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	<title>Kommentare zu: Andalusien, Marokko und Gibraltar: Wo sich Europa und Afrika berÃ¼hren - Teil II</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/28/201.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 19:52:09 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/28/201.html#comment-290544</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2016 12:55:34 +0000</pubDate>
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		<description>In meiner Facebook-Timeline tauchte vor kurzem ein Foto auf: eine Szene aus Marokkos Hauptstadt Rabat, aufgenommen irgendwann in den Siebzigern. Ein Mann und eine Frau gehen Hand in Hand die StraÃŸe entlang. Er im gut sitzenden Anzug, sie in einem kurzen bunten Kleid; sie flanieren auf der StraÃŸe, die jetzt die Avenue Mohammed V ist. Das Bild kam mir so bekannt vor, dass ich zweimal hinsehen musste, um sicher zu sein, dass es kein Foto aus einem der Alben meiner Eltern war.

Letzten Sommer habe ich die alten Bilder durchgeblÃ¤ttert. Es war, als ob ich eine Fantasiewelt betrat, in der meine Eltern eine besondere Rolle als marokkanische Ãœber-Hipster hatten; im Gegensatz zu den StrengglÃ¤ubigen, die sie jetzt sind.

Mein Vater war ein attraktiver Mann. Er trug eine Nerdbrille mit dickem Gestell, so schwarz wie sein mÃ¤chtiger Schnurrbart. Als junger Mann arbeitete er in verschiedenen Kneipen oder, wie er das selber gepflegt nennt: Cabarets. Von den Cabarets erzÃ¤hlt er nur, wenn wir in Marokko sind und ihn die Erinnerungen an frÃ¼her Ã¼berfallen. Er kann dann wunderbar davon erzÃ¤hlen, wie es war, im franzÃ¶sisch besetzten Marokko aufzuwachsen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/marokko-die-frau-ist-kein-selbststaendiges-wesen-a-1076170.html  Wenn ich in Marokko Urlaub mache, muss ich mich an den ersten Tagen immer wieder neu einleben. Mich gewÃ¶hnen an das laute Gezische, das ich hÃ¶re, auch wenn ich nur eben Brot beim Laden um die Ecke holen will, kaum 50 Meter von meinem Elternhaus entfernt. Ich kenne marokkanisch-niederlÃ¤ndische Frauen, die im Urlaub einen falschen Ehering tragen, um MÃ¤nnern zu entgehen, denen es problemlos gelingt, einen Shoppingtrip auf den Markt in einen Schnellkurs Ã¼ber sexuelle NÃ¶tigung zu verwandeln.

Die Frau ist in Marokko kein selbststÃ¤ndiges Wesen, sie ist Eigentum. Nur diejenige, die bereits unter die Gewalt eines anderen Mannes fÃ¤llt, entkommt dem einigermaÃŸen. Wie oft habe ich in LÃ¤den flÃ¼chten mÃ¼ssen, um gierigen HÃ¤nden zu entkommen. Und dann muss man noch hoffen, dass der Ladenbesitzer kein schmieriger Kerl mit klebrigen HÃ¤nden ist. Mir bricht noch der AngstschweiÃŸ aus, wenn ich daran denke, wie ich mich einmal mit einer blonden Freundin in den engen GÃ¤sschen von Marrakesch verirrte, weil wir vor dem x-ten Mistkerl das Weite gesucht hatten.

Auch in Marokko ist es nur ein kleiner Prozentsatz der MÃ¤nner, der sich daran schuldig macht, Frauen auf verschiedenerlei Weise zu belÃ¤stigen. Aber diese MÃ¤nner haben freies Spiel. Genau wie nicht jeder FuÃŸballfan ein Hooligan ist, ist nicht jeder Mann ein SexualtÃ¤ter. Aber wenn dagegen nicht eingeschritten wird, wird es ziemlich schwierig, zu unterscheiden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-marokko-ist-das-neue-tor-nach-europa-a-1222630.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Facebook-Timeline tauchte vor kurzem ein Foto auf: eine Szene aus Marokkos Hauptstadt Rabat, aufgenommen irgendwann in den Siebzigern. Ein Mann und eine Frau gehen Hand in Hand die StraÃŸe entlang. Er im gut sitzenden Anzug, sie in einem kurzen bunten Kleid; sie flanieren auf der StraÃŸe, die jetzt die Avenue Mohammed V ist. Das Bild kam mir so bekannt vor, dass ich zweimal hinsehen musste, um sicher zu sein, dass es kein Foto aus einem der Alben meiner Eltern war.</p>
<p>Letzten Sommer habe ich die alten Bilder durchgeblÃ¤ttert. Es war, als ob ich eine Fantasiewelt betrat, in der meine Eltern eine besondere Rolle als marokkanische Ãœber-Hipster hatten; im Gegensatz zu den StrengglÃ¤ubigen, die sie jetzt sind.</p>
<p>Mein Vater war ein attraktiver Mann. Er trug eine Nerdbrille mit dickem Gestell, so schwarz wie sein mÃ¤chtiger Schnurrbart. Als junger Mann arbeitete er in verschiedenen Kneipen oder, wie er das selber gepflegt nennt: Cabarets. Von den Cabarets erzÃ¤hlt er nur, wenn wir in Marokko sind und ihn die Erinnerungen an frÃ¼her Ã¼berfallen. Er kann dann wunderbar davon erzÃ¤hlen, wie es war, im franzÃ¶sisch besetzten Marokko aufzuwachsen. <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/marokko-die-frau-ist-kein-selbststaendiges-wesen-a-1076170.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/marokko-die-frau-ist-kein-selbststaendiges-wesen-a-1076170.html</a>  Wenn ich in Marokko Urlaub mache, muss ich mich an den ersten Tagen immer wieder neu einleben. Mich gewÃ¶hnen an das laute Gezische, das ich hÃ¶re, auch wenn ich nur eben Brot beim Laden um die Ecke holen will, kaum 50 Meter von meinem Elternhaus entfernt. Ich kenne marokkanisch-niederlÃ¤ndische Frauen, die im Urlaub einen falschen Ehering tragen, um MÃ¤nnern zu entgehen, denen es problemlos gelingt, einen Shoppingtrip auf den Markt in einen Schnellkurs Ã¼ber sexuelle NÃ¶tigung zu verwandeln.</p>
<p>Die Frau ist in Marokko kein selbststÃ¤ndiges Wesen, sie ist Eigentum. Nur diejenige, die bereits unter die Gewalt eines anderen Mannes fÃ¤llt, entkommt dem einigermaÃŸen. Wie oft habe ich in LÃ¤den flÃ¼chten mÃ¼ssen, um gierigen HÃ¤nden zu entkommen. Und dann muss man noch hoffen, dass der Ladenbesitzer kein schmieriger Kerl mit klebrigen HÃ¤nden ist. Mir bricht noch der AngstschweiÃŸ aus, wenn ich daran denke, wie ich mich einmal mit einer blonden Freundin in den engen GÃ¤sschen von Marrakesch verirrte, weil wir vor dem x-ten Mistkerl das Weite gesucht hatten.</p>
<p>Auch in Marokko ist es nur ein kleiner Prozentsatz der MÃ¤nner, der sich daran schuldig macht, Frauen auf verschiedenerlei Weise zu belÃ¤stigen. Aber diese MÃ¤nner haben freies Spiel. Genau wie nicht jeder FuÃŸballfan ein Hooligan ist, ist nicht jeder Mann ein SexualtÃ¤ter. Aber wenn dagegen nicht eingeschritten wird, wird es ziemlich schwierig, zu unterscheiden.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-marokko-ist-das-neue-tor-nach-europa-a-1222630.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-marokko-ist-das-neue-tor-nach-europa-a-1222630.html</a></p>
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