde der
Spitzensteuersatz gesenkt; jetzt beschlieÃŸen Sie eine Neidsteuer fÃ¼r
GroÃŸverdiener. So ging das auch mit der Ausbildungsplatzabgabe: ein
einziges Hin und Her. So ist das mit den geringfÃ¼gigen
BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnissen gegangen - mal ja, mal nein. So war es
mit der Rentenversicherung: Erst ist der demographische Faktor
aufgehoben worden und spÃ¤ter ist im Hohen Hause eingestanden worden,
dass das Ihr groÃŸer Fehler war. Es folgte auf ein Ja ein Nein, auf
die neue Mitte,

   (Dr. Wolfgang Gerhardt (FDP): Die alte Linke!)

   mit der Sie 1998 an die Macht gekommen sind, folgte die alte
Linke. Auf die Agenda 2010 folgte der programmatische Klassenkampf
mit Heuschrecken und Neidsteuer. Das ist nicht die Zukunft
Deutschlands!

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Die neue Regierung wird ein schweres Erbe antreten. Wenn Sie, Herr
Bundeskanzler, von guten Jahren unter Rot-GrÃ¼n gesprochen haben, ist
das aus meiner Sicht ein erschreckendes MaÃŸ an RealitÃ¤tsverlust.


(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)

   Die Ihrer Meinung nach guten Jahre von Rot-GrÃ¼n haben Deutschland
die hÃ¶chste Arbeitslosigkeit seit GrÃ¼ndung der Republik gebracht.

   (JÃ¶rg Tauss (SPD): Falsch!)

   Noch niemals sind jedes Jahr so viele Schulden neu aufgenommen
worden. Die Zahl der jÃ¤hrlichen Pleiten, vor allem im Mittelstand,
ist auf RekordhÃ¶he. Die sozialen Sicherungssysteme wurden nicht
fester, sondern brÃ¼chiger und unser Bildungswesen bekommt
international schlechte Noten. Das, was Sie fÃ¼r sich reklamieren, ist
doch auch mehr als fragwÃ¼rdig: Von den BÃ¼rgerrechten bis hin zu den
Menschenrechten - die Beliebigkeit war Ihr Markenzeichen. Ich denke
jetzt nur an die Aufhebung des Bankgeheimnisses oder die
Waffenexporte nach China.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Deshalb wird eine neue Regierung den groÃŸen Wurf wagen mÃ¼ssen und
wird sich nicht mit einer Politik der Trippelschritte zufrieden
geben. Kleinklein, hin und her, ein Schritt nach vorn und zwei zurÃ¼ck: 
das hatten wir sieben Jahre. Diese Zeit muss im Herbst vorbei sein.
Nur mit einem neuen Anfang und einer beherzten Politik werden die
BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger wieder Mut zur Zukunft fassen. Deswegen ist
unser Ziel nicht zuerst der Regierungswechsel. Unser Ziel ist der
Politikwechsel fÃ¼r unser Land; der Regierungswechsel ist Mittel zum
Zweck.

(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)

   Wir wollen einen Politikwechsel, in dem Freiheit zur Verantwortung
wieder MaÃŸstab jeder politischen Entscheidung wird. Wir wollen einen
Politikwechsel, damit das Erwirtschaften wieder vor das Verteilen
gesetzt wird.

   (Wilhelm Schmidt (Salzgitter) (SPD): Sagen Sie das doch mal
konkret!)

   Wir wollen einen Politikwechsel, damit die Chancengleichheit am
Start nicht lÃ¤nger mit Gleichmacherei am Ziel verwechselt wird.

   (Wilhelm Schmidt (Salzgitter) (SPD): Alles SprÃ¼che!)

   Ja, und wir wollen einen Politikwechsel, damit sich Leistung
wieder lohnt und derjenige, der arbeitet, mehr hat als derjenige, der
nicht arbeitet. Wenn Sie die wirtschaftliche Vernunft immer wieder
gegen die soziale Gerechtigkeit ausspielen, dann werden Sie beiden
nicht gerecht werden. Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz oder auch
kulturelle Vielfalt - all das hÃ¤ngt davon ab, dass Deutschland der
Arbeit wieder Vorfahrt gibt. Wir brauchen eine wachstumsorientierte
Politik, eine wirtschaftsfreundliche Politik, weil jede soziale
Gerechtigkeit erst einmal erwirtschaftet werden muss. Das ist der
neue Anfang. Unsere Politik ist wirtschaftlich Ã¼berzeugender und sie
ist sozialer als all das, was Sie in sieben Jahren zustande gebracht
haben.

   (Anhaltender Beifall bei der FDP - Beifall bei der CDU/CSU
Abgeordnete der FDP erheben sich von ihren PlÃ¤tzen.)"
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier die Dokumentation der Rede Guide Westerwelles:</p>
<p>Berlin (ots) - Zur Erleichterung Ihrer Berichterstattung hier der<br />
Wortlaut der heutigen Rede des FDP-Bundesvorsitzenden Dr. Guido<br />
Westerwelle in der Aussprache des Bundestages Ã¼ber die<br />
Vertrauensfrage:</p>
<p>(Stenographisches Protokoll, unkorrigierte Fassung)</p>
<p>   &#8220;Herr PrÃ¤sident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kolleginnen<br />
und Kollegen! Herr Bundeskanzler, um es vorab zu sagen: Die Freien<br />
Demokraten unterstÃ¼tzen Neuwahlen. Wir wollen Neuwahlen und wir<br />
Ã¤uÃŸern hier ausdrÃ¼cklich unseren Respekt vor Ihrer Entscheidung, mit<br />
der Vertrauensfrage den Weg fÃ¼r Neuwahlen freizumachen. In<br />
Deutschland ist eine politische Lage eingetreten, in der dieses<br />
Parlament die Macht an den SouverÃ¤n, an das Volk, zurÃ¼ckgeben muss.<br />
Das Volk muss neu entscheiden. Deutschland braucht einen neuen Anfang<br />
und den gibt es nur mit einer neuen Regierung.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Herr Kollege MÃ¼ntefering, Sie haben sehr ausfÃ¼hrlich zu erklÃ¤ren<br />
versucht, warum Sie heute misstrauen, aber trotzdem vertrauen. Das<br />
ist verfassungsrechtlich an dem vorbeigeredet, was der Herr<br />
Bundeskanzler hier gesagt hat.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Der Bundeskanzler hat sich das ist sein gutes Recht kritisch an<br />
die Opposition gewandt. Er setzt sich natÃ¼rlich auch mit dem<br />
auseinander, was aus seiner Sicht an den Oppositionsparteien nicht<br />
Ã¼berzeugt. Das ist, wie gesagt, sein gutes Recht. Aber im Kern hat<br />
der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland heute gesagt, er SchrÃ¶der<br />
sei nicht an der Opposition und auch nicht am Bundesrat gescheitert,<br />
gescheitert sei er am mangelnden Vertrauen und am mangelnden Mut der<br />
Eigenen. Das ist heute das Entscheidende.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Deswegen ist es verfassungsrechtlich eben nicht ausreichend,<br />
darauf hinzuweisen, welche Gesetze Sie erlassen haben. Es ist<br />
mindestens genauso notwendig, darauf hinzuweisen, was Sie alles nicht<br />
tun konnten, weil Ihnen die Eigenen von der Fahne gegangen sind. Ich<br />
wiederhole: Das ist das Entscheidende.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Politisch ist die Vertrauensfrage der BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger an<br />
die scheidende Regierung lÃ¤ngst beantwortet. Die BÃ¼rger haben sich<br />
auch darauf haben Sie hingewiesen bei all den Landtagswahlen<br />
entschieden. Es ist deshalb richtig, dass die Deutschen durch<br />
Neuwahlen die demokratische Vertrauensfrage neu beantworten kÃ¶nnen.<br />
Diese Neuwahlen sind kein Coup. Sie sind auch keine Flucht nach<br />
vorne. Sie als Regierung stehen mit dem RÃ¼cken zur Wand, weil Sie die<br />
Mehrheit der Menschen nicht mehr hinter sich haben und weil Ihnen<br />
jetzt auch noch die eigenen Leute davonlaufen.</p>
<p>(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)</p>
<p>   Sie sind auch nicht an der Agenda 2010 gescheitert. Sie sind nicht<br />
am Bundesrat gescheitert. Sie sind nicht am Vermittlungsausschuss<br />
oder an der Opposition gescheitert. Gescheitert sind Sie an Ihrer<br />
eigenen Mutlosigkeit, WankelmÃ¼tigkeit und Ihrer mangelnden Kraft; mit<br />
einer mutigen Politik mehr zustande zu bringen als eine<br />
Schmalspuragenda.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Die Neuwahlen sind aus unserer Sicht verfassungskonform. Sie sind<br />
politisch richtig und sie sind die einzige Chance, den gordischen<br />
Knoten, der Deutschland fesselt, zu durchschlagen. Unser Land kann<br />
sich diese Agonie nicht lÃ¤nger leisten.</p>
<p>(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)</p>
<p>   Einige meinen, das mangelnde Vertrauen, das Abgeordnete der<br />
Koalition heute hier zum Ausdruck bringen, sei vorgetÃ¤uscht. Es ist<br />
genau umgekehrt: Das Vertrauen, das einige Abgeordnete der Koalition<br />
heute unbedingt demonstrieren wollen, ist in Wahrheit fragwÃ¼rdig.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Dass diejenigen, die schon bei der Schmalspuragenda 2010 nicht<br />
mehr mitmachen wollten, heute nicht schuld sein mÃ¶chten am Ende von<br />
Rot-GrÃ¼n, ist keine ausreichende Basis fÃ¼r eine Regierung, die<br />
Deutschland regieren mÃ¶chte.</p>
<p>(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)</p>
<p>   Adressiert an die, die es betrifft - Herrn Kollege StrÃ¶bele und<br />
die anderen Kolleginnen und Kollegen der Sozialdemokraten, die Sie<br />
heute TreueschwÃ¼re geradezu demonstrativ im Deutschen Bundestag zum<br />
Ausdruck bringen wollen -: Wenn einige Fundamentalisten und Linke der<br />
GrÃ¼nen und der SPD dem Bundeskanzler heute das Vertrauen aussprechen,<br />
obwohl sie seine Politik jahrelang bekÃ¤mpft haben, so ist das die<br />
eigentliche Heuchelei des Tages.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Der Bundeskanzler wird in der â€žZeitâ€œ so zitiert, das eigentliche<br />
Problem hÃ¤tte darin bestanden, dass die Kombination Rot-GrÃ¼n zu<br />
dieser gesellschaftlichen Situation, die wir haben, nicht wirklich<br />
passte.</p>
<p>(Beifall bei Abgeordneten der FDP sowie des Abg. Michael Glos<br />
(CDU/CSU))</p>
<p>   Weiter wird der Bundeskanzler in der â€žZeitâ€œ zitiert: Wohl aber<br />
kostete es in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Kraft, das<br />
zusammenzuhalten, was quer stand zu den BedÃ¼rfnissen der Republik.</p>
<p>(Beifall bei Abgeordneten der FDP sowie des Abg. Michael Glos<br />
(CDU/CSU))</p>
<p>   Wir werden nicht herausfinden, ob das, was die â€žZeitâ€œ zitiert,<br />
auch tatsÃ¤chlich so gesagt worden ist. Aber nach Ihrer ErklÃ¤rung hier<br />
kann man jedenfalls feststellen: Die politischen Tatsachen in diesem<br />
Hause sind so richtig beschrieben.</p>
<p>(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)</p>
<p>Das stetige Vertrauen hat diese Regierung vor allem deshalb verloren,<br />
weil ihre Politik nie stetig war. Sie haben keine Politik aus<br />
Ãœberzeugung gemacht. Sie sind von den VerhÃ¤ltnissen getrieben worden.<br />
Das hat Ihre Politik manchmal pragmatisch, aber immer Ã¶fter<br />
prinzipienlos gemacht. Rot-GrÃ¼n hat vor wenigen Wochen noch die<br />
Senkung der KÃ¶rperschaftsteuer fÃ¼r GroÃŸunternehmen verkÃ¼ndet und<br />
letzte Woche wieder zurÃ¼ckgeholt. Zum Jahresanfang wurde der<br />
Spitzensteuersatz gesenkt; jetzt beschlieÃŸen Sie eine Neidsteuer fÃ¼r<br />
GroÃŸverdiener. So ging das auch mit der Ausbildungsplatzabgabe: ein<br />
einziges Hin und Her. So ist das mit den geringfÃ¼gigen<br />
BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnissen gegangen - mal ja, mal nein. So war es<br />
mit der Rentenversicherung: Erst ist der demographische Faktor<br />
aufgehoben worden und spÃ¤ter ist im Hohen Hause eingestanden worden,<br />
dass das Ihr groÃŸer Fehler war. Es folgte auf ein Ja ein Nein, auf<br />
die neue Mitte,</p>
<p>   (Dr. Wolfgang Gerhardt (FDP): Die alte Linke!)</p>
<p>   mit der Sie 1998 an die Macht gekommen sind, folgte die alte<br />
Linke. Auf die Agenda 2010 folgte der programmatische Klassenkampf<br />
mit Heuschrecken und Neidsteuer. Das ist nicht die Zukunft<br />
Deutschlands!</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Die neue Regierung wird ein schweres Erbe antreten. Wenn Sie, Herr<br />
Bundeskanzler, von guten Jahren unter Rot-GrÃ¼n gesprochen haben, ist<br />
das aus meiner Sicht ein erschreckendes MaÃŸ an RealitÃ¤tsverlust.</p>
<p>(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)</p>
<p>   Die Ihrer Meinung nach guten Jahre von Rot-GrÃ¼n haben Deutschland<br />
die hÃ¶chste Arbeitslosigkeit seit GrÃ¼ndung der Republik gebracht.</p>
<p>   (JÃ¶rg Tauss (SPD): Falsch!)</p>
<p>   Noch niemals sind jedes Jahr so viele Schulden neu aufgenommen<br />
worden. Die Zahl der jÃ¤hrlichen Pleiten, vor allem im Mittelstand,<br />
ist auf RekordhÃ¶he. Die sozialen Sicherungssysteme wurden nicht<br />
fester, sondern brÃ¼chiger und unser Bildungswesen bekommt<br />
international schlechte Noten. Das, was Sie fÃ¼r sich reklamieren, ist<br />
doch auch mehr als fragwÃ¼rdig: Von den BÃ¼rgerrechten bis hin zu den<br />
Menschenrechten - die Beliebigkeit war Ihr Markenzeichen. Ich denke<br />
jetzt nur an die Aufhebung des Bankgeheimnisses oder die<br />
Waffenexporte nach China.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Deshalb wird eine neue Regierung den groÃŸen Wurf wagen mÃ¼ssen und<br />
wird sich nicht mit einer Politik der Trippelschritte zufrieden<br />
geben. Kleinklein, hin und her, ein Schritt nach vorn und zwei zurÃ¼ck:<br />
das hatten wir sieben Jahre. Diese Zeit muss im Herbst vorbei sein.<br />
Nur mit einem neuen Anfang und einer beherzten Politik werden die<br />
BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger wieder Mut zur Zukunft fassen. Deswegen ist<br />
unser Ziel nicht zuerst der Regierungswechsel. Unser Ziel ist der<br />
Politikwechsel fÃ¼r unser Land; der Regierungswechsel ist Mittel zum<br />
Zweck.</p>
<p>(Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)</p>
<p>   Wir wollen einen Politikwechsel, in dem Freiheit zur Verantwortung<br />
wieder MaÃŸstab jeder politischen Entscheidung wird. Wir wollen einen<br />
Politikwechsel, damit das Erwirtschaften wieder vor das Verteilen<br />
gesetzt wird.</p>
<p>   (Wilhelm Schmidt (Salzgitter) (SPD): Sagen Sie das doch mal<br />
konkret!)</p>
<p>   Wir wollen einen Politikwechsel, damit die Chancengleichheit am<br />
Start nicht lÃ¤nger mit Gleichmacherei am Ziel verwechselt wird.</p>
<p>   (Wilhelm Schmidt (Salzgitter) (SPD): Alles SprÃ¼che!)</p>
<p>   Ja, und wir wollen einen Politikwechsel, damit sich Leistung<br />
wieder lohnt und derjenige, der arbeitet, mehr hat als derjenige, der<br />
nicht arbeitet. Wenn Sie die wirtschaftliche Vernunft immer wieder<br />
gegen die soziale Gerechtigkeit ausspielen, dann werden Sie beiden<br />
nicht gerecht werden. Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz oder auch<br />
kulturelle Vielfalt - all das hÃ¤ngt davon ab, dass Deutschland der<br />
Arbeit wieder Vorfahrt gibt. Wir brauchen eine wachstumsorientierte<br />
Politik, eine wirtschaftsfreundliche Politik, weil jede soziale<br />
Gerechtigkeit erst einmal erwirtschaftet werden muss. Das ist der<br />
neue Anfang. Unsere Politik ist wirtschaftlich Ã¼berzeugender und sie<br />
ist sozialer als all das, was Sie in sieben Jahren zustande gebracht<br />
haben.</p>
<p>   (Anhaltender Beifall bei der FDP - Beifall bei der CDU/CSU<br />
Abgeordnete der FDP erheben sich von ihren PlÃ¤tzen.)&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-625</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 12:21:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-625</guid>
		<description>Mein Favorit ist diese Stelle:

2: Politik ist ein schmutziges GeschÃ¤ft.

3: Ich mag sie beide, den einen, der immer fÃ¼r die BILD schrieb, den Oscar, und den anderen, der immer fÃ¼r die Super-Illu kommentierte, den Gregor. Oscar und Gregor, Bild und Super-Illu â€“ die Welt kann so schÃ¶n sein!

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Favorit ist diese Stelle:</p>
<p>2: Politik ist ein schmutziges GeschÃ¤ft.</p>
<p>3: Ich mag sie beide, den einen, der immer fÃ¼r die BILD schrieb, den Oscar, und den anderen, der immer fÃ¼r die Super-Illu kommentierte, den Gregor. Oscar und Gregor, Bild und Super-Illu â€“ die Welt kann so schÃ¶n sein!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-624</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 12:03:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-624</guid>
		<description>Es sollte doch nicht etwa heissen: "gemerkelt"?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es sollte doch nicht etwa heissen: &#8220;gemerkelt&#8221;?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-623</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 12:01:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-623</guid>
		<description>" Mir ist mal in der Zeit als Bausoldat ein Ziegelstein auf den Kopf gefallen, da habe ich etwas gemerkt."

Das war der beste...

:-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8221; Mir ist mal in der Zeit als Bausoldat ein Ziegelstein auf den Kopf gefallen, da habe ich etwas gemerkt.&#8221;</p>
<p>Das war der beste&#8230;</p>
<p> <img src='http://www.campodecriptana.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-621</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 10:55:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/07/01/207.html#comment-621</guid>
		<description>Ich bin zwar fÃ¼r Neuwahlen, aber Werner SchulzÂ´ klare Aussagen haben mir doch sehr gefallen.

595 Stimmen abgegebene Stimmen wurden. 151 Abgeordnete stimmten mit Ja; 296 mit Nein; 148 Abgeordnete enthielten sich. Bundeskanzler SchrÃ¶der erreichte somit nicht die notwendige Mehrheit von 301 Stimmen.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zwar fÃ¼r Neuwahlen, aber Werner SchulzÂ´ klare Aussagen haben mir doch sehr gefallen.</p>
<p>595 Stimmen abgegebene Stimmen wurden. 151 Abgeordnete stimmten mit Ja; 296 mit Nein; 148 Abgeordnete enthielten sich. Bundeskanzler SchrÃ¶der erreichte somit nicht die notwendige Mehrheit von 301 Stimmen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
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