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	<title>Kommentare zu: Genozide</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/22/70.html</link>
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	<pubDate>Thu, 17 May 2012 18:29:59 +0000</pubDate>
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		<title>Von: nfreimann</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/22/70.html#comment-71</link>
		<dc:creator>nfreimann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2005 21:32:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/22/70.html#comment-71</guid>
		<description>der Hinweis auf den 'grassierenden Geschichtsrevisionismus' ist Dogmatismus pur. Abweichungen vom Wort werden sofort und unmittelbar verurteilt, so wie damals,  als der Hinweis auf kulakische, trotzkistische, hitlerfaschistische, kosmopolitische und weisskittelische Revisionisten den Grund lieferte, jemand zu diffamieren, verhaften verurteilen, und schliesslich zu exekutieren: Stalinismus pur. Ich glaube meine lieber Daniel, sie haben etwas gründlich falsch verstanden. Die Hexenjagd ist nämlich längst vorbei. Wir leben in einer freiheitlchen Demokratie.

Dabai klingt doch gut, genozidale Ideologien endlich als Bedrohung für alle Menschen anerzukennen. Wenn ich da nur an China denke, den Massenmord an Uyghuren, Tibeter, und Mongolen. Haben sie vielleicht etwas gegen die Thematisierung der Verbrechen des kommunistischen China?

Interessanter scheint mir doch die Authentizität der Quelle erst einmal zu überprüfen zu sein. Sie dagegen scheinen das einfach hinzunehmen. Wirklich erstaunlich für einen Historiker. 'Die Zeit' ist doch viel zu allgemein, da fehlen Ausgabe und Seitenangabe, und am besten ein Web Link. Darf es bitteschön vielleicht dieser sein: 

http://www.zeit.de/2005/13/Yad_Vashem

Nun wird es spannend, wehrter Herr Historiker. Wurde die Quelle korrekt zusammengefasst? Oder etwas tendenziös? Gibt es Auslassungen? Liegt die Quelle der Zusammenfassung überhaupt zugrunde?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>der Hinweis auf den &#8216;grassierenden Geschichtsrevisionismus&#8217; ist Dogmatismus pur. Abweichungen vom Wort werden sofort und unmittelbar verurteilt, so wie damals,  als der Hinweis auf kulakische, trotzkistische, hitlerfaschistische, kosmopolitische und weisskittelische Revisionisten den Grund lieferte, jemand zu diffamieren, verhaften verurteilen, und schliesslich zu exekutieren: Stalinismus pur. Ich glaube meine lieber Daniel, sie haben etwas gründlich falsch verstanden. Die Hexenjagd ist nämlich längst vorbei. Wir leben in einer freiheitlchen Demokratie.</p>
<p>Dabai klingt doch gut, genozidale Ideologien endlich als Bedrohung für alle Menschen anerzukennen. Wenn ich da nur an China denke, den Massenmord an Uyghuren, Tibeter, und Mongolen. Haben sie vielleicht etwas gegen die Thematisierung der Verbrechen des kommunistischen China?</p>
<p>Interessanter scheint mir doch die Authentizität der Quelle erst einmal zu überprüfen zu sein. Sie dagegen scheinen das einfach hinzunehmen. Wirklich erstaunlich für einen Historiker. &#8216;Die Zeit&#8217; ist doch viel zu allgemein, da fehlen Ausgabe und Seitenangabe, und am besten ein Web Link. Darf es bitteschön vielleicht dieser sein: </p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2005/13/Yad_Vashem" rel="nofollow">http://www.zeit.de/2005/13/Yad_Vashem</a></p>
<p>Nun wird es spannend, wehrter Herr Historiker. Wurde die Quelle korrekt zusammengefasst? Oder etwas tendenziös? Gibt es Auslassungen? Liegt die Quelle der Zusammenfassung überhaupt zugrunde?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Digenis Akritas</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/22/70.html#comment-67</link>
		<dc:creator>Digenis Akritas</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Mar 2005 16:45:59 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/22/70.html#comment-67</guid>
		<description>Daß Yehuda Bauer (soweit er korrekt zitiert wurde) die (im Kern durchaus nicht unberechtigte) Polemik gegen eine "Hierarchisierung der Opfer" terroristischer Gewaltherrschaft mit einer ostentativen Identifikation verschiedenartiger Leidensgeschichten verknüpft, erscheint im Hinblick auf den auch und gerade im "neuen Europa" grassierenden Geschichtsrevisionismus als außerordentlich bedauerlich. Der Satz, daß (nichtjüdisch-)polnische NS- oder Kommunismus-Opfer, wenngleich sie keinem Genozid-Verbrechen ausgesetzt wurden, "dasselbe" gelitten hätten, wie armenische oder jüdische Opfer des jungtürkischen resp. des Hitlerschen Völkermordes, trägt recht wenig zur Erfassung des totalitaristischen Zivilisationsbruchs bei, wie er mit guten Gründen im Besonderen mit dem Phänomen genozidaler Gewaltanwendung identifiziert wird - ebenso wenig, wie seine Abstraktion, daß JEDES Opfer irgend eines dessen Tod verursachenden Gewaltverbrechens seines individuellen Rechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit beraubt wird. Zweifelsohne legte eine Infragestellung dieser Erkenntnis eine zivilisationsfeindliche Haltung offen, wie sie selbst die größten Verbrechen der Menschheit zu begünstigen geeignet ist. Insofern gilt Bauer meine Sympathie, wenn er auf das gesamteuropäische Odium des Gewährenlassens der genozidalen Greuel der nordsudanesischen Islamisten gegen die Bevölkerungen des Südsudans und Darfurs verweist. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Daß Yehuda Bauer (soweit er korrekt zitiert wurde) die (im Kern durchaus nicht unberechtigte) Polemik gegen eine &#8220;Hierarchisierung der Opfer&#8221; terroristischer Gewaltherrschaft mit einer ostentativen Identifikation verschiedenartiger Leidensgeschichten verknüpft, erscheint im Hinblick auf den auch und gerade im &#8220;neuen Europa&#8221; grassierenden Geschichtsrevisionismus als außerordentlich bedauerlich. Der Satz, daß (nichtjüdisch-)polnische NS- oder Kommunismus-Opfer, wenngleich sie keinem Genozid-Verbrechen ausgesetzt wurden, &#8220;dasselbe&#8221; gelitten hätten, wie armenische oder jüdische Opfer des jungtürkischen resp. des Hitlerschen Völkermordes, trägt recht wenig zur Erfassung des totalitaristischen Zivilisationsbruchs bei, wie er mit guten Gründen im Besonderen mit dem Phänomen genozidaler Gewaltanwendung identifiziert wird - ebenso wenig, wie seine Abstraktion, daß JEDES Opfer irgend eines dessen Tod verursachenden Gewaltverbrechens seines individuellen Rechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit beraubt wird. Zweifelsohne legte eine Infragestellung dieser Erkenntnis eine zivilisationsfeindliche Haltung offen, wie sie selbst die größten Verbrechen der Menschheit zu begünstigen geeignet ist. Insofern gilt Bauer meine Sympathie, wenn er auf das gesamteuropäische Odium des Gewährenlassens der genozidalen Greuel der nordsudanesischen Islamisten gegen die Bevölkerungen des Südsudans und Darfurs verweist.</p>
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