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	<title>Kommentare zu: Der 17. Juni 1953 und seine Nachwirkungen</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html</link>
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	<pubDate>Thu, 17 May 2012 19:00:19 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-546</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2005 08:55:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-546</guid>
		<description>Warum erscheint es Dir als notwendig, die von mir zitierte Äußerung Nordens verfälschend wiederzugeben, um irgend etwas daraus herauslesen zu können?

In ihrer verfälschten Fassung könnte Nordens Ehrenerklärung zugunsten des ehrenhaften deutschen Offiziers durchaus als ein Versuch zu einer generellen Rehabilitierung des Offizierskorps der Deutschen Wehrmacht gewertet werden. Sie stände in einer Linie mit den Proklamationen eines Teils bundesrepublikanischen Rechtskonservativen und Nationalliberalen der 1950er Jahre. (Der Deinerseits erhobene "Nationalbolschewismus"-Begriff müßte also auf Parteien angewendet werden, die sich an der ersten Adenauer-Regierung beteiligten.) Die (von Dir "retouchierte") AUSDRÜCKLICHE Nichteinbeziehung der "Kanaillen", die die Wehrmacht mit dem Odium der NS-Komplizenschaft belegten, in die Ehrenerklärung verbietet es allerdings, Norden einer pronazistischen Gesinnung zu verdächtigen - es sei denn, man wäre bereit, im Stile der Nazis (und anderer Totalitaristen) alle bewaffneten Angehörigen eines "Feindstaates", die gestalterisch an der Aufrechterhaltung der Wehrkraft dieses "Schurkenstaates" mitwirkten, für ehrlos zu erklären. Guantanamo und Abu Ghraib lassen grüßen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Warum erscheint es Dir als notwendig, die von mir zitierte Äußerung Nordens verfälschend wiederzugeben, um irgend etwas daraus herauslesen zu können?</p>
<p>In ihrer verfälschten Fassung könnte Nordens Ehrenerklärung zugunsten des ehrenhaften deutschen Offiziers durchaus als ein Versuch zu einer generellen Rehabilitierung des Offizierskorps der Deutschen Wehrmacht gewertet werden. Sie stände in einer Linie mit den Proklamationen eines Teils bundesrepublikanischen Rechtskonservativen und Nationalliberalen der 1950er Jahre. (Der Deinerseits erhobene &#8220;Nationalbolschewismus&#8221;-Begriff müßte also auf Parteien angewendet werden, die sich an der ersten Adenauer-Regierung beteiligten.) Die (von Dir &#8220;retouchierte&#8221;) AUSDRÜCKLICHE Nichteinbeziehung der &#8220;Kanaillen&#8221;, die die Wehrmacht mit dem Odium der NS-Komplizenschaft belegten, in die Ehrenerklärung verbietet es allerdings, Norden einer pronazistischen Gesinnung zu verdächtigen - es sei denn, man wäre bereit, im Stile der Nazis (und anderer Totalitaristen) alle bewaffneten Angehörigen eines &#8220;Feindstaates&#8221;, die gestalterisch an der Aufrechterhaltung der Wehrkraft dieses &#8220;Schurkenstaates&#8221; mitwirkten, für ehrlos zu erklären. Guantanamo und Abu Ghraib lassen grüßen.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-533</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2005 07:58:45 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-533</guid>
		<description>Ich bitte darum, die Aufständischen des 17. Juni nicht noch als Zeugen für einen Nationalbolschewismus zu reklamieren. es geht hier auch nicht um Hannes Heer, der mir persönlich ebenfalls suspekt ist, sondern um den Satz des Politbüromitgliedes der SED, Albert Norden, der in der von mir kritisierten Art und Weise - nach deinem Zitat - sagte: "Wir wissen, daß Hunderttausende deutscher Offiziere und Unteroffiziere des ersten und zweiten Weltkrieges mit ganzer Seele daran glaubten, für Deutschland ins Feld zu ziehen, daß sie mit ihren Soldaten Leid und Not und Tod der vordersten Linie teilten und Kraft und Mut dazu aus der vermeintlichen Gewißheit schöpften, dem Wohle der Heimat zu dienen. Mit einem Opfermut, der Grenzen nicht kannte, verströmten auch diese Männer ihr Blut, und noch ihr letzter Gedanke verklammerte sie mit dem Vaterland. Der ehrenhafte deutsche Offizier von 1914 bis 1918 und von 1939 bis 1945 glaubte, nach bestem Wissen und Gewissen für Deutschland zu handeln.”

Ich jedoch bleibe dabei: ich lese da heraus, dass der „ehrenhafte deutsche Offizier“ anscheinend nie ein Bösewicht war, und er immer glauben durfte, er sei in einer guten Sache unterwegs: vor Verdun und vor Stalingrad – wenn es doch nur nicht ein paar Bonzen gegeben hätte. In der Tat: Das wäre die verachtenswerte Haltung der linken Scheringer-Nazis in Reinkultur – hässlich, dumm, völkisch, charakterlich widerwärtig.

TK

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bitte darum, die Aufständischen des 17. Juni nicht noch als Zeugen für einen Nationalbolschewismus zu reklamieren. es geht hier auch nicht um Hannes Heer, der mir persönlich ebenfalls suspekt ist, sondern um den Satz des Politbüromitgliedes der SED, Albert Norden, der in der von mir kritisierten Art und Weise - nach deinem Zitat - sagte: &#8220;Wir wissen, daß Hunderttausende deutscher Offiziere und Unteroffiziere des ersten und zweiten Weltkrieges mit ganzer Seele daran glaubten, für Deutschland ins Feld zu ziehen, daß sie mit ihren Soldaten Leid und Not und Tod der vordersten Linie teilten und Kraft und Mut dazu aus der vermeintlichen Gewißheit schöpften, dem Wohle der Heimat zu dienen. Mit einem Opfermut, der Grenzen nicht kannte, verströmten auch diese Männer ihr Blut, und noch ihr letzter Gedanke verklammerte sie mit dem Vaterland. Der ehrenhafte deutsche Offizier von 1914 bis 1918 und von 1939 bis 1945 glaubte, nach bestem Wissen und Gewissen für Deutschland zu handeln.”</p>
<p>Ich jedoch bleibe dabei: ich lese da heraus, dass der „ehrenhafte deutsche Offizier“ anscheinend nie ein Bösewicht war, und er immer glauben durfte, er sei in einer guten Sache unterwegs: vor Verdun und vor Stalingrad – wenn es doch nur nicht ein paar Bonzen gegeben hätte. In der Tat: Das wäre die verachtenswerte Haltung der linken Scheringer-Nazis in Reinkultur – hässlich, dumm, völkisch, charakterlich widerwärtig.</p>
<p>TK</p>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-524</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jun 2005 09:32:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-524</guid>
		<description>
Warum gestehst Du Dir nicht ein, daß die Patrioten des 17. Juni 1953 schlichtweg für das Gegenteil dessen, das Dir heute noch heilig zu sein scheint, ihr Leben riskierten: nicht für die Überbietung des Stalinismus der 1940er Jahre in Sachen deutschfeindlicher Verunglimpfung der (deutschen und ausländischen) Wehrmachtsangehörigen, sondern für die (Wieder-)Erringung der nationalen Souveränitätsrechte Deutschlands? Wer unsere Nation so sehr verachtet, daß er eine gegen Kollektivschuldzuweisungen gerichtete Äußerung des Kommunisten Albert Norden als Ausdruck einer nazistischen Gesinnung herabwürdigt, sollte - nicht zuletzt auch im Interesse seiner eigenen politischen Glaubwürdigkeit - darauf verzichten, sich in irgend einer tagespolitischen Angelegenheit auf das Vermächtnis des Volksaufstandes vom 17. Juni zu berufen.



Um es unmißverständlich zu formulieren: Als CDU- und RCDS-Mitglied bin ich der Auffassung, daß, wer sich mit Hannes Heers Kollektivismus solidarisiert, in diametralem Gegensatz zu der deutschen (und europäischen) Christdemokratie steht. (Sollte es sich um ein CDU-Mitglied handeln, das sich deutschfeindlicher Äußerungen dieser Art schuldig macht, wäre ich der erste, der sich um einen Parteiausschluß eines solchen Mitglieds bemühen würde.)
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Warum gestehst Du Dir nicht ein, daß die Patrioten des 17. Juni 1953 schlichtweg für das Gegenteil dessen, das Dir heute noch heilig zu sein scheint, ihr Leben riskierten: nicht für die Überbietung des Stalinismus der 1940er Jahre in Sachen deutschfeindlicher Verunglimpfung der (deutschen und ausländischen) Wehrmachtsangehörigen, sondern für die (Wieder-)Erringung der nationalen Souveränitätsrechte Deutschlands? Wer unsere Nation so sehr verachtet, daß er eine gegen Kollektivschuldzuweisungen gerichtete Äußerung des Kommunisten Albert Norden als Ausdruck einer nazistischen Gesinnung herabwürdigt, sollte - nicht zuletzt auch im Interesse seiner eigenen politischen Glaubwürdigkeit - darauf verzichten, sich in irgend einer tagespolitischen Angelegenheit auf das Vermächtnis des Volksaufstandes vom 17. Juni zu berufen.</p>
<p>Um es unmißverständlich zu formulieren: Als CDU- und RCDS-Mitglied bin ich der Auffassung, daß, wer sich mit Hannes Heers Kollektivismus solidarisiert, in diametralem Gegensatz zu der deutschen (und europäischen) Christdemokratie steht. (Sollte es sich um ein CDU-Mitglied handeln, das sich deutschfeindlicher Äußerungen dieser Art schuldig macht, wäre ich der erste, der sich um einen Parteiausschluß eines solchen Mitglieds bemühen würde.)</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-523</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jun 2005 07:43:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-523</guid>
		<description>Mein "flottes Bekenntnis" zum 17. Juni denkt nicht daran mit einem national-kommunistischen Persilschein Marke "Ein Hoch auf die Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und Roter Armee" für das deutsche Offizierswesen zu korrespondieren.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein &#8220;flottes Bekenntnis&#8221; zum 17. Juni denkt nicht daran mit einem national-kommunistischen Persilschein Marke &#8220;Ein Hoch auf die Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und Roter Armee&#8221; für das deutsche Offizierswesen zu korrespondieren.</p>
<p>TK</p>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-517</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2005 15:01:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-517</guid>
		<description>"Das hatte ich auf Anhieb nicht bedacht."

Was Du zuvörderst "auf Anhieb nicht bedacht" hast, ist dies: Der geradezu karikaturistische "Antifaschismus" eines Hannes Heer (und dessen rot-grüner Fellow Travellers), wie er sich in der Behauptung einer Verstrickung der GESAMTHEIT der Deutschen Wehrmacht in die Genozid-Verbrechen Hitler-Deutschlands Ausdruck gibt, korrespondiert einer Abwertung des 17. Juni 1953 (wie auch des 20. Juli 1944) als einer politischen Manifestation unverbesserlicher Altnazis oder Deutschnationaler. Wer eine Äußerung Albert Nordens, die erkennen läßt, daß selbst der SED und der KPD eine irrationalistische Kollektivschuldzuweisung an alle Offiziere der "Hitler-Wehrmacht" fern lag, als "nationalbolschewistisch" oder gar nazistisch geißelt, zeigt mit dankenswerter Offenheit, wo er - ungeachtet aller flotten Bekenntnisse zu den patriotischen Aufständischen des 17. Juni sowie zu einer offensiven Auseinandersetzung mit dem Linksextremismus in liberal-konservativer Perspektive - nach wie vor steht: jedenfalls nicht auf der Seite derer, die - wie ich als junger Konservativer - vor acht Jahren Dr. Peter Gauweiler gegen die Diffamierungen des Ex-DKP-Mitglieds Hannes Heer sowie die dieser schillernden Figur nach dem Mund redenden rot-grünen Münchener Stadträte öffentlich in Schutz genommen haben. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Das hatte ich auf Anhieb nicht bedacht.&#8221;</p>
<p>Was Du zuvörderst &#8220;auf Anhieb nicht bedacht&#8221; hast, ist dies: Der geradezu karikaturistische &#8220;Antifaschismus&#8221; eines Hannes Heer (und dessen rot-grüner Fellow Travellers), wie er sich in der Behauptung einer Verstrickung der GESAMTHEIT der Deutschen Wehrmacht in die Genozid-Verbrechen Hitler-Deutschlands Ausdruck gibt, korrespondiert einer Abwertung des 17. Juni 1953 (wie auch des 20. Juli 1944) als einer politischen Manifestation unverbesserlicher Altnazis oder Deutschnationaler. Wer eine Äußerung Albert Nordens, die erkennen läßt, daß selbst der SED und der KPD eine irrationalistische Kollektivschuldzuweisung an alle Offiziere der &#8220;Hitler-Wehrmacht&#8221; fern lag, als &#8220;nationalbolschewistisch&#8221; oder gar nazistisch geißelt, zeigt mit dankenswerter Offenheit, wo er - ungeachtet aller flotten Bekenntnisse zu den patriotischen Aufständischen des 17. Juni sowie zu einer offensiven Auseinandersetzung mit dem Linksextremismus in liberal-konservativer Perspektive - nach wie vor steht: jedenfalls nicht auf der Seite derer, die - wie ich als junger Konservativer - vor acht Jahren Dr. Peter Gauweiler gegen die Diffamierungen des Ex-DKP-Mitglieds Hannes Heer sowie die dieser schillernden Figur nach dem Mund redenden rot-grünen Münchener Stadträte öffentlich in Schutz genommen haben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-516</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2005 12:16:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-516</guid>
		<description>Ja richtig: Genau! Du hast das Wesen des Nationalbolschewismus exact erfasst! Eisenhower war natürlich sehr deutsch empfindend und ein linientreuer Kommunist. Das hatte ich auf Anhieb nicht bedacht. 

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja richtig: Genau! Du hast das Wesen des Nationalbolschewismus exact erfasst! Eisenhower war natürlich sehr deutsch empfindend und ein linientreuer Kommunist. Das hatte ich auf Anhieb nicht bedacht. </p>
<p>TK</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-514</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2005 10:00:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-514</guid>
		<description>"Die von dir zitierten Sätze kann ich nicht zuordnen, weil du es unterließest sie durch eine Quelle zu belegen. Falls sie aber von KPD-Vertretern abgegeben wurde, lese ich da heraus, dass der 'ehrenhafte deutsche Offizier' anscheinend nie ein Bösewicht war, und er immer glauben durfte, er sei in einer guten Sache unterwegs: vor Verdun und vor Stalingrad – wenn es doch nur nicht ein paar Bonzen gegeben hätte. In der Tat: Das wäre die verachtenswerte Haltung der linken Scheringer-Nazis in Reinkultur – hässlich, dumm, völkisch, charakterlich widerwärtig."

Die "Scheringer-Nazis" scheinen in den 1950er Jahren nicht nur einen entscheidenden Einfluß auf die SED, sondern darüber hinaus auch auf die Führungen der großen staatstragenden Parteien Westdeutschlands und die US-Administration geltend gemacht zu haben: Die Ehrenerklärungen Adenauers, Dehlers, Schumachers und US-Präsident Eisenhowers zugunsten der überwältigenden Mehrheit der nicht an Hitlerschen Greueln beteiligten Wehrmachtsangehörigen unterscheiden sich von den zitierten Ausführungen Albert Nordens* ausschließlich dahingehend, daß in ihnen NS- und Kriegsverbrecher in der Wehrmacht nicht als "Kanaillen" tituliert werden. Ist auch General Eisenhower also den häßlichen, dummen, deutsch-völkischen und charakterlich widerwärtigen Nationalbolschewisten zuzurechnen?

Ferner: Würdest Du einen zivilcouragierten türkischen Politiker, der sich - ungeachtet zu erwartender nationalchauvinistischer Schmähungen seitens der Kemalisten - zu folgender Stellungnahme entschlösse, einer "verachtenswerten Haltung" zeihen?:

“Wir wissen, daß die an unserer Invasion Zyperns beteiligten Offiziere und Unteroffiziere mit ganzer Seele daran glaubten, für die Türkei ins Feld zu ziehen, daß sie mit ihren Soldaten Leid und Not und Tod der vordersten Linie teilten und Kraft und Mut dazu aus der vermeintlichen Gewißheit schöpften, dem Wohle der Heimat zu dienen. Mit einem Opfermut, der Grenzen nicht kannte, verströmten auch diese Männer ihr Blut, und noch ihr letzter Gedanke verklammerte sie mit dem Vaterland. Der ehrenhafte türkische Offizier von 1974 – wir sprechen natürlich nicht von den Kanaillen, die ihre Hände mit dem Blute Wehrloser befleckten – glaubte, nach bestem Wissen und Gewissen für die Türkei und die in unserer Propaganda als Opfer griechischer Aggression dargestellten Zypern-Türken zu handeln.”

* Albert Norden, Um die Nation. Beiträge zu Deutschlands Lebensfrage, 1952.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die von dir zitierten Sätze kann ich nicht zuordnen, weil du es unterließest sie durch eine Quelle zu belegen. Falls sie aber von KPD-Vertretern abgegeben wurde, lese ich da heraus, dass der &#8216;ehrenhafte deutsche Offizier&#8217; anscheinend nie ein Bösewicht war, und er immer glauben durfte, er sei in einer guten Sache unterwegs: vor Verdun und vor Stalingrad – wenn es doch nur nicht ein paar Bonzen gegeben hätte. In der Tat: Das wäre die verachtenswerte Haltung der linken Scheringer-Nazis in Reinkultur – hässlich, dumm, völkisch, charakterlich widerwärtig.&#8221;</p>
<p>Die &#8220;Scheringer-Nazis&#8221; scheinen in den 1950er Jahren nicht nur einen entscheidenden Einfluß auf die SED, sondern darüber hinaus auch auf die Führungen der großen staatstragenden Parteien Westdeutschlands und die US-Administration geltend gemacht zu haben: Die Ehrenerklärungen Adenauers, Dehlers, Schumachers und US-Präsident Eisenhowers zugunsten der überwältigenden Mehrheit der nicht an Hitlerschen Greueln beteiligten Wehrmachtsangehörigen unterscheiden sich von den zitierten Ausführungen Albert Nordens* ausschließlich dahingehend, daß in ihnen NS- und Kriegsverbrecher in der Wehrmacht nicht als &#8220;Kanaillen&#8221; tituliert werden. Ist auch General Eisenhower also den häßlichen, dummen, deutsch-völkischen und charakterlich widerwärtigen Nationalbolschewisten zuzurechnen?</p>
<p>Ferner: Würdest Du einen zivilcouragierten türkischen Politiker, der sich - ungeachtet zu erwartender nationalchauvinistischer Schmähungen seitens der Kemalisten - zu folgender Stellungnahme entschlösse, einer &#8220;verachtenswerten Haltung&#8221; zeihen?:</p>
<p>“Wir wissen, daß die an unserer Invasion Zyperns beteiligten Offiziere und Unteroffiziere mit ganzer Seele daran glaubten, für die Türkei ins Feld zu ziehen, daß sie mit ihren Soldaten Leid und Not und Tod der vordersten Linie teilten und Kraft und Mut dazu aus der vermeintlichen Gewißheit schöpften, dem Wohle der Heimat zu dienen. Mit einem Opfermut, der Grenzen nicht kannte, verströmten auch diese Männer ihr Blut, und noch ihr letzter Gedanke verklammerte sie mit dem Vaterland. Der ehrenhafte türkische Offizier von 1974 – wir sprechen natürlich nicht von den Kanaillen, die ihre Hände mit dem Blute Wehrloser befleckten – glaubte, nach bestem Wissen und Gewissen für die Türkei und die in unserer Propaganda als Opfer griechischer Aggression dargestellten Zypern-Türken zu handeln.”</p>
<p>* Albert Norden, Um die Nation. Beiträge zu Deutschlands Lebensfrage, 1952.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-500</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2005 10:56:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-500</guid>
		<description>“Keineswegs sind meine Aussagen so einseitig zu bewerten, auch sprach ich nicht davon – und es ist geradezu eine Sünde, eine Umschreibung als Zitat auszuweisen – die KPD - Polemik sei ‘nichts anderes’, sondern ‘prinzipiell nichts anderes’ gewesen, was bedeutet, dass es sehr wohl und sehr viele Berührungspunkte gab, aber sie nicht deckungsgleich zu beurteilen sind.”



Eine Sünde ist es vielmehr, eigene Aussagen in einer so eigenwilligen Weise relativierend zu “interpretieren”, daß eine KORREKTE Wiedergabe des Originals als Verfälschung erscheint. In concreto: Wenn ich äußere, die Verlautbarung A weise “prinzipiell” keinen anderen Charakter auf, als B, so geht diese Feststellung selbstverständlich weit über die Aussage hinaus, daß es zwischen A und B “sehr wohl und sehr viele Berührungspunkte” gab. Letzteres kann ich beispielsweise guten Gewissens über die außenpolitischen Konzeptionen Mussolinis und Hitlers äußern, ohne darauf zu verzichten, einen ganzen Artikel der Zurückweisung der Behauptung zu widmen, Mussolini habe “prinzipiell” keine anderen europapolitischen Ziele verfolgt, als Hitler. (Eine “Aktionseinheit” von SED/DKP und SRP, die mit der Achse Berlin – Rom vergleichbar wäre, hat es in den 1950er Jahren – nebenbei bemerkt – niemals gegeben, was die “prinzipielle” Identifikation des politischen Auftretens der beiden Strömungen als umso absurder erscheinen läßt.) Wenn Du von einer “prinzipiellen” Übereinstimmung zwischen SED/KPD- und SRP-Positionen sprachst, so konnte ich diese Einschränkung als Hinweis darauf verstehen, daß auch Dir bewußt ist, daß sich Kommunisten und Nazis in ihrer Rhetorik oder auch in – Deiner Auffassung nach – nicht ins Gewicht fallenden inhaltlichen Fragen voneinander unterschieden, während Du sie als in der Sphäre des Politischen – also hinsichtlich der Freund-Feind-Unterscheidung – ein “Block” auffaßt. Insofern habe ich Dich korrekt wiedergegeben, als ich davon sprach, daß in Deiner Sicht die "patriotischen" Attacken von KPD (und SED) "nichts anderes" beinhalteten, als die der SRP [ungeachtet möglicher unterschiedlicher Formulieren oder eines Dissenses in politisch irrelevanten Detailfragen]. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>“Keineswegs sind meine Aussagen so einseitig zu bewerten, auch sprach ich nicht davon – und es ist geradezu eine Sünde, eine Umschreibung als Zitat auszuweisen – die KPD - Polemik sei ‘nichts anderes’, sondern ‘prinzipiell nichts anderes’ gewesen, was bedeutet, dass es sehr wohl und sehr viele Berührungspunkte gab, aber sie nicht deckungsgleich zu beurteilen sind.”</p>
<p>Eine Sünde ist es vielmehr, eigene Aussagen in einer so eigenwilligen Weise relativierend zu “interpretieren”, daß eine KORREKTE Wiedergabe des Originals als Verfälschung erscheint. In concreto: Wenn ich äußere, die Verlautbarung A weise “prinzipiell” keinen anderen Charakter auf, als B, so geht diese Feststellung selbstverständlich weit über die Aussage hinaus, daß es zwischen A und B “sehr wohl und sehr viele Berührungspunkte” gab. Letzteres kann ich beispielsweise guten Gewissens über die außenpolitischen Konzeptionen Mussolinis und Hitlers äußern, ohne darauf zu verzichten, einen ganzen Artikel der Zurückweisung der Behauptung zu widmen, Mussolini habe “prinzipiell” keine anderen europapolitischen Ziele verfolgt, als Hitler. (Eine “Aktionseinheit” von SED/DKP und SRP, die mit der Achse Berlin – Rom vergleichbar wäre, hat es in den 1950er Jahren – nebenbei bemerkt – niemals gegeben, was die “prinzipielle” Identifikation des politischen Auftretens der beiden Strömungen als umso absurder erscheinen läßt.) Wenn Du von einer “prinzipiellen” Übereinstimmung zwischen SED/KPD- und SRP-Positionen sprachst, so konnte ich diese Einschränkung als Hinweis darauf verstehen, daß auch Dir bewußt ist, daß sich Kommunisten und Nazis in ihrer Rhetorik oder auch in – Deiner Auffassung nach – nicht ins Gewicht fallenden inhaltlichen Fragen voneinander unterschieden, während Du sie als in der Sphäre des Politischen – also hinsichtlich der Freund-Feind-Unterscheidung – ein “Block” auffaßt. Insofern habe ich Dich korrekt wiedergegeben, als ich davon sprach, daß in Deiner Sicht die &#8220;patriotischen&#8221; Attacken von KPD (und SED) &#8220;nichts anderes&#8221; beinhalteten, als die der SRP [ungeachtet möglicher unterschiedlicher Formulieren oder eines Dissenses in politisch irrelevanten Detailfragen].</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-492</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2005 09:22:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-492</guid>
		<description>Keineswegs sind meine Aussagen so einseitig zu bewerten, auch sprach ich nicht davon – und es ist geradezu eine Sünde, eine Umschreibung als Zitat auszuweisen – die KPD - Polemik sei „nichts anderes“, sondern „prinzipiell nichts anderes“ gewesen, was bedeutet, dass es sehr wohl und sehr viele Berührungspunkte gab, aber sie nicht deckungsgleich zu beurteilen sind.

Die von dir zitierten Sätze kann ich nicht zuordnen, weil du es unterließest sie durch eine Quelle zu belegen. Falls sie aber von KPD-Vertretern abgegeben wurde, lese ich da heraus, dass der „ehrenhafte deutsche Offizier“ anscheinend nie ein Bösewicht war, und er immer glauben durfte, er sei in einer guten Sache unterwegs: vor Verdun und vor Stalingrad – wenn es doch nur nicht ein paar Bonzen gegeben hätte. In der Tat: Das wäre die verachtenswerte Haltung der linken Scheringer-Nazis in Reinkultur – hässlich, dumm, völkisch, charakterlich widerwärtig.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Keineswegs sind meine Aussagen so einseitig zu bewerten, auch sprach ich nicht davon – und es ist geradezu eine Sünde, eine Umschreibung als Zitat auszuweisen – die KPD - Polemik sei „nichts anderes“, sondern „prinzipiell nichts anderes“ gewesen, was bedeutet, dass es sehr wohl und sehr viele Berührungspunkte gab, aber sie nicht deckungsgleich zu beurteilen sind.</p>
<p>Die von dir zitierten Sätze kann ich nicht zuordnen, weil du es unterließest sie durch eine Quelle zu belegen. Falls sie aber von KPD-Vertretern abgegeben wurde, lese ich da heraus, dass der „ehrenhafte deutsche Offizier“ anscheinend nie ein Bösewicht war, und er immer glauben durfte, er sei in einer guten Sache unterwegs: vor Verdun und vor Stalingrad – wenn es doch nur nicht ein paar Bonzen gegeben hätte. In der Tat: Das wäre die verachtenswerte Haltung der linken Scheringer-Nazis in Reinkultur – hässlich, dumm, völkisch, charakterlich widerwärtig.</p>
<p>TK</p>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-485</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2005 19:43:11 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/16/184.html#comment-485</guid>
		<description>Wer allen Ernstes behauptet, die patriotisch grundierten Attacken der KPD (und der SED) gegen die neugegründete Bundesrepublik hätten "nichts anderes" beinhaltet, als die dumpfe NS-Apologie der SRP, zeigt wieder einmal, worum es ihm wirklich geht: um die Karnevalisierung des berechtigten Anliegens, die geschichtspolitischen Ideologeme der Linken argumentativ zu desavouieren. Tatsächlich lassen sich beispielsweise die folgenden Sätze NICHT in Einklang bringen mit der Hetze der NSDAP-Nachfolgepartei gegen die vermeintlichen "Landesverräter" des 20. Juli 1944; ebenso wenig allerdings mit der deutschfeindlichen, auf irrationale Kollektivschuld-Theoreme zurückgreifenden Wehrmachtsausstellung des ehemaligen DKP-Mitglieds Hannes Heer, dessen Aktivitäten auch in der KPD der 1950er Jahre auf geharnischten Widerstand gestoßen wären.

"Wir wissen, daß Hunderttausende deutscher Offiziere und Unteroffiziere des ersten und zweiten Weltkrieges mit ganzer Seele daran glaubten, für Deutschland ins Feld zu ziehen, daß sie mit ihren Soldaten Leid und Not und Tod der vordersten Linie teilten und Kraft und Mut dazu aus der vermeintlichen Gewißheit schöpften, dem Wohle der Heimat zu dienen. Mit einem Opfermut, der Grenzen nicht kannte, verströmten auch diese Männer ihr Blut, und noch ihr letzter Gedanke verklammerte sie mit dem Vaterland. Der ehrenhafte deutsche Offizier von 1914 bis 1918 und von 1939 bis 1945 - wir sprechen natürlich nicht von den Kanaillen, die ihre Hände mit dem Blute Wehrloser befleckten - glaubte, nach bestem Wissen und Gewissen für Deutschland zu handeln."

Bedauerlicherweise standen diese hehren Worte, an denen ein Liberal-Konservativer in der Sache beim besten Willen nicht das geringste auszusetzen haben kann, in keinerlei tatsächlichem Zusammenhang mit der Deutschland-Politik der auf sowjetische Bajonette gestützten SED-Diktatur.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer allen Ernstes behauptet, die patriotisch grundierten Attacken der KPD (und der SED) gegen die neugegründete Bundesrepublik hätten &#8220;nichts anderes&#8221; beinhaltet, als die dumpfe NS-Apologie der SRP, zeigt wieder einmal, worum es ihm wirklich geht: um die Karnevalisierung des berechtigten Anliegens, die geschichtspolitischen Ideologeme der Linken argumentativ zu desavouieren. Tatsächlich lassen sich beispielsweise die folgenden Sätze NICHT in Einklang bringen mit der Hetze der NSDAP-Nachfolgepartei gegen die vermeintlichen &#8220;Landesverräter&#8221; des 20. Juli 1944; ebenso wenig allerdings mit der deutschfeindlichen, auf irrationale Kollektivschuld-Theoreme zurückgreifenden Wehrmachtsausstellung des ehemaligen DKP-Mitglieds Hannes Heer, dessen Aktivitäten auch in der KPD der 1950er Jahre auf geharnischten Widerstand gestoßen wären.</p>
<p>&#8220;Wir wissen, daß Hunderttausende deutscher Offiziere und Unteroffiziere des ersten und zweiten Weltkrieges mit ganzer Seele daran glaubten, für Deutschland ins Feld zu ziehen, daß sie mit ihren Soldaten Leid und Not und Tod der vordersten Linie teilten und Kraft und Mut dazu aus der vermeintlichen Gewißheit schöpften, dem Wohle der Heimat zu dienen. Mit einem Opfermut, der Grenzen nicht kannte, verströmten auch diese Männer ihr Blut, und noch ihr letzter Gedanke verklammerte sie mit dem Vaterland. Der ehrenhafte deutsche Offizier von 1914 bis 1918 und von 1939 bis 1945 - wir sprechen natürlich nicht von den Kanaillen, die ihre Hände mit dem Blute Wehrloser befleckten - glaubte, nach bestem Wissen und Gewissen für Deutschland zu handeln.&#8221;</p>
<p>Bedauerlicherweise standen diese hehren Worte, an denen ein Liberal-Konservativer in der Sache beim besten Willen nicht das geringste auszusetzen haben kann, in keinerlei tatsächlichem Zusammenhang mit der Deutschland-Politik der auf sowjetische Bajonette gestützten SED-Diktatur.</p>
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