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	<title>Kommentare zu: Saskia Wollschon ist tot</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 21:41:08 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-883937</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jan 2022 16:17:17 +0000</pubDate>
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		<description>DAS passiert, wenn die Scheineliten, denen ich nicht einmal die fehlerfreie Aussprache des Begriffes "Coca-Cola" zutraue, einen ihrer Hauptfeinde - das BARGELD - abschaffen. Auf dass es ihnen wie folgt dabei ergehe - https://www.youtube.com/watch?v=ACFiJVgdNXo</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>DAS passiert, wenn die Scheineliten, denen ich nicht einmal die fehlerfreie Aussprache des Begriffes &#8220;Coca-Cola&#8221; zutraue, einen ihrer Hauptfeinde - das BARGELD - abschaffen. Auf dass es ihnen wie folgt dabei ergehe - <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ACFiJVgdNXo" rel="nofollow">https://www.youtube.com/watch?v=ACFiJVgdNXo</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-181643</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2014 08:23:57 +0000</pubDate>
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		<description>Wollschon war immerhin der eigentliche Initiator des Floh de Cologne, damals, 1965 und 1966, im Theaterwissenschaftlichen Institut der UniversitÃ¤t KÃ¶ln. (Die erste handfeste Streiterei gab es in der Truppe Ã¼brigens darÃ¼ber: Sollte man den Floh im Namen mit oh oder mit eau schreiben, um ja die Anspielung auf das bekannte Duftwasser so deutlich wie mÃ¶glich zu machen?) Vor knapp acht Jahren ist Wollschon ausgestiegen. Ein BÃ¼ndel von GrÃ¼nden habe es gegeben, sagt er. Auch den, daÃŸ er "gegen die zu dichte Anlehnung an eine bestimmte Partei" gewesen sei.  - http://www.enxing.de/flohkritik2.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wollschon war immerhin der eigentliche Initiator des Floh de Cologne, damals, 1965 und 1966, im Theaterwissenschaftlichen Institut der UniversitÃ¤t KÃ¶ln. (Die erste handfeste Streiterei gab es in der Truppe Ã¼brigens darÃ¼ber: Sollte man den Floh im Namen mit oh oder mit eau schreiben, um ja die Anspielung auf das bekannte Duftwasser so deutlich wie mÃ¶glich zu machen?) Vor knapp acht Jahren ist Wollschon ausgestiegen. Ein BÃ¼ndel von GrÃ¼nden habe es gegeben, sagt er. Auch den, daÃŸ er &#8220;gegen die zu dichte Anlehnung an eine bestimmte Partei&#8221; gewesen sei.  - <a href="http://www.enxing.de/flohkritik2.html" rel="nofollow">http://www.enxing.de/flohkritik2.html</a></p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-181628</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2014 07:17:53 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.wirtrauern.de/Traueranzeige/Gerd-Wollschon</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-32059</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2007 08:34:55 +0000</pubDate>
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		<description>Von Uschi Obermeier bis Floh de Cologne. Auf der Achse gibt es einen interessanten Bericht - beachtenswert ist auch der Link zur Neuen Rheinischen Zeitung, wenngleich der dort zu sehende Bericht mit Ausnahme des Statements von Gerd Wollschon wenig hergibt -
&lt;a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/grabschen_nach_uschi_obermaier/" rel="nofollow"&gt;http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/grabschen_nach_uschi_obermaier/&lt;/a&gt;

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		<content:encoded><![CDATA[<p>Von Uschi Obermeier bis Floh de Cologne. Auf der Achse gibt es einen interessanten Bericht - beachtenswert ist auch der Link zur Neuen Rheinischen Zeitung, wenngleich der dort zu sehende Bericht mit Ausnahme des Statements von Gerd Wollschon wenig hergibt -<br />
<a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/grabschen_nach_uschi_obermaier/" rel="nofollow">http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/grabschen_nach_uschi_obermaier/</a></p>
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<p>Â </p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-131</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2005 08:53:26 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-131</guid>
		<description>Zur ErgÃ¤nzung hier mal ein zeitgenÃ¶ssischer, 35 Jahre alter Artikel zu den FlÃ¶hen -

DIE ZEIT


11/1970  


Bremer Ã„rger mit den KÃ¶lner FlÃ¶hen 


Donner, Wolf 

DaÃŸ die Trojaner das hÃ¶lzerne Pferd der Griechen nicht in ihre Stadt genommen hÃ¤tten, wenn sie von seiner taktischen Funktion und seinem Inhalt gewuÃŸt hÃ¤tten, das muÃŸ keine Binsenweisheit sein. Immerhin hatten sie keine MÃ¶glichkeit, sich vorher Ã¼ber das Geschenk zu orientieren; sie konnten nur ihre Priester befra- gen.

"Wir bitten um VerstÃ¤ndnis", telegraphierte der Sender Radio Bremen einem Geschenk ab, Ã¼ber das man sich sehr wohl hÃ¤tte informieren kÃ¶nnen, einem Geschenk, das die Kabarettgruppe "Floh de Cologne" darbringen wollte: Die KÃ¶lner FlÃ¶he, die sich seit Ende 1969 nicht mehr Kabarett, sondern "bewuÃŸtseinserweiternde Droge" nennen und nur noch vor etwa sechzehnbis zwanzigjÃ¤hrigen SchÃ¼lern, Lehrlingen und Jungarbeitern spielen, hatten zugesagt, am 7. und 8. MÃ¤rz im Oldenburger Stadttheater und im Bremer Sendesaal zu gastieren. PlÃ¶tzlich aber kamen den Bremer Veranstaltern "Bedenken", die sie veranlaÃŸten, das Gastspiel unter Bedauern "kurzfristig" zu "verschieben". Also eine hÃ¶flich umschriebene Absage. Anders als die genasfÃ¼hrten Trojaner hatten sich die Bremer spÃ¤t, doch zur Absage noch rechtzeitig genug erkundigen kÃ¶nnen, was ihnen da ins Haus stand, und das "vorliegende Informationsmaterial" dÃ¼rfte nicht in ihrem Sinne gewesen sein. Da konnten sie nÃ¤mlich erfahren, daÃŸ die FlÃ¶he, seit je Deutschlands aggressivstes Kabarett, nun zu einem noch deftigeren, direkteren und schÃ¤rferen Polit-Rock Ã¼bergegangen waren, einer mit hartem Beat unterlegten Show, die Pornographie, Anarchismus und Agitprop geschickt mischte und plakativ vereinfachte Revolutionsthesen nicht scheute:

"Ich will aber nicht immer nur gehorchen! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, heiraten. Ich will aber nicht immer das gleiche tun! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, Familie grÃ¼nden! Ich will aber nicht immer arbeiten gehen und [Haushalt machen! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, Auto kaufen. Ich will aber nicht total verblÃ¶den! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, Fernsehen. Ich will aber meine Gesundheit nicht ruinieren! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, fÃ¼rs Alter vorsorgen. Ich will aber nicht immer nur! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, arbeiten." 

"FlieÃŸbandbabys Beat-Show", so hieÃŸ das neue Programm, fand spontanen Anklang bei der jugendlichen "Zielgruppe" und verÃ¤rgerte Lehrer, Jugendleiter und besorgte StadtvÃ¤ter. SÃ¤tze wie "Die oberen Zehntausend gibt es nur, weil die unteren sechzig Millionen mit ihrer Rolle einverstanden sind", Thesen und Parolen, die unumwunden vorgetragen und wÃ¤hrend des Programms als Flugblatt verteilt werden, die unser "WegschmeiÃŸwunderland" angreifen und statt dessen plÃ¤dieren fÃ¼r eine allgemeine Politisierung und Solidarisierung der Linken, fÃ¼r Basisgruppen und Wohngemeinschaften, fÃ¼r Pille, antiautoritÃ¤re Erziehung und freie Lustentfaltung - all das muÃŸ den Bremern zu heikel erschienen sein, und flugs wurden die ungebetenen GÃ¤ste wieder ausgeladen.

Sie ist so richtig schÃ¶n in die Falle gegangen, diese Bremer Jazz- und Pop-Redaktion, und das ist das Peinliche an dem Vorgang: Man gibt sich progressiv und engagiert eine Truppe, die ein biÃŸchen Krach und Rabbatz garantiert, dann hÃ¶rt man genauer hin und kriegt plÃ¶tzlich "Bedenken" und Angst vor der eigenen Courage. Oder, auch so kann es gewesen sein, man muÃŸ sich, im Ãœbereifer zu weit vorgeprescht, schnell wieder dem Diktum hÃ¶herer Stellen und einfluÃŸreicher PersÃ¶nlichkeiten beugen, die so gar kein Interesse haben an direkten Aufforderungen zur revolutionÃ¤ren Praxis: "Politisiere deinen Nebenmann, politisiert andere, Ã¼bt Kritik und schafft Gruppen..."

Das Trojanische Pferd eines Gastspiels sind die Bremer nun los. Aber FlÃ¶he sind listige kleine Tiere, sie kommen Ã¼berall durch und beiÃŸen einen, ehe man's merkt. Man sollte auch in ihrem Fall die Priester befragen.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur ErgÃ¤nzung hier mal ein zeitgenÃ¶ssischer, 35 Jahre alter Artikel zu den FlÃ¶hen -</p>
<p>DIE ZEIT</p>
<p>11/1970  </p>
<p>Bremer Ã„rger mit den KÃ¶lner FlÃ¶hen </p>
<p>Donner, Wolf </p>
<p>DaÃŸ die Trojaner das hÃ¶lzerne Pferd der Griechen nicht in ihre Stadt genommen hÃ¤tten, wenn sie von seiner taktischen Funktion und seinem Inhalt gewuÃŸt hÃ¤tten, das muÃŸ keine Binsenweisheit sein. Immerhin hatten sie keine MÃ¶glichkeit, sich vorher Ã¼ber das Geschenk zu orientieren; sie konnten nur ihre Priester befra- gen.</p>
<p>&#8220;Wir bitten um VerstÃ¤ndnis&#8221;, telegraphierte der Sender Radio Bremen einem Geschenk ab, Ã¼ber das man sich sehr wohl hÃ¤tte informieren kÃ¶nnen, einem Geschenk, das die Kabarettgruppe &#8220;Floh de Cologne&#8221; darbringen wollte: Die KÃ¶lner FlÃ¶he, die sich seit Ende 1969 nicht mehr Kabarett, sondern &#8220;bewuÃŸtseinserweiternde Droge&#8221; nennen und nur noch vor etwa sechzehnbis zwanzigjÃ¤hrigen SchÃ¼lern, Lehrlingen und Jungarbeitern spielen, hatten zugesagt, am 7. und 8. MÃ¤rz im Oldenburger Stadttheater und im Bremer Sendesaal zu gastieren. PlÃ¶tzlich aber kamen den Bremer Veranstaltern &#8220;Bedenken&#8221;, die sie veranlaÃŸten, das Gastspiel unter Bedauern &#8220;kurzfristig&#8221; zu &#8220;verschieben&#8221;. Also eine hÃ¶flich umschriebene Absage. Anders als die genasfÃ¼hrten Trojaner hatten sich die Bremer spÃ¤t, doch zur Absage noch rechtzeitig genug erkundigen kÃ¶nnen, was ihnen da ins Haus stand, und das &#8220;vorliegende Informationsmaterial&#8221; dÃ¼rfte nicht in ihrem Sinne gewesen sein. Da konnten sie nÃ¤mlich erfahren, daÃŸ die FlÃ¶he, seit je Deutschlands aggressivstes Kabarett, nun zu einem noch deftigeren, direkteren und schÃ¤rferen Polit-Rock Ã¼bergegangen waren, einer mit hartem Beat unterlegten Show, die Pornographie, Anarchismus und Agitprop geschickt mischte und plakativ vereinfachte Revolutionsthesen nicht scheute:</p>
<p>&#8220;Ich will aber nicht immer nur gehorchen! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, heiraten. Ich will aber nicht immer das gleiche tun! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, Familie grÃ¼nden! Ich will aber nicht immer arbeiten gehen und [Haushalt machen! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, Auto kaufen. Ich will aber nicht total verblÃ¶den! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, Fernsehen. Ich will aber meine Gesundheit nicht ruinieren! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, fÃ¼rs Alter vorsorgen. Ich will aber nicht immer nur! Sei ruhig, FlieÃŸbandbaby, arbeiten.&#8221; </p>
<p>&#8220;FlieÃŸbandbabys Beat-Show&#8221;, so hieÃŸ das neue Programm, fand spontanen Anklang bei der jugendlichen &#8220;Zielgruppe&#8221; und verÃ¤rgerte Lehrer, Jugendleiter und besorgte StadtvÃ¤ter. SÃ¤tze wie &#8220;Die oberen Zehntausend gibt es nur, weil die unteren sechzig Millionen mit ihrer Rolle einverstanden sind&#8221;, Thesen und Parolen, die unumwunden vorgetragen und wÃ¤hrend des Programms als Flugblatt verteilt werden, die unser &#8220;WegschmeiÃŸwunderland&#8221; angreifen und statt dessen plÃ¤dieren fÃ¼r eine allgemeine Politisierung und Solidarisierung der Linken, fÃ¼r Basisgruppen und Wohngemeinschaften, fÃ¼r Pille, antiautoritÃ¤re Erziehung und freie Lustentfaltung - all das muÃŸ den Bremern zu heikel erschienen sein, und flugs wurden die ungebetenen GÃ¤ste wieder ausgeladen.</p>
<p>Sie ist so richtig schÃ¶n in die Falle gegangen, diese Bremer Jazz- und Pop-Redaktion, und das ist das Peinliche an dem Vorgang: Man gibt sich progressiv und engagiert eine Truppe, die ein biÃŸchen Krach und Rabbatz garantiert, dann hÃ¶rt man genauer hin und kriegt plÃ¶tzlich &#8220;Bedenken&#8221; und Angst vor der eigenen Courage. Oder, auch so kann es gewesen sein, man muÃŸ sich, im Ãœbereifer zu weit vorgeprescht, schnell wieder dem Diktum hÃ¶herer Stellen und einfluÃŸreicher PersÃ¶nlichkeiten beugen, die so gar kein Interesse haben an direkten Aufforderungen zur revolutionÃ¤ren Praxis: &#8220;Politisiere deinen Nebenmann, politisiert andere, Ã¼bt Kritik und schafft Gruppen&#8230;&#8221;</p>
<p>Das Trojanische Pferd eines Gastspiels sind die Bremer nun los. Aber FlÃ¶he sind listige kleine Tiere, sie kommen Ã¼berall durch und beiÃŸen einen, ehe man&#8217;s merkt. Man sollte auch in ihrem Fall die Priester befragen.</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-126</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2005 17:15:49 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/04/27/130.html#comment-126</guid>
		<description>In meiner Biographie liest sich dieser Abend so -

Nach den Feierlichkeiten im Berliner Ensemble fuhr ich mit Heinz in den obligatorischen Winterurlaub nach Spanien. Dort wurde ich von Dieter Buttler gebeten, bei einer Veranstaltung meinen Buchbeitrag zu lesen. Die Presse berichte in drei farbigen Seiten Ã¼ber die bevorstehende Lesung und zudem beantwortete ich einen â€žProminenten-Fragebogenâ€œ. Ãœber viele bekannte Leute die an der Costa Blanca wohnen werden solche Story erstellt, sei es nun Hans Meiser, Frau Crone-Schmalz (Korrespondentin) oder den FuÃŸballer Reinke (Ex-Torwart von Kaiserslautern, der 2001 zu Murcia wechselte â€“ und in der abgelaufenen Saison mit Werder Bremen Meister wurde). Es kam dann im Februar zu einer Lesung in Altea. Im Publikum saÃŸ an diesem Tag ein Ehepaar, welches sich als die Wollschons aus KÃ¶ln entpuppten. Saskia Wollschon inszeniert ab und zu einen literarischen Salon in Altea und ihr Mann, Gerd Wollschon, war MitbegrÃ¼nder der Politrockgruppe Floh de Cologne und deren Texter bis 1976. Er stieg in diesem Jahr aus, weil ihm die ganze Richtung doch zu dogmatisch wurde und unterschrieb auf GÃ¼nter Wallrafs Liste, gegen die AusbÃ¼rgerung Biermann. Deshalb waren die Wollschons auch da - zu diesen Ereignissen hatten sie einen ganz persÃ¶nlichen Bezug. Gerd Wollschon brachte spÃ¤ter auch die â€žSudel-BÃ¼cherâ€œ heraus, z.B. mit einem Vorwort des Schauspielers (Fassbinders â€žAcht Stunden sind kein Tagâ€œ) und Kabarettisten Werner Fink (â€žBin kein JudenlÃ¼mmel. Ich sehe nur so intelligent aus.â€œ). AuÃŸerdem schrieb Wollschon die Serie â€žImmer wieder Sonntagsâ€œ mit Hanns Dieter HÃ¼sch in der Hauptrolle. 

Ich wurde von beiden spontan auf eine zusÃ¤tzliche Lesung im â€žLiterarischen Salonâ€œ von Saskia Wollschon angesprochen, sagte zu und las dann dort Ende MÃ¤rz 2002. Aber es war grauenhaft. Das Publikum bestand aus gesetzten deutschen Mumien und ich wurde nach der Lesung, gleich zu Beginn der vorgesehenen Diskussion, von einer Frau angemacht, wie ich denn behaupten kÃ¶nne, in der Pâ€œDSâ€œ habe sich nichts geÃ¤ndert. Ich solle das doch mal mit mehreren Dokumenten belegen. Das war natÃ¼rlich nichts als eine Provokation und ich sagte ihr in klaren Worten meine Meinung dazu. Wie das so ist  - im Internet kÃ¶nnen sie pÃ¶beln, aber in der persÃ¶nlichen Begegnung sehen sie schlecht aus: Die Dame begann zu heulen und lief dann in der anbrechenden Pause hinaus. Die Presse berichtete daraufhin in einem Artikel unter der Ãœberschrift â€žVon Blues zu Biermannâ€œ von einer â€žhitzigen Diskussionâ€œ... 

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		<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Biographie liest sich dieser Abend so -</p>
<p>Nach den Feierlichkeiten im Berliner Ensemble fuhr ich mit Heinz in den obligatorischen Winterurlaub nach Spanien. Dort wurde ich von Dieter Buttler gebeten, bei einer Veranstaltung meinen Buchbeitrag zu lesen. Die Presse berichte in drei farbigen Seiten Ã¼ber die bevorstehende Lesung und zudem beantwortete ich einen â€žProminenten-Fragebogenâ€œ. Ãœber viele bekannte Leute die an der Costa Blanca wohnen werden solche Story erstellt, sei es nun Hans Meiser, Frau Crone-Schmalz (Korrespondentin) oder den FuÃŸballer Reinke (Ex-Torwart von Kaiserslautern, der 2001 zu Murcia wechselte â€“ und in der abgelaufenen Saison mit Werder Bremen Meister wurde). Es kam dann im Februar zu einer Lesung in Altea. Im Publikum saÃŸ an diesem Tag ein Ehepaar, welches sich als die Wollschons aus KÃ¶ln entpuppten. Saskia Wollschon inszeniert ab und zu einen literarischen Salon in Altea und ihr Mann, Gerd Wollschon, war MitbegrÃ¼nder der Politrockgruppe Floh de Cologne und deren Texter bis 1976. Er stieg in diesem Jahr aus, weil ihm die ganze Richtung doch zu dogmatisch wurde und unterschrieb auf GÃ¼nter Wallrafs Liste, gegen die AusbÃ¼rgerung Biermann. Deshalb waren die Wollschons auch da - zu diesen Ereignissen hatten sie einen ganz persÃ¶nlichen Bezug. Gerd Wollschon brachte spÃ¤ter auch die â€žSudel-BÃ¼cherâ€œ heraus, z.B. mit einem Vorwort des Schauspielers (Fassbinders â€žAcht Stunden sind kein Tagâ€œ) und Kabarettisten Werner Fink (â€žBin kein JudenlÃ¼mmel. Ich sehe nur so intelligent aus.â€œ). AuÃŸerdem schrieb Wollschon die Serie â€žImmer wieder Sonntagsâ€œ mit Hanns Dieter HÃ¼sch in der Hauptrolle. </p>
<p>Ich wurde von beiden spontan auf eine zusÃ¤tzliche Lesung im â€žLiterarischen Salonâ€œ von Saskia Wollschon angesprochen, sagte zu und las dann dort Ende MÃ¤rz 2002. Aber es war grauenhaft. Das Publikum bestand aus gesetzten deutschen Mumien und ich wurde nach der Lesung, gleich zu Beginn der vorgesehenen Diskussion, von einer Frau angemacht, wie ich denn behaupten kÃ¶nne, in der Pâ€œDSâ€œ habe sich nichts geÃ¤ndert. Ich solle das doch mal mit mehreren Dokumenten belegen. Das war natÃ¼rlich nichts als eine Provokation und ich sagte ihr in klaren Worten meine Meinung dazu. Wie das so ist  - im Internet kÃ¶nnen sie pÃ¶beln, aber in der persÃ¶nlichen Begegnung sehen sie schlecht aus: Die Dame begann zu heulen und lief dann in der anbrechenden Pause hinaus. Die Presse berichtete daraufhin in einem Artikel unter der Ãœberschrift â€žVon Blues zu Biermannâ€œ von einer â€žhitzigen Diskussionâ€œ&#8230;</p>
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