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	<title>Kommentare zu: Der Kemalismus und die Situation in der Türkei</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html</link>
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	<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 09:56:08 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18769</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2006 00:01:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18769</guid>
		<description>"nfreimann": "Die Türkei ist das gewaltsam türkisierte Land der Kurden, der Armener, Teile der Kauskasusvölker, der Griechen, der Syrer, der Aramäer, und vieler anderer Ethnien. Alle diese Ethnien lebten friedlich zusammen, als der Turanismus noch nicht existierte, und der universalistische Anspruch des Islam noch verband. Trotz aller Bedenken angesichts islamistischen Terrors, sollte man nicht übersehen, dass der Islam eben auch durchaus positive Züge hat."

Halten wir fest: Der Kretin "nfreimann" hält die Herabwürdigung der autochthonen christlichen Bevölkerungen Vorderasiens in den Status von Schutzbefohlenen für einen der "positive[n] Züge", die der Islam in seinem universalistischen Unterwerfungsanspruch aufweist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;nfreimann&#8221;: &#8220;Die Türkei ist das gewaltsam türkisierte Land der Kurden, der Armener, Teile der Kauskasusvölker, der Griechen, der Syrer, der Aramäer, und vieler anderer Ethnien. Alle diese Ethnien lebten friedlich zusammen, als der Turanismus noch nicht existierte, und der universalistische Anspruch des Islam noch verband. Trotz aller Bedenken angesichts islamistischen Terrors, sollte man nicht übersehen, dass der Islam eben auch durchaus positive Züge hat.&#8221;</p>
<p>Halten wir fest: Der Kretin &#8220;nfreimann&#8221; hält die Herabwürdigung der autochthonen christlichen Bevölkerungen Vorderasiens in den Status von Schutzbefohlenen für einen der &#8220;positive[n] Züge&#8221;, die der Islam in seinem universalistischen Unterwerfungsanspruch aufweist.</p>
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	<item>
		<title>Von: Jean-Luc Servier</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18761</link>
		<dc:creator>Jean-Luc Servier</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2006 16:08:15 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18761</guid>
		<description>Einen solchen anmaßenden und von der Realität abseits liegenden Beitrag des nfreimann´s habe ich noch nie in meiner akademischen Tätigkeit als Orienthistoriker gehört.

In jeder Stadt gibt es freie Veranstaltung für die allgemein Bildung der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes - für alle Interessensgebiete die man sich vorstellen kann,  auch über die frühtürkische Geschichte der Prototürken im 5 Jahrtausend vor Christi in Anatolien.


Mit freundlichen Grüßen

Jean - Luc Servier</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen solchen anmaßenden und von der Realität abseits liegenden Beitrag des nfreimann´s habe ich noch nie in meiner akademischen Tätigkeit als Orienthistoriker gehört.</p>
<p>In jeder Stadt gibt es freie Veranstaltung für die allgemein Bildung der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes - für alle Interessensgebiete die man sich vorstellen kann,  auch über die frühtürkische Geschichte der Prototürken im 5 Jahrtausend vor Christi in Anatolien.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Jean - Luc Servier</p>
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	<item>
		<title>Von: hegelxx</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18406</link>
		<dc:creator>hegelxx</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2006 13:34:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18406</guid>
		<description>soso, kaya mehmet selim, die Armenier wurden also "zwangsumgesiedelt"...

Wohin denn? Ins Jenseits?

Du hast auch eine blumige Sprache, wenn es um Massenmord geht, der Tod der Grossmutter ist ein anderer Fall, das mag ja alles stimmen, aber dann legst du los. Eben genau so wie Wichte als Nazis und dauergeile Barthuber als Muslime.

Frage: Wenn die Schwester mal den Schleier abnimmt, fällt dir dann der ... ab? Weil du die auch nicht f. darfst? Nö, du würdest sie - - -. 

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>soso, kaya mehmet selim, die Armenier wurden also &#8220;zwangsumgesiedelt&#8221;&#8230;</p>
<p>Wohin denn? Ins Jenseits?</p>
<p>Du hast auch eine blumige Sprache, wenn es um Massenmord geht, der Tod der Grossmutter ist ein anderer Fall, das mag ja alles stimmen, aber dann legst du los. Eben genau so wie Wichte als Nazis und dauergeile Barthuber als Muslime.</p>
<p>Frage: Wenn die Schwester mal den Schleier abnimmt, fällt dir dann der &#8230; ab? Weil du die auch nicht f. darfst? Nö, du würdest sie - - -.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Kaya Mehmet Selim</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18387</link>
		<dc:creator>Kaya Mehmet Selim</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2006 23:43:26 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-18387</guid>
		<description>Ich möchte schreiben was sich in Gümüshane/ Türkei im Dorf Tekke zur Zeit des ersten Weltkrieges abgespielt hat.
Ich hatte es Mir von einer Augenzeugin erzählen lassen, Sie war damals 19 Jahre alt.
(Im Krieg mussten Türken an die Front, nichtmuslime mussten (Griechen, Armenier...) nicht.)
Ausserdem möchte Ich erwähnen, dass meine Urgroßmutter von Armenischen Milizen ermordet wurde, und dass nur weil Sie
den Armeniern die unser Land verraten haben keinen Joghurt geben wollte. (Für die Türken in unserem Dorf waren Sie Landesverräter weil Sie Jahrhunderte mit uns lebten, aber den Russen halfen. 
(Sie kannten unser Dorf und führten die Russen zu Geheimverstecken. Sie waren wie Spione)
Leider haben sich viele Armenier nicht richtig verhalten. Sie hatten allein in unserem Dorf vier Menschen umgebracht 
wozu auch meine Urgroßmutter gehört. Viele junge Mädchen und Frauen wurden vergewaltigt. Das  alles hatte zur Folge,
dass der Hass auf die Armenier wuchs. Was danach passiert ist, ist genauso tragisch wie die Leiden der Türken davor
denn als die Russen sich aus dem Krieg zurückzogen, hatten jetzt die Türken das Zepter in der Hand. Sie wollten sich 
an den Armeniern rächen. So wurden die Armenier Zwangsumgesiedelt, man wollte dadurch diese Menschen schützen.
Viele unschuldige Armenier sind aber dabei leider gestorben. 

 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte schreiben was sich in Gümüshane/ Türkei im Dorf Tekke zur Zeit des ersten Weltkrieges abgespielt hat.<br />
Ich hatte es Mir von einer Augenzeugin erzählen lassen, Sie war damals 19 Jahre alt.<br />
(Im Krieg mussten Türken an die Front, nichtmuslime mussten (Griechen, Armenier&#8230;) nicht.)<br />
Ausserdem möchte Ich erwähnen, dass meine Urgroßmutter von Armenischen Milizen ermordet wurde, und dass nur weil Sie<br />
den Armeniern die unser Land verraten haben keinen Joghurt geben wollte. (Für die Türken in unserem Dorf waren Sie Landesverräter weil Sie Jahrhunderte mit uns lebten, aber den Russen halfen.<br />
(Sie kannten unser Dorf und führten die Russen zu Geheimverstecken. Sie waren wie Spione)<br />
Leider haben sich viele Armenier nicht richtig verhalten. Sie hatten allein in unserem Dorf vier Menschen umgebracht<br />
wozu auch meine Urgroßmutter gehört. Viele junge Mädchen und Frauen wurden vergewaltigt. Das  alles hatte zur Folge,<br />
dass der Hass auf die Armenier wuchs. Was danach passiert ist, ist genauso tragisch wie die Leiden der Türken davor<br />
denn als die Russen sich aus dem Krieg zurückzogen, hatten jetzt die Türken das Zepter in der Hand. Sie wollten sich<br />
an den Armeniern rächen. So wurden die Armenier Zwangsumgesiedelt, man wollte dadurch diese Menschen schützen.<br />
Viele unschuldige Armenier sind aber dabei leider gestorben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jean pierre</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-15069</link>
		<dc:creator>jean pierre</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2005 10:56:31 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-15069</guid>
		<description>Was dieser Akritas hier erzählte,ist absouluter Blödsinn. Er ist klar ein Anti-TÜRKEN.Kann er sagen wie viele muslimische Türken von der griechischen Armee und armenischen Gänge massakiert worden? Turkei ist jetzt ein Land der Türken, sie leben und herrschen da seit  mindestens 1000 Jahren.Seit der Gründung von Griechinland wurden viele Hunderttausende Türken,die dort lebten, wurden ermordet oder vertrieben.Europa muss in der Geschichte das auch sehen.Diese Europa sagte damals und auch kein Wort für diese Menschen.Das bedeutet Europa sieht die Menschenrechte nur für ihre Politik und sind seine Werten keine universale sondern christlich lokalische Werte.Die armenische Frage ist ein Spiel des Imperialismus und Armenische Diaspora gegen die Turkei.Die Türken müssen kein Völkermord akzeptieren,der überhaupt nicht stattgefunden hat.Atatürk sagte auch kein Wort darüber, dass es ein Völkermord gegeben hat. Das ist eine reine Spekülation. Die Griechen mögen die Türken und Atatürk nicht,weil sie Anatolien wegen Atatürk nicht besetzen konnten, oder in der Geschichte hatten sie kein Erfolg gegenuber den Türken.Das ist ihre grosse Komplexe,die sie nicht vergessen haben.Deswegen greifen immer türken und kemalismus an.   </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was dieser Akritas hier erzählte,ist absouluter Blödsinn. Er ist klar ein Anti-TÜRKEN.Kann er sagen wie viele muslimische Türken von der griechischen Armee und armenischen Gänge massakiert worden? Turkei ist jetzt ein Land der Türken, sie leben und herrschen da seit  mindestens 1000 Jahren.Seit der Gründung von Griechinland wurden viele Hunderttausende Türken,die dort lebten, wurden ermordet oder vertrieben.Europa muss in der Geschichte das auch sehen.Diese Europa sagte damals und auch kein Wort für diese Menschen.Das bedeutet Europa sieht die Menschenrechte nur für ihre Politik und sind seine Werten keine universale sondern christlich lokalische Werte.Die armenische Frage ist ein Spiel des Imperialismus und Armenische Diaspora gegen die Turkei.Die Türken müssen kein Völkermord akzeptieren,der überhaupt nicht stattgefunden hat.Atatürk sagte auch kein Wort darüber, dass es ein Völkermord gegeben hat. Das ist eine reine Spekülation. Die Griechen mögen die Türken und Atatürk nicht,weil sie Anatolien wegen Atatürk nicht besetzen konnten, oder in der Geschichte hatten sie kein Erfolg gegenuber den Türken.Das ist ihre grosse Komplexe,die sie nicht vergessen haben.Deswegen greifen immer türken und kemalismus an.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: respublica</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-10919</link>
		<dc:creator>respublica</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2005 00:16:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-10919</guid>
		<description> “Unsere Minarette sind Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen.”

Erdogan hat Ziya Gökalp zitiert damals, der urheber dieses satzes ist ein türkischer soziologe und literat, der zu den geistigen gründern der türkischen republik gehört. das zitat gibt es schon seit langem in türkischen schulbüchern. 
aber in der türkei ist alles möglich, aufgrund eines verses aus einem gedicht in türkischen schulbüchern verurteilt zu werden. von meinungsfreiheit brauchen wir nicht reden!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>“Unsere Minarette sind Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen.”</p>
<p>Erdogan hat Ziya Gökalp zitiert damals, der urheber dieses satzes ist ein türkischer soziologe und literat, der zu den geistigen gründern der türkischen republik gehört. das zitat gibt es schon seit langem in türkischen schulbüchern.<br />
aber in der türkei ist alles möglich, aufgrund eines verses aus einem gedicht in türkischen schulbüchern verurteilt zu werden. von meinungsfreiheit brauchen wir nicht reden!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-175</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2005 11:16:02 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-175</guid>
		<description>Die Substanz der "weltlichen Politik" der regierenden Kreise der Türkei wird in drastischer Weise vor Augen geführt durch die fortlaufende Diskriminierung der in Kleinasien und Ostthrakien verbliebenen christlichen Minoritäten - eine Diskriminierung, die als Ausdruck eines "Laizismus" sui generis gerechtfertigt wird, mit dem eine staatlich gestützte hegemoniale Position des sunnitischen Islam in der türkischen "Zivilgesellschaft" durchaus in Einklang steht.

""Wie Feuer und Wasser verhalten sich die Kulturen der Türkei und Europas. Das Ausbreiten des jeweils einen führt zum Ende des jeweils anderen", bemerkt der Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann. Als Beleg führt er die höchst erfolgreiche Verdrängung der vor 100 Jahren noch zahlenmäßig starken christlichen Gemeinden in der Türkei unter dem Deckmantel des laizistischen Staates an. Bestes Beispiel sei die Metropole Istanbul. Von den 20 % Christen im Jahre 1900 sei die Zahl auf heute deutlich unter 1 % gefallen. Skandalös seien besonders die ständigen Enteignungen christlich-kirchlicher Grundstücke zu Gunsten des türkischen Staates. Diese gezielte Verdrängung der Christen und die Mißachtung der Religionsfreiheit wird in EU-Fortschrittsberichten kritisiert. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joseph Martin Fischer scheint dies aber nicht zu interessieren.

Die von Außenminister Fischer ständig beschworene Vorstellung, eine Aufnahme in die EU würde die Demokratisierung beflügeln, eine Abweisung aber den Islamisten in die Hände spielen, bezeichnet Hohmann als völlig irrig: "Die Annahme, Islamisten und ihre Anhänger ließen sich mit einem EU-Beitritt von ihren Umtrieben abbringen, ist reines Wunschdenken. Im Gegenteil: Mit EU-Pässen ausgestattet haben sie deutschlandweit, europaweit und weltweit beste Möglichkeiten, die ihnen verhaßte westliche Kultur, 'Juden und Kreuzritter (also Christen)', noch leichter zu bekämpfen."

Als "naiv" bezeichnete Hohmann auch die Hoffnung, daß jemand wie Tayyip Erdogan, Chef der türkischen Regierungspartei AKP, seine Grundüberzeugungen über Bord werfe, nur weil die von ihm geführte AKP nun die Regierung stelle. Erdogan hatte, wie DER SPIEGEL berichtete, noch 1995 als Bürgermeister von Istanbul verlautbart: "Unsere Minarette sind Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen." 

"Die gegenwärtigen Strafverfahren gegen die deutschen Parteistiftungen belegen", so Hohmann, "daß die Türkei von der Rechtsstaatlichkeit noch weit entfernt ist. Menschenrechte und Minderheitenrechte sind nicht garantiert."

Die sehr "großzügige Sicht" der USA hinsichtlich der inneren Ordnung der Türkei, wie auch bei anderen "nützlichen Freunden", mag bei einem Schutz- und Militärbündnis gerechtfertigt sein. Für den Eintritt in eine werteverpflichtete Gemeinschaft könne ein solch "blindes Vertrauen" nicht gelten. [...]"

http://www.martinhohmann.de/wysmar/hohmannwys.nsf/WYSFrameset1?Readform&#38;JScript=1&#38;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Substanz der &#8220;weltlichen Politik&#8221; der regierenden Kreise der Türkei wird in drastischer Weise vor Augen geführt durch die fortlaufende Diskriminierung der in Kleinasien und Ostthrakien verbliebenen christlichen Minoritäten - eine Diskriminierung, die als Ausdruck eines &#8220;Laizismus&#8221; sui generis gerechtfertigt wird, mit dem eine staatlich gestützte hegemoniale Position des sunnitischen Islam in der türkischen &#8220;Zivilgesellschaft&#8221; durchaus in Einklang steht.</p>
<p>&#8220;&#8221;Wie Feuer und Wasser verhalten sich die Kulturen der Türkei und Europas. Das Ausbreiten des jeweils einen führt zum Ende des jeweils anderen&#8221;, bemerkt der Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann. Als Beleg führt er die höchst erfolgreiche Verdrängung der vor 100 Jahren noch zahlenmäßig starken christlichen Gemeinden in der Türkei unter dem Deckmantel des laizistischen Staates an. Bestes Beispiel sei die Metropole Istanbul. Von den 20 % Christen im Jahre 1900 sei die Zahl auf heute deutlich unter 1 % gefallen. Skandalös seien besonders die ständigen Enteignungen christlich-kirchlicher Grundstücke zu Gunsten des türkischen Staates. Diese gezielte Verdrängung der Christen und die Mißachtung der Religionsfreiheit wird in EU-Fortschrittsberichten kritisiert. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joseph Martin Fischer scheint dies aber nicht zu interessieren.</p>
<p>Die von Außenminister Fischer ständig beschworene Vorstellung, eine Aufnahme in die EU würde die Demokratisierung beflügeln, eine Abweisung aber den Islamisten in die Hände spielen, bezeichnet Hohmann als völlig irrig: &#8220;Die Annahme, Islamisten und ihre Anhänger ließen sich mit einem EU-Beitritt von ihren Umtrieben abbringen, ist reines Wunschdenken. Im Gegenteil: Mit EU-Pässen ausgestattet haben sie deutschlandweit, europaweit und weltweit beste Möglichkeiten, die ihnen verhaßte westliche Kultur, &#8216;Juden und Kreuzritter (also Christen)&#8217;, noch leichter zu bekämpfen.&#8221;</p>
<p>Als &#8220;naiv&#8221; bezeichnete Hohmann auch die Hoffnung, daß jemand wie Tayyip Erdogan, Chef der türkischen Regierungspartei AKP, seine Grundüberzeugungen über Bord werfe, nur weil die von ihm geführte AKP nun die Regierung stelle. Erdogan hatte, wie DER SPIEGEL berichtete, noch 1995 als Bürgermeister von Istanbul verlautbart: &#8220;Unsere Minarette sind Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen.&#8221; </p>
<p>&#8220;Die gegenwärtigen Strafverfahren gegen die deutschen Parteistiftungen belegen&#8221;, so Hohmann, &#8220;daß die Türkei von der Rechtsstaatlichkeit noch weit entfernt ist. Menschenrechte und Minderheitenrechte sind nicht garantiert.&#8221;</p>
<p>Die sehr &#8220;großzügige Sicht&#8221; der USA hinsichtlich der inneren Ordnung der Türkei, wie auch bei anderen &#8220;nützlichen Freunden&#8221;, mag bei einem Schutz- und Militärbündnis gerechtfertigt sein. Für den Eintritt in eine werteverpflichtete Gemeinschaft könne ein solch &#8220;blindes Vertrauen&#8221; nicht gelten. [&#8230;]&#8221;</p>
<p><a href="http://www.martinhohmann.de/wysmar/hohmannwys.nsf/WYSFrameset1?Readform&amp;JScript=1&amp;" rel="nofollow">http://www.martinhohmann.de/wysmar/hohmannwys.nsf/WYSFrameset1?Readform&amp;JScript=1&amp;</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-167</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2005 11:22:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-167</guid>
		<description>Mir erscheint die Argumentations ziemlich antitürkisch zu sein. Warum? Nun, wir können es drehen und wenden, immer bleiben die Handelnden nunmal Türken mit DIESER Geschichte. Doch lässt sie da wer heraus, z.B. aus den Bezügen, die nicht der derzeit existierende Staat zu verschulden hat? Nein, sie werden gebrandmarkt, weil sie Türken sind, da können sie sich noch so sehr um eine weltliche Politik bemühen. Dass die derzeitige Regierung nur bedingt in kemalitischer Tradition steht, ist schon klar, aber bitte: Wo ist die grundsätzliche Alternative zu diesem säkularen System? Ohne dieses, dürfte alles schlimmer sein...

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir erscheint die Argumentations ziemlich antitürkisch zu sein. Warum? Nun, wir können es drehen und wenden, immer bleiben die Handelnden nunmal Türken mit DIESER Geschichte. Doch lässt sie da wer heraus, z.B. aus den Bezügen, die nicht der derzeit existierende Staat zu verschulden hat? Nein, sie werden gebrandmarkt, weil sie Türken sind, da können sie sich noch so sehr um eine weltliche Politik bemühen. Dass die derzeitige Regierung nur bedingt in kemalitischer Tradition steht, ist schon klar, aber bitte: Wo ist die grundsätzliche Alternative zu diesem säkularen System? Ohne dieses, dürfte alles schlimmer sein&#8230;</p>
<p>TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-165</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2005 09:02:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-165</guid>
		<description>Vielleicht wird den geneigten Leser interessieren, wann die "antifaschistische" Türkei dem Deutschen Reich (und Japan) den Krieg erklärte: am 23.2.1945, also knapp einen Monat nach der Befreiung von Auschwitz durch die Sowjetarmee. Interessanterweise bereitete es dem (links-)kemalistischen CHP-Parteivorsitzenden Ecevit keinerlei Probleme, die ultra-nationalistische MHP, deren Gründungsvater Türkesch für einen türkischen Kriegseintritt auf der Seite Hitler-Deutschlands zum Zwecke einer panturanistischen Vereinigung der Türkei mit "unterdrückten Muslimen" in der UdSSR eingetreten war, als eine Regierungspartei politisch einzubinden.

Selbstverständlich sind die türkischen Islamisten, die - nachdem sie sich noch vor wenigen Jahren in Gestalt der "Tugendpartei" offen mit arabisch-nationalistischen Bestrebungen, Israel auszulöschen, solidarisch erklärten - derzeit die türkische Regierung stellen, ebenso wenig als Freunde Israels einzustufen, wie etwa die burischen Radikalen der "Nationalen Partei", mit deren Staat Israel aus geostrategischen Gründen zeitweilig kooperierte.

nfreimann hat völlig Recht, wenn er den Versuch einer gleichberechtigten Einbeziehung der national-chauvinistischen türkischen Republik in "europäische" Integrationsprozesse als friedensgefährdend brandmarkt. Allerdings erscheint das "Krebsgeschwür des Nationalismus, das Metastasen bilden wird – auch in Europa und anderswo", nicht als ein Zukunftsszenario, sondern vielmehr als weltpolitische Realität, zieht man das Engagement panturanistischer Zirkel auf der Balkanhalbinsel, im Kaukasus oder in Nordwestchina (Sinkiang) in Betracht - von den dreisten Bestrebungen der offiziellen Türkei, einem deutschen Land, wie Brandenburg, seine kultuspolitische Gestaltungsfreiheit abzusprechen, einmal ganz abgesehen.  </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht wird den geneigten Leser interessieren, wann die &#8220;antifaschistische&#8221; Türkei dem Deutschen Reich (und Japan) den Krieg erklärte: am 23.2.1945, also knapp einen Monat nach der Befreiung von Auschwitz durch die Sowjetarmee. Interessanterweise bereitete es dem (links-)kemalistischen CHP-Parteivorsitzenden Ecevit keinerlei Probleme, die ultra-nationalistische MHP, deren Gründungsvater Türkesch für einen türkischen Kriegseintritt auf der Seite Hitler-Deutschlands zum Zwecke einer panturanistischen Vereinigung der Türkei mit &#8220;unterdrückten Muslimen&#8221; in der UdSSR eingetreten war, als eine Regierungspartei politisch einzubinden.</p>
<p>Selbstverständlich sind die türkischen Islamisten, die - nachdem sie sich noch vor wenigen Jahren in Gestalt der &#8220;Tugendpartei&#8221; offen mit arabisch-nationalistischen Bestrebungen, Israel auszulöschen, solidarisch erklärten - derzeit die türkische Regierung stellen, ebenso wenig als Freunde Israels einzustufen, wie etwa die burischen Radikalen der &#8220;Nationalen Partei&#8221;, mit deren Staat Israel aus geostrategischen Gründen zeitweilig kooperierte.</p>
<p>nfreimann hat völlig Recht, wenn er den Versuch einer gleichberechtigten Einbeziehung der national-chauvinistischen türkischen Republik in &#8220;europäische&#8221; Integrationsprozesse als friedensgefährdend brandmarkt. Allerdings erscheint das &#8220;Krebsgeschwür des Nationalismus, das Metastasen bilden wird – auch in Europa und anderswo&#8221;, nicht als ein Zukunftsszenario, sondern vielmehr als weltpolitische Realität, zieht man das Engagement panturanistischer Zirkel auf der Balkanhalbinsel, im Kaukasus oder in Nordwestchina (Sinkiang) in Betracht - von den dreisten Bestrebungen der offiziellen Türkei, einem deutschen Land, wie Brandenburg, seine kultuspolitische Gestaltungsfreiheit abzusprechen, einmal ganz abgesehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-164</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2005 06:20:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/05/139.html#comment-164</guid>
		<description>Das sehe ich völlig anders und habe das auch schon in meinem einleitenden Beitrag begründet. Die Türkei postuliert keinen übertriebenen Nationalismus, sondern versucht auf der Basis des eigenen Kompromissgebildes eine begründete Ordnung aufrechtzuerhalten, eine Ordnung, die durch den fatalen Ethno-Pluralismus und einen latenten Islamismus ständig bedroht wird.

Die Türkei ist ein Israel freundliches Land, hat viele bedrohte Deutsche in der Nazizeit aufgenommen und hat sich so gut es ging, aus Sicherheitsgründen aus dem 2. Weltkrieg herausgehalten, zuletzt ist sie noch in den Krieg gegen Deutschland eingetreten.

TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das sehe ich völlig anders und habe das auch schon in meinem einleitenden Beitrag begründet. Die Türkei postuliert keinen übertriebenen Nationalismus, sondern versucht auf der Basis des eigenen Kompromissgebildes eine begründete Ordnung aufrechtzuerhalten, eine Ordnung, die durch den fatalen Ethno-Pluralismus und einen latenten Islamismus ständig bedroht wird.</p>
<p>Die Türkei ist ein Israel freundliches Land, hat viele bedrohte Deutsche in der Nazizeit aufgenommen und hat sich so gut es ging, aus Sicherheitsgründen aus dem 2. Weltkrieg herausgehalten, zuletzt ist sie noch in den Krieg gegen Deutschland eingetreten.</p>
<p>TK</p>
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