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	<title>Kommentare zu: Neuwahlschock: Gysi wieder im Krankenhaus</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html</link>
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	<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 02:43:56 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-292</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2005 07:04:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-292</guid>
		<description>Der Alltag im deutschnationalen Sozialismus sieht wie folgt aus. Da stellt ein langhaariges Subjekt, nicht mal ganz erwachsen (was er wohl nie wird) und Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs einen Antrag, ich solle eine gelbe Karte erhalten, die in der größten Internet-GEMEINschaft "Knöllchen" heißt. Das Verfahren wurde letztlich abgeschlagen, aber dass ein solcher Antrag gestellt wird, das er überhaupt angenommen wird und natürlich die Begründung, sind die entscheidenden Punkte:

Hallo Tanja-K., 

gegen dich wurde folgendes Knöllchenverfahren eröffnet: 

Ankläger: Trotz alledem!
Unterstützer: soulreaper

Beschuldigter: Tanja-K.

Tanja-K. veröffentlichte im RL-Forum ein Posting mit dem Thema: Neuwahlschock: "Gysi wieder im Krankenhaus"
Das Posting enthält einen Link auf die private Homepage von Tanja K.

Der gesamte Bericht ist gefälscht und stellt eine Beleidigung einer Person des öffentlichen Lebens, nämlich Gregor Gysi dar.

Desweiteren ist dieses nicht sofort als Falschmeldung erkennbare Posting eine Beeinträchtigung der Diskussionskultur und damit ein Verstoß gegen die Doliquette.

Der Userin soll mit diesem Knöllchenverfahren ein eindeutiger Hinweis gegeben werden, sich künftig an die Doliquette zu halten.

Rechtsmittelbelehrung: Gegen dich wurde ein Knöllchenverfahren eröffnet. Innerhalb von vier Tagen werden fünf zufällig ausgewählte Gremianten über die Erteilung eines Knöllches abstimmen, Näheres findest du in der Gremiumsordnung.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alltag im deutschnationalen Sozialismus sieht wie folgt aus. Da stellt ein langhaariges Subjekt, nicht mal ganz erwachsen (was er wohl nie wird) und Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs einen Antrag, ich solle eine gelbe Karte erhalten, die in der größten Internet-GEMEINschaft &#8220;Knöllchen&#8221; heißt. Das Verfahren wurde letztlich abgeschlagen, aber dass ein solcher Antrag gestellt wird, das er überhaupt angenommen wird und natürlich die Begründung, sind die entscheidenden Punkte:</p>
<p>Hallo Tanja-K., </p>
<p>gegen dich wurde folgendes Knöllchenverfahren eröffnet: </p>
<p>Ankläger: Trotz alledem!<br />
Unterstützer: soulreaper</p>
<p>Beschuldigter: Tanja-K.</p>
<p>Tanja-K. veröffentlichte im RL-Forum ein Posting mit dem Thema: Neuwahlschock: &#8220;Gysi wieder im Krankenhaus&#8221;<br />
Das Posting enthält einen Link auf die private Homepage von Tanja K.</p>
<p>Der gesamte Bericht ist gefälscht und stellt eine Beleidigung einer Person des öffentlichen Lebens, nämlich Gregor Gysi dar.</p>
<p>Desweiteren ist dieses nicht sofort als Falschmeldung erkennbare Posting eine Beeinträchtigung der Diskussionskultur und damit ein Verstoß gegen die Doliquette.</p>
<p>Der Userin soll mit diesem Knöllchenverfahren ein eindeutiger Hinweis gegeben werden, sich künftig an die Doliquette zu halten.</p>
<p>Rechtsmittelbelehrung: Gegen dich wurde ein Knöllchenverfahren eröffnet. Innerhalb von vier Tagen werden fünf zufällig ausgewählte Gremianten über die Erteilung eines Knöllches abstimmen, Näheres findest du in der Gremiumsordnung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-258</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2005 17:00:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-258</guid>
		<description>Ich sagte es ja schon einmal, weil dieser Text ja bereits etwas älter ist: Die Zitate stammen allesamt - mit kleinen Abänderungen um das zuzuschneiden - von Benito Mussolini.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sagte es ja schon einmal, weil dieser Text ja bereits etwas älter ist: Die Zitate stammen allesamt - mit kleinen Abänderungen um das zuzuschneiden - von Benito Mussolini.</p>
<p>TK</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-240</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2005 16:05:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-240</guid>
		<description>Dem Müller sei gesagt: Seit wann ist denn die SPD "links"? Wegen der Sitzordnung im Parlament? Das ist doch alles lange her, als man diese Platzkarte noch als "links" bezeichnen konnte... Und Micro-Keynes Oskar muss halt mal wieder seine Privatshow abziehen, was diesen Belang angeht, sieht Müller recht genau, auch der Vorsitzende Bisky von der PDS äußerte sich heute früh im Interview des "Morgenmagazins" sehr zurückhaltend...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Müller sei gesagt: Seit wann ist denn die SPD &#8220;links&#8221;? Wegen der Sitzordnung im Parlament? Das ist doch alles lange her, als man diese Platzkarte noch als &#8220;links&#8221; bezeichnen konnte&#8230; Und Micro-Keynes Oskar muss halt mal wieder seine Privatshow abziehen, was diesen Belang angeht, sieht Müller recht genau, auch der Vorsitzende Bisky von der PDS äußerte sich heute früh im Interview des &#8220;Morgenmagazins&#8221; sehr zurückhaltend&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-223</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2005 15:04:09 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-223</guid>
		<description>Etwas zu dem anderen Demagogen -

 Bonn (ots) - Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im
Bundestag, Michael Müller, hat den Kurs von Oskar Lafontaine heftig
kritisiert. „Er hat das Bündnis mit einer Partei gesucht, deren
Tradition nicht unbedingt in der Freiheit liegt“, sagte Müller in
einem PHOENIX- Interview. Lafontaines Entscheidung markiere eine
fatale Entwicklung. „Wer die Linke spaltet, spaltet ja nicht einfach
nur eine Partei, er spaltet auch die Fähigkeit, Politik zu machen.
Deshalb finde ich das, was Oskar Lafontaine betreibt, ist persönliche
Rache, mit Politik hat das nichts mehr zu tun“, so der
SPD-Fraktionsvize. Es sei nicht sicher, „ob das, was er vorhat, auch
wirklich zustande kommt, vielleicht hat er auch ein Eigentor
geschossen“, sagte Müller.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas zu dem anderen Demagogen -</p>
<p> Bonn (ots) - Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im<br />
Bundestag, Michael Müller, hat den Kurs von Oskar Lafontaine heftig<br />
kritisiert. „Er hat das Bündnis mit einer Partei gesucht, deren<br />
Tradition nicht unbedingt in der Freiheit liegt“, sagte Müller in<br />
einem PHOENIX- Interview. Lafontaines Entscheidung markiere eine<br />
fatale Entwicklung. „Wer die Linke spaltet, spaltet ja nicht einfach<br />
nur eine Partei, er spaltet auch die Fähigkeit, Politik zu machen.<br />
Deshalb finde ich das, was Oskar Lafontaine betreibt, ist persönliche<br />
Rache, mit Politik hat das nichts mehr zu tun“, so der<br />
SPD-Fraktionsvize. Es sei nicht sicher, „ob das, was er vorhat, auch<br />
wirklich zustande kommt, vielleicht hat er auch ein Eigentor<br />
geschossen“, sagte Müller.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-208</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 10:40:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-208</guid>
		<description>Nee, das ist von keinem Islam-Konvertiten - ich löse die Sache gelegentlich noch auf.

Grüße</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, das ist von keinem Islam-Konvertiten - ich löse die Sache gelegentlich noch auf.</p>
<p>Grüße</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-207</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 10:34:53 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/23/158.html#comment-207</guid>
		<description>Grosse Teile des Textes stammen, so weit ich mich entsinnen kann, von so einem professoralen Islamkonvertiten, mir fällt der Name nicht ein... Nun, du wirst es noch mitteilen, Tanja...

Und von wem ist das? (ist einfach zu erkennen...)

[i]In den frühen zwanziger Jahren plante eine Anzahl von Leuten, die mit 
Philosophie, Soziologie und auch der Theologie sich beschäftigten, eine 
Zusammenkunft. Die meisten von ihnen hatten von einem zum anderen Bekenntnis 
hinübergewechselt; gemeinsam war ihnen der Nachdruck auf neuerworbener Religion, 
nicht diese selbst. Sie alle waren unzufrieden mit dem damals an Universitäten 
noch dominierenden Idealismus. Philosophie bewog sie dazu, aus Freiheit und 
Autonomie, positive Theologie, wie es schon bei Kierkegaard heißt, zu wählen. 
Weniger indessen ging es ihnen um das bestimmte Dogma, den Wahrheitsgehalt von 
Offenbarung, als um Gesinnung. Ein Freund, den die Sphäre damals anzog, wurde zu 
seinem leisen Verdruß nicht eingeladen. Er sei, so bedeutete man ihm, nicht 
eigentlich genug. Denn er zögerte vorm Kierkegaardschen Sprung; argwöhnte, 
Religion, die aus autonomem Denken beschworen wird, unterstelle dadurch sich 
diesem und negiere sich als das Absolute, das sie doch dem eigenen Begriff nach 
sein will. Die Vereinigten waren anti-intellektuelle Intellektuelle. Sie 
bestätigten sich ihr höheres Einverständnis dadurch, daß sie einen, der nicht 
derart sich bekannte, wie sie es sich gegenseitig bezeugten, aussperrten. Was 
sie geistig verfochten, buchten sie als ihr Ethos, wie wenn es den inneren Rang 
eines Menschen erhöhte, daß er einer Lehre vom Höheren anhängt; wie wenn in den 
Evangelien nichts gegen die Pharisäer stünde. Noch vierzig Jahre später verließ 
ein pensionierter Bischof die Tagung einer Evangelischen Akademie, weil ein 
geladener Referent die Möglichkeit sakraler Musik heute bezweifelte. Auch er 
fühlte davon sich entbunden oder war davor gewarnt, mit solchen sich 
einzulassen, die nicht unterschreiben: als hätte der kritische Gedanke kein 
objektives Fundament, sondern wäre subjektive Verfehlung. Menschen seines Typus 
vereinigen die Neigung, sich, nach Borchardts Worten, ins Rechte zu setzen, mit 
der Angst, ihre Reflexion zu reflektieren, als glaubten sie sich selber nicht 
ganz. Sie wittern heute wie damals die Gefahr, das, was sie das Konkrete nennen, 
an die ihnen verdächtige Abstraktion wiederum zu verlieren, die aus den 
Begriffen nicht ausgemerzt werden kann. Konkretion dünkt ihnen durchs Opfer 
verheißen, zunächst einmal das intellektuelle. Ketzer tauften den Kreis die 
Eigentlichen. 'Sein und Zeit' war damals längst noch nicht erschienen. Wie 
Heidegger in dem Werk Eigentlichkeit schlechthin, existentialontologisch, als 
fachphilosophisches Stichwort einführte, so hat er energisch in Philosophie 
gegossen, wofür die Eigentlichen minder theoretisch eifern, und dadurch alle 
gewonnen, die auf jene vag ansprechen. Entbehrlich wurden durch ihn 
konfessionelle Zumutungen. Sein Buch erlangte seinen Nimbus, weil es als 
einsichtig beschrieb, als gediegen verpflichtend vor Augen stellte, wohin es den 
dunklen Drang der intelligentsia vor 1933 trieb. Zwar hallt bei ihm und allen, 
die seiner Sprache folgten, abgeschwächt der theologische Klang bis heute nach. 
Denn in die Sprache sind die theologischen Süchte jener Jahre eingesickert, weit 
über den Umkreis derer hinaus, die damals sich als Elite aufwarfen. Unterdessen 
aber gilt das Geweihte der Sprache von Eigentlichen eher dem Kultus der 
Eigentlichkeit als dem christlichen, auch wo sie, aus temporärem Mangel an 
anderer verfügbarer Autorität, diesem sich angleichen. Vor allem besonderen 
Inhalt modelt ihre Sprache den Gedanken so, daß er dem Ziel von Unterwerfung 
sich anbequemt, selbst dort, wo er ihm zu widerstehen meint. Die Autorität des 
Absoluten wird gestürzt von verabsolutierter Autorität. Der Faschismus war nicht 
bloß die Verschwörung, die er auch war, sondern entsprang in einer mächtigen 
gesellschaftlichen Entwicklungstendenz. Die Sprache gewährt ihm Asyl; in ihr 
äußert das fortschwelende Unheil sich so, als wäre es das Heil.[/i]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Grosse Teile des Textes stammen, so weit ich mich entsinnen kann, von so einem professoralen Islamkonvertiten, mir fällt der Name nicht ein&#8230; Nun, du wirst es noch mitteilen, Tanja&#8230;</p>
<p>Und von wem ist das? (ist einfach zu erkennen&#8230;)</p>
<p>[i]In den frühen zwanziger Jahren plante eine Anzahl von Leuten, die mit<br />
Philosophie, Soziologie und auch der Theologie sich beschäftigten, eine<br />
Zusammenkunft. Die meisten von ihnen hatten von einem zum anderen Bekenntnis<br />
hinübergewechselt; gemeinsam war ihnen der Nachdruck auf neuerworbener Religion,<br />
nicht diese selbst. Sie alle waren unzufrieden mit dem damals an Universitäten<br />
noch dominierenden Idealismus. Philosophie bewog sie dazu, aus Freiheit und<br />
Autonomie, positive Theologie, wie es schon bei Kierkegaard heißt, zu wählen.<br />
Weniger indessen ging es ihnen um das bestimmte Dogma, den Wahrheitsgehalt von<br />
Offenbarung, als um Gesinnung. Ein Freund, den die Sphäre damals anzog, wurde zu<br />
seinem leisen Verdruß nicht eingeladen. Er sei, so bedeutete man ihm, nicht<br />
eigentlich genug. Denn er zögerte vorm Kierkegaardschen Sprung; argwöhnte,<br />
Religion, die aus autonomem Denken beschworen wird, unterstelle dadurch sich<br />
diesem und negiere sich als das Absolute, das sie doch dem eigenen Begriff nach<br />
sein will. Die Vereinigten waren anti-intellektuelle Intellektuelle. Sie<br />
bestätigten sich ihr höheres Einverständnis dadurch, daß sie einen, der nicht<br />
derart sich bekannte, wie sie es sich gegenseitig bezeugten, aussperrten. Was<br />
sie geistig verfochten, buchten sie als ihr Ethos, wie wenn es den inneren Rang<br />
eines Menschen erhöhte, daß er einer Lehre vom Höheren anhängt; wie wenn in den<br />
Evangelien nichts gegen die Pharisäer stünde. Noch vierzig Jahre später verließ<br />
ein pensionierter Bischof die Tagung einer Evangelischen Akademie, weil ein<br />
geladener Referent die Möglichkeit sakraler Musik heute bezweifelte. Auch er<br />
fühlte davon sich entbunden oder war davor gewarnt, mit solchen sich<br />
einzulassen, die nicht unterschreiben: als hätte der kritische Gedanke kein<br />
objektives Fundament, sondern wäre subjektive Verfehlung. Menschen seines Typus<br />
vereinigen die Neigung, sich, nach Borchardts Worten, ins Rechte zu setzen, mit<br />
der Angst, ihre Reflexion zu reflektieren, als glaubten sie sich selber nicht<br />
ganz. Sie wittern heute wie damals die Gefahr, das, was sie das Konkrete nennen,<br />
an die ihnen verdächtige Abstraktion wiederum zu verlieren, die aus den<br />
Begriffen nicht ausgemerzt werden kann. Konkretion dünkt ihnen durchs Opfer<br />
verheißen, zunächst einmal das intellektuelle. Ketzer tauften den Kreis die<br />
Eigentlichen. &#8216;Sein und Zeit&#8217; war damals längst noch nicht erschienen. Wie<br />
Heidegger in dem Werk Eigentlichkeit schlechthin, existentialontologisch, als<br />
fachphilosophisches Stichwort einführte, so hat er energisch in Philosophie<br />
gegossen, wofür die Eigentlichen minder theoretisch eifern, und dadurch alle<br />
gewonnen, die auf jene vag ansprechen. Entbehrlich wurden durch ihn<br />
konfessionelle Zumutungen. Sein Buch erlangte seinen Nimbus, weil es als<br />
einsichtig beschrieb, als gediegen verpflichtend vor Augen stellte, wohin es den<br />
dunklen Drang der intelligentsia vor 1933 trieb. Zwar hallt bei ihm und allen,<br />
die seiner Sprache folgten, abgeschwächt der theologische Klang bis heute nach.<br />
Denn in die Sprache sind die theologischen Süchte jener Jahre eingesickert, weit<br />
über den Umkreis derer hinaus, die damals sich als Elite aufwarfen. Unterdessen<br />
aber gilt das Geweihte der Sprache von Eigentlichen eher dem Kultus der<br />
Eigentlichkeit als dem christlichen, auch wo sie, aus temporärem Mangel an<br />
anderer verfügbarer Autorität, diesem sich angleichen. Vor allem besonderen<br />
Inhalt modelt ihre Sprache den Gedanken so, daß er dem Ziel von Unterwerfung<br />
sich anbequemt, selbst dort, wo er ihm zu widerstehen meint. Die Autorität des<br />
Absoluten wird gestürzt von verabsolutierter Autorität. Der Faschismus war nicht<br />
bloß die Verschwörung, die er auch war, sondern entsprang in einer mächtigen<br />
gesellschaftlichen Entwicklungstendenz. Die Sprache gewährt ihm Asyl; in ihr<br />
äußert das fortschwelende Unheil sich so, als wäre es das Heil.[/i]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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