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	<title>Kommentare zu: Mutig nur an warmen Wochenenden oder: Auf dem Röhm da gibt´s ka Sünd</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html</link>
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	<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 15:02:14 +0000</pubDate>
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		<title>Von: E.</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-20479</link>
		<dc:creator>E.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2006 21:17:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe schon lange nicht mehr so einen Haufen Unfug gelesen! Leute, wir schreiben das Jahr 2006!!!! </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe schon lange nicht mehr so einen Haufen Unfug gelesen! Leute, wir schreiben das Jahr 2006!!!!</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-1190</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2005 18:57:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-1190</guid>
		<description>Montag, 4. Juli 2005 
Frankfurt Spitenreiter 
Syphilis breitet sich aus 

Die Geschlechtskrankheit Syphilis breitet sich in Deutschland weiter aus. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 3.345 neu diagnostizierte Syphilis-Fälle gemeldet, 14 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) mit. Die höchste Syphilisrate haben demnach Großstädte. An der Spitze stehen Frankfurt (Main) mit 22,5 neu Erkrankten pro 100.000 Einwohner, Köln (20 pro 100.000 Einwohner) und Berlin (19,5 pro 100.000 Einwohner). Es folgen Mannheim, München, Leipzig und Hamburg. Besonders häufig infizieren sich homosexuelle Männer. 

Syphilis (Lues) ist eine weltweit verbreitete, chronisch verlaufende Geschlechtserkrankung. Auslöser ist ein Bakterium, (Treponema pallidum), das in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Syphilis ist durch Penizillin heilbar. Eine Neuinfektion ist aber auch nach einer Behandlung möglich. 
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Montag, 4. Juli 2005<br />
Frankfurt Spitenreiter<br />
Syphilis breitet sich aus </p>
<p>Die Geschlechtskrankheit Syphilis breitet sich in Deutschland weiter aus. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 3.345 neu diagnostizierte Syphilis-Fälle gemeldet, 14 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) mit. Die höchste Syphilisrate haben demnach Großstädte. An der Spitze stehen Frankfurt (Main) mit 22,5 neu Erkrankten pro 100.000 Einwohner, Köln (20 pro 100.000 Einwohner) und Berlin (19,5 pro 100.000 Einwohner). Es folgen Mannheim, München, Leipzig und Hamburg. Besonders häufig infizieren sich homosexuelle Männer. </p>
<p>Syphilis (Lues) ist eine weltweit verbreitete, chronisch verlaufende Geschlechtserkrankung. Auslöser ist ein Bakterium, (Treponema pallidum), das in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Syphilis ist durch Penizillin heilbar. Eine Neuinfektion ist aber auch nach einer Behandlung möglich.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-636</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2005 09:49:32 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-636</guid>
		<description>Noch eins: Da die erdrückende Mehrheit der H., den deutlich neurotischen Charakter der Handelnden bei den exzessiven Schwulenparaden nicht kritisiert, im Gegenteil, sogar jeden, der wie ich angemessene Einsprüche formuliert, in extremster Weise angreift, so ist hier von der tatsächlichen Entsprechung homosexueller Äußerungsformen auszugehen: tumb, neurotisch, psychopatisch, exhibitionistisch, infantil. Ein interessanter Link:

&lt;a href="http://www.narth.com/docs/change-ger.html" rel="nofollow"&gt;Artikel über die Heilung von Homosexualität&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eins: Da die erdrückende Mehrheit der H., den deutlich neurotischen Charakter der Handelnden bei den exzessiven Schwulenparaden nicht kritisiert, im Gegenteil, sogar jeden, der wie ich angemessene Einsprüche formuliert, in extremster Weise angreift, so ist hier von der tatsächlichen Entsprechung homosexueller Äußerungsformen auszugehen: tumb, neurotisch, psychopatisch, exhibitionistisch, infantil. Ein interessanter Link:</p>
<p><a href="http://www.narth.com/docs/change-ger.html" rel="nofollow">Artikel über die Heilung von Homosexualität</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-620</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2005 10:10:26 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-620</guid>
		<description>Von SPIEGEL-ONLINE:

Aggressiv, renitent, ohne Empathie

 Andreas Marneros wurde 1946 auf Zypern geboren. Er studierte Medizin in Thessaloniki und lehrt seit 1973 an deutschen Universitäten. 1983 wurde er Professor für klinische Psychiatrie in Köln, 1985 übernahm er den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie und Allgemeine Psychopathologie an der Universität Bonn. Seit 1992 ist Marneros Professor an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Er hat drei Bücher geschrieben und zahlreiche wisschenschaftliche Arbeiten publiziert. 

Marneros' langjährige Reise in die Psyche der Gewalttäter offenbart: Neonazistische Verbrecher sind in der Regel Schwächlinge, Feiglinge, geistig Zurückgebliebene und schwer Traumatisierte. Sie sind aggressiv, renitent, ohne Empathie, Reue oder Schamgefühl. Dazu nicht in der Lage, ihr Tun zu reflektieren und Schuld überhaupt zu erkennen, geschweige denn zu bereuen. "Diese unter großen Defiziten leidenden Täter sind auf der ständigen Suche nach Überlegenheit", so Marneros zu SPIEGEL ONLINE. "Die sind ganz unten, absolut down. Und sie finden immer jemanden, der ihrer Meinung nach noch schwächer ist."

Zu dramatisch brutalen Tötungsdelikten käme es, weil "nicht nur die Vernichtung des Lebens, sondern möglichst des menschlichen Körpers dazu gehört", so die Erfahrung des Psychologen. Die Täter wollten sich als Herr über Leben und Tod fühlen und nähmen gegebenenfalls sogar blutige Trophäen mit nach Hause. 
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Von SPIEGEL-ONLINE:</p>
<p>Aggressiv, renitent, ohne Empathie</p>
<p> Andreas Marneros wurde 1946 auf Zypern geboren. Er studierte Medizin in Thessaloniki und lehrt seit 1973 an deutschen Universitäten. 1983 wurde er Professor für klinische Psychiatrie in Köln, 1985 übernahm er den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie und Allgemeine Psychopathologie an der Universität Bonn. Seit 1992 ist Marneros Professor an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Er hat drei Bücher geschrieben und zahlreiche wisschenschaftliche Arbeiten publiziert. </p>
<p>Marneros&#8217; langjährige Reise in die Psyche der Gewalttäter offenbart: Neonazistische Verbrecher sind in der Regel Schwächlinge, Feiglinge, geistig Zurückgebliebene und schwer Traumatisierte. Sie sind aggressiv, renitent, ohne Empathie, Reue oder Schamgefühl. Dazu nicht in der Lage, ihr Tun zu reflektieren und Schuld überhaupt zu erkennen, geschweige denn zu bereuen. &#8220;Diese unter großen Defiziten leidenden Täter sind auf der ständigen Suche nach Überlegenheit&#8221;, so Marneros zu SPIEGEL ONLINE. &#8220;Die sind ganz unten, absolut down. Und sie finden immer jemanden, der ihrer Meinung nach noch schwächer ist.&#8221;</p>
<p>Zu dramatisch brutalen Tötungsdelikten käme es, weil &#8220;nicht nur die Vernichtung des Lebens, sondern möglichst des menschlichen Körpers dazu gehört&#8221;, so die Erfahrung des Psychologen. Die Täter wollten sich als Herr über Leben und Tod fühlen und nähmen gegebenenfalls sogar blutige Trophäen mit nach Hause.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-508</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2005 16:17:50 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-508</guid>
		<description>Alfred Adler III: Psychischer Hermaphroditismus und Homosexualität

Aus „Praxis und Theorie der Individualpsychologie“ (Erstausgabe 1920)

Psychischer Hermaphroditismus und männlicher Protest – ein Kernproblem der nervösen Erkrankung

Das psychische Bild dieser Kinder weist bald auffallende Verstärkung sonst normaler Züge von Unselbstständigkeit, von Anlehnungs- und Zärtlichkeitsbedürfnis auf und artet aus in Ängstlichkeit, Furcht vor dem Alleinsein, Schüchternheit, Scheu, Furcht vor allem Fremden und Unbekannten, in übergroße Schmerzempfindlichkeiten, Prüderie und dauernde Furcht vor Strafen und vor den Folgen des Handelns – Charakterzüge, die insbesondere den Knaben einen SCHEINBAR WEIBLICHEN EINSCHLAG geben.

Stets bleibt die Harmonie ihres Strebens aus, denn die doppelte Artung ihres Wesens, das scheinbare Doppelleben des Nervösen ist durch einen weiblich und männlich empfundenen Anteil der Psyche fest gegründet, die nach einer Einheit zu streben scheinen, ihre Synthese aber planvoll verfehlen, um die Persönlichkeit vor dem Anprall an die Wirklichkeit zu retten. An diesem Punkte hat die Individualpsychologie belehrend einzugreifen und durch vertiefende Introspektion und Bewusstseinserweiterung die Herrschaft des Intellekts über divergierende, bisher unverstandene, nicht bewusste Regungen zu sichern.

So entwickelt sich, auf der Grundlage einer falschen Wertung, die aber aus unserem gesellschaftlichen Leben reichlich genährt wird, ein PSYCHISCHER HERMAPHRODITISMUS des Kindes, der sich „dialektisch“ durch seine inneren Gegensätzlichkeit stützt und aus sich heraus eine Dynamik entwickelt, den unverstandenen  Zwang zum verstärkten männlichen Protest als einer Lösung der Disharmonie…Insbesondere aber wird der psychische Hermaphroditismus des Kindes vertieft, damit auch die innere psychische Spannung vermehrt, wenn die Geschlechtsrolle dem Kind unklar bleibt oder im unklaren gehalten wird. Dann wird die natürliche Unsicherheit, das Schwanken, der Zweifel fixiert, und an beiden Polen des Hermaphroditen werden Verstärkungen aufgetragen. Die Schwierigkeit, der wachsenden Bewusstseinsspaltung Herr zu werden, vergrößert sich ungemein nur durch den Kunstgriff der nervösen Symptome, durch seelischen Rückzug und Isolierung. – Die Energie und Willensanstrengungen von Arzt, Patient und Erzieher scheitert an diesem Problem. Dann gelingt es nur noch der individualpsychologischen Methode, Licht in diese Vorgänge des Unbewussten hineinzubringen und die Korrektur einer falschen Entwicklung vorzunehmen.

Wo der Patient den Beweis „männlicher Vorzüge“ im Leben erbringen zu müssen glaubt, in Kämpfen jeder Art, im Beruf, in der Liebe, wo er eine „Verweiblichung“ durch ein Unterliegen befürchtet, wird er von weitem schon im Bogen um das Problem herumzukommen suchen. Man wird dann immer eine Lebenslinie finden, die vom graden Weg abweicht, und, in der Furcht vor Fehlern und Niederlagen, sichere Umwege einzuschlagen versucht. Damit ist auch immer eine Verfälschung der Geschlechtsrolle gegeben, so dass der Nervöse einen Zug zum psychischen Hermaphroditismus aufzuweisen scheint…. Das ursprüngliche Minderwertigkeitsgefühl drängt auf Umwege, sucht jede erotische Erprobung auszuschalten, um sich seine Orientierung nach einem Ziel der Überlegenheit nicht zu verlieren. Als abstraktes und zugleich konkretisierendes Ziel des Nervösen dient dann die schematische Formel: „ich will ein voller Mann sein!“ ein kompensierter Ausgang für das zugrunde liegende Gefühl einer als weiblich gesetzten Minderwertigkeit. Das Schema ist durchaus antithetisch und in planmäßiger, kindlicher Fälschung als in sich feindlich gefasst, und wir können als unbewusste Voraussetzung der nervösen Zielstrebigkeit regelmäßig folgende zwei erkennen: 

1. Die menschliche Beziehung ist unter allen Umständen en Kampf um die Überlegenheit. 
2. Das weibliche Geschlecht ist minderwertig und dient in seinen Reaktionen der männlichen Kraft.

Es ist, als ob jeder Neurotiker sich einen Stall gezimmert hätte, immer von verschiedener Form und Größe, in dem er ununterbrochen herumhüpft und sich ängstlich hütet, dessen Grenzen zu überschreiten.

Die Lebensfrage des Nervösen lautet nicht: „Was muß ich tun, um mich den Forderungen der Gemeinschaft einzufügen und daraus ein harmonisches Dasein zu gewinnen?“ sondern: „Wie muß ich mein Leben ausgestalten, um meine Überlegenheitstendenz zu befriedigen, mein unablässiges Minderwertigkeitsgefühl in ein Gefühl der GOTTTÄHNLICHKEIT zu verwandeln?“ Mit anderen Worten: der einzig feststehende oder fixiert gedachte Punkt ist das Persönlichkeitsideal. Dieser Gottähnlichkeit näher zu kommen, nimmt der Neurotiker eine tendenzielle Einschätzung seiner Individualität, seiner Erlebnisse und seines Milieus vor. Da dies aber lange nicht genügt, ihn auf seiner Lebenslinie und damit näher an sein Ziel zu bringen, provoziert er Erlebnisse und beutet sie aus, um seine zum voraus bestimmten Nutzanwendungen besser zu ermöglichen – sich zurückgesetzt, betrogen, als Dulder zu fühlen – um die ihm vertraute und erwünschte Aggressionsbasis aktiv zu schaffen. In gleicher Weise wächst der Patient in seine Symptome hinein, die sich ihm aus seiner ganzen Erfahrung und in seiner seelischen Spannung derart formen, wie sie zur Erhöhung seines Persönlichkeitsgefühls nötig und brauchbar erscheinen. Es wird der neurotische Lebensplan nur durch den Zwang zur Überlegenheit, durch vorsichtiges Ausweichen vor gefahrvoll erscheinenden Erscheinungen, durch das voraustastende Wandeln auf wenigen, haarscharfen Richtungslinien und durch das gegen die Norm ungeheuer vermehrte Netz von Sicherungen erhalten und nun erst teleologisch eingerichtet. Der Patient wird immer gerade soviel psychische Kraft hergestellt haben, um auf seiner Linie zur Überlegenheit, zur Gottähnlichkeit zu bleiben. Seine Anschauungsform, seine Perspektive ist fehlerhaft geworden. Das Ziel der Überlegenheit drängt, aufgestachelt durch sein Minderwertigkeitsgefühl, alles Wollen, Denken, Fühlen und Handeln auf ein der Sachlichkeit fremdes Gebiet, das wir Neurose nennen. Die Symptome, arrangiert durch das Endziel, sind die Ausdrucksformen für das Walten der Eitelkeit. Anfangs oder stellenweise geht diese hinter dem Patienten und jagt ihn nach vorne. Nach den unausbleiblichen Niederlagen (Denn wie kann unsere arme Erde die Erwartung des Neurotikers befriedigen) steht sie vor ihm und treibt ihn zurück: „Wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich (das deiner Einbildung) zerstören.

„Ich will ein Mann sein“ (Dieser Sinn) setzt sich vor allem bei disponierten Kindern in so greller Weise durch, dass man von vornherein zur Vermutung gedrängt wird, diese Tendenz sei im Gegensatz zu einer mit Unlustaffekt bedachten Empfindung, nicht männlich zu sein, hervorgebrochen. Und in der Tat zeigt sich die neurotische Psyche im Banne dieser Dynamik, die ich als psychischen Hermaphroditismus mit folgendem männlichen Protest beschrieben habe. Mit der Fixierung des Gefühls der Minderwertigkeit bei disponierten Kindern, das zur kompensatorischen Aufpeitschung des Trieblebens Anlaß gibt, ist so der Anfang gegeben zu jener eigenartigen Entwicklung der Psyche, die im übertriebenen männlichen Protest endet. Recht häufig findet man masochistische Regungen, übertriebenen Hang zur Unterwerfung und zur Selbstbestrafung.

Über die Homosexualität

Einen zureichenden Grund zur Homosexualität gibt es überhaupt nicht. Die Beobachtung jugendlicher Individuen, Kinder, aber auch Erwachsener, die irgendwie Nachahmung besonders scharf betreiben, belehren darüber, dass niemand etwas nachahmt, was ihm nicht in irgendeiner Weise passt. Was passt aber einem Homosexuellen an der Fixation des homosexuellen Erlebnisses? Wir müssen zurückgehen in eine Zeit, die vor dem Erlebnis einsetzt: Sie betonen immer, dass man sie schon mit zwei bis drei Jahren für ein Mädchen gehalten habe, dass sie mit besonderer Vorliebe mit Puppen spielten, dass sie sich ausschließlich in Mädchengesellschaften aufhielten usw…. Es ist im Detail oft rührend zu beobachten, wie der Betreffende sich schrittweise SELBST HYPNOTISIERT, SICH SELBST MIT GEWALT den Gedanken AUFZWINGT, für die Norm nicht geschaffen zu sein. SEINE ARGUMENTE SIN VON SO GERINGEM GEWICHT, dass man an den „Dialekt“ der Homosexuellen gewöhnt sein muß, UM DABEI RUHIG ZU BLEIBEN. Ich kenne solche, sie äußerlich absolut nicht auffallen, die nichtsdestoweniger von sich irgendwelche Kleinigkeiten betonen, dass ihr Kehlkopf nicht männlich gebaut sei, dass ihr Bartwuchs nicht so stark sein wie bei anderen usw.. Man kann den Eindruck außerordentlich rasch bestätigen, dass die Betreffenden MIT MÜHE ALLES MÖGLICHE zusammengetragen haben, um ihren Anschauungen von ihrer „Andersartigkeit“ irgendwelche überzeugende Kraft zu verleihen.

Die hervorstechendsten Zeichen, die, gelegentlich abgeändert, sich im CHARAKTER DES HOMOSEXUELLEN deutlich machen sind: MANGEL AN KOOPERATIONSFÄHIGKEIT,  ÜBERSTIEGENER EHRGEIZ und AUßERORDENTLICHE VORSICHT oder LEBENSFEIGHEIT (diese besonders, außer an warmen Wochenenden, Anm. TK) und ein HOHER GRAD VON ENTMUTIGUNG, soweit die gesellschaftlich notwendigen Forderungen in Betracht kommen. Auf anderen Gebieten, im Krieg (oder bei der Organisation von Reichsparteitagen, Aufmärschen, Anm. TK), Abenteuern usw.. kann dagegen  Mut und Übermut zutage treten, ebenso wie bei HOMOSEXUELLEN ATTTACKEN.

Sie nützen die Erfahrungen anderer Art dazu aus, um sich in ihrem Standpunkt zu bestärken, dass sie nicht so sind wie andere Knaben, dass hier EIN WUNDER DER NATUR vorliegt, irgendeine Andersartigkeit, die sie in der Regel zu EINER AUSZEICHNUNG UMDICHTEN. Auch waren sie oft verzärtelte Kinder, die vor Schwierigkeiten behütet werden wurden, oder Verstoßene, beide Kindertypen, die in Einsamkeit aufwachsen, keine genügende Kooperationsfähigkeit besitzen und einer ersten Bindung unterliegen, die ihnen schmeichelt, Typen auch, denen die Mutter oder der Mangel einer Mutter die Entfaltung des Gemeinschaftsgefühls erschwerten.

Warum spielt der Ehrgeiz bei diesen Kindern eine so große Rolle? Es handelt sich nicht um Kinder, deren Entwicklung gradlinig, unbeschwert ist, sondern entweder um Kinder, die aus ihrer Position ein Gefühl von Schwächlichkeit und Minderwertigkeit schöpfen, oder um solche, deren Umgebung ihnen einen solchen Druck auflastet oder eine derartige Verzärtelung, dass anfangs der Wunsch ganz besonders intensiv wird, in Zukunft von jedem
rauen Lüftchen verschont zu bleiben, immer nur wie DURCH EINEN ZAUBER, DURCH EINEN KUNSTGRIFF an erster Stelle zu stehen. 

In dem Moment, wo das Kind die Wendung zum Homosexuellen macht, trifft es auch mit seiner herabsetzenden Tendenz das andere Geschlecht… Die Haltung des Homosexuellen gegenüber dem normalen Leben wird immer eine zögernde sein und wie in allen Neurosen auf ein Alibi bedacht nehmen. Der Homosexuelle hat verschiedene Eigenarten. Sein ganzes Leben spielt sich ab wie unter einer Bremsvorrichtung. 

Wichtig ist noch folgender Gesichtspunkt: Die Homosexuellen werden oft IHRE UNART MIT STOLZ BETONEN („Und das ist gut so“, wie der SPDS-Bürgermeister sagte, Anm. TK). Der Homosexuelle ist ein schwer entmutigter Nervöser. Ihm fehlen seelische Vorbereitungen für ein mitmenschliches Verhältnis zum andersgeschlechtlichen Partner. WER IHN ERMUTIGT, DER KANN IHN HEILEN.


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		<content:encoded><![CDATA[<p>Alfred Adler III: Psychischer Hermaphroditismus und Homosexualität</p>
<p>Aus „Praxis und Theorie der Individualpsychologie“ (Erstausgabe 1920)</p>
<p>Psychischer Hermaphroditismus und männlicher Protest – ein Kernproblem der nervösen Erkrankung</p>
<p>Das psychische Bild dieser Kinder weist bald auffallende Verstärkung sonst normaler Züge von Unselbstständigkeit, von Anlehnungs- und Zärtlichkeitsbedürfnis auf und artet aus in Ängstlichkeit, Furcht vor dem Alleinsein, Schüchternheit, Scheu, Furcht vor allem Fremden und Unbekannten, in übergroße Schmerzempfindlichkeiten, Prüderie und dauernde Furcht vor Strafen und vor den Folgen des Handelns – Charakterzüge, die insbesondere den Knaben einen SCHEINBAR WEIBLICHEN EINSCHLAG geben.</p>
<p>Stets bleibt die Harmonie ihres Strebens aus, denn die doppelte Artung ihres Wesens, das scheinbare Doppelleben des Nervösen ist durch einen weiblich und männlich empfundenen Anteil der Psyche fest gegründet, die nach einer Einheit zu streben scheinen, ihre Synthese aber planvoll verfehlen, um die Persönlichkeit vor dem Anprall an die Wirklichkeit zu retten. An diesem Punkte hat die Individualpsychologie belehrend einzugreifen und durch vertiefende Introspektion und Bewusstseinserweiterung die Herrschaft des Intellekts über divergierende, bisher unverstandene, nicht bewusste Regungen zu sichern.</p>
<p>So entwickelt sich, auf der Grundlage einer falschen Wertung, die aber aus unserem gesellschaftlichen Leben reichlich genährt wird, ein PSYCHISCHER HERMAPHRODITISMUS des Kindes, der sich „dialektisch“ durch seine inneren Gegensätzlichkeit stützt und aus sich heraus eine Dynamik entwickelt, den unverstandenen  Zwang zum verstärkten männlichen Protest als einer Lösung der Disharmonie…Insbesondere aber wird der psychische Hermaphroditismus des Kindes vertieft, damit auch die innere psychische Spannung vermehrt, wenn die Geschlechtsrolle dem Kind unklar bleibt oder im unklaren gehalten wird. Dann wird die natürliche Unsicherheit, das Schwanken, der Zweifel fixiert, und an beiden Polen des Hermaphroditen werden Verstärkungen aufgetragen. Die Schwierigkeit, der wachsenden Bewusstseinsspaltung Herr zu werden, vergrößert sich ungemein nur durch den Kunstgriff der nervösen Symptome, durch seelischen Rückzug und Isolierung. – Die Energie und Willensanstrengungen von Arzt, Patient und Erzieher scheitert an diesem Problem. Dann gelingt es nur noch der individualpsychologischen Methode, Licht in diese Vorgänge des Unbewussten hineinzubringen und die Korrektur einer falschen Entwicklung vorzunehmen.</p>
<p>Wo der Patient den Beweis „männlicher Vorzüge“ im Leben erbringen zu müssen glaubt, in Kämpfen jeder Art, im Beruf, in der Liebe, wo er eine „Verweiblichung“ durch ein Unterliegen befürchtet, wird er von weitem schon im Bogen um das Problem herumzukommen suchen. Man wird dann immer eine Lebenslinie finden, die vom graden Weg abweicht, und, in der Furcht vor Fehlern und Niederlagen, sichere Umwege einzuschlagen versucht. Damit ist auch immer eine Verfälschung der Geschlechtsrolle gegeben, so dass der Nervöse einen Zug zum psychischen Hermaphroditismus aufzuweisen scheint…. Das ursprüngliche Minderwertigkeitsgefühl drängt auf Umwege, sucht jede erotische Erprobung auszuschalten, um sich seine Orientierung nach einem Ziel der Überlegenheit nicht zu verlieren. Als abstraktes und zugleich konkretisierendes Ziel des Nervösen dient dann die schematische Formel: „ich will ein voller Mann sein!“ ein kompensierter Ausgang für das zugrunde liegende Gefühl einer als weiblich gesetzten Minderwertigkeit. Das Schema ist durchaus antithetisch und in planmäßiger, kindlicher Fälschung als in sich feindlich gefasst, und wir können als unbewusste Voraussetzung der nervösen Zielstrebigkeit regelmäßig folgende zwei erkennen: </p>
<p>1. Die menschliche Beziehung ist unter allen Umständen en Kampf um die Überlegenheit.<br />
2. Das weibliche Geschlecht ist minderwertig und dient in seinen Reaktionen der männlichen Kraft.</p>
<p>Es ist, als ob jeder Neurotiker sich einen Stall gezimmert hätte, immer von verschiedener Form und Größe, in dem er ununterbrochen herumhüpft und sich ängstlich hütet, dessen Grenzen zu überschreiten.</p>
<p>Die Lebensfrage des Nervösen lautet nicht: „Was muß ich tun, um mich den Forderungen der Gemeinschaft einzufügen und daraus ein harmonisches Dasein zu gewinnen?“ sondern: „Wie muß ich mein Leben ausgestalten, um meine Überlegenheitstendenz zu befriedigen, mein unablässiges Minderwertigkeitsgefühl in ein Gefühl der GOTTTÄHNLICHKEIT zu verwandeln?“ Mit anderen Worten: der einzig feststehende oder fixiert gedachte Punkt ist das Persönlichkeitsideal. Dieser Gottähnlichkeit näher zu kommen, nimmt der Neurotiker eine tendenzielle Einschätzung seiner Individualität, seiner Erlebnisse und seines Milieus vor. Da dies aber lange nicht genügt, ihn auf seiner Lebenslinie und damit näher an sein Ziel zu bringen, provoziert er Erlebnisse und beutet sie aus, um seine zum voraus bestimmten Nutzanwendungen besser zu ermöglichen – sich zurückgesetzt, betrogen, als Dulder zu fühlen – um die ihm vertraute und erwünschte Aggressionsbasis aktiv zu schaffen. In gleicher Weise wächst der Patient in seine Symptome hinein, die sich ihm aus seiner ganzen Erfahrung und in seiner seelischen Spannung derart formen, wie sie zur Erhöhung seines Persönlichkeitsgefühls nötig und brauchbar erscheinen. Es wird der neurotische Lebensplan nur durch den Zwang zur Überlegenheit, durch vorsichtiges Ausweichen vor gefahrvoll erscheinenden Erscheinungen, durch das voraustastende Wandeln auf wenigen, haarscharfen Richtungslinien und durch das gegen die Norm ungeheuer vermehrte Netz von Sicherungen erhalten und nun erst teleologisch eingerichtet. Der Patient wird immer gerade soviel psychische Kraft hergestellt haben, um auf seiner Linie zur Überlegenheit, zur Gottähnlichkeit zu bleiben. Seine Anschauungsform, seine Perspektive ist fehlerhaft geworden. Das Ziel der Überlegenheit drängt, aufgestachelt durch sein Minderwertigkeitsgefühl, alles Wollen, Denken, Fühlen und Handeln auf ein der Sachlichkeit fremdes Gebiet, das wir Neurose nennen. Die Symptome, arrangiert durch das Endziel, sind die Ausdrucksformen für das Walten der Eitelkeit. Anfangs oder stellenweise geht diese hinter dem Patienten und jagt ihn nach vorne. Nach den unausbleiblichen Niederlagen (Denn wie kann unsere arme Erde die Erwartung des Neurotikers befriedigen) steht sie vor ihm und treibt ihn zurück: „Wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich (das deiner Einbildung) zerstören.</p>
<p>„Ich will ein Mann sein“ (Dieser Sinn) setzt sich vor allem bei disponierten Kindern in so greller Weise durch, dass man von vornherein zur Vermutung gedrängt wird, diese Tendenz sei im Gegensatz zu einer mit Unlustaffekt bedachten Empfindung, nicht männlich zu sein, hervorgebrochen. Und in der Tat zeigt sich die neurotische Psyche im Banne dieser Dynamik, die ich als psychischen Hermaphroditismus mit folgendem männlichen Protest beschrieben habe. Mit der Fixierung des Gefühls der Minderwertigkeit bei disponierten Kindern, das zur kompensatorischen Aufpeitschung des Trieblebens Anlaß gibt, ist so der Anfang gegeben zu jener eigenartigen Entwicklung der Psyche, die im übertriebenen männlichen Protest endet. Recht häufig findet man masochistische Regungen, übertriebenen Hang zur Unterwerfung und zur Selbstbestrafung.</p>
<p>Über die Homosexualität</p>
<p>Einen zureichenden Grund zur Homosexualität gibt es überhaupt nicht. Die Beobachtung jugendlicher Individuen, Kinder, aber auch Erwachsener, die irgendwie Nachahmung besonders scharf betreiben, belehren darüber, dass niemand etwas nachahmt, was ihm nicht in irgendeiner Weise passt. Was passt aber einem Homosexuellen an der Fixation des homosexuellen Erlebnisses? Wir müssen zurückgehen in eine Zeit, die vor dem Erlebnis einsetzt: Sie betonen immer, dass man sie schon mit zwei bis drei Jahren für ein Mädchen gehalten habe, dass sie mit besonderer Vorliebe mit Puppen spielten, dass sie sich ausschließlich in Mädchengesellschaften aufhielten usw…. Es ist im Detail oft rührend zu beobachten, wie der Betreffende sich schrittweise SELBST HYPNOTISIERT, SICH SELBST MIT GEWALT den Gedanken AUFZWINGT, für die Norm nicht geschaffen zu sein. SEINE ARGUMENTE SIN VON SO GERINGEM GEWICHT, dass man an den „Dialekt“ der Homosexuellen gewöhnt sein muß, UM DABEI RUHIG ZU BLEIBEN. Ich kenne solche, sie äußerlich absolut nicht auffallen, die nichtsdestoweniger von sich irgendwelche Kleinigkeiten betonen, dass ihr Kehlkopf nicht männlich gebaut sei, dass ihr Bartwuchs nicht so stark sein wie bei anderen usw.. Man kann den Eindruck außerordentlich rasch bestätigen, dass die Betreffenden MIT MÜHE ALLES MÖGLICHE zusammengetragen haben, um ihren Anschauungen von ihrer „Andersartigkeit“ irgendwelche überzeugende Kraft zu verleihen.</p>
<p>Die hervorstechendsten Zeichen, die, gelegentlich abgeändert, sich im CHARAKTER DES HOMOSEXUELLEN deutlich machen sind: MANGEL AN KOOPERATIONSFÄHIGKEIT,  ÜBERSTIEGENER EHRGEIZ und AUßERORDENTLICHE VORSICHT oder LEBENSFEIGHEIT (diese besonders, außer an warmen Wochenenden, Anm. TK) und ein HOHER GRAD VON ENTMUTIGUNG, soweit die gesellschaftlich notwendigen Forderungen in Betracht kommen. Auf anderen Gebieten, im Krieg (oder bei der Organisation von Reichsparteitagen, Aufmärschen, Anm. TK), Abenteuern usw.. kann dagegen  Mut und Übermut zutage treten, ebenso wie bei HOMOSEXUELLEN ATTTACKEN.</p>
<p>Sie nützen die Erfahrungen anderer Art dazu aus, um sich in ihrem Standpunkt zu bestärken, dass sie nicht so sind wie andere Knaben, dass hier EIN WUNDER DER NATUR vorliegt, irgendeine Andersartigkeit, die sie in der Regel zu EINER AUSZEICHNUNG UMDICHTEN. Auch waren sie oft verzärtelte Kinder, die vor Schwierigkeiten behütet werden wurden, oder Verstoßene, beide Kindertypen, die in Einsamkeit aufwachsen, keine genügende Kooperationsfähigkeit besitzen und einer ersten Bindung unterliegen, die ihnen schmeichelt, Typen auch, denen die Mutter oder der Mangel einer Mutter die Entfaltung des Gemeinschaftsgefühls erschwerten.</p>
<p>Warum spielt der Ehrgeiz bei diesen Kindern eine so große Rolle? Es handelt sich nicht um Kinder, deren Entwicklung gradlinig, unbeschwert ist, sondern entweder um Kinder, die aus ihrer Position ein Gefühl von Schwächlichkeit und Minderwertigkeit schöpfen, oder um solche, deren Umgebung ihnen einen solchen Druck auflastet oder eine derartige Verzärtelung, dass anfangs der Wunsch ganz besonders intensiv wird, in Zukunft von jedem<br />
rauen Lüftchen verschont zu bleiben, immer nur wie DURCH EINEN ZAUBER, DURCH EINEN KUNSTGRIFF an erster Stelle zu stehen. </p>
<p>In dem Moment, wo das Kind die Wendung zum Homosexuellen macht, trifft es auch mit seiner herabsetzenden Tendenz das andere Geschlecht… Die Haltung des Homosexuellen gegenüber dem normalen Leben wird immer eine zögernde sein und wie in allen Neurosen auf ein Alibi bedacht nehmen. Der Homosexuelle hat verschiedene Eigenarten. Sein ganzes Leben spielt sich ab wie unter einer Bremsvorrichtung. </p>
<p>Wichtig ist noch folgender Gesichtspunkt: Die Homosexuellen werden oft IHRE UNART MIT STOLZ BETONEN („Und das ist gut so“, wie der SPDS-Bürgermeister sagte, Anm. TK). Der Homosexuelle ist ein schwer entmutigter Nervöser. Ihm fehlen seelische Vorbereitungen für ein mitmenschliches Verhältnis zum andersgeschlechtlichen Partner. WER IHN ERMUTIGT, DER KANN IHN HEILEN.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-507</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2005 16:11:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-507</guid>
		<description>Zusammenfassung Homosexualität

Homosexualität ist heilbar!

Die Homosexualität ist ins Gerede gekommen! Da gibt es den Fall der homosexuellen
Kannibalen (eine Form des Sadomasochismus), eine steigende Anzahl von schwulen syphilitischen Erkrankungen (2000 von 3000 Fällen aus dem Jahre 2002 betreffen Homosexuelle) und eine noch immer hohe Zahl schwuler AIDS-Neuinfektionen, die weitgehend der mangelnden Sozialhygiene entspringen. 

Die Kirche protestiert nun. Inwieweit ihre Repräsentanten, die selbst unter den Verdacht gerieten gleich geschlechtlichen Neigungen nachzugehen, befähigt zur Kritik sind, mag man sich lächelnd fragen oder verschämt zur Kenntnis nehmen. Wenden wir uns von also Spekulationen und diffusen Beschuldigungen ab und schauen uns an, was die Psychoanalytiker zu diesem Themenkomplex sagen. 

Die Freudsche Schule über Homosexualität, zunächst Alfred Adler:

Alfred Adler II: Nicht die Situation in der der Homosexuelle lebt ist pervers, sondern, -.

Aus den beiden Schriften Alfred Adlers „Lebenskenntnis“ (1929) und „Lebensprobleme“ (1937) 

Sexualität und sexuelle Probleme

Lebensstile

Sexualität ist sehr früh im Leben vorhanden. Jeder Kinderschwester oder Mutter kann bei sorgfältiger Beobachtung bereits in den ersten Tagen nach der Geburt gewisse sexuelle Erregungszustände und Betätigungen des Kindes feststellen….So kann es sein, dass die Mutter nicht nur liebevoll ist, sondern ihre Zuneigung auch mit Küssen, Umarmungen und dergleichen zum Ausdruck bringt. Solche Dinge sind kein Beispiel von Mutterliebe. Ein verzärteltes Kind kann sich sexuell nicht gut entwickeln.
 
Der eigentliche Kern sexuell abnormen Verhaltens ist der Minderwertigkeitskomplex. Ein darunter leidender Mensch hält ständig Ausschau nach dem kürzesten Ausweg. Zuweilen hält er es für den günstigsten Weg, weite LEBENSBEREICHE VON SICH ABZUSPALTEN….Im Zuge des Ausschlusses eines Teils der Möglichkeiten und Probleme des Lebens wenden sie sich unter Umständen völlig vom anderen Geschlecht ab und üben sich in homosexuellem Verhalten. Tatsächlich ÜBERTREIBEN SIE IHRE NEIGUNGEN ZU PERVERSIONEN, um sich auf diese Weise abzusichern, mit dem Problem des normalen Sexuallebens konfrontiert zu werden. ALL DIES KÖNNEN WIR NUR VERSTEHEN, WENN UNS IHR LEBENSSTIL BEKANNT IST. Es sind Menschen, die von anderen besonders beachtet zu werden wünschen und die sich gleichzeitig für unfähig halten, bei angehörigen des anderen Geschlechtes auch nur annähernd ausreichendes Interesse zu wecken. Sie haben einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem anderen Geschlecht. Wenn Jungen etwa das Verhalten in der Familie und das der Mutter für anziehender halten als  ihr eigenes Verhalten, dann hat sich bei ihnen das Gefühl eingeschlichen, sie würden niemals die Macht haben, Frauen auf sich aufmerksam zu machen. Sie bewundern dann unter Umständen das andere Geschlecht so sehr, dass sie Angehörige dieses Geschlechtes nachzuahmen beginnen…

Der Fall eines Mannes, der wegen Sadismus und Missbrauchs von Kindern vor Gericht gestellt wurde, kann die Ausbildung der von uns erörterten Tendenzen gut veranschaulichen. Bei der Untersuchung seiner Entwicklung erfahren wir, dass er eine herrische, dominierende Mutter hatte, die ständig Kritik an ihm übte. Aus diesem Grunde war er bestrebt, die Mutter von seiner Zuneigung zu der Familie auszuschließen. Er verlor das Interesse an ihr und widmete sich ganz seinem Vater. Auf diese weise kam der Mann dazu, sich vom anderen Geschlecht ganz abzuwenden, es aus seinen Gedanken und Gefühlen auszuschließen. Überdies gehörte er zu dem bekannten Menschentyp, der immer dann sexuell erregt wird, wenn er in Angst gerät. Da dieser Typ unter Angst leidet und durch sie in Erregung gerät, hält er ständig Ausschau nach Situationen, in denen er Angst zu haben braucht. In seinem späteren Leben hatte er Vergnügen daran, sich selbst zu strafen oder zu quälen oder zuzuschauen, wie ein Kind misshandelt wird, oder sich vorzustellen, wie er oder ein anderer Mensch gefoltert wird.
   
Neurotische Menschen finden nicht die richtige Ausdruckform für ihren Sexualtrieb. Immer wieder trifft man auf Menschen, denen man den Rat gegeben hat, ihre Sexualtriebe freier und ungehemmter zu äußern, und die sich an den Rat gehalten haben, NUR UM ZU ERLEBEN, dass ihr Zustand sich VERSCHLIMMERTE. Der Grund für diesen Ausgang liegt darin, dass  solche Menschen es versäumen, ihr Sexualleben mit einem sozial nützlichen Ziel zu verbinden, das allein ihren neurotischen Zustand ändern konnte. Die Äußerung vermag als solche noch keine Neurose zu heilen, denn die Neurose IST, wenn wir uns so ausdrücken wollen, EINE KRANKHEIT DES LEBENSSTILES, und sie kann nur geheilt werden, wenn wir uns des Lebensstieles annehmen.

Für den Individualpsychologen ist all dies so klar, dass er nicht zögert, auf die glückliche Ehe als einzig zufrieden stellende Lösung für sexuelle Schwierigkeiten zurückzukommen. Ein NEUROTIKER freilich ist stets ein FEIGLING und auf das Sozialleben nicht gut vorbereitet…. Es fehlt ihnen an Geduld, das Problem der sozialen Anpassung auf der Grundlage gegenseitigen Interessenausgleiches zwischen Mann und Frau zu lösen, und so FLÜCHTEN sie sich in ILLUSIONÄRE Lösungsvorschläge. Der schwierigste Weg ist jedoch zuweilen der kürzeste (sämtliche Hervorhebungen TK).

Über Perversionen

Bei den Perversionen besteht der Fehler darin, dass dabei das Gemeinschaftliche zwischen zwei Menschen zu kurz kommt. Fetischismus zum Beispiel ist eine Einstellung, bei der der Mensch nicht einen Partner liebt, sondern einen unpersönlichen Teil von ihm etwa Schuhe, ein Kleidungsstück, einen Körperteil. Ein wenig Fetischismus ist den meisten Menschen eigen; daran ist nichts Abnormes. Extreme Formen sind ein Zeichen, dass man den anderen Menschen nicht ganz, sondern nur in reduzierter Form akzeptiert. Man erniedrigt ihn durch diese Betonung einzelner Teile. Und wer tut das? Natürlich das verwöhnte Kind! Es ist ein Ausweg für Menschen, die das ganze Liebes – und Ehe-Problem als schwierig empfinden.… Ein einsamer Mensch ist nicht fähig, eine andere Form der Sexualität zu wählen. Wenn man ihm dabei helfen möchte, sollte man das Übel an der Wurzel fassen und SEINEN LEBENSSTIL ÄNDERN. 

Wirklicher Sadismus besteht dann, wenn man sexuelle Befriedigung nur erreicht, indem man andere quält. Ich habe viele Sadisten gründlich untersucht. Meistens handelt es sich um Menschen ohne jede Spur von Gemeinschaftsgefühl. Sie haben keine Freunde, und ihr größtes Interesse gilt Abbildungen und Büchern über Quälerei. Eine menge Literatur wird ausschließlich geschrieben, um Sadisten zu befriedigen und neue Sadisten heranzuziehen.

Jeder Sadist hat auch Regungen von Masochismus in sich. Höchst selten kommt Masochismus unvermischt vor; meistens tritt er in Verbindung mit Sadismus auf. Ein Masochist empfindet sexuelle Befriedigung im Erdulden von Schmerzen und Misshandlungen. Manche Kinder fordern  aus diesem Grund das Geschlagenwerden heraus…. Der Masochismus ist ein kritisches Thema für die Individualpsychologie, denn mit ihm steht und fällt ihre Behauptung, allen menschlichen Ausdruckformen liege ein Überlegenheitsstreben zugrunde. Doch diese Behauptung gilt auch hier. Auch der Masochismus ist eine Methode, mit der ein Mensch „nach oben“ gelangen möchte. Bei der Lektüre von Krankengeschichten fällt auf, dass alle Masochisten gehässige, nörglerische Menschen sind. Sie sind nicht Opfer, sondern Herrscher, denn während der Mißhandlung ist der Misshandelnde ein Werkzeug dessen, der Schmerz erleiden will. Beide, Sadisten wie Masochisten, identifizieren sich außerdem mit ihrem Partner. Der Sadist spürt die Schmerzen ebenfalls. Bei beiden Typen findet sich eine schwierige Jugend. Masochisten sind oft Kinder einer lieblosen, hartherzigen Mutter, welche die richtige Einstellung des Kindes zum anderen Geschlecht unterbunden hat. Wenn er außer seiner Mutter vielleicht noch einem weiteren weiblichen Wesen begegnet, das ihn schlecht behandelt, dann ist sein Schicksal besiegelt. Wenn sich dann seine sexuellen Funktionen entwickeln, spürt der Knabe auf einmal, dass ihn Geschichten über Quälereien oder das Anschauen solcher Vorgänge sexuell erregen. Die Therapie von Sadisten und Masochisten kann nur gelingen durch Bildung von Gemeinschaftsgefühl.

Die von der Allgemeinheit am meisten beachtete Perversion ist die Homosexualität; sie ist sehr verbreitet, noch weit mehr, als gewöhnlich vermutet wird. Manchmal bewegen sich Homosexuelle sehr frei, in anderen Fällen scheuen sie die Öffentlichkeit. Natürlich hat Homosexualität keinen positiven Wert für die Menschheit. Man kann sie also nicht gutheißen oder akzeptieren. Es hat jedoch keinen Sinn, sittliche Maßstäbe anzulegen; man sollte sie vielmehr als Krankheit, als Fehlentwicklung betrachten, an der der Betroffene selbst nichts ändern kann. Homosexuelle schließen eine Hälfte des menschlichen Geschlechts einfach aus, und davon sind wertvolle und wertlose Menschen im gleichen Maße betroffen. DIES IST EIN BEWEIS FÜR DIE ÜBERHEBLICHKEIT, die tatsächlich REGELMÄßIG bei Homosexuellen anzutreffen ist. SIE WÄHNEN sich geistig IMMER ÜBEER allen anderen. Hinter dieser Haltung verbergen sich starke MINDERWERTIGKEITSGEFÜHLE aus den Kinderjahren, die den Betreffenden GEZWUNGEN haben, diesen Weg zu wählen, denn den normalen Weg wagte er nicht zu gehen. Der Homosexuelle empfindet sexuelle Regungen, wenn er freundlich behandelt, bewundert, gelobt und verwöhnt wird – das verwöhnte Kind! (Erfährt er begründete Einsprüche, wird er brutal, anmaßend, vulgär, Anm. TK)

Auch die anderen Formen der Perversion schließen eine enge Beziehung zu anderen Menschen aus, kurz den Wert der Liebe. So z.B. die Sodomie, eine uralte, primitive Form der Perversion, die bis in unsere Tage bei völlig einsamen Menschen, die so isoliert leben wie Strafgefangene, anzutreffen ist. Die seltsamsten Formen von Sodomie, zum Beispiel mit Hühnern, Pferden, Kühen, Hunden usw. sind zu konstatieren. Eine seltene Perversion ist die Nekrophilie, bei der Männer den Geschlechtsakt an toten Frauen ausüben. Diese Form ist mit dem Lustmord verwandt. Beide Perversionen suchen ein sexuelles Objekt ohne jeglichen Widerstand, völlige Wehrlosigkeit des Partners, dem KEINERLEI EIGENER WERT zugeschrieben wird…. Der Perversion verwandt sind Störungen der Sexualfunktion… Die Ursachen sind nur selten organischer Natur, sondern meistens AUSDRUCK EINER GESTÖRTEN LEBENSEINSTELLUNG, Unfähigkeit Kontakte zu knüpfen, produktiv und kreativ zu sein. Die Störungen gehen oft auf die Erziehung zurück, zum Beispiel wenn Mädchen mit der Auffassung erzogen werden, das Schicksal, FRAU ZU SEIN, SEI EIN UNGLÜCK, das nun einmal zu ertragen sei. Solche Frauen WERDEN NATÜRLICH FRIGIDE. 

Sexualität oder Liebe dürfen dem Kinde gegenüber nie herabgewürdigt oder in ein ungünstiges Licht gestellt werden. 
  
Wir leben nicht nach Trieben, sondern nach unseren „Meinungen“. Ein bestimmtes Ereignis wird dann zu einem psychischen Trauma und kann als solches eine Wirkung auf mich ausüben, wenn ICH dies Ereignis zur Ursache MACHE. Der Mensch, der sich irrt, hat es falsch angefasst, meistens deshalb, weil er etwas zur Ursache machte, was KEINE Ursache ZU SEIN BRAUCHTE…. Zu den charakteristischen Zügen des Neurotikers gehört gerade SEINE ÜBERMÄßIGE EITELKEIT, die ihn ständig in Spannung hält. Widerstand wird dann nicht vom Arzt hervorgerufen, sondern ergibt sich daraus, dass alles, was der Weltanschauung des Patienten nicht übereinstimmt. Hat man jedoch die Situation einmal verstanden, in der die Symptome aufgetreten sind, dann weiß man auch, wo die Weltanschauung des Patienten fehlerhaft ist. Die Beschäftigung mit seinem Symptom verschafft ihm Erleichterung, weil er sich so Abstand verschafft zu seiner Aufgabe, der er sich nicht gewachsen fühlt. Alles was diesen Abstand zu verringern droht, ruft Widerstand hervor…. Wenn das Streben nach Erfolg aussetzt, kommt es zu Erschütterungen, die den ganzen Körper ergreifen. Dann taucht Angst vor Wahnsinn auf, vor echtem Wahnsinn, und es stellen sich Todesgedanken und andere Symptome ein, die allesamt das schwierige Problem, vor dem der Patient zurückgeschreckt ist, in den Hintergrund drängen. So verschafft sich der Patient Erleichterung.

Über die Neurose

Bei Neurotikern handelt es sich immer um Menschen, die in ihrer Kindheit zu wenig soziales Interesse entwickelt haben und später irrigen Meinungen über das Leben und ihren eigenen Wert anhängen. Ihre Aktivität liegt immer unterhalb des Mittelmaßes. Sie versagen bei jeder Aufgabe, wie ein Mensch, der zahlen soll und auf einmal bemerkt, dass er kein Geld dabei hat. Bei diesen Menschen fehlte es in ihrer Kindheit nicht nur an sozialem Interesse, sondern es handelt sich auch um Kinder, deren Aktivitäten in der frühen Kindheit eingeschränkt wurden. Aktive Typen wählen andere Lösungen als Neurotiker. Der neurotische Mensch kann sein Überlegenheitsstreben nicht deutlich artikulieren. Trotzdem strebt er genauso wie jeder andere Mensch nach erfolg und Überlegenheit, und so läßt er das drohende Problem verschwinden und hat nur noch Augen für die Folgen seines Schockerlebnisses, für seine nervösen Beschwerden… Das Minderwertigkeitsgefühl ist allerdings eine allgemeinmenschliche Erscheinung und als treibende Kraft sehr wichtig. Der Minderwertigkeitskomplex jedoch ist eine krankhafte Erscheinung und macht den Betroffenen ganz und gar unfähig, an der Lösung sozialer Probleme mitzuwirken. „Ja, aber“ ist die beste Definition der Neurose. Sie trifft man bei jedem neurotischen Menschen an, und deshalb behaupten Psychiater oft, dass der an einer Neurose erkrankte Mensch „ambivalent“ sei, zwei Seelen in sich habe und so weiter. In schweren Fällen sei er schizoid, sein Bewusstsein sei gespalten. Tatsächlich besitzt auch der neurotische Mensch nur eine Seele. Wenn jemand gleichzeitig ja und nein sagt, meint er faktisch nur nein! Jemand kann 20 Jahre oder sein ganzes Leben etwas wollen, ohne dass er etwas tut. Das trifft die Sache so genau, dass es begründet ist, jemandem SOFORT ZU MISSTRAUEN, der erklärt: „Ich will.“ Der neurotische Mensch sagt immer: „Ich will, aber ich kann leider nicht.“ Wenn mir jemand sagt: Ich möchte doch so gern – zum Beispiel heiraten oder einen Besuch machen oder arbeiten!“, dann antworte ich: „ICH WÜRDE LIEBER SEHEN, WENN SIE NICHT MÖCHTEN, SONDERN ES EINFACH TUN.“ NEUROTISCHE MENSCHEN HABE KEINEN MUT. SIE LEBEN IN EINER ANDEREN WELT UND FÜHLEN SICH IM WIRKLICH LEBEN WIE IN EINEM FEINDLICHEN LAND. Welche Art von Leben wünschen sie sich eigentlich? Es ist ein Leben, in dem EIN ANDDERER ALLES FÜR SIE TUT, INDEM SIE ALLES UMSONST BEKOMMEN. Sie sind nicht darauf vorbereitet, SELBST die Lösung ihrer Aufgabe in die Hand zu nehmen. Und hier zeigt sich wieder der LEBENSSTIL des Kindes, das sich SELBST VERWÖHNT.

DER NEUROTISCHE MENSCH WEICHT DER DROHENDEN AUFGABE AUS, in dem er auf Symptome verweist, und er hofft, so Hilfe und Mitleid anderer zu ergattern. Er wendet sich an den Arzt, ERWARTET RETTUNG VON DER MEDIZIN, aber er möchte darauf warten, bis ihm die Heilung auf einem Präsentierteller gereicht wird. DOCH SOLANGE ER SO EINGESTELLT IST, KANN KEIN NEUROTIKER GEHEILT und kein nervöses Kind erzogen werden. MAN MUß DEN KRANKEN DAZU BRINGEN, MIT ANDEREN ZU KOOPERIEREN, AUCH WENN ES DAS ERSTE MAL IN SEINEM LEBEN IST.
  
Jede Form der Psychose geht einher mit paranoiden Vorstellungen, doch die echte Paranoia zeichnet sich dadurch aus, dass der Kranke in vollständigem Wahnsystem verfangen ist, das kein Entrinnen erlaubt.  
 
Es ist nicht so wichtig, was jemand über sich selbst sagt. Wenn Sie einen Menschen verstehen wollen, machen Sie die Ohren zu, wenn er über sich spricht, sondern schauen Sie, wie er handelt, wie er sich bewegt.
 
Es bleibt nichts anderes übrig als die mehr oder weniger starke Einschränkung auf ein kleines Territorium, die Ausschaltung der mit einer Niederlage des Lebensstiles drohenden Aufgabe, des Rückzugs vor dem Problem, zu dessen Lösung die richtige Vorbereitung im Bewegungsgesetz fehlt. Die Schockwirkung aber äußert sich seelisch und körperlich, entwertet den letzten Rest von Gemeinschaftsgefühl und erzeugt alle möglichen Fehlschläge im Leben, indem sie das Individuum zwingt, einen Rückzug anzutreten wie in der Neurose, oder mit kaum noch vorhandener Aktivität, die keinesfalls Mut bedeutet, auf die Bahn des Asozialen hinüberzugleiten. In jedem Fall ist klar, dass die „Meinung“ dem Weltbild des Menschen zugrunde liegt und sein Denken, Fühlen, Wollen und Handeln bestimmt.


</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammenfassung Homosexualität</p>
<p>Homosexualität ist heilbar!</p>
<p>Die Homosexualität ist ins Gerede gekommen! Da gibt es den Fall der homosexuellen<br />
Kannibalen (eine Form des Sadomasochismus), eine steigende Anzahl von schwulen syphilitischen Erkrankungen (2000 von 3000 Fällen aus dem Jahre 2002 betreffen Homosexuelle) und eine noch immer hohe Zahl schwuler AIDS-Neuinfektionen, die weitgehend der mangelnden Sozialhygiene entspringen. </p>
<p>Die Kirche protestiert nun. Inwieweit ihre Repräsentanten, die selbst unter den Verdacht gerieten gleich geschlechtlichen Neigungen nachzugehen, befähigt zur Kritik sind, mag man sich lächelnd fragen oder verschämt zur Kenntnis nehmen. Wenden wir uns von also Spekulationen und diffusen Beschuldigungen ab und schauen uns an, was die Psychoanalytiker zu diesem Themenkomplex sagen. </p>
<p>Die Freudsche Schule über Homosexualität, zunächst Alfred Adler:</p>
<p>Alfred Adler II: Nicht die Situation in der der Homosexuelle lebt ist pervers, sondern, -.</p>
<p>Aus den beiden Schriften Alfred Adlers „Lebenskenntnis“ (1929) und „Lebensprobleme“ (1937) </p>
<p>Sexualität und sexuelle Probleme</p>
<p>Lebensstile</p>
<p>Sexualität ist sehr früh im Leben vorhanden. Jeder Kinderschwester oder Mutter kann bei sorgfältiger Beobachtung bereits in den ersten Tagen nach der Geburt gewisse sexuelle Erregungszustände und Betätigungen des Kindes feststellen….So kann es sein, dass die Mutter nicht nur liebevoll ist, sondern ihre Zuneigung auch mit Küssen, Umarmungen und dergleichen zum Ausdruck bringt. Solche Dinge sind kein Beispiel von Mutterliebe. Ein verzärteltes Kind kann sich sexuell nicht gut entwickeln.</p>
<p>Der eigentliche Kern sexuell abnormen Verhaltens ist der Minderwertigkeitskomplex. Ein darunter leidender Mensch hält ständig Ausschau nach dem kürzesten Ausweg. Zuweilen hält er es für den günstigsten Weg, weite LEBENSBEREICHE VON SICH ABZUSPALTEN….Im Zuge des Ausschlusses eines Teils der Möglichkeiten und Probleme des Lebens wenden sie sich unter Umständen völlig vom anderen Geschlecht ab und üben sich in homosexuellem Verhalten. Tatsächlich ÜBERTREIBEN SIE IHRE NEIGUNGEN ZU PERVERSIONEN, um sich auf diese Weise abzusichern, mit dem Problem des normalen Sexuallebens konfrontiert zu werden. ALL DIES KÖNNEN WIR NUR VERSTEHEN, WENN UNS IHR LEBENSSTIL BEKANNT IST. Es sind Menschen, die von anderen besonders beachtet zu werden wünschen und die sich gleichzeitig für unfähig halten, bei angehörigen des anderen Geschlechtes auch nur annähernd ausreichendes Interesse zu wecken. Sie haben einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem anderen Geschlecht. Wenn Jungen etwa das Verhalten in der Familie und das der Mutter für anziehender halten als  ihr eigenes Verhalten, dann hat sich bei ihnen das Gefühl eingeschlichen, sie würden niemals die Macht haben, Frauen auf sich aufmerksam zu machen. Sie bewundern dann unter Umständen das andere Geschlecht so sehr, dass sie Angehörige dieses Geschlechtes nachzuahmen beginnen…</p>
<p>Der Fall eines Mannes, der wegen Sadismus und Missbrauchs von Kindern vor Gericht gestellt wurde, kann die Ausbildung der von uns erörterten Tendenzen gut veranschaulichen. Bei der Untersuchung seiner Entwicklung erfahren wir, dass er eine herrische, dominierende Mutter hatte, die ständig Kritik an ihm übte. Aus diesem Grunde war er bestrebt, die Mutter von seiner Zuneigung zu der Familie auszuschließen. Er verlor das Interesse an ihr und widmete sich ganz seinem Vater. Auf diese weise kam der Mann dazu, sich vom anderen Geschlecht ganz abzuwenden, es aus seinen Gedanken und Gefühlen auszuschließen. Überdies gehörte er zu dem bekannten Menschentyp, der immer dann sexuell erregt wird, wenn er in Angst gerät. Da dieser Typ unter Angst leidet und durch sie in Erregung gerät, hält er ständig Ausschau nach Situationen, in denen er Angst zu haben braucht. In seinem späteren Leben hatte er Vergnügen daran, sich selbst zu strafen oder zu quälen oder zuzuschauen, wie ein Kind misshandelt wird, oder sich vorzustellen, wie er oder ein anderer Mensch gefoltert wird.</p>
<p>Neurotische Menschen finden nicht die richtige Ausdruckform für ihren Sexualtrieb. Immer wieder trifft man auf Menschen, denen man den Rat gegeben hat, ihre Sexualtriebe freier und ungehemmter zu äußern, und die sich an den Rat gehalten haben, NUR UM ZU ERLEBEN, dass ihr Zustand sich VERSCHLIMMERTE. Der Grund für diesen Ausgang liegt darin, dass  solche Menschen es versäumen, ihr Sexualleben mit einem sozial nützlichen Ziel zu verbinden, das allein ihren neurotischen Zustand ändern konnte. Die Äußerung vermag als solche noch keine Neurose zu heilen, denn die Neurose IST, wenn wir uns so ausdrücken wollen, EINE KRANKHEIT DES LEBENSSTILES, und sie kann nur geheilt werden, wenn wir uns des Lebensstieles annehmen.</p>
<p>Für den Individualpsychologen ist all dies so klar, dass er nicht zögert, auf die glückliche Ehe als einzig zufrieden stellende Lösung für sexuelle Schwierigkeiten zurückzukommen. Ein NEUROTIKER freilich ist stets ein FEIGLING und auf das Sozialleben nicht gut vorbereitet…. Es fehlt ihnen an Geduld, das Problem der sozialen Anpassung auf der Grundlage gegenseitigen Interessenausgleiches zwischen Mann und Frau zu lösen, und so FLÜCHTEN sie sich in ILLUSIONÄRE Lösungsvorschläge. Der schwierigste Weg ist jedoch zuweilen der kürzeste (sämtliche Hervorhebungen TK).</p>
<p>Über Perversionen</p>
<p>Bei den Perversionen besteht der Fehler darin, dass dabei das Gemeinschaftliche zwischen zwei Menschen zu kurz kommt. Fetischismus zum Beispiel ist eine Einstellung, bei der der Mensch nicht einen Partner liebt, sondern einen unpersönlichen Teil von ihm etwa Schuhe, ein Kleidungsstück, einen Körperteil. Ein wenig Fetischismus ist den meisten Menschen eigen; daran ist nichts Abnormes. Extreme Formen sind ein Zeichen, dass man den anderen Menschen nicht ganz, sondern nur in reduzierter Form akzeptiert. Man erniedrigt ihn durch diese Betonung einzelner Teile. Und wer tut das? Natürlich das verwöhnte Kind! Es ist ein Ausweg für Menschen, die das ganze Liebes – und Ehe-Problem als schwierig empfinden.… Ein einsamer Mensch ist nicht fähig, eine andere Form der Sexualität zu wählen. Wenn man ihm dabei helfen möchte, sollte man das Übel an der Wurzel fassen und SEINEN LEBENSSTIL ÄNDERN. </p>
<p>Wirklicher Sadismus besteht dann, wenn man sexuelle Befriedigung nur erreicht, indem man andere quält. Ich habe viele Sadisten gründlich untersucht. Meistens handelt es sich um Menschen ohne jede Spur von Gemeinschaftsgefühl. Sie haben keine Freunde, und ihr größtes Interesse gilt Abbildungen und Büchern über Quälerei. Eine menge Literatur wird ausschließlich geschrieben, um Sadisten zu befriedigen und neue Sadisten heranzuziehen.</p>
<p>Jeder Sadist hat auch Regungen von Masochismus in sich. Höchst selten kommt Masochismus unvermischt vor; meistens tritt er in Verbindung mit Sadismus auf. Ein Masochist empfindet sexuelle Befriedigung im Erdulden von Schmerzen und Misshandlungen. Manche Kinder fordern  aus diesem Grund das Geschlagenwerden heraus…. Der Masochismus ist ein kritisches Thema für die Individualpsychologie, denn mit ihm steht und fällt ihre Behauptung, allen menschlichen Ausdruckformen liege ein Überlegenheitsstreben zugrunde. Doch diese Behauptung gilt auch hier. Auch der Masochismus ist eine Methode, mit der ein Mensch „nach oben“ gelangen möchte. Bei der Lektüre von Krankengeschichten fällt auf, dass alle Masochisten gehässige, nörglerische Menschen sind. Sie sind nicht Opfer, sondern Herrscher, denn während der Mißhandlung ist der Misshandelnde ein Werkzeug dessen, der Schmerz erleiden will. Beide, Sadisten wie Masochisten, identifizieren sich außerdem mit ihrem Partner. Der Sadist spürt die Schmerzen ebenfalls. Bei beiden Typen findet sich eine schwierige Jugend. Masochisten sind oft Kinder einer lieblosen, hartherzigen Mutter, welche die richtige Einstellung des Kindes zum anderen Geschlecht unterbunden hat. Wenn er außer seiner Mutter vielleicht noch einem weiteren weiblichen Wesen begegnet, das ihn schlecht behandelt, dann ist sein Schicksal besiegelt. Wenn sich dann seine sexuellen Funktionen entwickeln, spürt der Knabe auf einmal, dass ihn Geschichten über Quälereien oder das Anschauen solcher Vorgänge sexuell erregen. Die Therapie von Sadisten und Masochisten kann nur gelingen durch Bildung von Gemeinschaftsgefühl.</p>
<p>Die von der Allgemeinheit am meisten beachtete Perversion ist die Homosexualität; sie ist sehr verbreitet, noch weit mehr, als gewöhnlich vermutet wird. Manchmal bewegen sich Homosexuelle sehr frei, in anderen Fällen scheuen sie die Öffentlichkeit. Natürlich hat Homosexualität keinen positiven Wert für die Menschheit. Man kann sie also nicht gutheißen oder akzeptieren. Es hat jedoch keinen Sinn, sittliche Maßstäbe anzulegen; man sollte sie vielmehr als Krankheit, als Fehlentwicklung betrachten, an der der Betroffene selbst nichts ändern kann. Homosexuelle schließen eine Hälfte des menschlichen Geschlechts einfach aus, und davon sind wertvolle und wertlose Menschen im gleichen Maße betroffen. DIES IST EIN BEWEIS FÜR DIE ÜBERHEBLICHKEIT, die tatsächlich REGELMÄßIG bei Homosexuellen anzutreffen ist. SIE WÄHNEN sich geistig IMMER ÜBEER allen anderen. Hinter dieser Haltung verbergen sich starke MINDERWERTIGKEITSGEFÜHLE aus den Kinderjahren, die den Betreffenden GEZWUNGEN haben, diesen Weg zu wählen, denn den normalen Weg wagte er nicht zu gehen. Der Homosexuelle empfindet sexuelle Regungen, wenn er freundlich behandelt, bewundert, gelobt und verwöhnt wird – das verwöhnte Kind! (Erfährt er begründete Einsprüche, wird er brutal, anmaßend, vulgär, Anm. TK)</p>
<p>Auch die anderen Formen der Perversion schließen eine enge Beziehung zu anderen Menschen aus, kurz den Wert der Liebe. So z.B. die Sodomie, eine uralte, primitive Form der Perversion, die bis in unsere Tage bei völlig einsamen Menschen, die so isoliert leben wie Strafgefangene, anzutreffen ist. Die seltsamsten Formen von Sodomie, zum Beispiel mit Hühnern, Pferden, Kühen, Hunden usw. sind zu konstatieren. Eine seltene Perversion ist die Nekrophilie, bei der Männer den Geschlechtsakt an toten Frauen ausüben. Diese Form ist mit dem Lustmord verwandt. Beide Perversionen suchen ein sexuelles Objekt ohne jeglichen Widerstand, völlige Wehrlosigkeit des Partners, dem KEINERLEI EIGENER WERT zugeschrieben wird…. Der Perversion verwandt sind Störungen der Sexualfunktion… Die Ursachen sind nur selten organischer Natur, sondern meistens AUSDRUCK EINER GESTÖRTEN LEBENSEINSTELLUNG, Unfähigkeit Kontakte zu knüpfen, produktiv und kreativ zu sein. Die Störungen gehen oft auf die Erziehung zurück, zum Beispiel wenn Mädchen mit der Auffassung erzogen werden, das Schicksal, FRAU ZU SEIN, SEI EIN UNGLÜCK, das nun einmal zu ertragen sei. Solche Frauen WERDEN NATÜRLICH FRIGIDE. </p>
<p>Sexualität oder Liebe dürfen dem Kinde gegenüber nie herabgewürdigt oder in ein ungünstiges Licht gestellt werden. </p>
<p>Wir leben nicht nach Trieben, sondern nach unseren „Meinungen“. Ein bestimmtes Ereignis wird dann zu einem psychischen Trauma und kann als solches eine Wirkung auf mich ausüben, wenn ICH dies Ereignis zur Ursache MACHE. Der Mensch, der sich irrt, hat es falsch angefasst, meistens deshalb, weil er etwas zur Ursache machte, was KEINE Ursache ZU SEIN BRAUCHTE…. Zu den charakteristischen Zügen des Neurotikers gehört gerade SEINE ÜBERMÄßIGE EITELKEIT, die ihn ständig in Spannung hält. Widerstand wird dann nicht vom Arzt hervorgerufen, sondern ergibt sich daraus, dass alles, was der Weltanschauung des Patienten nicht übereinstimmt. Hat man jedoch die Situation einmal verstanden, in der die Symptome aufgetreten sind, dann weiß man auch, wo die Weltanschauung des Patienten fehlerhaft ist. Die Beschäftigung mit seinem Symptom verschafft ihm Erleichterung, weil er sich so Abstand verschafft zu seiner Aufgabe, der er sich nicht gewachsen fühlt. Alles was diesen Abstand zu verringern droht, ruft Widerstand hervor…. Wenn das Streben nach Erfolg aussetzt, kommt es zu Erschütterungen, die den ganzen Körper ergreifen. Dann taucht Angst vor Wahnsinn auf, vor echtem Wahnsinn, und es stellen sich Todesgedanken und andere Symptome ein, die allesamt das schwierige Problem, vor dem der Patient zurückgeschreckt ist, in den Hintergrund drängen. So verschafft sich der Patient Erleichterung.</p>
<p>Über die Neurose</p>
<p>Bei Neurotikern handelt es sich immer um Menschen, die in ihrer Kindheit zu wenig soziales Interesse entwickelt haben und später irrigen Meinungen über das Leben und ihren eigenen Wert anhängen. Ihre Aktivität liegt immer unterhalb des Mittelmaßes. Sie versagen bei jeder Aufgabe, wie ein Mensch, der zahlen soll und auf einmal bemerkt, dass er kein Geld dabei hat. Bei diesen Menschen fehlte es in ihrer Kindheit nicht nur an sozialem Interesse, sondern es handelt sich auch um Kinder, deren Aktivitäten in der frühen Kindheit eingeschränkt wurden. Aktive Typen wählen andere Lösungen als Neurotiker. Der neurotische Mensch kann sein Überlegenheitsstreben nicht deutlich artikulieren. Trotzdem strebt er genauso wie jeder andere Mensch nach erfolg und Überlegenheit, und so läßt er das drohende Problem verschwinden und hat nur noch Augen für die Folgen seines Schockerlebnisses, für seine nervösen Beschwerden… Das Minderwertigkeitsgefühl ist allerdings eine allgemeinmenschliche Erscheinung und als treibende Kraft sehr wichtig. Der Minderwertigkeitskomplex jedoch ist eine krankhafte Erscheinung und macht den Betroffenen ganz und gar unfähig, an der Lösung sozialer Probleme mitzuwirken. „Ja, aber“ ist die beste Definition der Neurose. Sie trifft man bei jedem neurotischen Menschen an, und deshalb behaupten Psychiater oft, dass der an einer Neurose erkrankte Mensch „ambivalent“ sei, zwei Seelen in sich habe und so weiter. In schweren Fällen sei er schizoid, sein Bewusstsein sei gespalten. Tatsächlich besitzt auch der neurotische Mensch nur eine Seele. Wenn jemand gleichzeitig ja und nein sagt, meint er faktisch nur nein! Jemand kann 20 Jahre oder sein ganzes Leben etwas wollen, ohne dass er etwas tut. Das trifft die Sache so genau, dass es begründet ist, jemandem SOFORT ZU MISSTRAUEN, der erklärt: „Ich will.“ Der neurotische Mensch sagt immer: „Ich will, aber ich kann leider nicht.“ Wenn mir jemand sagt: Ich möchte doch so gern – zum Beispiel heiraten oder einen Besuch machen oder arbeiten!“, dann antworte ich: „ICH WÜRDE LIEBER SEHEN, WENN SIE NICHT MÖCHTEN, SONDERN ES EINFACH TUN.“ NEUROTISCHE MENSCHEN HABE KEINEN MUT. SIE LEBEN IN EINER ANDEREN WELT UND FÜHLEN SICH IM WIRKLICH LEBEN WIE IN EINEM FEINDLICHEN LAND. Welche Art von Leben wünschen sie sich eigentlich? Es ist ein Leben, in dem EIN ANDDERER ALLES FÜR SIE TUT, INDEM SIE ALLES UMSONST BEKOMMEN. Sie sind nicht darauf vorbereitet, SELBST die Lösung ihrer Aufgabe in die Hand zu nehmen. Und hier zeigt sich wieder der LEBENSSTIL des Kindes, das sich SELBST VERWÖHNT.</p>
<p>DER NEUROTISCHE MENSCH WEICHT DER DROHENDEN AUFGABE AUS, in dem er auf Symptome verweist, und er hofft, so Hilfe und Mitleid anderer zu ergattern. Er wendet sich an den Arzt, ERWARTET RETTUNG VON DER MEDIZIN, aber er möchte darauf warten, bis ihm die Heilung auf einem Präsentierteller gereicht wird. DOCH SOLANGE ER SO EINGESTELLT IST, KANN KEIN NEUROTIKER GEHEILT und kein nervöses Kind erzogen werden. MAN MUß DEN KRANKEN DAZU BRINGEN, MIT ANDEREN ZU KOOPERIEREN, AUCH WENN ES DAS ERSTE MAL IN SEINEM LEBEN IST.</p>
<p>Jede Form der Psychose geht einher mit paranoiden Vorstellungen, doch die echte Paranoia zeichnet sich dadurch aus, dass der Kranke in vollständigem Wahnsystem verfangen ist, das kein Entrinnen erlaubt.  </p>
<p>Es ist nicht so wichtig, was jemand über sich selbst sagt. Wenn Sie einen Menschen verstehen wollen, machen Sie die Ohren zu, wenn er über sich spricht, sondern schauen Sie, wie er handelt, wie er sich bewegt.</p>
<p>Es bleibt nichts anderes übrig als die mehr oder weniger starke Einschränkung auf ein kleines Territorium, die Ausschaltung der mit einer Niederlage des Lebensstiles drohenden Aufgabe, des Rückzugs vor dem Problem, zu dessen Lösung die richtige Vorbereitung im Bewegungsgesetz fehlt. Die Schockwirkung aber äußert sich seelisch und körperlich, entwertet den letzten Rest von Gemeinschaftsgefühl und erzeugt alle möglichen Fehlschläge im Leben, indem sie das Individuum zwingt, einen Rückzug anzutreten wie in der Neurose, oder mit kaum noch vorhandener Aktivität, die keinesfalls Mut bedeutet, auf die Bahn des Asozialen hinüberzugleiten. In jedem Fall ist klar, dass die „Meinung“ dem Weltbild des Menschen zugrunde liegt und sein Denken, Fühlen, Wollen und Handeln bestimmt.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-506</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2005 15:43:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/24/193.html#comment-506</guid>
		<description>Einleitung:

Sicher kann, darf und sollte über manchen der vorgestellten Aspekte diskutiert werden, wichtig ist aber, Arroganz zu verlieren und Redlichkeit an ihre Stelle treten zu lassen – nur so wird eine sachliche Debatte möglich sein. 
Alfred Adler: Heilung ist möglich!

Dieser Ausschnitt wurde einem Kapitel des Buches „Der Sinn des Lebens“ (erschienen 1933) von Alfred Adler (1870-1937) entnommen, welches den Titel „Sexuelle Perversionen“ trägt. Adler war von 1902 bis 1911 ein enger Mitarbeiter Sigmund Freuds (1856-1939).

Es ist oft das Fatalste in der Welt, wenn man recht hat. Es klingt überraschend – aber jeder hat es vielleicht in seinem eigenen Leben erfahren, dass er recht gehabt hat hatte und dass daraus Unheil entsprungen ist.
 
Es hängt die ganze Entwicklung eines Menschen davon ab, wie viel Kontaktgefühl in seinem dritten, vierten, fünften Lebensjahr entwickelt ist. In dieser Zeit schon zeigt sich der Grad der Anschlussfähigkeit. Wenn man die Fehlschläge daraufhin betrachtet, so sieht man, dass alle fehlerhaften Bewegungsformen aus dem Mangel an Kontaktfähigkeit zu erklären sind…In dieser Bewegungsform finden wir auch die Tendenz zur Ausschaltung, die am stärksten bei der reinen Homosexualität zutage tritt. Auch in anderen Fällen ist sie wirkend, wie beim Fetischismus und Sadismus. In letzterem finden wir eine starke Aggression, die nicht zur Lösung des Problems führt, und können eine eigenartige Form des Zögerns, der Ausschaltung wahrnehmen, in der eine Sexualerregung zur Unterdrückung der anderen führt. Ebenso beim Masochismus…Wir können auch die Fehlerquellen herausfinden, die uns verstehen lassen, warum das Kind im Mangel an Kontaktfähigkeit irrtümlich steckengeblieben ist. Diejenige Erscheinung im gesellschaftlichen Leben, die den stärksten Anlaß zur mangelnden Kontaktfähigkeit gibt, ist die Verwöhnung. Verwöhnte Kinder haben nur mit der verwöhnenden Person Kontakt und sind infolgedessen genötigt, alle anderen Personen auszuschalten….Alle Perversen zeigen ihr Bewegungsgesetz nicht nur dem Liebenproblem gegenüber, sondern bei allen Prüfungen, für die sie nicht vorbereitet sind. Deshalb finden wir bei sexuellen Perversionen alle Charakterzüge der Neurose, wie Überempfindlichkeit, Ungeduld, Neigung zu Affektausbrüchen, Gier, wie sich ja auch Perversen damit rechtfertigen, dass sie wie unter Zwang stehen. Es ist eine gewisse Besitzgier, die darauf ausgeht, den Plan, der ihnen durch ihre Eigenart gegeben ist, durchzuführen, so dass man einen so starken Protest gegen eine andere Form findet, dass für den anderen auch Gefahren nicht ganz ausgeschlossen sind (Lustmord, Sadismus).

Ich möchte zeigen, wie sich das Training für eine bestimmte Form der sexuellen Perversion ermitteln lässt, eine Beobachtung, die uns zeigt, dass gewisse Perversionen auf Grund eines solchen Trainings entstehen können. Man muß verstehen, dass das Training auch gedanklich und im Traum durchgeführt werden kann….Es gibt keine sexuelle Perversion ohne Training.
   
Erster Traum

Junge: „Ich versetze mich in die zukünftige Kriegszeit. Alle Männer, sogar alle Knaben über zehn Jahre müssen einrücken.“

Kommentar: Aus dem ersten Satz kann der Individualpsychologe schließen, dass das ein Kind ist, das sein Augenmerk auf die Gefahren des Lebens richtet, auf die Rücksichtslosigkeit der anderen.

Junge: „Nun geschieht es, dass ich eines Abends, als ich aus dem Schlaf erwache, sehe, dass ich mich im Spitalbett befinde. Am Bette sitzen meine Eltern.“

Kommentar: An der Auswahl des Bildes sieht man die Verwöhnung.

Junge: „Ich fragte sie, was los sei. Sie sagten es sei Krieg. Sie wollen, dass der Krieg nicht so arg würde, deshalb haben sie mich operieren lassen, damit ich ein Mädchen werde.“

Kommentar: Das Verwandlungsproblem taucht auf. Wenn man von wissenschaftlichen Versuchen absieht, die noch fraglich sind, so muss man sagen, dass die Verwandlung eines Knabens in ein Mädchen eine laienhafte Anschauung ist. Hier beweist sie die Unsicherheit in Beziehung auf das Geschlechtsleben; es zeigt uns, dass der Träumer in der Überzeugung von seiner Geschlechtsrolle nicht ganz sicher ist. Das wird manchen überraschen, wenn er hört, dass es ein zwölfjähriger junge ist. Ihm erscheint das Leben durch Aufgaben wie die des krieges unannehmbar; er protestiert dagegen.

Junge: „Die Mädchen müssen nicht in den Krieg ziehen. Wenn ich doch einrücken müsste, könnte mir der (kein Fehler, so heißt es im Original, Anm. TK) Geschlechtsteil nicht weggeschossen werden, da ich keinen wie die Buben habe.“

Kommentar: Im Krieg könnte einer um den Geschlechtsteil kommen. Ein wenig einleuchtendes Argument zuungunsten der Kastration oder gar des Ausdruck des Gemeinschaftsgefühl in der Ablehnung des Krieges. 

Junge: „Ich kam nach Hause, wie durch ein Wunder hatte der Krieg aufgehört.“

Kommentar. Also war die Operation überflüssig. Was wird er nun tun?

Junge: „Aber vielleicht ist es nicht notwendig, dass ich mich wie ein Mädchen verhalte, vielleicht gibt es keinen Krieg.“

Kommentar: Man sieht, er trennt sich nicht ganz von seiner Knabenrolle. Das müssen wir in seinem Bewegungsgesetz vermerken. Er trachtet, ein Stückchen auf der männlichen Seite weiterzugehen.

Junge. „Zu Hause wurde ich sehr traurig und weinte viel.“

Kommentar: Kinder, die viel weinen, sind verzärtelte Kinder.

Junge: „Als meine Eltern mich fragten, warum ich weine, sagte ich, ich habe Angst, da ich zum weiblichen Geschlecht zähle, dass ich, wenn ich älter werde, Geburtswehen bekomme.“

Kommentar: Mit der weiblichen Rolle ist es auch nichts. Wir waren auf dem richtigen Weg, sein Ziel dahin festzustellen, dass der Junge allen Unannehmlichkeiten ausweichen will. Ich habe bei sexuell Perversen gefunden, dass sie verzärtelte, oft in Ungewissheiten gehaltene Kinder sind, zumindest eine große Sehnsucht nach Anerkennung, sofortigem erfolg, persönlicher, gieriger Überlegenheit haben. Da kann es vorkommen, dass das Kind nicht weiß, ob es ein Knabe oder ein Mädchen ist…Was soll er machen? Auf der Männerseite gibt es keine Hoffnung, auf der anderen auch nicht.

Junge: „Am nächsten Tag gehe ich in meinen Verein, denn ich bin in Wirklichkeit in einem Pfadfinderverein.“

Kommentar: Wir können uns schon vorstellen, wie er sich dort benehmen wird.

Junge: „Ich träumte, in unserem Verein ist ein einziges Mädchen. Das war abgesondert von den Buben.“

Kommentar: Suche nach der Trennung der Geschlechter.

Junge. „Die Buben riefen mich zu ihnen. Ich sagte, ich sei ein Mädchen, ging zu dem einzigen Mädchen. Mir kam es sonderbar vor, dass ich kein Bub mehr sei und ich dachte nach, wie ich mich benehmen müsste als Mädchen.“

Kommentar: Auf einmal taucht die Auffassung auf: WIE ICH MICH BENEHMEN MÜSSTE ALS MÄDCHHEN. DIES IST DAS TRAINING. Nur wer das Training bei allen sexuellen Perversionen beobachtet hat, wie es unter Ausschaltung der Norm erzwungen wird, nur der versteht, dass die sexuelle Perversion ein KUNSTPRODUKT ist, das jeder schafft zu dem jeder durch seine psychische Konstruktion, die er SELBST geschaffen hat, angeleitet wird, gelegentlich verleitet durch seine angeborene physische Konstitution, die ihm die Schwankungen leichter macht.

Junge: „Im Nachhinein wurde ich durch einen Krach gestört. Ich wachte auf und merkte, dass ich mit meinem Kopf an die Wand geraten sei.“

Kommentar: Der Träumer hat oft die Haltung, die seinem Bewegungsgesetz entspricht. Mit dem Kopf an die Wand rennen, ist eine landläufige Redensart. Sein verhalten mutet uns so an.

Junge: „Der Traum hat mir so einen Eindruck hinterlassen…“

Kommentar: Die Absicht des Traumes  ist, einen Eindruck zu hinterlassen.

Junge: „dass ich in der Schule noch im Zweifel war, ob ich ein Bub oder ein Mädel bin. In den Pausen musste ich aufs Klosett gehen, um nachzusehen, ob ich nicht doch ein Mädchen bin.“

Zweiter Traum

Junge: „Ich träumte, ich treffe das einzige Mädchen in unserer Klasse. Dasselbe Mädchen, von dem ich vorhin geträumt hatte. Sie wollte mit mir spazieren gehen. Ich antwortete ihr: ich gehe jetzt nur mit Buben. Sie sagte: ich bin auch ein Bub. Ich verlangte von ihr, da mir das nicht glaubhaft erschien, sie möge es mir beweisen. Da zeigte sie mir, dass sie einen Geschlechtsteil wie die Buben habe. Ich fragte sie, wie das möglich sei. Sie erzählte mir, sie sei operiert worden. Bei den Buben war es leichter, sie in ein Mädchen zu verwandeln, umgekehrt ist das schwieriger, da musste man etwas dazugeben. So hatte sie aus Kautschuk einen Knabengeschlechtsteil angenäht. Doch eben wurde unsere Diskussion durch ein lautes „Aufstehen“ gestört. Meine Eltern haben mich aufgeweckt. Ich konnte nur mit Mühe und Not fünf Minuten Faulenzen erbitten, aber da ich kein Zauberer bin, konnte ich den Traum nicht wieder hervorrufen.“

Kommentar: Man wird bei einem gewissen Typus von verwöhnten Kindern eine Neigung für Zauberkunststücke finden; das Zaubern erscheint ihnen das Wichtigste, SIE WOLLEN ALLES OHNE ANSTRENGUNG UND MÜHE haben und schwärmen deshalb für Telepathie. Nun werden wir hören, wie der Junge versucht, sich diesen Traum zu erklären.

Junge: „Ich hatte in Kriegsbeschreibungen gelesen. Geschlechtsteile fliegen durch die Luft. Ich habe gehört, wenn man den Geschlechtsteil verliert, stirbt man.“

Kommentar: Man sieht die Wichtigkeit, die der Junge dem Geschlechtsteil bemisst… Zum Schluß möchte ich einem Gedanken Ausdruck geben, der alle hieher gehörigen Diskussionen auf eine einfachere Basis stellt. Es wirkliche Hermaphroditen, bei denen tatsächlich die Entscheidung schwer wird, ob man es mit Mädchen oder Knaben zu tun hat. MAN ÜBERLÄSST IHNEN DEN GEBRAUCH , DEN SIE VON DEM HERMAPHRODITISMUS MACHEN WOLLEN. Bei den Pseudohermaphroditen finden wir Missbildungen, die die Ähnlichkeit mit dem anderen Geschlecht vortäuschen….Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir bei der Zwillingsforschung auf Probleme stoßen, die uns bezüglich des Hermaphroditismus, der in jedem Menschen angedeutet ist, größere Klarheit geben.

Bezüglich der Behandlung: Man wird immer wieder hören, dass eine Perversion unheilbar ist. Unmöglich ist die Heilung nicht, aber schwierig. Die Schwierigkeit der Heilung erklärt sich daraus, dass es Menschen sind, die im Verlaufe des Lebens auf die Perversion TRAINIERT haben, weil sie ein eingeengtes Bewegungsgesetz haben, das ihnen den Verlauf VORSCHREIBT. Sie MÜSSEN in dieser Richtung gehen, weil sie von frühester Jugend an den Kontakt nicht gefunden haben, um den richtigen Gebrauch von Körper und Seele zu machen. Der richtige Gebrauch kann nur unter der Voraussetzung eines entwickelten Gemeinschaftsgefühls gemacht werden, eine Erkenntnis, die die Heilung AUCH EINER GRÖßEREN ZAHL von Perversen als wahrscheinlich annehmen läßt.

Der Sinn des Lebens

Noch schlagkräftiger, um nicht zu sagen selbstverständlicher, wird diese Tatsache, wenn wir fragen: was geschah mit jenen Menschen, die nichts zum Wohle der Allgemeinheit beigetragen haben? Die Antwort lautet: sie sind bis auf den letzten Rest verschwunden. Nichts ist übrig von ihnen von ihnen, sie leiblich und seelisch ausgelöscht. Die Erde hat sie verschlungen. Es ging ihnen wie mit ausgestorbenen Tierspezies, die keine Harmonie mit den kosmischen Gegebenheiten finden konnten. Da liegt doch eigentlich eine heimliche Gesetzmäßigkeit vor, als ob der fragende Kosmos befehlen würde: Fort mit euch! Ihr habt den Sinn des Lebens nicht erfasst. Ihr könnt nicht in die Zukunft reichen. Keine Frage, dass dies ein grausames Gesetz ist….

Was in der Gegenwart auf uns lastet, stammt aus dem Mangel sozialer Durchbildung…Es besteht die berechtigte Erwartung, dass in viel späterer Zeit, wenn der Menschheit genug Zeit gelassen wird, die Kraft des Gemeinschaftsgefühls über alle äußeren Widerstände siegen wird. Dann wird der Mensch Gemeinschaftsgefühl äußern wie atmen. Bis dahin bleibt wohl nichts anderes übrig, als diesen notwendigen Lauf der Dinge zu verstehen und zu lehren.




</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einleitung:</p>
<p>Sicher kann, darf und sollte über manchen der vorgestellten Aspekte diskutiert werden, wichtig ist aber, Arroganz zu verlieren und Redlichkeit an ihre Stelle treten zu lassen – nur so wird eine sachliche Debatte möglich sein.<br />
Alfred Adler: Heilung ist möglich!</p>
<p>Dieser Ausschnitt wurde einem Kapitel des Buches „Der Sinn des Lebens“ (erschienen 1933) von Alfred Adler (1870-1937) entnommen, welches den Titel „Sexuelle Perversionen“ trägt. Adler war von 1902 bis 1911 ein enger Mitarbeiter Sigmund Freuds (1856-1939).</p>
<p>Es ist oft das Fatalste in der Welt, wenn man recht hat. Es klingt überraschend – aber jeder hat es vielleicht in seinem eigenen Leben erfahren, dass er recht gehabt hat hatte und dass daraus Unheil entsprungen ist.</p>
<p>Es hängt die ganze Entwicklung eines Menschen davon ab, wie viel Kontaktgefühl in seinem dritten, vierten, fünften Lebensjahr entwickelt ist. In dieser Zeit schon zeigt sich der Grad der Anschlussfähigkeit. Wenn man die Fehlschläge daraufhin betrachtet, so sieht man, dass alle fehlerhaften Bewegungsformen aus dem Mangel an Kontaktfähigkeit zu erklären sind…In dieser Bewegungsform finden wir auch die Tendenz zur Ausschaltung, die am stärksten bei der reinen Homosexualität zutage tritt. Auch in anderen Fällen ist sie wirkend, wie beim Fetischismus und Sadismus. In letzterem finden wir eine starke Aggression, die nicht zur Lösung des Problems führt, und können eine eigenartige Form des Zögerns, der Ausschaltung wahrnehmen, in der eine Sexualerregung zur Unterdrückung der anderen führt. Ebenso beim Masochismus…Wir können auch die Fehlerquellen herausfinden, die uns verstehen lassen, warum das Kind im Mangel an Kontaktfähigkeit irrtümlich steckengeblieben ist. Diejenige Erscheinung im gesellschaftlichen Leben, die den stärksten Anlaß zur mangelnden Kontaktfähigkeit gibt, ist die Verwöhnung. Verwöhnte Kinder haben nur mit der verwöhnenden Person Kontakt und sind infolgedessen genötigt, alle anderen Personen auszuschalten….Alle Perversen zeigen ihr Bewegungsgesetz nicht nur dem Liebenproblem gegenüber, sondern bei allen Prüfungen, für die sie nicht vorbereitet sind. Deshalb finden wir bei sexuellen Perversionen alle Charakterzüge der Neurose, wie Überempfindlichkeit, Ungeduld, Neigung zu Affektausbrüchen, Gier, wie sich ja auch Perversen damit rechtfertigen, dass sie wie unter Zwang stehen. Es ist eine gewisse Besitzgier, die darauf ausgeht, den Plan, der ihnen durch ihre Eigenart gegeben ist, durchzuführen, so dass man einen so starken Protest gegen eine andere Form findet, dass für den anderen auch Gefahren nicht ganz ausgeschlossen sind (Lustmord, Sadismus).</p>
<p>Ich möchte zeigen, wie sich das Training für eine bestimmte Form der sexuellen Perversion ermitteln lässt, eine Beobachtung, die uns zeigt, dass gewisse Perversionen auf Grund eines solchen Trainings entstehen können. Man muß verstehen, dass das Training auch gedanklich und im Traum durchgeführt werden kann….Es gibt keine sexuelle Perversion ohne Training.</p>
<p>Erster Traum</p>
<p>Junge: „Ich versetze mich in die zukünftige Kriegszeit. Alle Männer, sogar alle Knaben über zehn Jahre müssen einrücken.“</p>
<p>Kommentar: Aus dem ersten Satz kann der Individualpsychologe schließen, dass das ein Kind ist, das sein Augenmerk auf die Gefahren des Lebens richtet, auf die Rücksichtslosigkeit der anderen.</p>
<p>Junge: „Nun geschieht es, dass ich eines Abends, als ich aus dem Schlaf erwache, sehe, dass ich mich im Spitalbett befinde. Am Bette sitzen meine Eltern.“</p>
<p>Kommentar: An der Auswahl des Bildes sieht man die Verwöhnung.</p>
<p>Junge: „Ich fragte sie, was los sei. Sie sagten es sei Krieg. Sie wollen, dass der Krieg nicht so arg würde, deshalb haben sie mich operieren lassen, damit ich ein Mädchen werde.“</p>
<p>Kommentar: Das Verwandlungsproblem taucht auf. Wenn man von wissenschaftlichen Versuchen absieht, die noch fraglich sind, so muss man sagen, dass die Verwandlung eines Knabens in ein Mädchen eine laienhafte Anschauung ist. Hier beweist sie die Unsicherheit in Beziehung auf das Geschlechtsleben; es zeigt uns, dass der Träumer in der Überzeugung von seiner Geschlechtsrolle nicht ganz sicher ist. Das wird manchen überraschen, wenn er hört, dass es ein zwölfjähriger junge ist. Ihm erscheint das Leben durch Aufgaben wie die des krieges unannehmbar; er protestiert dagegen.</p>
<p>Junge: „Die Mädchen müssen nicht in den Krieg ziehen. Wenn ich doch einrücken müsste, könnte mir der (kein Fehler, so heißt es im Original, Anm. TK) Geschlechtsteil nicht weggeschossen werden, da ich keinen wie die Buben habe.“</p>
<p>Kommentar: Im Krieg könnte einer um den Geschlechtsteil kommen. Ein wenig einleuchtendes Argument zuungunsten der Kastration oder gar des Ausdruck des Gemeinschaftsgefühl in der Ablehnung des Krieges. </p>
<p>Junge: „Ich kam nach Hause, wie durch ein Wunder hatte der Krieg aufgehört.“</p>
<p>Kommentar. Also war die Operation überflüssig. Was wird er nun tun?</p>
<p>Junge: „Aber vielleicht ist es nicht notwendig, dass ich mich wie ein Mädchen verhalte, vielleicht gibt es keinen Krieg.“</p>
<p>Kommentar: Man sieht, er trennt sich nicht ganz von seiner Knabenrolle. Das müssen wir in seinem Bewegungsgesetz vermerken. Er trachtet, ein Stückchen auf der männlichen Seite weiterzugehen.</p>
<p>Junge. „Zu Hause wurde ich sehr traurig und weinte viel.“</p>
<p>Kommentar: Kinder, die viel weinen, sind verzärtelte Kinder.</p>
<p>Junge: „Als meine Eltern mich fragten, warum ich weine, sagte ich, ich habe Angst, da ich zum weiblichen Geschlecht zähle, dass ich, wenn ich älter werde, Geburtswehen bekomme.“</p>
<p>Kommentar: Mit der weiblichen Rolle ist es auch nichts. Wir waren auf dem richtigen Weg, sein Ziel dahin festzustellen, dass der Junge allen Unannehmlichkeiten ausweichen will. Ich habe bei sexuell Perversen gefunden, dass sie verzärtelte, oft in Ungewissheiten gehaltene Kinder sind, zumindest eine große Sehnsucht nach Anerkennung, sofortigem erfolg, persönlicher, gieriger Überlegenheit haben. Da kann es vorkommen, dass das Kind nicht weiß, ob es ein Knabe oder ein Mädchen ist…Was soll er machen? Auf der Männerseite gibt es keine Hoffnung, auf der anderen auch nicht.</p>
<p>Junge: „Am nächsten Tag gehe ich in meinen Verein, denn ich bin in Wirklichkeit in einem Pfadfinderverein.“</p>
<p>Kommentar: Wir können uns schon vorstellen, wie er sich dort benehmen wird.</p>
<p>Junge: „Ich träumte, in unserem Verein ist ein einziges Mädchen. Das war abgesondert von den Buben.“</p>
<p>Kommentar: Suche nach der Trennung der Geschlechter.</p>
<p>Junge. „Die Buben riefen mich zu ihnen. Ich sagte, ich sei ein Mädchen, ging zu dem einzigen Mädchen. Mir kam es sonderbar vor, dass ich kein Bub mehr sei und ich dachte nach, wie ich mich benehmen müsste als Mädchen.“</p>
<p>Kommentar: Auf einmal taucht die Auffassung auf: WIE ICH MICH BENEHMEN MÜSSTE ALS MÄDCHHEN. DIES IST DAS TRAINING. Nur wer das Training bei allen sexuellen Perversionen beobachtet hat, wie es unter Ausschaltung der Norm erzwungen wird, nur der versteht, dass die sexuelle Perversion ein KUNSTPRODUKT ist, das jeder schafft zu dem jeder durch seine psychische Konstruktion, die er SELBST geschaffen hat, angeleitet wird, gelegentlich verleitet durch seine angeborene physische Konstitution, die ihm die Schwankungen leichter macht.</p>
<p>Junge: „Im Nachhinein wurde ich durch einen Krach gestört. Ich wachte auf und merkte, dass ich mit meinem Kopf an die Wand geraten sei.“</p>
<p>Kommentar: Der Träumer hat oft die Haltung, die seinem Bewegungsgesetz entspricht. Mit dem Kopf an die Wand rennen, ist eine landläufige Redensart. Sein verhalten mutet uns so an.</p>
<p>Junge: „Der Traum hat mir so einen Eindruck hinterlassen…“</p>
<p>Kommentar: Die Absicht des Traumes  ist, einen Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p>Junge: „dass ich in der Schule noch im Zweifel war, ob ich ein Bub oder ein Mädel bin. In den Pausen musste ich aufs Klosett gehen, um nachzusehen, ob ich nicht doch ein Mädchen bin.“</p>
<p>Zweiter Traum</p>
<p>Junge: „Ich träumte, ich treffe das einzige Mädchen in unserer Klasse. Dasselbe Mädchen, von dem ich vorhin geträumt hatte. Sie wollte mit mir spazieren gehen. Ich antwortete ihr: ich gehe jetzt nur mit Buben. Sie sagte: ich bin auch ein Bub. Ich verlangte von ihr, da mir das nicht glaubhaft erschien, sie möge es mir beweisen. Da zeigte sie mir, dass sie einen Geschlechtsteil wie die Buben habe. Ich fragte sie, wie das möglich sei. Sie erzählte mir, sie sei operiert worden. Bei den Buben war es leichter, sie in ein Mädchen zu verwandeln, umgekehrt ist das schwieriger, da musste man etwas dazugeben. So hatte sie aus Kautschuk einen Knabengeschlechtsteil angenäht. Doch eben wurde unsere Diskussion durch ein lautes „Aufstehen“ gestört. Meine Eltern haben mich aufgeweckt. Ich konnte nur mit Mühe und Not fünf Minuten Faulenzen erbitten, aber da ich kein Zauberer bin, konnte ich den Traum nicht wieder hervorrufen.“</p>
<p>Kommentar: Man wird bei einem gewissen Typus von verwöhnten Kindern eine Neigung für Zauberkunststücke finden; das Zaubern erscheint ihnen das Wichtigste, SIE WOLLEN ALLES OHNE ANSTRENGUNG UND MÜHE haben und schwärmen deshalb für Telepathie. Nun werden wir hören, wie der Junge versucht, sich diesen Traum zu erklären.</p>
<p>Junge: „Ich hatte in Kriegsbeschreibungen gelesen. Geschlechtsteile fliegen durch die Luft. Ich habe gehört, wenn man den Geschlechtsteil verliert, stirbt man.“</p>
<p>Kommentar: Man sieht die Wichtigkeit, die der Junge dem Geschlechtsteil bemisst… Zum Schluß möchte ich einem Gedanken Ausdruck geben, der alle hieher gehörigen Diskussionen auf eine einfachere Basis stellt. Es wirkliche Hermaphroditen, bei denen tatsächlich die Entscheidung schwer wird, ob man es mit Mädchen oder Knaben zu tun hat. MAN ÜBERLÄSST IHNEN DEN GEBRAUCH , DEN SIE VON DEM HERMAPHRODITISMUS MACHEN WOLLEN. Bei den Pseudohermaphroditen finden wir Missbildungen, die die Ähnlichkeit mit dem anderen Geschlecht vortäuschen….Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir bei der Zwillingsforschung auf Probleme stoßen, die uns bezüglich des Hermaphroditismus, der in jedem Menschen angedeutet ist, größere Klarheit geben.</p>
<p>Bezüglich der Behandlung: Man wird immer wieder hören, dass eine Perversion unheilbar ist. Unmöglich ist die Heilung nicht, aber schwierig. Die Schwierigkeit der Heilung erklärt sich daraus, dass es Menschen sind, die im Verlaufe des Lebens auf die Perversion TRAINIERT haben, weil sie ein eingeengtes Bewegungsgesetz haben, das ihnen den Verlauf VORSCHREIBT. Sie MÜSSEN in dieser Richtung gehen, weil sie von frühester Jugend an den Kontakt nicht gefunden haben, um den richtigen Gebrauch von Körper und Seele zu machen. Der richtige Gebrauch kann nur unter der Voraussetzung eines entwickelten Gemeinschaftsgefühls gemacht werden, eine Erkenntnis, die die Heilung AUCH EINER GRÖßEREN ZAHL von Perversen als wahrscheinlich annehmen läßt.</p>
<p>Der Sinn des Lebens</p>
<p>Noch schlagkräftiger, um nicht zu sagen selbstverständlicher, wird diese Tatsache, wenn wir fragen: was geschah mit jenen Menschen, die nichts zum Wohle der Allgemeinheit beigetragen haben? Die Antwort lautet: sie sind bis auf den letzten Rest verschwunden. Nichts ist übrig von ihnen von ihnen, sie leiblich und seelisch ausgelöscht. Die Erde hat sie verschlungen. Es ging ihnen wie mit ausgestorbenen Tierspezies, die keine Harmonie mit den kosmischen Gegebenheiten finden konnten. Da liegt doch eigentlich eine heimliche Gesetzmäßigkeit vor, als ob der fragende Kosmos befehlen würde: Fort mit euch! Ihr habt den Sinn des Lebens nicht erfasst. Ihr könnt nicht in die Zukunft reichen. Keine Frage, dass dies ein grausames Gesetz ist….</p>
<p>Was in der Gegenwart auf uns lastet, stammt aus dem Mangel sozialer Durchbildung…Es besteht die berechtigte Erwartung, dass in viel späterer Zeit, wenn der Menschheit genug Zeit gelassen wird, die Kraft des Gemeinschaftsgefühls über alle äußeren Widerstände siegen wird. Dann wird der Mensch Gemeinschaftsgefühl äußern wie atmen. Bis dahin bleibt wohl nichts anderes übrig, als diesen notwendigen Lauf der Dinge zu verstehen und zu lehren.</p>
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