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	<title>Kommentare zu: Joschka Fischer</title>
	<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html</link>
	<description>Der neue Blog ist unter http://campodecriptanablog.apps-1and1.net erreichbar</description>
	<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 14:57:47 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-2788181</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2024 12:49:24 +0000</pubDate>
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		<description>https://www.focus.de/finanzen/umstrittenes-gesetz-jonathans-deutsch-afrikanische-familie-kostet-die-steuerzahler-1-5-mio-jaehrlich_id_259703525.html</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-2786268</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 17:05:40 +0000</pubDate>
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		<description>https://www.focus.de/politik/analyse-von-ulrich-reitz-warum-die-ampel-beim-asyl-in-die-naechste-niederlage-laeuft_id_259731396.html</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-2785790</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 11:59:18 +0000</pubDate>
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		<description>https://www.focus.de/panorama/mit-ukrainischen-paessen-an-buergergeld-tausendfache-abzock-masche-in-deutschland_id_259729246.html</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-427589</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 10:26:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-427589</guid>
		<description>Jetzt haben sie den Skandal institutionalisiert - http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-buerger-bejubeln-eu-visumsfreiheit-a-1151597.html

SPIEGEL: Herr Fischer, schon im Jahr 2005 war Jamaika rechnerisch mÃ¶glich. Als Sie damals danach gefragt wurden, mussten Sie an Angela Merkel und Guido Westerwelle mit Dreadlocks und einem Joint in der Hand denken und lachten nur: â€œWie soll das gehen, im Ernst, ich meine, bitte.â€ Und heute?

Fischer: Es gilt der alte Bob-Dylan-Song: â€œThe times they are a-changinâ€™â€, die Zeiten Ã¤ndern sich. Wir sind ein paar Jahre weiter, und das, was ich damals - vielleicht auch nur mangels Fantasie - fÃ¼r unmÃ¶glich hielt, ist heute eine Notwendigkeit geworden. So kannâ€™s gehen.

SPIEGEL: Was hat sich denn so grundlegend geÃ¤ndert?

Fischer: SpÃ¤testens seit 2015 und dem Ankommen der FlÃ¼chtlinge ist klar, dass die Zeit des sich immer mehrenden Sonnenscheins Ã¼ber unserem lieben Vaterland zu Ende geht. Die groÃŸen Probleme des 21. Jahrhunderts klopfen an unsere TÃ¼r. Das gilt auch fÃ¼r die dramatischen VerÃ¤nderungen, die wir global unter anderem beim Brexit und bei der Wahl von Donald Trump sehen. Man kann die Menschen nicht gewinnen, indem man schweigt und abwartet, wie Angela Merkel es versucht hat. Die Menschen wollen - im besten Sinne des Wortes - FÃ¼hrung. Focus 21.10.17</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt haben sie den Skandal institutionalisiert - <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-buerger-bejubeln-eu-visumsfreiheit-a-1151597.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-buerger-bejubeln-eu-visumsfreiheit-a-1151597.html</a></p>
<p>SPIEGEL: Herr Fischer, schon im Jahr 2005 war Jamaika rechnerisch mÃ¶glich. Als Sie damals danach gefragt wurden, mussten Sie an Angela Merkel und Guido Westerwelle mit Dreadlocks und einem Joint in der Hand denken und lachten nur: â€œWie soll das gehen, im Ernst, ich meine, bitte.â€ Und heute?</p>
<p>Fischer: Es gilt der alte Bob-Dylan-Song: â€œThe times they are a-changinâ€™â€, die Zeiten Ã¤ndern sich. Wir sind ein paar Jahre weiter, und das, was ich damals - vielleicht auch nur mangels Fantasie - fÃ¼r unmÃ¶glich hielt, ist heute eine Notwendigkeit geworden. So kannâ€™s gehen.</p>
<p>SPIEGEL: Was hat sich denn so grundlegend geÃ¤ndert?</p>
<p>Fischer: SpÃ¤testens seit 2015 und dem Ankommen der FlÃ¼chtlinge ist klar, dass die Zeit des sich immer mehrenden Sonnenscheins Ã¼ber unserem lieben Vaterland zu Ende geht. Die groÃŸen Probleme des 21. Jahrhunderts klopfen an unsere TÃ¼r. Das gilt auch fÃ¼r die dramatischen VerÃ¤nderungen, die wir global unter anderem beim Brexit und bei der Wahl von Donald Trump sehen. Man kann die Menschen nicht gewinnen, indem man schweigt und abwartet, wie Angela Merkel es versucht hat. Die Menschen wollen - im besten Sinne des Wortes - FÃ¼hrung. Focus 21.10.17</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-262960</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2015 15:05:56 +0000</pubDate>
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		<description>https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/polizeiakte-von-joschka-fischer-wieder-aufgetaucht/</description>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-170167</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2014 11:39:20 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-170167</guid>
		<description>Zum 200. Jahrestag der UrauffÃ¼hrung von Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ hielt Rolf Hochhuth eine glÃ¤nzende Rede. Das StÃ¼ck sei bestÃ¼rzend aktuell, sagte er, wie Tell handelten die Tschechen, als sie Hitlers Landvogt in Prag, Reinhard Heydrich, ermordeten, wie Tell handelten auch die Ostdeutschen, als sie den sogenannten Treuhand-PrÃ¤sidenten Rohwedder beseitigten, den der Kohl-Staat - federfÃ¼hrend Wolfgang SchÃ¤uble - zur totalen Ausbeutung der 17 Millionen Ostdeutschen inthronisiert hatte. Und auch heute lebten wir in einer Diktatur, erklÃ¤rt Hochhuth, nÃ¤mlich in der Diktatur der Wirtschaft. Er zitierte den Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt, der schon 1890 voraussagte: â€žEinmal werden der entsetzliche Kapitalismus von oben und das begehrliche Treiben von unten, wie zwei SchnellzÃ¼ge auf denselben Gleisen gegeneinander prallen.â€œ

Dem muÃŸ jeder vernÃ¼nftige Mensch zustimmen, wenn er die steigende Arbeitslosigkeit in Europa sieht, die immer tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, das zunehmende Elend in der Dritten Welt. Und wenn er sich dann fragt, wer daran schuld sei, kann die Antwort nur lauten: Die Wirtschaftbosse und ihre Marionetten, die Politiker. Denn sie bestimmen die Bedingungen eines sogenannten â€žVereinten Europasâ€œ, sie bestimmen, wem es gut gehen darf und wem nicht, und sie bestimmen letztlich auch, welche Politiker das Volk wÃ¤hlen darf.

 In der Nazizeit war die AuffÃ¼hrung von â€žWilhelm Tellâ€œ verboten. Die heutigen Wirtschaftdiktaturen sind klÃ¼ger, sie verbieten nicht, sondern lassen verharmlosen. Das heiÃŸt, sie bestellen Theatermacher, die ihnen zu Diensten sind, subventionieren sie, geben ihnen ein bisschen Macht, und schon sind sie korrumpierbar. Noch einmal Jacob Burckhardt: â€žMacht an sich ist bÃ¶se, gleichviel, wer sie ausÃ¼bt. Sie ist kein beharren, sondern eine Gier.â€œ Und auch Theatermacher nÃ¼tzen ihre Macht, um kritisches Theater, das dass Missfallen ihrer Subventionsgeber verursachen kÃ¶nnte, zu vermeiden. Lieber sprechen sie von â€žModernisierungâ€œ, statt zu bedenken, dass ein wirklich zeitkritisches Theater keinerlei Modernisierung bedarf, denn ein Publikum, das sich angesprochen fÃ¼hlt, kÃ¼mmert sich nicht um die Profilierung des Regisseurs.

 In der Basler Zeitung hat man Schweizer Theatermacher, die hauptsÃ¤chlich in Deutschland arbeiten, zu ihrer Meinung Ã¼ber Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ befragt. Ihre durchwegs arroganten und Ã¼berheblichen Antworten sind entlarvend, arrogant und Ã¼berheblich, weil man sich doch einem Klassiker wie Schiller und einem TheaterstÃ¼ck, das immerhin 200 Jahre lang Millionen von Menschen begeistert und beflÃ¼gelt hat, nur mit Demut nÃ¤her kann, vor allem, wenn man selbst versucht KÃ¼nstler zu sein. Ich zitiere auszugsweise, aber nicht sinnentstellend:

â€žKonservativer Terroristâ€œ, â€žLegendeâ€œ, â€žNationalistische Ikoneâ€œ oder â€žFreiheitsheldâ€œ

Urs Bircher, Intendant des Stadttheaters Hildesheim: â€žWilhelm Tell ist eine unangenehme nationalistische Ikone. Ein konservativer Terrorist, der sich der fortschrittlichen Entwicklung der Zeit (Habsburger) entgegenstellte, sozusagen ein frÃ¼her Europagegner.â€œ Da fÃ¤llt einem doch nur die Kinnlade herunter! Dieser Herr unterschlÃ¤gt nicht nur, dass die Schweiz, laut Schiller, erst durch Wilhelm Tell zu einer Art von Demokratie gefunden hat, er behauptet auch, dass die Habsburger, die viele Jahre lang die unmenschlichsten Gesetze erlieÃŸen, die ihre LÃ¤nder immer wieder mit Kriegen Ã¼berzogen, die jeden Widerstand durch Hinrichtungen im Keime erstickten, dass diese blutigen Herrscher eigentlich fortschrittliche Entwicklungshelfer waren. Und gleichzeitig betont er rasch seine Treue zur EU. All das in zwei SÃ¤tzen, nicht schlecht fÃ¼r einen braven MitlÃ¤ufer!

 Tobias Richter, Generalintendant der deutschen Oper am Rhein: â€žMich interessiert Wilhelm Tell eher als Oper, die hat einen wunderschÃ¶n romantischen Stoff.â€œ Aha! Dieser Herr ist vorsichtiger, er hÃ¤lt sich an Rossinis schÃ¶ne Musik und hat lieber keine eigene Meinung. So wird man Generalintendant.

 Jossie Wieler, Regisseur: â€žWie Schiller die Figuren idealisiert, auch die Jungfrau von OrlÃ©ans, damit habe ich meine Schwierigkeiten. WÃ¼rde mich jemand fragen, ob ich den â€žTellâ€œ inszenieren mÃ¶chte, dem wÃ¼rde ich ganz glatt sagen: Nein.â€œ Also da Herr Wieler offensichtlich nicht zu Schiller hinaufsteigen kann oder will. Da wÃ¼rde ich Herrn Wieler eher einen Berufswechsel vorschlagen, Politiker zum Beispiel. Da darf er Schwierigkeiten mit Schiller, Goethe, Shakespeare und Lessing haben und kann trotzdem Karriere machen.

 CathÃ©rine Miville, Intendantin des Stadttheaters GieÃŸen: â€žAls Volksheld ist Tell fÃ¼r mich nicht wichtig. Die jungen Leute von heute interessieren sich fÃ¼r parodistische Tell-Inszenierungen, nicht fÃ¼r die Auseinandersetzung mit der Tyrannei.. FÃ¼r den notwendigen Bewusstseinswandel hin zu einem offenem Europa ist einer wie Wilhelm Tell nicht hilfreich.â€œ DaÃŸ RevolutionÃ¤re oder gar TyrannenattentÃ¤ter bei einem Glaubensbekenntnis zur EU â€žnicht hilfreichâ€œ sind, damit hat die Dame recht. Es ist auch im Sinn ihrer Subventionsgeber, dass junge Leute im Theater lachen sollen, um wenigstens vorÃ¼bergehend ihre Arbeitslosigkeit zu vergessen. Es ist nur schade um das schÃ¶ne Stadttheater in GieÃŸen.

 Res Bosshart, Intendant des Meiniger Theaters: â€žTell ist ein Feigling, ein MenschenverÃ¤chter. Er schieÃŸt, weil ihm befohlen wird. Und weil Tell dem Gessler gehorcht, lockt er ihn danach in einen Hinterhalt, um ihn von hinten zu erschieÃŸen.â€œ Jawohl, Diktatoren soll man womÃ¶glich von vorn erschieÃŸen, dann ist man kein MenschenverÃ¤chter. Hat der Mann das StÃ¼ck Ã¼berhaupt gelesen? WeiÃŸ er nicht, dass Gessler den â€žFeiglingâ€œ Tell verhaften lÃ¤sst, ohne daÃŸ der das Geringste getan hat? Und dass Tell den Gessler in einen Hinterhalt lockt - wo steht das? Na ja, Hauptsache, man lehnt solche RevolutionsstÃ¼cke ab, dann kann einem nichts passieren.

 Barbara Frey, Regisseuse: â€žDaÃŸ eine Figur, die es nie gegeben hat, eine solche Bedeutung fÃ¼r uns besitzen, ist fÃ¼r mich schwer nachvollziehbar. Das ist schon unfreiwillig komisch. Eigentlich ist der Tell eine mythomanische Muppet-Show, eine Art Kasperle-Theater, das man nicht ernst nehmen kann.â€œ Also wenn es fÃ¼r die Dame â€žschwer nachvollziehbarâ€œ ist, dass auf dem Theater jemand Bedeutung hat, den es nie geben hat - auch das ist strittig - dann muÃŸ man sie fragen: Was ist mit Hamlet? Othello? Mephisto? Und so weiter. Aber es hÃ¤tte auch keinen Sinn, sie zu fragen, warum jemand, der sein Leben aufs Spiel setzt, um sein Land von einem Diktator zu befreien, fÃ¼r sie ein Kasperle ist - nein, da gibt man lieber auf. AbschlieÃŸend Ruedi HÃ¤usermann, Regisseur: Wilhelm Tell ist jemand, der mich wenig angeht.â€œ Nun, ich glaube, hier irrt Herr HÃ¤usermann. Eines Tages wird er schon draufkommen, dass ihn Menschen wie Wilhelm Tell sehr viel angehen.

 Im zweiten Weltkrieg war ich amerikanischer Soldat und als solcher auch als Dolmetscher in Deutschland tÃ¤tig. Dabei hatte ich Gelegenheit, einige Spitzennazis wie GÃ¶ring, Streicher und Kaltenbrunner, die amerikanische Gefangene waren, aus nÃ¤chster NÃ¤he kennenzulernen. Alle erklÃ¤rten sich fÃ¼r unschuldig, es wÃ¤re die Zeit gewesen und man hÃ¤tte nicht anders handeln kÃ¶nnen, behaupteten sie. Und kÃ¼rzlich wurde ich von einem Journalisten gefragt, ob ich diese Verbrecher, die so unverschÃ¤mt viel Leid verursacht hatten, gehaÃŸt hÃ¤tte. Nein, antwortete ich, ich habe sie nicht gehaÃŸt, es hat mich nur furchtbar vor ihnen geekelt. Seltsamerweise und ohne Vergleiche ziehen zu wollen, befÃ¤llt mich ein Ã¤hnlicher Ekel, wenn ich an die meisten dieser heutigen Theatermacher denke. Haben sie Georg Elser vergessen, der seinen Attentatsversuch auf Hitler mit dem Leben bezahlte? Haben sie den 20. Juli und seine Folgen vergessen? Den 17. Juni? Das Ende von Mussolini oder Ceaucescu?

 Nicht nur das, ich glaube, sie haben auch die Zukunft vergessen, und das ist im Theater eine TodsÃ¼nde. In seiner Rede meinte Rolf Hochhuth, nur ein Narr kÃ¶nne hoffen, daÃŸ die nÃ¤chste Revolution nicht auch mit Attentaten verbunden sein wÃ¼rde.

Georg Kreisler</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum 200. Jahrestag der UrauffÃ¼hrung von Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ hielt Rolf Hochhuth eine glÃ¤nzende Rede. Das StÃ¼ck sei bestÃ¼rzend aktuell, sagte er, wie Tell handelten die Tschechen, als sie Hitlers Landvogt in Prag, Reinhard Heydrich, ermordeten, wie Tell handelten auch die Ostdeutschen, als sie den sogenannten Treuhand-PrÃ¤sidenten Rohwedder beseitigten, den der Kohl-Staat - federfÃ¼hrend Wolfgang SchÃ¤uble - zur totalen Ausbeutung der 17 Millionen Ostdeutschen inthronisiert hatte. Und auch heute lebten wir in einer Diktatur, erklÃ¤rt Hochhuth, nÃ¤mlich in der Diktatur der Wirtschaft. Er zitierte den Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt, der schon 1890 voraussagte: â€žEinmal werden der entsetzliche Kapitalismus von oben und das begehrliche Treiben von unten, wie zwei SchnellzÃ¼ge auf denselben Gleisen gegeneinander prallen.â€œ</p>
<p>Dem muÃŸ jeder vernÃ¼nftige Mensch zustimmen, wenn er die steigende Arbeitslosigkeit in Europa sieht, die immer tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, das zunehmende Elend in der Dritten Welt. Und wenn er sich dann fragt, wer daran schuld sei, kann die Antwort nur lauten: Die Wirtschaftbosse und ihre Marionetten, die Politiker. Denn sie bestimmen die Bedingungen eines sogenannten â€žVereinten Europasâ€œ, sie bestimmen, wem es gut gehen darf und wem nicht, und sie bestimmen letztlich auch, welche Politiker das Volk wÃ¤hlen darf.</p>
<p> In der Nazizeit war die AuffÃ¼hrung von â€žWilhelm Tellâ€œ verboten. Die heutigen Wirtschaftdiktaturen sind klÃ¼ger, sie verbieten nicht, sondern lassen verharmlosen. Das heiÃŸt, sie bestellen Theatermacher, die ihnen zu Diensten sind, subventionieren sie, geben ihnen ein bisschen Macht, und schon sind sie korrumpierbar. Noch einmal Jacob Burckhardt: â€žMacht an sich ist bÃ¶se, gleichviel, wer sie ausÃ¼bt. Sie ist kein beharren, sondern eine Gier.â€œ Und auch Theatermacher nÃ¼tzen ihre Macht, um kritisches Theater, das dass Missfallen ihrer Subventionsgeber verursachen kÃ¶nnte, zu vermeiden. Lieber sprechen sie von â€žModernisierungâ€œ, statt zu bedenken, dass ein wirklich zeitkritisches Theater keinerlei Modernisierung bedarf, denn ein Publikum, das sich angesprochen fÃ¼hlt, kÃ¼mmert sich nicht um die Profilierung des Regisseurs.</p>
<p> In der Basler Zeitung hat man Schweizer Theatermacher, die hauptsÃ¤chlich in Deutschland arbeiten, zu ihrer Meinung Ã¼ber Schillers â€žWilhelm Tellâ€œ befragt. Ihre durchwegs arroganten und Ã¼berheblichen Antworten sind entlarvend, arrogant und Ã¼berheblich, weil man sich doch einem Klassiker wie Schiller und einem TheaterstÃ¼ck, das immerhin 200 Jahre lang Millionen von Menschen begeistert und beflÃ¼gelt hat, nur mit Demut nÃ¤her kann, vor allem, wenn man selbst versucht KÃ¼nstler zu sein. Ich zitiere auszugsweise, aber nicht sinnentstellend:</p>
<p>â€žKonservativer Terroristâ€œ, â€žLegendeâ€œ, â€žNationalistische Ikoneâ€œ oder â€žFreiheitsheldâ€œ</p>
<p>Urs Bircher, Intendant des Stadttheaters Hildesheim: â€žWilhelm Tell ist eine unangenehme nationalistische Ikone. Ein konservativer Terrorist, der sich der fortschrittlichen Entwicklung der Zeit (Habsburger) entgegenstellte, sozusagen ein frÃ¼her Europagegner.â€œ Da fÃ¤llt einem doch nur die Kinnlade herunter! Dieser Herr unterschlÃ¤gt nicht nur, dass die Schweiz, laut Schiller, erst durch Wilhelm Tell zu einer Art von Demokratie gefunden hat, er behauptet auch, dass die Habsburger, die viele Jahre lang die unmenschlichsten Gesetze erlieÃŸen, die ihre LÃ¤nder immer wieder mit Kriegen Ã¼berzogen, die jeden Widerstand durch Hinrichtungen im Keime erstickten, dass diese blutigen Herrscher eigentlich fortschrittliche Entwicklungshelfer waren. Und gleichzeitig betont er rasch seine Treue zur EU. All das in zwei SÃ¤tzen, nicht schlecht fÃ¼r einen braven MitlÃ¤ufer!</p>
<p> Tobias Richter, Generalintendant der deutschen Oper am Rhein: â€žMich interessiert Wilhelm Tell eher als Oper, die hat einen wunderschÃ¶n romantischen Stoff.â€œ Aha! Dieser Herr ist vorsichtiger, er hÃ¤lt sich an Rossinis schÃ¶ne Musik und hat lieber keine eigene Meinung. So wird man Generalintendant.</p>
<p> Jossie Wieler, Regisseur: â€žWie Schiller die Figuren idealisiert, auch die Jungfrau von OrlÃ©ans, damit habe ich meine Schwierigkeiten. WÃ¼rde mich jemand fragen, ob ich den â€žTellâ€œ inszenieren mÃ¶chte, dem wÃ¼rde ich ganz glatt sagen: Nein.â€œ Also da Herr Wieler offensichtlich nicht zu Schiller hinaufsteigen kann oder will. Da wÃ¼rde ich Herrn Wieler eher einen Berufswechsel vorschlagen, Politiker zum Beispiel. Da darf er Schwierigkeiten mit Schiller, Goethe, Shakespeare und Lessing haben und kann trotzdem Karriere machen.</p>
<p> CathÃ©rine Miville, Intendantin des Stadttheaters GieÃŸen: â€žAls Volksheld ist Tell fÃ¼r mich nicht wichtig. Die jungen Leute von heute interessieren sich fÃ¼r parodistische Tell-Inszenierungen, nicht fÃ¼r die Auseinandersetzung mit der Tyrannei.. FÃ¼r den notwendigen Bewusstseinswandel hin zu einem offenem Europa ist einer wie Wilhelm Tell nicht hilfreich.â€œ DaÃŸ RevolutionÃ¤re oder gar TyrannenattentÃ¤ter bei einem Glaubensbekenntnis zur EU â€žnicht hilfreichâ€œ sind, damit hat die Dame recht. Es ist auch im Sinn ihrer Subventionsgeber, dass junge Leute im Theater lachen sollen, um wenigstens vorÃ¼bergehend ihre Arbeitslosigkeit zu vergessen. Es ist nur schade um das schÃ¶ne Stadttheater in GieÃŸen.</p>
<p> Res Bosshart, Intendant des Meiniger Theaters: â€žTell ist ein Feigling, ein MenschenverÃ¤chter. Er schieÃŸt, weil ihm befohlen wird. Und weil Tell dem Gessler gehorcht, lockt er ihn danach in einen Hinterhalt, um ihn von hinten zu erschieÃŸen.â€œ Jawohl, Diktatoren soll man womÃ¶glich von vorn erschieÃŸen, dann ist man kein MenschenverÃ¤chter. Hat der Mann das StÃ¼ck Ã¼berhaupt gelesen? WeiÃŸ er nicht, dass Gessler den â€žFeiglingâ€œ Tell verhaften lÃ¤sst, ohne daÃŸ der das Geringste getan hat? Und dass Tell den Gessler in einen Hinterhalt lockt - wo steht das? Na ja, Hauptsache, man lehnt solche RevolutionsstÃ¼cke ab, dann kann einem nichts passieren.</p>
<p> Barbara Frey, Regisseuse: â€žDaÃŸ eine Figur, die es nie gegeben hat, eine solche Bedeutung fÃ¼r uns besitzen, ist fÃ¼r mich schwer nachvollziehbar. Das ist schon unfreiwillig komisch. Eigentlich ist der Tell eine mythomanische Muppet-Show, eine Art Kasperle-Theater, das man nicht ernst nehmen kann.â€œ Also wenn es fÃ¼r die Dame â€žschwer nachvollziehbarâ€œ ist, dass auf dem Theater jemand Bedeutung hat, den es nie geben hat - auch das ist strittig - dann muÃŸ man sie fragen: Was ist mit Hamlet? Othello? Mephisto? Und so weiter. Aber es hÃ¤tte auch keinen Sinn, sie zu fragen, warum jemand, der sein Leben aufs Spiel setzt, um sein Land von einem Diktator zu befreien, fÃ¼r sie ein Kasperle ist - nein, da gibt man lieber auf. AbschlieÃŸend Ruedi HÃ¤usermann, Regisseur: Wilhelm Tell ist jemand, der mich wenig angeht.â€œ Nun, ich glaube, hier irrt Herr HÃ¤usermann. Eines Tages wird er schon draufkommen, dass ihn Menschen wie Wilhelm Tell sehr viel angehen.</p>
<p> Im zweiten Weltkrieg war ich amerikanischer Soldat und als solcher auch als Dolmetscher in Deutschland tÃ¤tig. Dabei hatte ich Gelegenheit, einige Spitzennazis wie GÃ¶ring, Streicher und Kaltenbrunner, die amerikanische Gefangene waren, aus nÃ¤chster NÃ¤he kennenzulernen. Alle erklÃ¤rten sich fÃ¼r unschuldig, es wÃ¤re die Zeit gewesen und man hÃ¤tte nicht anders handeln kÃ¶nnen, behaupteten sie. Und kÃ¼rzlich wurde ich von einem Journalisten gefragt, ob ich diese Verbrecher, die so unverschÃ¤mt viel Leid verursacht hatten, gehaÃŸt hÃ¤tte. Nein, antwortete ich, ich habe sie nicht gehaÃŸt, es hat mich nur furchtbar vor ihnen geekelt. Seltsamerweise und ohne Vergleiche ziehen zu wollen, befÃ¤llt mich ein Ã¤hnlicher Ekel, wenn ich an die meisten dieser heutigen Theatermacher denke. Haben sie Georg Elser vergessen, der seinen Attentatsversuch auf Hitler mit dem Leben bezahlte? Haben sie den 20. Juli und seine Folgen vergessen? Den 17. Juni? Das Ende von Mussolini oder Ceaucescu?</p>
<p> Nicht nur das, ich glaube, sie haben auch die Zukunft vergessen, und das ist im Theater eine TodsÃ¼nde. In seiner Rede meinte Rolf Hochhuth, nur ein Narr kÃ¶nne hoffen, daÃŸ die nÃ¤chste Revolution nicht auch mit Attentaten verbunden sein wÃ¼rde.</p>
<p>Georg Kreisler</p>
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		<title>Von: Campo-News</title>
		<link>http://www.campodecriptana.de/blog/2005/03/04/36.html#comment-149440</link>
		<dc:creator>Campo-News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 12:30:47 +0000</pubDate>
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