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	<title>Kommentare zu: Vaira Vike-Freiberga: 9. Mai dÃ¼sterer Tag</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 21:56:07 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Jens-Olaf</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-1508</link>
		<dc:creator>Jens-Olaf</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2005 07:19:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-1508</guid>
		<description>Stalinismus versus Nationalsozialismus. Vielleicht hilft der Diskussion eine Bestandsaufnahme der Erinnerungskulturen in Europa, wie es gerade Stafan Troebst Professor an der Leipziger Uni getan hat. FAZ vom 4. Juli. Zitiere nur  den Einleitungsabsatz und ein wenig vom Inhalt.
Ãœberschrift: Holodomor oder Holocaust?
"Die Erinnerung an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts kÃ¶nnte die VÃ¶lker Europas verbinden. Statt dessen durchziehen die Unterschiede der Erinnerungen wie Trennlinien die europÃ¤ische Landkarte. Sie trennen nicht nur Ost und West, sondern auch den Osten selbst. Wird sich diese Teilung Europas in den kommenden Jahren noch verstÃ¤rken - oder gibt es eine Chance fÃ¼r ein gemeinsames GedÃ¤chtnis Europas?"

und willkÃ¼rlich aus dem Inhalt, aber zu Kalniete:

"Die Reaktionen auf Sandra Kalnietes Rede belegen, daÃŸ in Europa ein fudamentaler vergangenheitspolitischer Dissens besteht. Der Westen bezieht sich auf den Holocaust als `GrÃ¼ndungsmythos Europas" und argwÃ¶hnt nun, daÃŸ im Osten dieser Grundkonsens nicht geteilt wird. Der Osten hingegen hÃ¤lt den westlichen Primat der Erinnerung an den Nationalsozialismus fÃ¼r patronisierend, okzidentalisierend und mit Blick auf den Kommunismus relativierend."

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/sergei-eisenstein-google-doodle-erinnert-an-den-russischen-kultregisseur_id_8341878.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stalinismus versus Nationalsozialismus. Vielleicht hilft der Diskussion eine Bestandsaufnahme der Erinnerungskulturen in Europa, wie es gerade Stafan Troebst Professor an der Leipziger Uni getan hat. FAZ vom 4. Juli. Zitiere nur  den Einleitungsabsatz und ein wenig vom Inhalt.<br />
Ãœberschrift: Holodomor oder Holocaust?<br />
&#8220;Die Erinnerung an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts kÃ¶nnte die VÃ¶lker Europas verbinden. Statt dessen durchziehen die Unterschiede der Erinnerungen wie Trennlinien die europÃ¤ische Landkarte. Sie trennen nicht nur Ost und West, sondern auch den Osten selbst. Wird sich diese Teilung Europas in den kommenden Jahren noch verstÃ¤rken - oder gibt es eine Chance fÃ¼r ein gemeinsames GedÃ¤chtnis Europas?&#8221;</p>
<p>und willkÃ¼rlich aus dem Inhalt, aber zu Kalniete:</p>
<p>&#8220;Die Reaktionen auf Sandra Kalnietes Rede belegen, daÃŸ in Europa ein fudamentaler vergangenheitspolitischer Dissens besteht. Der Westen bezieht sich auf den Holocaust als `GrÃ¼ndungsmythos Europas&#8221; und argwÃ¶hnt nun, daÃŸ im Osten dieser Grundkonsens nicht geteilt wird. Der Osten hingegen hÃ¤lt den westlichen Primat der Erinnerung an den Nationalsozialismus fÃ¼r patronisierend, okzidentalisierend und mit Blick auf den Kommunismus relativierend.&#8221;</p>
<p><a href="https://www.focus.de/kultur/kino_tv/sergei-eisenstein-google-doodle-erinnert-an-den-russischen-kultregisseur_id_8341878.html" rel="nofollow">https://www.focus.de/kultur/kino_tv/sergei-eisenstein-google-doodle-erinnert-an-den-russischen-kultregisseur_id_8341878.html</a></p>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-550</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2005 10:19:33 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-550</guid>
		<description>(1) Wird die EinschÃ¤tzung des 9. Mai 1945 als einer Niederlage des Selbstbehauptungswillens der Letten (sowie der Esten und Litauer) der historischen Tatsache gerecht, daÃŸ BÃ¼rger der drei baltischen Republiken als "Nicht-Arier" unter Beteiligung lettischer (und litauischer) NS-Kollaborateure rassistisch verfolgt und ermordet wurden, bis das Vordringen der Sowjetarmee diesem Treiben Einhalt gebot?

(2) LÃ¤ge es im Falle dessen, daÃŸ - wie PrÃ¤sidentin Vike-Freiberga insinuiert - die sowjetischen Greuel im Baltikum die der Schergen Himmlers in den Schatten stellten, nicht nahe, jede Form der militÃ¤rischen UnterstÃ¼tzung der Deutschen Wehrmacht gegen die Alliierten fÃ¼r zivilisatorisch geboten zu erklÃ¤ren?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(1) Wird die EinschÃ¤tzung des 9. Mai 1945 als einer Niederlage des Selbstbehauptungswillens der Letten (sowie der Esten und Litauer) der historischen Tatsache gerecht, daÃŸ BÃ¼rger der drei baltischen Republiken als &#8220;Nicht-Arier&#8221; unter Beteiligung lettischer (und litauischer) NS-Kollaborateure rassistisch verfolgt und ermordet wurden, bis das Vordringen der Sowjetarmee diesem Treiben Einhalt gebot?</p>
<p>(2) LÃ¤ge es im Falle dessen, daÃŸ - wie PrÃ¤sidentin Vike-Freiberga insinuiert - die sowjetischen Greuel im Baltikum die der Schergen Himmlers in den Schatten stellten, nicht nahe, jede Form der militÃ¤rischen UnterstÃ¼tzung der Deutschen Wehrmacht gegen die Alliierten fÃ¼r zivilisatorisch geboten zu erklÃ¤ren?</p>
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		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-415</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2005 17:44:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-415</guid>
		<description>Die von mir angeprangerte lettisch-nationalistische "Auschwitz-LÃ¼ge" besteht in der Insinuation, die Gesamtheit der VÃ¶lker Ost- und Ostmitteleuropas sei zu VÃ–LKERMORDopfern sowohl Hitler-Deutschlands als auch der UdSSR geworden. Mit anderen Worten: Selbst ein am Hitlerschen Judenmord beteiligter Lette ist nicht nur als vermeintliches "Opfer" einer sowjetischen "Fortsetzung" der nationalsozialistischen Genozid-Verbrechen, sondern auch als Leidtragender jenes Zivilisationsbruchs, als dessen Handlanger er sich FREIWILLIG zur VerfÃ¼gung stellte, zu wÃ¼rdigen. Seine jÃ¼dischen Opfer ihrerseits waren, soweit sie Ã¼berlebten, ebenfalls Opfer sowohl der rassistischen Hitler-Diktatur als auch deren sowjetischer Antagonisten, die auch den verachtenswerten lettischen Beteiligten an der Shoah das Handwerk legten.

http://www.hagalil.com/archiv/2004/04/lettland.htm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die von mir angeprangerte lettisch-nationalistische &#8220;Auschwitz-LÃ¼ge&#8221; besteht in der Insinuation, die Gesamtheit der VÃ¶lker Ost- und Ostmitteleuropas sei zu VÃ–LKERMORDopfern sowohl Hitler-Deutschlands als auch der UdSSR geworden. Mit anderen Worten: Selbst ein am Hitlerschen Judenmord beteiligter Lette ist nicht nur als vermeintliches &#8220;Opfer&#8221; einer sowjetischen &#8220;Fortsetzung&#8221; der nationalsozialistischen Genozid-Verbrechen, sondern auch als Leidtragender jenes Zivilisationsbruchs, als dessen Handlanger er sich FREIWILLIG zur VerfÃ¼gung stellte, zu wÃ¼rdigen. Seine jÃ¼dischen Opfer ihrerseits waren, soweit sie Ã¼berlebten, ebenfalls Opfer sowohl der rassistischen Hitler-Diktatur als auch deren sowjetischer Antagonisten, die auch den verachtenswerten lettischen Beteiligten an der Shoah das Handwerk legten.</p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/archiv/2004/04/lettland.htm" rel="nofollow">http://www.hagalil.com/archiv/2004/04/lettland.htm</a></p>
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		<title>Von: Jens-Olaf</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-214</link>
		<dc:creator>Jens-Olaf</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 15:46:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-214</guid>
		<description>Mehr als ein kleiner Fehler ist mir da unterlaufen. Der Untertitel des Buches lautet 1941-1994 !
Dazu auch noch gleich das Jahr der grÃ¶ÃŸten Deportationen aus dem Baltikum zu Sowjetzeiten: 1949. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als ein kleiner Fehler ist mir da unterlaufen. Der Untertitel des Buches lautet 1941-1994 !<br />
Dazu auch noch gleich das Jahr der grÃ¶ÃŸten Deportationen aus dem Baltikum zu Sowjetzeiten: 1949.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jens-Olaf</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-212</link>
		<dc:creator>Jens-Olaf</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 14:56:59 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-212</guid>
		<description>Digenis Akritas formuliert: "Um die Ungeheuerlichkeit dieses geschichtspolitischen VorstoÃŸes.." usw.. Das klingt gut, hilft aber nicht weiter. Wir haben es eher mit einer permanenten Weigerung zu tun,als Ausgangslage fÃ¼r die Verbrechen im Osten, den Schmusekurs zwischen Stalin und Hitler zu sehen.

Wer jetzt nicht versteht, was gemeint ist, sollte zum Beispiel das Buch (gerade erschienen) von Julius Wolfenhaut lesen. Der Titel sagt bereits alles:

Als Jude von Czernowitz nach Stalinka 1941-1944.
Und zwar aus dem sowjetisch besetzten Teil Europas (nach dem Hitler-Stalin-Pakt), VOR dem Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion. Im Jahr 1939 beginnt der Winterkrieg gegen Finnland, die baltischen Staaten sind schwach, und im Jahr 1941 gehen VOR dem Einmarsch der Wehrmacht die ersten Deportationswellen in Viehwaggons nach Sibirien. Die Polen sind immer noch sauer, dass die Sowjets die letzten VerteidigungsmaÃŸnahmen gegen die Wehrmacht verhindert haben und sich mitten in ihrem Land mit den Nazis an einer festgelegten Demarkationslinie die HÃ¤nde gereicht haben. Die Sowjets hatten ihrerseits dann die polnischen Soldaten interniert.

Und zu behaupten, Kalniete wÃ¼rde eine Variante der AusschwitzlÃ¼ge vorbreiten, ist primitive Demagogie. Die deutsche Seite selbst hat noch lange nicht alles an Verantwortlichkeiten beim Holocaust im Baltikum erforscht. Bei Bedarf nenne ich eine Quelle. Es geht zum Beispiel um einen BÃ¼rgermeister und Verwaltungsbeamte in Riga und Libau. Sie konnten in den FÃ¼nfzigern geschickt ihre Geschichte in jenen Jahren vertuschen. Es wollte auch kaum jemand Genueres wissen. Diese Grauzonen des Nichtwissens jetzt auch noch den Balten unterzuschieben (DIE haben ja kollaboriert, ohne Genaueres zu benennen) ist schon ein starkes StÃ¼ck.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Digenis Akritas formuliert: &#8220;Um die Ungeheuerlichkeit dieses geschichtspolitischen VorstoÃŸes..&#8221; usw.. Das klingt gut, hilft aber nicht weiter. Wir haben es eher mit einer permanenten Weigerung zu tun,als Ausgangslage fÃ¼r die Verbrechen im Osten, den Schmusekurs zwischen Stalin und Hitler zu sehen.</p>
<p>Wer jetzt nicht versteht, was gemeint ist, sollte zum Beispiel das Buch (gerade erschienen) von Julius Wolfenhaut lesen. Der Titel sagt bereits alles:</p>
<p>Als Jude von Czernowitz nach Stalinka 1941-1944.<br />
Und zwar aus dem sowjetisch besetzten Teil Europas (nach dem Hitler-Stalin-Pakt), VOR dem Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion. Im Jahr 1939 beginnt der Winterkrieg gegen Finnland, die baltischen Staaten sind schwach, und im Jahr 1941 gehen VOR dem Einmarsch der Wehrmacht die ersten Deportationswellen in Viehwaggons nach Sibirien. Die Polen sind immer noch sauer, dass die Sowjets die letzten VerteidigungsmaÃŸnahmen gegen die Wehrmacht verhindert haben und sich mitten in ihrem Land mit den Nazis an einer festgelegten Demarkationslinie die HÃ¤nde gereicht haben. Die Sowjets hatten ihrerseits dann die polnischen Soldaten interniert.</p>
<p>Und zu behaupten, Kalniete wÃ¼rde eine Variante der AusschwitzlÃ¼ge vorbreiten, ist primitive Demagogie. Die deutsche Seite selbst hat noch lange nicht alles an Verantwortlichkeiten beim Holocaust im Baltikum erforscht. Bei Bedarf nenne ich eine Quelle. Es geht zum Beispiel um einen BÃ¼rgermeister und Verwaltungsbeamte in Riga und Libau. Sie konnten in den FÃ¼nfzigern geschickt ihre Geschichte in jenen Jahren vertuschen. Es wollte auch kaum jemand Genueres wissen. Diese Grauzonen des Nichtwissens jetzt auch noch den Balten unterzuschieben (DIE haben ja kollaboriert, ohne Genaueres zu benennen) ist schon ein starkes StÃ¼ck.</p>
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	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-179</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2005 17:02:45 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-179</guid>
		<description>Memo II

Antisemiten in die EU? Die Heimsuchung des "neuen Europa" 

Der Auftritt der frÃ¼heren lettischen AuÃŸenministerin Kalniete auf der Leipziger Buchmesse, auf der sie der Sowjetunion eine Fortsetzung nationalsozialistischer VÃ¶lkermordverbrechen andichtete und auf diese Weise die Befreiung von Auschwitz als historisch irrelevant einstufte, lieÃŸ schlaglichtartig die Militanz einer Feindseligkeit gegenÃ¼ber den jÃ¼dischen (sowie den nicht-jÃ¼dischen) Ãœberlebenden des NS-Totalitarismus in den Gesellschaften einer Reihe von ostmitteleuropÃ¤ischen EU-BeitrittslÃ¤ndern aufscheinen. Wer als "AlteuropÃ¤er" ihre Variante der "Auschwitz-LÃ¼ge" nicht teilt, dem wurde von Frau Kalniete unumwunden bescheinigt, einer Rechtfertigung bolschewistischer Greuel das Wort zu reden. Mit anderen Worten: Wer den planmÃ¤ÃŸigen Mord an Millionen von Juden nicht als bloÃŸe Antizipation der Methoden des sowjetischen Imperiums im besetzten Ostmitteleuropa NACH 1944/45 begreift, macht sich in der Auffassung Kalnietes (und all jener, die ihr applaudierend oder schweigend zustimm 
ten) nicht nur eines JudÃ¤ozentrismus, sondern darÃ¼ber hinaus auch einer pro-stalinistischen Haltung schuldig; die VerhÃ¶hnung der jÃ¼dischen Opfer des Hitlerismus erscheint allen Ernstes als conditio sine qua non einer antitotalitÃ¤ren Gesinnung. 

Der "klassische" Antisemitismus, der das Gedenken der Opfer der Shoah eo ipso als Parteinahme fÃ¼r den (jÃ¼dischen) Bolschewismus deutet, droht flankiert zu werden durch einen sentimentalen Multikulturalismus der "alteuropÃ¤ischen" Linken, in deren Augen nicht in erster Linie den durch den Pogrom-Feldzug der Hamas und der Fatah bedrohten BÃ¼rgern Israels SolidaritÃ¤t zusteht, sondern vielmehr "unterdrÃ¼ckten VÃ¶lkern", die dem islamischen "Haus des Friedens" zugerechnet werden - darunter das "palÃ¤stinensische Volk" und dessen sÃ¼dosteuropÃ¤isches Ã„quivalent, dessen ethnonationalistischer HomogenitÃ¤tswahn in der terroristischen Durchsetzung einer "judenfreien" europÃ¤ischen Region resultierte: Kosmet. 

Digenis Akritas, April 2004 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Memo II</p>
<p>Antisemiten in die EU? Die Heimsuchung des &#8220;neuen Europa&#8221; </p>
<p>Der Auftritt der frÃ¼heren lettischen AuÃŸenministerin Kalniete auf der Leipziger Buchmesse, auf der sie der Sowjetunion eine Fortsetzung nationalsozialistischer VÃ¶lkermordverbrechen andichtete und auf diese Weise die Befreiung von Auschwitz als historisch irrelevant einstufte, lieÃŸ schlaglichtartig die Militanz einer Feindseligkeit gegenÃ¼ber den jÃ¼dischen (sowie den nicht-jÃ¼dischen) Ãœberlebenden des NS-Totalitarismus in den Gesellschaften einer Reihe von ostmitteleuropÃ¤ischen EU-BeitrittslÃ¤ndern aufscheinen. Wer als &#8220;AlteuropÃ¤er&#8221; ihre Variante der &#8220;Auschwitz-LÃ¼ge&#8221; nicht teilt, dem wurde von Frau Kalniete unumwunden bescheinigt, einer Rechtfertigung bolschewistischer Greuel das Wort zu reden. Mit anderen Worten: Wer den planmÃ¤ÃŸigen Mord an Millionen von Juden nicht als bloÃŸe Antizipation der Methoden des sowjetischen Imperiums im besetzten Ostmitteleuropa NACH 1944/45 begreift, macht sich in der Auffassung Kalnietes (und all jener, die ihr applaudierend oder schweigend zustimm<br />
ten) nicht nur eines JudÃ¤ozentrismus, sondern darÃ¼ber hinaus auch einer pro-stalinistischen Haltung schuldig; die VerhÃ¶hnung der jÃ¼dischen Opfer des Hitlerismus erscheint allen Ernstes als conditio sine qua non einer antitotalitÃ¤ren Gesinnung. </p>
<p>Der &#8220;klassische&#8221; Antisemitismus, der das Gedenken der Opfer der Shoah eo ipso als Parteinahme fÃ¼r den (jÃ¼dischen) Bolschewismus deutet, droht flankiert zu werden durch einen sentimentalen Multikulturalismus der &#8220;alteuropÃ¤ischen&#8221; Linken, in deren Augen nicht in erster Linie den durch den Pogrom-Feldzug der Hamas und der Fatah bedrohten BÃ¼rgern Israels SolidaritÃ¤t zusteht, sondern vielmehr &#8220;unterdrÃ¼ckten VÃ¶lkern&#8221;, die dem islamischen &#8220;Haus des Friedens&#8221; zugerechnet werden - darunter das &#8220;palÃ¤stinensische Volk&#8221; und dessen sÃ¼dosteuropÃ¤isches Ã„quivalent, dessen ethnonationalistischer HomogenitÃ¤tswahn in der terroristischen Durchsetzung einer &#8220;judenfreien&#8221; europÃ¤ischen Region resultierte: Kosmet. </p>
<p>Digenis Akritas, April 2004</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-178</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2005 17:01:25 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/05/03/136.html#comment-178</guid>
		<description>Memo I

Am 16. MÃ¤rz hatte die lettische StaatsprÃ¤sidentin Vike-Freiberga erneut recht unmiÃŸverstÃ¤ndlich die KontinuitÃ¤t eines gegen RuÃŸland gerichteten Ultranationalismus einer ehemaligen sowjetischen Teilrepublik demonstriert, wie er bereits 1941-44 in der eifrigen Beteiligung Zehntausender von Letten an dem Hitlerschen "Kampf gegen den Bolschewismus" sich manifestiert hatte: 

"Die FÃ¤higkeit Deutschlands, sich mit seiner Geschichte kritisch und ehrlich auseinanderzusetzenund die Niederlage des Nationalsozialismus vom Mai 1945 gemeinsam mit dem Ã¼brigen Europa zufeiern, verlangt Respekt. Auch Lettland betrachtet dieses Ereignis zweifellos als feiernswert. ImUnterschied zum westlichen Europa jedoch brachte die Niederlage der Nationalsozialisten meinerHeimat nicht die Freiheit. Vielmehr wurden die drei baltischen Staaten Estland, Lettland undLitauen der grausamen Okkupation und Annexion durch die stalinistische Sowjetunion unterworfen.FÃ¼nf lange Jahrzehnte waren Lettland, Estland und Litauen von der Landkarte Europas ausgelÃ¶scht.Unter dem sowjetischen Joch erlitten die drei baltischen Staaten Massendeportationen und-ermordungen, den Verlust ihrer Freiheit und den Zustrom von Millionen russischsprachiger Immigranten." 

Um die Ungeheuerlichkeit dieses geschichtspolitischen VorstoÃŸes des Staatsoberhaupts eines Mitgliedstaates der "Koalition der Willen" anhand einer (fiktiven) Analogie zu veranschaulichen, sei es gestattet, sich BundesprÃ¤sident Horst KÃ¶hler vorzustellen, wie er den 8. Mai 1945 Ã¶ffentlich als einen Tag wÃ¼rdigt, an dem die deutsche Nation ihrer Freiheit verlustig gegangen und durch sowjetische, US-amerikanische, britische und franzÃ¶sische ArmeeangehÃ¶rige sowie durch zurÃ¼ckkehrende jÃ¼dische und nicht-jÃ¼dische deutsche Emigranten Ã¼berfremdet worden sei. TatsÃ¤chlich geht die Ã„uÃŸerung Vike-Freibergas, der lettische Staat habe mit der Vertreibung der Hitlerschen Besatzer durch die Sowjetarmee seine Freiheit verloren, rein staatsrechtlich betrachtet in ihrer AbsurditÃ¤t noch Ã¼ber die fiktive KÃ¶hler-Ã„uÃŸerung hinaus: Die NS-deutsche FREMDHERRSCHAFT Ã¼ber das Baltikum wird als ein Zustand der nationalen Freiheit halluziniert, in dem "nur" "nicht-arische" Balten und Hitler-Opponenten einer unmenschlichen Verfolgung ausgesetzt wurden und dem Moskau ein Ende bereitete.

http://66.102.9.104/search?q=cache:v_n41wSdhR0J:www.deutscheatlantischegesellschaft.de/reden/freiberga.pdf%20lettland%20vike-freiberga%20moskau%20verlust&#38;hl=de</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Memo I</p>
<p>Am 16. MÃ¤rz hatte die lettische StaatsprÃ¤sidentin Vike-Freiberga erneut recht unmiÃŸverstÃ¤ndlich die KontinuitÃ¤t eines gegen RuÃŸland gerichteten Ultranationalismus einer ehemaligen sowjetischen Teilrepublik demonstriert, wie er bereits 1941-44 in der eifrigen Beteiligung Zehntausender von Letten an dem Hitlerschen &#8220;Kampf gegen den Bolschewismus&#8221; sich manifestiert hatte: </p>
<p>&#8220;Die FÃ¤higkeit Deutschlands, sich mit seiner Geschichte kritisch und ehrlich auseinanderzusetzenund die Niederlage des Nationalsozialismus vom Mai 1945 gemeinsam mit dem Ã¼brigen Europa zufeiern, verlangt Respekt. Auch Lettland betrachtet dieses Ereignis zweifellos als feiernswert. ImUnterschied zum westlichen Europa jedoch brachte die Niederlage der Nationalsozialisten meinerHeimat nicht die Freiheit. Vielmehr wurden die drei baltischen Staaten Estland, Lettland undLitauen der grausamen Okkupation und Annexion durch die stalinistische Sowjetunion unterworfen.FÃ¼nf lange Jahrzehnte waren Lettland, Estland und Litauen von der Landkarte Europas ausgelÃ¶scht.Unter dem sowjetischen Joch erlitten die drei baltischen Staaten Massendeportationen und-ermordungen, den Verlust ihrer Freiheit und den Zustrom von Millionen russischsprachiger Immigranten.&#8221; </p>
<p>Um die Ungeheuerlichkeit dieses geschichtspolitischen VorstoÃŸes des Staatsoberhaupts eines Mitgliedstaates der &#8220;Koalition der Willen&#8221; anhand einer (fiktiven) Analogie zu veranschaulichen, sei es gestattet, sich BundesprÃ¤sident Horst KÃ¶hler vorzustellen, wie er den 8. Mai 1945 Ã¶ffentlich als einen Tag wÃ¼rdigt, an dem die deutsche Nation ihrer Freiheit verlustig gegangen und durch sowjetische, US-amerikanische, britische und franzÃ¶sische ArmeeangehÃ¶rige sowie durch zurÃ¼ckkehrende jÃ¼dische und nicht-jÃ¼dische deutsche Emigranten Ã¼berfremdet worden sei. TatsÃ¤chlich geht die Ã„uÃŸerung Vike-Freibergas, der lettische Staat habe mit der Vertreibung der Hitlerschen Besatzer durch die Sowjetarmee seine Freiheit verloren, rein staatsrechtlich betrachtet in ihrer AbsurditÃ¤t noch Ã¼ber die fiktive KÃ¶hler-Ã„uÃŸerung hinaus: Die NS-deutsche FREMDHERRSCHAFT Ã¼ber das Baltikum wird als ein Zustand der nationalen Freiheit halluziniert, in dem &#8220;nur&#8221; &#8220;nicht-arische&#8221; Balten und Hitler-Opponenten einer unmenschlichen Verfolgung ausgesetzt wurden und dem Moskau ein Ende bereitete.</p>
<p><a href="http://66.102.9.104/search?q=cache:v_n41wSdhR0J:www.deutscheatlantischegesellschaft.de/reden/freiberga.pdf%20lettland%20vike-freiberga%20moskau%20verlust&amp;hl=de" rel="nofollow">http://66.102.9.104/search?q=cache:v_n41wSdhR0J:www.deutscheatlantischegesellschaft.de/reden/freiberga.pdf%20lettland%20vike-freiberga%20moskau%20verlust&amp;hl=de</a></p>
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