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	<title>Kommentare zu: Neuwahlschock: Gysi wieder im Krankenhaus</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 21:52:25 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-292</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2005 07:04:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-292</guid>
		<description>Der Alltag im deutschnationalen Sozialismus sieht wie folgt aus. Da stellt ein langhaariges Subjekt, nicht mal ganz erwachsen (was er wohl nie wird) und Mitglied der Kommunistischen Partei Ã–sterreichs einen Antrag, ich solle eine gelbe Karte erhalten, die in der grÃ¶ÃŸten Internet-GEMEINschaft "KnÃ¶llchen" heiÃŸt. Das Verfahren wurde letztlich abgeschlagen, aber dass ein solcher Antrag gestellt wird, das er Ã¼berhaupt angenommen wird und natÃ¼rlich die BegrÃ¼ndung, sind die entscheidenden Punkte:

Hallo Tanja-K., 

gegen dich wurde folgendes KnÃ¶llchenverfahren erÃ¶ffnet: 

AnklÃ¤ger: Trotz alledem!
UnterstÃ¼tzer: soulreaper

Beschuldigter: Tanja-K.

Tanja-K. verÃ¶ffentlichte im RL-Forum ein Posting mit dem Thema: Neuwahlschock: "Gysi wieder im Krankenhaus"
Das Posting enthÃ¤lt einen Link auf die private Homepage von Tanja K.

Der gesamte Bericht ist gefÃ¤lscht und stellt eine Beleidigung einer Person des Ã¶ffentlichen Lebens, nÃ¤mlich Gregor Gysi dar.

Desweiteren ist dieses nicht sofort als Falschmeldung erkennbare Posting eine BeeintrÃ¤chtigung der Diskussionskultur und damit ein VerstoÃŸ gegen die Doliquette.

Der Userin soll mit diesem KnÃ¶llchenverfahren ein eindeutiger Hinweis gegeben werden, sich kÃ¼nftig an die Doliquette zu halten.

Rechtsmittelbelehrung: Gegen dich wurde ein KnÃ¶llchenverfahren erÃ¶ffnet. Innerhalb von vier Tagen werden fÃ¼nf zufÃ¤llig ausgewÃ¤hlte Gremianten Ã¼ber die Erteilung eines KnÃ¶llches abstimmen, NÃ¤heres findest du in der Gremiumsordnung.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alltag im deutschnationalen Sozialismus sieht wie folgt aus. Da stellt ein langhaariges Subjekt, nicht mal ganz erwachsen (was er wohl nie wird) und Mitglied der Kommunistischen Partei Ã–sterreichs einen Antrag, ich solle eine gelbe Karte erhalten, die in der grÃ¶ÃŸten Internet-GEMEINschaft &#8220;KnÃ¶llchen&#8221; heiÃŸt. Das Verfahren wurde letztlich abgeschlagen, aber dass ein solcher Antrag gestellt wird, das er Ã¼berhaupt angenommen wird und natÃ¼rlich die BegrÃ¼ndung, sind die entscheidenden Punkte:</p>
<p>Hallo Tanja-K., </p>
<p>gegen dich wurde folgendes KnÃ¶llchenverfahren erÃ¶ffnet: </p>
<p>AnklÃ¤ger: Trotz alledem!<br />
UnterstÃ¼tzer: soulreaper</p>
<p>Beschuldigter: Tanja-K.</p>
<p>Tanja-K. verÃ¶ffentlichte im RL-Forum ein Posting mit dem Thema: Neuwahlschock: &#8220;Gysi wieder im Krankenhaus&#8221;<br />
Das Posting enthÃ¤lt einen Link auf die private Homepage von Tanja K.</p>
<p>Der gesamte Bericht ist gefÃ¤lscht und stellt eine Beleidigung einer Person des Ã¶ffentlichen Lebens, nÃ¤mlich Gregor Gysi dar.</p>
<p>Desweiteren ist dieses nicht sofort als Falschmeldung erkennbare Posting eine BeeintrÃ¤chtigung der Diskussionskultur und damit ein VerstoÃŸ gegen die Doliquette.</p>
<p>Der Userin soll mit diesem KnÃ¶llchenverfahren ein eindeutiger Hinweis gegeben werden, sich kÃ¼nftig an die Doliquette zu halten.</p>
<p>Rechtsmittelbelehrung: Gegen dich wurde ein KnÃ¶llchenverfahren erÃ¶ffnet. Innerhalb von vier Tagen werden fÃ¼nf zufÃ¤llig ausgewÃ¤hlte Gremianten Ã¼ber die Erteilung eines KnÃ¶llches abstimmen, NÃ¤heres findest du in der Gremiumsordnung.</p>
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	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-258</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2005 17:00:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-258</guid>
		<description>Ich sagte es ja schon einmal, weil dieser Text ja bereits etwas Ã¤lter ist: Die Zitate stammen allesamt - mit kleinen AbÃ¤nderungen um das zuzuschneiden - von Benito Mussolini.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sagte es ja schon einmal, weil dieser Text ja bereits etwas Ã¤lter ist: Die Zitate stammen allesamt - mit kleinen AbÃ¤nderungen um das zuzuschneiden - von Benito Mussolini.</p>
<p>TK</p>
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	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-240</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 16:05:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-240</guid>
		<description>Dem MÃ¼ller sei gesagt: Seit wann ist denn die SPD "links"? Wegen der Sitzordnung im Parlament? Das ist doch alles lange her, als man diese Platzkarte noch als "links" bezeichnen konnte... Und Micro-Keynes Oskar muss halt mal wieder seine Privatshow abziehen, was diesen Belang angeht, sieht MÃ¼ller recht genau, auch der Vorsitzende Bisky von der PDS Ã¤uÃŸerte sich heute frÃ¼h im Interview des "Morgenmagazins" sehr zurÃ¼ckhaltend...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dem MÃ¼ller sei gesagt: Seit wann ist denn die SPD &#8220;links&#8221;? Wegen der Sitzordnung im Parlament? Das ist doch alles lange her, als man diese Platzkarte noch als &#8220;links&#8221; bezeichnen konnte&#8230; Und Micro-Keynes Oskar muss halt mal wieder seine Privatshow abziehen, was diesen Belang angeht, sieht MÃ¼ller recht genau, auch der Vorsitzende Bisky von der PDS Ã¤uÃŸerte sich heute frÃ¼h im Interview des &#8220;Morgenmagazins&#8221; sehr zurÃ¼ckhaltend&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-223</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2005 15:04:09 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-223</guid>
		<description>Etwas zu dem anderen Demagogen -

 Bonn (ots) - Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im
Bundestag, Michael MÃ¼ller, hat den Kurs von Oskar Lafontaine heftig
kritisiert. â€žEr hat das BÃ¼ndnis mit einer Partei gesucht, deren
Tradition nicht unbedingt in der Freiheit liegtâ€œ, sagte MÃ¼ller in
einem PHOENIX- Interview. Lafontaines Entscheidung markiere eine
fatale Entwicklung. â€žWer die Linke spaltet, spaltet ja nicht einfach
nur eine Partei, er spaltet auch die FÃ¤higkeit, Politik zu machen.
Deshalb finde ich das, was Oskar Lafontaine betreibt, ist persÃ¶nliche
Rache, mit Politik hat das nichts mehr zu tunâ€œ, so der
SPD-Fraktionsvize. Es sei nicht sicher, â€žob das, was er vorhat, auch
wirklich zustande kommt, vielleicht hat er auch ein Eigentor
geschossenâ€œ, sagte MÃ¼ller.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas zu dem anderen Demagogen -</p>
<p> Bonn (ots) - Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im<br />
Bundestag, Michael MÃ¼ller, hat den Kurs von Oskar Lafontaine heftig<br />
kritisiert. â€žEr hat das BÃ¼ndnis mit einer Partei gesucht, deren<br />
Tradition nicht unbedingt in der Freiheit liegtâ€œ, sagte MÃ¼ller in<br />
einem PHOENIX- Interview. Lafontaines Entscheidung markiere eine<br />
fatale Entwicklung. â€žWer die Linke spaltet, spaltet ja nicht einfach<br />
nur eine Partei, er spaltet auch die FÃ¤higkeit, Politik zu machen.<br />
Deshalb finde ich das, was Oskar Lafontaine betreibt, ist persÃ¶nliche<br />
Rache, mit Politik hat das nichts mehr zu tunâ€œ, so der<br />
SPD-Fraktionsvize. Es sei nicht sicher, â€žob das, was er vorhat, auch<br />
wirklich zustande kommt, vielleicht hat er auch ein Eigentor<br />
geschossenâ€œ, sagte MÃ¼ller.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-208</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 10:40:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-208</guid>
		<description>Nee, das ist von keinem Islam-Konvertiten - ich lÃ¶se die Sache gelegentlich noch auf.

GrÃ¼ÃŸe</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, das ist von keinem Islam-Konvertiten - ich lÃ¶se die Sache gelegentlich noch auf.</p>
<p>GrÃ¼ÃŸe</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-207</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 10:34:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-207</guid>
		<description>Grosse Teile des Textes stammen, so weit ich mich entsinnen kann, von so einem professoralen Islamkonvertiten, mir fÃ¤llt der Name nicht ein... Nun, du wirst es noch mitteilen, Tanja...

Und von wem ist das? (ist einfach zu erkennen...)

[i]In den frÃ¼hen zwanziger Jahren plante eine Anzahl von Leuten, die mit 
Philosophie, Soziologie und auch der Theologie sich beschÃ¤ftigten, eine 
Zusammenkunft. Die meisten von ihnen hatten von einem zum anderen Bekenntnis 
hinÃ¼bergewechselt; gemeinsam war ihnen der Nachdruck auf neuerworbener Religion, 
nicht diese selbst. Sie alle waren unzufrieden mit dem damals an UniversitÃ¤ten 
noch dominierenden Idealismus. Philosophie bewog sie dazu, aus Freiheit und 
Autonomie, positive Theologie, wie es schon bei Kierkegaard heiÃŸt, zu wÃ¤hlen. 
Weniger indessen ging es ihnen um das bestimmte Dogma, den Wahrheitsgehalt von 
Offenbarung, als um Gesinnung. Ein Freund, den die SphÃ¤re damals anzog, wurde zu 
seinem leisen VerdruÃŸ nicht eingeladen. Er sei, so bedeutete man ihm, nicht 
eigentlich genug. Denn er zÃ¶gerte vorm Kierkegaardschen Sprung; argwÃ¶hnte, 
Religion, die aus autonomem Denken beschworen wird, unterstelle dadurch sich 
diesem und negiere sich als das Absolute, das sie doch dem eigenen Begriff nach 
sein will. Die Vereinigten waren anti-intellektuelle Intellektuelle. Sie 
bestÃ¤tigten sich ihr hÃ¶heres EinverstÃ¤ndnis dadurch, daÃŸ sie einen, der nicht 
derart sich bekannte, wie sie es sich gegenseitig bezeugten, aussperrten. Was 
sie geistig verfochten, buchten sie als ihr Ethos, wie wenn es den inneren Rang 
eines Menschen erhÃ¶hte, daÃŸ er einer Lehre vom HÃ¶heren anhÃ¤ngt; wie wenn in den 
Evangelien nichts gegen die PharisÃ¤er stÃ¼nde. Noch vierzig Jahre spÃ¤ter verlieÃŸ 
ein pensionierter Bischof die Tagung einer Evangelischen Akademie, weil ein 
geladener Referent die MÃ¶glichkeit sakraler Musik heute bezweifelte. Auch er 
fÃ¼hlte davon sich entbunden oder war davor gewarnt, mit solchen sich 
einzulassen, die nicht unterschreiben: als hÃ¤tte der kritische Gedanke kein 
objektives Fundament, sondern wÃ¤re subjektive Verfehlung. Menschen seines Typus 
vereinigen die Neigung, sich, nach Borchardts Worten, ins Rechte zu setzen, mit 
der Angst, ihre Reflexion zu reflektieren, als glaubten sie sich selber nicht 
ganz. Sie wittern heute wie damals die Gefahr, das, was sie das Konkrete nennen, 
an die ihnen verdÃ¤chtige Abstraktion wiederum zu verlieren, die aus den 
Begriffen nicht ausgemerzt werden kann. Konkretion dÃ¼nkt ihnen durchs Opfer 
verheiÃŸen, zunÃ¤chst einmal das intellektuelle. Ketzer tauften den Kreis die 
Eigentlichen. 'Sein und Zeit' war damals lÃ¤ngst noch nicht erschienen. Wie 
Heidegger in dem Werk Eigentlichkeit schlechthin, existentialontologisch, als 
fachphilosophisches Stichwort einfÃ¼hrte, so hat er energisch in Philosophie 
gegossen, wofÃ¼r die Eigentlichen minder theoretisch eifern, und dadurch alle 
gewonnen, die auf jene vag ansprechen. Entbehrlich wurden durch ihn 
konfessionelle Zumutungen. Sein Buch erlangte seinen Nimbus, weil es als 
einsichtig beschrieb, als gediegen verpflichtend vor Augen stellte, wohin es den 
dunklen Drang der intelligentsia vor 1933 trieb. Zwar hallt bei ihm und allen, 
die seiner Sprache folgten, abgeschwÃ¤cht der theologische Klang bis heute nach. 
Denn in die Sprache sind die theologischen SÃ¼chte jener Jahre eingesickert, weit 
Ã¼ber den Umkreis derer hinaus, die damals sich als Elite aufwarfen. Unterdessen 
aber gilt das Geweihte der Sprache von Eigentlichen eher dem Kultus der 
Eigentlichkeit als dem christlichen, auch wo sie, aus temporÃ¤rem Mangel an 
anderer verfÃ¼gbarer AutoritÃ¤t, diesem sich angleichen. Vor allem besonderen 
Inhalt modelt ihre Sprache den Gedanken so, daÃŸ er dem Ziel von Unterwerfung 
sich anbequemt, selbst dort, wo er ihm zu widerstehen meint. Die AutoritÃ¤t des 
Absoluten wird gestÃ¼rzt von verabsolutierter AutoritÃ¤t. Der Faschismus war nicht 
bloÃŸ die VerschwÃ¶rung, die er auch war, sondern entsprang in einer mÃ¤chtigen 
gesellschaftlichen Entwicklungstendenz. Die Sprache gewÃ¤hrt ihm Asyl; in ihr 
Ã¤uÃŸert das fortschwelende Unheil sich so, als wÃ¤re es das Heil.[/i]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Grosse Teile des Textes stammen, so weit ich mich entsinnen kann, von so einem professoralen Islamkonvertiten, mir fÃ¤llt der Name nicht ein&#8230; Nun, du wirst es noch mitteilen, Tanja&#8230;</p>
<p>Und von wem ist das? (ist einfach zu erkennen&#8230;)</p>
<p>[i]In den frÃ¼hen zwanziger Jahren plante eine Anzahl von Leuten, die mit<br />
Philosophie, Soziologie und auch der Theologie sich beschÃ¤ftigten, eine<br />
Zusammenkunft. Die meisten von ihnen hatten von einem zum anderen Bekenntnis<br />
hinÃ¼bergewechselt; gemeinsam war ihnen der Nachdruck auf neuerworbener Religion,<br />
nicht diese selbst. Sie alle waren unzufrieden mit dem damals an UniversitÃ¤ten<br />
noch dominierenden Idealismus. Philosophie bewog sie dazu, aus Freiheit und<br />
Autonomie, positive Theologie, wie es schon bei Kierkegaard heiÃŸt, zu wÃ¤hlen.<br />
Weniger indessen ging es ihnen um das bestimmte Dogma, den Wahrheitsgehalt von<br />
Offenbarung, als um Gesinnung. Ein Freund, den die SphÃ¤re damals anzog, wurde zu<br />
seinem leisen VerdruÃŸ nicht eingeladen. Er sei, so bedeutete man ihm, nicht<br />
eigentlich genug. Denn er zÃ¶gerte vorm Kierkegaardschen Sprung; argwÃ¶hnte,<br />
Religion, die aus autonomem Denken beschworen wird, unterstelle dadurch sich<br />
diesem und negiere sich als das Absolute, das sie doch dem eigenen Begriff nach<br />
sein will. Die Vereinigten waren anti-intellektuelle Intellektuelle. Sie<br />
bestÃ¤tigten sich ihr hÃ¶heres EinverstÃ¤ndnis dadurch, daÃŸ sie einen, der nicht<br />
derart sich bekannte, wie sie es sich gegenseitig bezeugten, aussperrten. Was<br />
sie geistig verfochten, buchten sie als ihr Ethos, wie wenn es den inneren Rang<br />
eines Menschen erhÃ¶hte, daÃŸ er einer Lehre vom HÃ¶heren anhÃ¤ngt; wie wenn in den<br />
Evangelien nichts gegen die PharisÃ¤er stÃ¼nde. Noch vierzig Jahre spÃ¤ter verlieÃŸ<br />
ein pensionierter Bischof die Tagung einer Evangelischen Akademie, weil ein<br />
geladener Referent die MÃ¶glichkeit sakraler Musik heute bezweifelte. Auch er<br />
fÃ¼hlte davon sich entbunden oder war davor gewarnt, mit solchen sich<br />
einzulassen, die nicht unterschreiben: als hÃ¤tte der kritische Gedanke kein<br />
objektives Fundament, sondern wÃ¤re subjektive Verfehlung. Menschen seines Typus<br />
vereinigen die Neigung, sich, nach Borchardts Worten, ins Rechte zu setzen, mit<br />
der Angst, ihre Reflexion zu reflektieren, als glaubten sie sich selber nicht<br />
ganz. Sie wittern heute wie damals die Gefahr, das, was sie das Konkrete nennen,<br />
an die ihnen verdÃ¤chtige Abstraktion wiederum zu verlieren, die aus den<br />
Begriffen nicht ausgemerzt werden kann. Konkretion dÃ¼nkt ihnen durchs Opfer<br />
verheiÃŸen, zunÃ¤chst einmal das intellektuelle. Ketzer tauften den Kreis die<br />
Eigentlichen. &#8216;Sein und Zeit&#8217; war damals lÃ¤ngst noch nicht erschienen. Wie<br />
Heidegger in dem Werk Eigentlichkeit schlechthin, existentialontologisch, als<br />
fachphilosophisches Stichwort einfÃ¼hrte, so hat er energisch in Philosophie<br />
gegossen, wofÃ¼r die Eigentlichen minder theoretisch eifern, und dadurch alle<br />
gewonnen, die auf jene vag ansprechen. Entbehrlich wurden durch ihn<br />
konfessionelle Zumutungen. Sein Buch erlangte seinen Nimbus, weil es als<br />
einsichtig beschrieb, als gediegen verpflichtend vor Augen stellte, wohin es den<br />
dunklen Drang der intelligentsia vor 1933 trieb. Zwar hallt bei ihm und allen,<br />
die seiner Sprache folgten, abgeschwÃ¤cht der theologische Klang bis heute nach.<br />
Denn in die Sprache sind die theologischen SÃ¼chte jener Jahre eingesickert, weit<br />
Ã¼ber den Umkreis derer hinaus, die damals sich als Elite aufwarfen. Unterdessen<br />
aber gilt das Geweihte der Sprache von Eigentlichen eher dem Kultus der<br />
Eigentlichkeit als dem christlichen, auch wo sie, aus temporÃ¤rem Mangel an<br />
anderer verfÃ¼gbarer AutoritÃ¤t, diesem sich angleichen. Vor allem besonderen<br />
Inhalt modelt ihre Sprache den Gedanken so, daÃŸ er dem Ziel von Unterwerfung<br />
sich anbequemt, selbst dort, wo er ihm zu widerstehen meint. Die AutoritÃ¤t des<br />
Absoluten wird gestÃ¼rzt von verabsolutierter AutoritÃ¤t. Der Faschismus war nicht<br />
bloÃŸ die VerschwÃ¶rung, die er auch war, sondern entsprang in einer mÃ¤chtigen<br />
gesellschaftlichen Entwicklungstendenz. Die Sprache gewÃ¤hrt ihm Asyl; in ihr<br />
Ã¤uÃŸert das fortschwelende Unheil sich so, als wÃ¤re es das Heil.[/i]</p>
]]></content:encoded>
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