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	<title>Kommentare zu: Friede grÃ¼ndet auf Gleichberechtigung und gegenseitigen Respekt</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/13/181.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 20:45:09 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/13/181.html#comment-413</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2005 14:23:02 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/13/181.html#comment-413</guid>
		<description>Im Nachhinein wird an diesen Worten noch einmal klar, was wir an dem Ã¼berzeugten EuropÃ¤er Kohl hatten.

Insgesamt ein wirklich guter Beitrag.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nachhinein wird an diesen Worten noch einmal klar, was wir an dem Ã¼berzeugten EuropÃ¤er Kohl hatten.</p>
<p>Insgesamt ein wirklich guter Beitrag.</p>
<p>TK</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/13/181.html#comment-402</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2005 19:26:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/06/13/181.html#comment-402</guid>
		<description>Memo

In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag anlÃ¤sslich von dessen letzter Tagung in Bonn am 1.7.1999 stellte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl einen weitreichenden Konsensus der staatstragenden Parteien hinsichtlich der deutschen Weltmachtpolitik im Kontext des NordatlantikbÃ¼ndnisses fest:

â€žBei fast allen im Bundestag vertretenen Parteien gilt das BÃ¼ndnis westlicher Demokratien mittlerweile als â€˜Kernpunkt deutscher StaatsrÃ¤sonâ€™, wie ich es in meiner RegierungserklÃ¤rung 1982 formulieren durfte. Damals, auf dem HÃ¶hepunkt der Debatte Ã¼ber die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen, wurde dieser Hinweis auf die StaatsrÃ¤son heftig attackiert. Sie verstehen, daÃŸ ich mich in diesen Tagen daran erinnere. Ich freue mich, daÃŸ inzwischen so viele, die einmal anders dachten, heute genauso denken. Das tut mir wohl.â€œ 

Wenn Helmut Kohl eine Adoption der Postulate klassischer konservativer AuÃŸenpolitik durch das aus einst radikalen Gegnern der nordatlantischen Verteidigungs-Strategie gegenÃ¼ber der aggressiven AufrÃ¼stungspolitik der Sowjetunion sich rekrutierende rot-grÃ¼ne Kabinett suggeriert, so sieht er offenbar gezielt Ã¼ber die KONTINUITÃ„T der Verwerfung von Maximen wie der Selbstbestimmung der Nationalstaaten durch die frÃ¼heren Aktivisten der sogenannten Friedensbewegung und heutigen Minister Rudolf Scharping und Josef Fischer hinweg. WÃ¤hrend die Auffassungen der NachrÃ¼stungsbefÃ¼rworter Helmut Schmidt, Alfred Dregger und Helmut Kohl von den heutigen Menschenrechtsfundamentalisten als friedensgefÃ¤hrdend gebrandmarkt zu werden pflegten, so erscheinen diesen Ã¼berzeugten prosowjetischen Appeasement-Propagandisten der Jahre 1980-83 im FrÃ¼hjahr 1999 der Appell Alfred Dreggers, eine politisch fehlgeschlagene MilitÃ¤rintervention zu beenden, und die Kritik Helmut Schmidts an der Verletzung des internationalen Rechts durch die Bundesregierung SchrÃ¶der als quasi reaktionÃ¤re Berufungen auf das Ideal einer Harmonie selbstbestimmter, in ihrer auÃŸenpolitischen WillkÃ¼r aber eingeschrÃ¤nkter Nationen. Dass nicht nur SchrÃ¶ders AmtsvorgÃ¤nger, sondern auch nahezu alle anderen CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten die antislawische Weltpolitik des derzeitigen Kabinetts als eine konsequente Fortsetzung der bis 1998 von ihnen getragenen zu identifizieren scheinen (auch wenn CDU-Protagonisten, wie Wolfgang SchÃ¤uble oder Roland Koch, ihre Missbilligung der Ã¼bersteigerten Kriegspropaganda gegen den jugoslawischen PrÃ¤sidenten und der VerstÃ¤rkung des NATO-Bombenterrors nach der ErklÃ¤rung Belgrads, in Friedensverhandlungen eintreten zu wollen, zum Ausdruck brachten), ist ein PhÃ¤nomen, das Hannah Arendt mit Blick auf den in der Kampagne gegen Alfred Dreyfus hervortretenden Antisemitismus, wie folgt, beschrieben hat: â€ž[...] die stÃ¤ndig wachsende Bewunderung der guten Gesellschaft fÃ¼r die Unterwelt [...], ihr allmÃ¤hliches Nachgeben in allen moralischen Fragen, ihre wachsende Vorliebe fÃ¼r den anarchischen Zynismus ihres SprÃ¶ÃŸlings - bis am Ende des Jahrhunderts [...] fÃ¼r einen kurzen und noch verfrÃ¼hten Augenblick Unterwelt und gute Gesellschaft sich so innig miteinander verbÃ¼ndeten, daÃŸ es schwer ist, irgendeinen der â€˜Heldenâ€™ der AffÃ¤re eindeutig zuzuordnen: Sie sind gute Gesellschaft und Unterwelt zugleich.â€œ Die Bewunderung eines blutrÃ¼nstigen bÃ¼rgerlichen Publizisten, wie Josef Joffes, der - wÃ¤hrend er den kurdischen GuerillafÃ¼hrer Abdullah Ã–calan fÃ¼r 30 000 Opfer der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen tÃ¼rkischem Zentralstaat und PKK verantwortlich macht - serbische ZivilbevÃ¶lkerung als â€žTÃ¤terâ€œ qualifiziert, auf welche die NATO-KriegfÃ¼hrung keine RÃ¼cksicht zu nehmen habe, fÃ¼r den ehemaligen Republik-Gegner Fischer und das Vertrauen, das er in dessen Pflichtbewusstsein zu setzen sich imstande sieht, ist von Hannah Arendt erschÃ¶pfend charakterisiert als die Erkenntnis der Bourgeoisie, â€ždaÃŸ es an der Zeit sei, die lÃ¤stigen Hemmungen abendlÃ¤ndischer Tradition loszuwerden [...]. Das Ende kam, als in unserer Zeit die deutsche gute Gesellschaft schlieÃŸlich die Maske der Hypokrisie ganz und gar abwarf und eindeutig den Mob mit der Wahrung ihrer Besitzinteressen beauftragte.â€œ Ãœber Unterschiede zwischen deutschem und franzÃ¶sischem BÃ¼rgertum in der Rezeption antisemitischer und imperialistischer Gewaltphantasien konstatiert Arendt: 

â€žDie Zuneigung der guten Gesellschaft zum Mob offenbarte sich in Frankreich noch frÃ¼her als in Deutschland und war schlieÃŸlich in beiden LÃ¤ndern gleich stark; nur daÃŸ Frankreich auf Grund der Tradition der FranzÃ¶sischen Revolution und der mangelnden Industrialisierung des Landes sehr wenig Mob produziert hat, so daÃŸ die franzÃ¶sische Bourgeoisie sich hilfeflehend nach VerbÃ¼ndeten jenseits der Grenzen in Nazi-Deutschland umsehen muÃŸte.â€œ  

Auch in unserer Dekade vermag das politische Leben Frankreichs - Arendt zufolge auch dank Rousseau und Robespierre - nicht auf den Politiker-Import aus rechtsrheinischem Territorium zwecks Verschiebung der MachtverhÃ¤ltnisse zugunsten des Mob-Elements zu verzichten: Der spiritus rector des deutschen Au-ÃŸenministers, Daniel Cohn-Bendit, hat angekÃ¼ndigt, die franzÃ¶sische StaatsbÃ¼rgerschaft zu beantragen.  

September 1999</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Memo</p>
<p>In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag anlÃ¤sslich von dessen letzter Tagung in Bonn am 1.7.1999 stellte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl einen weitreichenden Konsensus der staatstragenden Parteien hinsichtlich der deutschen Weltmachtpolitik im Kontext des NordatlantikbÃ¼ndnisses fest:</p>
<p>â€žBei fast allen im Bundestag vertretenen Parteien gilt das BÃ¼ndnis westlicher Demokratien mittlerweile als â€˜Kernpunkt deutscher StaatsrÃ¤sonâ€™, wie ich es in meiner RegierungserklÃ¤rung 1982 formulieren durfte. Damals, auf dem HÃ¶hepunkt der Debatte Ã¼ber die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen, wurde dieser Hinweis auf die StaatsrÃ¤son heftig attackiert. Sie verstehen, daÃŸ ich mich in diesen Tagen daran erinnere. Ich freue mich, daÃŸ inzwischen so viele, die einmal anders dachten, heute genauso denken. Das tut mir wohl.â€œ </p>
<p>Wenn Helmut Kohl eine Adoption der Postulate klassischer konservativer AuÃŸenpolitik durch das aus einst radikalen Gegnern der nordatlantischen Verteidigungs-Strategie gegenÃ¼ber der aggressiven AufrÃ¼stungspolitik der Sowjetunion sich rekrutierende rot-grÃ¼ne Kabinett suggeriert, so sieht er offenbar gezielt Ã¼ber die KONTINUITÃ„T der Verwerfung von Maximen wie der Selbstbestimmung der Nationalstaaten durch die frÃ¼heren Aktivisten der sogenannten Friedensbewegung und heutigen Minister Rudolf Scharping und Josef Fischer hinweg. WÃ¤hrend die Auffassungen der NachrÃ¼stungsbefÃ¼rworter Helmut Schmidt, Alfred Dregger und Helmut Kohl von den heutigen Menschenrechtsfundamentalisten als friedensgefÃ¤hrdend gebrandmarkt zu werden pflegten, so erscheinen diesen Ã¼berzeugten prosowjetischen Appeasement-Propagandisten der Jahre 1980-83 im FrÃ¼hjahr 1999 der Appell Alfred Dreggers, eine politisch fehlgeschlagene MilitÃ¤rintervention zu beenden, und die Kritik Helmut Schmidts an der Verletzung des internationalen Rechts durch die Bundesregierung SchrÃ¶der als quasi reaktionÃ¤re Berufungen auf das Ideal einer Harmonie selbstbestimmter, in ihrer auÃŸenpolitischen WillkÃ¼r aber eingeschrÃ¤nkter Nationen. Dass nicht nur SchrÃ¶ders AmtsvorgÃ¤nger, sondern auch nahezu alle anderen CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten die antislawische Weltpolitik des derzeitigen Kabinetts als eine konsequente Fortsetzung der bis 1998 von ihnen getragenen zu identifizieren scheinen (auch wenn CDU-Protagonisten, wie Wolfgang SchÃ¤uble oder Roland Koch, ihre Missbilligung der Ã¼bersteigerten Kriegspropaganda gegen den jugoslawischen PrÃ¤sidenten und der VerstÃ¤rkung des NATO-Bombenterrors nach der ErklÃ¤rung Belgrads, in Friedensverhandlungen eintreten zu wollen, zum Ausdruck brachten), ist ein PhÃ¤nomen, das Hannah Arendt mit Blick auf den in der Kampagne gegen Alfred Dreyfus hervortretenden Antisemitismus, wie folgt, beschrieben hat: â€ž[&#8230;] die stÃ¤ndig wachsende Bewunderung der guten Gesellschaft fÃ¼r die Unterwelt [&#8230;], ihr allmÃ¤hliches Nachgeben in allen moralischen Fragen, ihre wachsende Vorliebe fÃ¼r den anarchischen Zynismus ihres SprÃ¶ÃŸlings - bis am Ende des Jahrhunderts [&#8230;] fÃ¼r einen kurzen und noch verfrÃ¼hten Augenblick Unterwelt und gute Gesellschaft sich so innig miteinander verbÃ¼ndeten, daÃŸ es schwer ist, irgendeinen der â€˜Heldenâ€™ der AffÃ¤re eindeutig zuzuordnen: Sie sind gute Gesellschaft und Unterwelt zugleich.â€œ Die Bewunderung eines blutrÃ¼nstigen bÃ¼rgerlichen Publizisten, wie Josef Joffes, der - wÃ¤hrend er den kurdischen GuerillafÃ¼hrer Abdullah Ã–calan fÃ¼r 30 000 Opfer der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen tÃ¼rkischem Zentralstaat und PKK verantwortlich macht - serbische ZivilbevÃ¶lkerung als â€žTÃ¤terâ€œ qualifiziert, auf welche die NATO-KriegfÃ¼hrung keine RÃ¼cksicht zu nehmen habe, fÃ¼r den ehemaligen Republik-Gegner Fischer und das Vertrauen, das er in dessen Pflichtbewusstsein zu setzen sich imstande sieht, ist von Hannah Arendt erschÃ¶pfend charakterisiert als die Erkenntnis der Bourgeoisie, â€ždaÃŸ es an der Zeit sei, die lÃ¤stigen Hemmungen abendlÃ¤ndischer Tradition loszuwerden [&#8230;]. Das Ende kam, als in unserer Zeit die deutsche gute Gesellschaft schlieÃŸlich die Maske der Hypokrisie ganz und gar abwarf und eindeutig den Mob mit der Wahrung ihrer Besitzinteressen beauftragte.â€œ Ãœber Unterschiede zwischen deutschem und franzÃ¶sischem BÃ¼rgertum in der Rezeption antisemitischer und imperialistischer Gewaltphantasien konstatiert Arendt: </p>
<p>â€žDie Zuneigung der guten Gesellschaft zum Mob offenbarte sich in Frankreich noch frÃ¼her als in Deutschland und war schlieÃŸlich in beiden LÃ¤ndern gleich stark; nur daÃŸ Frankreich auf Grund der Tradition der FranzÃ¶sischen Revolution und der mangelnden Industrialisierung des Landes sehr wenig Mob produziert hat, so daÃŸ die franzÃ¶sische Bourgeoisie sich hilfeflehend nach VerbÃ¼ndeten jenseits der Grenzen in Nazi-Deutschland umsehen muÃŸte.â€œ  </p>
<p>Auch in unserer Dekade vermag das politische Leben Frankreichs - Arendt zufolge auch dank Rousseau und Robespierre - nicht auf den Politiker-Import aus rechtsrheinischem Territorium zwecks Verschiebung der MachtverhÃ¤ltnisse zugunsten des Mob-Elements zu verzichten: Der spiritus rector des deutschen Au-ÃŸenministers, Daniel Cohn-Bendit, hat angekÃ¼ndigt, die franzÃ¶sische StaatsbÃ¼rgerschaft zu beantragen.  </p>
<p>September 1999</p>
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