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	<title>Kommentare zu: Vorschlag zur Wahlreform</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 21:59:01 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-416031</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 May 2017 10:10:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-416031</guid>
		<description>Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen dÃ¼rfen zum ersten Mal auch rund 22.000 geistig Behinderte mit abstimmen, die dauerhaft voll betreut werden. Das sind Menschen, denen die Verantwortung fÃ¼r alle Bereiche des Lebens abgenommen worden ist.

Voll betreute Menschen dÃ¼rfen etwa ihre Arzttermine nicht selbst ausmachen, ihr Erspartes nicht selbst verwalten und einen neuen Ausweise nicht selbst beantragen. Bisher durften sie auch nicht wÃ¤hlen. Sie waren vom Wahlrecht ausgeschlossen.

Doch seit einigen Jahren setzen sich VerbÃ¤nde, Behindertenbeauftragte und linke Politiker dafÃ¼r ein, dass endlich auch die bundesweit knapp 85.000 voll betreuten Menschen wÃ¤hlen dÃ¼rfen. SchlieÃŸlich dÃ¼rften demente Senioren auch mit abstimmen.

Es sei â€žnicht hinnehmbar, so vielen Menschen pauschal ein elementares BÃ¼rgerrecht vorzuenthaltenâ€œ, zitiert Spiegel Online etwa eine Ã„uÃŸerung von BundestagsvizeprÃ¤sidentin Ulla Schmidt (67, SPD) vom April. https://www.berlinjournal.biz/nrw-geistig-behinderte-waehlen/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen dÃ¼rfen zum ersten Mal auch rund 22.000 geistig Behinderte mit abstimmen, die dauerhaft voll betreut werden. Das sind Menschen, denen die Verantwortung fÃ¼r alle Bereiche des Lebens abgenommen worden ist.</p>
<p>Voll betreute Menschen dÃ¼rfen etwa ihre Arzttermine nicht selbst ausmachen, ihr Erspartes nicht selbst verwalten und einen neuen Ausweise nicht selbst beantragen. Bisher durften sie auch nicht wÃ¤hlen. Sie waren vom Wahlrecht ausgeschlossen.</p>
<p>Doch seit einigen Jahren setzen sich VerbÃ¤nde, Behindertenbeauftragte und linke Politiker dafÃ¼r ein, dass endlich auch die bundesweit knapp 85.000 voll betreuten Menschen wÃ¤hlen dÃ¼rfen. SchlieÃŸlich dÃ¼rften demente Senioren auch mit abstimmen.</p>
<p>Es sei â€žnicht hinnehmbar, so vielen Menschen pauschal ein elementares BÃ¼rgerrecht vorzuenthaltenâ€œ, zitiert Spiegel Online etwa eine Ã„uÃŸerung von BundestagsvizeprÃ¤sidentin Ulla Schmidt (67, SPD) vom April. <a href="https://www.berlinjournal.biz/nrw-geistig-behinderte-waehlen/" rel="nofollow">https://www.berlinjournal.biz/nrw-geistig-behinderte-waehlen/</a></p>
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	</item>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-325431</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 06:19:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-325431</guid>
		<description>Derzeit wird unter dem Eindruck des Brexit - leider nicht unter dem der manipulierten Wahl in Ã–sterreich - Ã¼ber eine Wahlreform nachgedacht. Schon 2002(!) nach der Bundestagswahl, als Hochwasser und ein geradezu infantil formulierter Pazifismus die Wahl entschieden, formulierte ich dies -  

Wer also etwas weiÃŸ, der wird verantwortungsbewusster handeln, der liegt mit einer hÃ¶heren Wahrscheinlichkeit in seinem Urteil richtig. Hier also der Voschlag fÃ¼r die nÃ¤chste Bundestagswahl, welcher mithelfen kÃ¶nnte, die Spreu, vom Weizen zu trennen.

Allgemeiner Vorschlag zur Wahlreform (2002)

Eine Verflachung des politischen Wissen, der QualitÃ¤t, ja des Umgangs mit Daten und Fakten, legen unweigerlich eine Neuordnung der Gewichtung der WÃ¤hlerstimmen nahe, die zudem eine radikale Entpopularisierung dieses Vorgangs beinhalten muss.

Werden aktuell gerade von jenen, welche offiziell eine Herabnivellierungen der politischen QualitÃ¤ten aus taktischen GrÃ¼nden kritisieren, Forderungen nach einer Wahlbeteiligung von Kindern erhoben â€“ eine Handlung, die an AbsurditÃ¤t nicht einmal durch jene Ã¼berboten werden, die schon heute komatÃ¶se ZustÃ¤nde und GrenzdebilitÃ¤t als Zugewinn menschlicher Erfahrungen predigen â€“ so wÃ¤re dies mit einer weiteren Infantilisierung, einem politisch-kulturellen Abstieg des denkenden, abendlÃ¤ndischen bzw. kosmopolitischen Menschen verbunden, der dann endgÃ¼ltig aufhÃ¶rte, einer zu seinâ€¦

ZÃ¤hlt schon â€“ kurios genug â€“ jede Stimme gleich, egal, ob der WÃ¤hler unter Alzheimer, sonstiger DebilitÃ¤t oder einem haarstrÃ¤ubenden politischen â€žVerstandâ€œ leidet â€“ solange er nicht offiziell seiner BÃ¼rgerrechte entledigt ward, wird ihm Gleichheit zugebilligt, die dieses hehre Wort, im Grunde entrechtet.

Als logische Folge der Schieflage, die das heutige Wahlsystem zementiert, plÃ¤diere ich fÃ¼r die EinfÃ¼hrung eines Wahlfaktors, d.h. jede Stimme wird so gewichtet, wie es ihrer politischen Kenntnis und der daraus folgenden QualitÃ¤t entspricht, -

1 Die Wahl findet nur an einem Tag statt, die Stimme wird ausschlieÃŸlich in der Kabine abgeben.

BegrÃ¼ndung: Die MÃ¶glichkeiten zu Manipulationen in KrankenhÃ¤usern, Altenheimen oder durch bestimmte Familienstrukturen, werden so auf ein Minimum gesenkt.

2 Jeder WÃ¤hler muss 10 Fragen vor der Stimmabgabe beantworten. Daraus ergibt sich der Wahlfaktor, der zwischen 0 und 100 liegen kann.

BegrÃ¼ndung: Die Bundesregierung hat etwa 100 unterschiedliche Fragenkomplexe zu je 10 StÃ¼ck zu erstellen, die dann nach dem Zufallsprinzip dem potenziellen WÃ¤hler unterbreitet werden. Die 10 gestellten Fragen von unterschiedlicher QualitÃ¤t, sind durch die Staffelung mit 3 bis 15 Punkten zu bewerten und mÃ¼ssen zusammen eine mÃ¶gliche Punktzahl von 100 ergeben; sie mÃ¼ssen aus den wichtigsten politischen Bereichen entstammen; ebenso sind Fragen zur Historie zu beantworten, um die FÃ¤higkeit fÃ¼r zusammenhÃ¤ngendes Denken zu testen und damit die QualitÃ¤t des Wissens und der Gewichtung der Stimme zu bewerten.

3 Der WÃ¤hler stimmt nun fÃ¼r eine Partei. Sein Wahlfaktor wird als einmalige Punktzahl der entsprechenden Gruppierung zugerechnet.

BegrÃ¼ndung: Die leichtesten Fragen sollten sich mit einigen aktuellen und wichtigen Begebenheiten des politischen Alltags befassen, z.B. kÃ¶nnte nach den aktuellen Ministern des Ã„uÃŸeren, des Inneren und der Finanzen gefragt werden â€“ wer hier nicht einen Punkt erhÃ¤lt, dessen Stimme wird dann zwangslÃ¤ufig nicht gewertet werden kÃ¶nnen. Warum sollte sie das auch. Anderseits â€“ wer eine besondere Faktenkenntnis nachweisen kann, wird durch eine hohe Punktezahl belohnt und erfÃ¤hrt die verdiente hÃ¶here Wertung seiner Stimme.

4 Die Zahl der Sitze wird nach dem prozentualen Anteil der abgegebenen Punkte bestimmt.

BegrÃ¼ndung: Es Ã¤ndert sich im Grunde nichts an der Errechnung der Sitze, lediglich wird durch die hÃ¶here Punktezahl, eine VergrÃ¶ÃŸerung der Summe zu erwarten sein (ganz klar ist das nicht, wird es doch viele Personen geben, die nicht mal mehr â€“ wie bisher - den Faktor 1 erreichen), also folgerichtig als NULL gewertet werden mÃ¼ssen.

Wie sehen also, wie sehr das vorgestellte System eine faire Bewertung der Stimmen erbringen wird, eine Bewertung, die in jedem Fall das bÃ¶se, unahnsehnlich und Ã¤rgerliche Spiel der Gleichmacherei beendet. Die politischen Ungebildeten wird es von der Wahl abhalten, ebenso die Manipulateure â€“ die QualitÃ¤t der Politik wird steigen, da es von nun an wieder um Inhalte, Fakten und eine logische BeweisfÃ¼hrung der Aussagen gehen wird. Der Vorschlag fÃ¼hrt demnach zu einer ErhÃ¶hung des Niveaus und bewirkte einen extremen Schub in der QualitÃ¤t der politischen Auseinandersetzung.

Tanja Krienen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit wird unter dem Eindruck des Brexit - leider nicht unter dem der manipulierten Wahl in Ã–sterreich - Ã¼ber eine Wahlreform nachgedacht. Schon 2002(!) nach der Bundestagswahl, als Hochwasser und ein geradezu infantil formulierter Pazifismus die Wahl entschieden, formulierte ich dies -  </p>
<p>Wer also etwas weiÃŸ, der wird verantwortungsbewusster handeln, der liegt mit einer hÃ¶heren Wahrscheinlichkeit in seinem Urteil richtig. Hier also der Voschlag fÃ¼r die nÃ¤chste Bundestagswahl, welcher mithelfen kÃ¶nnte, die Spreu, vom Weizen zu trennen.</p>
<p>Allgemeiner Vorschlag zur Wahlreform (2002)</p>
<p>Eine Verflachung des politischen Wissen, der QualitÃ¤t, ja des Umgangs mit Daten und Fakten, legen unweigerlich eine Neuordnung der Gewichtung der WÃ¤hlerstimmen nahe, die zudem eine radikale Entpopularisierung dieses Vorgangs beinhalten muss.</p>
<p>Werden aktuell gerade von jenen, welche offiziell eine Herabnivellierungen der politischen QualitÃ¤ten aus taktischen GrÃ¼nden kritisieren, Forderungen nach einer Wahlbeteiligung von Kindern erhoben â€“ eine Handlung, die an AbsurditÃ¤t nicht einmal durch jene Ã¼berboten werden, die schon heute komatÃ¶se ZustÃ¤nde und GrenzdebilitÃ¤t als Zugewinn menschlicher Erfahrungen predigen â€“ so wÃ¤re dies mit einer weiteren Infantilisierung, einem politisch-kulturellen Abstieg des denkenden, abendlÃ¤ndischen bzw. kosmopolitischen Menschen verbunden, der dann endgÃ¼ltig aufhÃ¶rte, einer zu seinâ€¦</p>
<p>ZÃ¤hlt schon â€“ kurios genug â€“ jede Stimme gleich, egal, ob der WÃ¤hler unter Alzheimer, sonstiger DebilitÃ¤t oder einem haarstrÃ¤ubenden politischen â€žVerstandâ€œ leidet â€“ solange er nicht offiziell seiner BÃ¼rgerrechte entledigt ward, wird ihm Gleichheit zugebilligt, die dieses hehre Wort, im Grunde entrechtet.</p>
<p>Als logische Folge der Schieflage, die das heutige Wahlsystem zementiert, plÃ¤diere ich fÃ¼r die EinfÃ¼hrung eines Wahlfaktors, d.h. jede Stimme wird so gewichtet, wie es ihrer politischen Kenntnis und der daraus folgenden QualitÃ¤t entspricht, -</p>
<p>1 Die Wahl findet nur an einem Tag statt, die Stimme wird ausschlieÃŸlich in der Kabine abgeben.</p>
<p>BegrÃ¼ndung: Die MÃ¶glichkeiten zu Manipulationen in KrankenhÃ¤usern, Altenheimen oder durch bestimmte Familienstrukturen, werden so auf ein Minimum gesenkt.</p>
<p>2 Jeder WÃ¤hler muss 10 Fragen vor der Stimmabgabe beantworten. Daraus ergibt sich der Wahlfaktor, der zwischen 0 und 100 liegen kann.</p>
<p>BegrÃ¼ndung: Die Bundesregierung hat etwa 100 unterschiedliche Fragenkomplexe zu je 10 StÃ¼ck zu erstellen, die dann nach dem Zufallsprinzip dem potenziellen WÃ¤hler unterbreitet werden. Die 10 gestellten Fragen von unterschiedlicher QualitÃ¤t, sind durch die Staffelung mit 3 bis 15 Punkten zu bewerten und mÃ¼ssen zusammen eine mÃ¶gliche Punktzahl von 100 ergeben; sie mÃ¼ssen aus den wichtigsten politischen Bereichen entstammen; ebenso sind Fragen zur Historie zu beantworten, um die FÃ¤higkeit fÃ¼r zusammenhÃ¤ngendes Denken zu testen und damit die QualitÃ¤t des Wissens und der Gewichtung der Stimme zu bewerten.</p>
<p>3 Der WÃ¤hler stimmt nun fÃ¼r eine Partei. Sein Wahlfaktor wird als einmalige Punktzahl der entsprechenden Gruppierung zugerechnet.</p>
<p>BegrÃ¼ndung: Die leichtesten Fragen sollten sich mit einigen aktuellen und wichtigen Begebenheiten des politischen Alltags befassen, z.B. kÃ¶nnte nach den aktuellen Ministern des Ã„uÃŸeren, des Inneren und der Finanzen gefragt werden â€“ wer hier nicht einen Punkt erhÃ¤lt, dessen Stimme wird dann zwangslÃ¤ufig nicht gewertet werden kÃ¶nnen. Warum sollte sie das auch. Anderseits â€“ wer eine besondere Faktenkenntnis nachweisen kann, wird durch eine hohe Punktezahl belohnt und erfÃ¤hrt die verdiente hÃ¶here Wertung seiner Stimme.</p>
<p>4 Die Zahl der Sitze wird nach dem prozentualen Anteil der abgegebenen Punkte bestimmt.</p>
<p>BegrÃ¼ndung: Es Ã¤ndert sich im Grunde nichts an der Errechnung der Sitze, lediglich wird durch die hÃ¶here Punktezahl, eine VergrÃ¶ÃŸerung der Summe zu erwarten sein (ganz klar ist das nicht, wird es doch viele Personen geben, die nicht mal mehr â€“ wie bisher - den Faktor 1 erreichen), also folgerichtig als NULL gewertet werden mÃ¼ssen.</p>
<p>Wie sehen also, wie sehr das vorgestellte System eine faire Bewertung der Stimmen erbringen wird, eine Bewertung, die in jedem Fall das bÃ¶se, unahnsehnlich und Ã¤rgerliche Spiel der Gleichmacherei beendet. Die politischen Ungebildeten wird es von der Wahl abhalten, ebenso die Manipulateure â€“ die QualitÃ¤t der Politik wird steigen, da es von nun an wieder um Inhalte, Fakten und eine logische BeweisfÃ¼hrung der Aussagen gehen wird. Der Vorschlag fÃ¼hrt demnach zu einer ErhÃ¶hung des Niveaus und bewirkte einen extremen Schub in der QualitÃ¤t der politischen Auseinandersetzung.</p>
<p>Tanja Krienen</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-325407</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 04:57:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-325407</guid>
		<description>Anders als der ReaktionÃ¤r, der sich nie Illusionen Ã¼ber die Natur der Leute gemacht hat, die den Bauch der Demokratie bilden, neigen progressive Menschen zur Idealisierung. Beim sogenannten einfachen Volk liegt die ReferenzgrÃ¶ÃŸe ihrer BemÃ¼hung: FÃ¼r die Massen zu sprechen, die einer eloquenten Stimme bedÃ¼rfen, ist ihre Mission.

Da die selbsternannten WortfÃ¼hrer des Volkes ihre Anschauung der unteren Klassen meist dem Lehrbuch oder der TV-Dokumentation vom Leben am anderen Ende der Gesellschaft verdanken, sind sie erschrocken, wenn sie dem Objekt ihrer Zuneigung leibhaftig begegnen. In der RealitÃ¤t ist das Volk viel roher und unverstÃ¤ndiger, als man es sich vorgestellt hat.

Ich halte wie die meisten konservativ denkenden Menschen groÃŸe StÃ¼cke auf die reprÃ¤sentative Demokratie. Volksabstimmungen waren mir immer suspekt. Im Gegensatz zu vielen, die jetzt ihre Zweifel an der direkten Demokratie entdecken, glaube ich nicht, dass die Leute zu doof sind, um bei einem Referendum die zur Abstimmung gestellte Frage zu beantworten. Wer die Leute prinzipiell fÃ¼r zu doof zum WÃ¤hlen hÃ¤lt, darf sie gar nicht abstimmen lassen. Oder nur nach Vorlage eines Zeugnisses. http://www.spiegel.de/politik/ausland/direkte-demokratie-man-kann-dem-volk-nicht-trauen-kolumne-a-1101176.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anders als der ReaktionÃ¤r, der sich nie Illusionen Ã¼ber die Natur der Leute gemacht hat, die den Bauch der Demokratie bilden, neigen progressive Menschen zur Idealisierung. Beim sogenannten einfachen Volk liegt die ReferenzgrÃ¶ÃŸe ihrer BemÃ¼hung: FÃ¼r die Massen zu sprechen, die einer eloquenten Stimme bedÃ¼rfen, ist ihre Mission.</p>
<p>Da die selbsternannten WortfÃ¼hrer des Volkes ihre Anschauung der unteren Klassen meist dem Lehrbuch oder der TV-Dokumentation vom Leben am anderen Ende der Gesellschaft verdanken, sind sie erschrocken, wenn sie dem Objekt ihrer Zuneigung leibhaftig begegnen. In der RealitÃ¤t ist das Volk viel roher und unverstÃ¤ndiger, als man es sich vorgestellt hat.</p>
<p>Ich halte wie die meisten konservativ denkenden Menschen groÃŸe StÃ¼cke auf die reprÃ¤sentative Demokratie. Volksabstimmungen waren mir immer suspekt. Im Gegensatz zu vielen, die jetzt ihre Zweifel an der direkten Demokratie entdecken, glaube ich nicht, dass die Leute zu doof sind, um bei einem Referendum die zur Abstimmung gestellte Frage zu beantworten. Wer die Leute prinzipiell fÃ¼r zu doof zum WÃ¤hlen hÃ¤lt, darf sie gar nicht abstimmen lassen. Oder nur nach Vorlage eines Zeugnisses. <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/direkte-demokratie-man-kann-dem-volk-nicht-trauen-kolumne-a-1101176.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/ausland/direkte-demokratie-man-kann-dem-volk-nicht-trauen-kolumne-a-1101176.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-257</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2005 16:55:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-257</guid>
		<description>Du schreibst: AIDS-Hilfe, nein (wobei ich die allgemein Ã¼blichen â€œBegrÃ¼ndungenâ€ auch sehr zweifelnd sehe.)

TK: Ein solcher Wirbel fÃ¼r 2 000 Leute pro Jahr, die sogar noch selbst schuld sind und wo die Argumente absolut im Argen liegen und im Grunde nichts als Propaganda der grÃ¶ÃŸten LÃ¼ge der Neuzeit darstellt.

Hegel: ordinÃ¤re Abtreibungshilfestellen, nein (wenn sie ordinÃ¤r sind, allerdings ja. Diesen Problemkreis sehe ich aber mit sehr gemischten â€œGefÃ¼hlenâ€...)

TK: Gemischt? Das ist doch eindeutig: Jedes Jahr werden mindestens 15% Kinder eines Jahrgangs ins Klo gespÃ¼lt. Wenn halbe Kinder Kinder mit der entsprechenden Hilfe aufziehen kÃ¶nnen, muss es Erwachsenen doch erst recht zugemutet werden. Zu mehr als 95% sind die BegrÃ¼ndungen absolut unseriÃ¶s, an erster Stelle die, in Deutschland Â´kÃ¶nnen aus finanziellen GrÃ¼nden kein Kind groÃŸgezogen werden.

Hegel: FrauengedÃ¶nsselbstbeschÃ¤ftigungstherapie, ja (wenn das denn so daherkommt, wie es allerdings meistens der Fall ist, ansonsten bin ich da auch sehr zweifelnd))

TK: NatÃ¼rlich. "Ministerium fÃ¼r Familie, Frauen und Bla bla" Schonmal was davon gehÃ¶rt, dass sich jemand um MÃ¤nner oder Jungs kÃ¼mmert?

Hegel: MÃ¤nnerverunglimpfungsberatungen (Kenne ich nicht, von daher muÃŸ ich passen)

TK: Was ist die Frauengleichstellungsberatungstelle und Frauenbesserstellstelle sonst?

Hegel: Freier Drogenhandeletagetreff, ja, weg damit (insonderheit die mit protestantischem WertegedÃ¶ns daherkommenden Therapeuten, welche ohne Sinn dauernd von Askese schwafeln. Klar gibt es beim Gebrauch von psychotropen Chemikalien Probleme, aber die sind nicht mit PfaffengesÃ¼lz zu lÃ¶sen.)

TK: Naja, ich meinte damit, dass in den Beratungsstellen, in denen meist kiffende Sozialarbeiter oder Ex-Drogis das Sagen haben, soviele Leute von Drogen abgehalten werden, wie im MÃ¼nchner HofbrÃ¤uhaus vom Saufen, und dazu in diesen RÃ¤umen ein Ã¼beraus heftiger Drogenhandel stattfindet.

TK
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du schreibst: AIDS-Hilfe, nein (wobei ich die allgemein Ã¼blichen â€œBegrÃ¼ndungenâ€ auch sehr zweifelnd sehe.)</p>
<p>TK: Ein solcher Wirbel fÃ¼r 2 000 Leute pro Jahr, die sogar noch selbst schuld sind und wo die Argumente absolut im Argen liegen und im Grunde nichts als Propaganda der grÃ¶ÃŸten LÃ¼ge der Neuzeit darstellt.</p>
<p>Hegel: ordinÃ¤re Abtreibungshilfestellen, nein (wenn sie ordinÃ¤r sind, allerdings ja. Diesen Problemkreis sehe ich aber mit sehr gemischten â€œGefÃ¼hlenâ€&#8230;)</p>
<p>TK: Gemischt? Das ist doch eindeutig: Jedes Jahr werden mindestens 15% Kinder eines Jahrgangs ins Klo gespÃ¼lt. Wenn halbe Kinder Kinder mit der entsprechenden Hilfe aufziehen kÃ¶nnen, muss es Erwachsenen doch erst recht zugemutet werden. Zu mehr als 95% sind die BegrÃ¼ndungen absolut unseriÃ¶s, an erster Stelle die, in Deutschland Â´kÃ¶nnen aus finanziellen GrÃ¼nden kein Kind groÃŸgezogen werden.</p>
<p>Hegel: FrauengedÃ¶nsselbstbeschÃ¤ftigungstherapie, ja (wenn das denn so daherkommt, wie es allerdings meistens der Fall ist, ansonsten bin ich da auch sehr zweifelnd))</p>
<p>TK: NatÃ¼rlich. &#8220;Ministerium fÃ¼r Familie, Frauen und Bla bla&#8221; Schonmal was davon gehÃ¶rt, dass sich jemand um MÃ¤nner oder Jungs kÃ¼mmert?</p>
<p>Hegel: MÃ¤nnerverunglimpfungsberatungen (Kenne ich nicht, von daher muÃŸ ich passen)</p>
<p>TK: Was ist die Frauengleichstellungsberatungstelle und Frauenbesserstellstelle sonst?</p>
<p>Hegel: Freier Drogenhandeletagetreff, ja, weg damit (insonderheit die mit protestantischem WertegedÃ¶ns daherkommenden Therapeuten, welche ohne Sinn dauernd von Askese schwafeln. Klar gibt es beim Gebrauch von psychotropen Chemikalien Probleme, aber die sind nicht mit PfaffengesÃ¼lz zu lÃ¶sen.)</p>
<p>TK: Naja, ich meinte damit, dass in den Beratungsstellen, in denen meist kiffende Sozialarbeiter oder Ex-Drogis das Sagen haben, soviele Leute von Drogen abgehalten werden, wie im MÃ¼nchner HofbrÃ¤uhaus vom Saufen, und dazu in diesen RÃ¤umen ein Ã¼beraus heftiger Drogenhandel stattfindet.</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-251</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2005 10:32:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-251</guid>
		<description>Den Satz mit den Hassern verstehe ich nicht. Ich hÃ¤tte nun auch sagen kÃ¶nnen, ich hasse BlÃ¶dheit. Aber das kann ich nicht unterschreiben, bin manchmal selber blÃ¶d genug.
Deiner AufzÃ¤hlung von BlÃ¶dheiten kann ich allerdings nicht so ganz folgen.
Attac-idioten, ja.
Neidhammelei, ja.
nationale SelbstgefÃ¤lligkeit, ja.
AIDS-Hilfe, nein (wobei ich die allgemein Ã¼blichen "BegrÃ¼ndungen" auch sehr zweifelnd sehe.)
ordinÃ¤re Abtreibungshilfestellen, nein (wenn sie ordinÃ¤r sind, allerdings ja. Diesen Problemkreis sehe ich aber mit sehr gemischten "GefÃ¼hlen"...)
FrauengedÃ¶nsselbstbeschÃ¤ftigungstherapie, ja (wenn das denn so daherkommt, wie es allerdings meistens der Fall ist, ansonsten bin ich da auch sehr zweifelnd))
MÃ¤nnerverunglimpfungsberatungen (Kenne ich nicht, von daher muÃŸ ich passen)
Freier Drogenhandeltagetreff, ja, weg damit (insonderheit die mit protestantischem  WertegedÃ¶ns daherkommenden Therapeuthen, welche ohne Sinn dauernd von Askese schwafeln. Klar gibt es beim Gebrauch von psychotropen Chemikalien Probleme, aber die sind nicht mit PfaffengesÃ¼lz zu lÃ¶sen.)

was muÃŸ ich sehen, nur 10 Punkte? Na gut, ich wollte sowieso nix wÃ¤hlen. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Satz mit den Hassern verstehe ich nicht. Ich hÃ¤tte nun auch sagen kÃ¶nnen, ich hasse BlÃ¶dheit. Aber das kann ich nicht unterschreiben, bin manchmal selber blÃ¶d genug.<br />
Deiner AufzÃ¤hlung von BlÃ¶dheiten kann ich allerdings nicht so ganz folgen.<br />
Attac-idioten, ja.<br />
Neidhammelei, ja.<br />
nationale SelbstgefÃ¤lligkeit, ja.<br />
AIDS-Hilfe, nein (wobei ich die allgemein Ã¼blichen &#8220;BegrÃ¼ndungen&#8221; auch sehr zweifelnd sehe.)<br />
ordinÃ¤re Abtreibungshilfestellen, nein (wenn sie ordinÃ¤r sind, allerdings ja. Diesen Problemkreis sehe ich aber mit sehr gemischten &#8220;GefÃ¼hlen&#8221;&#8230;)<br />
FrauengedÃ¶nsselbstbeschÃ¤ftigungstherapie, ja (wenn das denn so daherkommt, wie es allerdings meistens der Fall ist, ansonsten bin ich da auch sehr zweifelnd))<br />
MÃ¤nnerverunglimpfungsberatungen (Kenne ich nicht, von daher muÃŸ ich passen)<br />
Freier Drogenhandeltagetreff, ja, weg damit (insonderheit die mit protestantischem  WertegedÃ¶ns daherkommenden Therapeuthen, welche ohne Sinn dauernd von Askese schwafeln. Klar gibt es beim Gebrauch von psychotropen Chemikalien Probleme, aber die sind nicht mit PfaffengesÃ¼lz zu lÃ¶sen.)</p>
<p>was muÃŸ ich sehen, nur 10 Punkte? Na gut, ich wollte sowieso nix wÃ¤hlen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-241</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 16:29:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-241</guid>
		<description>Aber ist es nicht immer so, dass die Hasser etwas nicht so gemeint haben wollen? Wenn jene Linken, die zu schÃ¤bigen Argumenten greifen, keine Linken sind (so ist ja manchmal die Argumentation), ja bitte: Warum sind nur jene zu zÃ¤hlen, die sich anders verhalten? Ich kann den Vorsitzenden der grÃ¶ÃŸten und Ã¤ltesten â€œArbeiterparteiâ€ doch nicht kurzerhand zum Nichtlinken erklÃ¤ren, weil er Unsinn sagt. In einem dialektischen Sinne sicher, dass meine ich ja, wenn ich manchmal von den â€œLinken, die keine Linken sindâ€ spreche, doch da sich das Milieu insgesamt seit Jahren (bis auf einige lÃ¶bliche Ausnahmen), so sehr in Attac-VerblÃ¶dung, Neidhammelei und nationaler SelbstgefÃ¤lligkeit, die jeden Schmus wie AIDS-Hilfen, ordinÃ¤re Abtreibungshilfetreiberstellen, FrauengedÃ¶nsselbstbeschÃ¤ftigungstherapie und MÃ¤nnerverunglimpfungsberatungen oder freier Drogenhandeletagentreffs, kurz Drogenberatung genannt, groÃŸzÃ¼gig sponsert und sogar die Rente Ã¼ber das Benzin finanziert, solange das so ist, ist da kaum innerhalb der Linken zu unterscheiden.

Ich sehe keine Benachteilung, wenn man testet, wie eine Stimme zu gewichten sei. Das Wahlrecht bleibt ja bestehen, aus meiner Sicht bekommt es nur eine neue QualitÃ¤t. Ich gehe davon aus, dass bei einem mÃ¶glichen Fragenkatalog, der normal dumme BÃ¼rger 20 bis 30 Punkte erreicht, der gebildete 80 bis 90. Das heiÃŸt, dass in Wirklichkeit etwas nur eine drei bis vierfache hÃ¶here Bewertung vorhanden sein wÃ¼rde. Das ist doch ok. Oder?

TK
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber ist es nicht immer so, dass die Hasser etwas nicht so gemeint haben wollen? Wenn jene Linken, die zu schÃ¤bigen Argumenten greifen, keine Linken sind (so ist ja manchmal die Argumentation), ja bitte: Warum sind nur jene zu zÃ¤hlen, die sich anders verhalten? Ich kann den Vorsitzenden der grÃ¶ÃŸten und Ã¤ltesten â€œArbeiterparteiâ€ doch nicht kurzerhand zum Nichtlinken erklÃ¤ren, weil er Unsinn sagt. In einem dialektischen Sinne sicher, dass meine ich ja, wenn ich manchmal von den â€œLinken, die keine Linken sindâ€ spreche, doch da sich das Milieu insgesamt seit Jahren (bis auf einige lÃ¶bliche Ausnahmen), so sehr in Attac-VerblÃ¶dung, Neidhammelei und nationaler SelbstgefÃ¤lligkeit, die jeden Schmus wie AIDS-Hilfen, ordinÃ¤re Abtreibungshilfetreiberstellen, FrauengedÃ¶nsselbstbeschÃ¤ftigungstherapie und MÃ¤nnerverunglimpfungsberatungen oder freier Drogenhandeletagentreffs, kurz Drogenberatung genannt, groÃŸzÃ¼gig sponsert und sogar die Rente Ã¼ber das Benzin finanziert, solange das so ist, ist da kaum innerhalb der Linken zu unterscheiden.</p>
<p>Ich sehe keine Benachteilung, wenn man testet, wie eine Stimme zu gewichten sei. Das Wahlrecht bleibt ja bestehen, aus meiner Sicht bekommt es nur eine neue QualitÃ¤t. Ich gehe davon aus, dass bei einem mÃ¶glichen Fragenkatalog, der normal dumme BÃ¼rger 20 bis 30 Punkte erreicht, der gebildete 80 bis 90. Das heiÃŸt, dass in Wirklichkeit etwas nur eine drei bis vierfache hÃ¶here Bewertung vorhanden sein wÃ¼rde. Das ist doch ok. Oder?</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-239</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 15:22:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-239</guid>
		<description>Ich bin von DAs Argumentation recht Ã¼berzeugt. Die Aufgabe eines demokratisch organisierten Gemeinwesens ist doch wirklich dahingehend zu erwÃ¼nschen, daÃŸ es die von Tanja so genannten Spacken , Bunken etc. mÃ¶glichst nicht mehr. Diese von Grundrechten auszusperren, ist m. E. undemokratisch und kann hÃ¶chstens als kurzfristige Schadensbegrenzung gewertet werden (oder nennt es meinetwegen Krisenmanagement). Zu Ã¼berlegen ist doch aber, woher kommt der Schaden, und wie ist er wirksam und langfristig zu beheben?

btw. zu "MÃ¼nte": ich konnte in seiner populistischen Rede beim besten Willen keine "Kapitalismuskritik" erkennen. Er hat nur einmal mehr das Ressentiment bedient, und so etwas kann gerade in Deutschland (nicht nur bei den Spacken etc.) verheerende Folgen zeitigen. Wie war das noch mit dem "Kapitalismus des dummen Kerls" (Bebel)? Genau den hat er angesprochen, damit aber ganz in der Tradition der post-Bebel-SPD...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin von DAs Argumentation recht Ã¼berzeugt. Die Aufgabe eines demokratisch organisierten Gemeinwesens ist doch wirklich dahingehend zu erwÃ¼nschen, daÃŸ es die von Tanja so genannten Spacken , Bunken etc. mÃ¶glichst nicht mehr. Diese von Grundrechten auszusperren, ist m. E. undemokratisch und kann hÃ¶chstens als kurzfristige Schadensbegrenzung gewertet werden (oder nennt es meinetwegen Krisenmanagement). Zu Ã¼berlegen ist doch aber, woher kommt der Schaden, und wie ist er wirksam und langfristig zu beheben?</p>
<p>btw. zu &#8220;MÃ¼nte&#8221;: ich konnte in seiner populistischen Rede beim besten Willen keine &#8220;Kapitalismuskritik&#8221; erkennen. Er hat nur einmal mehr das Ressentiment bedient, und so etwas kann gerade in Deutschland (nicht nur bei den Spacken etc.) verheerende Folgen zeitigen. Wie war das noch mit dem &#8220;Kapitalismus des dummen Kerls&#8221; (Bebel)? Genau den hat er angesprochen, damit aber ganz in der Tradition der post-Bebel-SPD&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-230</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 08:47:57 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-230</guid>
		<description>"TatsÃ¤chlich habe ich den Fragenkatalog nur angerissen und â€œabrufbares Faktenwissenâ€ eingefordert. Das ist die Grundlage. Wir Ã„lteren haben das so in der Schule gelernt, und so gut der 68er Ansatz von einer komplexen Darstellung von Geschichte ist, und so sehr diese Methodik auch fÃ¼r uns, die wir die Grundlage besitzen, wichtig war, so wenig taugt sie allein, wenn Jugendliche nur noch â€œwild interpretierenâ€, aber nicht mehr wissen, auf welcher Zeitebene, in welchem historischen Kontext das geschah."

UneingeschrÃ¤nkte Zustimmung! Allerdings lÃ¤ÃŸt sich die Problematik der systematischen Vorenthaltung selbst von elementarem Faktenwissen beispielsweise der europÃ¤ischen Geschichte selbst an Grund- oder Leistungskursen in der gymnasialen Kollegstufe nicht dadurch beheben, daÃŸ man den Opfern dieser Politik (die v. a. in von Postachtundsechzigern rot-grÃ¼ner Couleur regierten LÃ¤ndern geradezu groteske ZÃ¼ge angenommen hat) als demokratieunfÃ¤hien "Dumpfbacken" politische Partizipationsrechte abspricht. Vielmehr wÃ¤re es erforderlich, den Protagonisten der verantwortlichen Kultusministerien, die eine Heranbildung mÃ¼ndiger StaatsbÃ¼rger mÃ¶glicherweise gezielt torpedieren, als antidemokratischen "Praktikern" bÃ¼rgerliche Ehrenrechte abzusprechen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;TatsÃ¤chlich habe ich den Fragenkatalog nur angerissen und â€œabrufbares Faktenwissenâ€ eingefordert. Das ist die Grundlage. Wir Ã„lteren haben das so in der Schule gelernt, und so gut der 68er Ansatz von einer komplexen Darstellung von Geschichte ist, und so sehr diese Methodik auch fÃ¼r uns, die wir die Grundlage besitzen, wichtig war, so wenig taugt sie allein, wenn Jugendliche nur noch â€œwild interpretierenâ€, aber nicht mehr wissen, auf welcher Zeitebene, in welchem historischen Kontext das geschah.&#8221;</p>
<p>UneingeschrÃ¤nkte Zustimmung! Allerdings lÃ¤ÃŸt sich die Problematik der systematischen Vorenthaltung selbst von elementarem Faktenwissen beispielsweise der europÃ¤ischen Geschichte selbst an Grund- oder Leistungskursen in der gymnasialen Kollegstufe nicht dadurch beheben, daÃŸ man den Opfern dieser Politik (die v. a. in von Postachtundsechzigern rot-grÃ¼ner Couleur regierten LÃ¤ndern geradezu groteske ZÃ¼ge angenommen hat) als demokratieunfÃ¤hien &#8220;Dumpfbacken&#8221; politische Partizipationsrechte abspricht. Vielmehr wÃ¤re es erforderlich, den Protagonisten der verantwortlichen Kultusministerien, die eine Heranbildung mÃ¼ndiger StaatsbÃ¼rger mÃ¶glicherweise gezielt torpedieren, als antidemokratischen &#8220;Praktikern&#8221; bÃ¼rgerliche Ehrenrechte abzusprechen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-228</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 06:11:50 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-228</guid>
		<description>Koo-berlin: Danke fÃ¼r die rundherum positive Kritik!

Anonymus: Also, mir fehlt da schon eine Differenzierung von MÃ¼ntefering. Er hat dann ein paar ErklÃ¤rungen nachgeschoben, hat aber vor allem andere reden lassen. Die ursÃ¤chliche Kritik war mehr als pauschal, machte und macht sich ja hierzulande hauptsÃ¤chlich an der Deutschen Bank fest. Aber auch das Einwirken auslÃ¤ndischer Investoren, die selbstverstÃ¤ndlich modernisieren und selektieren (und dies auch mÃ¼ssen), kann nur in seltenen FÃ¤llen negativ bewertet werden. Dazu gibt es einige bemerkenswerte Ã„uÃŸerungen im neuen Focus.

DA: TatsÃ¤chlich habe ich den Fragenkatalog nur angerissen und "abrufbares Faktenwissen" eingefordert. Das ist die Grundlage. Wir Ã„lteren haben das so in der Schule gelernt, und so gut der 68er Ansatz von einer komplexen Darstellung von Geschichte ist, und so sehr diese Methodik auch fÃ¼r uns, die wir die Grundlage besitzen, wichtig war, so wenig taugt sie allein, wenn Jugendliche nur noch "wild interpretieren", aber nicht mehr wissen, auf welcher Zeitebene, in welchem historischen Kontext das geschah. 

Ohne Zweifel wÃ¤re eine Wissensabfragung hinsichtlich der heutigen "Spielregeln" der Demokratie auch in ein, zwei Fragen gegeben, und man wÃ¤re gespannt zu erfahren, ob "das Volk", welches man so hoch hÃ¤lt, und das im direkten GesprÃ¤ch doch so oft tief fÃ¤llt, Ã¼berhaupt zwischen den unterschiedlichen Wahlverfahren unterscheiden und nachvollziehen kann, um WAS ES EIGENTLICH BEI DER BUNDESTAGSWAHL GEHT. Wer z.B. auf Anhieb nicht zwischen Erst - und Zweistimme unterscheiden kann, dem wÃ¤re zu sagen: "Bitte, Frau Mustermann, Herr Normalverbraucher, da ist die TÃ¼r!"

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Koo-berlin: Danke fÃ¼r die rundherum positive Kritik!</p>
<p>Anonymus: Also, mir fehlt da schon eine Differenzierung von MÃ¼ntefering. Er hat dann ein paar ErklÃ¤rungen nachgeschoben, hat aber vor allem andere reden lassen. Die ursÃ¤chliche Kritik war mehr als pauschal, machte und macht sich ja hierzulande hauptsÃ¤chlich an der Deutschen Bank fest. Aber auch das Einwirken auslÃ¤ndischer Investoren, die selbstverstÃ¤ndlich modernisieren und selektieren (und dies auch mÃ¼ssen), kann nur in seltenen FÃ¤llen negativ bewertet werden. Dazu gibt es einige bemerkenswerte Ã„uÃŸerungen im neuen Focus.</p>
<p>DA: TatsÃ¤chlich habe ich den Fragenkatalog nur angerissen und &#8220;abrufbares Faktenwissen&#8221; eingefordert. Das ist die Grundlage. Wir Ã„lteren haben das so in der Schule gelernt, und so gut der 68er Ansatz von einer komplexen Darstellung von Geschichte ist, und so sehr diese Methodik auch fÃ¼r uns, die wir die Grundlage besitzen, wichtig war, so wenig taugt sie allein, wenn Jugendliche nur noch &#8220;wild interpretieren&#8221;, aber nicht mehr wissen, auf welcher Zeitebene, in welchem historischen Kontext das geschah. </p>
<p>Ohne Zweifel wÃ¤re eine Wissensabfragung hinsichtlich der heutigen &#8220;Spielregeln&#8221; der Demokratie auch in ein, zwei Fragen gegeben, und man wÃ¤re gespannt zu erfahren, ob &#8220;das Volk&#8221;, welches man so hoch hÃ¤lt, und das im direkten GesprÃ¤ch doch so oft tief fÃ¤llt, Ã¼berhaupt zwischen den unterschiedlichen Wahlverfahren unterscheiden und nachvollziehen kann, um WAS ES EIGENTLICH BEI DER BUNDESTAGSWAHL GEHT. Wer z.B. auf Anhieb nicht zwischen Erst - und Zweistimme unterscheiden kann, dem wÃ¤re zu sagen: &#8220;Bitte, Frau Mustermann, Herr Normalverbraucher, da ist die TÃ¼r!&#8221;</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-227</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 00:54:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/25/160.html#comment-227</guid>
		<description>Einerseits klingt es ja wirklich nicht schlecht, eine Art "Qualifikation" fÃ¼rs WÃ¤hlen einzufÃ¼hren. Das wÃ¼rde evtl. sogar die Motivation steigern, an Wahlen teilzunehmen - Menschen spielen gerne, und sie wollen immer das gerne haben, was sie gerade nicht kriegen kÃ¶nnen. WeiterfÃ¼hrend kÃ¶nnte man sich sogar "Scheine" Ã¼berlegen: wer bestimmte Anforderungen im Test erfÃ¼llt (zb nicht nur Faktenwissen, sondern auch konstruktive VorschlÃ¤ge zu gegebenen Problemsituationen machen kÃ¶nnen) bekommt eine Berechtigung, an (erstmal nur ausgewÃ¤hlten) politischen Entscheidungsprozessen direkt mitzuwirken, quasi eine vorsichtige AnnÃ¤herung ans Plebiszit;).
Andererseits kann ich mich mit VorschlÃ¤gen, die die Beschneidung von Grundrechten wie dem Wahlrecht beinhalten, nicht wirklich anfreunden (Ã¤hnlich zb wie mit dem immer wieder gerne geforderten "ElternfÃ¼hrerschein" - da gibts immer noch weit bessere MÃ¶glichkeiten, die Ziele, die man mit der EinfÃ¼hrung eines solchen zu erreichen trachtet, auch wirklich zu erreichen).
Und hegelxx hat recht: durch diese Auswahlmethode werden nur die WÃ¤hler "verbessert". Diejenigen, die sie wÃ¤hlen sollen, werden nicht verbessert. Und da frage ich mich, was schlimmer ist: dumme WÃ¤hler oder machtgeile Lobbypolitikdarsteller quer durch alle grÃ¶ÃŸeren Parteien. Was nÃ¼tzt der beste PaÃŸgeber (WÃ¤hler), wenn der StÃ¼rmer (Politiker) hÃ¶chstens das eigene Tor trifft?

btw. mal zu MÃ¼ntefering: seine "Heuschrecken"-Ansprache war zwar populistisch und platt kalkuliert, wurde aber wohl ziemlich miÃŸverstanden. Er kritisierte nicht, wie oft behauptet, die Unternehmer, sondern Blutsauger wie Blackstone oder Goldman/Sachs, die nichts produzieren, sondern nur Profit ohne Gegenleistung anstreben. Die werden auch von Unternehmern nicht gemocht.

(und daÃŸ "nur" 13 % der Deutschen Bush gewÃ¤hlt hÃ¤tten ist bedenklich genug, ganz nebenbei).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einerseits klingt es ja wirklich nicht schlecht, eine Art &#8220;Qualifikation&#8221; fÃ¼rs WÃ¤hlen einzufÃ¼hren. Das wÃ¼rde evtl. sogar die Motivation steigern, an Wahlen teilzunehmen - Menschen spielen gerne, und sie wollen immer das gerne haben, was sie gerade nicht kriegen kÃ¶nnen. WeiterfÃ¼hrend kÃ¶nnte man sich sogar &#8220;Scheine&#8221; Ã¼berlegen: wer bestimmte Anforderungen im Test erfÃ¼llt (zb nicht nur Faktenwissen, sondern auch konstruktive VorschlÃ¤ge zu gegebenen Problemsituationen machen kÃ¶nnen) bekommt eine Berechtigung, an (erstmal nur ausgewÃ¤hlten) politischen Entscheidungsprozessen direkt mitzuwirken, quasi eine vorsichtige AnnÃ¤herung ans Plebiszit;).<br />
Andererseits kann ich mich mit VorschlÃ¤gen, die die Beschneidung von Grundrechten wie dem Wahlrecht beinhalten, nicht wirklich anfreunden (Ã¤hnlich zb wie mit dem immer wieder gerne geforderten &#8220;ElternfÃ¼hrerschein&#8221; - da gibts immer noch weit bessere MÃ¶glichkeiten, die Ziele, die man mit der EinfÃ¼hrung eines solchen zu erreichen trachtet, auch wirklich zu erreichen).<br />
Und hegelxx hat recht: durch diese Auswahlmethode werden nur die WÃ¤hler &#8220;verbessert&#8221;. Diejenigen, die sie wÃ¤hlen sollen, werden nicht verbessert. Und da frage ich mich, was schlimmer ist: dumme WÃ¤hler oder machtgeile Lobbypolitikdarsteller quer durch alle grÃ¶ÃŸeren Parteien. Was nÃ¼tzt der beste PaÃŸgeber (WÃ¤hler), wenn der StÃ¼rmer (Politiker) hÃ¶chstens das eigene Tor trifft?</p>
<p>btw. mal zu MÃ¼ntefering: seine &#8220;Heuschrecken&#8221;-Ansprache war zwar populistisch und platt kalkuliert, wurde aber wohl ziemlich miÃŸverstanden. Er kritisierte nicht, wie oft behauptet, die Unternehmer, sondern Blutsauger wie Blackstone oder Goldman/Sachs, die nichts produzieren, sondern nur Profit ohne Gegenleistung anstreben. Die werden auch von Unternehmern nicht gemocht.</p>
<p>(und daÃŸ &#8220;nur&#8221; 13 % der Deutschen Bush gewÃ¤hlt hÃ¤tten ist bedenklich genug, ganz nebenbei).</p>
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