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	<title>Kommentare zu: WohlfÃ¼hlen im 3. Reich</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 21:38:50 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Burkard Schulte-Voge</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-56</link>
		<dc:creator>Burkard Schulte-Voge</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2005 21:49:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-56</guid>
		<description>Mensch Tanja, Du endtÃ¤uscht mich. Du weiÃŸt doch ganz genau, daÃŸ mit den Begriffen "links" oder "rechts" nichts anfangen kann - und in Anbetracht der bundesdeutschen, (klein)bÃ¼rgerlichen und vor allem, antisemitischen "Linken", jeden verklagen wÃ¼rde, der mich in diese Kategorie einreihen wÃ¼rde.
Und der Dicke? Schon vom Volumen her fÃ¼llte er die "Mitte" aus, ansonsten plÃ¼nderte er fÃ¼r seine Untertanen die Sozialkassen, fÃ¼hrte diesen Staat in die Pleite und stand leider als Konkursverwalter nicht mehr zur VerfÃ¼gung. Nicht mehr zur VerfÃ¼gung, weil der andere aus der "Mitte" diese Rolle Ã¼bernahm, Ã¼bernahm, "in der Stunde der Not" und um dieses Ziel zu erreichen versprach er seinen Untertanen "MaÃŸnahmen gegen die soziale KÃ¤lte", wunderglÃ¤ubig wie die Deutschen nun mal sind, glaubten sie auch ihm.

Das wird, neben der Ã„nderung des StaatsbÃ¼rgerrechtes, der bleibende Verdienst des "Medienkanzlers" sein. DaÃŸ allerdings dazu Mittel angewandt wuren, die einer konservativen Partei alle Ehre gemacht hÃ¤tten, das ist ein anderes Thema.

"Der Feind steht rechts!" Mit dieser Aufruf wandte sich der konservative Reichskanzler Josef Wirth an den Reichstag 1923 nach der Ermordung Walter Rathenaus ("der gottverdammten Judensau")
DIESE Aussage war verbindlich, ebenso verbindlich wie Brechts "nach links marschieren". Verbindliche, weil es eine linke Intelligenz gab. Verbindlich, weil dieser Unfug mit der Mitte noch nicht aktuell war. Und von einer linken Intelligenz kann man heute wirklich nicht mehr reden. Und ernstzunehmen, ich tat es zumindest nie, war die (klein)bÃ¼rgerliche Nachkriegs"linke" nie. Nicht ernstzunehmen als sie noch ihrem heiligen Stalin, Mao oder Hodscha anhingen und erst recht nicht ernstzunehmen, als sie dann zum grÃ¼nen Kindergarten mutierten.

Nun denn, der von der Sozialdemokratie mit Hilfe der senilen GrÃ¼nen eingeleitete Kurs zur Staatssanierung, wird in absehbarer Zeit von den Konservativen fortgesetzt Und spÃ¤testens nach der Wahl in NRW wird die SPD wohl einsehen mÃ¼ssen, daÃŸ wer die Konservativen kopiert sich nicht wundern muÃŸ, wenn der Untertan dann das Original wÃ¤hlt. Und wird wohl hoffentlich auch zur Einsicht kommen, eine Partei des saturierten und zutiefst unsolidarischen gehobenen KleinbÃ¼rgertums, eine Partei der gutmenschlichen UnfÃ¤higkeit, nicht der BÃ¼ndnispartner einer Arbeiterpartei sein kann. Und das lÃ¤ÃŸt doch wieder hoffen. Hoffen, daÃŸ die Nachgeborenen sich als solidarischer, als staatsbÃ¼rgerlicher beweisen, als es meine, unsere Generation war. Denn das steht doch wohl fest: Ein Konzept zur Zivilisierung dieses VÃ¶lkchens fehlt den bÃ¼rgerlichen Parteien ebenso wie der Sozialdemokratie. Und die Gestrauchelten dieser Gesellschaft, denen es dann richtig dreckig geht, die werden sich in weniger als 10 Jahren nach der ach so idyllischen Zeit zurÃ¼cksehnen, in der ihnen Hartz IV den Lebensunterhalt in Anstand ermÃ¶glichte. So Ã¤rgerlich das auch ist: Darauf setze ich 1000 Euro.

Proletarischer GruÃŸ aussem Pott

Schurkrad

http://www.pi-news.net/2019/04/welt-adolf-hitler-begann-seine-politische-karriere-als-linksextremist/ 
https://ef-magazin.de/2013/05/23/4228-sozialdemokratie-und-nationalsozialismus-heil-dir-lassalle</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mensch Tanja, Du endtÃ¤uscht mich. Du weiÃŸt doch ganz genau, daÃŸ mit den Begriffen &#8220;links&#8221; oder &#8220;rechts&#8221; nichts anfangen kann - und in Anbetracht der bundesdeutschen, (klein)bÃ¼rgerlichen und vor allem, antisemitischen &#8220;Linken&#8221;, jeden verklagen wÃ¼rde, der mich in diese Kategorie einreihen wÃ¼rde.<br />
Und der Dicke? Schon vom Volumen her fÃ¼llte er die &#8220;Mitte&#8221; aus, ansonsten plÃ¼nderte er fÃ¼r seine Untertanen die Sozialkassen, fÃ¼hrte diesen Staat in die Pleite und stand leider als Konkursverwalter nicht mehr zur VerfÃ¼gung. Nicht mehr zur VerfÃ¼gung, weil der andere aus der &#8220;Mitte&#8221; diese Rolle Ã¼bernahm, Ã¼bernahm, &#8220;in der Stunde der Not&#8221; und um dieses Ziel zu erreichen versprach er seinen Untertanen &#8220;MaÃŸnahmen gegen die soziale KÃ¤lte&#8221;, wunderglÃ¤ubig wie die Deutschen nun mal sind, glaubten sie auch ihm.</p>
<p>Das wird, neben der Ã„nderung des StaatsbÃ¼rgerrechtes, der bleibende Verdienst des &#8220;Medienkanzlers&#8221; sein. DaÃŸ allerdings dazu Mittel angewandt wuren, die einer konservativen Partei alle Ehre gemacht hÃ¤tten, das ist ein anderes Thema.</p>
<p>&#8220;Der Feind steht rechts!&#8221; Mit dieser Aufruf wandte sich der konservative Reichskanzler Josef Wirth an den Reichstag 1923 nach der Ermordung Walter Rathenaus (&#8221;der gottverdammten Judensau&#8221;)<br />
DIESE Aussage war verbindlich, ebenso verbindlich wie Brechts &#8220;nach links marschieren&#8221;. Verbindliche, weil es eine linke Intelligenz gab. Verbindlich, weil dieser Unfug mit der Mitte noch nicht aktuell war. Und von einer linken Intelligenz kann man heute wirklich nicht mehr reden. Und ernstzunehmen, ich tat es zumindest nie, war die (klein)bÃ¼rgerliche Nachkriegs&#8221;linke&#8221; nie. Nicht ernstzunehmen als sie noch ihrem heiligen Stalin, Mao oder Hodscha anhingen und erst recht nicht ernstzunehmen, als sie dann zum grÃ¼nen Kindergarten mutierten.</p>
<p>Nun denn, der von der Sozialdemokratie mit Hilfe der senilen GrÃ¼nen eingeleitete Kurs zur Staatssanierung, wird in absehbarer Zeit von den Konservativen fortgesetzt Und spÃ¤testens nach der Wahl in NRW wird die SPD wohl einsehen mÃ¼ssen, daÃŸ wer die Konservativen kopiert sich nicht wundern muÃŸ, wenn der Untertan dann das Original wÃ¤hlt. Und wird wohl hoffentlich auch zur Einsicht kommen, eine Partei des saturierten und zutiefst unsolidarischen gehobenen KleinbÃ¼rgertums, eine Partei der gutmenschlichen UnfÃ¤higkeit, nicht der BÃ¼ndnispartner einer Arbeiterpartei sein kann. Und das lÃ¤ÃŸt doch wieder hoffen. Hoffen, daÃŸ die Nachgeborenen sich als solidarischer, als staatsbÃ¼rgerlicher beweisen, als es meine, unsere Generation war. Denn das steht doch wohl fest: Ein Konzept zur Zivilisierung dieses VÃ¶lkchens fehlt den bÃ¼rgerlichen Parteien ebenso wie der Sozialdemokratie. Und die Gestrauchelten dieser Gesellschaft, denen es dann richtig dreckig geht, die werden sich in weniger als 10 Jahren nach der ach so idyllischen Zeit zurÃ¼cksehnen, in der ihnen Hartz IV den Lebensunterhalt in Anstand ermÃ¶glichte. So Ã¤rgerlich das auch ist: Darauf setze ich 1000 Euro.</p>
<p>Proletarischer GruÃŸ aussem Pott</p>
<p>Schurkrad</p>
<p><a href="http://www.pi-news.net/2019/04/welt-adolf-hitler-begann-seine-politische-karriere-als-linksextremist/" rel="nofollow">http://www.pi-news.net/2019/04/welt-adolf-hitler-begann-seine-politische-karriere-als-linksextremist/</a><br />
<a href="https://ef-magazin.de/2013/05/23/4228-sozialdemokratie-und-nationalsozialismus-heil-dir-lassalle" rel="nofollow">https://ef-magazin.de/2013/05/23/4228-sozialdemokratie-und-nationalsozialismus-heil-dir-lassalle</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-51</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2005 15:57:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-51</guid>
		<description>Ich wollte nach links marschieren
Nach rechts marschierte ER

Ebenfalls aus dem Lied, das du zitiertest - ja, genau so war das bei der SA!!! Leider braucht Brecht trotzdem das alte Feindbild ("Der Dicke" ist rechts, Das Ich ist links)

Deinen Beitrag kann ich im Wesentlichen unterschreiben: Sozialpolitik ohne zu fragen: Wie? ist reaktionÃ¤r.

Viele GrÃ¼ÃŸe in den Pott, Tanja</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte nach links marschieren<br />
Nach rechts marschierte ER</p>
<p>Ebenfalls aus dem Lied, das du zitiertest - ja, genau so war das bei der SA!!! Leider braucht Brecht trotzdem das alte Feindbild (&#8221;Der Dicke&#8221; ist rechts, Das Ich ist links)</p>
<p>Deinen Beitrag kann ich im Wesentlichen unterschreiben: Sozialpolitik ohne zu fragen: Wie? ist reaktionÃ¤r.</p>
<p>Viele GrÃ¼ÃŸe in den Pott, Tanja</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Burkard Schulte-Voge</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-50</link>
		<dc:creator>Burkard Schulte-Voge</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2005 10:10:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-50</guid>
		<description>SelbstverstÃ¤ndlich hat GÃ¶tz Aly Recht. In Ã¼berwiegender Mehrheit war den Deutschen bewuÃŸt, woher ihr Wohlstand kam, nahmen die mÃ¶rderische Diktatur in Kauf, nahmen in Kauf, daÃŸ Nachbarn verschwanden, in Kauf auch die gegenseitige Denunziation. Der FÃ¼her, als "charismatischer Vater", so schon 1966 Mitscherlich, die Deutschen mehrheitlich in der Rolle "Kleiner Leute", Untertanen also, "die nur ihre Pflicht taten".

Als dann, endlich nach 12 Jahren der Barbarei, dieses Land niedergerungen, niedergerungen unter entsetzlichem Blutzoll der Allierten, da ahnten sie es dunkel, aus ihrer Verantwortung entlieÃŸ sie nicht ihre "selbstverschuldete UnmÃ¼ndigkeit" (Roussou, ihr Status als Untertanen.
Weder Dresden, noch die Excesse der Roten Armee oder die Vertreibung "Heim ins Reich" waren Themen - zu groÃŸ die Schuld, die die deutschen Untertanen auf sich luden als sie ihre Herrschenden gewÃ¤hren lieÃŸen.

Die MÃ¶glichkeit also, sich zu einem zivilisierten Staat selbstbewuÃŸter BÃ¼rger zu entwickeln waren gegeben. Das dem nicht so wurde, das lag am Zerbrechen der Siegerkoalition. Nicht Morgenthau, kein neutrales Deutschland, welches "die BÃ¼rgerliche Revolution von 1848 vollendet" (Grundsatzprogramm der KPD von 1945), die Deutschen wurden gebraucht als nÃ¼tzliche Idioten im Kalten Krieg. Und nicht mehr der FÃ¼hrer als charismatischer Vater, sondern Adenauer hÃ¼ben und Ulbricht drÃ¼ben. Gleichzeitig Aufbau des Wohlfahrtstaates nach Bismarckschem Vorbild, die "Bestechung der Arbeiterklasse" (August Bebel). Bestechung, weil administrativ und nicht auf der Basis eines gesellschaftlichen Konsens bestehend.

Gleichzeitig, mal wieder, die Legendenbildung. Der NS war zerschlagen und fÃ¼r alle Zeiten diskreditiert. Die Verantwortung aber wurde, wieder hÃ¼ben und drÃ¼ben auf den FÃ¼hrer, oder "das Kapital", je nach Beliebigkeit, geschoben. Und die Untertanen nahmen dankbar an.
Es ist mÃ¼ÃŸig aufzulisten, wie nun die "Kleinen Leute" ihre Vorteile aus dem Sozialstaat erschlichen, hÃ¼ben hatten u.A. Behindertenausweise den Rang eines Verdienstkreuzes, drÃ¼ben wurde beim Bau der Datschen der Begriff des Volkseigentums allzu wÃ¶rtlich genommen.

"...Sie fragten nicht nach den Kosten, sie sahen nicht auf das Geld:
Sie waren aus dem GrÃ¶bsten heraus.
Hier werden wir's recht toll treiben sagten sie
Hier kÃ¶nnen wir wundervoll bleiben sagten sie
Und sie zogen die Stiefel aus.

Gut, das sagen die Ã„ste
Aber der Baumstamm schweigt.
Mehr her sagen die GÃ¤ste
Bis der Wirt die Rechnung zeigt.
(Bertolt Brecht)

Nicht fragen nach den Kosten, so auch dann, als dem Dicken doch allzu leichtfertig geglaubt wurde. Geglaubt, der Legende von den "BlÃ¼henden Landschaften". Geglaubt wider besseren Wissens. Und bereit zur Mordbrennerei, als die Legende sich als Legende erwies. Denn es waren keine Nazis, die in Hoyerswerder und Rostock Pogrome veranstalteten, es waren keine Nazis, die verantwortlich sind fÃ¼r die rassistische Blutspur, die seit dem Beitritt der DDR durch dieses Land zieht, es waren die ewigen deutschen Untertanen, die wieder bereit waren zum Raub. 

Und so verwundert es nicht, daÃŸ, immer wieder Montags, der Beobachter nicht erkennen kann, ob nun die PDS oder die NPD das Selbstmitleid der deutschen Untertanen in den InnenstÃ¤dten herausposaunt.

Was aber hat der Wohlfahrtstaat, speziell der Deutsche, mit Sozialismus zu tun? Sozialismus, als hÃ¶chste Stufe der Demokratie? Ist der bÃ¼rgerliche Wohlfahrtsstaat in den zivilisierten LÃ¤ndern Ausdruck eines gesellschaftlichen Konsens, das bedeutet, die Starken treten fÃ¼r die Schwachen ein, so war er in D. immer die Gabe der Herrschenden an seine Untertanen, die "Bestechung der Arbeiterklasse". Und die Untertanen fragten nie nach den Kosten, schauten gleichzeitig voll MiÃŸgunst auf die SchwÃ¤cheren, die ihnen evtl. etwas nehmen kÃ¶nnten.
Mit einer selbstbewuÃŸten Demokratie hat das nichts zu tun. Und mit Sozialismus erst Recht nicht.

Burkard Schulte-Vogelheim
  </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>SelbstverstÃ¤ndlich hat GÃ¶tz Aly Recht. In Ã¼berwiegender Mehrheit war den Deutschen bewuÃŸt, woher ihr Wohlstand kam, nahmen die mÃ¶rderische Diktatur in Kauf, nahmen in Kauf, daÃŸ Nachbarn verschwanden, in Kauf auch die gegenseitige Denunziation. Der FÃ¼her, als &#8220;charismatischer Vater&#8221;, so schon 1966 Mitscherlich, die Deutschen mehrheitlich in der Rolle &#8220;Kleiner Leute&#8221;, Untertanen also, &#8220;die nur ihre Pflicht taten&#8221;.</p>
<p>Als dann, endlich nach 12 Jahren der Barbarei, dieses Land niedergerungen, niedergerungen unter entsetzlichem Blutzoll der Allierten, da ahnten sie es dunkel, aus ihrer Verantwortung entlieÃŸ sie nicht ihre &#8220;selbstverschuldete UnmÃ¼ndigkeit&#8221; (Roussou, ihr Status als Untertanen.<br />
Weder Dresden, noch die Excesse der Roten Armee oder die Vertreibung &#8220;Heim ins Reich&#8221; waren Themen - zu groÃŸ die Schuld, die die deutschen Untertanen auf sich luden als sie ihre Herrschenden gewÃ¤hren lieÃŸen.</p>
<p>Die MÃ¶glichkeit also, sich zu einem zivilisierten Staat selbstbewuÃŸter BÃ¼rger zu entwickeln waren gegeben. Das dem nicht so wurde, das lag am Zerbrechen der Siegerkoalition. Nicht Morgenthau, kein neutrales Deutschland, welches &#8220;die BÃ¼rgerliche Revolution von 1848 vollendet&#8221; (Grundsatzprogramm der KPD von 1945), die Deutschen wurden gebraucht als nÃ¼tzliche Idioten im Kalten Krieg. Und nicht mehr der FÃ¼hrer als charismatischer Vater, sondern Adenauer hÃ¼ben und Ulbricht drÃ¼ben. Gleichzeitig Aufbau des Wohlfahrtstaates nach Bismarckschem Vorbild, die &#8220;Bestechung der Arbeiterklasse&#8221; (August Bebel). Bestechung, weil administrativ und nicht auf der Basis eines gesellschaftlichen Konsens bestehend.</p>
<p>Gleichzeitig, mal wieder, die Legendenbildung. Der NS war zerschlagen und fÃ¼r alle Zeiten diskreditiert. Die Verantwortung aber wurde, wieder hÃ¼ben und drÃ¼ben auf den FÃ¼hrer, oder &#8220;das Kapital&#8221;, je nach Beliebigkeit, geschoben. Und die Untertanen nahmen dankbar an.<br />
Es ist mÃ¼ÃŸig aufzulisten, wie nun die &#8220;Kleinen Leute&#8221; ihre Vorteile aus dem Sozialstaat erschlichen, hÃ¼ben hatten u.A. Behindertenausweise den Rang eines Verdienstkreuzes, drÃ¼ben wurde beim Bau der Datschen der Begriff des Volkseigentums allzu wÃ¶rtlich genommen.</p>
<p>&#8220;&#8230;Sie fragten nicht nach den Kosten, sie sahen nicht auf das Geld:<br />
Sie waren aus dem GrÃ¶bsten heraus.<br />
Hier werden wir&#8217;s recht toll treiben sagten sie<br />
Hier kÃ¶nnen wir wundervoll bleiben sagten sie<br />
Und sie zogen die Stiefel aus.</p>
<p>Gut, das sagen die Ã„ste<br />
Aber der Baumstamm schweigt.<br />
Mehr her sagen die GÃ¤ste<br />
Bis der Wirt die Rechnung zeigt.<br />
(Bertolt Brecht)</p>
<p>Nicht fragen nach den Kosten, so auch dann, als dem Dicken doch allzu leichtfertig geglaubt wurde. Geglaubt, der Legende von den &#8220;BlÃ¼henden Landschaften&#8221;. Geglaubt wider besseren Wissens. Und bereit zur Mordbrennerei, als die Legende sich als Legende erwies. Denn es waren keine Nazis, die in Hoyerswerder und Rostock Pogrome veranstalteten, es waren keine Nazis, die verantwortlich sind fÃ¼r die rassistische Blutspur, die seit dem Beitritt der DDR durch dieses Land zieht, es waren die ewigen deutschen Untertanen, die wieder bereit waren zum Raub. </p>
<p>Und so verwundert es nicht, daÃŸ, immer wieder Montags, der Beobachter nicht erkennen kann, ob nun die PDS oder die NPD das Selbstmitleid der deutschen Untertanen in den InnenstÃ¤dten herausposaunt.</p>
<p>Was aber hat der Wohlfahrtstaat, speziell der Deutsche, mit Sozialismus zu tun? Sozialismus, als hÃ¶chste Stufe der Demokratie? Ist der bÃ¼rgerliche Wohlfahrtsstaat in den zivilisierten LÃ¤ndern Ausdruck eines gesellschaftlichen Konsens, das bedeutet, die Starken treten fÃ¼r die Schwachen ein, so war er in D. immer die Gabe der Herrschenden an seine Untertanen, die &#8220;Bestechung der Arbeiterklasse&#8221;. Und die Untertanen fragten nie nach den Kosten, schauten gleichzeitig voll MiÃŸgunst auf die SchwÃ¤cheren, die ihnen evtl. etwas nehmen kÃ¶nnten.<br />
Mit einer selbstbewuÃŸten Demokratie hat das nichts zu tun. Und mit Sozialismus erst Recht nicht.</p>
<p>Burkard Schulte-Vogelheim</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-48</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2005 13:59:52 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-48</guid>
		<description>Es geht nicht um Verelendung, denn davon ist Deutschland so weit weg wie vom Pluto, wenn z.B. der Sudan den Mond darstellt und Portugal den Jupiter.

In der Tat gibt es noch immer viel zu viele Ã¼berflÃ¼ssigen Gesetze und einen Handlungsrahmen, der aus der Zeit der groÃŸen Kontrolle stammt. 

Niemand will aktuell den Menschen ihre Grundsicherung - die es nur in wenigen LÃ¤ndern gibt - nehmen, aber die Diffamierugen gegen "Das Kapital" haben inzwischen unschÃ¶ne ZÃ¼ge erreicht und da ist ein solcher Artikel schon mal ganz gut, um an dieses oder jenes zu erinnern und vor allem klarzustellen, dass dies in Wirklichkeit keine ausschlieÃŸliche Diktatur der Konzerne, sondern viel eher der Umsetzung des Denkens der "kleinen Leute" entsprach. Summasummarum eine Art Nationalbolschewismus, wie ihn Goebbels schon immer wollte.

GruÃŸ, TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht nicht um Verelendung, denn davon ist Deutschland so weit weg wie vom Pluto, wenn z.B. der Sudan den Mond darstellt und Portugal den Jupiter.</p>
<p>In der Tat gibt es noch immer viel zu viele Ã¼berflÃ¼ssigen Gesetze und einen Handlungsrahmen, der aus der Zeit der groÃŸen Kontrolle stammt. </p>
<p>Niemand will aktuell den Menschen ihre Grundsicherung - die es nur in wenigen LÃ¤ndern gibt - nehmen, aber die Diffamierugen gegen &#8220;Das Kapital&#8221; haben inzwischen unschÃ¶ne ZÃ¼ge erreicht und da ist ein solcher Artikel schon mal ganz gut, um an dieses oder jenes zu erinnern und vor allem klarzustellen, dass dies in Wirklichkeit keine ausschlieÃŸliche Diktatur der Konzerne, sondern viel eher der Umsetzung des Denkens der &#8220;kleinen Leute&#8221; entsprach. Summasummarum eine Art Nationalbolschewismus, wie ihn Goebbels schon immer wollte.</p>
<p>GruÃŸ, TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ecclesiastes</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-44</link>
		<dc:creator>Ecclesiastes</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2005 09:37:35 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-44</guid>
		<description>Hallo, ich schÃ¤tze nur mal, dass unseren heutigen Neocons kein Argument zu blÃ¶d ist, eine bestimmte Politikauffassung zu kritisieren. Eine gegen Verelendung gerichtete Politik ist nicht allein deshalb falsch, nur weil sie auch die Politik im 3. Reich war.
Und beim "SPIEGEL", dem Zentralblatt der Neocons, liegt m. E. die Vermutung nahe, dass hier diffamiert werden soll.
gruss     ecc</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, ich schÃ¤tze nur mal, dass unseren heutigen Neocons kein Argument zu blÃ¶d ist, eine bestimmte Politikauffassung zu kritisieren. Eine gegen Verelendung gerichtete Politik ist nicht allein deshalb falsch, nur weil sie auch die Politik im 3. Reich war.<br />
Und beim &#8220;SPIEGEL&#8221;, dem Zentralblatt der Neocons, liegt m. E. die Vermutung nahe, dass hier diffamiert werden soll.<br />
gruss     ecc</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-42</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2005 07:17:13 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-42</guid>
		<description>Den Zusammenhang sehe ich nicht. Wir mÃ¼ssen die Fakten aber klar benennen und wenn der berÃ¼hmt berÃ¼chtigte FÃ¼hrer mit "SozialmaÃŸnahmen" die Politik betrieb, die hierzulande von der Linken - sowie auch von den ganz Rechten gefordert wird - dann mÃ¼sste das zu denken geben.

GruÃŸ, TK</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Zusammenhang sehe ich nicht. Wir mÃ¼ssen die Fakten aber klar benennen und wenn der berÃ¼hmt berÃ¼chtigte FÃ¼hrer mit &#8220;SozialmaÃŸnahmen&#8221; die Politik betrieb, die hierzulande von der Linken - sowie auch von den ganz Rechten gefordert wird - dann mÃ¼sste das zu denken geben.</p>
<p>GruÃŸ, TK</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: kopfkino</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-37</link>
		<dc:creator>kopfkino</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2005 19:21:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-37</guid>
		<description>und als nÃ¤chstes zweifelt der spiegel noch an den opferzahlen von auschwitz oder was?
isch werd bekloppt!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>und als nÃ¤chstes zweifelt der spiegel noch an den opferzahlen von auschwitz oder was?<br />
isch werd bekloppt!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ecclesiastes</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-36</link>
		<dc:creator>Ecclesiastes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2005 17:30:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/11/47.html#comment-36</guid>
		<description>Hallo, diesen verdienstvollen Artikel hab' ich auch gelesen. Wir ahnten es schon lange : wer fÃ¼r soziale Gerechtigkeit ist, ist ein verkappter NAZI!
Nun aber husch, husch, liebe Gewerkschafter : Ab in die braune Ecke! muhaha.
gruss      ecc </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, diesen verdienstvollen Artikel hab&#8217; ich auch gelesen. Wir ahnten es schon lange : wer fÃ¼r soziale Gerechtigkeit ist, ist ein verkappter NAZI!<br />
Nun aber husch, husch, liebe Gewerkschafter : Ab in die braune Ecke! muhaha.<br />
gruss      ecc</p>
]]></content:encoded>
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