<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.3.3" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: CAMPO NEWS-Nr. 6 und &#8220;Der bayerische Wald an der Costa Blanca&#8221;, sowie etwas über die &#8220;Internationalen Brigaden&#8221;</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html</link>
	<description></description>
	<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 02:44:17 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.3.3</generator>
		<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-189</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2005 06:48:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-189</guid>
		<description>Man muss nicht immer gleich mit der Keule "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" kommen, es würde ja auch reichen, wenn wir einfach feststellten, dass Verbrechen an bestimmten Menschen und ihrem Milieu geschehen sind.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss nicht immer gleich mit der Keule &#8220;Verbrechen gegen die Menschlichkeit&#8221; kommen, es würde ja auch reichen, wenn wir einfach feststellten, dass Verbrechen an bestimmten Menschen und ihrem Milieu geschehen sind.</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-187</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2005 20:30:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-187</guid>
		<description>"Die anderen Linken wurden im Gefängnis von den “eigenen Leuten” schlimmer behandelt, als die Franco-Leute."

Selbst, wenn die Schergen der totalitären Sowjetunion ausschließlich Franquisten gefoltert oder ermordet hätten, würde sich nichts an ihrer Beurteilung als verabscheuungswürdiger Verbrecher gegen die Menschheit ändern. Analog zu dieser Beurteilung könnten die Lageraufseher von Guantanamo oder Abu Ghraib (sowie deren Auftraggeber) sich im Falle einer - bedauerlicherweise nicht zu erhoffenden - rechtsstaatlichen Ahndung ihrer Gewaltverbrechen nicht darauf berufen, daß es sich bei ihren wehrlosen Opfern ihrer Einschätzung nach um tatsächliche Islamisten gehandelt habe, denen "Recht" widerfahre. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die anderen Linken wurden im Gefängnis von den “eigenen Leuten” schlimmer behandelt, als die Franco-Leute.&#8221;</p>
<p>Selbst, wenn die Schergen der totalitären Sowjetunion ausschließlich Franquisten gefoltert oder ermordet hätten, würde sich nichts an ihrer Beurteilung als verabscheuungswürdiger Verbrecher gegen die Menschheit ändern. Analog zu dieser Beurteilung könnten die Lageraufseher von Guantanamo oder Abu Ghraib (sowie deren Auftraggeber) sich im Falle einer - bedauerlicherweise nicht zu erhoffenden - rechtsstaatlichen Ahndung ihrer Gewaltverbrechen nicht darauf berufen, daß es sich bei ihren wehrlosen Opfern ihrer Einschätzung nach um tatsächliche Islamisten gehandelt habe, denen &#8220;Recht&#8221; widerfahre.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-184</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2005 15:04:40 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-184</guid>
		<description>George Orwell jedoch, erlebte in Spanien auch eine politische Umwälzung. Danach war er Antikommunist und zwar aus eben den Gründen, die ich in dem Leserbrief nur andeutete: Die "Genossen Stalinisten" haben genauso gewütet wie die andere Seite. Die anderen Linken wurden im Gefängnis von den "eigenen Leuten" schlimmer behandelt, als die Franco-Leute. Dies hatte Orwell zu genau mitbekommen und zog die Lehren aus der kommunistischen Propaganda.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>George Orwell jedoch, erlebte in Spanien auch eine politische Umwälzung. Danach war er Antikommunist und zwar aus eben den Gründen, die ich in dem Leserbrief nur andeutete: Die &#8220;Genossen Stalinisten&#8221; haben genauso gewütet wie die andere Seite. Die anderen Linken wurden im Gefängnis von den &#8220;eigenen Leuten&#8221; schlimmer behandelt, als die Franco-Leute. Dies hatte Orwell zu genau mitbekommen und zog die Lehren aus der kommunistischen Propaganda.</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-183</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2005 10:13:23 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-183</guid>
		<description>Aus einem Leserbrief an die Wochenzeitung "Junge Freiheit" vom November 1996:

Zu: „Angriffe auf die Freiheit - PDS will deutsche Spanien-Kämpfer als Vorbild ehren“, JF 47/96

Daß die angeblich demokratisch geläuterte SED-Fortsetzungspartei für ihre Genossen aus der „Kampfzeit“ des Spanischen Bürgerkrieges „einen hervorragenden Platz im Geschichtsbild des neuen Deutschland“ fordert, also dem wiedervereinigten Deutschland das Geschichtsbild der „antifaschistisch-demokratischen Ordnung“ aufzuzwingen sucht, halte auch ich für skandalös.
Ihr Kommentar allerdings, der die Brigaden zur Unterstützung des republikanischen Spanien gegen Franco kollektiv als „Banden“ abqualifiziert, auf deren Konto „tausende geschändete Nonnen, grausam ermordete Priester und geplünderte und abgefackelte Kirchen“ gingen, wird leider ebenfalls den geschichtlichen Tatsachen nicht ganz gerecht, denn diese Schandtaten zu Beginn des Bürgerkriegs müssen v. a. den spanischen Anarchisten zugeschrieben werden. Selbst die KP übte damals noch Zurückhaltung, um ihre Glaubwürdigkeit bei den Bürgerlichen als zuverlässiger Bündnispartner gegen den „Faschismus“ unter Beweis zu stellen, und begann erst 1937 ihren Ausrottungsfeldzug gegen Andersdenkende innerhalb des „antifaschistischen“ Waffenbündnisses.
Auf republikanischer Seite, auch in den Reihen der Internationalen Brigaden, kämpften nicht nur Anhänger Stalins, sondern auch viele Humanisten und Demokraten aus dem linken Lager, die der „Volksfront“-Propaganda der Sowjetunion und der Kommunistischen Internationale auf den Leim gegangen waren. Als wichtigste Beispiele seien hier André Malraux (nach dem II. Weltkriege französischer Kulturminister im Kabinett de Gaulles), George Orwell und Willy Brandt angeführt, deren Erfahrungen mit den Handlangern der Sowjetdiktatur sie zu konsequenten Gegnern des Linkstotalitarismus machten. Orwell zeichnete einige Jahre später (1948) in seinem „1984“ in schwärzesten Farben das Wesen des totalen Staates. Willy Brandt erkannte in Spanien: „Ein höheres Gut als Freiheit gibt es nicht, und es muß gegen mehr als eine Seite verteidigt werden.“ 

Daniel Schikora, München</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einem Leserbrief an die Wochenzeitung &#8220;Junge Freiheit&#8221; vom November 1996:</p>
<p>Zu: „Angriffe auf die Freiheit - PDS will deutsche Spanien-Kämpfer als Vorbild ehren“, JF 47/96</p>
<p>Daß die angeblich demokratisch geläuterte SED-Fortsetzungspartei für ihre Genossen aus der „Kampfzeit“ des Spanischen Bürgerkrieges „einen hervorragenden Platz im Geschichtsbild des neuen Deutschland“ fordert, also dem wiedervereinigten Deutschland das Geschichtsbild der „antifaschistisch-demokratischen Ordnung“ aufzuzwingen sucht, halte auch ich für skandalös.<br />
Ihr Kommentar allerdings, der die Brigaden zur Unterstützung des republikanischen Spanien gegen Franco kollektiv als „Banden“ abqualifiziert, auf deren Konto „tausende geschändete Nonnen, grausam ermordete Priester und geplünderte und abgefackelte Kirchen“ gingen, wird leider ebenfalls den geschichtlichen Tatsachen nicht ganz gerecht, denn diese Schandtaten zu Beginn des Bürgerkriegs müssen v. a. den spanischen Anarchisten zugeschrieben werden. Selbst die KP übte damals noch Zurückhaltung, um ihre Glaubwürdigkeit bei den Bürgerlichen als zuverlässiger Bündnispartner gegen den „Faschismus“ unter Beweis zu stellen, und begann erst 1937 ihren Ausrottungsfeldzug gegen Andersdenkende innerhalb des „antifaschistischen“ Waffenbündnisses.<br />
Auf republikanischer Seite, auch in den Reihen der Internationalen Brigaden, kämpften nicht nur Anhänger Stalins, sondern auch viele Humanisten und Demokraten aus dem linken Lager, die der „Volksfront“-Propaganda der Sowjetunion und der Kommunistischen Internationale auf den Leim gegangen waren. Als wichtigste Beispiele seien hier André Malraux (nach dem II. Weltkriege französischer Kulturminister im Kabinett de Gaulles), George Orwell und Willy Brandt angeführt, deren Erfahrungen mit den Handlangern der Sowjetdiktatur sie zu konsequenten Gegnern des Linkstotalitarismus machten. Orwell zeichnete einige Jahre später (1948) in seinem „1984“ in schwärzesten Farben das Wesen des totalen Staates. Willy Brandt erkannte in Spanien: „Ein höheres Gut als Freiheit gibt es nicht, und es muß gegen mehr als eine Seite verteidigt werden.“ </p>
<p>Daniel Schikora, München</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-181</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2005 22:12:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/15/150.html#comment-181</guid>
		<description>"Man sollte nicht triumphieren, wenn bis heute viele Bürger Spaniens die dominierende Landesprache ablehnen, sehen wir doch, zu welchen fatalen Entwicklungen dies auch aktuell führen kann und der Einwand, dies habe Franco verursacht, erscheint nicht selten als Argument sekundärer Wahrheit, steht doch der Regionalismus bisweilen für ein militantes und wenig kompromissbereites Programm, das auch ohne Francobezug von weniger eng denken Menschen nicht zu teilen ist."

In der Tat erscheint die Behauptung, die Unterdrückungspolitik des Franquismus (auch) gegenüber dem baskischen Bevölkerungsteil Spaniens habe das atavistische Segregationsbestreben des Ethno-Nationalismus der ETA "verursacht", als in gleichem Maße abwegig, wie die - bei deutschen Freunden völkischer Banditen - mindestens ebenso beliebte These, die UCK sei ein Produkt serbisch/jugoslawischer und die Maschadow-Bande ein Produkt russischer "Unterdrückungspolitik" gegenüber muslimischen Völkerschaften, die kein Wässerchen zu trüben vermöchten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Man sollte nicht triumphieren, wenn bis heute viele Bürger Spaniens die dominierende Landesprache ablehnen, sehen wir doch, zu welchen fatalen Entwicklungen dies auch aktuell führen kann und der Einwand, dies habe Franco verursacht, erscheint nicht selten als Argument sekundärer Wahrheit, steht doch der Regionalismus bisweilen für ein militantes und wenig kompromissbereites Programm, das auch ohne Francobezug von weniger eng denken Menschen nicht zu teilen ist.&#8221;</p>
<p>In der Tat erscheint die Behauptung, die Unterdrückungspolitik des Franquismus (auch) gegenüber dem baskischen Bevölkerungsteil Spaniens habe das atavistische Segregationsbestreben des Ethno-Nationalismus der ETA &#8220;verursacht&#8221;, als in gleichem Maße abwegig, wie die - bei deutschen Freunden völkischer Banditen - mindestens ebenso beliebte These, die UCK sei ein Produkt serbisch/jugoslawischer und die Maschadow-Bande ein Produkt russischer &#8220;Unterdrückungspolitik&#8221; gegenüber muslimischen Völkerschaften, die kein Wässerchen zu trüben vermöchten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
